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Fikawa das Spielzeug

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Hessenspotter   
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Nach unserem ersten Aufbau eines Fiat Seicentos, wollten wir etwas mit mehr Leistung bauen. Beim Fiat Seicento ist man da von seitens StVZO bei 75PS Feierabend, das war uns zu wenig. Gleichzeitig soll es wie beim ersten Aufbau möglichst günstig sein. Ein Saugmotor war Pflicht. Als "Plug & Play" gibt es aus dem Fiat Konzern div. Punto und Stilo Motoren, wobei wir bei ca. 95PS mit einem 1,4L 16V ausm Fiat Stilo beim Stärksten wäre. In Polen fährt man Honda VTEC Motoren bei Bergrennen in den Seicentos, die kommen auf 140-180PS, sind aber in der Anschaffung zu teuer. Deshalb haben wir (hauptsächlich mein Papa) für einen Motorradmotor entschieden. Geworden ist es dann eine Kawasaki ZZR1100 für 850€ und ein Fiat Seicento Michael Schuhmacher Edition (1,1SPI Motor, ABS) aus 2001 für 250€.

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Hier ein paar Bilder von den zwei Seicentos nebeneinander:
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Aus mechanischen Gründen müssen wir das originale Fiat Getriebe mit Differential eingebaut lassen, das wird der spannendeste Punkt. Das Ganze zum Laufen zu kriegen.

 

Bei der Bremse habe ich auf Bewährtes zurück gegriffen, Fiat Palio 240x20mm wie auch auch schon im ersten Fiat. Dieses Mal noch günstiger, für 66€. Bei den Fahrwerkslagern bin ich dieses mal auf Strongflex umgestiegen, da diese ein günstiges Komplettpaket anbieten incl. härteren Lager für den Stabi. Kostenpunkt hier 132€. Damit der Fikawa fährt, brauchen wir nun "nur" noch, Bremse vorne und hinten komplett erneuern, Handbremsseil erneuern (gerissen), Bremsleitungen erneuern, Fahrwerk rein und "nur noch" Motor mit Getriebe rein .... :-D klingt einfach ... wird lange dauern.

 

 

bearbeitet von Hessenspotter
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Joogie CO   
Joogie

gratulation zur wortschöpfung "Fikawa"

viel spass bei dem projekt - ihr schafft das, da bin ich mir sicher

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chip CO   
chip

 Tolles Projekt mein Respekt ich bin mal gespannt wie es weitergeht und wie sich das Ergebnis fährt 

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Thorsten0815 CO   
Thorsten0815

Ich mach mir ein bisschen Sorgen, dass das Getriebe nicht ganz so gut zur Charakteristik des neuen Motors passen könnte.

Auf jeden Fall ein super interessantes Projekt! :-))!

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Joogie CO   
Joogie

wird dann sicherlich nicht ganz einfach mit dem anfahren

bei den 100 + nm drehmoment bei 8000 u/min brauchst du dann sicherlich schon mal 4000 u/min um überhaupt vom fleck zu kommen ... wie f1 halt ... also vorbereitungsauto zu königsklasse

 

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Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben (bearbeitet)

Servus Thorsten und Jogi,

ja klar habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Eins Vorab, der ZZR1100 Motor hat mehr Drehmoment als der Seicento Motor :-D

 

ZZR1100: 110NM @ 8500U/min

1.1MPI 88NM @ 2750 U/min

 

Was das Thema Getriebe betrifft, also im Autogetriebe muss ja immer ein Gang eingelegt sein. Geschaltet wird nur das Motorradgetriebe (außer für rückwärts). Zwangsweise kommen wir also irgendwo da raus, das konstant im 4 oder 5 Gang des Autogetriebe gefahren werden muss.

Die erste Untersetzung findet bereits vor der Getriebe statt, nach meine akuellen Unterlagen ist die Untersetzung innerhalb des Motors zum Getriebe 1,637 danach kommt dann das Motorradgetriebe. Der Sporting hat einen kurzen 5 Gang, ich muss mal durchrechnen in wie weit ein langer 5 Gang eines normalen Getriebe etwas bringen würde. Grundsätzlich sind wir auch noch flexibel im Kettentrieb zwischen Ausgang Motorradgetriebe und Eingang Autogetriebe, und über die Reifengröße.

 

Anhand der Daten der ZZR1100C habe ich das ganze schon mal durch gerechnet.
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Wie man sieht, wäre aktuell bei ca. 184km/h Feierabend, dafür wäre das Fahrzeug aber sehr zügig im Beschleunigen. Andereseits bin ich aber auch der Meinung ... mehr als das braucht es nicht auf der Rennstrecke. Der Fiat ist da nämlich ziemlich unruhig mit seinem kurzen Radstand. 190km/h sollte er mit der Leistung locker knacken. Aber wir sind ja keine Vmax Junkies :-D

 

 

PS: Bei Standgas (900-1100U/min) wären sogar noch rein theoretisch 7km/h drin :D

 

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michi0536 CO   
michi0536

Tolles Projekt. Falls Ihr das erste Projekt, den gelben Seicento in gute Hände abgeben wollt, sagt bitte Bescheid.

