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vespasian

Ferrari 400GT: schrauben und verschönern

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me308
Geschrieben

Klasse !

freue mich auf viele weitere Einträge ... und natürlich darauf, das Fahrzeug bei einem Treffen mal in natura zu sehen :-))!

vespasian
Geschrieben (bearbeitet)

Freue mich auch, me308 - und Dein tiefgehendes Knowhow ist ja bereits Legende! :-))!

Eine kleine Themenliste, die ich im Blog nach und nach abzuarbeiten habe, schnell lose heruntergeschrieben - und das schon Stand heute, ohne eine einzige Ausfahrt gemacht zu haben :-(((°:

  • Augenöffner für Laien - Motorenkunde-Kurs an der Oldtimer-Akademie Schweinfurt
  • Augenöffner für Oldtimer-Greenhorns - das sollte man geprüft haben...
  • Kleine Reifenkunde - von Altersflecken und Traglasten
  • Auf der Bordwerkzeugsuche: da ist Gold billiger...
  • Was man außer Zündkerzen noch so braucht, um Zündkerzen zu wechseln...
  • Relais kaputt? Kein Problem, wenn's ein Bosch ist. Oder?
  • Dem Motor ins Herz geschaut.
  • Motoröl? Einfach rein mit 'ner Billigplörre! Oder doch nicht? Und Ölfilter? Nimm den Billigsten! Mhm...
  • Komprimiert das schon? Kompressionstest für Anfänger.
  • Von Stahlflex-Bremsleitungen und den H-Gutachten-Hohepriestern des TÜV
  • Hier riecht es aber nach Benzin: Sanierung von Kinderkrankheiten an einem 33jährigen.
  • ...und vieles weitere...

bearbeitet von vespasian
3NZ0_660
Geschrieben

War die Frage.

Meine klare Antwort: NEIN!

Danke, Alex :-))!

Gast Peter_Pan_
Geschrieben

Den Schrauber-Kurs zur Motorentechnik an der FAS kannst Du dir schenken.

Der Kurs ist immer überlaufen, der Thomas Geis hat praktisch keine Zeit für seine Kursteilnehmer.

Ich habe in den Kursen noch nicht einmal das Anzugsdrehmoment der Zylko-Schrauben am Ford V-4 benannt bekommen.

In 2 Tagen des expliziten Nachfragens hatte der Mann NULL Zeit, mal nachzuschauen.

Und ich war nur ein Fall von vielen.

Da bekam man einen Chevy small block nicht zum Laufen, weil der Lehrgangsleiter auch dazu keine Zeit hatte.

Die Theorie kannst Du in Fachbüchern ebenfalls besser in Fachbüchern nachlesen als im FAS-Skript.

Such dir eine kleine Werkstatt, und bitte den Inhaber, nebenbei kostenlos mitarbeiten zu dürfen.

Du hast definitiv mehr davon.

Grüße

Wolfgang

vespasian
Geschrieben
Den Schrauber-Kurs zur Motorentechnik an der FAS kannst Du dir schenken.

Der Kurs ist immer überlaufen, der Thomas Geis hat praktisch keine Zeit für seine Kursteilnehmer.

Den Kurs habe ich bereits - aber davon mehr im Blog - Anfang Januar 2012 absolviert.

Aber mit völlig gegenteiligen Erfahrungen:

Thomas Geis war exzellent vorbereitet, äußerst engagiert, die gesamte Praxiszeit (jeweils nachmittags) immer von einem 2er Team zum anderen unterwegs und hat mir alle Fragen - auch nach Kursende per Email - kompetent und immer geduldig beantwortet --- was sicherlich in Anbetracht meiner wirklich teils erbarmungslos dämlich-naiven Fragen eine Herausforderung war. Der Kurs war mit 12 Mann perfekt in der Größe für einen Kursleiter.

Schade, daß Du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Für mich sind die Kurse "Vergaser", "KfZ-Elektrik" und "Fahrwerk" bereits reserviert und ich freue mich darauf.

Pach
Geschrieben

Hallo Vespasian,

möglicherweise hast Du diese Frage bereits irgendwo beantwortet. Trotzdem: Wieso um Himmelswillen ein Automat?

Gruss

(im Übrigen: wunderschönes Fahrzeug!!)

PoxiPower
Geschrieben

Ich aktualisiere mal schnell für Alex die Liste:

Augenöffner für Laien - Motorenkunde-Kurs an der Oldtimer-Akademie Schweinfurt

Augenöffner für Oldtimer-Greenhorns - das sollte man geprüft haben...

Kleine Reifenkunde - von Altersflecken und Traglasten

Auf der Bordwerkzeugsuche: da ist Gold billiger...

Was man außer Zündkerzen noch so braucht, um Zündkerzen zu wechseln...

Relais kaputt? Kein Problem, wenn's ein Bosch ist. Oder?

Dem Motor ins Herz geschaut.

Motoröl? Einfach rein mit 'ner Billigplörre! Oder doch nicht? Und Ölfilter? Nimm den Billigsten! Mhm...

Komprimiert das schon? Kompressionstest für Anfänger.

Von Stahlflex-Bremsleitungen und den H-Gutachten-Hohepriestern des TÜV

Hier riecht es aber nach Benzin: Sanierung von Kinderkrankheiten an einem 33jährigen.

Das hätte eigentlich drin sein sollen: Umbau auf Schaltgetriebe

...und vieles weitere...

O:-)

Markus Berzborn
Geschrieben
Wieso um Himmelswillen ein Automat?

Du musst aber auch erst mal einen guten handgeschalteten 400 GT finden.

