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Jaguar F-Type P575 Kaufberatung


Kobal

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Familienstand und Finanzen erlauben mir jetzt den 'Jugendtraum' von einem schnellen sportlichen Auto als Zweitwagen zu erfüllen. Der Jaguar F-Type (mit dem 575 PS V8) hat mir bei den Probefahrten besonders gut gefallen. Neben all den offensichtlichen Vorzügen insbesondere die sehr komfortablen Sitze (in meinem Alter weiß man auch bei einem Sportwagen eine Lendenwirbelstütze zu schätzen :) ) und dass er ein paar GT Gene hat. 

 

Da man keinen Neuwagen mehr bestellen kann (bis auf die 75 Edition?) und das Fahrzeug gerade im ersten Jahr einem rapiden Preisverfall unterliegt spricht alles für einen Gebrauchtwagen. Zum Glück scheint es ja so zu sein dass sowohl der V8 Motor als auch das Getriebe als geradezu unverwüstlich gelten, weswegen das kein großes Handicap sein muss.

 

Das wird mein erster gebrauchter Jaguar. Daher wäre ich sehr dankbar für jeden Hinweis, was ich beim Kauf - insbesondere der Probefahrt - beachten soll. Große Variationen in der Ausstattung scheint es ja nicht zu geben.

 

Aktuell unterteilen sich die interessanten gebrauchten F-Type P575 der neuesten Generation grob in zwei 'Lager':
1) Etwa ein Jahr alt, zwischen 2000 und 10000 km Laufleistung, oft Vorführwagen, preislich knapp unter €90.000
2) Etwa drei Jahre alt, etwas unter 50.000 km Laufleistung, preislich knapp unter €75.000

Welche Variante bietet Eurer Meinung nach das bessere Preis/Leistungsverhältnis?

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Erstmal herzlich willkommen hier im Forum! 
Mit dem F-Type würdest Du in meinen Augen einen der letzten „echten“ Jaguars wählen. Die Marke, der ich selbst seit halben Ewigkeiten folge, hat sich mit dem nunmehr endgültigen Abgesang auf den F-Type bei einer Fortführung mit beliebigen und endlos langweiligen Vollektroschlurren leider quasi selbst abgeschafft. All das wofür diese Marke seit den XK 120, 140 und 150ern als Fortführung ihres Urahns, dem SS100 aus den 30ern, E-Types und etlichen Limousinen der XJ-Baureihen bis Anfang der 2000er stand, nämlich Stilsicherheit und Eigenständigkeit ohne den Anspruch auf eine technische Perfektion a la Mercedes&Co, ist nun verschwunden. Ob die heutigen I-Pace, E-Pace, oder wie auch immer die optisch kaum noch von Mazda, Nissan&Co unterscheidbaren beliebigen Gurken sich auch schimpfen mögen, in letzterem zugelegt haben, entzieht sich daher meiner Kenntnis sowie auch meinem Interesse. 
Aber nun wieder zurück zum Abschiedsstück der „echten“ Marke Jaguar. Mit dem F-Type hat Jaguar 2013 einen großen Wandel begonnen. Er schließt nicht unmittelbar an die Gran Turismos der zuvor gebauten XKs an, kann daher ebensowenig als direkter Nachfolger angesehen werden, wie z.B. der AMG GT zum SLS bei Mercedes. Was nicht gegen den F-Type sprechen soll. Sowohl vom Fahrerischen als auch formal mit seinen deutlich kompakteren Ausmaßen sprach er ein ungleich jüngeres Zielpublikum an. Bis Anfang der 2000er hatte Jaguar nämlich bei den Fahrern in Bezug auf Neuwagenkunden das höchste Durchschnittsalter aller Marken. Als der 575 AWD rauskam, interessierte ich mich selbst ein wenig dafür. Wenn ich mich richtig entsinne, war das zu der Zeit, in der ich gerade einen R8 GT fuhr und diesen abzugeben gedachte. Ich setzte mich diesbezüglich (oberflächlich) damals zwar kurz mit dem damaligen Jaguar-Autohaus meiner Stadt zusammen, entschied mich dann aber doch anderweitig. Was mich im Anschluss immer wieder noch ein wenig anfixte, war dieser limitierte Project7 mit seiner Speedster-Wölbung auf der Heckklappe, aber selbst der hat sich preislich, Limitierung und Sondermodell hin oder her, bisher null Komma null entwickelt und wohl keine wirkliche Fangemeinde.
Daher würde ich auf jeden Fall, wie Du es ja auch planst, einen jungen Gebrauchten wählen. Bei dem aktuellen Offerten bei mobile scheinen junge Jahreswagen mit nur ein paar tausend KM den größten Sinn zu machen, zumal der Preisunterschied zu 4 jährigen Wagen oder gar noch älter mit mehr Laufleistung zurzeit gerade einmal ca. 10000 Euro ausmacht (die beiden billigsten mit Unfall und/oder US-Schlurren jetzt mal ausgenommen). Wertstabilität war eben leider modellübergreifend nie eine wirkliche Stärke Jaguars, ob in den 80ern, 90ern oder eben heute.

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Vielen Dank schon mal für die ausführliche Antwort.
Dürfte ich fragen wie man anhand einer mobile.de Anzeige 'US-Schlurren' (ich vermute damit meinst Du Reimporte?) erkennt?