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Joogie CO   
Joogie

bei einem 1:1 übersetzten gang des fiat getriebes wäre das schalten über das kwa getriebe wie ohne das fiat getriebe

geben aber es ist zu bedenken, dass das kawa getreibe

a. nicht für das gewicht des fahrzeugs und

b. nicht für diesen doch wesentlich höheren grip des fiats ausgelegt ist

 

denkt doch mal darüber nach auf das kawa getreibe komplett zu verzichten

ausgang kurbelwelle kawa raus und rein ins fiat getreibe macht mme mehr sinn

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bozza CO   
bozza

Vorab: Mir gefallen deine Seicento Projekte, ich will also nichts schlechtreden, heraufbeschwören o.ä.
Nur an dieser Stelle mein Bauchgefühl kundtun ;-)

Mein erster Gedanke: Das Gewicht killt das Mopedgetriebe. Beim Beschleunigen sehe ich keine Probleme, jedoch beim Lastwechsel. Da schieben dann keine Moped-Kilos, sondern die Fiat-Kilos.

 

Während dem Schreiben dieser Antwort hab ich die Gewichte von Kawa und Sei ergoogelt.
Nun sehe ich nicht mehr ganz so schwarz. Die Kawa ist ja auf irgendwas knapp unter 500 Kilo Gesamtgewicht zugelassen. Der Sei hat im Originalzustand irgendwas um die 800 Kilo.
Gehen wir davon aus dass das Kawa Getriebe auch noch Reserven hat und der Fiat noch sportlich abspeckt, dann passts wieder ;-) :-))! Außerdem kriegt der Rennbetrieb sowieso alles klein was geht, sonst wärs ja kein Rennbetrieb :D

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Joogie CO   
Joogie

nee direkt geht auch nicht

der kawamotor dreht ja doppelt so viel

mit einem zwischengetriebe welches die drehzahl halbiert wäre das problem gelöst

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tollewurst CO   
tollewurst

Das Motorrad Getriebe wird halten. Die Motoren werden ja auch im Radical mit den Mottorradgetrieben eingebaut. Es gibt auch passende Differentiale mit Sekundärgetriebe von Quaife, sind aber mit ca 3500€ kein Schnäppchen.

Dann würde ich aber auch gleich auf pneumatische Schaltung umbauen, dann gehts mit dem Schalten auch schneller;)

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Hessenspotter   
Hessenspotter
Am 28.3.2017 um 00:35 schrieb michi0536:

Tolles Projekt. Falls Ihr das erste Projekt, den gelben Seicento in gute Hände abgeben wollt, sagt bitte Bescheid.

Danke fürs Lob :-) aber den gelben Seicento geben wir nicht her ;-) komme was wolle.

 

Bezüglich Getriebe, haltbar jaein. Die ZZR1100C Getriebe sind anfällig in bei der Schaltgabel des 2.Gangs ... passt man(n) beim schalten nicht auf, so verschleißt diese recht schnell, und bereits nach 30.000km fliegt unter Last andauernd der 2 Gang raus. Leider muss man(n) den ganzen Motor zerlegen um diesen Defekt zu beheben. Lässt man das aber mal außen vor ... das Getriebe wird so auch in ZZR1000 Turboumbauten gefahren, die drücken immerhin beachtliche 340PS. Es sollte also hoffentlich auch in unserem Auto halten. Ich mache mir eher gedanken um die Antriebswellen, die könnten noch ganz ordentlich einen drauf bekommen. Ein anderes Getriebe incl. Achsantrieb und passenden Antriebswellen, das P&P in den Seicento reinpasst ... das sprengt den Rahmen, erst einmal.

 

Aktuell ist der Fiat noch in der Garage und zum Teil leergeräumt. Ich befinde mich aktuell in der Phase der Teileorganisation (Suche, Preisvergleich etc.) und Teileverkauf (der ZZR1100).

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Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben (bearbeitet)

Mal so als Nachtrag ... es macht schon einen gigantischen Unterschied, wo man online einkauft. Ich habe mich persönlich für große Bestellungen auf zwei Lieferanten eingeschossen. Kfzteile24 (Anteil abnehmend) und autoteiledirekt. In der Grafik hier unten könnt Ihr schön sehen, wie groß die Differenz ist. Und das bei teilweise günstigeren Preisen bei höhere Qualität.

 

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Eine DIfferenz von fast 80€ bei bessere bzw. sicherer Herkunft. Auch von den Kosten her, ist alles traumhaft günstig. Weshalb wir das ganze überhaupt nur machen. 80€ bei dem EInkaufswert entspricht eine Differenz von knapp 23% (ohne Berücksichtigung irgendwelcher Rabattaktionen). Allerdings wird zu dem, was wir hier auf der Liste sehen. Noch mal rund das drei- bis vierfache dabei kommen, Stahlflex Bremsleitung, Rennbeläge, Domstreben, Reifen, Fahrwerk etc. 

Einschweißzelle, Rennsitze, 6-Punkt Gurte etc. kommen erst, wenn das Auto läuft und wir der Meinung sind, dass das Ganze eine Zukunft hat.

 

4-Punkt Gurte hat der Fiat auch schon ;-), ich habe meinem Rennauto Neue spendiert und er hat die Alten bekommen (OMP Racing 4, 3 Zoll Schulter, 2 Zoll Beckengurt).

bearbeitet von Hessenspotter
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Hessenspotter   
Hessenspotter

Update von heute: Der Innenraum ist leer
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Hessenspotter   
Hessenspotter

Es geht munter weiter. Die ersten Teile trudeln ein. Bremse an der HA ist schon komplett in Ersatzteilen da. Heute kam dann das hier:

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Einmal eine verstärkte Kupplung incl. 15% stärkeren Federn, sowie passendes Öl (für die Rennstrecke passend) von ROWE. Mein Arbeitskollege fährt das Öl im Langstreckenpokal in seiner Triumph und das kann wohl einiges ab, da der Kawa-Motor ja auch ordentlich belastet wird, sollte das mal mindestens drin sein (meint er).

