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madhenne

Ist Porsche mit italienischer Erstzulassung ein Problem?

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madhenne
Erster Beitrag:
Letzter Beitrag:

Hallo Zusammen,

 

nach langer Überlegung und erfolgreicher Suche habe ich mir einen AMG GTs zugelegt, sehr schönes Auto, aber darum geht es nicht.

Da Platz in der Garage benötigt wird, steht jetzt also ein Porsch 991 4S Cabrio Erstzulassung 07/2014 mit italienischer Erstzulassung zum Verkauf und da fängt mein Problem an.

 

Den Porsche habe ich vor 3 Jahren gekauft, recht wenig bewegt, daher nur 12.000 km runter und perfekt gepflegt.

 

Nach 5 Wochen Inserat und einigen Anfragen steht der Wagen immer noch.

 

Die mesiten Interessenten verstummen, wenn Sie hören, das der Porsche vorher in Italien zugelassen war, aber von einem deutschen Händler an mich verkauft wurde.

 

Ist die italienische Abstammung eine solche Kaufbremse?

 

Der Porsche ist schon recht günstig mit 99.900 € eingestellt.

 

Ist der Deutsche Käufer so auf die Historie des Fahrzeugs so gepolt?

 

Da ich den Wagen nicht zu einem DumpingPreis verkaufen wollte, fehlen mir mittlerweile stichhaltige Argumente, die italienische Herkunft schön zu reden, bzw. finde ich nichts Schlimmes daran.

 

Liege ich falsch mit meiner Einschätzung oder bin ich zu ungedulig im Verkauf ?

 

Einige Interessenten sagten mir, der Preis sei für ein italienisches Fahrzeug viel zu hoch und sie würden den Wagen deswegen nicht kaufen

 

Gibt es dagegen Argumente oder ist es wirklich so.

 

Der Porsche wird von mir als Privatperson verkauft.

 

Über Hilfe wäre ich dankbar.

 

Ansonsten wünsche ich ein schönes Wochenende.

 

Gruß

 

madhenne

 

 

 

 

 

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Erprobungsträger
Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe keinerlei signifikante Erfahrung mit dem Verkauf von Autos, ich kann dir nur von meiner Erfahrung als Käufer berichten.

 

Wenn ich einen Porsche von Privat kaufen würde, dann müsste es gegenüber einem Kauf im Porschezentrum deutlich günstiger sein. Wieso sollte ich denn auch sonst auf die Gewährleistung, eine eventuelle Garantie und einen "Ansprechpartner in der Not" verzichten, wenn nicht um ein Schnäppchen zu schlagen.

 

Jetzt habe ich mal ein wenig bei Mobile geschaut und zum Beispiel den hier gefunden:

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=264635657&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=20100&makeModelVariant1.modelDescription=4S&makeModelVariant1.modelId=21&maxMileage=20000&pageNumber=1&scopeId=C&sfmr=false&fnai=prev&searchId=e2607a51-2178-5298-ba35-b481cc274c7c

 

Er ist nur knapp 4000 EUR teurer als deiner, hat aber auch nur 5999 km runter ... und das ganze direkt aus dem Porschezentrum.

Ich glaube dir, dass dein Auto TOP ist, mich persönlich würde der Preis aber auch nicht heiss machen!

 

Ausserdem: Bei euch ist doch gerade Winter ... vielleicht regt sich was naechste Saison 🙂

bearbeitet von Erprobungsträger
Kai360
Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb madhenne:

Porsch 991 4S Cabrio

Nach 5 Wochen Inserat und einigen Anfragen steht der Wagen immer noch.

1. Falsche Jahreszeit! Die Leute haben doch ganz anderes im Kopf, Weihnachten vor der Tür, Spekulatius in den Regalen!

vor 1 Stunde schrieb madhenne:

oder bin ich zu ungedulig im Verkauf ?

2. Ja, ganz klares ja, 5 Wochen ist doch gar nichts, ich hab schon über ein Jahr gebraucht bei einem Fahrzeug, aber am Ende brauchst du genau einen Käufer dem deine Schlurre zusagt, der genau das gesucht hat.

Gilt bei Allem, nicht nur Autos!

 

Generell kann ich aber nichts dazu sagen ob ein 991 4S Cabrio zu den begehrten Fahrzeugne gehört, oder eher den Ladenhütern. Sprich doch einmal @Luimex an, der kann Dir sicher mehr dazu sagen.

