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master_p

Der günstige Sportwagen - alle wollen ihn haben, keiner kauft ihn

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master_p
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Moin,

mir liegt schon lange eine Frage auf der Leber, die nur Leute aus einem Sportwagen-Forum beantworten können.

 

Warum kauft keiner einen günstigen und leichten Sportwagen?

 

Alle (Sportwagen-) Foren der Welt und auch sämtliche Sport-Automagazine sehnen sich nach dem leichten und dabei günstigen Sportwagen. Aber kaum einer kauft ihn. Warum ist das so?

 

Toyota/Subaru hat im Prinzip mit dem GT86/BRZ etwas geschaffen, wonach alle gerufen haben. Einen leichten und günstigen Sportwagen. Natürlich ist beides nur damit zu erreichen, dass man den Wagen nicht over-engineered und im Innenraum eben nicht die Volllederausstattung zu finden ist, sondern günstiger Kunststoff. Auch meinetwegen Hyundai mit ihrem Genesis Coupé oder sogar Nissan mit dem 370Z (auch wenn der schon nicht mehr günstig ist). Und auch Peugeot hat so einige nette Spaßmodelle auf Lager. Aber wann sieht man diese Wagen schonmal auf der Straße?

 

Ich für meinen Teil wünsche mir natürlich auch einen günstigen Sportler. Und man sehnt sich zurück nach E30 oder E34. Als die Welt noch simpel, dafür aber lustig war. Aber würde ich mit einen GT86 kaufen? Nein. Einerseits, weil ich - vermutlich wie andere auch - nicht 3 Wagen in der Garage stehen habe und daher eher die eierlegende Wollmilchsau benötige mit Platz für die Familie, Komfort für Reisen, am besten einem Rest an Sportlichkeit und wenn ich schon 30.000€+ für einen Wagen ausgebe auch eigentlich nicht in einer Plastikwüste sitzen will.

 

Aber auch gerade deshalb sind wir natürlich Schuld an den Fahrzeugen, die die Marken auf den Markt werfen. Eigentlich hätte sich jeder auf diese Fahrzeuge stürzen müssen, um den Herstellern zu zeigen, dass es sich lohnt solche Flitzer im Markt zu halten. So denke ich wird es für die o.g. Modelle kaum noch Nachfolger geben. Man sagt dem GT86 zu wenig Leistung zu. Aber 200PS reichen doch für alles möglich aus - machen Spaß und der Wagen ist wirklich lustig zu fahren. Aber auf der Autobahn holt mich fast jeder Vertreter-Diesel mit seinen Nm ein und das ohne zu schwitzen und ohne, dass einem ein Hörsturz einholt.

 

Günstiger Sportwagen gesucht. Wer schreit denn immer nach solchen Wagen und wer kauft sie dann am Ende doch nicht - außer mir? Und was sind Eure Gründe dafür? Wenn es so weitergeht, wird sowas überhaupt nicht mehr zum Kauf angeboten. Aber juckt das dann jemanden? Klar wirklich Spaß machen auch Elise und Co. aber die sind dann wieder so teuer, dass sich nur wenige so ein Teil für die wochenendlichen Sportfahrten in die Garage stellt - zumal rund um HH auch keine wirklich netten Fahrerstrecken zu finden sind, aber das ist eher das Problem der Nordlichter-Fraktion. Was empfiehlt ihr denn für billige Sportwagen?

 

cosworthgt86.jpg

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chip
Geschrieben

Schöne Zusammenfassung ich würde das Thema etwas weiter fassen und denke dass hier auch andere Japaner mit ins Boot geholt werden dürfen. Da ist z.B. der Nissan 350/370 doch ganz gut angekommen und die Leistung stimmt auch. in diversen Tests schneidet das Auto doch sehr gut ab und ist zwar hinter Boxster und Co dafür aber im Preis gut halb so teuer. Insofern gibt es die Alternativen ob sie dann gekauft werden hat sicher noch andere Gründe als nur "leicht" zu sein.

spitzbueb
Geschrieben

Ein toller Sportwagen sollte halt eben auch Emotionen erzeugen.

Das macht weder ein GT86 noch ein Genesis oder 370.

Bei mir erzeugt nicht mal ein GTR von Nissan Emotionen. Auch wenn der technisch ein Sahnehäubchen ist.

MischiMischi
Geschrieben

Als ehemaliger Nissan Fahrer kann ich nur sagen, dass sowohl ein Nissan 350, als auch ein 370 Emotionen erzeugen können.

Die Fahrzeuge haben tolle Formen, entsprechend Sound (mit Anlage natürlich mehr) und bieten sehr viel Spaß fürs Geld. Dazu kommt das diese Fahrzeuge im Straßenbild echte Exoten sind.

Das einzige Problem ist in Europa ist, dass es ein Nissan ist. Und hier zu Lande fährt man lieber einen SLK als Zweitwagen.

Zum Thema Beliebtheit: Der Nissan 350Z war der meistverkaufte billige Sportwagen in seiner Klasse! Gerade die Amis fahren auf die Kiste ab.

Und ich kann nur jedem Raten, der ein Fahrzeug in der Preisklasse sucht, den Nissan Probezufahren. Der braucht sich nicht hinter BMW und Co zu verstecken :-))!

Tiefwasser
Geschrieben

Das kommt drauf an. Ich habe mir jetzt einen Genesis Coupe Facelift geholt, weil ich von der Form sehr angetan bin. Auch der gute V6 hat in mir etwas erzeugt :D

Ich kenne aber die Probleme die Master_P anspricht.

Ich habe die ganze Zeit einen Sportler gesucht, der 4 Sitzplätze hat, da meine Kinder mittlerweile in dem Alter sind, das se gerne mit wollen. Meinen Opel Speedster, den ich bis vor kurzen noch mein Eigen nennen konnte, musste ich deswegen weggeben, da ich nicht wollte, das sich die beiden vor dem Wagen um den zweiten Platz kloppen......

Der GT86 hätte etwas mehr PS bedurft. Oder zumindest hätte man das Angebot nicht nur beim 200PS sondern auch vielleicht 300PS Motor aufstocken sollen. Somit bleibt der Wagen zwar ne nett aber wird gleich zur Bastelbude, damit er Bums kriegt.... :( Traurig.....

