Jump to content
EUROPAS GROßE
SPORTWAGEN COMMUNITY

Ferrari 458 Challenge Stabilisatoren im Serien 458 Italia verbaut .... Erfahrungsbericht


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Ich fahre meinen Ferrari 458 Italia nun seit knapp zehn Jahren und hatte von Anfang an ein Thema mit dem Fahrverhalten in Kurven.

Das Auto lag für mein Empfinden nie so straff wie z. B. mein früherer 355.

Gerade auf kurvenreichen Strecken oder Pässen hatte ich immer dieses leicht schwammige Gefühl einfach nicht so präzise, wie ich es mir von einem Ferrari wünsche.

 

Ich war daher schon länger auf der Suche nach sportlicheren Stabilisatoren.

Novitec hatte früher einmal passende im Programm, diese sind aber leider schon länger nicht mehr erhältlich.

 

Deshalb bin ich schließlich auf die originalen 458 Challenge Stabilisatoren mit PU Buchsen gestoßen und habe sie einfach einmal verbaut.

Irgendwer muss ja mutig sein. 😄

 

Was soll ich sagen:

Der Unterschied ist wirklich enorm für mich ein absoluter Gamechanger.

 

Das Auto liegt jetzt in den Kurven genauso satt und direkt, wie ich es noch von meinem 355 kenne.

Kein schwammiges Gefühl mehr, deutlich mehr Präzision und vor allem mehr Vertrauen ins Auto.

Auf kurvigen Strecken macht der 458 jetzt richtig Spaß und fühlt sich insgesamt deutlich sicherer an.

 

Wichtig für mich war aber auch der Alltagskomfort:

Trotz der deutlich strafferen Abstimmung ist der Wagen bei normaler Fahrweise keineswegs unkomfortabel oder „bretthart“.

Über die Dämpfereinstellung lässt sich das Fahrwerk weiterhin angenehm einstellen, sodass auch noch genügend Restkomfort vorhanden ist.

 

Mich würde jetzt interessieren:

 

Wie sehen das andere 458 Besitzer hier im Forum?

Seid ihr mit den Serien Stabilisatoren zufrieden oder habt ihr ein ähnliches Empfinden wie ich, dass dem 458 in Serie etwas Straffheit und Präzision in schnellen Kurven fehlt?

 

Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

 

 

IMG_0336.jpeg

IMG_0337.jpeg

  • Gefällt mir 19
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben

...interessantes Thema Günni 👍

  • Gefällt mir 3
Geschrieben

Eine Frage: es handelt sich um die Stabilisatorstange der Vorderradaufhängung? Wie unterscheiden sich die vom 458 und vom Challenge? Danke.

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Cool 😎

ich habe auch noch ein paar andere Stabis(H&R) für meinen 599 rumliegen.

 

Aufgrund des verbauten Handling Packets haben die originalen den gleichen Durchmesser wie die H&R……daher hab ich die Stabis nicht verbaut 🤷🏻‍♂️.

  • Gefällt mir 1
Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb Alaska:

Eine Frage: es handelt sich um die Stabilisatorstange der Vorderradaufhängung? Wie unterscheiden sich die vom 458 und vom Challenge? Danke.

ja  es wurden vorne und hinten die Stabilisatoren vom 458 Challenge verbaut, nicht nur vorne.

 

Vom reinen Durchmesser her sind die Challenge Stabis im Vergleich zur Serie nur minimal stärker, der Hauptunterschied liegt aber im Material und in der Ausführung.

Die Challenge Stabilisatoren bestehen aus deutlich härterem Federstahl.

 

Zusätzlich unterscheiden sich auch die Anbauteile:

 

Beim Challenge werden PU Buchsen und andere Halterungen verwendet.

In der Serie sind es Gummilager mit einfachem Metallbügel zur Befestigung.

 

Gerade die Kombination aus härterer Stabilisatorstange und den PU Lagern macht sich deutlich bemerkbar, weil die Lagerung wesentlich weniger nachgibt als bei der Serie.

  • Gefällt mir 9
Geschrieben

Hat der Challenge auch andere Domstreben?