Die weitaus meisten dieser Autos hatten nun mal Automatik (über 70%).

Gruß,

Markus

hugoservatius
Geschrieben

Alex, das ist eine sehr gute Idee, ich bin sehr gespannt auf Deine weiteren Erfahrungen und werde aufmerksam mitlesen, man weiß ja nie, wofür es gut sein kann... :wink:

Und daß es ein Automatic-400er ist, finde ich nicht schlecht, da es sich ja weniger um einen Sportwagen als um einen Grand Tourismo handelt, dürfte die Automatic nicht wirklich stören.

Insofern würde ich als Originalitätsfetischist auf keinen Fall einen Umbau auf Handschaltung vornehmen.

Neugierige Grüße, Hugo.

gecko911
Geschrieben

Finde ich eine sehr gute Idee, Alex.

Endlich mal wieder ein sinnvoller und informativer Fred.....:-))!

vespasian
Geschrieben
Pach schrieb:
Wieso um Himmelswillen ein Automat?

Viele Gründe!

 

Ich habe die Frage zum Anlaß genommen, hierzu einen weiteren Blogeintrag zu schreiben:

Pach
Geschrieben

Hallo,

das war wohl ein Missverständnis. Ich bin keineswegs der Meinung, dass ein Automatik- Ferrari kein Ferrari ist und allfällige Unterschiede bei den Fahrleistungen wären mir bei diesem Auto völlig Wurst. Ich mag ganz einfach die Handschaltung!

Gruss

vespasian
Geschrieben
Hallo,

das war wohl ein Missverständnis. Ich bin keineswegs der Meinung, dass ein Automatik- Ferrari kein Ferrari ist und allfällige Unterschiede bei den Fahrleistungen wären mir bei diesem Auto völlig Wurst. Ich mag ganz einfach die Handschaltung!

Gruss

Nein, nein - kein Mißverständnis, sondern meine "künstlerische Freiheit". :wink:

Ich mag Handschaltungen auch und natürlich wäre mir bei einem Mittelmotor-V8 eine Automatik (wenn es sie denn gäbe!) völlig undenkbar, ebenso bei einem 911er o.ä.

Hallo Alex, ein schönes Wägelchen hast Du dir da gegönnt. Wo ist denn das Ziel deiner Schrauberei? Eine Step-by-Step Restaurierung oder den Wagen am Laufen zu halten und die "Macken" auszutreiben?

Sven, ehrlich?

Keine Ahnung - das läuft nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Es macht einfach Spaß!

Meine Zielvorstellung für den Motor kann ich Dir sagen: blitzend & funkelnd. Mit rot lackierten Zylinderköpfen und weiß abgesetzten Ferrari-Schriftzügen auf beiden Köpfen.

Für mich eine göttliche Vorstellung: dieses schlichte, unaufgeregte, dezente Pininfarina-Styling in gedecktem "nero". Kein Hingucker, eher im Gegenteil. So soll es sein!

Und dann - die Motorhaube geöffnet. Und da ... das Herz des Ganzen ... ganz das Gegenteil von vornehmer Zurückhaltung. :):-))!

Felix
Geschrieben
[...]

Keine Ahnung - das läuft nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Es macht einfach Spaß! [..]

Danke das du vorhast, uns an deinem Unterfangen teilhaben zu lassen. An interessierten Lesern wird es bestimmt nicht mangeln.

Grüße,

Felix

vector_w8
Geschrieben

Hallo Vespasian,

ich halte mich eher zurück, aber hier mache ich mal eine Ausnahme, GLÜCKWUNSCH zu diesem, doch meist eher unterschätzen Ferrari. Traumhafte Farbkombi die du da hast, passt perfekt zu dem eleganten GT.

Werde deinen Blog jedenfalls gespannt verfolgen. :-))!

Gruß

Daniel

Gast Tiescher
Geschrieben

Moin Alex,

einen sehr interessanten Blog hast Du da angefangen.

Allerdings habe ich eine bescheidende Bitte: Kannst Du mit dem nächsten Eintrag so ca. 2 Jahre warten? Ich möchte nicht, dass, angeregt durch Deine Schreiberei, mir jemand ein gutes Exemplar wegschnappt, bevor ich selber die Zeit habe, mein eigenes 400er Projekt zu starten.

Danke,

Björn

michi0536
Geschrieben

Welch wunderbarer Wagen! Ich freue mich auf die weitere Story. Ich rate zu Kleidungsstil und Autoreisen a la Simon Kidston in "Continental express" (www.kidston.com) .

neidische Grüsse

michi

vespasian
Geschrieben

Daniel, Felix & Michi - herzlichen Dank für Eure freundlichen Kommentare!

Michi - mit dem Stil-Tipp rennst Du bei mir offene Türen ein. Das Outfit muß zum Wagen passen. Und wenn der Wagen mit seinem exquisiten Stil nicht mehr in die Zeit paßt, dann eben das Outfit auch nicht. 8):-))! Ich sage nur: Goodwood 2012 :)

Deine Erlaubnis vorausgesetzt, Michi, nenne ich hier den direkten Link zu dem von Dir erwähnten wunderbaren Video:

http://www.kidston.com/kidston-news-item/128/Midnight-Express:-The-Continental-Dash,-Part-II

...300SL, bugatti Atalante, Blacktie, Edith Piaf - das sind Ingredienzien wahrer automobiler Träume!

