Techart GrandGT – Total panamerisiert

Nachdem im März in Genf das erste Ergebnis eines Brainstormings in Form des Concept One ausgestellt war, machen die Leonberger mit dem Techart GrandGT nun Nägel mit Köpfen. Mit seinen 579 PS gehört der Wagen auf Basis des Panamera definitiv zu den wirklichen Sportlern unter den Limousinen. Die sportliche Optik braucht sich dabei auch nicht zu verstecken. Und, oh Wunder, der Premierenort ist nichtmal allzuweit entfernt von dem des Concept One.

Techart GrandGT

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Als auf dem Genfer Salon das Techart Concept One präsentiert wurde, ließen die Leonberger Ingenieure durchblicken, dass ein ähnliches Fahrzeug durchaus ins Portfolio übernommen werden würde. Dass es nun bis Ende Oktober gedauert hat zeigt, dass man bei Techart lieber Qualität abliefert, als irgendwelche halbfertigen Tuningteile.

Daher bestehen die Design-Anbauteile außen auch aus einem Verbundsstoff, der aus Carbon und Glasfaser-Kunststoff hergestellt wird. Bei einigen Komponenten setzt man auch auf PU-RIM-Kunststoffe, die man aus dem Rennsport kennt. Insgesamt überzeugen diese Teile nicht nur durch ihr niedriges Gewicht und die hohe Belastbarkeit, sondern auch über die enorme Passgenauigkeit, mit der sie sich an die Originalkarosserie anfügen lassen.

Bereits von vorne wird der Betrachter durch große Kühlluftöffnungen und einen in die Frontschürze integrierten Splitter beeindruckt. Die Belüftungsöffnungen versorgen dabei sowohl den Ladeluftkühler als auch die Bremsen mit mehr Frischluft. Zusätzlich sind Tagfahr-LEDs inklusive Blinkereinheit in der Schürze verbaut. Die Carbon-Motorhaube mit integrierten Luftauslässen hält den Temperaturhaushalt des V8-Biturbo-Motors auf optimalem Niveau. Erst auf den zweiten Blick fallen die optimal eingepassten Kotflügelverbreiterungen inklusive der neuen Seitenschweller ins Auge. Der GrandGT ist somit vorn 42 und hinten 84 Millimeter breiter als der Basis-Panamera. Somit können natürlich auch die Raddimensionen anwachsen, was zu mehr Grip führt. Sportliche Leichtmetallräder in 20, 21 oder 22 Zoll sorgen dabei für einen wahrhaft guten Auftritt. Mittels Scheinwerferringen und Zierstreben an den seitlichen Luftauslässen, die der Kunde individuell farblich abstimmen kann, setzt Techart kleine Design-Highlights.

Die sportliche Linienführung wird durch einen neuen, größeren Heckflügel in Kombination mit einem Dachspoiler abgerundet. In der Heckschürze sitzen nicht nur Entlüftungsöffnungen für die hinteren Radhäuser, in der Mitte ist außerdem ein großer Diffusor integriert. In diesem sitzen auch die jeweils zweiflutigen Abgasendrohre der Sportauspuffanlage, die es auf Wunsch auch mit Klappensteuerung gibt. Sie verhilft dem Techart GrandGT in Zusammenarbeit mit dem Leistungskit TA 070/T1 zu einer höheren Motorleistung auf Knopfdruck. Wenn der Fahrer die Sporttaste im Innenraum drückt, entfacht der Motor nicht nur die serienmäßigen 368 kW/500 PS, sondern deren 426 kW/579 PS, sowie gigantische 830 Newtonmeter Drehmoment. Der 4,8 Liter große Kraftklotz erhält zusätzlich ebenfalls eine Verschönerung in Form von Carbonteilen und roten Akzenten.

Für das Interieur zeichnet die Techart-Sattlerei verantwortlich. Alles, was gut und teuer ist, darf seinen Weg in den Techart GrandGT finden – sofern es nicht gegen Gesetze verstößt und dem Kunden gefällt. Wie schon bei den Exterieur-Teilen gilt natürlich auch für den Innenraum: Die Qualität setzt Maßstäbe. Mit viel Sorgfalt entsteht hier eine Wohlfühllandschaft, die für viele tausend Kilometer ein Zuhause bieten kann. Natürlich nicht nur für den Fahrer. Auch an die Fondpassagiere hat Techart gedacht und hat verschiedene Entertainmentkomponenten ins Programm genommen, um die Reisen im GrandGT so angenehm wie nur irgendwie möglich zu gestalten.

Seine Premiere feiert der Techart GrandGT auf der Car Show in Zürich zwischen dem 11. und 14. November. Deutsche Kunden können sich das Fahrzeug dann erstmals auf der Essen Motorshow ab dem 27. November ansehen.

Quelle: Techart

Autor: Matthias Kierse

26. Oktober 2010|Categories: Magazin|Tags: , |