 

 

Auch beim Thema Kraftstoffversorgung mussten wir uns Gedanken machen. Da die Fiat Kraftstoffpumpe nicht direkt an die Vergaser angeschlossen werden kann (wegen Druck, Fördermenge etc.) haben wir uns für eine Catchtank Lösung entschieden. Die Tankpumpe füttert einen Catchtank, der im Motorraum platziert ist, von dort aus wird die orig. Motorradkraftstoffpumpe die Vergaser mit Kraftstoff beliefern. Dieses System hat den Vorteil, das wir gleichzeitig auch kein Problem mehr mit der Kraftstoffversorgung in langen Kurven haben bei niedrigerem Kraftstoffstand. Aktuell bekommt der gelbe Seicento da Zündaussetzer.

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Hessenspotter   
Hessenspotter

So,

wieder gehts weiter. Ölwechsel und Kupplungswechsel bei der Kawasaki, da war eine richtige Suppe drin. Der Motor ist aber sonst soweit sauber innendrin, keine Ablagerungen im Motor oder Späne im Öl.

 

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Natürlich ging es auch mit dem Ausräumen weiter, ich habe soweit alle Teermatten, an die ich mit montiertem Amaturenbrett dran gekommen bin, raus. War eine nervige und stundenlange Arbeit, mit Heißluftfön und Spachtel. Hat sich aber gelohnt. Alleine bis jetzt sind es rund 30kg was wir da rausholen konnten. Zum Glück hat Fiat teilweise die Matten nur mit einer einfachen Klebematte festgemacht, gerade in den Bauteilen wo es hässlich war (im Seitenteil).

 

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Bezügliche Inneneinrichtung, am Mittwoch sitze ich mal hierin Probe.
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Ein Bekannter hat den noch rum stehen, auf der Straße darf man diese Sitze ja nicht fahren. Aber im nicht StVZO Bereich darf man sich ja austoben. Jetzt muss ich nur noch in den Sitz passen, da ich der Größere von uns Zwei bin.

 

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Hessenspotter   
Hessenspotter

So, Sitz gekauft, schon direkt mal Probehalber reingestellt. Laufschienen passen wohl Plug and Play von den alten Sitzen, nur die Unterkonsole und die seitlichen Halter brauchen wir noch.

 

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Kai360 VIP CO   
Kai360

Der Sitz sieht richtig gut aus da drin.

 

Mach bitte immer weiter mit dem Thread,

ich bin sehr, sehr gespannt wie das wird mit dem Kawa - Motor Umbau!

 

Und glaub ja nicht das hier nicht mitgelesen wird, nur weil es kaum "Fremdpost" gibt!

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Hessenspotter   
Hessenspotter

Also es geht wieder weiter, der Kawamotor wurde jetzt noch einmal gespült mit frischem Öl. Das kam - zu unserem Erstaunen- fast schwarz nach 20 min Leerlauf aus dem Motor. Anscheinend waren wohl einige Stellen die wir nicht einsehen konnten (Ölkühler etc.) doch etwas verdreckter als erwartet. Die alten Kupplungsscheiben haben wir mal vermessen, mit 3,2mm dicke des Reibbelages waren sie noch ca. 10% vor Verschleißmaß. Über kurz oder lang wäre sie also sowieso fällig gewesen. Im Laufe dieser Woche kommt der Motorradmotor aus dem Rahmen raus und wird dann in unsere Werkstatt transportiert.

 

Um mal eine grobe Vorstellung zu machen, was dass so alles an Arbeit ist ... hier so ein paar Dinge für die wir Lösungen finden müssen bzw. schon gefunden haben:

 

- Ölstandskontrolle und Öl auffüllen, wie?

- Unterdruck für Fiat BKV?

- Lima Kawamotor ausreichend (ja ist er)

- Treffpunkt Elektrikkawa und Fiat

- Übertragung der Schaltbefehle ? (elektrische, hydraulisch, Mechanisch (Gestänge oder Seilzug) oder vielleicht pneumatisch?)

- Abgasanlage

- Fiat Heizung an Kawamotor?

- etc.etc.

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Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben (bearbeitet)

Der nächste größere Schritt ist geschaft. Heute Abend ist der Motorradmotor das letzte Mal in seinem Rahmen gewesen. Es war deutlich mehr Aufwand als erwartet, und wir hatten einen dezenten Werkzeugverschleiß (2 Nüsse gerissen). Ausgebaut wiegt das ganze Paket incl. Vergaser ca. 80kg.

 

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So sieht das Schätzchen aus, wenn der Rahmen mit Schwinge etc. jetzt noch zum angepeilten Preis weg geht, hat uns der Motor mit allem drum und dran ca. 350-400€ gekostet. Nicht zu teuer, wenn alleine die Vergaser gebraucht 80-140€ kosten.

 

 

Der Teilelieferant aus Osteuropa hat auch geliefert :D

 

 

Der Catchtank 1,5L ... ich habe ihn mir kleiner vorgestellt, aber :) was solls
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Für 49€ kann man da echt nicht meckern,

 

 

Und die volleinstellbaren Sitzkonsolen (39€)

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Heute ging auch wieder eine große Bestellung raus, Motorlager, Querlenker, Zündkerzen uvm. es wird also munter weiter geschraubt. Über das lange Wochenende ist aber erst einmal Pause, unser 1989er Pajero braucht etwas Schweißdraht und Rostvorsorge.

