80. Internationaler Auto-Salon Genf 2010 – Vorbericht

Zum 80sten Male heißt es zwischen dem 4. und 14. März: „Willkommen auf dem Internationalen Auto-Salon in Genf“. Auf 80.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in sieben Hallen präsentieren alle großen und bekannten Autohersteller sowie einige Klein- und Kleinstserienhersteller ihre Fahrzeuge. Darunter befinden sich über 100 Welt- und Europapremieren.

Das Team vom CPzine wird live für euch an den Pressetagen vor Ort sein und dabei Augen und Ohren aufhalten, um euch mit allem Wissenswerten zu versorgen.

Hier und heute findet Ihr schon einmal eine Übersicht über die jetzt bereits bekannten Neuheiten, die in Genf gezeigt werden. Wie immer gilt jedoch: Überraschungen vor Ort sind nicht ausgeschlossen!

Wer selbst Interesse hat, zum Genfer Salon zu fahren, und dazu noch weitere Infos sucht, wird unter www.salonauto.ch fündig.

Abarth

Die Italiener zeigen den Punto Evo im Abarth-Kostümund den 500er als Cabrioversion 500C gleich mit dazu.

Alfa Romeo

Alfa Romeo schickt zum 100. Marken-Geburtstag den 147 in Rente und bringt mit der Giulietta ein neues frisches Modell ins Portfolio. Alle Motor- und Ausstattungsdetails werden in Genf präsentiert.

Alpina

Seit 1989 ist Alpina ununterbrochener Gast auf dem Auto-Salon in Genf. Welche Neuheiten man in diesem Jahr präsentieren wird, war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Artega

Nach der Geschäftsübernahme durch die Tresalia Capital-Gesellschaft Ende 2009 arbeitet man bei Artega hart an Detailverbesserungen des Sportwagens GT, um diesen im Juli frei von Kinderkrankheiten endgültig auf den Markt bringen zu können. In Genf zeigt man zwei Fahrzeuge, die beide auf dem momentanen Stand der Verbesserungen angekommen sind.

Aston Martin

Aston Martin wird wohl neben dem Kleinstwagen Cygnet auch den Supersportwagen One-77 mitbringen. Größer können Gegensätze an nur einem Messestand eigentlich nicht sein. Während der Cygnet, basierend auf dem Toyota iQ, als Stadtauto für Aston-Kunden geplant ist, bricht der One-77 eine Lanze für die automobile Oberschicht. Mit über 700 PS und mehr als 355 km/h Spitzengeschwindigkeit ist er ein wahrer Topsportler. Allerdings sind alle 77 Fahrzeuge bereits verkauft.

Audi

Aus Ingolstadt kommen zwei komplett neue Modelle und ein Sondermodell auf die Schweizer Messe. Absolut neu ist das neue Einstiegsmodell, der Audi A1. Mit ihm möchte man junge Autofahrer für die vier Ringe begeistern. Deutlich weiter oben im Modellprogramm rangiert der neue RS5, dessen Prospekt bereits vor der Messe ins Internet gelangte. 450 PS aus einem 4,2 Liter großen V8-Motor schieben das neue Spitzencoupé an. Als Sondermodell kommt der auf 500 Stück limitierte Audi RS6 plus zu den Händlern. Die Kunden können zwischen dem RS6 plus Sport und dem RS6 plus Audi Exclusive wählen und erhalten neben einer umfangreichen Serienausstattung auch eine Aufhebung der elektrischen Temposperre, wodurch der Wagen echte 303 km/h erreichen kann.

Bentley

Ein Cabrio mit über 300 km/h Topspeed, Platz für vier Personen und unendlichem Luxus? Gibt es. Sowas steht mit dem Bentley Continental Supersports Convertible auf dem Genfer Salon. 630 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment schieben den offenen Wagen durch den Wind. Dabei wird dank FlexFuel-Technik auch an die Umwelt gedacht: der Supersports verbrennt Bio-Ethanol.

Bertone

Aus Anlass des einhundertsten Geburtstages von Alfa Romeo kleideten die Bertone-Designer einen 8C Competizione komplett neu ein. Entstanden ist ein aggressiv dreinschauendes Coupé unter dem Namen Bertone Pandion mit 4,7 Liter großem V8-Motor und vielen interessanten Details, die wohl leider niemals den Weg in eine Serienfertigung finden werden. Bertone ist erstmals seit zwei Jahren wieder in Genf vertreten.

