SEMA 2009 – Hot Rods und andere Spielzeuge

Wenn Papa schon einen flammenden Hot Rod fährt, will Sohnemann sowas meist auch haben. Wenn der Junior aber noch zu klein ist, um selbst Auto zu fahren, hilft nur „Pimp my Toys“. Anders lässt es sich wohl nicht erklären, dass auf der SEMA sogar getunte und mit Airbrush verzierte Dreiräder zu sehen waren. Ken Block und sein Rallye Subaru waren auch da, letzterer auf Kettenantrieb umgebaut. Auch sowas sieht man wohl nur in Las Vegas auf der SEMA.

SEMA 2009 - Donnerstag

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Hot Rods gehören zu Amerika ebenso dazu, wie fettige Pommes zum Burgermenü. So waren natürlich auch einige dieser Fahrzeuge auf der SEMA zu sehen, bei denen man nichtmal mit viel Fantasie noch die ursprüngliche Basis erkennen kann. Überraschend für mich war es jedoch, dass selbst an die Kinder gedacht wird. Ein Dreirad mit Airbrush und langen Kotflügeln habe ich bei uns bisher noch nicht im Spielwarenhandel gesichtet.

Was macht ein Raupenantrieb an einem Rallyeauto? Nun, wer „Ken Block“ bei Youtube eingibt und ein klein wenig sucht, wird dort fündig werden, mehr seie an dieser Stelle nicht verraten. Für viele Amis sind normale Rallyes uninteressant, dafür Baja-Rallyes mit dicken V8-Pickups umso interessanter. Ein solches Fahrzeug, dem Dreck nach zu urteilen direkt von der Rallyepiste in die Halle abgebogen, war auch ausgestellt.

Wie bereits im letzten Artikel erwähnt, waren der Dodge Charger und der Ford Mustang fast genauso häufig als Tuningobjekte vertreten, wie der Chevrolet Camaro, daher habe ich euch noch ein paar Bilder von diesen Fahrzeugen mitgebracht.

Als Gast des SEMA-Verbandes durfte ich abends als Vertreter von Carpassion.com am alljährlichen Galadinner teilnehmen. Wenn die Branche schon nicht gefeiert wird, dann feiert sie sich eben selbst! Knapp 3000 SEMA-Angestellte, Mitglieder des Verbandes und Vertreter der Industrie, verteilt auf 300 Tische à 10 Personen im großen Saal des Hilton Hotels hatten angesichts des hervorragenden Essens und der geboteten Show viel Spaß. Zwischen Filetspitzen und Mousse au Chocolat hat der CEO des SEMA Verbandes Christopher J. Kersting seine Helden in den Bereichen Entwicklung, Verkauf und Partnerbetreuung gekürt. Höhepunkt war die Ernennung von drei neuen Mitgliedern der SEMA „Hall of Fame“. Die Amis wissen wie man sowas macht: Aufstehen, Hymne singen, klatschen, loben – das volle Programm. Auch wenn ich die Nominierten nicht kannte, war es doch eine äusserst eindrucksvolle Veranstaltung, die einfach nicht enden wollte. (Nebenbei bemerkt: im Hilton gibt es Warsteiner, Becks und hervorragende Caipirinhas!)

Doch der Terminkalender kennt keine Gnade. Am nächsten Morgen stand der Gegenbesuch bei den Nominierten des Global Media Award auf dem Programm. Wie bereits erwähnt habe ich eine Schwäche für die OBD-Schnittstellen-Produkte und deren Verarbeitung am Apple iPhone. Es gibt 2 Arten von Herstellen in dem Bereich. Die einen, die Hardware (OBD-Interface) und Software selber machen und die, die nur das Eine oder das Andere entwickeln. Offenbar haben auch einige der anderen Juroren das so gesehen: Ganz besonders möchte ich an der Stelle goPoint Technology erwähnen. goPoint hat zu Recht den Award abgesahnt, unter anderem mit der Stimme von CP. Das war den Jungs sogar einen kleinen Dankespost auf deren Website wert, inklusive Nennung von Carpassion.com (wenn auch das angegebene Land nicht ganz stimmt) und Bild mit mir und dem CEO von goPoint. Mal sehen ob wir so ein Ding zum Ausprobieren herbekommen.

Ausserdem nicht unerwähnt lassen möchte ich weitere interessante Produkte:
www.palmerperformance.com
www.witnesstech.com
www.gopro.com
www.forgiato.com

Nun sind drei anstrengende Messetage zu Ende und während ihr diese Zeilen lest, sitze ich bereits im Flieger nach Hause. Ich hoffe, ihr hattet beim lesen mindestens soviel Spaß wie ich beim herumlaufen und fotografieren.

Autor und Fotograf: Oliver Bassler

7. November 2009|Categories: Magazin|Tags: |