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Thorsten0815 CO   
Thorsten0815

Danke für Deine Updates zu diesem interessanten Projekt :-))!

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Hessenspotter   
Hessenspotter

Und es geht weiter,

wir haben aufm Schrott zwei passenden Sportings gefunden mit den Sportsitzen, die Laufschienen aus den Sporting Sitzen entsprechen 1:1 normalen Universalsitzschienen für Schalensitze :D. Wir brauche auch keine Unterkonsole, da die Schiene zu mindest am Tunnel, auf der Karosse aufliegen. Lediglich an den Außenseiten werden wir noch passende Winkel drunter schweißen. Das ganze ist schon mal Probe montiert
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Und dank der gigantischen Flexibilität (Seitliche Langlöcher) der Konsole können wir die einfach so drauf montieren. Mit konventionellen Konsolen geht das nicht so einfach, da die orig. Seicento Laufschienen einen untypischen Abstand zueinandern haben.
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So sehen die Konsolen am Sitz aus, wir haben alles mal Probe gesteckt, und was soll ich sagen. Man sitzt so verdammt tief. Es ist einfach kein Vergleich zur Serie. Es sind ca. 15-20cm die man tiefer sitzt. :-o

 

 

Das Motorrad ist fast komplett zerlegt

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Leider hat sich mein Ringtool in Hockenheim entschieden ein Heizungsrohr platzen zu lassen ... mal schauen was alles kaputt gegangen ist. So lange läuft das Projekt hier nur als Priorität 2.

 

 

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Hessenspotter   
Hessenspotter

Soooo es gibt wieder Neuigkeiten, auch wenn jetzt fast ein Monat Ruhe war (weil 2 andere Autos Priorität hatten).

 

Aus England erwartet mich in den nächsten Tag ein Paket. Die Firma AB Performance Ltd. bietet direkte Adapter von ZZR Motoren auf Kardanwellen an.

 

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Für 84 Pfund incl. Versand nach D kann man da nicht meckern, es bringt uns extrem Weiter. Da wir nun eine ordentliche Basis haben für ein weiter gehendes Bauteil.

 

Für einen stärkeren Stabi von Eibach (gibt's nicht mehr neu) ging es auch mal kurz in die Vulkaneifel :-)

 

Und für den Beifahrer gab es einen passenden Sitz (auch gebraucht) von SW Cartuning (Vollschale mit Ohren). Bilder gibt's noch keine, der muss erst mal zum Fzg. Aufbereiter ...

 

Ich halte euch auf dem Laufenden ;-)

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Hessenspotter   
Hessenspotter
Geschrieben (bearbeitet)

Updates:

 

Adapter ist da (hat schon ganz schön lange gedauert aus UK hier her, dazu muss man aber fairer Weise sagen, der wurde versandt bevor ich überhaupt bezahlt hatte). Er passt und sitzt gut, einfach genau das was ich erwartet habe. Nun können wir auch endlich mit dem Einmessen für die "Ritzelverlängerung" beginnen.

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Das ist das schöne Stück.

 

 

 

 

Und die Sitzwinkel aus Polen sind da, der Sitz ist frisch gewaschen, es fehlt nur noch eine Sitzkonsole um den Sitz auf den Laufschienen zu befestigen. Probe sitzen konnte ich trotzdem schon einmal :-)

 

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Und was ich aktuell auch noch am organisieren bin, einen einstellbaren Stabi für die HA.

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Hessenspotter   
Hessenspotter

Es geht weiter !

 

Die Woche wurde endlich das Fahrwerk bestellt, erst einmal bauen wir hier - wie beim gelben Seicento- auf ein TA Technix Gewindefahrwerk auf. Aktuell gab es eine Sommerrabatt Aktion, so das es für 265€ im Warenkorb gelandet ist. Da die Bühne endlich wieder funktioniert (der Pumpenmotor war defekt) konnten wir uns weiter der Arbeit am FiKawa Projekt widmen. Für die Erstellung der Sitzkonsolen musste der gelbe Seicento Parte stehen, da wir es noch nicht geschafft haben, FiKawa in unsere Werkstatt zu holen.

 

Ziel war, maximale Flexibilität in Sachen Sitzeinstellung und schnelle Wechsel der Sitze. Deshalb kam es zu dieser Konsole.

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5mm ST37 rundum, gemäß der mir bekannten Vorgabe für Eigenbau Konsolen.  Im Bereich der Sitzkonsolen ist eine gewisse Elastizität im Falle eines Crashes gewünscht. Den bekanntlich gibt eine Kette ja immer am Schwächsten Glied nach, wenn es nicht die Konsole ist ... dann würden die Sitzwinkel/der Sitz brechen/sich verformen.

 

Der weite Sitz mal Probe montiert auf höchster Sitzwinkeleinstellung

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Was auffällt ... der Innenraum ist sau eng :-D, die Ohren haben gerade einmal 2-3cm Abstand zur Scheibe, da noch einen Käfig rein ... wird ein hässlicher Job für den Zellenbauer, aussteigen mit Käfig wird erst recht hässlich.

Mit den Konsolen auf der höchsten Stellung sitzt man ungefähr wie auf Seriensitz, in der niedrigsten Stellung wird es rund 40mm tiefer sein als jetzt. Auf dem Bild waren die Sitzschienen nach hinten am Anschlag. Über die Sitzwinkel gehen aber noch einmal ca. 40mm weiter nach hinten ;-) Die Dinger sind echt sau praktisch.