BMW

Aus München kommt die neue 5er Limousine nach Genf. Erste Bilder und sogar erste Testberichte sind zwar bereits durch die internationale Presse gegangen, dennoch handelt es sich um eine Weltpremiere. 3er Coupé und Cabrio präsentieren sich nach einer Frischzellenkur im gelifteten Gewand und mit neuen Motoren, ebenso erging es dem X5. Die sportliche M-Sparte bringt den M3 mit, der ebenfalls von der Modellpflegemaßnahme betroffen war, nebenbei nun aber auch mit dem so genannten Competition Paket bestellbar ist.

Bugatti

Bugatti hat bislang noch keine offizielle Info herausgegeben, welche Fahrzeuge in Genf gezeigt werden, jedoch hält sich hartnäckig die Info, dass ein Veyron Coupé mit „grünem“ Antrieb zu sehen sein wird. Darunter dürfte man wohl einen Bio-Ethanol vertragenden 16 Zylinder-Motor verstehen. Daneben soll das Individualisierungsprogramm für den Grand Sport gezeigt werden.

Carlsson

Mercedes-Tuner Carlsson präsentiert in Genf den ersten hauseigenen Supersportwagen. Mit dem C25 betritt man somit absolutes Neuland. Zwar kommen auch hier viele Teile aus den Benz-Regalen, aber die Karosserie entsteht in Eigenregie. 753 PS und unfassbare 1.150 Newtonmeter Drehmoment katapultieren den Carlsson C25 in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglichen ein Spitzentempo von 352 km/h. Insgesamt sollen nur 25 Exemplare entstehen und somit an jeden Carlsson-Stützpunkt weltweit genau ein Auto geliefert werden.

Citroën

Aus Frankreich bringt Citroën gleich zwei neue Familienmitglieder der DS-Reihe mit, mit der man das Modellprogramm um eine Lifestyle-Familie erweitert hat. Der DS3 Racing kommt im Sommer bereits auf die Straßen und wird mit seinen 200 PS um junge Kunden buhlen. Allerdings kommen nur 1.000 Käufer in den Genuss dieses Fahrzeugs. Der DS High Rider gibt einen Ausblick auf den kommenden DS4, der die Modellfamilie nach oben erweitern wird.

Ferrari

Bei Ferrari wird sich in Genf wohl alles rund um das Modell 599 drehen. Neben dem bereits bekannten Rennfahrzeug 599XX dürfte die davon abgeleitete Straßenversion, die unter dem Psedonym „GTO“ entwickelt wurde, präsentiert werden. Dazu gibt es Gerüchte über eine Bio-Ethanol-Version. Ob es sich dabei auch um den „GTO“ handelt, ist bislang nicht bekannt.

Gumpert

Die Sportwagenmanufaktur Gumpert stellt in Genf ein Facelift des Apollo vor. Nach intensiven Tests wurde die Aerodynamik deutlich verbessert. Dazu kommt nun ein sequenzielles Getriebe mit Paddeln hinterm Lenkrad wie in der Formel 1 zum Einsatz. Der Apollo 2010 kommt mit 750 PS und einer schwarz-weißen Kontrastlackierung. Erstmals ist auch eine Rechtslenkervariante verfügbar.

Hamann

Tuner Hamann aus Ulm zeigt in Genf erstmals den hauseigenen Umbaukit Tycoon Evo M auf Basis des BMW X6 M. Die Motorleistung wird auf 670 PS gesteigert, die Spitzengeschwindigkeit auf 300 km/h angehoben und das Design durch Anbauteile deutlich in Richtung Sportlichkeit verschoben. Dazu stehen wahrscheinlich ein von Hamann veredelter Abarth 500 und ein ebenso umgebauter Mercedes-Benz G55 Kompressor auf der Messe.

Jaguar

Die Briten zeigen in Genf das Conceptcar XKR Special Edition. Alle dort verbauten Extras finden allerdings bereits im Mai den Weg zu den Händlern, wo man dann den XKR optional mit dem Black Pack oder dem Speed Pack ausstatten lassen kann. Wer möchte, erhält sogar beide Pakete zusammen zum Vorzugspreis. Neben optischen Anbauteilen fällt bei beiden Paketen die Höchstgeschwindigkeit mit 280 km/h deutlich höher aus, als bei den normalen XKR-Geschwistern.

Koenigsegg

Koenigsegg hat bislang noch keine Neuheit angekündigt, allerdings hat man in der Vergangenheit in Genf eigentlich immer etwas Neues mitgebracht und seien es nur Detailverbesserungen am CCX und CCXR gewesen. Vielleicht steht auch eine Weiterentwicklung der viertürigen Limousine Quant auf dem Messestand.