Weil die Kraft nun nicht im Stabi „vernichtet“ wird, überträgt sie sich aufs Federbein und zum Dom. Falls hier nicht genügend Stabilität dagegen hält, wird das Material weich. Wenn der 458 „ab Werk“ schon ausreichend Reserven hat, passts ja :) 

  • Gefällt mir 1
Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb michael308:

Cool 😎

ich habe auch noch ein paar andere Stabis(H&R) für meinen 599 rumliegen.

 

Aufgrund des verbauten Handling Packets haben die originalen den gleichen Durchmesser wie die H&R……daher hab ich die Stabis nicht verbaut 🤷🏻‍♂️.

Servus Micha,
bei H&R hatte ich ebenfalls angefragt, aber leider konnten sie mir nur die Federn für den 599 anbieten nicht für den 458. Damit war das Thema für mich erledigt.

 

Die H&R Federn sind allerdings mit Sicherheit härter als die, die du aktuell verbaut hast.

Geschrieben

Ach Günni,

ich werde Sie wohl doch mal einbauen müssen 😀👍🏻

  • Gefällt mir 1
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Andreas.:

Hat der Challenge auch andere Domstreben?

Weil die Kraft nun nicht im Stabi „vernichtet“ wird, überträgt sie sich aufs Federbein und zum Dom. Falls hier nicht genügend Stabilität dagegen hält, wird das Material weich. Wenn der 458 „ab Werk“ schon ausreichend Reserven hat, passts ja :) 

Wo sollen denn die Domstreben beim 458 Challenge verbaut sein?

Am besten  Bilder hier einfügen das die jeder sehen kann 👍

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo F355er GTB,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Ferrari 458 (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

  • Gefällt Carpassion.com 1
Jetzt registrieren, um Themenwerbung zu deaktivieren »
Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb michael308:

Ach Günni,

ich werde Sie wohl doch mal einbauen müssen 😀👍🏻

Klar.... macht wirklich Sinn 👍

vor 5 Minuten schrieb Andreas.:

z.B. in diesen Explosionszeichnungen als strukturelle Elemente nehme ich mal an

https://www.scuderiacarparts.de/part/232692/ferrari/270834/lh-upper-front-diagonal-brace.html

 

Bei dem Teil wird der Challenge und Italia im selben Zusammenhang gesehen, aber da seit Ihr besser im Thema, ob der Teilekatalog „fehlerfrei“ ist. 

 

Danke für den Link👍

So extrem bin ich nicht unterwegs. Habe kein komplettes Challenge Fahrwerk mit Challenge Querlenker verbaut da macht sicher Sinn…. aber für meinen Straßenbetrieb ist das nichts.

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Falls das jemanden überzeugt und er etwas straffer unterwegs sein möchte, biete ich hier im Forum im Marktplatz noch einen kompletten hinteren 458 Challenge Stabilisator an. Preis ist VB.

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Passt der auch auf einen California?😇

 

Frage für einen Freund....

  • Haha 2
Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb F355er GTB:

Die Challenge Stabilisatoren bestehen aus deutlich härterem Federstahl.

"härterer Federstahl" ist nicht gleichbedeutend mit höherem Schubmodul, welcher letztendlich für die Federrate verantwortlich ist. 

https://blog.federnshop.com/federstahl/

 

vor 14 Stunden schrieb Andreas.:

Hat der Challenge auch andere Domstreben?

Weil die Kraft nun nicht im Stabi „vernichtet“ wird, überträgt sie sich aufs Federbein und zum Dom. Falls hier nicht genügend Stabilität dagegen hält, wird das Material weich. Wenn der 458 „ab Werk“ schon ausreichend Reserven hat, passts ja :) 

Ein härterer Stabi leitet ja mehr Kraft auf das nicht belastete Rad, von dem her ist die Kraftverteilung doch sogar besser mit einem härteren Stabi...

 

  • Gefällt mir 1
Geschrieben
vor 38 Minuten schrieb fiat5cento:

Ein härterer Stabi leitet ja mehr Kraft auf das nicht belastete Rad, von dem her ist die Kraftverteilung doch sogar besser mit einem härteren Stabi...