Björn, bleib gaaaanz ruhig - auch in 2 Jahren weiß ich eine Quelle ganz in unserer Nähe, aus der immer wieder gute 365GT4 / 400 / 412 tröpfeln. :wink:

mdw95
Geschrieben

Na aber Hallo Alex,

da hast du dir aber mal ein spotliches Projekt ausgesucht....:wink:

Respekt, ich hoffe man sieht sich irgendwann nochmal mit dem "Meisterstück"...:-))!

Viel erfolg bei deinem "Schrauben"...

Gruß

Daniel

S.Schnuse
Geschrieben

Ohjee, mein Teroson hat nur Platz 15 belegt. Danke für den Blogeintrag. Ein paar Fotos wären noch interessant.

sebastian089
Geschrieben
:-))! Super Thread und tolle Blogposts über meinen absoluten Lieblingsferrari! (der <500k Euro - Klasse :))
lushpanther
Geschrieben

Schöner Blog!

Tipp für die Zukunft: Fluidfilm und Mike Sanders kann man sogar mischen - z.B. 1/3 : 2/3. Das verbessert die Lösung sogar in der Verarbeitung: erst mischen, dann aufkochen, dann durchrühren. Und schon hat man die Probleme der kurzen Verarbeitungszeit bei MS nicht mehr.

FF besteht aus Lanolin (Schafwollfett!), MS aus Vaseline und Bienenwachsen - die Mischung ist kein Problem. Vorsicht bei FF: bestimmte Gummisorten werden davon angegriffen (quellen auf!), also bei der Verarbeitung schön zielgerichtet arbeiten und ggf. Gummis abkleben.

vespasian
Geschrieben (bearbeitet)
Ohjee, mein Teroson hat nur Platz 15 belegt. Danke für den Blogeintrag. Ein paar Fotos wären noch interessant.

Welche Fotos meinst Du konkret - sofern ich kann, liefere ich gerne nach!

Jedoch gibt es die Endoskop-Bilder noch nicht und von der Roststellen-Reparatur habe ich leider keine "Vorher-Fotos" gemacht - das passiert mir nicht mehr so schnell. Jetzt ist davon natürlich nichts mehr zu sehen.

Hier noch die aktuelle Rangliste des "Langzeit-Hohlraumschutz-Tests", der Download-Link für das komplette PDF ist im Blog zu finden.

1. TimeMax ("Komplettdienstleistung") = "Oldtimer Markt Testsieger"

2. Mike Sanders Korrosionsschutzfett = "Preis-/Leistungs-Sieger"

3. UBF 2000 ("Komplettdienstleistung")

4. Siegafett ("Komplettdienstleistung")

5. Fluidfilm Liquid A / Liquid AR = "Tipp für Selbstermacher"

6. Dinitrol / Dinol ("Komplettdienstleistung") = "Bestes Wachsprodukt"

7. Würth Hohlraumwachs

8. Hammerite Waxoyl

9. Holts Hohlraumversiegelung

10. Berner Hohlraumkonservierung

11. Prosol Hohlraumkonservierer

12. Technolit Hohlraumwachs

13. Akemi Hohlraumversiegelung

14. 3M 08919 (das heißt wirklich so)

15. Teroson Terotex HV400

16. Makra HK400

17. Owatrol Öl und CIP

18. Liqui Moly Hohlraumversiegelung

19. Histori Classic Seilfett-Fluid

20. Oxyblock Sicherheits-Roststopper

21. Brunox IX 100

22. Eurolub Hohlraumversiegelung

23. Autospezialschutz 2000 ("Komplettdienstleistung")

24. Elaskon K60ML

25. Carsystem KS-200

26. Presto Hohlraumversiegelung

27. Ballistol USTA Werkstattöl

Der Test wird noch bis Herbst 2013 weitergeführt, jährlich werden Zwischenergebnisse veröffentlicht. Quelle: Oldtimer Markt.

bearbeitet von vespasian

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      <<<Mein vom Leben arg gebeutelter Vater meinte immer zu mir „Michael, Porsche fahren nur Fabrikanten“…aber er hat mir auch, als ich klein war gesagt, der Osterhase war da und das der Storch die Kinder bringt…. <<<
       
      "Ich weiss genau was Sie denken, und Sie haben Recht!" - wer hat nicht durch die Serie Magnum Ferrari kennengelernt?
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      Einer meiner Berufswünsche war Fotograf da ich es als sehr kreativ ansah, Dinge aus der mir angenehmsten optischen Perspektive zu betrachten. Ich war 17 und hatte die Wahl, entweder eine teure Kamera oder den Führerschein zu bezahlen. Ich entschied mich für die Fotokamera, es wurde eine gebrauchte Canon AE1 Programm, 1984 durchaus begehrenswert. Jahre später hatte ich dann meine Traumkamera, eine Canon A 1, ein wirklich tolles Teil.
       
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      Meine Fahrstunden absolvierte ich dagegen auf einem roten VW Golf 2 mit 75 PS und Kamei Spoilersatz. Mein Fahrlehrer, mit dem ich gut auskam, wusste von meiner Fotoleidenschaft und erzählte mir, dass der Besitzer des Kastells im Nachbarort einen Ferrari hätte. Nun war ich angefixt, es war 1985 schon etwas sehr exclusives, so ein Fahrzeug zu besitzen. Im öffentlichen Strassenverkehr, zudem in einem derart kleinen Ort wie dem unseren, gab es so etwas nie zu sehen. Das änderte sich bei uns erst ein wenig Anfang der 90er.
       