 

 

bearbeitet von Kai360
hohenb
Geschrieben

Farbe? Approved? Steuer? Sitzheizung ?

aprilliahubert
Geschrieben

noch wichtiger pdk ????

madhenne
Geschrieben

Naja der Wagen hat pdk, sport chrono, Sitzheizung, Sitzbelüftung,, Leder schwarz , eigentlich ne Vollausstattung bei schwarz als Aussenfarbe...

TÜV ist neu, Fehlerspeicher zeigt auch nichts an.

Aproved hat er nicht...ein wichtiges Kaufkriterium vielleicht.

 

Vom Preis fühlten sich ja bis dato auch einige Käufer angesprochen, beim Thema Italien Zulassung wurde es dann stiller....

 

Okay die Jahreszeit ist es auch nicht gerade für Cabrios.

hohenb
Geschrieben

Aproved hat er nicht...ein wichtiges Kaufkriterium

 

das sicher !

aprilliahubert
Geschrieben

 

Aproved kannst ja rein schreiben dass du sie noch machst..... würde nie ein auto ohne kaufen...mit überdrehern us bekommt er die nicht.....

Thorsten0815
Geschrieben

Doch, bei Überdrehern wird allerdings etwas mehr Aufwand nötig um zu prüfen, ob alles i.O. ist, oder nicht. Eventuell kommt es auch drauf an wie hoch überdreht wurde.

 

Ich hatte schon mal eine Aproved machen lassen um ein Auto zu verkaufen und es wurden Überdreher festgestellt, aufwendig geprüft und zu guter Letzt Aproved erteilt. Das war ca. 2015. 

 

Mit Aproved verkauft sich deutlich besser!

Ultimatum
Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb madhenne:

Aproved hat er nicht...ein wichtiges Kaufkriterium vielleicht.

ich würde das machen lassen und dann wieder anbieten.

besser wäre gewesen, den porsche bei mercedes gegen den amg in zahlung zu geben. auto getauscht, sorgen los.

355GTS
Geschrieben (bearbeitet)

gemäß Inserat ist die Mehrwertsteuer nicht ausweisbar,

schränkt den Käuferkreis für so ein Modell  auch ein.

 

bearbeitet von 355GTS
Ultimatum
Geschrieben
vor 39 Minuten schrieb 355GTS:

gemäß Inserat ist die Mehrwertsteuer nicht ausweisbar,

schränkt den Käuferkreis für so ein Modell  auch ein.

das glaube ich nicht. ein 4s cabrio ist nicht der klassische geschäftswagen, eher was für die zahnarzt- oder architektengattin und da ist die MwSt wiederrum egal.

hohenb
Geschrieben

Grade der Porsche kommt in die Firma 

der Mclaren kommt da eher schlecht 

Ultimatum
Geschrieben
vor 54 Minuten schrieb hohenb:

Grade der Porsche kommt in die Firma 

der Mclaren kommt da eher schlecht 

Ansichtssache bzw. Auslegungssache gegenüber dem Finanzamt und je nach Branche unterschiedlich. "Bei uns" ist ein Cabrio mit eher privater Auslegung ("am Wochenende offen fahren") erklärungsbedürftiger als ein geschlossener Sportwagen. Da gibt es aber soviel Parameter, die das beeinflussen, das würde jetzt dieses Thema hier zu sehr in´s ot befördern.

madhenne
Geschrieben

Erstmal besten Dank für die Antworten und Ratschläge.

 

Approved wird nachgeholt!

 

Bleibt die Frage nach der italienischen Erstzulassung, ist dies eher negativ und mindert den Preis extrem oder ist es nicht so relevant?

hohenb
Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb madhenne:

Erstmal besten Dank für die Antworten und Ratschläge.

 

Approved wird nachgeholt!

 

Bleibt die Frage nach der italienischen Erstzulassung, ist dies eher negativ und mindert den Preis extrem oder ist es nicht so relevant?

Mir zb ist das egal, aber in Deutschland ist das teilweise ein mühsames Thema. 

Hast du eine History von Italien oder war er dort eh auf dich bzw. für dich zugelassen ? 

michi0536
Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb madhenne:

Erstmal besten Dank für die Antworten und Ratschläge.

 

Approved wird nachgeholt!

 

Bleibt die Frage nach der italienischen Erstzulassung, ist dies eher negativ und mindert den Preis extrem oder ist es nicht so relevant?