Ich denke aber ein gaannzz großes Problem ist der Zweisitzer. mit 4 Sitzen würden sich Sportbegeisterte eher mit einem Fahrzeug anfreunden aber bei 2 Sitzen hat man nunmal das Handicap, das man meistens nur alleine fährt....

Ausser man ist schon single oder hat noch keine Kinder....

Mit meinem Genesis werde ich mit Sicherheit ne schöne Zeit haben. 350PS mit 8Gang Automatik. Es macht echt spaß damit Kurven zu räubern...... :D

Max A8
Geschrieben

Hallo,

ich denke, dass die Argumente gegen einen solchen Wagen hiermit ganz gut zusammengefasst sind:

Zitat
Einerseits, weil ich - vermutlich wie andere auch - nicht 3 Wagen in der Garage stehen habe und daher eher die eierlegende Wollmilchsau benötige (...)

Denn: Diese Autos - nehmen wir den GT86 mal als Platzhalter - sind für den Durchschnittsfahrer nix. Zu wenig Platz, zu laut, zu wenig Komfort etc. pp.. Wenn wir aber auf den Sportwagenfahrer als potenzielle Zielgruppe gehen, finden wir zwei "Klassen": Zur einen gehören die "Kompromisslosen Sportfahrer", die so ein Teil im Alltag bewegen, regelmäßig schnell unterwegs sind, vermutlich wenig Langstrecke und dafür sogar öfter mal Rennstrecke fahren u.s.w. u.s.f..

Zur anderen gehören die, die eventuell ohnehin schon mehr als zwei Autos in der Garage haben. Diese kaufen sich aber keinen GT86 für's Wochenende, sondern dann gleich "was härteres" oder vermeintlich besseres, s. Boxster & Co.. Somit beschränkt sich die Zielgruppe auf die Ersteren. Und wie oft findet man die heutzutage noch? Eben.

Thema Peugeot zum Beispiel, nur weil es im ersten Post angeschnitten wurde. Ein günstiger Sportwagen, z.B.  RCZ R, kostet knapp 40.000 Euro (auch schon nicht wenig!), hat 270 PS (und leider nur Vorderradantrieb), macht wirklich viel Laune, man sieht ihn ziemlich selten. Aber für das Geld gibt es halt auch schon einen Golf VII R. Und der kann - was Alltag und Performance angeht - nunmal alles besser. Da würde für mich die Wahl auch klar auf den Golf fallen (oder eben einen M135i, oder...)

Grüße

Max

chip
Geschrieben

@ max sehr schön beschreiben,

das ganze dann noch abgerundet durch die klassischen (möglichen) Probleme mit Service / Ersatzteilen etc. für Japaner und fertig ist die contra Kaufentscheidung.

Es gibt aber noch eine Ausnahme, das ist der Madzda MX 5 der verkauft sich doch auch sehr gut und die fürs nächste Jahr anstehende Neuinterpretation finde ich sehr gelungen. Für mich persönlich hat dieser aber die gleichen Nachteile wie der Toyota und das ist einfach die zu geringe Leistung.

Appokalyps
Geschrieben

Ich bin den BRZ probegefahren als er frisch auf den Markt gekommen war. Für meinen Geschmack hat der leider deutlich zu wenig Leistung, gerade im unteren Drehzahlbereich kommt da nicht viel. Rein subjektiv fühlte er sich nicht schnell an. Fahrwerk und Straßenlage fand ich durchaus gelungen, Spaß zu fahren macht der BRZ durchaus. Aber er weckt in mir keine Emotionen, da er dann doch den Tick zu langsam geht und ich auch vom Sound sehr sehr enttäuscht war. Kein Kreischen, Blubbern, Knallen, gar nichts...

Natürlich gibt es gerade für die Japaner etliche Tuningangebote, aber möchte man einen Neuwagen direkt zum Tuner fahren, negative Nachwirkungen wie Garantieverlust eingeschlossen? Mein Fall ist das nicht. Im Serienzustand fand ich den Subaru in keinem Punkt besser als meinen mittlerweile fast 8 Jahre alten Z4, warum also 30k + ausgeben und sich hinterher ärgern? Zumal man dann einen sportlich anmutenden und nicht gerade dezenten Wagen mit Heckspoiler fährt, aber gegen jeden Golf GTi das Nachsehen hat (zumindest solange man nicht auf einer Rennstrecke unterwegs ist).

Jetzt ist wohl eine Turbo-Version mit 300 PS im Gespräch, wobei diese wohl unter Umständen mit Allrandantrieb ausgeliefert werden soll. Das dürfte dann wieder zu Lasten des Gewichts gehen und so manchen Fan einer "Heckschleuder" vom Kauf abhalten.

Aus meiner Sicht sind diese günstigen Sportwagen sicher nicht schlecht, aber halt irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Für die einen zu wenig Emotionen, zu weich, zu leise, etc. und für die anderen zu wenig alltagstauglich. Da fragt man sich, wer genau eigentlich die Zielgruppe sein soll.

@ max sehr schön beschreiben,

das ganze dann noch abgerundet durch die klassischen (möglichen) Probleme mit Service / Ersatzteilen etc. für Japaner und fertig ist die contra Kaufentscheidung.

Es gibt aber noch eine Ausnahme, das ist der Madzda MX 5 der verkauft sich doch auch sehr gut und die fürs nächste Jahr anstehende Neuinterpretation finde ich sehr gelungen. Für mich persönlich hat dieser aber die gleichen Nachteile wie der Toyota und das ist einfach die zu geringe Leistung.

Das ist so sicherlich richtig, allerdings denke ich, dass sich der MX-5 an eine andere Zielgruppe richtet. Der Mazda ist ein klassischer Roadster, kein Möchtegern-Sportwagen. Der MX-5 verkauft sich sicherlich auch deshalb so gut, weil er der klassische Zweitwagen ist, neben der Familienkutsche. Oder halt das günstige Alltags-Auto für Singles. Günstiger Preis, gutes Fahrverhalten, nicht übermotorisiert, nicht laut oder unbequem, auch in der Optik sehr dezent. Ich kenne viele Frauen die einen MX-5 fahren und sich freuen im Sommer das Dach aufmachen zu können. Denen reicht dann auch die 126 PS Variante, weil es nicht um die Leistung sondern um Lifestyle, Cabrio fahren und den Spaß am cruisen geht.