 

 

Um hier mal einen Einblick zu geben wie viel Zeit für sowas drauf geht, allein das Grundgestell für die Konsole ... 6h für eine. Die zweite geht dann schneller. Oder dieser kleine Halter für einen Zusatzspiegel in meinem Rennauto, aus dem vollen gefräst (Stangenmaterial) ca. 1,5h ... ich habe leider keine CNC Fräse :-P sondern nur eine Interkrenn KF30 mit ein bisschen Drumherum.

 

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      Das Auto kommt werksmäßig schon auf den Abarth Supersport Felgen in 7x17 mit 205/40/17, die gefallen mir ganz gut, daher gleich noch einen 2. Satz in Italien bestellt. Bei den Reifen fängt das Problem jedoch schon an... in 205/40/17 gibt es nur noch den Toyo R888R als Semislick, dieser hat jedoch in Sportauto katastrophal abgeschnitten und soll wohl langsamer sein, als ein guter normaler Straßenreifen und aufgrund der niedrigen Profiltiefe scheidet er bei verregneten Trackdays auch eher aus. Einen normalen Straßenreifen kannst du aufgrund der sich schnell bildenden Sägezahnbildung und der seitlichen Abnutzung jedoch kaum am Track fahren. Möglich wäre es noch auf 215/35/17 zu gehen, aber auch hier sieht das Reifenangebot nicht besser aus.

      Daher als Kompromiss auf 215/40/17 ausgewichen für den Track - Yokohama AD08R, ein UHP Reifen mit Tendenz zum Semislick, Abrollumfang + 1,4 %, das ist zwar schwierig zu tüven wegen Verringerung der Tachovoreilung, funktioniert jedoch auf dem Auto. Der Reifen ist mit ca 9,7 kg ca. 1 kg schwerer als ein 205er Michelin Pilot Sport 3, aber auch etwas breiter und hat für einen Sportreifen hohe 7 mm Neuprofil. Er fällt zu meiner positiven Überraschung sehr breit aus, liegt zwischen einem 225er und 235er Continental Straßenreifen von der Breite. So weit so gut... montiert und zack - den Reifen staucht es ziemlich auf der wohl zu schmalen Felge, die Flanken stehen nach innen, das wird sich denke ich nicht gut fahren. Was noch dazu kommt... puuuh Rad angehoben, böses geahnt, gewogen und 19,86 kg für ein 7 x 17 Zoll Rad - viel zu schwer.
       

       
      3 Stunden im Netz gesucht nach leichteren Felgen, am besten gleich in 7,5J damit es den 215er wenigstens etwas "zieht", am Ende immer wieder bei den super leichten flowform OZ Alleggerita gelandet, aaaaaber gibt es leider nur in 7J und auch noch mit 100er Lochkreis, statt 98er oder 5- statt 4-loch und Versatzschrauben bzw Adapterplatten wollte ich auf keinen Fall. Geärgert und irgendwann aufgegeben.
       
      Ein paar Stunden später, das Thema lies mir immer noch keine Ruhe, nochmals geschaut und in einem Forum in den USA bin ich dann auf der Suche nach einer Lösung auch endlich fündig geworden - die Felge von den neueren Baujahren des Assetto Corse ist 7,5J und hat eine angenehmere Einpresstiefe und sieht zudem nicht verkehrt aus... über das Gewicht findet sich im ganzen Netz nichts, angeblich soll die Felge jedoch geschmiedet (sprich ich hoffe leicht) sein - 4 bestellt - ich bin guter Dinge. Kann es kaum erwarten bis die Teile da sind und ich sie endlich auf meine Waage packen kann... ich hoffe ich komme auf unter 17 kg pro Komplettrad - dann wäre ich vollends zufrieden.
       
      Gibt es hier, super Adresse zum bestellen:
      http://www.fiatshop.at/Zubehoer/Abarth-Zubehoer/Abarth-500/abarth-assetto-corse-oz-racing-felgen.html
       

       
      So, mehr fällt mir gerade nicht ein - nur so viel Vorfreude pro Meter Fahrzeuglänge hatte ich glaube ich noch nie.
       

    • sstaiger
      Von sstaiger
      Sicher nicht Sportwagen, aber öko, ich bin grad eh' auf dem Panda-Trip und wusse nicht wo sonst hin damit:
      Hat jemand von Euch dieses Fahrzeug schon mal gesehen / gefahren?
       
      https://de.wikipedia.org/wiki/Fiat_Panda#Panda_Elettra
       
      Stelle ich mir lustig vor als Stadtwägelchen + Vollelektrisch + bald Oldtimer. Technisch sicherlich eine Herausforderung, aber Batterien sollte man gegen viel Geld ja besorgen können.
       