Bei Deinem Auto mindert es ( leider) den Preis. Wichtig ist die Anzahl der ausländischen Vorbesitzer zweifelsfrei dokumentieren zu können, da die Anzaihl der Vorbesitzer bei Erstellen deutscher Fahrzeugpapiere verlorengeht. 

madhenne
Geschrieben

Den wagen habe ich vor 3 Jahren bei einem deutschen Händler (kein Porsche Händler) gekauft.

Es gab 1 Vorbesitzer, daher bin ich der 2. Halter.

Die Vorgeschichte des Fahrzeugs ist sauber dokumentiert und auch die erste Inspektion wurde in Italien bei Porsche durchgeführt.

F400_MUC
Geschrieben

Also mental würde ich jetzt so ein Auto aus Italien nur für nen 10er weniger nehmen als den deutschen Marktpreis vom PZ. Und da gibt's noch MWSt. ausgewiesen.

 

Dass es relevant ist hast Du ja selbst jetzt schon gemerkt.

asterix@lux
Geschrieben

...oh Leute...

 

Kann mir mal jemand wirklich schlüssig erklären warum ein Auto aus Italien per se schlechter – ergo weniger Wert sein – soll ?

 

Upps – habe ich wohl vergessen:

Italiener drehen grundsätzlich an Tachos, alle verschweigen die Unfallschäden die sie alle haben, sie haben mindestens 12 Vorbesitzer (natürlich wird nur einer genannt...) Pizza & Mafia spare ich mir mal...aber Espresso können sie.

 

Und das alles gibt es in anderen Ländern natürlich nicht - und in good old Germany schon 3x nicht...

 

...und die Erde ist eine Scheibe...

 

Sicher eines des besten Autos das ich je (575 Maranello)  hatte habe ich selbst in Italien gekauft, die mit den meisten Problemen kamen

aus Belgien (Porsche) und Deutschland (Maserati). Nicht nur technischer Art, auch vom Verkaufsprozess her.

Und es war überhaupt kein Problem einen gut gepflegten und mit vollständiger Historie belegten Wagen wieder zu verkaufen...ohne Italienabschlag.

Gerade in Italien habe ich Leute/Werkstätten kennenlernen können...die waren schon klasse.

 

Gruß

 

Klaus (kein Italiener...)

hugoservatius
Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb F400_MUC:

Also mental würde ich jetzt so ein Auto aus Italien nur für nen 10er weniger nehmen als den deutschen Marktpreis vom PZ. Und da gibt's noch MWSt. ausgewiesen.

 

Ich verstehe das Problem nicht - was ist schlimm daran, daß das Auto zunächst in Italien zugelassen wurde?

 

Italienische Freunde von mir leben mit Hauptwohnsitz in Norditalien und haben eine Wohnung in Berlin, ihre Porsches werden immer im Berliner Porsche-Zentrum gekauft, in Italien zugelassen und gehen in der Regel auch wieder an den Berliner Händler zurück, wenn sie ein neues Modell ordern.

Genauso handhaben sie es mit ihren Bentleys, die bei Bentley München gekauft werden.

Und natürlich kommen die Autos in Italien zum Service.

 

In einem Europa der offenen Grenzen und der einheitlichen Währung ist es doch ganz normal, daß die Autos auch innerhalb dieser Region gehandelt und genutzt werden.

 

Ich erinnere mich auch sehr gut daran, daß in den siebziger und achtziger Jahren sowohl mein Vater als auch Freunde von ihm Englische Autos in London zur Inspektion gaben, die Qualität der Arbeit war besser, die Ersatzteile waren einfacher verfügbar, die Seereise von Hamburg mit der "Prinz Hamlet" war vergnüglich und der Aufenthalt wurde verbunden mit einem Opern- oder Museumsbesuch, einem Besuch beim Schneider und beim Schuhmacher und zudem hatte es so etwas herrlich Exotisches, den Wagen bei R.A. Creamer & Son in den herrlichen Drayson Mews abzugeben, danach noch einige der legändären Oldtimer-Händler in der Umgebung zu besuchen, ganz wichtig war natürlich der Showroom von Coys of Kensington, im Pub gegenüber trank man sein Bier mit Blick auf die Schaufenster und dikutierte mit Gleichgesinnten, ob denn 24.000 Pfund nicht ein viel zu hoher Preis für einen Aston Martin DB 2/4 DHC sei...