Da ist ein BRZ, 350Z, etc. ein anderes Kaliber, allein schon durch das optische Auftreten. Und für diesen Auftritt, stimmt dann halt wiederum die Leistung nicht.

Gast amc
Geschrieben

Ein schöner Thread - ich habe ein paar Anmerkungen:

1. Der GT-86 verkauft sich, ist aber kein Renner. Sein Problem ist daß er zwar genug Leistung, aber so wenig Drehmoment hat, daß er im Alltagsgefahre nicht besonders attraktiv ist. Gleiche Maximalleistung, bei mehr Drehmoment in Alltagsdrehzahlbereichen hätte das Spiel verändert. Erschwerend kommt hinzu der Motor eine gehobene Kilometerzahl braucht um volle Leistung zu erreichen und als frischer Vorführer sich besonders schlapp anfühlt - letzteres konnten einige Fahrer bestätigen und die Evo mit ihrem Long-Termer auch meßtechnisch zeigen.

2. Der Preis. Immer ein Thema. Ein 220i hat weniger Leistung, aber viel mehr Drehmoment und kostet das gleiche, zwar bei weniger Ausstattung, aber billigerer Versicherung (ein Problem beim GT-86). Weiter oben in der Preisskala drohen M135i, Golf GTI, Golf R. Für GT-86-Interessenten die noch mit einem anderen Radsatz und etwas Schnickschnack liebäugeln ist ein M135i ein hochinteressantes Angebot (wem der zu häßlich ist, muss halt was für den M235i drauflegen).

So wie es ist kann man für weniger einen offenen MX-5 haben oder für mehr bei der Konkurrenz dann um einiges mehr bekommen. Ich finde, der GT-86 ist ziemlich unglücklich positioniert und sein Geld im Konkurrenzvergleich nur wert solange man die Finger von der Tuning-Kiste lässt - aber das wollen viele Käufer dieser Autos ja gar nicht.

Jamarico
Geschrieben

Wer schreit denn immer nach solchen Wagen und wer kauft sie dann am Ende doch nicht?

...gute Frage!

Obwohl ich noch keinen GT86/BRZ gefahren bin, erachte auch ich das Layout dieser Modelle zumindest auf dem Papier als ziemlich ansprechend:

- Motor vorne (längs) eingebaut

- Heckantrieb

- akzeptables, gut ausbalanciertes Fahrzeuggewicht

Ob die Motorenleistung ausreichend und der Drehmomentverlauf ansprechend ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Man liest diesbezüglich widersprüchliches.

Das Design empfinde ich persönlich als durchaus akzeptabel.

Würde ich ein Fahrzeug dieser Kategorie suchen, wäre eine Probefahrt sicherlich ausschlaggebend, ob eines dieser Modelle in Frage käme.

Wieso dieses Modelle in Europa nicht den Erfolg haben, welcher ihnen wahrscheinlich zustehen würde, liegt m.E. darin begründet, dass diese nicht das Image verkörpern, welches für den Europäischen Durchnittskunden für einen Kauf ausschlaggebend wäre.

Stig
Geschrieben

Das nicht jeder einen GT86 hat bzw. will, liegt meines Erachtens an der Kombination aus wenig Leistung und Coupé.

Der MX5 verkaufte sich in den letzten 20 Jahren sensationell, hat ebenfalls wenig Leistung, ist aber ein Cabrio.

Wäre demnach der GT86 von Beginn an als Cabrio erhältlich gewesen, hätte er sicher mehr Kaufwillige angesprochen.

Ein weiterer Grund ist sicher auch die Optik des GT86: mir wirkt er altmodisch und einfach nicht wirklich schön. Irgendwie billig, langweilig und einfach zu asiatisch.

Auch hier wieder hat es Mazda seinerzeit besser gemacht und den ursprünglichen MX5 etwas wie der Lotus Elan aussehen lassen. Die späteren MX5 gleichen dann zwar nicht mehr dem Elan, entsprechen von den Proportionen her aber noch eher dem Ideal eines Sportwagens.

Als Cabrio hingegen in guter Farbe und mit zeitgenössischeren Felgen sähe der GT86 gar nicht mal so übel aus wie das Coupé:

wheels-toyotaopen-blog480-v2.jpg

master_p
Geschrieben

Okay ich muss hier vielleicht meine sehr europäische, vor allem aber deutsche Sicht sehen. Im Ausland kann ich die Verkäufe nicht beurteilen - was vielleicht meinen Post etwas anders hätte aussehen lassen. Ich nutze hier zwar immer den GT86 als Beispiel, dieser steht bei mir aber nur für diese Fahrzeuggattung und sollte gar nicht direkt das Modell meinen.

Aber der GT kostet ab 30.750€ ein M135i ab 40.600€. Die Aufpreise bis zum Kauf lasse ich mal außen vor, aber das sind knappe 10.000€ mehr oder auch über 30% Aufpreis! Und das diskutiert man - als Deutscher - weg im Hinblick auf die Marke? Ich will gar keine Rechtfertigung finden, denn gerade "unter uns" ist ein Autokauf immer auch mit Emotionen verbunden. Aber das ist auf jeden Fall eine Frage, die ich mir selbst überhaupt nicht beantworten kann. Der GT86 ist objektiv gesehen für den Sportwagen-Freund genau das, was man wollte. Kein 300PS-Turbomonster, Heckantrieb, ein ordentliches Getriebe und ein Motor, der gedreht werden will. Aber am Ende steht man wieder vor dem Gebrauchten BMW oder Boxster und kauft dann doch eben "deutsch". Das ist doch eigentlich bescheuert, wenn man gleichzeitig von den Herstellern erwartet, dass sie eben so ein Auto bauen.

