Der ultimative Test: Audi , Mercedes und MG
Potentester Packesel unter den Dreien ist der im April neu eingeführte Mercedes C 55 AMG als T Modell mit 367PS und 510 Nm aus einem 5,4Liter –V8 –Zahlen , die an die amerikanisch Muscle-Car-Ärader sechziger Jahre erinnern. Sogar der MG Zt-T 260 als nominell schwächstes Mitglied dieses Terzetts bemüht einen großvolumiger Achtzylinder(4,6 Liter) zur Mobilisierung von 260PS und 410 Nm Drehmoment – ein Motor mit Historie wie die auf dem Ansaugtrakt montierte Plakette mit dem springenden Pferd verrät. Denn es handelt sich hier um das von Ford zugekaufte Triebwerk aus dem Mustang, allerdings nur in den vergleichsweise zahmen zweiventiligen Version. Doch eine Kompressor-Variante mit 385PS befindet sich für den MG bereits im Aufgalopp und kommt 2005.
Mittendrin statt nur bei dieses Dreien ist der Audi S4 Avant mit 344 PS aus dem kleinsten Hubraum ( 4,2 Liter ). Allerdings ist der Audi ein Modell mit schon bedrohlich nahe gerücktem Verfallsdatum. Denn im Zug des großen A4 Facelifts im Herbst wird auch der S4 zum Jahresende neu aufgelegt.
Ihren Reiz beziehen die drei Super-Kombis aus der Seit jeher gültigen Fahrspaß-Formel:
Dicker und starker Motor in kleinem und leichtem Auto. Besonders kompakt und leichtfüßig sind die drei Boliden zwar nicht: Immerhin messen sie in der Länge zwischen 4,57 (Audi) und 4,79 Meter (MG) und bringen schon unbeladen über 1,8 Tonnen auf die Waage.
Da kommt der1688 Kilogramm wiegende Mercedes fast schon als Fliegengewicht daher.
Im Gegensatz zu manch anfälligem Supersportler sind es aber keine Primadonnen, sondern funktionstüchtige und robuste Gebrauchsautos . Wenn auch von höchst unterschiedlichem Charakter.
Das exotischste unter ihnen ist pikanterweise auch das Preisgünstigste: der Mg Zt 260 für
46 950 Euro. Von ihm werden jährlich als Limousine und Kombi maximal 2000 Einheiten gebaut, wobei 40 Prozent auf den Fünftürer entfallen. Davon kommen dieses Jahr aber nur 60 Autos nach Deutschland.
Der vom Front- zum Hecktriebler umfunktionierte MG wäre in einem Test mit Punktwertung der klare Verlierer dieses Vergleichs. Aber wartet mit etwas auf, das selten geworden ist und sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt: Charakter.
Die beiden Deutschen Konkurrenten benehmen sich artiger. Speziell beim allradgetriebenen Audi lautet das Moto: kontrollierte Offensive.
Die Sportsitze bei denen die Lederpolsterung trotz 54 400 Euro Anschaffungspreis für den S4 1100 Euro extra kostet, passen noch besser als die ebenfalls körpergerecht geformten MG Sitze.
Auch beim Mercedes, der den größten Laderaum dieses Trios bietet, im Heck verstaute Sprudelkisten auf unebener Fahrbahn Veitstänze auf. Unerklärlich warum in Zeiten, wo reinrassige Sportwagen immer komfortabler werden, ausgerechnet Sport-Limousinen und –Kombis oft mir übertriebener Härte aufwarten.
Wer wie der C 55 AMG in 5,7 Sekunden von null auf 100 km/h und in nur 16,5 Sekunden auf 180ckm/h schießt, braucht sich vor waschechten Sportwagen jedenfalls nicht zu verstecken- auch wenn die einzige Flügeltür an diesem Mercedes die Heckklappe ist.
TECHNISCHE DATEN:
Audi S4 Avant: Mercedes C55 AMG : MG ZT-T 260 :
Zylinder Zahl: V8 V8 V8
Hubraum: 4163cm³ 5439cm³ 4601cm³
Leistung: 344 PS 367 PS 260 PS
Lehrgewicht/ 1813/ 1688/ 1825/
Zuladung Kg: 492 512 425
Länge x Breite 4575 x 1781 4626 x 1744 4791 x1778
x Höhe mm: x 1440 x 1455 x 1428
Tankinhalt: 66l 62l 65l
Beschleunigung: 0 – 100km/h 0 – 100km/h 0 – 100km/h
7,0 Sec. 5,7 Sec . 7,3 Sec.
Grundpreis : 54 400€ 63 568€ 46 950 €
Ps: Sorry falls die Daten etwas verschoben sind ich hoffe ihr könnt sie trotzdem entziffern