      @kkswiss @F40org
    • kkswiss
      Von kkswiss
      Nun wir haben hier ja bei CP einen Thread, der da heisst: Autos
      Hier haben wir ein Auto, was man sicher dazuzählen kann.
      Den Fiat Panda 141 (1. Serie) mit dem Puch 4x4 Allradantrieb.
      Für unser Ferienhaus suchten wir schon lange ein Gefährt, welches bei Schnee (viel Schnee) auch noch gut funktioniert.
      Die neuen, grossen SUVs sind zwar nicht schlecht im Schnee, aber wenn die mal ins rutschen kommen, gibt es kein halten mehr.
      Und wenn man sich näher bei uns umschaut, ist ein Auto im Winter immer unterwegs und zuverlässig, der gelbe Panda vom Pöstler.
      Was liegt also nahe, sich so ein Auto zu kaufen?
      Die Marktsituation! In der ganzen Schweiz gibt es über 1 1/2 Jahr maximal 6-10 Pandas mit 4x4, aus der ersten Serie.
      Sicher spielen da Faktoren mit wie diese:
      Classicdriver
      Motor Klassik
      Auto Bild
      Leider wurden alle Autos im Netzt so runter geritten, dass sie aufgrund der KM Leistung und dem extremen Rostfrass nicht in Frage kamen.
      Also musste ein Auto aus Süditalien her. Das hat sicher weniger Rost als unsere in der Schweiz.
      Importiert wurde das Auto von der Carrotec AG, welches auch den Alfa von locodiabolo restauriert.
       
      Das waren die Fotos von Mobile:
       
      Und so sieht es wirklich aus:
       
      Ist doch gar nicht so schlecht, oder???
       
      Da ich finde, dass solche Autos erhalten bleiben müssen, habe ich mich entschieden, das Auto von Carrotec wieder in den „Neuzustand“ (original Wortlaut) versetzen zu lassen!
      Ich freue mich schon jetzt auf den kleinen!
    • Hessenspotter
      Von Hessenspotter
      Neben dem Projekt E34 und E39 würde ich gerne mal abseits von der BMW Sparte einmal den Fiat meines Vaters vorstellen. Das Fzg. kam im Dezember 2015 in unseren Fuhrpark, bis zu diesem Zeitpunkt lief es in einer Fzg. Vermietung. Es handelt sich um einen 2002er Fiat Seicento Michael Schuhmacher Edition.
       

      Die Besonderheiten der Michael Schuhmacher Edition sind fast nur rein optischer Natur:
      - Abarth Bodykit (bestehend aus Frontschürze, Schweller, Stoßstange und Heckspoiler)
      - Sportschalensitzen (klappbar)
      - Plakette im Innenraum

      - Pedalabdeckung in „Racing Optik“
      - Schriftzug an der Karosse
      - ABS System
      - 175er Breitreifen auf Abarth Felgen
       
       
      Das Fzg. soll zum Spaßmobil für Landstraße und Rennstrecke umgebaut werden, dafür sprechen die etwas um 800kg Leergewicht. Leistungsmäßig ist der 1.1er MPI Motor leider relativ Tuning resistent. Da der Motor bereits Euro 3 erfüllen muss sind jegliche Umbaumaßnahmen wie Einzeldrosselklappen, scharfe Nockenwelle, Fächerkrümmer uvm. Nicht legal möglich. Bis zur Einführung der Euro 3 in 2001 wurden die 1.1L SPI Motoren verbaut, diese kann man bei entsprechender Bearbeitung auf ca. 80-90PS trimmen. Jedoch hat man dann immer noch einen 1.1er Motor mit einem 8V Kopf in den mehrere Tausende Euro geflossen sind …

      Schon zur Produktionszeit gab es deshalb von Novitec Turbo Kits für die Seicentos (zu dieser Zeit hat Novitec noch nicht „nur“ teure Fiats (die mit dem Pferde-Logo) getunt). Mit diesem Kit leistet der Motor 101PS, durch veränderte Vorgaben bei Motoreintragungen (VdTÜV 751) und der Einführung der Euro3 sind diese Kits heute leider nicht mehr eintragbar in Deutschland und sind auch nicht mehr bei Novitec zu erwerben.
      Aus diesen Gründen bleiben wir bei der Serienleistung (bzw. versuchen diese erst einmal überhaupt zu erreichen).
       
      Als das Auto dann auf der Bühne bei uns stand haben wir erst einmal eine Bestandsaufnahme gemacht … Daraus ist dann folgende Liste entstanden:
      Ventildeckeldichtung
      Luftfilter Serie (K&N für MPI nicht verfügbar), Hengst
      Zündkerze x4, NGK
      Ölfilter x2, Hengst
      Bremssattel Reparatursatz (vorne)x2, ATE
      Bremstrommel hinten x2 ,ATE
      Bremszylinder Hinterachse x2, ATE
      Querlenker vorne komplett x2
      Getriebelager, Febi Bilstein
      Stabigummi (Lagerung innen und außen, die äußeren Gummis sind nicht mehr liefbar hat sich später heraus gestellt)
      HA Lager Powerflex, Black Series
      Bremsbeläge Hinterachse (Trommel), ATE
      Bremsscheiben vorne, Zimmermann Coat-Z Sport (gelocht)
      Bremsbeläge VA , EBC GreenStuff (aus Ermanglung an brauchbaren Bremsbelägen … es gibt für diese Bremsanlage sonst einfach keine Sportliche Bremsbeläge)
      Stahlflex, Goodridge vorne und hinten
      Fahrwerksstrebe vorne unten zwischen den Querlenkern, Wiechers
      Domstrebe hinten, Wiechers
      Domstrebe vorne oben, Wiechers
      Querlenkerlager VA vorne, Powerflex BlackSeries
      Querlenkerlager VA hinten, Powerflex BlackSeries
      ÖL 10W40 Liqui Molly
      Fahrwerk TA Technix (aus Ermanglung an Fahrwerken … es gibt sonst nur das KW V1 für 1000€ … )
      Motorlager links und rechts
      Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung
      Domlager vorne links und rechts
       
      Und ich darf sagen, ich war begeistert wie günstig Fiat Ersatzteile sind :-D Die komplette Liste hat ca. 1200€ gekostet ;-) Ich kenne die BMW Preise, und da hätte ich locker 400-500€ mehr für bezahlt.
       