Würde sich das denn ändern, wenn beispielsweise BMW einen 120i GTS herausbringt? Toyota hat's im Prinzip ja richtig gemacht, indem sie kein Serienfahrzeug zu einem Sportwagen gemacht haben, sondern ein komplett eigenes Modell fahren. Anders bekommt man das Gewicht sicherlich nicht mehr aus dem Wagen raus und zusätzlich sagt keiner "Ach das ist der Prius als Sportwagen-Version". Ich komme hier für mich selbst leider auch zu keinem wirklichen Ergebnis. Wenn es Exklusiv werden soll, wird's auch gleich teuer - siehe Lotus. Und ein Lotus7-Replik ist wieder zu radikal und dann kommen bei mir auch gleich Fragen zur Wartung hoch... ein komisches Paradoxon für meinen Kopf.

Ich für meinen Teil freue mich auch weiterhin auf jeden günstigen Volks-Sportwagen, den eine Marke herausbringt. Aber ich denke sowas ist heutzutage leider zum Tode verurteilt und wird auf kurz oder lang komplett verschwinden - Kleinserien-Hersteller ausgenommen. Und ich muss mir hier an die eigene Nase fassen, dass auch ich daran Schuld bin, weil ich die Nachfrage nicht erzeuge. Hätte ich nämlich Geld übrig, würde ich auch eher nach England schielen, als nach Japan.

absolutmuc
Geschrieben (bearbeitet)

Ich kann nur sagen: noch a bisserl sparen und M135i für 39,8k kaufen.

Als einzige Extras Bluetooth und Adaptivfahrwerk, damit bleiben wir unter 41k.

Kann nahezu alles, macht unverschämt Spass, klingt genial und verkörpert all das in Idealform, "was früher einen BMW ausgemacht hat".

Und das Design? Aufs Facelift nächstes Jahr warten oder sich fragen, ob man eigentlich fahren oder doch lieber schaulaufen will.

Ich bin den GT86 eine kleine Runde gefahren und mich hat weder Motor noch Strassenlage noch Fahrgefühl irgendwie angefixt. Klar, mit diesen Eco-Reifen kann ich schon bei 50 quer abbiegen. Aber das solls gewesen sein? Dazu ein japanisch beliebiges Design und dann kostet das Ding halt über 30k.

Ich finde ihn schlicht und einfach zu teuer. Für das Geld macht mir ein 120d mit M-Paket deutlich mehr Spass.

bearbeitet von absolutmuc
cschaetzle
Geschrieben

da die Marke im ersten Posting angesprochen wurde: der Peugeot RCZ R hats mit echt angetan. der normale RCZ war zu schwach auf der Brust, der R macht Spass. Da ich 4 Peugeot hintereinander als Firmenwagen hatte und mit allem rundum zufrieden war, nicht eine Macke oder Beschwerde (bei jährlicher Laufleistung 45000-48000 km) würde ich den durchaus in Betracht ziehen und definitiv einem BRZ oder GT86 vorziehen.

Appokalyps
Geschrieben
Der GT86 ist objektiv gesehen für den Sportwagen-Freund genau das, was man wollte. Kein 300PS-Turbomonster, Heckantrieb, ein ordentliches Getriebe und ein Motor, der gedreht werden will. Aber am Ende steht man wieder vor dem Gebrauchten BMW oder Boxster und kauft dann doch eben "deutsch". Das ist doch eigentlich bescheuert, wenn man gleichzeitig von den Herstellern erwartet, dass sie eben so ein Auto bauen.

Opjektiv auf dem Papier magst Du damit Recht haben. Aber um uns noch einmal am BRZ / GT86 aufzuhängen: Bist du das Gerät mal gefahren? Ich bin auch kein Verfechter von Turbo-Monstern, aber den BRZ kann man gar nicht so drehen, dass er wirklich Spaß macht. Wenn man sich ein Auto für über 30k kauft, das so sportlich aussieht wie der genannte, dann muss der auch vorwärts gehen. Gerade untenraus verlierst Du mit dem aber gegen jeden GTI, R oder Vertreter-Diesel. Dazu kaum Emotionen... Da fehlt einfach DAS Kaufargument aus meiner Sicht.

Gute Idee, aber aus meiner Sicht gewollt und nicht gekonnt :(

emuman
Geschrieben
Gerade untenraus verlierst Du mit dem aber gegen jeden GTI, R oder Vertreter-Diesel. Dazu kaum Emotionen... Da fehlt einfach DAS Kaufargument aus meiner Sicht.

Genau das ist der springende Punkt. Die meisten Deutschen ziehen Freude ausschließlich daraus, sich überlegen zu fühlen. Die öffentliche Straße wird als Rennstrecke gesehen mit anderen Verkehrsteilnehmern als Gegner. Ausschließlich Drehmomentstarke Diesel gewohnt kommt es vor allem auf die Längsbeschleunigung an oder wenn auf Querbeschleunigung, dann in Form von Rundenzeiten in der AMS.

Wie ein Auto sich anfühlt, wie direkt es ist, wieviel der Fahrer beitragen kann, wie sehr das Auto ihm ermöglicht als Fahrer zu wachsen und seine Grenzen kennen zu lernen, ist dabei egal.

Eigentlich suchen die meisten Käufer sportlicher Coupes keine Sportwagen, sondern nur kräftig motorisierte Limousinenableger mit geänderter Karrosserieform. Daher liegt der Griff ins Konzernregal näher als die Entwicklung eines eigenständigen Sportcoupes.

Für mich persönlich hat der Toyota in erster Linie ein Problem: er hat keine echten Rücksitze und die brauche ich. Aber auch aus diversen anderen Gründen bleibe ich bei meinem Mazda RX-8.

master_p
Geschrieben
Opjektiv auf dem Papier magst Du damit Recht haben. Aber um uns noch einmal am BRZ / GT86 aufzuhängen: Bist du das Gerät mal gefahren?

Ja bin ich und ich hatte meinen Spaß. Das ein so kleiner Sauger nicht das Drehmoment eines 2-Liter GTI-Turbomotors hat ist mir klar.

Gerade untenraus verlierst Du mit dem aber gegen jeden GTI, R oder Vertreter-Diesel.

Genau das ist ja mein Punkt. Alle wollen den günstigen Sportwagen haben und dann liefert einer so ein Gerät und dann muss er sich am Ende wieder mit dem Untersteuer-König Golf auseinandersetzen. Dann kann man auch gleich einen Boxster kaufen und ist zufrieden, dass die Vertreter-Diesel eben nicht dranbleiben. Dafür zahlt man aber auch dementsprechend mehr, als für einen Vertreter-Diesel.