Tempi passati.

 

Ich jedenfalls hätte bei gutem Zustand und nachvollziehbarer Service-Historie gar kein Problem, das Auto eines Italienischen Opernsängers, eines Englischen Rechtsanwalts oder eines Pariser Malerfürsten zu erwerben!

 

Europäisch gesinnte Grüße, Hugo.

san remo
Geschrieben

umd wie ist es mit Autos aus Luxembourg?

asterix@lux
Geschrieben

...ganz genau so wie in jedem anderem Land auch: gibt gute und weniger gute...

 

...auch auch die Kriterien beim Autokauf wären für mich die selben wie in jedem anderen land...

san remo
Geschrieben

War nur ein kleiner Spaß Klaus.

 

Grüße in s  Großherzogtum vom Hobby Letzeburger

Ulrich

asterix@lux
Geschrieben

...hab' ich auch nich ander verstanden 😜

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      Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe und viele Grüße
       
      Stephan






    • Marc W.
      So, heute ist mein 993turbo endgültig in Deutschland angekommen, sprich er hat eine deutsche Zulassung! :bet:
      Ich hatte ja schon in dem Thread, wo ich das Auto gesucht hatte, angekündigt, daß ich sobald alles in trockenen Tüchern ist, einen alles umfassenden und detallierten Erfahrungsbericht erstelle. Damit sollen viele Fragen und Halbweißheiten, die im Raum stehen endgültig geklärt werden.
      Vorab möchte ich noch zwei Anmerkungen machen:
      Dieser Bericht ist hoffentlich komplett fehlerfrei, dennoch kann es sicherlich einige individuelle Abweichungen geben. Durch gesetzliche Veränderungen (Steuer/Zoll/TÜV/Zulassung) hat sich in den letzten Monaten einiges geändert. Mein Bericht dürfte momentan (Mai 2007) aktuell sein. Dennoch wäre es schön, wenn dieser Thread immer wieder mit neuen Erfahrungen gefüttert wird, damit er auch immer auf dem jeweils aktuellen Stand bleibt.  
      Nun gehts los:
       
      1. Vorbereitung:
      Am 01. Mai 2007 habe ich hier über das Forum einen Kontakt in die Schweiz vermittelt bekommen. Nach kurzem Kontakt stellte sich heraus, daß das Auto für mich hoch interessant ist. Darauf hin habe ich mit dem Verkäufer per Fax eine Vereinbahrung getroffen, die folgenden Inhalt hatte:
      Unfallfreiheit Kilometerstand glaubhaftes Serviceheft event. Mängel Ausstattungsmerkmale Preis inkl. 7,6%-MwSt. als Verhandlungsbasis und Akzeptanz von Zahlung in EUR kein Zwischenverkauf bis 15:00 des Folgetages  
      2. Bargeld in die Schweiz:
      Als gelernter Steuerfachangestellter bin ich mir der Problematik sehr bewußt. Ursprünglich war meine Vorstellung, daß ich bei der Einreise in die Schweiz beim deutschen Zoll das Bargeld deklariere. Falls ich das Auto also nicht kaufen sollte, hätte ich damit den Nachweis, daß ich am selben Tag mit dem Bargeld in die Schweiz eingereist bin. Leider geht meine Idee aber nicht, weil es dafür keinen Paragraphen gibt und somit ein deutscher Beamter auch niemals etwas macht, was nicht schriftlich vorgesehen ist.
      Der Weg war dann viel banaler, die Service-Hotline hat mir empfohlen, Nachweis zu führen, wo das Geld herkommt (Abhebung bei der Bank) und wofür es benötigt wird (Autokauf, Korrespondenz mit dem Verkäufer). Außerdem muß man es logischer Weise deklarieren, wenn man am Zoll darauf angesprochen wird. Sprich, wenn ich ohne Autokauf mit dem Bargeld wieder nach Deutschland einreise, kann ich belegen, daß ich es am Tag zuvor in Deutschland abgehoben habe und das ich es zum Zweck eines Autokaufs mit in der Schweiz hatte.
       