Lamborghini

Bei Lamborghini steht angeblich die Präsentation des Gallardo SV an. Bislang gibt es jedoch weder Bilder noch Infos.

Lexus

Lexus zeigt erstmals den Supersportwagen LFA in Europa auf einer Automesse. Der V10-Renner mit 560 PS ist auf nur 500 Exemplare weltweit limitiert. Dazu kommt die serienfertige Version des neuen Lexus CT, einem Kompaktwagen im Golf-Format.

Lotus

Der britische Traditionshersteller Lotus zeigt eine modellgepflegte Elise, die mit drei Motoren direkt nach der Messe zu den Händlern rollt. Ebenso präsentiert sich das auf acht Stück limitierte Sondermodell Evora Naomi for Haiti in Genf, das in Zusammenarbeit mit dem Supermodel Naomi Campbell für die Erdbebenopfer in Haiti versteigert wird. Alle Erlöse der Auktion gehen direkt in die Erdbebenregion. Das erste Fahrzeug ging für 500.000,- US$ an einen neuen Besitzer.

Mansory

Wie gut informierte Quellen berichten, wird Mansory den Salvador zeigen. Dieses Fahrzeug basiert auf dem neuen „kleinen“ Rolls-Royce Ghost und ist die erste Tuningvariante dieses Fahrzeugs.

Maserati

Maserati zeigt das Sondermodell Awards Edition auf Basis der Limousine Quattroporte GT S.

Mazda

Aus Japan rollt seit 20 Jahren der erfolgreiche Roadster MX-5 zu uns. Zeit, für ein Geburtstagsgeschenk. Mit dem Mazda MX-5 20th Anniversary in drei exklusiven Lackierungen und mit umfangreicher Serienausstattung feiert man dieses Jubiläum.

Mercedes-Benz

Mercedes-Benz zeigt mit dem F 800 Style einen Ausblick in das Markendesign der kommenden Jahre. Ähnlich akzentreiches Design wird sich wohl an kommenden Modellgenerationen von C-, E- und S-Klasse sowie am CLS finden lassen. Darüber hinaus könnte das Facelift der R-Klasse erstmals in Genf stehen, dies ist bislang allerdings noch nicht bestätigt worden.

Mini

Ein Mini mit vier Türen… Falscher Film? Nein. Mit dem neuen Mini Countryman erweitern die Briten ihr Modellprogramm nach oben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Countryman wurde gegenüber dem konventionellen Mini hochgelegt und ist auf Wunsch mit Allradantrieb erhältlich.

Nissan

Vor 40 Jahren erschien mit dem Datsun 240Z der erste Z-Sportwagen des Hauses auf dem europäischen Markt. Diesen Geburtstag feiert die Datsun-Nachfolge-Marke Nissan mit dem limitierten Sondermodell 370Z 40th Anniversary inklusive Sonderlackierung, rotem Leder und speziellen Leichtmetallrädern.

Opel

Die Rüsselsheimer zeigen neben dem für uns eher uninteressanten neuen Meriva auch die Studie Opel Flextreme GT/E. Neben der Tatsache, dass es sich dabei um ein Elektrofahrzeug handelt, könnte die Optik einen Ausblick auf einen großen Opel oberhalb des Insignia andeuten. Der Flextreme soll mit seinem E-Antrieb über 200 km/h schnell sein.

Pagani

Pagani zeigt ein letztes Mal vor dem Modellwechsel den Zonda. In Genf zeigt sich, erstmals auf einer Automesse, der auf 5 Stück limitierte Cinque Roadster mit 680 PS und über 350 km/h Topspeed. Daneben wird ein weiteres Fahrzeug stehen. Ob es sich dabei um die Rennstreckenversion Zonda R oder um ein Unikat handeln wird, wurde uns auf Anfrage leider nicht beantwortet.

Peugeot

Peugeot wird in diesem Jahr 200 und feiert dies standesgemäß mit einem Conceptcar, dem SR1. Dieses Cabriolet soll erste Blicke auf Peugeots Designzukunft bieten. Dazu gesellt sich das Concept 5 by Peugeot. Der Wagen wird in nächster Zeit als 508 beim Händler stehen und das Modellprogramm oberhalb des erfolgreichen 407 ergänzen.