Was sollen die Autohersteller also tun? Muss der günstige Sportwagen also NOCH günstiger werden, damit man ihm die Fehler verzeiht? Muss er doch einen ordentlichen Motor haben, der wieder in Gewicht und Wartung kostet? Denn es muss ja ein Sauger sein, sonst heißt es wieder "Turboloch". Also eher Richtung altem Z4 Coupé mit 3 Liter Motor. Aber dann für nur 20.000€, damit er einen ordentlichem Abstand zum GTI hat? Darauf kann man dann wirklich lange warten. Denn von einem Kleinserien-Hersteller kann man den Preis niemals erwarten. Und von einem Großserien-Hersteller bekommt man eben diese Fahrzeuge á la GT86.

Gast Wiesel348
Geschrieben

Die meisten Automobilisten, die sich einen Zweitwagen als Spassmaschine zulegen, kaufen ein Cabrio. Somit sind die Sportcoupés schon aussen vor.

Hätte ich die Wahl zwischen einem Toyota/Subaru und einem M135i, würde ich den BMW kaufen. Und wenn's das Budget nicht zulässt eben als Gebrauchtwagen. Die Japaner mögen günstiger sein - dafür muss ich aber auch Kompromisse eingehen. Und genau das will ich bei einem Zweitwagen nicht wirklich.

Ein Sportwagen muss nicht nur wie ein solcher aussehen, sondern auch wie ein solcher Fahren. In da liegt in meinen Augen das Problem.

Zwar war der MX5 nie übermotorisiert, hatte aber ein gutes Fahrwerk, das sich relativ einfach weiter verfeinern liess. Und unter Fahrspass verstehe ich primär das Anfahren und rasche Durchfahren einer Kurve. Wenn danach auch noch die Beschleunigung stimmt - umso besser, aber nicht zwingend nötig.

absolutmuc
Geschrieben

Nichts nervt mehr als halbe Sachen. Und der GT86-BRZ ist genau das.

Idee und Layout super. Umsetzung mangelhaft mit müdem Motor und miesen Reifen.

Dafür sind 31k zu viel Geld.

Der Wagen mit einer Drehorgel a la Honda S200 und gescheiter Abstimmung für 35k wäre eine Ansage und machbar...

Gast amc
Geschrieben
Nichts nervt mehr als halbe Sachen.

Ja, so sehe ich das auch. Zumal ein MX-5 Sport der weniger Leistung hat nicht schlechter geht und merklich billiger ist. Und offen. Klar, kein 2+2.

Bodania
Geschrieben

Hier mal aktuelle Neuzulassungen:

Januar-August 2013 gegen 2014

Subaru BRZ von 219 zurück auf 97, minus 55,71%

Toyota GT86 von 1642 zurück auf 526, minus 67,97%

Für 2015 sind beim GT 86 übrigens Hochstufungen bei den Versicherungsklassen angesagt, neu geht Haftpflicht von 17 auf 21, Vollkasko von 27 auf 30 wogegen Teilkasko in Klasse 23 bleibt. Beim BRZ bleibt die Einstufung unverändert...

Uebrigens, der MX5 hat für 2015 die Klassen 13-15-17 erhalten!

Von Anfang an für Europa den 2,5 Liter, später den 2.0 nachschieben. Aber das Ganze erinnert mich an den MR2 Ende der Achtziger in den USA. Dem wurde durch die angepassten Versicherungsprämien der Garaus gemacht.

Need 4 Speed
Geschrieben

Habe "ihn" letztens gekauft, den günstigen Sportwagen, einen Renault Twingo RS mit Cup-Fahrwerk und alles andere als eine "halbe Sache", fährt sich wie ein Kart, jede Kurve ist ein Mordsspaß, zentraler Drehzahlmesser mit Schaltblitz, ein Saugmotor, der bei Bedarf über 7.000 U/min dreht, voll abschaltbares ESP, eine standfeste Bremsanlage, gute Seriensitze und noch dazu alltagstauglich insbesondere mit den verschiebbaren einzelnen Rücksitzen.

...und das für absolut kleines Geld, dann nur Haftpflicht versichern und gut ist.

Appokalyps
Geschrieben
Ja bin ich und ich hatte meinen Spaß. Das ein so kleiner Sauger nicht das Drehmoment eines 2-Liter GTI-Turbomotors hat ist mir klar.

Grundsätzlich macht der ja auch Spaß, keine Frage. Aber nicht, wenn man etwas mehr "Wumms" gewohnt ist. Ging zumindest mir so

Genau das ist ja mein Punkt. Alle wollen den günstigen Sportwagen haben und dann liefert einer so ein Gerät und dann muss er sich am Ende wieder mit dem Untersteuer-König Golf auseinandersetzen. Dann kann man auch gleich einen Boxster kaufen und ist zufrieden, dass die Vertreter-Diesel eben nicht dranbleiben. Dafür zahlt man aber auch dementsprechend mehr, als für einen Vertreter-Diesel.

Ich würde mir auch keinen Golf kaufen und die Frage ist auch nicht kaufe ich einen Golf oder einen GT86. Die Frage ist aber: Möchte ich einen "Sportwagen" der gegen einen Golf den Kürzeren zieht? Zwar evtl. nicht auf der Rennstrecke, aber halt an der Ampel, auf der Autobahn, etc.

Was sollen die Autohersteller also tun? Muss der günstige Sportwagen also NOCH günstiger werden, damit man ihm die Fehler verzeiht? Muss er doch einen ordentlichen Motor haben, der wieder in Gewicht und Wartung kostet? Denn es muss ja ein Sauger sein, sonst heißt es wieder "Turboloch". Also eher Richtung altem Z4 Coupé mit 3 Liter Motor. Aber dann für nur 20.000€, damit er einen ordentlichem Abstand zum GTI hat? Darauf kann man dann wirklich lange warten. Denn von einem Kleinserien-Hersteller kann man den Preis niemals erwarten. Und von einem Großserien-Hersteller bekommt man eben diese Fahrzeuge á la GT86.

