Audi A1 – Ingolstadts Nesthäkchen

Im Sommer erweitert Audi das Modellprogramm nach unten und bringt mit dem neuen Audi A1 einen rasanten Vorstoß in die Kleinwagenklasse. Die bekannte Audi-Qualität in Verbindung mit schickem Design und vier Sitzen. Das Ganze gepaart mit vier Motoren, zwei Benzinern und zwei Dieseln, zwischen 86 und 122 PS. Erstmals kann der neue Audi A1 auf dem Genfer Salon im März angesehen und angefasst werden.

Audi A1

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Bisher war die Kleinwagenklasse im Volkswagen-Konzern den Modellen VW Polo, Skoda Fabia und Seat Ibiza vorbehalten. Ab Sommer 2010 übernimmt der neue Audi A1 die Position am oberen Ende der Kategorie und tritt damit direkt gegen den unter BMW-Regie gebauten Mini an.

Der A1 richtet sich gezielt an die jungen Autofahrer, die Audi mit den bisherigen Modellen eher nicht als Kunden gewinnen konnte. Pfiffige Details und ein sportliches Exterieur machen den A1 auf jeden Fall zu einem interessanten Angebot. Durch ein reichhaltiges Optionen-Angebot lässt sich das Fahrzeug von jedem Kunden zu seinem eigenen Unikat individualisieren.

Sportlich gestaltete Front- und Heckschürzen in Verbindung mit einem bösen Blick, geformt durch eine heruntergezogene Motorhaube und die Frontleuchten mit Tagfahr-LEDs machen den neuen Audi A1 von außen dynamisch-aggressiv, ohne dabei prollig zu wirken. Am Heck sind die Rückleuchten in die Kofferraumklappe integriert, wodurch die Luke unvergleichlich groß gestaltet werden konnte – ein unverzichtbarer Vorteil beim Einkaufen. Seitlich fallen die Dachbögen in Kontrastfarbe auf. Die Farbe kann vom Kunden gewählt werden. Diese Option erinnert ein wenig an die Sideblades beim R8, dem Sportwagen aus gleichem Hause.

Im Innenraum werden Assoziationen zu Flugzeugen wach. Die Lüftungsdüsen erinnern an Düsentriebwerke und die gesamte Instrumententafel könnte auch die Vorderseite einer Tragfläche sein. Dabei bleibt die perfekte Ergonomie jedoch auf keinen Fall auf der Strecke. Mit innovativen Materialien und feschen Farben kann der Kunde sich den Innenraum so gestalten, wie er es sich wünscht. Farbenfrohe Sitzbezüge, bunte Luftdüsen oder LED-Beleuchtung? Alles möglich. Viele Features sind sogar nachträglich bestellbar, um den Wagen immer auf dem aktuellen Stand des eigenen Geschmackes zu halten oder sich dem gerade anliegenden Trend anpassen zu können.

Das aus der Audi-Oberklasse bekannte Multimediasystem MMI-Navigation plus kommt auch im Nesthäkchen zum Einsatz. Auf Wunsch verwandelt es in Zusammenarbeit mit 465 Watt starken Bose Surround-Sound-Boxen den Audi A1 in einen rollenden Konzertsaal.

Wichtiger dürfte für die meisten Besitzer jedoch der Fahrspaß sein. Wer Audi kennt weiß, dass hierauf das Hauptaugenmerk der Ingenieure lag. Die Gewichtsverteilung wurde möglichst ausgewogen gestaltet, das Fahrwerk sportlich abgestimmt und mit einer sehr direkten für perfekte Fahrdynamik versehen.

Wenn der Audi A1 im Sommer zu den Händlern rollt, stehen vier Motoren zur Auswahl. Die zwei Benziner und zwei Diesel decken ein Leistungsspektrum zwischen 63 kW/86 PS und 90 kW/122 PS ab. Alle Varianten folgen dem aktuellen Downsizing-Trend und sind daher bei geringem Hubraum turbo-aufgeladen und verfügen über Direkteinspritzung. Damit bleibt der Verbrauch bemerkenswert niedrig ohne dabei die Fahrleistungen zu schmälern. Für alle Versionen steht neben dem serienmäßigen Schaltgetriebe auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl.

Die Preisliste wird laut Audi bei rund 16.000,- Euro beginnen. Wer schon vor der Premiere beim Händler erstmals probesitzen möchte, sollte zwischen dem 4. und 14. März zum Genfer Autosalon fahren, wo der A1 seine Weltpremiere feiern wird.

Quelle: Audi

Autor: Matthias Kierse

10. Februar 2010|Categories: Magazin|