      3. Kauf und Fahrzeugübernahme in der Schweiz:
      Wenn man sich nach der Besichtigung, einer Probefahrt und eventueller Nachverhandlung handelseinig wurde, kann man nun das Auto kaufen. Ähnlich wie in Deutschland beinhalten in der Schweiz nur Neuwagen und Firmenfahrzeuge die Mehrwertsteuer (7,6%), Privatfahrzeuge sind somit brutto=netto.
      In meinem Fall war es zum Glück ein Firmenfahrzeug mit ausweisbarer Mehrwertsteuer, entsprechend hatte ich die Möglichkeit - gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland - das Auto ohne die schweizer MwSt. netto zu kaufen!
       
      Wichtig ist, daß man den schweizer Fahrzeugausweis vom Verkäufer mitbekommt, diesen benötigt man für die Vollabnahme in Deutschalnd.
      In meinem Fall hatte ich deutsche, rote Nummern dabei. Damit bewegt man sich in der Schweiz im Graubereich, bis jetzt habe ich noch keine offiziellen Informationen gefunden, ob man damit in der Schweiz fahren darf, oder nicht. Auf Anfrage bei der schweizer Polizei wurde mir allerdings mündlich gesagt, daß es tolleriert wird, wenn man auf dem kürzesten Weg ausreist.
       
      4. Vorbereitung Export/Import:
      Hierfür benötigt man doch so einige Dokumente. Meine Empfehlung ist, sich hier auf Profis zu verlassen, die soetwas regelmäßig vorbereiten. In meinem Fall war das die Spedition Frederick & Stähli direkt am Grenzübergang in Kreuzlingen/Konstanz. Diese hat folgende Dokumente vorbereitet:
      Ausfuhrbescheinigung Einfuhrbescheinigung Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 Unbedenklichkeitsbescheinigung  
      Für diese Vorbereitung sollte man ca. 1 Stunde einkalkulieren. Die Dienstleistung kostet EUR 90. Ein Doppel der Ausfuhrbescheinigung hat die Spedition direkt dem Verkäufer zugeschickt, damit er bei seinem schweizer Finanzamt einen Nachweis hat, warum er das Auto netto verkauft hat.
      Ein besonders Augenmerk gilt hier der Warenverkehrsbescheinigung, dies dient als Nachweis, daß der Ursprungsstaat auch gleich dem Bestimmungsstaat ist (in diesem Fall Deutschland). Nur mit dieser Bescheinigung und dem Nachweis, daß man ein deutsches Produkt wieder nach Deutschland einführt braucht man keinen Zoll (10%) bezahlen. Früher mußte man sich die Warenverkehrsbescheinigung von dem jeweiligen Hersteller besorgen (dauerte teilweise Wochen), inzwischen konnte die Spedition dies auch online und augenblicklich abfragen. Eine böse Falle ist z.B., wenn man sich einen Mercedes ML in der Schweiz kauft. Der ML ist zwar von einem deutschen Hersteller, wird aber in den USA produziert, ergo muß man 10% Zoll zahlen, weil man eben keine Warenverkehrsbescheinigung EUR 1 für dieses Auto bekommt.
       
      4. Export aus der Schweiz:
      Wenn man nun alle Dokumente zusammen hat, geht man in das Zoll-Abfertigungsgebäude. Dort gibt es schweizer Export-Schalter und Deutsche-Importschalter. Als erstes muß man das Auto logischer Weise exportieren. Das geht sehr schnell, dauert ca. 5 Minuten und ist unkompliziert.
       
      5. Import nach Deutschland:
      Hier sieht es noch mal ein bißchen anders aus. Wartezeit 30 Minuten, dann beim ersten Blick vom Zöllner festgestellt, das die Trackingnummer von der Spedition fehlt, also noch mal zur Spedition und noch mal 40 Minuten anstehen. Das Arbeitstempo - naja, möchte ich öffentlich kein Wort drüber verlieren. Für so Sonderfälle, wie den Import eines Porsches kam dann der Abteilungsleiter, um den Vorgang zu bearbeiten. Dieser hatte sich zuvor schon mit Hilfe des Internets informiert, ob der Kaufpreis einigermaßen dem Marktwert entspricht, damit man gar nicht in Versuchung kommt den Staat um einen Teil der EUSt. zu beschei...
       
