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Deutschland in der Rezession - Erfahrungen


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Geschrieben

Servus miteinand, 

 

ich war die letzten Monate abwesend, weil ich mich einfach ausschließlich um meine (noch nicht abgeschlossenen ) Belange kümmern musste. Mir sind außer mir selbst, vier weitere Fälle aus dem Bekanntenkreis bekannt, die betriebsbedingt gekündigt wurden. In aller Regel wegen Auftragsrückgängen. Auch auch die sind dann letztlich nur ein Symptom von erhöhten Energiekosten, Zöllen und weiteren Themen die in den letzten 3-4 Jahren deutlich kostenintensiver geworden sind. 

 

Mit anderen Worten, wie erlebt ihr die Rezession (als Angestellter oder Unternehmer) oder fragt ihr euch gerade "Wovon redet der?, mir gehts besser den je."  Bitte keine politische Diskussion, ich bin nur neugierig ob ich gerade (dauerhaft) eine selektive Wahrnehmung habe oder ob es anderen ähnlich geht in ihrem Erleben. 

 

LG, Harry

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Geschrieben

Meine Wahrnehmung (Cybersec Schwerpunkt IACS & OT): Seit Nov. 25 ist sowohl Auftragslage als auch Investplanung > 2 Jahre in DE wieder stabilisiert und nicht mehr vergleichbar mit der Entwicklung Q2/2022 (Abschwung) bis Q3/2025 (Stabilisierung).

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Geschrieben

So schlecht kann es dem Mittelstand nicht gehen. Seit mehr als 6 Jahren versuche ich einen Betrieb zu finden, der mir neue Garagentore aus Holz baut (zugegebenermaßen sehr groß, zweiflügelig und bitte im alten Stil, also nichts von der "Stange", dafür ohne jeglichen "billig billig" Ansatz). Da muss ich mich dann doch entweder selbst daran machen, oder einen Betrieb im europäischen Ausland suchen.

 

Vor diesem Hintergrund geht mir das permanente Gejammer ziemlich auf den, äh, Puderbeutel :D. Dass irgendwelche Unternehmer/Betriebsinhaber ihren Ferrari verkaufen und durch einen gebrauchten Dacia ersetzen müßten, ist mir bislang auch nicht bekannt geworden.

 

@Kazuya: Deine Kündigung, betriebsbedingt, ist natürlich betrüblich. Aber Du wirst da als relativ junger Mensch noch vor ganz anderen Herausforderungen stehen. Ganze Berufsgruppen werden durch AI zeitweise obsolet werden. "Zeitweise", weil der eine oder andere ganz schlaue Unternehmer irgendwann überrascht feststellen wird, dass mit AI mehr Bullshit herauskommt, als mit gut qualifizierten MitarbeiterInnen (Grinsen.gif.9b7d57d40d2760a557914fb78c71187c.gif)

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Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb BWQ:

MMn ist dieses Migrationsproblem schwerwiegender als das sonst allseits kolportierte.

Denke das sollte man deutlich unterscheiden. Klar wäre es schön und überfällig die unberechtigt und teils kriminellen Einwanderer heimzuschicken.

Dass wie die Anständigen dringend brauchen sehe ich täglich in unserem EX-Betrieb für den ich noch beraterisch tätig bin. im Bereich Auszubildende für Büro und Logistik bewerben  sich fast auschhließlich junge Menschen mit Flucht-oder Migrationshintergrund. 

Das liegt an den satten und verwöhnten Deutschen, verwöhnt vom Staat oder den Eltern.

Europaweit haben wir ca. 120 Servicetechniker, Deutsche Namen sind an 2-3 Händen abzuzählen.

Ich hatte meinen Söhnen geraten eine Ausbildung im Handwerk zu machen, keine Chance, leider.

 

Das sind sicher auch Gründe weshalb Jarama keinen Schreiner für sein Holz-Garagentor findet....  

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Geschrieben

Mein Sohn ist im Handwerk- Ätsch😂

Ansonsten hast du absolut Recht. Ich habe nur versucht es nicht politisch werden zu lassen. So, wie es vom TE gewünscht war.

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Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Kazuya:

Mir sind außer mir selbst, vier weitere Fälle aus dem Bekanntenkreis bekannt, die betriebsbedingt gekündigt wurden.

Hallo Harry,

 

erst mal tut es mir wirklich leid, dass Dir das passiert. Ich habe mitbekommen, dass Du erst vor kurzem gebaut hast. Das macht natürlich ein entspanntes Leben herausfordernder.

