RUF RXL – Mehr Raum nicht nur für China

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Eigentlich speziell für den chinesischen Markt, aber in letzter Konsequenz auch für jeden weiteren Interessenten verlängert man in Pfaffenhausen den Panamera zum RUF RXL. Ein neues Mittelstück an der B-Säule, sowie längere Türen machen das Fahrzeug um insgesamt 40 Zentimeter länger. Der neu geschaffene Raum kommt komplett dem Fond zugute, wo sich die Füße der chauffierten Passagiere nunmehr weit ausstrecken lassen.

RUF RXL

RUF RXL
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Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass der RUF RXL kein gewöhnlicher Porsche Panamera ist. Es sind nicht nur die 22 Zoll großen Felgen, die diesen Eindruck unterstützen.

RUF und der chinesische Markt – hier scheint sich eine neue Erfolgsgeschichte anzubahnen. Die erste Großladung an Bestellungen ist bereits in Pfaffenhausen eingegangen und das war noch vor der speziell auf dieses Gebiet abzielenden Neupräsentation auf dem Genfer Salon! Mit dem RUF RXL zielt Alois Ruf exakt auf eine ganz spezielle Eigenart des chinesischen Marktes, die diesen einzigartig macht: Chinesische Firmenchefs lassen sich gern chauffieren und schätzen dabei Autos mit viel Beinraum im Fond. Dies haben einige deutsche Autohersteller bereits erkannt und bieten exklusiv in China Verlängerungen ihrer Oberklasse-Limousinen an. Der Panamera fehlt hier bislang. Ein Fakt, den RUF mit dem RXL abändert.

Um den Panamera für chinesische Kunden interessanter zu machen, schnitt RUF den Wagen mittig zwischen den Türen auseinander und fügte ein 25 Zentimeter langes Element ein. Zusätzlich wurde der hintere Türausschnitt um weitere 15 Zentimeter gestreckt. Der RUF RXL ist also volle 40 Zentimeter länger als das vorherige Basisprodukt. Dieser neu geschaffene Raum kommt voll und ganz den Fondpassagieren zugute, die es sich richtig bequem machen können. Vermutlich dürften viele RXL jedoch als rollende Bürolandschaft geordert werden, da man allein bei der Durchquerung von Shanghai durchaus einige Stunden im Verkehr steckenbleiben kann, die chinesische Manager gern zum Arbeiten im Auto nutzen.

Im Stau kommt man bekanntlich eh nicht sonderlich schnell voran, somit sind chinesische Kunden nicht zwangsläufig auf die leistungsstärksten Versionen angewiesen. RUF wählte daher als Basis den Panamera S in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe. Dieses überträgt 309 kW/420 PS und 520 Newtonmeter Drehmoment wahlweise auf die hinteren oder alle vier 22 Zoll großen Räder. Ein wenig Mehrleistung konnte sich RUF also nicht verkneifen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 280 km/h angegeben.

Dieser Wert dürfte indes für Interessenten auf anderen Märkten als dem chinesischen eher von Belang sein. Zwar ist der RUF RXL speziell mit Blick auf die chinesischen Fahrzeugbedürfnisse entwickelt worden, einen Verkauf in andere Länder schließt man trotzdem nicht aus. Sollten Sie also mit dem Gedanken spielen, einen RUF RXL als Firmenwagen anzuschaffen: Das RUF-Team ist noch bis zum 18. März mit dem RXL auf dem Genfer Salon anzutreffen.

Quelle: RUF (1 Bild)

Fotograf und Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

Kommentare (1)

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  1. brobox sagt:

    Wie man mir bei Ruf mitteilte gibt es in China für Langlimousinen, die sich auch als rollendes Büro interpretieren lassen, massive Steuervergünstigungen. Ob die im Falle eines Ruf RXL sogar höher sind als der Aufpreis gegenüber einem Panamera habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Aber es erklärt zumindest die lange Liste der extra für China verlängerter Limousinen wie BMW 5er LI, lange Mercedes E-Klasse oder Audi A6.

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