Porsche 997 GT3 RSR – Bullig in die finale Rennsaison

Mit einer nochmal breiteren Karosserie und technischen Verfeinerungen rollt der Porsche 997 GT3 RSR in die Rennsaison 2012. Aus vier Litern Hubraum holt der Sechszylinder-Boxermotor reglementsbedingt 460 PS, die den Wagen auf berühmten Rennstrecken wie in Le Mans zu weiteren Klassensiegen befeuern sollen. Ein breiter Heckflügel und eine ausgefeilte Aerodynamik an der Front sorgen für die nötige Bodenhaftung.

Porsche 997 GT3 RSR

Porsche 997 GT3 RSR
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Für die Rennsaison 2012 wurde der Porsche 997 GT3 RSR ein letztes Mal überarbeitet, bevor der Wagen nach einer äußerst erfolgreichen Motorsportkarriere in den Ruhestand rollen darf.

Man kann schon froh sein, dieses Fahrzeug niemals auf der Autobahn im Rückspiegel zu haben. Dazu müsste man vermutlich den Innenspiegel eh um mehrere Elemente erweitern. Für die finale Rennsaison des 997 GT3 RSR reizt Porsche das Reglement des A.C.O. für die LM GTE-Kategorie bis zur letzten Zeile aus und lässt der ohnehin schon nicht gerade schmalbrüstigen Karosserie weitere 48 Millimeter Breitenwachstum zukommen. Die Auswüchse an den vorderen und hinteren Kotflügeln erinnern nun sogar ein wenig an den legendären 935 der 1970er Jahre.

Dank des strengen Reglements ist in der Luftzufuhr zum Motor ein Luftmengenbegrenzer verbaut, der die maximale Leistung des Sechszylinder-Boxers auf 338 kW/460 PS reguliert. Diese werden über ein sequentielles Getriebe mit Wippenschaltung am Lenkrad auf die 310 Millimeter breiten Slickreifen auf der Hinterachse übertragen. Die über den Hinterrädern verbaute Kotflügelverbreiterung ist an Breite fast nicht mehr zu überbieten und macht aus dem 997 GT3 RSR in der 2012er Ausbaustufe ein wahrlich brachiales Renngerät. Auch vorn wurden die Radhäuser deutlich breiter, während dazwischen die Schwellerleisten entsprechend angepasst wurden. In die große Belüftungsöffnung im Bug wurden die seitlichen Flics integriert, während in den hinteren Radhäusern nun die Frischluftzufuhr des Motors eingebaut wurde, wie es sonst nur von Turbo-aufgeladenen Straßen-911ern bekannt war. Die Motorhaube entstammt in Grundzügen dem limitierten GT2 RS, wurde jedoch um einen massiven Heckflügel ergänzt.

Da die finale Auflage des Porsche 997 GT3 RSR auf dem A.C.O.-Regelwerk aufbaut, ist er auch nur für Rennserien zugelassen, die diese Regeln verwenden. Dazu zählen neben der Le Mans Series und der American Le Mans Series auch die FIA World Endurance Championship, die International GT Open und natürlich der Langstreckenklassiker, die 24 Stunden von Le Mans. Momentan läuft das Testprogramm der Porsche Motorsportabteilung auf Hochtouren, um den weltweiten Kundenteams ein absolut ausgereiftes Fahrzeug übergeben zu können, mit dem man den diversen Mitbewerbern Paroli bieten kann. Diese dürfen für den GT3 RSR 498.000,- € auf den Weissacher Tresen legen – zuzüglich Steuern.

Quelle: Porsche

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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