 

Bezüglich Deiner Frage kann ich (bin im Bereich Consulting für RDBMS zuständig) keine echte Rezession feststellen. AI macht mir auch keine Angst, da ich den ganzen Bullshit jeden Tag auf LinkedIn sehe. Diese Linked(Influencer) sind alles Hohlbirnen, die morgens erst mal eine Dosis Helium nehmen, damit sie aufrecht gehen können. 

 

Letztendlich hängt es aber - aus meiner Sicht - in der IT davon ab, wie spezialisiert man ist. Der "Wald- und Wiesen-Admin" wird es bestimmt schwieriger haben. Ich habe in meinem Sektor das Privileg, in Deutschland relativ einzigartig zu sein.

 

Am Ende des Jahres habe ich von Nov. - Dez. auch erst gedacht, dass jetzt der "Knick" kommt - ist aber nicht so. Durch gestiegene Preise muss ich auch nicht mehr jeden Kram annehmen.

 

Dir wünsche ich, dass Du bald wieder eine Anstellung findest, damit Du dir weniger Sorgen machst. Kopf hoch; solche Krisen gab es schon in den '70er und '80er...

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Geschrieben

In meiner Branche ist ebenfalls keine Rezession, gehört aber auch zum Handwerk. Schwierig ist es da lediglich für kleinere Betriebe, die sich auf Privatkunden spezialisiert haben.

Allerdings ist in einigen Branchen, auch bei unseren Kunden, eine Zurückhaltung bei Investitionen zu spüren. Die können wir aber in anderen Bereichen kompensieren, da wir recht breit aufgestellt sind.

 

Was das "Migrationsproblem" angeht, sollten wir vielleicht nach Spanien schauen. Wenn ich das richtig interpretiere liegen die mit rund 3% Wirtschaftswachstum deutlich über dem EU-Schnitt. Ein wesentlicher Grund dafür scheint die sinnvolle Lenkung der Zuwanderung zu sein. Migranten bekommen nach 5 Monaten eine Arbeitserlaubnis und zahlen dann Steuern.

Sicher nicht 1:1 vergleichbar, aber das Ganze etwas genauer zu betrachten, kann nicht schaden.

 

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Geschrieben

Es wird dir für den Moment nicht viel bringen und hat auch nicht direkt mit Rezession und aktuellen politischen Rahmenbedingungen zu tun. Aber mir ging es im Leben zweimal beruflich richtig Scheixxe. Beidesmal konnte ich die Umstände nicht beeinflussen und hab die Ar..backen ordentlich zusammen zusammenkneifen müssen. War in jungen Jahren, gerade Familie gegründet, neues Auto gekauft usw.
Die damaligen Veränderungen und auch meine berufliche Weiterentwicklung waren keineswegs freiwillig.
Und gerade heute Morgen hatte ich mit meiner Frau darüber gesprochen, dass das in der Retrospektive das Beste war, was mir passieren konnte. Jetzt sitze ich gerade da (Glasmantelgeschoß 0,5 geöffnet) und freue mich, dass mein nicht gewünschter Change es mir erlaubte mit 47 Jahren auf eigenen Wunsch aus leitender Funktion auszuscheiden und in einen bescheidenen Ruhestand zu gehen. 
Es war teilweise brutal (Mobbing inklusive, auch wenn es das Wort damals noch nicht gab) sich als Hauptschüler in einem Akademikerumfeld zu behaupten. Um Anerkennung zu erhalten musste ich fast doppelt soviel leisten und können als die Kollegen und war in einem der größten IT Unternehmen später der einzige Manager mit Hauptschulabschluss. Da ging das Gehacke aber grad auf Managerlevel wieder weiter, bis einige davon dann auch an mich berichtet haben.

Was will ich sagen - kurz wütend und traurig sein ist ok. Dann aber müssen alle deine Fragen nach vorne gerichtet sein. 
Ich wünsche dir, dass deinen nun folgenden Move, der ja ebenfalls nicht freiwillig ist, für dich ebenso erfolgreich sein wird, wie es meiner war. Alles Gute dafür! 
Und sorry für das lange Gesülze.......

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Kazuya,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben

Wir sind ein Stück weit Wohlstandsverwahrlost. Die Leute sind noch satt und haben gar keine Lust wirklich zu arbeiten. Das Beispiel vor Jarama mit den Toren sehe ich aber eher darin begründet das wir kaum noch Betriebe haben die soetwas können! Vieles ist doch nur Stangenware weiterverkaufen und ggf mit schlecht ausgebildeten Kräften aufbauen.