Natürlich gibt es da nicht die eierlegende Wollmilchsau. Ich bin vor ein paar Monaten einen Mini John Cooper Works GP Probe gefahren. Das kleine Biest fährt sich wie ein Kart, hat eine irre Straßenlage, blubbert, bollert und knallt in allen sechs Gängen und vermittelt echt Fahrspaß. Da war ich RICHTIG überrascht.

Ja klar - die beiden Autos kann man nicht vergleichen, der Mini geht auch nicht quer ums Eck. Das Problem ist: Der Mini macht mir im Alltag mehr Spaß - und für 2 mal im Jahr auf nen Track kaufe ich mir kein anderes Auto. Zumindest nicht, so lange ich mir dafür nicht einen GT3 o.ä. als Zweitwagen leisten kann.

Autopista
Geschrieben

Ich hab den GT86 auch für seinen müden Antrieb kritisiert. Er ist auch ein lahmer Bock, da gibt es nix zu diskutieren.

Aber jetzt steht der Winter vor der Tür, ich wünsche mir ein schönes querfahrendes Spaßmobil und plötzlich taucht das Auto erstaunlich weit oben in der Wunschliste auf. Frontantrieb kommt da wirklich nicht in Frage.

So ein MX-5 ist sicher nett aber mit seinem offenen Chassis doch eher Schüttelkiste als Präzisionsinstrument. Die dicken Nissan gehen für mich gar nicht. Das erinnert doch irgendwie an Bärentanz wenn der Hintern kommt.

Also was bleibt da mit Sperrdifferential und zappeligen Heck? Nicht wirklich viel. Die 2er Coupe untersteuern jedenfalls ziemlich kräftig, das nur nebenbei.

Gast amc
Geschrieben

Ich bin vor ein paar Monaten einen Mini John Cooper Works GP Probe gefahren. Das kleine Biest fährt sich wie ein Kart, hat eine irre Straßenlage, blubbert, bollert und knallt in allen sechs Gängen und vermittelt echt Fahrspaß. Da war ich RICHTIG überrascht.

Geht nicht nur Dir so - aus diesen Gründen war der Works GP in der finalen 7er Auswahl des Evo "Car of the year" letztes Jahr - zusammen mit so illustren Größen wie einem 991 GT3 und einem R8 V10 Plus.

Da geht es nicht primär um Messwerte, das Redaktionsteam fährt die Wagen hintereinander und abwechselnd auf Track und Landstraßen und dann vergibt jeder Punkte.

Also was bleibt da mit Sperrdifferential und zappeligen Heck?

Was allerdings stark durch die Reifen bedingt ist. Zwei gute Bekannte von mir in den USA haben umgerüstet auf grippige Reifen, danach war da nix mehr mit Übersteuern, es fehlt einfach Leistung. Beiden haben zurückgerüstet weil der Wagen (dort ein Scion FR-S) danach auf öffentlichen Straßen jeden Spaß verlor.

Ich habe ihn leider noch nicht gefahren, aber ein M235i mit Diff soll angeblich das gewünschte leisten. Ich werde mir das irgendwann als Cabrio anschauen.

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      2.3. Im Ausland würde ich keinen M5 kaufen, insbesondere nicht in den osteuropäischen Ländern. Die dort übliche „Tachojustierung“ halte ich für vollkommen inakzeptabel. Kann einem natürlich auch in Deutschland passieren, also aufpassen.

      2.4. Eine zumindest Rest-Garantie von BMW war gewünscht, um die Kaufdurchsicht nicht zu intensiv betreiben zu müssen. Dafür muss man nicht bei BMW kaufen, sondern kann das Auto auch von einem Privatmann erwerben, der diese Versicherung (EuroPlus heißt das bei BMW) abgeschlossen hat, da sie übertragbar ist. Aber diesen Punkt hätte ich ggf. auch fallen lassen, dann muss eben genauer hingeschaut werden.

      2.5. Einen Touring wollte ich nicht, da ich ihn optisch nicht so schön finde, den Platz nicht brauche und der Apparat 100 kg mehr wiegt, also ein schlechteres Leistungsgewicht hat.

      2.6. Die 5er erhielten in 2007 ein Facelift, in dessen Rahmen einige sinnvolle Verbesserungen vorgenommen wurden (neues iDrive mit frei programmierbaren Tasten für präferierte Funktionen, neues Außendesign mit Klarglasscheinwerfern und Heckleuchten mit LEDs etc.). Da es zu Anfang der M5-Produktion auch Probleme mit dem SMG und einige andere Themen gegeben haben soll, kam ein Modell vor Facelift für mich nicht in Frage.

      2.7. Auch später gab es noch Veränderungen bis hin zum letzten Modelljahr (ab Sommer 2009 gebaut), in das ein HDD-Navi eingebaut wurde, was ich persönlich sehr praktisch finde. Auf die Festplatte kann auch Musik eingelesen werden o.ä.