      Aber zurück zu 1985: Eines Tages fuhr ich abends mit meinem klapprigen Fahrrad zu eben diesem Kastell und wartete, wer rein und rausfuhr. Tatsächlich kam der Besitzer, oder vielmehr derjenige, den ich dafür hielt, mit seiner Frau ebenfalls ins Kastell geradelt. Ich fragte ihn schüchtern, ob es stimme mit dem Ferrari, und ob ich den mal fotografieren dürfte, er bekäm dann natürlich auch Bilder oder Poster von mir umsonst.
       
      Er sagte zu meiner Freude zu und meinte ich solle am Samstag morgen vorbeischauen. Ich fieberte dem Tag entgegen. Ich hatte noch nie einen live gesehen. Es kam also der spezielle Samstag im April 1985 wo ich auf dem Hof des Kastells stand und er eine Scheune aufmachte. War ich aufgeregt ! Da stand ein silberner 308 GTB Quattrovalvole. Vier Auspuffrohre, tief, breit, flach.
       
      Beim Starten des Motors fand ich das Geräusch viel spannender als bei den heiseren 911ern, die ich ja schon kannte. Er fuhr das Auto auf den Hof und ich hab geknipst und mich gefreut als ich den Schalter für die ausfahrbaren Scheinwerfer gefunden hab, weil ich das (bis heute) so cool fand. Dass er so viel tiefer und flacher war als die Porsche fand ich auch Wahnsinn. Wie zum Henker passt man da rein?
       
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      Ich fand ich es viel aufregender in so einer Sardinenschale unterwegs zu sein als im 911 . Allerdings war ich damals der felsenfesten Überzeugung, dass so etwas eben nur Superreichen oder Filmstars vorbehalten war. Damit war das Thema Ferrari für die nächsten 10 Jahre wieder passe….
      Kurze Zeit später habe ich den Führerschein gemacht und daraufhin durfte ich bei einem Bekannten in einem 911 Targa mitfahren. Dieses war auch gut (ich werde es nie vergessen, es roch immer nach Vanille im Auto, da er Pfeifenraucher war) und es hatte mich überzeugt, dass ein offenes Auto die bessere Wahl war, egal ob als Wunsch oder in der Wirklichkeit. Also hatte ich mir 911 Carrera Targa als Fernziel ausgesucht, auch weil es für einen deutschen Schüler mit 50 Mark Taschengeld schon ohnehin hirnrissig war, bei einem arbeitslosen Vater und gerade vollzogener Trennung der Eltern an so etwas wie einen Ferrari zu denken…. !
       
      Es kam der Schulabschluss, dann die Bundeswehr und sofort darauf war ich Azubi. Ich verdiente mein erstes Geld, es war so ca. 480 Mark im Monat.
      Im zweiten Ausbildungsjahr gründete ich bereits eine GbR und das ersparte Geld wurde in das kleine Geschäft gesteckt. Fahrrad fahren war angesagt, das gesparte Geld war wieder investiert, ein Auto im allgemeinen und ein Sportwagen im besonderen war in weite Ferne gerückt.
       
      Zu der Zeit war mein erstes Auto vom Vater, das ich am Wochenende ausführen durfte. Ein silberner Kadett D 1,2 S mit 60 PS, der mich zuverlässig von A nach B brachte. Von 18 bis 25 Jahre hatte ich kein eigenes Auto, steckte alles Geld lieber aufs Sparbuch.
       
      Ich knüpfte also viel Kontakt zu Porschefahrern und habe viele Bilder gemacht. Das war damals ein nich ganz billiges Vergnügen, jeder Abzug kostete Geld……
       
      Eine Abends war ich mit meiner Freundin unterwegs und an einer Disco stand ein Porsche Turbo mit Doppelflügel (dp 935, 345 er Reifen). Dem habe ich einen Zettel unter die Windschutzscheibe geklemmt mit der Aufschrfit „Porsche Fan grüßt Porsche Fahrer“ und meine Telefonnummer. Abends klingelte tatsächlich unser Telefon und so habe ich einen freien Autohändler kennengelernt welcher privat Porsche Turbo fuhr. Für ihn habe ich jeden Samstag kostenlos die Autos gewaschen damit ich irgendwann eine Probefahrt mitmachen konnte. Diese kam dann auch, nach endlosen Monaten war das Auto technisch strassenfertig, rollout finally, Platz nehmen in Recaros, einer Pioneer Stereoanlage, der letzte Schrei der 80er (wie bei den B&B Autos), Samstags mittags, auf einer einsamen Landstrasse, ich sass auf dem Beifahrersutz, dann: anfahren im ersten Gang bis 80 – das war eine Ansage….was ein krasser Unterschied zum braven 60 PS Kadett ……es war klar so ein Ding, doch, ja, klar, einmal im Leben, möchte ich sowas haben, dann würd ich lieber auf etwas anderes dafür verzichten. Das ist bis heute die Lebensmaxime.
       
      1992:
      Ich wurde 25 und verdiente; kaufte mir mein erstes eigenes Auto, einen VW Scirocco 16V in anthrazit. Toller Motor, tolle Sitze, tolle Optik.
      Von dem Auto bin ich heute noch begeistert. Geringer Verbrauch und viel Fahrspass. Lange Fahrten ohne Rückenschmerzen dank Sportsitzen möglich. Damit hatte ich mein erstes „flaches“ Auto. Ein Jahr später, 1993, kam richtig gutes Geld rein, der Betrag war vorhanden für „meinen 911er“, ich wollte unbedingt endlich den 911 und habe den 16V dann leider verkauft – ich Blödmann. Zu der Zeit war ich 26 Jahre alt. Ich hab geheult als der Scirocco abgeholt wurde. Das war wohl schon eine Vorahnung.
       