Sollte umgekehrt sein: Das belastete Rad bekommt mehr Energie vom Stabi zurück (Rückstellmoment), da sich dieser weniger verdreht (Wankausgleich). Beim weicheren Stabi wird mehr Energie an das nicht belastete Rad weitergeleitet. Deshalb ist das kurvenäußere Rad auch präziser im Feedback, weil mehr Haftreibung zur Straße aufgebaut wird. Kann auch bei „zu hartem Stabi“ dann untersteuern.

 

Würde mich wundern, wenn es anders wäre … ? 😕

  • Gefällt mir 1
Geschrieben
Am 6.2.2026 um 10:51 schrieb Andreas.:

Sollte umgekehrt sein: Das belastete Rad bekommt mehr Energie vom Stabi zurück (Rückstellmoment), da sich dieser weniger verdreht (Wankausgleich). Beim weicheren Stabi wird mehr Energie an das nicht belastete Rad weitergeleitet. Deshalb ist das kurvenäußere Rad auch präziser im Feedback, weil mehr Haftreibung zur Straße aufgebaut wird. Kann auch bei „zu hartem Stabi“ dann untersteuern.

 

Würde mich wundern, wenn es anders wäre … ? 😕

ich stelle es mir halt so vor: 

Der Stabi verbindet im Grunde doch beide Räder (mehr oder weniger steif). Wenn beide Räder verbunden sind, dann teilt sich die Kraft, die durch ein Rad (durch Einfedern) auf zwei Federdome auf statt auf einen. 

  • Gefällt mir 1
Geschrieben

Stichwort dynamische Radlastverteilung > https://pub.hcw.ac.at/obvfcwhsacc/content/titleinfo/7879252/full.pdf

Zitat

Soll am kurvenäußeren Reifen eine

überproportional größere Seitenkraft mit größerer Radlast hervorgerufen werden,

muss hierfür der Schräglaufwinkel auch größer sein. Somit ergibt sich, ist der

Stabilisator an der Vorderachse steifer, erhöht sich die Neigung zum Untersteuern.

 

  • Gefällt mir 1
  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Kurzes Update…..

Ich war gestern auf einer Ausfahrt unterwegs und muss ganz ehrlich sagen:

Ich bin total begeistert von den Challenge Stabilisatoren.

Das Auto liegt jetzt deutlich besser in den Kurven, lenkt spürbar präziser ein und wirkt insgesamt viel stabiler und ruhiger ohne dabei unkomfortabel zu werden.

Gerade auf kurvenreichen Strecken fühlt sich das Fahrverhalten extrem vertrauenerweckend an.

Für alle, die gerne sportlich über Landstraßen und Pässe fahren und dabei ein sicheres, berechenbares Fahrgefühl haben möchten, ist dieses Upgrade aus meiner Sicht genau die richtige Wahl.👍

  • Gefällt mir 12
Geschrieben

Schöne Eindrücke, an denen du uns da teilhaben lässt.

Rein physikalisch sollte das auch genauso sein, wie von dir beschrieben.

 

Da die Stabis ja das Wanken des Fahrzeugs in Kurven beeinflussen, führen härtere Stabis (wohlgemerkt an VA und HA zusammen) zu einem insgesamt satteren Fahrgefühl. Wird nur eine Achse verändert, lässt sich damit Unter- oder Übersteuern „regulieren“. Die eigentliche Federung kommt ja von den Federn und Dämpfern und nicht vom Stabi. Daher ist auch dein Eindruck, dass das Auto dadurch nicht zu hart geworden ist, nachvollziehbar.

 

Allerdings könnten härtere Stabis in Verbindung mit der deutlich härteren PU-Lagerung der Stabis dazuführen, dass die Traktion beim herausbeschleunigen am Kurvenausgang etwas leidet. So nach dem Motto: „zwar schneller durch die Kurve durch, aber langsamer aus der Kurve heraus“. Vor allem bei schlechten, unebenen Straßen mit Quer- und Längsfugen könnte sich das bemerkbar machen.

 

Hast du da einen Unterschied feststellen können?

  • Gefällt mir 4
Geschrieben

Danke dir für die ausführliche Einschätzung  kann ich technisch absolut nachvollziehen.