Ich sehe es bei uns in der Firma. Man bekommt gar keine Bewerbungen mit deutschen Namen und wenn haben die Gehaltvorstellungen jenseits von Gut und Böse.

Das viele Handwerksbetriebe das noch nicht merken liegt wie schon geschrieben oft an den zahlungskräftigen Rentnern und Beamten die ja schon über 50% ausmachen.

In der Industrie und beim Mittelstand planen viele den Abbau von Arbeitsplätzen und Verlagerung ins Ausland, ich auch!

Warum? Ganz einfach, das was ich hier bezahlen soll steht in keinem Verhältnis zu den Rahmenbedingungen und Leistungen. Vieles ist in anderen Ländern deutlich besser als uns immer verkauft wird und man ist nicht so Unternehmerfeindlich wie in DE.

Es ist nahezu unmöglich und wenn absolut unwirtschaftlich hier eine Halle zu bauen, die Bürokratie frisst einen auf.

Rein Betriebswirtschaftlich gesehen geht es gar nicht anders als das es die nächsten Jahre schlechter wird.

 

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Geschrieben

Ich erwarte die schnellstmögliche Schaffung einer gigantischen Bürokratieabbaubehörde, dann wird alles wieder gut 🤣

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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Jarama:

Ich erwarte die schnellstmögliche Schaffung einer gigantischen Bürokratieabbaubehörde

Und weil die Behörde so gigantisch sein soll, bitte mit zwei Minister oder zwei Ministerinnen oder einem Minister und einer Ministerin. …. Ihr wisst schon was ich meine, halt (m/w/d).  Und dann in einer europaweiten Ausschreibung Unternehmensberater (m/w/d) beauftragen.

vor 1 Stunde schrieb Jarama:

dann wird alles wieder gut 🤣

Das wird schon. Alles wird gut😂

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Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb tollewurst:

Das Beispiel vor Jarama mit den Toren sehe ich aber eher darin begründet das wir kaum noch Betriebe haben die soetwas können!


 

Da kommt noch ein anderer Aspekt dazu, den du im wesentlichen auch schon genannt hast, der aber zum Beispiel auch im kaufmännischen erkennbar ist. Heute ist alles System entschieden. Der Mensch spielt kaum noch eine Rolle. Schönes Beispiel ist mein Job in der Vermittlung der Baufinanzierung.
 

Ich hab viele Kunden die finanzieren gerne groß Mehrfamilienhaus oder Gewerbegebäudes sagen wir mal 2,5 Millionen € trotz Eigenkapital alles total schwer. Es muss alles manuell geprüft werden und die Banken nehmen dann viel Risikoabschlag im Objekt und beim Kunden. Da musst du nicht glauben, dass die Banken sich über so ein Geschäft wirklich freuen…

 

warum auch wenn zum Beispiel heute eine ING 500.000 € Privatkredit für die Baufinanzierung Genehmigt und bearbeitet. Dann braucht der Sachbearbeiter mit guter Vorbereitung  vom Vermittler für den Fall 1 Stunde. D.h. für die 2,5 Millionen Einzelgeschäft wo eine Bank Tage  und Wochen dran arbeitet mach das umgekehrt eine Direktbank , idealerweise in 5 Stunden !! mit mehr Risiko Streuung. Also Frage, warum soll man sich dann noch die Mühe machen, den selbstständigen zu finanzieren Bilanzen zu analysieren und ein Kredit Votum zu schreiben? 
 

Heute ist alles System entschieden. Der Mensch hat kaum noch was zu sagen. Scoring. Gut Kredit gut fertig. Und genau das ist das Problem. Bist du nicht im System oder  passt es nicht ins System dann bist du raus. Warum sollen Handwerker das dann anders machen? Die konzentrieren sich dann auf die Dinger, die sie können und wo Geld verdient wird. Hab einen Freund der hat einen großen Metallbaubetrieb. Über die früheren Jahre haben die alles angeboten. Mittlerweile sind die nur noch spezialisiert auf Industrie Feuerschutztüren. Da musst du mit dem Privatkunden nicht über die Rechnung diskutieren oder irgendwelche individuellen Lösungen planen, wo am Ende noch gemeckert wird, wenn irgendwas nicht passt.

 

 

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IngDiBa ist man als selbstständiger schon raus.