Pininfarina

Auch Pininfarina stellt eine Studie aus Anlass des einhundertsten Geburtstages von Alfa Romeo vor. Im Gegensatz zum Bertone Pandion handelt es sich jedoch nicht um ein Coupé, sondern um einen schmucken Spider. Name und technische Daten sind bislang noch nicht bekannt.

Porsche

Bei Porsche steht alles im Zeichen des neuen Cayenne, der in Genf seine Weltpremiere feiert. Erste Bilder und Daten dazu werden am 26.2. veröffentlicht. Dazu zeigt sich der neue 997 Turbo S, der neben einer ordentlichen Serienausstattung auch ein Leistungsplus von 30 PS gegenüber dem normalen Turbo erhielt. Für die Rennstrecke präsentiert man den 997 GT3 R Hybrid, mit dem man auf der Nürburgring Nordschleife Hybridtechnik im Rennsport ausprobieren will. Zum Einsatz kommt dabei ein Schwungradspeicher anstelle von herkömmlichen Akkus.

Renault

Renault zeigt zwei interessante Fahrzeuge auf Basis des Twingo. Zum Einen die Wiederauferstehung des Traditionsnamens Gordini, bekannt aus den 60er Jahren, als die R8 Gordini über die Straßen tobten. Der Twingo R.S. Gordini kommt im historisch korrekten blauen Farbkleid mit weißen Streifen. Dazu gesellt sich der Renault Wind, eine Klappdachvariante des beliebten Kleinwagens. Zu den Motoren ist noch nichts bekannt gegeben worden, aber wenn auch hier der RS-Motor einziehen sollte, sorgen 133 PS für ordentlich Wind im Haar.

Spyker

Spyker zeigt erstmals den C8 Aileron Spyder in Europa. Ab Sommer 2010 soll dieser offene Sportwagen in der neuen Fertigungsstätte nahe London gebaut werden. Vertrieb und Entwicklung sind nach-wie-vor im niederländischen Zeewolde angesiedelt.

Techart

Der Porsche-Veredler Techart stellt das neue Programm für den 997 Turbo und Turbo S nach deren Facelift vor. Ebenso stellt sich der viertürige Panamera im kompletten Techart-Kleidchen vor, wobei die Leonberger für jede Motorisierung individuelle Teile im Angebot haben. Star des Messeauftrittes dürfte aber der neue Techart GT Street R werden, der auf dem 997 Turbo basiert.

Touring Superleggera

Zugegeben, nicht jedem ist die Designfirma Touring Superleggera ein Begriff. Wenn man jedoch von Lamborghini 350GT, Alfa Romeo 8C 2900 B Le Mans, BMW 328 Mille Miglia Coupé oder Lancia Flaminia spricht, redet man im Endeffekt über Touring-Karosserien. In Genf zeigt man einen neu eingekleideten Bentley Continental GT.

Volkswagen

Volkswagen bringt den 180 PS starken Polo GTI aus Wolfsburg mit. GTI-typische Akzente im Innenraum, wie der karierte Stoff auf den Sitzen und sportlicher gestaltete Front- und Heckschürzen machen den Kleinwagen zum Hecht im Karpfenteich. Neben ihm werden sich der neue CrossPolo und der neue Touareg im Messelicht sonnen.

Volvo

Aus Schweden rollt der neue Volvo S60 auf die Messe. Die Limousine zeigt sich im sportlichen Design und wird direkt im Anschluss an den Genfer Salon zu den Händlern geliefert.

Wiesmann

Wiesmann hat uns bestätigt, dass ein neues Modell in Genf stehen wird. In der Zwischenzeit wurde auch bekanntgegeben, welches: Neben MF3 Roadster, MF4 GT, MF4 Roadster, MF4-S Roadster, MF5 GT und MF5 Roadster rutscht nun der MF4-S GT mit ins Programm der Dülmener Sportwagenmanufaktur. Ihm verpasst man ein individuelles Äußeres durch serienmäßige Xenonleuchten, einen tempoabhängig ausfahrenden Heckspoiler und eine neue Frontlippe. 420 PS aus einem 4 Liter großen V8-Motor sorgen für ordentlichen Vortrieb.

Autoren: Lutz Abel und Matthias Kierse

22. Februar 2010|Categories: Magazin|

One Comment

  1. brobox 22. Februar 2010 at 20:18

    Nach Auskunft meines Ferrari-Verkäufers soll der GTO irgendwo einem VIP-Publikum vorgestellt werden und nicht in Genf stehen. Ich hoffe, diese Info ist nicht zutreffend, wäre sehr schade.