      Der Abteilungsleiter hat dann auch höchstpersönlich die Fahrgestellnummer kontrolliert, noch ein paar Fragen gestellt und dann die Papiere fertig gemacht. Wichtig dabei ist, daß er ein Siegel auf die Unbedenklichkeitsbescheinigung setzt. Vergißt er dieses Siegel, kann man das nie mehr nachbessern und somit das Auto auch nie mehr zulassen! Sind die Papiere fertig, darf man zur Kasse gehen und vor Ort die 19% Einfuhrumsatzsteuer (= MwSt.) in bar entrichten, zzgl. einer Bearbeitungsgebühr von EUR 25. Neben dem oben genannten Siegel ist außerdem wichtig, daß man genügend Zeit mitbringt. Die Zollschalter haben nur bis 17:30 geöffnet, egal wie viele Leute noch vor dem Schalter stehen!!!
       
      Herzlich willkommen in Deutschland!
       
      6. Vorbereitungen für die Vollabnahme beim TÜV:
      Ein gebrauchtes Auto, welches noch nie in Deutschland zugelassen war, muß zur Vollabnahme, ein Neuwagen hat dafür sogenannte COC-Papiere, dann benötigt man keine Vollabnahme. War das Auto in den letzten 7 Jahren schon mal nachweislich in Deutschalnd zugelassen, reicht auch eine normale TÜV-Abnahme.
       
      In meinem Fall mußte es die Vollabnahme gem. §21 sein, hierfür sollte man sich vorbereiten und z.B. alle Gutachten für Besonderheiten (z.B. Abgasanlage) zur Hand haben, hatte ich aber auch nur in Kopie. Eigentlich gilt am besten, immer alle Unterlagen mit nehmen, die sich bislang gesammelt haben!
       
      7. Vollabnahme beim deutschen TÜV:
      Dies entspricht eigentlich einer normalen TÜV-Prüfung, mit dem Unterschied, daß ein besonderes Augenmerk auf die Fahrgestellnummer gelegt wird und der TÜV-Ing. ein Gutachten anfertigt, was wie in den Fahrzeugpapieren zu stehen hat. Wenn man gerade beim TÜV ist, sollte man auch gleich eine Abgas-Untersuchung (AU) machen lassen, die benötigt man nämlich logischer Wiese auch für die deutsche Zulassung.
       
      8. Zulassung bei der Zulassungsstelle:
      Auch hier gilt wieder, alles mit nehmen, was man inzwischen an Dokumenten gesammelt hat. Die Zulassungsstelle hat so ziemlich alles eingescannt, den schweizer Fahrzeugausweis, die Exportbescheinigung, die Importbescheinigung, die Quittung über die gezahlte EUSt., die Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Siegel, das Gutachten des TÜVs und die AU-Bescheinigung.
      Früher mußte man für eine solche Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt noch eine zweite Unbedenklichkeitsbescheinigung anfordern, die dazu dient, nachzuweisen, daß das Auto nicht als gestohlen gemeldet ist. Alleine dies hat teilweise Wochen gedauert. Seit 01. März 2007 kann zumindest unsere Zulassungsstelle dies online abfragen! Noch ein kleines Detail, ab dem 01. Mai 2007 kann man nur noch ein Auto zulassen, wenn man in das Lastschrifteinzugsverfahren für die Kfz-Steuer einwilligt!
       
      DAS WARS!!! Herzlichen Glückwunsch zum schweizer Porsche mit deutscher Zulassung!
    • SE328
      Hallo liebe Carpassion-Gemeinde,
      mein Name ist Stephan aus der Nähe von München und ich verfolge Euer Forum schon seit einigen Jahren,  da ich seit meiner Kindheit mit Magnum als Lieblingsserie im Fernsehen fest beschlossen hatte mir irgendwann so einen Ferrari zu kaufen. Und bevor ich einfach loslege habe ich mir viel bei Euch durchgelesen.
      Jetzt bin ich 45 und habe nun gerade die Zeit und Möglichkeit mich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen (Meine Frau kanns schon nicht mehr hören ;)).
      Seit geraumer Zeit durchforste ich also relativ geduldig die Anzeigen von 308ern und 328ern. Da ich öfter in den USA bin auch dort.
      Jetzt habe ich aktuell ein Angebot für einen November/1988er 328 GTS mit 39.000 Meilen. VK 66.000 USD - also ca. 59.000 EUR. Sehr günstig......
      Warum jetzt der 328er statt dem 308er? Keine Ahnung - finde beide schön und hab mich auch noch nicht wirklich festgelegt aber was man so liest soll der 328er - sagen wir mal - ausgereifter sein.
      Sollte allerdings ein erschwinglicher 308 GTS QV auftauchen gerne auch den....
       
