Edo Competition Murciélago LP750 – Stierisches Gebrüll

Die Herrschaft des Murciélago als stärkstem Kampfstier seiner Art nähert sich mit großen Schritten dem Ende. In wenigen Tagen präsentiert Lamborghini den Nachfolger. Edo Competition schickt unterdessen als letztes „Lebe wohl“ eine 750 PS starke Variante auf die Straße. Bereits mit der vorherigen, 710 PS leistenden Version hatte man in Papenburg Rekorde aufgestellt. Ob dieser mattschwarze Bulle wohl noch fixer ist?

Edo Competition Murciélago LP750

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Als letzten Abgesang, bevor der neue große Lamborghini in Genf präsentiert wird, zeigt Edo Competition den LP750 auf Basis des Murciélago.

Die Produktion des Lamborghini Murciélago endete bereits im Mai 2010 nach über 4.000 gebauten Fahrzeugen. Der Nachfolger scharrt bereits beinahe hörbar mit den Hufen, pardon, Rädern und wird auf dem nächste Woche beginnenden Genfer Autosalon präsentiert. Zeit also, der „Fledermaus“ (deutsche Übersetzung des spanischen Wortes „Murciélago“) auf Wiedersehen zu sagen. Und wie macht man sowas am Besten?

Nun, wenn man Edo heißt und sich auf die Verbesserung von Supersportwagen spezialisiert hat, dann lautet die Antwort schlicht und ergreifend: Mit viel Leistung und einem ordentlichen Abgang! Also nahm man sich den Murciélago LP640 ein letztes Mal vor und drehte die bereits vorher schon einmal beim Edo Competition LP710 Audigier Edition angezogene Leistungsschraube noch ein paar Umdrehungen weiter. Der Audigier Edition hatte bereits auf dem Testgelände in Papenburg mit einer Höchstgeschwindigkeit von 352 km/h für Furore gesorgt. Steckt im Murci noch mehr drin?

Offensichtlich schon. Edo Competition schaffte es, aus dem 6,5 Liter großen V12-Aggregat weitere 40 Pferdchen herauszukitzeln, was die Gesamtleistung auf 750 PS anhebt. Dies erreichen die Ahlener Tuner durch eine Bearbeitung des Zylinderkopfes, einer völlig neu gestalteten Airbox nebst Luftführung zum Motor, neuem Fächerkrümmer, Sportkatalysatoren, Endschalldämpfer und einem großen, zentralen Auspuffendrohr am Heck. Mit neuen Nockenwellen und Tassenstösseln, sowie einem Sportluftfilter wird das Tuning am Triebwerk abgeschlossen. Gleichzeitig mit der PS-Leistung klettert das Drehmoment auf 740 Newtonmeter, wodurch es kaum eine Steigung geben dürfte, die der „LP750“ genannte Edo-Sprößling nicht mit Leichtigkeit hinaufrennen würde – glatte Asphaltierung vorausgesetzt. Denn trotz permanenten Allradantriebs: Einen Offroader hat Edo Competition aus dem Murciélago natürlich nicht gemacht.

Warum auch? Der LP750 ist zum Schnellfahren gebaut worden und das beherrscht wie kaum ein Zweiter. 3,1, 9,7 und 24,5, das sind die Zahlen, aus denen feuchte Männerträume bestehen – handelt es sich doch um die Sekundenangaben aus dem Stand auf 100, 200 und 300 Stundenkilometer. Maximal sollen laut Edo Competition 365 km/h möglich sein. Wir rechnen damit, dass Edo diese Werte bei einem erneuten Testlauf in Papenburg im Sommer verifizieren wird.

Während technisch einiges gemacht wurde, hielt sich Edo Competition mit Karosserieumbauten angenehm zurück. Einzig ein neu entwickelter Heckflügel mit einstellbarer Lippe sorgt für mehr Abtrieb auf der Hinterachse. Dennoch fällt der LP750 dank seiner Lackierung sofort ins Auge. Der Großteil der Karosserie versteckt sich in mattschwarzem Lack. Einige gezielt gesetzte Details an Front und Heck, sowie an den seitlichen Lufteinlässen erstrahlen jedoch in neongrün und geben dem Wagen somit einen ordentlichen Farbkontrast. Die Reifenkombination mit 265/35 18 Zoll vorn und 345/30er Walzen auf 19 Zoll großen Felgen von OZ hinten ist ultraleicht und erstrahlt in titangrau.

Auf besonderen Kundenwunsch wird Edo Competition weitere Exemplare des LP750 fertigen, dann sogar, soweit gewollt, mit Heckantrieb. Der vordere Teil des Allradantriebes würde dabei entfallen, was den Murciélago zum einen um rund 40 kg leichter werden lässt und zum anderen die Fahragilität nochmals deutlich steigert. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.edo-competition.de.

Quelle: Edo Competition

Autor: Matthias Kierse

21. Februar 2011|Categories: Magazin|Tags: , |

2 Comments

  1. ItaliaToni 22. Februar 2011 at 11:25

    Fahrleistungen hin oder her – das Teil sieht einfach schrecklich aus!
    Optisch totaler Fehlgriff. Erstens schwarz-matt mit glänzendem Grün und dazu ist noch der Diffusor lackiert :puke:. Zweites steht der Murci viel zu hoch. Und zu guterletzt dieser hässliche Flügel…!

  2. Whoosaa 22. Februar 2011 at 14:35

    Kann man Autos eigentlich heiraten? War so mein Gedanke beim Anblick der Bilder..

    @ ItaliaToni: Tja, so verschieden sind die Geschmäcker. 😉
    Ich finde, der Wagen sieht absolut umwerfend aus, das Neongrün passt zu Mattschwarz, wie ich es von keiner anderen Farbkombination sagen kann, Power hat der Wagen schon in der Standard-Version genug, und der Heckspoiler – na klar, er ist größer als sonst, aber mMn genau die richtige Größe, nicht zu schmal, was vorsichtig/zurückhaltend wirken würde, nicht zu breit, was prollig wirken würde – einfach perfekt. 🙂