      2.8. Letztendlich entschied ich mich dafür, einen der letzten gebauten M5 E 60 zu kaufen. Der Preisunterschied zu älteren Modellen war ohnehin nicht groß und ich wollte auch kein 100 tkm-Auto.
        In verschiedenen Foren taucht immer wieder der Hinweis auf, das Steuergerät auf die Anzahl der Launch Control-Einsätze auslesen zu lassen. Das würde ich nur beim Kauf von Privat machen, wenn mir die Aussagen des/der Vorbesitzer unglaubwürdig erscheinen. Ich habe die Launch Control noch nicht ein einziges Mal benutzt und kenne auch andere Besitzer von Autos mit diesem Feature, die es noch nie benutzt haben, weil es für sie nichts mit dem wirklich schnellen Fahren dieser Autos zu tun hat, sondern eher etwas für den Ampelsprint und etwas unreifere Zeitgenossen ist. Jemand, der die Mechanik seines Autos wirklich liebt, tut ihm das nicht an. Wenn Ihr das Auto bei BMW mit Garantie kauft, könnt ihr davon ausgehen, dass BMW, die den Speicher ja bei der Inzahlungnahme und beim Service ohnehin auslesen, ein solches Auto nicht in Zahlung nehmen oder nicht oder nur nach genauester Prüfung mit Garantie versehen werden, das sind nämlich auch Kaufleute. Bei meiner BMW-Niederlassung werden M5s nur nach Genehmigung des Verkaufsleiters zur Probefahrt herausgegeben und auch das nur äußerst selektiv. In den Probefahrtbedingungen steht ausdrücklich, dass das DSC nicht deaktiviert werden darf usw. usw. Beim Kauf von Privat würde ich die BMW-Werkstatt des Verkäufers kontaktieren, die Historie verifizieren und ggf. das Fahrzeug ohnehin von einem BMW-Fachbetrieb, der sich mit M-Fahrzeugen auskennt, checken lassen und ggf. dabei auch das Steuergerät auslesen lassen. Aber auch hier kommt es ein wenig auf die Papierform, den Zustand des Fahrzeugs und die Menschenkenntnis an. Diese entscheidet bei mir immer über die vorzunehmenden Kontrollen und ich bin damit bisher gut gefahren.
        Der M5 ist vollgestopft mit technischen/elektronischen Goodies. Die solltet Ihr beim Kauf ausprobieren, da Mängelbeseitigungen im Elektronikbereich schnell ins Geld gehen können. Das ist ein wenig zeitintensiv, doch erkennt man einen gepflegten Wagen auch daran, dass alles funktioniert. Kauft Ihr den Wagen mit EuroPlus Grantie, gilt das natürlich nur hinsichtlich des nicht versicherten Umfangs.
        Beim Kauf von BMW Händlern bekommt Ihr häufig auch das Premium Selection Zertifikat. Was das bedeutet, seht Ihr auf der Website von BMW. Auch das schränkt die notwendigen Prüfungshandlungen beim Check des Fahrzeugs ein wenig ein.
        Natürlich prüft man bei einem solchen Wagen, ob Reifen mit BMW-Kennung (Stern) aufgezogen sind, vier gleiche Reifen montiert sind, diese nicht nur ausreichend Profil aufweisen, sondern auch nicht zu alt und unbeschädigt sind, die Bremsen (Scheiben und Beläge) in Ordnung sind usw. usw., das würde jedoch diesen Thread überfrachten. Wichtig ist: Ihr kauft keinen 320d, also plant für die notwendigen Untersuchungen ein wenig Zeit ein.
        Der M5 ist von Haus aus bei 250 km/h abgeriegelt. Es gibt das sogenannte M-Drivers Package, mit dem das Limit auf echte 305 km/h angehoben wird. Der Vorteil dieses Packages ist, dass es garantiefähig ist. Außerdem wird die Geschwindigkeitserhöhung in die Fahrzeugpapiere eingetragen, so dass nicht die Zulassung des Fahrzeugs erlischt. Von nicht eingetragenen Veränderungen würde ich aus versicherungsrechtlichen und strafrechtlichen Gründen Abstand nehmen.
        Beschafft Euch die im Internet frei verfügbare Ausstattungsliste inkl. der verfügbaren Extras und überlegt Euch, was Euer Gebrauchter haben sollte. Das erleichtert ebenfalls das Eingrenzen des Angebots. Sinnvoll ist nach meiner Analyse das Navi Professional mit Bluetooth-Anbindung für Mobiltelefone, das HiFi-System Professional Logic 7 (ein digitales Surround Sound-System), der Skisack für das etwas sperrigere Gepäck, das M-Drivers Package wie oben beschrieben, der M-Sitz (mit aktiver Lehnenbreitenverstellung für Fahrer und Beifahrer), die USB-Schnittstelle (an die Ihr mit einem Adapter auch Euren iPod anschließen könnt) der optionale Heckspoiler (sehr dezent und reduziert den Auftrieb an der Hinterachse um die Hälfte!) und evt. noch der programmierbare Garagentoröffner für bis zu drei verschiedene elektronische Sender.
        Faszinierend ist, dass Ihr mit diesem Auto zwei Autos kauft, eine Limousine und einen Sportwagen. Für echte Fans einer der beiden Fahrzeuggattungen ist das natürlich ein Kompromiss. Der Automatikmodus des SMG ist wegen des fehlenden Drehmomentwandlers nicht mit einem normalen Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe vergleichbar. Dafür hat das SMG-Getriebe gegenüber dem Automatikgetriebe jedoch Gewichtsvorteile und auch die Leistungsverluste sind geringer. Die Fahrwerksabstimmung ist sportlich, auch auf der sogenannten Komfortstufe. Die Lenkung (Lenkwiderstand einstellbar) ist für eine Limousine relativ schwergängig. Für Sportwagenfahrer ist das alles jedoch nicht nur verzeihlich, es ist sogar teilweise erforderlich. Auf der anderen Seite kann man durch das Drücken einiger Knöpfe erfahren, dass die M-GmbH es durchaus ernst meint, wenn sie so einen Wagen bauen. Das Auto lässt sich dann sportwagenmäßig bewegen. Zu den zwei Gesichtern des Fahrzeuges gibt es ein nettes Video von Top Gear in zwei Teilen (auch wenn einige der Aussagen im Video falsch sind und nur von Unkenntnis über die möglichen Einstellungen zeugen):
         

      Falsch dargestellt ist im Video (wird in Teil 2 später teilweise revidiert): Ihr müsst nicht die M-Taste auf dem Lenkrad drücken, um die vollen 507 PS nutzen zu können, die Power Taste in der Mittelkonsole reicht. Wichtig ist, dass nach jedem Start zunächst nur 400 PS nutzbar sind, bis Ihr Euch entscheidet, die volle Leistung durch Drücken einer der beiden Tasten (Power oder M) verfügbar zu haben (auch die Gasannahme verändert sich spürbar). Auch lässt sich die Stimmausgabe des Navigationssystems natürlich stumm schalten und man kann sowohl die Lautstärke als auch den Sender am Lenkrad einstellen.. Das Fahrwerk ist einstellbar. In der Automatikstellungstellung „D“ sind 5 verschiedene Fahrprogramme abrufbar, die mit der gleichen Taste abrufbar sind, mit der beim sequentiellen Modus die Schaltpausen eingestellt werden. Den M-Modus konfiguriert Ihr über das iDrive-System. Dort habt Ihr noch einige Einstellungen exklusiv zur Verfügung: Weitere Verkürzung der Schaltpausen und noch spontanere Gasannahme. Das Rucken beim Hochschalten unter Last kann man durch kurzes Gaswegnehmen beim Schalten ganz einfach beseitigen, die Mechanik wird es Euch danken. Allgemein ist zu sagen, dass, wenn Ihr keine Erfahrungen mit dem SMG habt, es Euch wahrscheinlich zunächst nicht gefallen wird. Um es optimal nutzen zu können, bedarf es einiger Übung. Also lehnt das Fahrzeug nicht wegen des SMGs nach einer kurzen Probefahrt ab, da geht noch was.
       
