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Der günstige Sportwagen - alle wollen ihn haben, keiner kauft ihn


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Ich finde die Diskussion sehr kurios.

Ich auch - aber kurzweilig und durchaus mit gewissem Unterhaltungswert :wink:

Da werden Autos mit 200 PS als Bremsklötze bezeichnet, .

Dass das übertrieben war, steht ja im selben Beitrag (für die Menschen ohne Gespühr für Ironie) 8-)

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Ich gehör zu den paar Leuten, die tatsächlich einen GT86 in der Garage stehen und den passenden Fahrzeugbrief versehen mit dem eigenen Namen im Safe liegen haben. Seit ziemlich genau einem Jahr und kn

...gute Frage! Obwohl ich noch keinen GT86/BRZ gefahren bin, erachte auch ich das Layout dieser Modelle zumindest auf dem Papier als ziemlich ansprechend: - Motor vorne (längs) eingebaut - Hecka

Das nicht jeder einen GT86 hat bzw. will, liegt meines Erachtens an der Kombination aus wenig Leistung und Coupé. Der MX5 verkaufte sich in den letzten 20 Jahren sensationell, hat ebenfalls wenig Le

Mich würde mal interessieren, was für Euch in die Kategorie günstiger Sportwagen fallen würde. Und hierbei meine ich nicht 10 Jahre alte Gebrauchte, sondern Wagen, die man aktuell kaufen kann. Ich persönlich würde die Linie "günstig" eigentlich schon bei 30.000€ ziehen, was GT86 schon rausfallen lässt - und den BRZ so gerade eben mit einschließt. Drüber würde ich mal nicht gehen, auch wenn das Kandidaten wie den 370Z auf den Plan ruft - aber irgendwo muss ja Schluss sein.

Meine Liste wäre sowas in der Art (immer Herstellerangaben und Basismodell nach Preis aufsteigend sortiert):

  • 18.990€ // 136PS // 1.115kg // 8,2kg/PS // Suzuki Swift Sport 3-Türer*
  • 22.990€ // 126PS // 1.150kg // 9,1kg/PS // Mazda MX-5 Roadster
  • 22.990€ // 200PS // 1.279kg // 6,4kg/PS // Renault Clio R.S. 200 EDC*
  • 23.300€ // 200PS // 1.265kg // 6,3kg/PS // Peugeot 208 GTI*
  • 23.800€ // 192PS // 1.160kg // 6,0kg/PS // Mini Cooper S*
  • 25.690€ // 126PS // 1.150kg // 9,1kg/PS // Mazda MX-5 Roadster
  • 27.950€ // 265PS // 1.454kg // 5,5kg/PS // Renault Mégane Coupé R.S. 265*
  • 29.200€ // 155PS // 1.350kg // 8,7kg/PS // Peugeot RCZ 1.6l THP*
  • 29.500€ // 200PS // 1.212kg // 6,1kg/PS // Subaru BRZ

* Fronttriebler

Mehr fallen mir jetzt nicht ein. Das Megane Coupé ist schon wirklich schwer, bietet aber dafür das beste Leistungsgewicht und überhaupt am meisten Leistung. Gibt es Alternativen, die Euch einfallen und in Frage kommen?

Von den genannten würde ich gar keinen als Sportwagen sehen, ohne mit der Wimper zu zucken. Wenn ich zwischen diesen wählen müsste, würde die Entscheidung vermutlich zwischen MX-5 (dann aber 160 PS), Megane RS (bin ich noch nicht gefahren) und Mini Cooper S fallen.

Ach Hugo,

ich habe auch die Möglichkeit unregelmäßig Fahrzeuge fahren zu dürfen, die damals als Sportwagen galten und es teilweise heute auch noch sind. Mir macht es natürlich auch Spaß am Lenkrad eines 300SL Cabrios zu sitzen, den Sound zu genießen, zu schwitzen, weil dieses absolut riesige Holzlenkrad überhaupt nicht dem entspricht was ich sonst so fahre. Oder ein Porsche 356 1600 CS. Ein wahnsinnig tolles Auto.

Da bin ich gerne Bremsklotz!

Als Gegenbeispiel der Jaguar F-Type R: Sicherlich technisch auch nicht das perfekte Auto, aber es macht einfach unheimlich viel Spaß dieses Auto zu bewegen. Was meiner Meinung nach erheblich daran liegt, dass dieses Auto einfach so rotzig aus der Abgasanlage brüllt wie kaum ein anderes Auto.

Aber nun mal zurück zum Punkt: Hier auf den Landstraßen rund um Hamburg möchte ich mit einem Sportwagen Spaß haben. Das heißt für mich auch, dass ich ungestört andere Verkehrsteilnehmer ohne groß zu überlegen auch mal überholen kann. Es kommt nicht selten vor, dass gerne mal durch die Heide gegondelt wird. Ist ja auch nichts schlimmes dabei, jeder darf gerne so fahren wie er es für richtig hält. Nur wenn ich in einem Auto sitzte, dass vom Hersteller als Sportwagen deklariert wird und ich muss mir dann Gedanken machen, ob ich zügig genug an dem Vordermann vorbei komme läuft für mich etwas falsch.

Grüße

Christian

  • 2 Jahre später...

Interessante Anekdote aus meinem Leben von letzter Woche. Bei einem gemütlichen "Umtrunk" hatte ich ein Gespräch mit meinem Bekannten, der mir erzählte, dass er sich am liebsten einen Sportwagen kaufen würde, er aber mit seiner mittleren fünfstelligen Summe nichts vernünftiges bekommt bzw. die Leute über seinen, wie er es nannte, Pseudo-Sportwagen komisch schauen würden, da es kein richtiger wäre. So nach dem Motto: "möchte gerne, kann aber nicht". :-o

 

Diese Denke ist wahrscheinlich der Grund, warum sich günstige Sportwagen vielleicht schwer tun. Irgendwie schade.