      Dann kam die Suche nach einem offenen 911, es gab 1993 noch kein Internet. Ich fuhr nach Düsseldorf zu Auto Becker wo man mich von oben herab behandelte. Ich fragte ob neben Ferrari auch Porsche 911 da wäre und die lapidare Antwort war „da oben steht einer“. Das war die erste und einzige Begegnung mit dem Händler…
       
      Ich betrachtete natürlich auch die Ferrari welche ebenerdig in einem Showroom rechts von einer Einfahrt standen. Wenn ich mich recht erinnere, 308 oder 328, Testarossa, F40. Autos, die ich nur von Postern oder Zeitschriften kannte.
       
      Aber da ja alle Bekannten Porsche fuhren und ich nicht das Geld für den Unterhalt hatte (jedesmal nach Düsseldorf tausende DM in dem versnobten Laden lassenm dachte ich, nee kein Bock) schied Ferrari aus, der 308 war zu klein, ich wollte ein Cabrio und der Mondial war nicht unbedingt mein Ding, auch damals eine andere Preisklasse. Den Mondial kannte ich aus dem Madonna Video „Material Girl“. Heute finde ich den Mondi viel viel besser als damals….
       
      Ich wollte einen 911 Turbo 3,3, für mich der Inbegriff von Porsche, angefixt durch die Probefahrt. Der Turbofahrer hat mir mehrmals strikt abgeraten, „nein nein Michael“, sagte er, „mit dem Auto fährst Du dich tot (!), wenn Du noch nie einen Heckmotorwagen hattest, keinen Turbo.“ Ich aber wollte unbedingt den schwarzen Turbo von Sigi, einem Mechaniker. Sigi habe ich dann angerufen. „Verkaufst Du Deinen Turbo? Aber auch er hat nein gesagt, nee verkauf ich nicht. Nun denn. Außerdem wollte ich ja auch lieber offen, also ein Carrera Targa stand auf dem Wunschzettel.
       
      Nach 2 Monaten Suche bei PZ und Zeitungsannoncen (wie gesagt, es gab 1993 kein Internet) fand ich einen 911 durch eine Anzeige in der Rheinischen Post. Er stand in Mülheim a.d.Ruhr. Hingefahren, mit 50000 DM in bar versteckt am Körper und den Kadett natürlich zwei Strassen weiter geparkt – es war mir zu peinlich :-). Nach einer Probefahrt habe ich das Auto gekauft. Dach runter, Julisonne, auf die Autobahn, schmunzeln, stolz sein. Ich hab Porsche, ich hab fertig, am Ziel der Wünsche, dachte ich. Fast zuhause angekommen, in den spiegelnden Scheiben des Möbelhauses nebenan sah ich mich im Porsche sitzen. In meinem Porsche, mit 26 Jahren. Ziel erreicht !
       
      Auf der Fahrt nach Hause herrschte eine Mischung aus Stolz und Desillusion: Endlich ein offenes Auto aber der Unterschied zum Scirocco 16V war nicht so viel wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür waren meine Eltern ziemlich stolz. Mein Vater sagte zu meiner Mutter (als er das Auto hörte):“ Da kommt der Porsche!“ und war stolz wie Oskar. Ich fragte ihn "Weisst Du noch wie Du damals sagtest, Porsche sei nur was für Fabrikanten?"
       
      Schnell ein Radio eingebaut, denn ich hatte abends noch ein Date mit einer Dame, bin dann mit dem 911 hingefahren, Reaktion von ihr war “ist das Ding so etwas besonderes?“ Na gut, sagte ich, hole ich mein anderes Auto. Wir dann zu mir, Autos getauscht, mit dem Kadett dann zur Düsseldorfer Kirmes, die Dame war dann recht enttäuscht, wie ich sie so beim Wort nehmen konnte. Ich habe Sie nie wiedergesehen. Man kann durch einfache Dinge auch Menschen kennenlernen.
       
      In einem 12000 Seelen „Kaff“ wie dem unseren mit 26 einen 911 fahren, ergab Neid von einigen Menschen die dachten, ich sei abgehoben oder würde irre verdienen. War mir aber reacht egal.
       
      Das ich, seitdem ich 18 war, 7 Jahre nur ein Fahrrad hatte, nie in Urlaub fuhr, nicht rauchte, nicht trinkte und sparsam lebte, interessierte niemanden außer ein paar Freunde, welche sich mit mir freuten. Ich war zunächst zufrieden, aber der Porsche Motor (217 PS) war nicht so drehfreudig, was also tun?
       
      Zwei Wochen später war ich bei der Firma RUF Automobile in Süddeutschland um etwas mehr Dampf zu haben. Es wurde für 2000 DM etwas lauter und etwas besser von der Gasannahme, aber immer noch nicht gut. Es beschlich mich das Gefühl „never meet your heroes“. Wie mich ein Vector enttäuscht hätte, ich will es lieber nicht wissen.
       
      Es vergingen die Jahre…Porsche fahren hat auch Nachteile, z. B. einer Freundin hatte ich 4000 DM geliehen, nachdem wir Schluss gemacht hatten meinte Sie „warum soll ich das zurückzahlen, Du fährst doch einen Porsche..“…es waren viele interessante Erlebnisse die man rund um ein Auto haben kann, da man immer in eine Schublade gesteckt wird. Nach und nach verschwand der Porsche in der Garage, ich fuhr lieber brave VW’s.
       