Ende der Nahrungskette sozusagen. Zweitrangig nachfinzieren bei einer Erweiterung- da lande ich gleich wieder bei Götz von Berlichingen🤮

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Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb BWQ:

IngDiBa ist man als selbstständiger schon raus.

Das stimmt nicht ganz,  die habe eine positiv Liste da nehmen die auch selbstständige sind aber primär Freiberufler.   Aber ich will hier auch nicht zu sehr ins OT gehen.

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Geschrieben
Zitat

Man kann mir meine Freiheit nicht nehmen!

@BWQ

Geschrieben

Du Exilant hast gut reden😜😂

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Geschrieben

Im Einzelhandel brennt der Busch. Die irrwitzige Paketflut aus China in der Corona Blockade ist weiter gewachsen. Jetzt trifft es auch Möbel, Küchen, Einrichtung. Nach dem Ende des Coconing während Corona beispiellose Einbrüche. Es wird gespart ohne Ende weil ja auch vieles teurer geworden ist. Bei Lebensmitteln teilweise total überzogen. Urlaub ist wichtiger. Geschäftsschließungen ohne Ende. Jetzt planen wir dann mal Innenstädte ohne Handel. Vielleicht als Museum. Ende bisher nicht absehbar.

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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb chip:

Das stimmt nicht ganz,  die habe eine positiv Liste da nehmen die auch selbstständige sind aber primär Freiberufler.  

...das kann ich bestätigen. Die haben vor einem Jahr auch noch 3,5% Zinsen an eine GmbH rausgerückt.

Ansonsten empfehle ich weniger rumjammern und stattdessen etwas mehr anpacken,:-))!

Gruß, Georg

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Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb Kazuya:

Servus miteinand, 

 

ich war die letzten Monate abwesend, weil ich mich einfach ausschließlich um meine (noch nicht abgeschlossenen ) Belange kümmern musste. Mir sind außer mir selbst, vier weitere Fälle aus dem Bekanntenkreis bekannt, die betriebsbedingt gekündigt wurden. In aller Regel wegen Auftragsrückgängen. Auch auch die sind dann letztlich nur ein Symptom von erhöhten Energiekosten, Zöllen und weiteren Themen die in den letzten 3-4 Jahren deutlich kostenintensiver geworden sind. 

 

Mit anderen Worten, wie erlebt ihr die Rezession (als Angestellter oder Unternehmer) oder fragt ihr euch gerade "Wovon redet der?, mir gehts besser den je."  Bitte keine politische Diskussion, ich bin nur neugierig ob ich gerade (dauerhaft) eine selektive Wahrnehmung habe oder ob es anderen ähnlich geht in ihrem Erleben. 

 

LG, Harry

Unser Beispiel: Deutsche Firma mit mehrere  Standorte Weltweit zerschnitten und nach Ausland verkauft. Zentralen in DE einfach zugemacht: 850 Leute auf der Straße gelandet. 25 Jahre Erfahrung und seit einem Jahr immer noch arbeitslos...

 

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Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb Sarah-Timo:

Karriere um jeden Preis machen, 70-Stunden-Wochen und gutes Geld verdienen haben massiv an Attraktivität verloren.

Karriere machen - Influencer ist doch ein einfacher Job :)

70-Stunden Woche; bei allem Respekt! Wer arbeitet schon gerne 70 Stunden in der Woche?

Ein Sesselpupser, wie ich macht das gerne, da es nicht anstrengend ist und ich gerne lerne.

Ein Bauarbeiter/Handwerker sieht das sicherlich anders!- 

 

Die Arbeiter in den Textilfabriken in Bangladesch / China sehen das sicherlich auch anders! Die arbeiten bestimmt länger als 70 Stunden...

- mit Freude?

- wegen der persönlichen Entwicklung?

- ...

 

Man muss für entsprechende Beispiele garnicht so weit weg gehen. Einfach mal hinterfragen, was die Putzfrau neben ihrem Reinigungsjob sonst noch so macht - ich bin sicher, dass sehr viele auf weit mehr als 70 Stunden in der Woche kommen. Für welchen Preis?

- Keine Zeit für die Familie

- Keine Zeit für Erholung

- Keine Zeit für NICHTS

 

Meine älteste Tochter hat eine - wie ich finde - gesunde Einstellung; Luxus (Autos, Reisen, ...) sind ihr herzlich egal. Sie braucht nicht viel und arbeitet daher 40 Stunden in der Woche. Das reicht für ihren Lebensstil aus und sie ist zufrieden. Vor allen Dingen macht sie sich mit ihrem Lebensstil nicht von der Arbeit "abhängig" sondern hat die Freiheit, sich zu entscheiden. Wie vielen AN ist diese Freiheit tatsächlich gegeben?