  • 2 Wochen später...

Ich gehör zu den paar Leuten, die tatsächlich einen GT86 in der Garage stehen und den passenden Fahrzeugbrief versehen mit dem eigenen Namen im Safe liegen haben. Seit ziemlich genau einem Jahr und knapp 6.000 km. Und der Vollständigkeit halber will ich erwähnen, dass ich (probeweise) auch schon deutlich Schnelleres, Stärkeres gefahren bin. Der GT ist für mich Alltags- und Langstreckenfahrzeug; ergänzt wird er duch einen Smart Roadster. Zur Arbeit fahr ich mit der U-Bahn. 

 

Ja, ich kenn natürlich auch das allgemeine Gemecker, getreu dem Motto "zu schwach", "muss man hoch drehen", "allgemein zu wenig Drehmoment", "Reiskocher", ... . 

 

Punkt 1: die Optik / der Klang:

Sowas ist natürlich immer subjektiv. Mir gefiel der Wagen von Anfang an, er gefällt mir auch immer noch (wenn man mal von den VFL-Rückleuchten absieht; das kann man aber gut ändern) - und der Klang ist für mich auch ok. Bzw. achte ich nicht drauf. Klar: ein AMG klingt besser, ein Ferrari auch, ein Aston sowieso - und sogar ein Porsche. 

 

Punkt 2: die Emotionen:

Auch subjektiv; wenn ich in einer halben Stunde in die Garage laufe und den dort platzierten gelben Sack schnappe und ihn vor die Haustür stelle, werd ich wieder ein breites Grinsen bekommen. So viel zu meinen Emotionen. 

 

Punkt 3: der Motor: 

Ich denk, der Motor passt (eigentlich) nicht mehr in die heutige Zeit, in der die Menschen dank Diesel und (Bi-)Turbo / Kompressor / ... - Aufladungen massig Drehmoment in jeder Lebens- und Umdrehungslage wollen. Und sicher: er ist eher ein Schaf im Wolfspelz. Will sagen: die Optik (Front, Heck, v.a. die Endrohre, ggf. noch das Aero-Paket mit dem Riesen-Spoiler) sehen nach "deutlich mehr PS" aus. Wenn ich gefragt wurde, wie viel PS der Wagen hat und Auskunft gegeben hab, hab ich oft gehört: "Was, nur 200? Der sieht nach mind. 350 PS aus... ."

Mir und meinem Alltagsbedarf reicht die Kraft; im Gegenteil: meist fahr ich den Wagen zwischen 1.500 und 2.500 Touren, streichel das Gaspedal - und kann richtig gut mitschwimmen. Wenn ich Spaß haben will, weiß ich, dass ich auf 4.000+x Touren gehen muss, und dann macht er, was ich will; geht also (für meinen Geschmack und meine Bedürfnisse) gut genug vorwärts. 


Klar: auf der Autobahn häng ich mich am liebsten mit 160 / 170 in die Schlange der Gölfe usw. - und weiß, dass ich nicht mit den 5ern u.ä. in die gleiche Suppe spucken kann. Will ich allerdings auch nicht. Was ich damit sagen will: auf der Autobahn ist er gut genug zum Mitschwimmen, aber Chef wird man nicht. Mir ist es so nebenbei bemerkt auch zu anstrengend, mich ständig mit allen zu messen.

 

Am meisten Spaß macht der Wagen - dank des doch recht geringen Gewichts - auf der Landstraße. Die Lenkung empfinde ich als sehr direkt, der Wagen geht - vor allem wenn man ihn im richtigen Drehzahlbereich hält - agil durch die Kurven und ist überaus handlich. Deutliche Steigerung zu meinem ehemaligen 46er Coupe. 

 

Mein Fazit: ich bin mehr als zufrieden mit der Kiste, und wüsste derzeit - für den (meinen) Alltag - keine Alternative. Hätte er einen Turbo, hätte ich ihn nicht gekauft. Hätte er 50 PS weniger (also ebenfalls als Sauger - mit entsprechend weniger Drehmoment), hätte ich ihn möglicherweise auch gekauft. Hätte er jedoch ab 51 PS mehr, hätte ich ihn auch nicht gekauft. 

Und ja, ich geb auch zu, dass ich ihn vor allem gekauft hab, weil er für mich das passende Paket aus "Optik", "Alltagstauglichkeit" (gemessen an meinem Alltag), "finanziellem Aufwand" und "passendem Gegenwert an Leistung" (gemessen an meinen Erwartungen an mein Alltagsauto) bietet. Als Sportwagen hab ich ihn nicht gekauft; eher als Sportcoupe...

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Der Mazda RX-8 hat eine ähnliche Entwicklung wie der Toyobaru vorweg genommen, anfsngs gute Verkaufszahlnen und dann der Absturz. Auch er wurde wegen der mangelnden Leistung und insbesondere dem Drehmomentverlauf kritisiert. Mittlerweile ist der Toyobaru auch einfach zu lange auf dem Markt. Ich mag diese Charakteristik, es ist so schön kontrollierbar und linear. Aber schnell im Sinne der Beschleunigung ist der Toyobaru halt nicht. Und das ist auch ein Faktor, viele Sportwagenfahrer wollen gar nicht sportlich um die Ecke, sondern ein tolles Beschleunigungserlebnis und hohe Vmax, weil jeder Sportwagenfahrer doch die Frage 'Wie schnell fährt er denn?' kennt.

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