      Die Jahre vergingen, wechselnde Einkünfte, und automobil immer noch nicht zufrieden. Eines Tages, so 1998/99 schliesslich hat ein Bekannter einen Ferrari Testarossa leihweise gehabt und mich nach Bitten und Betteln mitgenommen auf eine Probefahrt. Ich wollte mit, ich musste mit ! Nicht etwa wegen Miami Vice, oder so nein, ich wollte einfach wissen, „ist es das?, „wie ist so ein 12 Zylinder?“
       
      Was soll ich sagen, ja ich war begeistert, der Sound, das Leder, die Optik, heftig. Eine Gewalt, egal bei welcher Drehzahl, immer gierig am Gas, neverending atmosphere….ein Druck, ein Gebrüll. Seitdem ist ein Ferrari 12 Zylinder für mich das ultimativ begehrenswerteste das ich mir motorenmässig vorstellen kann. Ergo wäre der F50 mein Kandidat (mhm, obwohl hab ja noch 20 Jahre Zeit ).
       
      Als ich nach der Fahrt wieder in meinem 911er sass, kam ich mir vor wie ein Spiesser in einem Käfer, der zwei Zylinder mehr hat. Ich wurde immer unzufriedener und wusste, der 11er muss weg, er macht mir kein Spass und kostet nur Geld.
       
      Weitere 5-6 Jahre später, trotz Clubtreffen und wohlwollender Worte aus dem Freundes und Bekanntenkreis etc., hab ich ihn dann verkauft und war froh als er weg war. Alle Bekannten und Eltern waren enttäuscht „wieso verkaufst Du das schöne Auto?“ Ich habe es gemacht da ich wusste dass eine finanzielle Durststrecke kam und ich es nicht mehr brauchte. 2005-2006 war zum Abhaken.
       
      Aber einer der kleinen Highlights im Leben kam: Ich durfte mal in einem Vector W 8 sitzen. Das dürfte ein recht exklusives Vergnügen gewesen sein, ich kam mir vor wie der König von Saudi Arabien als ich drinsaß.
       
      2007, 2008, ging es bergauf, kämpfen, nicht aufgeben. Kurz vor knapp riß ich mich zusammen und erinnerte mich an das Motto des ehemaligen Chrysler Chef Lee Iacocca der da sagte "Ein erfolgreicher Mensch hat die Gabe sich selbst zu motivieren".
       
      2009 war wieder Spielraum da und es wurde überlegt. Die Karten wurden neu gemischt. Erst dachte in an Lotus, dann aber war wieder klar, ist zu klein, Ergonomie fehlt usw. Lieber warten und weiter sparen.
       
      Es begann im September 2009; der Gedanke, sich selber zu belohnen, stand im Vordergrund.
      Was aber kann man machen wenn man wenig Zeit hat – was macht Spass, Sinn und behält seinen Wert? Meinen Porsche 911 hatte ich zum selben Kurs verkauft wie ich ihn gekauft hatte – 11 Jahre später.. und ein Auto – mhm gar keine schlechte Idee, einen 1-Tages Urlaub das wäre was…
      Gemäß meiner finanziellen Mittel wurde die Auswahl langsam größer. Anfangs dachte ich an irgendetwas wert beständiges und gleichzeitig bezahlbares. Man landet zwangsläufig bei Porsche. Ok, ein 944 Turbo S könnte es werden. Es kam ein S2 auf den Parkplatz gefahren, welcher einem Bekannten gehörte. „Darf ich mich mal reinsetzen“? fragte ich höflich. Einmal Platz genommen, stieg ich direkt wieder aus. Kein Raumgefühl, kein Flair. Ich ging um den Wagen rum. Von vorne gut, von hinten hat er mir nie gefallen. Ich verspürte null Begeisterung für ein anerkanntes gutes Auto. Der Porsche 944 Turbo, er sprach mich einfach nicht an.
       
      Da ich elf Jahre einen 911 3,2 Carrera gehabt hatte, wollte ich den nie wieder haben. Er strahlte für mich keine Faszination oder Freude mehr aus. Laut und doch nicht souverän klingend, optisch wenig aufregend, nein, nicht mehr in diesem Leben. Aber was war mit 964? Der hat mir früher nie gefallen, schaute bei seiner Präsentation aus wie ein gedoptes 911 G Modell, in letzter Zeit allerdings gefällt er mir immer besser. Die Preise für gute Exemplare sind doppelt so hoch wie bei 944 Turbos, aber wollte ich wieder 911? Ja, der 964 RS, mein Lieblingsporsche, den hätte ich haben wollen, aber der war leider zum Spekulationsobjekt geworden. Was war mit 928S4/GT? Den fand ich reisemäßig erste Sahne, aber das Auto ist so gross – und so alt bin ich nicht. In Holland durfte ich in einem 928GTS Platz nehmen, ich fühlte mich in dem Auto sofort wohl, Raumgrösse, Ergonomie, toll. Aber - Der 928, den ich immer noch mag, fiel schließlich aus dem Raster – ich hatte beschlossen trotz Deutschem Wetter wieder ein offenes Auto zu kaufen.
       
      Das 993 Cabrio – den Gedanken verwarf ich sofort wieder. Ich finde den 993 sehr gelungen, erinnere mich noch an dessen Präsentation im PZ Willich, aber das Cabrio hat diesen komischen Buckel mit dem Verdeckkasten hinten, sah wieder zu sehr nach Beetle aus. Nein, kein 993.
      Wenn Spassauto, dann fährt man es sowieso nur bei schönem Wetter.
       
