Shelby Mustang GT500 – Leichter, handlicher, schneller

Vor ein paar Jahren belebte Ford die klassischen Mustang-Formen wieder und brachte kurz darauf auch die Sportversion mit wohlklingendem Namen als Neuauflage auf den Markt. Seit kurzem ist die Nachfolgegeneration des Mustang auf dem Markt und erneut kommt auch die 550 PS starke Sportversion Shelby Mustang GT500 hinterher – jedoch offiziell wieder nur in den USA. In Europa bleibt nur der Weg zum freien Importeur.

Shelby Mustang GT500

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Der Ford Mustang gilt in den USA als Sportcoupé- und -cabrio-Legende. Jedes Kind dort kennt dieses Fahrzeug und die Urversion ist bis heute das Auto, das sich im ersten Modelljahr am Besten verkaufte. Mehr als 680.000 Stück wurden damals abgesetzt. Ein solcher Verkaufserfolg wird beim aktuellen Modell aufgrund der großen Konkurrenz wohl nicht mehr möglich sein.

Bereits in den 60ern gab es auf Basis des Mustangs eine werksseitige Sportversion, die vom berühmten Carroll Shelby gefertigt wurde und auch seinen Namen tragen durfte. Zuerst als Shelby Mustang GT350, später mit einem kraftvolleren Motor als GT500 wurde aus dem braven Sportcoupé ein Rennauto.

2004 erschien die fünfte Mustang-Generation, die das klassische Design ins 21. Jahrhundert brachte. Auf dieser Basis erschien nach langer Pause auch wieder eine Shelby GT500-Variante, die von den Fans dankbar angenommen wurde.

Da die amerikanischen Autohersteller zu recht kurzen Modellintervallen neigen, kam zum Modelljahr 2010 bereits eine neue Mustang-Generation auf den US-Markt. Optisch immer noch an den allerersten Mustang angelehnt, jedoch markanter.

Nun folgt auch hier die Shelby-Version. Das Ford Special Vehicle Team (SVT) kümmerte sich eingehend um Schwachstellen, die man bei der letzten Generation festgestellt hatte. Der Wagen wurde leichter, agiler und zugleich kraftvoller.

Nunmehr schlägt unter der Haube ein Aluminium-V8 mit 5,4 Litern Hubraum und 405 kW/550 PS. Gigantische 690 Newtonmeter Drehmoment reißen an der Hinterachse. Gegenüber dem alten Motor hat das neue Aggregat um 46 Kilogramm abgespeckt. Damit geht man einen für Amerikaner ungewöhnlichen Weg. Anstatt immer mehr Hubraum und mehr PS in den Wagen zu stecken, probiert sich Ford daran, den Wagen leichter und somit handlicher zu machen. Eine eher europäische Herangehensweise. Während das Motorengeräusch angenehm zunahm, wurden die Fahrgeräusche um über 20% reduziert. Damit gehören störende Klapper- und Knarzgeräusche auf schlechter Straßenoberfläche und Windgeräusche der Karosserie der Vergangenheit an.

Der neue GT500 ist der erste Shelby, der die strengen Richtlinien für die „Gas Guzzler“-Steuern in den USA unterschreitet und somit für seinen Besitzer zu einem günstigen Sportwagen wird. Der Verbrauch außerorts liegt bei lediglich 10,2 Litern pro 100 km, beim alten Modell war es noch ein halber Liter mehr.

Für Kunden, die mehr als einen normalen GT500 wünschen, gibt es optional das SVT Performance Package. Der Mustang wird dann mit speziell entwickelten Goodyear-Reifen, die über eine Rennstrecken-orientierte Gummimischung verfügen, ausgeliefert. Dazu kommen leichtere Felgen, spezielle Dekorstreifen, eine längere Hinterachsübersetzung und härtere Federn.

Der Shelby GT500 ist weiterhin sowohl als Coupé als auch als Cabrio erhältlich, jedoch nur auf dem US-amerikanischen Markt. Das Cabrio wurde gegenüber dem Vorgänger deutlich verwindungssteifer und macht somit im sportlichen Einsatz mehr Spaß. Laut Ford fährt sich die offene Version exakt so, wie es das Coupé tut.

Wer nun Lust verspürt, einen Shelby Mustang GT500 in Deutschland zu fahren, sollte mit einem freien Importeur Kontakt aufnehmen. Die Preise inklusive Überführung, Umrüstung und TÜV-Abnahme dürften bei maximal 50.000,- Euro liegen, bei passendem Euro-Dollar-Kurs eher weniger.

Quelle: Ford

Autor: Matthias Kierse

8. Februar 2010|Categories: Magazin|Tags: , , |

One Comment

  1. Hessenspotter 9. Februar 2010 at 22:02

    Hr. Geiger wird das noch zu wenig sein, da muss mehr rein 😀 Ne, echt, also ist ein Primaauto, für die Gerade, wer Kruven fahren will sollte sich für das Geld lieber net Corvette holen