       
       
       
      Gleichzeitig war im Internet auf der Suche nach brauchbaren Motorsportteilen für das Auto … leider gibt es da fast gar nichts. Aus einer Schlachtung konnte ich günstig eine original Novitec Duplex Anlage ergattern, dafür fährt man auch mal nach Remagen ;-). Interessant ist, das Novitec keine eigene Abgasanlagen herstellt, sondern nur Vortex Anlagen als „ihre eigenen“ verkauft hat. Aber auch Vortex fertigt nicht die Anlage, die Anlage wurde im Auftrag Vortex von einer schwedischen Firma gefertigt. In div. Youtube Videos kann man sich vom Klang der Abgasanlage überzeugen ;-).

       
      Klangmäßig geht die hier so in die Richtung ;-) ...
       
       
       
       
       
      Nach der AGA brauchten wir nun jetzt noch brauchbare Reifen. Die Auswahl an brauchbaren sportlichen Reifen ist leider sehr eingeschränkt, heute produziert einfach fast kein Hersteller mehr sportliche Reifen in diesen kleinen Größen. Aus Übersetzung und Fahrdynamischer Sicht war 175/50/13 die einzige interessante Größe die freigegeben ist. Leider gibt’s in 175/50/13 als sportliche Reifen nur den Nankang NS2R und den Yokohama A539. Der Nankang hat in 175/50/13 leider keine Straßenzulassung … das musste ich vom Reifenhändler erfahren nachdem ich diese schon bei ihm bestellt und bezahlt hatte, natürlich musste er die Bestellung stornieren (mal davon abgesehen dass sie auf einmal dann doch nicht lieferbar waren). Also blieben ja nur noch Yokos, die mit 108€ das Stück nur 15€ pro Reifen günstiger sind als der passende Avon SSR Semislick in der Größe. Semisslicks sind wegen mangelnder Alltagstauglichkeit ausgeschieden (und O-Ton „ mit soften Semis hat man beim Seicento schon fast eine Stoppie-Garantie“). Für schmales Geld konnte ich einen gebrauchten Satz A539er bekommen. Zum Testen reicht es, da muss nicht direkt der Satz frische Reifen drauf für 500€ …
       
      Hier einmal das Profil des A539

       
       
      Im Bereich der Front wurden schon ein paar kleine Veränderungen vorgenommen. Da unter den Scheinwerfern ein „Fake“ Lüftungsschacht ab Werk vorhanden ist haben wir diesen entsprechenden modifiziert, sodass sich in der endgültigen Version der Motor die Ansaugluft direkt aus dem Schacht unterhalb des linken Scheinwerfers zieht. Auf der rechten Seite wird die Luft direkt auf Motor/Zylinderkopf geführt um diesen unter Last besser zu kühlen (der Motor hat die heiße Seite vorne).
       
      Hier die "Fake" Lüftungsschlitze incl. Bohrungen für die Kühlung

       
       
       
       
      Der Arbeitsplan sieht aktuell wie folgt aus.
      - VA ausbauen
      - Motorlager und Getriebelager erneuern
      - Bremse überholen
      - Rost entfernen
      - und dann „alles-nur-noch-wieder-mit-neuen-Teilen-zusammen-stecken“
      Dann
      - HA ausbauen
      - HA Lager erneuern
      - Bremse hinten erneuern
      - HA Träger strahlen lassen
      - Rost entfernen
      - Fahrwerk einbauen
      - „den-Rest-zusammen-bauen“
       
       
      In der Vorbereitung wurde bereits eine Motorspülung durchgeführt … Im Motor sind deutliche Ablagerungen sichtbar … der Ventildeckel musst sogar erst einmal vom ganzen Schmodder befreit werden. Nach der Spülung kam günstiges 10W40er Öl rein und ein neuer Filter (ein Filter kostet nur 4€ weshalb man einfach für jede Spülung einen neuen rein machen kann) und dann gabs ca. 300km Vollgas auf der Autobahn … Nach 300km wieder das Öl raus, es zeigte sich eine deutliche Besserung. Die Ablagerungen sind wesentlich weniger geworden. Hier ein Hinweis am Rande … man sollte niemals (!!!) einen Motor in dem eine Ölspülung oder ein Hydrostößeladditiv gefahren wird, auf der Rennstrecke fahren oder anders weitig stark belasten. Die Lösungsmittel in der Spülung oder den Additiven können zum abreißen des Schmierfilms in den Gleitlagern von Kurbelwelle, Pleullager oder Nockenwelle führen. Motorschäden sind leider die Folge …
       