      Samstags drauf stand ich in Dinslaken bei einem sehr freundlichen Autohändler. Ein blauer Esprit Turbo V8, der einem bekannten Fussballspieler gehörte. Das war für mich sekundär – Fussball war mir egal. Ich bin Leichtathletikfan. Wenn Sport, dann selber machen.
       
      Also Lotus Esprit in Kurzform: Reingesetzt, gestaunt, ausgestiegen. Was war das denn? Ein Patchworkauto? Die Karosserie sah italienisch aus, das Interieur zusammengewürfelt, die Sitzposition für 1,84m ungeeignet, „Sitz“ trifft es nicht, „Auflage“ schon. Ich saß eher auf einer Schaumstoff-Auflage als in einem Sitz. Der rechte Arm ruht angewinkelt auf der Mittelkonsole, man ist fast bemüht zu sagen „ins Auto reingepresst“, mit Spass hatte das nichts zu tun. Es war enttäuschend.
       
      Das Wurzelholzlenkrad fand ich völlig deplaziert. Sorry Lotus, das Auto passt einem Durchschnittseuropäer nicht. Es machte auch keinen hochwertigen Eindruck auf mich.
       
      Der letzte, extrem folgenschwere Satz des Lotus-Verkäufers war
      „der ist getunt, der hängt jeden Ferrari ab“.
      Da hat es klick gemacht: Ferrari ?
       
      Das war immer meine optische Präferenz, die schönsten Autos der Welt, aber doch so teuer-oder?
       
      Ferrari? Was für ein Irrsinn! Was für Superreiche, für Filmstars, horrende Unterhaltskosten! Service für zigtausende Euros?? Das war doch Quatsch, oder? Ich bin doch sonst bescheiden, sparsam, eher introvertiert. Aber das Interesse war entbrannt, und wie. FERRARI FEERRRRAARRRRIII !!! Die bekannteste Sportwagenmarke der Welt!
       
      Also erst einmal in Foren gestöbert, Ferrari Werkstätten abgeklappert, Kontakte geknüpft, Erfahrungen von Besitzern gesammelt. Versicherungsangebote eingeholt, alle möglichen Youtube Videos, US-Webpages, Onlineshops, etc etc abgeklappert um zu umreissen was es bedeutet, kostet und wie aufwendig es ist einen Exoten zu unterhalten.
       
      Da ich in den 308 oder 328 sowieso nicht passe dachte ich an einen 355. Ferrari, ja das hat Stil, das hat Sound, das passt. Ich meldete mich im Carpassion Forum an.
      Seit Oktober 2009 war ich auf der Suche nach einem 348 oder 355.
      Was als Idee begann, war nun denkbar, sowohl finanziell als auch im sozialen Umfeld.
       
      Warum der 348 ? Nun es war ein "Zuhause sein" Gefühl als ich im 348 Platz genommen habe ich wusste, egal was wie und wann der 348 der ist so schön Oldschool wie ich (Bj 1966).
       
      Diese F40 Spiegel, diese Front, dieses Cockpit und vor allem: Die Türen.
      Bei Mobile habe ich dann den Suchbegriff Ferrari / Cabrio eingegeben.
      Da war doch der 355, der kostet ab 50k. Halt stopp was ist das denn, der 348 der sieht ja noch cooler aus und ist etwas preisgünstiger. Kann das was sein? So’n altes Auto? Boah, der hat ja die Testarossa-Türen, Hammer. Was für ein wunderschönes Auto. Den gibt es auch als Cabrio und Targa – geil. Früher hatte ich mich zwischen 308 und 911 für den Porsche entschieden, diesmal waren die Karten neu gemischt. Keine Kompromisse – ich lebe nur einmal.
       
      Bei Youtube fand ich das folgenschwere Video mit einem Test des 348 von Top Gear mit Jeremy Clarkson namens „Old Top Gear Ferrari 348“. In diesem fragt er bei 0:38 Minuten einige Passanten: „If i would give you unlimited amount of money, which car would you buy?“
       
      Die Antwort werde ich nie vergessen:
      -“FERRARI, no doubt about it”
       
      Ich war elektrisiert in dem Moment als ich das Video sah. Die Leute hatten ja Recht.
      Am besten bilde ich mir mal eine eigene Meinung über die Autos. Also frisch drauflos, wir suchen einen 348 oder 355 – wenn es geht offen.
      Fleissig mitlesen bei Carpassion, auf englischen Seiten, Testberichte und und und…..
       
      Alleine bei Carpassion ist man beim Thema 348 Technik ja abendfüllend…
      Worauf muss man achten, womit muss man leben?
       
      Die Welt des Internets ist gross...
      Viele Kontakte wurden nun geknüpft, zu Ferrari Werkstätten, Foren, Ferrarifahrern. Worauf zu achten ist, viel gelesen zb. AStrauß Lobeshymne an den 348 hier bei Carpassion.
      Ein Jahr lang dauerte die Suche, 11 Autos angeschaut. Tausende km gefahren. Eines Tages kam ich durch einen Tip zu einem 348 der in einem Forum inseriert war.
       
      Meinen Freund, auch Mechaniker, angerufen : Ich habe einen 348 in Wesel, den möchte ich mir angucken, hast am Mittwoch Abend Zeit? Er hatte. Zu zweit fühlte ich mich sicherer. Es passte beängstigend perfekt zusammen. Ich musste mich entscheiden; wenn der Wagen gut war, wovon auszugehen war, wollte ich tatsächlich einen Ferrari kaufen?
       