      Ich habe das Carfax bekommen und der Meilenstand ist wirklich bis 1990 zurück nachvollziehbar. Servicerechnungen liegen bis 2004 vor - danach leider keine mehr.
      Das Leder ist in gutem Zustand ohne Risse - das Armaturenbrett ebenfalls. Die Karosserie hat ein paar Steinschläge was ich aber bei dem Alter normal finde.
       
      Ich habe also das besagte Auto gestern von einem "AutoInspector" vor Ort checken lassen und den Bericht mit Fotos könnt Ihr unten lesen. Was meint Ihr?
      Totale Schrottkarre oder sagt Ihr aus Eurer Erfahrung das sind behebbare Kleinigkeiten und normal für ein 30 Jahre altes Auto. 
      Das das Auto hier in Deutschland als erstes zum Zahnriemenwechsel und Vollcheck kommen würde wäre sowieso geplant.
      Und da es ja günstig hergeht wäre auch noch etwas Geld für sonstige kleinere Reparaturen da.
      Was mich ehrlich gesagt stutzig macht ist das Bild vom Unterboden mit der Endnummer 918. Ist da was geschweißt worden oder ist das normal?
      Ich gebe jetzt auch gleich zu - ich war früher Hobbyschrauber und hab an all meinen Autos in jugendlichem Leichtsinn Federn, Dämpfer, Sportauspuff, Radios, Endstufen, etc. montiert - würde es in erster Instanz jetzt aber nicht wagen ohne know-how an einem Ferrari rumzubasteln. Das möchte ich erstmal der Werkstatt überlassen bis ich mich in alles eingelesen habe was man evtl. gefahrlos selbst erledigen kann. Also mal Zündkerzen wechseln oder undichte Ölschrauben nachziehen stellen jetzt keine Herausforderung dar aber den Motor ausbauen würd ich mir jetzt nicht zutrauen - wobei wenn ich alle Posts von ME308 lese sollte sogar das möglich sein
       
      Im Ernst - ich freue mich auf Eure Einschätzung. Danke schon mal für Eure Hilfe. Hier der Bericht der Inspection vom 30.4. im Original:
       
       
      Viele Grüße
      Stephan
       
                    
    • Azik
      Hallo, auf dem grössten Auktionsportal gerade gibt es Testarossa zu ersteigern. Der Verkaufer hat schon zweites oder drittes mal neu gelistet da angeblich die Käufer nicht zahlen könnten. Was denkt ihr?
       
      Hello,
      My name is Paolo Bianchini, and I am the owner of the beautiful car since 2007.
      I want to thank you for your interest; this is a description of the car and some other photos.
      Ferrari Testarossa Monodado Bispecchio ASI TARGA ORO
      02/1987
      Petrol
      315 KW / 428 HP
      38,390 km
      5000 cm³ 
      Vin#ZFFAA17B000072873
      Engine#F113 B*00526
      The car is matching numbers. 
      Original tool kit

      The car was first registered in Bergamo on 07 aug. 1987 to a Company for tax reasons. in 1992 it was registered to the owner of the Company and to myself in 2007. Therefore is a 2 owner car.
      It has ASI passport with A1 classification that is the maximum obtainable for a classic car in Italy. ASI is the official registry for old cars in Italy and is member of FIVA.
      The car was purchased by me in 2007 with 14.500 km. and now the odometer reads 38.500 km. It has never been driven with rain
      Camshaft belts and bearing were done in 2007 and 2012 and 2018. Oil and filters + air filter and fuel filters are changed every year, last in October 2018.
      Everything in this car works including auto air conditioning. 3 original keys + all tools and interior red car cover.

      I am the 2nd owner from new. The car was first delivered in Italy

      A complete file with a lot of invoices, is available on spot.
      Italian registration, all the documents plates, insurance valid.
      Location Capannori (Lucca), Italy.
      About 40min from Pisa Airport.

      I am a private owner, car lover and enthusiast not a dealer. I only sell it because I've put a down payment on a Ferrari 512 BBi.
      You can return with it on wheels or take it with a trailer. The car can do any distance, I guarantee that.
      It can be seen each day after 17:00 with upfront reservation. 
      For any questions regarding the car, PLEASE use the email. If you have decided to buy it, and we came to an agreement, here is my phone number: 0039-3492780038 (I use only whatsapp as social media)
      Delivery is also available.

       

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