Volkswagen Polo GTI – Top-Athlet aus Wolfsburg

GTI – diese drei Buchstaben sind für VW-Fans gleichbedeutend wie „RS“ bei Ford und Porsche oder „OPC“ beim Erzrivalen aus Rüsselsheim. Nun erscheinen sie auch wieder auf der neuesten Version des hauseigenen Kompaktwagens. Der Volkswagen Polo GTI erhält einen 1,4 Liter großen Turbo-Kompressor-Motor mit 180 PS und 7-Gang-DSG. Damit erreicht er 229 km/h Spitzengeschwindigkeit. Dabei ist er sogar 25% sparsamer als sein Vorgänger.

Volkswagen Polo GTI

Bild 1 von 3

Da ist er wieder, der GTI. Wenn man bedenkt, dass der jetzt präsentierte Polo GTI bereits größer ist, als der legendäre Gründervater dieser Buchstabenkette, der Golf 1 GTI, dann sieht man, wie sich das automobile Selbstverständnis in den letzten 35 Jahren grundlegend verändert hat.

Auch ein Blick auf die Geschichte der schnellen Polos ist durchaus interessant. Den Anfang machte 1986 der Polo G40 mit 83 kW/113 PS und dem legendären G-Lader, den VW nach vielen Schäden allerdings recht bald aus dem Programm nahm. 1998 prangten erstmals die drei berühmten Buchstaben auf einem Polo. 88 kW/120 PS lautete nun die Leistungsangabe. Nur ein Jahr später kam ein Facelift und die Leistung stieg auf 92 kW und 125 PS an. Auch den Vorgänger des heutigen Polos gab es in der GTI-Version. Hier zerrten ab 2006 110 kW/150 PS an den Rädern. Als Topversion konnte man über die Volkswagen Individual-Abteilung den GTI Cup Edition ordern. Hier wurde die Optik der Polo Cup-Fahrzeuge aus dem hauseigenen Markenpokal mit 132 kW/180 PS aus einem 1,8 Liter Turbomotor kombiniert.

Der neue GTI kommt mit einem 1,4 Liter großen TSI-Motor daher. Die Besonderheit ist hier die Kombination aus Turbo und Kompressor, um in jeder Drehzahllage genug Leistung anliegen zu haben. Damit bringt er 132 kW/180 PS auf die Vorderräder im 17 Zoll Format. Übertragen wird die Kraft serienmäßig über das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG), mit dem der Polo GTI in 6,9 Sekunden die 100 km/h-Schallmauer durchbricht. Eine elektronische Quersperre verhindert hilfloses Gescharre der Vorderreifen in schnell gefahrenen Kurven. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Volkswagen mit 229 km/h an, ein durchaus respektabler Wert für ein so kleines Auto. Dass der Wagen dabei mit 6 Liter Durchschnittsverbrauch auf 100 Kilometern auch noch um rund 25% sparsamer ist als sein direkter Vorgänger, ist dagegen mehr als beachtlich.

Gegenüber seinen normalen braven Serienbrüdern kommt der GTI 15 Millimeter tiefer daher. In Verbindung mit geänderten Dämpferkennlinien und 215/40er Reifen auf sportlich gestalteten 17-Zoll-Leichtmetallrädern erreicht der Polo GTI damit eine neue Stufe der Fahrdynamik im Kompaktsegment. Optional bekommt der Polo GTI Bi-Xenonscheinwerfer mit Kurvenlicht und LED-Tagfahrlichtern mit auf den Weg.

Auch sonst hebt sich der Polo GTI deutlich von normalen Polos ab. Nicht nur die roten Zierleisten im Kühlergrill, sondern auch die Grilleinsätze in Wabenstruktur, die eigenständige Frontschürze, die Schwellerverbreiterungen, die Heckschürze mit angedeutetem Diffusor und der Dachspoiler machen aus ihm optisch einen wahren GTI. Gegen Aufpreis können zwei weitere Türen und/oder ein Panoramaschiebedach bestellt werden.

Im Innenraum rezitiert der Polo aus der erfolgreichen GTI-Historie. So finden sich Sportsitze im typischen Karo-Muster, das bereits den ersten Golf GTI schmückte. Haltegriffe, Sonnenblenden, Dachhimmel und die Verkleidungen der Dachsäulen sind sportlich schwarz gehalten. Ebenso wurde eine schwarze Oberflächenveredelung für die Zierblenden der Mittelkonsole verwendet. Alle Chromapplikationen sind mattiert, ob an der DSG-Kulisse, den Luftdüsen oder am Sportlederlenkrad mit roter Ziernaht.

Zur Serienausstattung zählen elektrische Fensterheber, elektrisch heiz- und einstellbare Außenspiegel, eine Klimaanlage, vier Airbags, Nebelscheinwerfer und ISOFIX-Vorrichtungen auf der Rückbank, damit auch der Nachwuchs sicher mitfahren kann.

Erstmals zeigen wird sich der neue Polo Topathlet auf dem Genfer Automobilsalon Anfang März, ab Ende Mai rollt er dann auch zum örtlichen Händler.

Quelle: Volkswagen

Autor: Matthias Kierse

18. Februar 2010|Categories: Magazin|