 

Gutes Geld verdienen; da liegt doch wohl eher der Haken.

Gerade heute morgen gelesen, dass die Vorstände von VW ihre vollen Boni bekommen, da - wie auch immer - plötzlich 6 Mrd gefunden wurden; die Belegschaft muss auf ihre Mai-Prämien verzichten. In einem solchen Fall würde ich auch eine "Leck-Mich-Am-Arsch"-Mentalität ausbilden und mit gestrecktem Mittelfinger Alternativen suchen!

 

Viele in diesem Forum sind erfoglreich und vermögend (aus welchen Gründen auch immer) und leistungsbereit. Aber eventuell sollte auch der erfolgreiche Unternehmen mal die Perspektive wechseln und das Problem von der anderen Seite sehen.

 

Wenn der Maßstab >70 Stunden sein soll, um als "motiviert" und "leistungsorientiert" zu gelten, wird der McDonalds-Mitarbeiter Dir wahrscheinlich den Vogel zeigen :)

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Geschrieben

Also sorry, wer immer noch an die rosa Wolke und weniger arbeiten glaubt der hat Weltwirtschaft nicht verstanden. Wir haben lange profitiert das wir günstig eingekauft haben während wir teuer verkauft haben, das Delta war unser Wohlstand. Die Zeiten sind vorbei, andere arbeiten härter, länger und für weniger. Damit graben sie uns den Wohlstand ab. Ergo müssen auch wir hier wieder länger, härter und für weniger arbeiten.

Da dies in einem Sozialisten und Beamtenstaat nicht unsetzbar ist geht es eben mbM nach noch deutlich weiter bergab. 

Damit ist für mich klar die Resession wird nicht aufhören. Wir können das nicht über unsere eigene Volkswirtschaft kompensieren wie große Wachstumsstaaten. Deutschland hat da eine eigene Rolle als Land der Ingeniuere.

70h waren auch eher für Führungskräfte gedacht, aber mal tatsächlich Vollgas geben bei 40h wäre schon ein Anfang.

Und ich habe gerade ganz viele Bewerber die Gehaltsvorstellungen haben die jenseits von Gut und Böse sind. Was ich nicht verstehe ist die sind bis über beide Ohren finanziert aber sitzen ganz fröhlich auf einem derart hohen Ross, da wird es Zeit das mal wieder ganz viele ganz tief fallen.

Wer allerdings den Wandel erkennt wird auch wieder Jobs bekommen, nur eben zu anderen Konditionen.

Und die AN haben es auch dank der Gewerkschaften bei vielen Dingen auch völlig übertrieben, jetzt ist es ein AG Markt und das bekommen nun mal auch die AN zu spüren.

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Geschrieben

Im Endeffekt kann man heute wirtschaftlichen Erfolg auf vier Ebenen festmachen und sobald eine davon nicht passt, wird es schwierig.

 

Erste Ebene Situation auf der ganzen Welt. Beispiel Coronakrise
 

Zweite Ebene Situation in deinem Land/deiner Region. Beispiel Ausstieg aus der Steinkohle.

 

Dritte Ebene Situation in deiner Branche Beispiel, Aufstieg und Untergang von Nokia

 

Vierte Ebene, dein individuelles Geschick als Unternehmer oder Unternehmen

Beispiel, unzählige

 

D.h., also du kannst nachhaltig nur erfolgreich sein, wenn alle vier Ebenen passen und in Harmonie sind. Das Problem ist auf der ersten und zweiten Ebene kann ich als Unternehmer nicht viel ausrichten. Dafür ist die Politik verantwortlich. Ich hab Einfluss nur auf der dritten und vierten Ebene und selbst wenn ich hier gut abliefere und mir von der ersten oder zweiten Ebene wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen werden, dann kann das trotzdem meinen wirtschaftlichen Erfolg ausbremsen.
Speziell für Deutschland wäre wünschenswert, dass wir mal für zehn Jahre eine reine Experten Regierung haben. Da ist viel zu viel Ideologie in der Etablierung der politischen Rahmendaten für Unternehmen und die hat uns leider in den letzten zehn Jahren in die falsche Richtung geführt.

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