      Danach habe ich auf den Mittwoch gewartet. Bei Youtube war ich, wie so oft abends, 348 Videos schauen. Da fällt mir „mein“ Auto bei youtube über die Füße. Das Kennzeichen, das kenne ich doch – das glaube ich jetzt nicht ! ! Da fährt mein evtl. zukünftiges Auto durchs Bild, ich sehe den Fahrer und seine Frau auf meinem Bildschirm bevor ich das Auto zwecks Probefahrt sehe. Das gibt es doch nicht !!! Das kann jetzt nicht sein? Deja vu?
      Es stellte sich heraus das der Besitzer mitbekommen hatte, das ein ferraribegeisterter Radfahrer sein Auto filmte als er mit seiner Frau Essen fuhr. Das Video sah er dann zum ersten Mal, als wir nach der Probefahrt bei Ihm im Büro saßen...
       
      Wir fuhren hin, das Auto stand auch real wirklich gut da, zudem in einer trockenen Halle, es sprang sofort an, die anschließende Probefahrt war der Hammer. Leistung-top. Gasannahme-sehr gut. Kupplung-sehr gut. Bremse-gut bis sehr gut. Schaltung: der beste 348 den ich gefahren habe. Lenkung: super, die beste Lenkung die ich an einem 348 gesehen habe. Ich hatte ein Kribbeln in den Fingern, ich wusste, die Entscheidung die ich in 25 Jahren nie treffen musste, sie stand bevor.
       
      Mein Mechaniker durfte auch fahren; auch er meinte „wirklich gut, wenig Spielraum zum Verhandeln.“
      Der Gedanke schoss mir durchs Gehirn:
      *Michael, wenn Du den nicht nimmst, brauchst Du nie mehr nach einem 348 zu suchen*.
       
      Will ich mir wirklich einen Ferrari kaufen? Ich habe mir dann alle Unterlagen angesehen, es war so wie man es sich wünscht. Ich bat mir 24h Bedenkzeit aus. Ich schlief lediglich 3 Stunden. Ich war völlig durcheinander und aufgedreht. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
      Ich habe zig Freunde angerufen, habe gefragt, was meint ihr?
       
      Alle, auch die Frau meines Ex Chefs meinten…….:“ wenn Du Spass dran hast und Dir es leisten kannst, kauf ihn.“
      Schliesslich habe ich den Verkäufer spät abends angerufen (wörtlich zitiert!):
      „Hallo Herr B., ich hatte ja versprochen, das ich mich heute bei Ihnen melde. Ich hab‘s mir überlegt, das Auto ist völliger Schwachsinn, man kann damit nichts machen, so was braucht niemand, ……..aber ich möchte ihn trotzdem haben 🙂.“
       
      Wir haben uns dann geeinigt und ich bekam den Wagen dann gebracht, geputzt und vollgetankt.
      Das Auto wurde natürlich bar bezahlt.
      Nachdem der Ferrari am 30. September 2010 in der Garage stand, habe ich erstmal ein paar Tage gebraucht mich zu freuen, zu neu war das Gefühl, das ist jetzt deiner !! Unfassbar. Nach 3 Wochen war zunächst das gute Wetter vorbei und dieses Jahr ist nun die erste richtige Saison für mich. Nun ist er eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben, der 348. Ich hab endlich Spass mit einem Auto. Ich brauch ihn nicht mal zu fahren, kann mich an dem Design nicht sattsehen. Putzen, gucken, reinsetzen, riechen. Ich frage mich warum nicht mehr Menschen einen kaufen, er ist auf jeden Fall mein Antidepressiva :-).
       
      Wenn das noch Jahre so weiter geht, kauf ich noch einen oder zwei oder drei.
      Ich kann mir eins nicht vorstellen: Das ich nochmal eine andere Marke finde die mir optisch und akustisch so gefällt, wie Ferrari.
      Auch wenn ich 25 Jahre gebraucht hab - Ich hab (m)einen Ferrari.
       
      Ich bin zwar erst 1000km mit ihm gefahren, aber die Begeisterung ist schon da wenn ich dran denke, das ich einen hab – bescheuert aber egal.
      Am liebsten fahre ich übrigens Fahrrad. Das war schon immer so. Das habe ich beim schönen Wetter heute wieder gemacht.
      Autos gibt es viele. Schöne, schnelle, gute, teure, exclusive. Aber es gibt nur eine Marke die passt. Es gibt für mich keinen schöneren Sound und kein ästhetischeres Auto.
       
      Danke, Enzo Ferrari.
    • Ja, das mit dem Pista Piloti trifft es ganz gut... ? Das Orange wird wohl bestellbar sein, denn so haben wir ihn vor ein paar Monaten auch präsentiert bekommen.
    • Hallo zusammen
       
      Ich bin mit dem Navi im 458 eigentlich sehr zufrieden, ABER, es muss ein Update des Kartenmaterials her!!!
      Ohne den Weg über den Kauf eines 488.  
       
      Welche Infos habt Ihr dazu von euren Händlern?
      Was kann man machen? Gibt es Alternativen (Ausser den Einbau weiterer Navigationsgeräte)?
      Und ja, es darf auch etwas kosten!
       
      Bin ich der Einzige mit diesem Bedürfnis?
    • Hallo zusammen,

      Ich habe neue, originalle F40 Embleme (rechts im Bild) vererbt bekommen.
      Ich weiß nun leider nichts mit Ihnen anzufangen und würde Sie gerne verkaufen.
      Hat jemand Interesse? Oder hat jemand einen Tipp für mich, wo ich diese verkaufen könnte?
      Kenne mich leider nicht aus und bin für jeden Hinweis sehr dankbar!

      Liebe Grüße


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