Mansory G-Couture – Das Beste aus zwei Welten

Seit über 30 Jahren wird das Mercedes-Benz G-Modell annähernd unverändert gefertigt. Die größte Motorisierung ist der 55er Kompressor-Motor von AMG mit 507 PS. Von Mansory kommt nun eine Maschine in den Geländewagen, die eigentlich im Supersportwagen ihren Dienst verrichtete: der SLR-Motor wandert unter die Haube und wird auf 700 PS leistungsgesteigert. Nur sieben glückliche Kunden weltweit werden einen Mansory G-Couture erhalten.

Mansory G-Couture

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Bei anderen Herstellern wechseln die Fahrzeuge innerhalb der Modellpalette so schnell durch, dass mancheiner nicht mehr hinterherkommt. Auch Mercedes-Benz neigt teilweise mittlerweile zu dieser Mentalität – mit einer konstanten Ausnahme: Seit über 30 Jahren läuft mit dem G-Modell ein klassischer Geländewagen vom Band, der in der langen Produktionszeit immer nur milde an die Neuzeit angepasst wurde, jedoch nach-wie-vor als Original erkennbar geblieben ist.

Im offiziellen Mercedes-Programm markiert der G 55 Kompressor von AMG die Speerspitze des G-Modells. Dennoch gibt es genügend Kunden, die sich noch mehr Leistung wünschen. Für sieben davon hat Mansory in Zusammenarbeit mit Modeschöpfer Philipp Plein nun den G-Couture im Programm.

Direkt auf den ersten Blick fallen die dicken Backen und der Sichtcarbon-Look des Wagens auf. Insgesamt machen die Kohlefaseranbauteile den G 60 Zentimeter breiter. Neben der Verbreiterung wurden auch neue Front- und Heckschürzen, sowie ein Dach aus Carbon verbaut. Den optischen Eindruck runden 23-Zoll-Leichtmetallfelgen perfekt ab.

Unterm Blech arbeitet ein Motor, der hier theoretisch nichts zu suchen hat. Bekannt ist er aus dem gerade aus dem Programm genommenen Supersportwagen SLR McLaren. In den G gequetscht, darf er, dank Leistungskur von Mansory, 515 kW/700 PS leisten und 880 Newtonmeter Drehmoment auf alle vier Räder werfen.

Im Innenraum durfte sich Philipp Plein auslassen. Neben einem neuen Armaturenbrett aus Carbon und einer Mittelkonsole mit integrierten Monitoren für die hintere Sitzreihe. Wobei, „Sitzreihe“ ist falsch, da Mansory die serienmäßige Bank rauswarf und zwei einzelne Sportsitze in der zweiten Reihe einbaute. Neben den bekannten Kuhhäuten verarbeitete die Mansory-Sattlerei einige Applikationen aus echtem Python-Leder. Passend zum Fahrzeug erhält der Kunde ein passendes Taschen- und Kofferset von Philipp Plein. Jede Tasche und jeder Koffer ist mit einer Plakette ausgestattet, auf der die selbe fortlaufende Limitierungsnummer steht, wie auf dem Fahrzeug selbst.

Quelle: Mansory

Autor und Fotograf: Matthias Kierse

28. März 2010|Categories: Magazin|Tags: |

One Comment

  1. absolutmuc 28. März 2010 at 17:13

    …Großflächig teuren Kunststoff auf eine Metallkarosserie völlig sinnfrei aufzukleben und anzuschrauben gilt also auch als eine Art Veredelung…