Rolls-Royce Phantom Bespoke – Nichts ist unmöglich

Vor etwas über einem Jahr eröffnete Rolls-Royce die hauseigene Individualisierungsabteilung „Bespoke“, die sich mit außergewöhnlichen Kundenwünschen befassen soll. Den Beweis dafür, dass für diese Abteilung eigentlich nichts unmöglich ist, präsentiert die britische Luxusfirma nun anhand eines Rolls-Royce Phantom Bespoke, der komplett in Türkis von einem wohlhabenden Kunden aus Katar geordert wurde.

Rolls-Royce Phantom Bespoke

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Alles andere als gewohnt zurückhaltend präsentiert sich dieser Rolls-Royce Phantom Bespoke, ein Kundenfahrzeug aus Katar.

Während man bei Rolls-Royce normalerweise an gediegene, absolut luxuriöse Limousinen aus Großbritannien denkt, die vorwiegend in gedeckten Farbtönen mit perfekt darauf abgestimmten Interieurfarben kombiniert werden, gibt es weltweit durchaus Kunden, die sich ihren Ghost oder Phantom eine Spur extravaganter wünschen. Solche Wünsche werden bei RR in der vor etwas über einem Jahr gegründeten Bespoke-Abteilung bearbeitet – der Individualisierungszentrale der Briten. Hier werden Sonderwünsche wie Picknickkörbe für den Kofferraum oder besondere Stickereien im Leder ebenso behandelt, wie spezielle Lackfarbwünsche. Aber ein komplettes Auto im Farbton Türkis?

Ja, mit diesem in der Tat außergewöhnlichen Wunsch wurde Bespoke tatsächlich betraut. Und da der Kunde in diesem Fall tatsächlich König ist, wurde die Umsetzung natürlich umgehend in die Wege geleitet. Die Farbe leitet sich vom türkis-farbenen Wasser in der Bucht von Katar ab und zieht sich maßgeblich durch die Fahrzeugsammlung des königlichen Kunden. Nun also auch auf einem Rolls-Royce, dem Maßstab der britischen Zurückhaltung. „Shocking“, finden Sie? Eine der leichtesten Übungen für Rolls-Royce Bespoke.

Passend zur Lackierung erhielten auch die Leichtmetallräder in Wagenfarbe lackierte Bereiche in den Speichen und rund um die Radnabe. Einzig der Kühlergrill, die seitliche Fensterumrandung und die hintere Kennzeichenleiste widersetzten sich dem türkisen Lack und behielten ihren Chrom. Als weiteren Umfang aus dem Bespoke-Programm bestellte sich der Kunde eine von innen beleuchtete „Emily“. So heißt bekanntlich die wohl berühmteste Kühlerfigur neben dem Stern aus Stuttgart. Diese war erstmals auf der Studie 102EX auf dem Genfer Automobilsalon in der illuminierten Version zu sehen und ist nun über Bespoke für jeden Rolls-Royce erhältlich.

Im Interieur dominieren türkis-eingefärbtes Leder und weiß lackierte Dekorflächen, durch die der Marine von Katar eine Huldigung zukommt. Einzig die Oberseite des Armaturenbretts erhielt einen Bezug aus schwarzem Leder, um die Reflektionen in der Windschutzscheibe zu minimieren. Ebenso ist das Lenkrad in schwarz gehalten, um nicht bereits nach kurzer Zeit hässliche Flecken an den Griffmulden zu haben, die einem Rolls definitiv unwürdig wären. In die Kopfstützen ist das hauseigene „RR“ in weiß eingestickt, während weiße Kedern den edlen Eindruck abrunden. Über den Sitzen im Fond ist in LED-Technik ein Sternenhimmel integriert.

Auf der technischen Seite bleibt alles beim bekannten V12. Die 6,75 Liter Hubraum reichen für eine Gesamtleistung von 338 kW/460 PS dicke aus. Oder wie Rolls-Royce auf Anfragen zur Leistung in früheren Zeiten immer passend entgegnete: „Genügend!“. Zum Preis für diesen speziellen Kundenwunsch hüllte man sich selbstverständlich ebenfalls in britische Zurückhaltung.

Quelle: Rolls-Royce

Autor: Matthias Kierse

8. Oktober 2011|Categories: Magazin|Tags: , |

2 Comments

  1. BruNei_carFRe@K 8. Oktober 2011 at 19:58

    Ich gehe mal stark davon aus, dass der Wagen für den Al Thani Clan ist. Sieht klasse aus O:-)

  2. JeffG 10. Oktober 2011 at 14:09

    Nicht böse sein, aber türkis ist so ziemlich die häßlichste Farbe, die ich mir für ein Auto vorstellen kann. Außen wie innen. Da ist ja der pinke Bentley von Paris Hilton ein Traum dagegen. Wahnsinn. Das kann nicht nur subjektiv mein Geschmacksempfinden sein. Wie kann man sich nur so ein Auto kaufen???