Ich habe gestern auf meiner Ausfahrt ganz bewusst darauf geachtet und kann für mich ehrlich sagen:
Ich konnte keinen Nachteil feststellen weder beim Einlenken noch beim Herausbeschleunigen aus der Kurve.

Gerade am Kurvenausgang hatte ich nicht das Gefühl, dass Traktion fehlt oder das Auto früher anfängt zu rutschen. Im Gegenteil:
Das Auto wirkt insgesamt ruhiger, stabiler und berechenbarer, auch wenn man früher und beherzt ans Gas geht.

Ich fahre die Challenge

Stabis vorne und hinten und nutze das Auto ausschließlich auf der Straße. Auch auf nicht perfekten, welligen und leicht geflickten Landstraßen konnte ich bisher keinen negativen Einfluss durch die härteren Stabis bzw. die Lager feststellen.

Für mich persönlich hat sich der Umbau absolut gelohnt
ich bin mit der aktuellen Abstimmung sehr happy und würde es jederzeit wieder so machen.
Genau das richtige Setup, wenn man gerne kurvenreiche Strecken fährt und dabei ein sehr sicheres und vertrauenerweckendes Fahrgefühl haben möchte.

  • Gefällt mir 6
Geschrieben

Prima, das freut mich für dich.

Also, alles richtig gemacht. 👍

 

Scheint so, dass der 458 serienmäßig auf der "gutmütigen" Seite ist und ein bisschen "Sport" gut vertragen und auch umsetzen kann. 

  • Gefällt mir 2
Geschrieben

Ich empfinde meinen 458 Spider keineswegs als leicht schwammig in Kurven. Ich habe das Fahrwerk ziemlich weit runterdrehen lassen, für meinen Geschmack fährt er perfekt. Allerdings wäre ich ja vielleicht erstaunt, um wieviel nochmals besser er mit den Challenge-Stabis fährt. Ich vermisse jedoch nichts, und ich bin kein Blümchenpflücker.

 

Bin ich zu unsensibel? Ich bin wohl durch 19 Jahre 911-Fahren und dessen Tigern auf der Vorderachse schon zu desensibilisiert. ;) 

 

Einen Elferfahrer kann halt nichts mehr schocken. :lol:

  • Gefällt mir 1
  • Haha 4
Geschrieben

Das kann ich gut nachvollziehen. Wenn sich dein Spider für dich perfekt anfühlt, ist das ja genau das, was zählt.

Für mich war es einfach interessant, den Unterschied selbst zu erleben. Was für den einen perfekt ist, muss für den anderen nicht automatisch genauso passen. Am Ende ist das auch viel persönliches Empfinden.

 

Ich denke aber, wenn man es nicht selbst probiert und gefahren ist, hat man auch keinen echten Vergleich. Erst nach dem Umbau und der ersten Ausfahrt habe ich gemerkt, wie sich das Auto in schnellen Kurven und beim Einlenken noch einmal verändert.

 

Heißt aber nicht, dass das jeder braucht oder vermissen muss. Für mich persönlich hat es sich gelohnt und ich bin mit dem Ergebnis sehr happy.

  • Gefällt mir 6
Geschrieben

Klar, das war auch keine Kritik meinerseits.

 

Erstens gibt es genug Leute, die Kreise um mich fahren können, die spüren das vermutlich eher als ich.

Zweitens soll jeder sein Auto so optimieren, wie er es für sich braucht, es ihm gefällt etc. 

 

Wer bin ich, andere zu kritisieren? Ich wollte nur meine Erfahrung schildern. Aber ich glaube, Du hast mich auch richtig verstanden.

  • Gefällt mir 4
Geschrieben

Alles gut, ich habe deinen Beitrag auch nicht als Kritik verstanden.
Aber da sind wir uns ja einig: Jeder richtet sein Auto so ein, wie es für ihn persönlich am besten passt. Genau das macht den Austausch hier im Forum auch spannend.

  • Gefällt mir 2

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Erstelle ein neues kostenloses Benutzerkonto.

Jetzt registrieren

Anmelden

Bereits Mitglied? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...