      In den Foren liest man viel über gigantische Benzinverbräuche. Lasst Euch davon nicht abschrecken. Im Mix verbrauche ich bei zügiger, jedoch vorausschauender, Fahrweise 16-17 Liter. Wahr ist aber auch, dass ständiger Kurzstreckenbetrieb, intensiver Stadtverkehr und über längere Zeit freie Autobahnen zu deutlich höheren Verbräuchen führen. Wenn Ihr, wenn die Ampel auf Grün springt, Euren Mitbürgern immer zeigen müsst, dass Ihr den Größten habt, dann könnt Ihr auch locker über 30 Liter verbrauchen. Das ist aber bei fast jedem PS-stärkeren Sportwagen, den ich kenne, so.
       
      Die Versicherungskosten halten sich im gewohnten Rahmen. Rechnet bei einem langjährig schadenfreien Versicherungsvertrag mit um und bei EUR 1.000 für VK, TK, Haftpflicht mit guten Versicherungsbedingungen.
       
      Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, doch kann man es beim M5 nur wiederholen: Kauft nicht das billigste, sondern das beste Auto, das Ihr finden könnt. Das bezieht sich nicht so sehr darauf, ob das Auto 1. oder 2. oder 3. Hand ist (sagt ohnehin nichts über die Anzahl der Fahrer aus), sondern auf Unfallfreiheit, Wartungsnachweise (lückenloses Scheckheft inkl. der beim M5 vorgeschriebenen Einfahrkontrolle bei ca. 2000 km (dabei wird auch das Öl gewechselt)), Pflegezustand, nachvollziehbare Historie (auch garantierter KM-Stand!), Papiere und Schlüssel vollständig usw. Auch könnt Ihr im iDrive die Fahrzeugdiagnose aufrufen, die Euch anzeigt, ob Motoröl, Bremsflüssigkeit, Bremsbeläge etc. zum Wechsel anstehen (sollte alles mit grünen Häkchen versehen sein).
       
      Wer für einen M5 E60 maximal TEUR 20 ausgeben will oder kann, interessiert sich für das falsche Auto. Ein schlecht behandeltes und/oder gewartetes Auto kann Euch in Rechnungen treiben, die Euch den Atem nehmen. Der „gute Bekannte“, der Euren alten Dreier doch immer so toll repariert hat, wenn mal was dran war, wird sich beim M5 E60 bei vielen Problemen nur am Kopf kratzen können, da sollte man Realist sein.
       
      Mit sportlichen Grüßen
      Need 4 Speed
    • Hallo alle miteinander,
       
      lese hier schon länger mit und hab mich nun dazu entschlossen mir einen Huracan Performante zu kaufen.
       
      Ein bekannter von mir verkauft gerade einen. Hier kurz die Daten dazu:
       
      2018 Baujahr
      Laufleistung: 4500km
      1 Hand
      Farbe: Schwarz / Schwarz
      Garantie bis Ende 2021 und dann halt verlängerbar
      230K soll der Spass kosten
       
      Meine Frage nun was meint Ihr zu der Farbe Schwarz / Schwarz laut meinem bekannten soll es wohl nicht so viele davon geben was an sich zwecks Werterhalt ja erstmal gut anhört. 
       
      Hab Versicherung angefragt die liegt bei 1800€ Vollkasko mit 1000€ SB. 
       
      Ist der Preis angemessen anhand der Daten?
       
      Hab länger überlegt zwischen R8 und dem Performante aber mein bekannter meinte das der Werterhalt bei dem Performante um einiges besser ist als bei dem R8
       
      Könnt Ihr mir sagen was die Jährliche Inspektion kostet und was eine Garantieverlängerung kostet?
       
      Wie schaut es mit anderen laufenden kosten aus? Habe vor pro Jahr ca. 4000-5000km damit zu fahren mehr nicht. Soll halt ein schönwetter Fahrzeug werden.
       
      Über Rückmeldungen würde ich mich freuen.

      Vielen Dank
    • Guten Morgen,
       
      der Ferrari California gefällt mir - gerade innen- besser als zb ein bestimmtes älteres Modell (möchte nicht sagen welches ,sonst wieder Geschmacksdiskussion:-).
      Im anderen CP Forum, wo man mir bzgl des f430 sehr half,stellte ich ebenfalls jene Frage,aber dort ist DIESE Frage nicht gut aufgehoben ,da dort der Wagen nicht gefällt/passt usw. .
       
      In diesem Thread hier würde ich gerne nur die Thematik der Macken des California behandeln.
      Bei einem F430 sind zB folgende Sachen ein Thema :
      Krümmer Kupplungsverschleiss Traggelenke wackelnde Heckleuchten Sequentielle Getriebe ggf.nicht jedermanns Sache Obige Punkte lernte ich bei CP,ich selbst bin nur Laie.
       
      Danke euch.
      Gruß
    • Hallo, hat jemand einen guten Rat für ein Cabrio mit einem jährlichen Wertverlust von 12.000 bis maximal 15.000 Euro? Es kann bis zu drei Jahre alt sein, geleast, gekauft oder finanziert werden. Der Preis des Cabrios spielt keine große Rolle. Es sollte als Viertwagen nur nicht mehr als den Betrag oben verlieren.
       
      Ich suchte bisher nach S-Klasse Cabrio oder Bentley Cabrio. Beide Marken haben einen höheren Wertverlust pro Jahr bei einem maximalen Alter von 1-3 Jahren. Ich suche ein Cabrio in dieser Richtung also keine BMW 4er oder Audi A5. 
       
      Ich glaube ich konzentriere mich zu sehr auf Mercedes. Hat jemand einen Rat?

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