Ich meinte damit ausschließlich die beiden ersten günstigen Inserate mit 8500 und 12500km. Beide laut Beschreibung sogar Unfallwagen und Import, der zweite auch noch US-Import. Die anderen Inserate direkt danach haben bereits deutlich mehr Laufleistung und ab 88500 Euro kommen dann Angebote von Vertragshändlern mit nur sehr geringem KM-Stand. Wenn man also ein seriöses Fahrzeug mit einer Laufleistung unter 10000km suchen sollte, geht‘s sowieso erst bei 88500 Euro los. Außer Betracht der beiden Unfallwagen bekommt man das günstigste seriös anmutende Angebot bei den Coupés für 73490 Euro, ergo 15000 Euro Differenz. Dafür jedoch ganze genau 2 Jahre älter, also Werksneuwagengarantie futsch, über 40000 Mehrkilometer und keine ausweisbare MwSt. Auch wenn letzteres bei mir irrelevant ist, würde meine Wahl wegen Punkt 1 und 2 ohne tiefgründigeres Nachdenken ganz eindeutig ausfallen.

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Hab auch vor kurzem einen F-Type "gesucht" und dann doch was anderes gefunden. 

 

Im Raum Düsseldorf sitzt ein relativ großer Händler mit gelisteten Fahrzeugen im Bereich um die 90K 

Dort angerufen hab ich erfahren das es wohl überwiegend keine 200 km sind und mehrere Fzg. mit Tageszulassung 

2023 dort stehen. Wenn das räumlich passt würde ich dort mal persönlich vorbeischauen.  

Der große Preisverfall ist in dem Bereich schon weg und quasi Neufahrzeuge in Vollausstattung.  

 

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Angesichts der Angebote des Düsseldorfer Händlers um die 90K ... Ab welchem Preis würdet Ihr den drei Jahre alten Jaguar mit 50.000 km (der aktuell €73.490 kostet) als ernste Alternative in Betracht ziehen (angenommen er ist scheckheftgepflegt)?

Also mal ehrlich: Warum denkst Du überhaupt über einen gebrauchten mit 50.000km für 73.490€ nach, wenn Du für nur knapp 16k mehr quasi einen Neuwagen bekommen kannst? Ist dein Budget so begrenzt oder bist Du ein Sparfuchs? 
 

@luxury_davidhat es ja oben schon trefflich formuliert und ich kann mich dem nur anschließen!

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Jahreswagen (Tageszulassung 2023) für 88.884 € gegenüber 73.490 € und 46k-km und 3 Jahre 1. Hand.

Angenommen die Ausstattung ist 100% identisch, dann musst Du einfach überlegen ob 

Dir die 2 Jahre mehr Fahrzeugalter ( wg. Neuwagengarantie) und die 45.000 km den Vorteil von 15.394 € wert sind.  

Oder zusätzlich ausloten wie viel Du bei beiden Händlern noch bewegen kannst. 

Letztlich Deine Entscheidung.  Für mich wäre der 3-jährige im Verhältnis deutlich zu hoch bepreist. 

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vor 3 Stunden schrieb california:

Also mal ehrlich: Warum denkst Du überhaupt über einen gebrauchten mit 50.000km für 73.490€ nach, wenn Du für nur knapp 16k mehr quasi einen Neuwagen bekommen kannst? Ist dein Budget so begrenzt oder bist Du ein Sparfuchs? 
 

@luxury_davidhat es ja oben schon trefflich formuliert und ich kann mich dem nur anschließen!

Tut mir leid dass ich mich da nicht klar ausgedrückt habe.
Nein, ich denke nicht darüber nach mir statt eines Quasi-Neuwagens für €89K einen gebrauchten mit 50.000 km für €74K zu kaufen. Da bin ich ganz bei Euch.

Ich war einfach nur neugierig bei welchem Preis (wahrscheinlich deutlich unter €74K und damit ohnehin für den Händler nicht akzeptabel) Ihr den Gebrauchten als eine Alternative ansehen würdet. Nennt es ein Gedankenspiel. :) 

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Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo Kobal,

 

schau doch mal hier zum Thema Jaguar (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

 

Der V16 Motor zum Selberbauen (Anzeige) ist auch genial.

  • Gefällt Carpassion.com 1

60k entsprach in meinem Gedankengang auch schon heute Morgen rein kaufmännisch betrachtet ganz exakt dem, was ich in Relation zu +/- 88k für einen Quasi-Neuwagen als „Schmerzgrenze“ für einen 3 Jahre alten Wagen ohne jegliche Werksgarantie mit knapp 50tkm in die Waagschale werfen würde. Insofern kann ich den TS mit seinem Einwurf schon vollstens verstehen. Für 60k wird der Anbieter jedoch sicher nicht abnicken. Aber wer weiß, manchmal geschehen auch Wunder. Zum Ausrufpreis wird jeder erkennen, dass Fast-Neuwagen direkt von Jaguar-Händlern nicht wesentlich teurer sind und daher Abstand nehmen. Soll heißen, für die 74k wird er ihn wohl eh nicht los. Ich befürchte, er wird direkt erstmal nicht unter 70k gehen, aber fragen kostet nichts.

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