      Wenn man einen Fiat Querlenker bestellt wird er direkt mit allen Gummilagern geliefert, ohne Aufpreis, man bekommt sein einfach bereits montiert dazu … ohne das man danach gefragt hat :-D egal. Sie mussten den wesentlich härteren PowerFlex Black Series Buchsen weichen. Ich habe in 3 Fahrzeugen schon PowerFlex Buchsen verbaut, und bin immer sehr zufrieden. Sie haben den riesigen Vorteil, dass man zum Einbau meistens kein aufwendiges Spezialwerkzeug benötigt. Ein wenig Silikonspray oder Kupferpaste reicht zum Einbau.
      Bei Frontgetrieben Fahrzeugen muss man härtere Fahrwerkslager auch beim einstellen der Spur berücksichtigen, durch die weichen original Lager verfügen die meisten Fahrzeuge über eine „dynamische Spur“. Die Fahrzeuge werden in Nullspur eingestellt für einen reduzierten Reifenverschleiß, beim beschleunigen sorgen die Radkräfte für eine Verformung der Fahrwerkslager die dazu führt dass eine Vorspur entsteht welche das Fzg. beim Beschleunigen stabilisiert. Bei harten Fahrwerkslagern entfällt dieser Effekt, in Folge dessen wird gleichzeitig aber auch die Lenkung genauer, weshalb man abhängig von der eigenen Vorliebe eine leichte Vorspur oder eine Nullspur einstellt. Im Gegenzug wird das Fzg. beim Bremsen aber auch stabiler, je nach Ausführung der original Lager kann nämlich beim Bremsen eine Nachspur entstehen welche zu einem recht nervösen Fzg. beim Bremsen führt. Nicht das was man sich wünscht.
       
      Hier ein alter Querlenker

       
      Hier einmal im Vergleich links einen neuen Querlenker mit original Lagern, und rechts mit den neuen Lagern

       
      Im Detail erkennt man dann deutlich den Unterschied der Lager ;-)

       
      An diesem Wochenende ging es dann los mit dem zerlegen … und direkt die erste Durchrostung gefunden … Bevor das Auto überhaupt auf der Bühne stand … Radlauf hinten rechts ist durch … egal da kommt demnächst ein Blech drüber.
       
      Radhaus vorne links ...

       
      Begonnen wurde gemäß Plan mit der Vorderachse, nach der Demontage der Räder und dem Entfernen der Radbolzen (ja der Fiat hat Stehbolzen, sowas muss man bei BMW nachrüsten :D) wurde klar dass wir einmal rundum neue Stehbolzen brauchen incl. Muttern. Die Gewinde sind schon ziemlich verbraucht und solch ein Projekt soll später nicht an einem abreißenden Radbolzen kaputt gehen. Im Rennsport haben wir übrigens bei den meisten Fahrzeugen ca. nach der Hälfte der Saison die Radbolzen raus geschmissen (meistens vorm 24H Rennen) und ersetzt … Bei meinem eigenen Rennauto schmeiße ich auch nach spätestens 2 Saisons die Radschrauben weg. Sie sind nun einmal die einzige Verbindung zwischen Auto und Felge und es sollte sich dem entsprechend um diese gekümmert werden. Mir stellt es persönlich die Nackenhaare auf, wenn ich Kundenfzg. sehe die in manchen „Rennteams“ gewartet werden die teilweise mit unterschiedlichen Radschrauben (Kegelform, Länge) unterwegs sind … wo dann mal eben auf einem Trackday bei einem normalen Radwechsel beim anziehen mit 110NM der Schraubenkopf abreißt ….
       
      Kurz drauf reißt die erste Schraube ab …

      Keine Ahnung was für eine Qualität da verarbeitet wurde, aber so weich wie die war … 4.6. Die erste abgerissene Schraube ist bei uns so der erste Meilenstein im Projekt :-D, kurz danach kapituliert unser treues Konverterstück von ¾ Zoll auf ½ Zoll … es hat jetzt schon so viele verdammt fest sitzende Schrauben und so viel Beanspruchung ausgehalten (u.a. das komplette E39 Projekt)… und jetzt ist es ausgerechnet an so einer mickrigen Schraube … egal (wir brauchen doch eine 32er Nuss in ¾ Zoll …)
       

       
      Nach ca. 2h war die komplette VA draußen.
       

       
      Dies war aber so schnell nur möglich dank eigens hergestellten "Spezialwerkzeug" in Form eines abgeänderten Schlüssel, der es uns ermöglichte relativ einfach den fest sitzenden Konus des Traggelenkes im Radträger mit entsprechender Kraft zu trennen.

       
      Danach konnten wir dann nacheinander die Motorlager erneuern. Das linke war deutlich erkennbar ausgerissen, der rechte nur eingerissen. Vom reinen Arbeitsaufwand her ist das Linke recht einfach zu tauschen, das Rechte kann nur bei abgesenktem Motor und gelockerter Zahnriemenabdeckung demontiert werden. Dafür staunten wir umso besser als sich das alte Motorlager beim demontieren in Staub auflöste … Krass wie sich das Lager nach 14 Jahren einfach mal aufgelöst hat … aber solch eine sinnfreie Lagerkombination (Alulager und Stahlschraube) ist ja geradezu prädestiniert für Kontaktkorrosion, zumal das Verwendete Material anscheinend so ziemlich der aller letzte Alu-Dreck ist der gerade über war … Mit solch sinnfreien Lagerkombinationen ist Fiat übrigens nicht alleine, durch die Bank durch gibt es dieses Problem bei fast allen Fzg. Herstellern mit Alubauteilen im Fahrwerk (z.B. BMW, VW, Audi, Mitsubishi …) nur lösen sich dort nicht Fahrwerksteile auf … sie backen einfach fest. Nach dem Entfernen der Radinnenhäuser (was nur bei demontiertem Federbein geht) konnten wir dann noch mehr Stellen mit Rost finden, jedoch nichts gravierendes. Alle Fahrwerksteile sowie entsprechend auffällig gewordene Karosserieteile werden gesäubert und entsprechend konserviert.
       
      Lager vorne links vorher, mitten drin und nachher

       
      Getriebelager

       
      Motorlager rechts


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