Koenigsegg One:1 – Schwedischer Wahnsinn – Update

Die finalen Daten und Bilder zum Koenigsegg One:1 sind da und die Schweden liegen wohl kaum falsch, wenn sie vom allerersten „Megacar“ der Geschichte sprechen. Immerhin leistet der Biturbo-V8-Motor ein Megawatt! Umgerechnet entspricht das 1.360 PS, die auf ein Leergewicht von 1.360 Kilogramm inklusive Fahrer und Treibstoff treffen – daher der Name One:1. Lediglich sechs Exemplare wird Koenigsegg in einer Kleinstserie auflegen.

Koenigsegg One:1

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Koenigsegg präsentiert auf dem Genfer Autosalon den neuen One:1 und nennt ihn das erste "Megacar" der Geschichte.

Nachdem das erste Teaserbild noch vieles im Unklaren beließ, gibt es nun fast alle Details zum neuen Koenigsegg One:1.  Was da in Schweden auf Basis der Agera-Rohkarosserie entstanden ist, hat mit dem bereits ultraschnellen Sportwagen nicht mehr viel zu tun. Daher passt der vom Werk gewählte Ausdruck des „Megacar“ anstelle des im englischen Sprachgebrauch weit verbreiteten Terminus „Hypercar“ durchaus. Bereits der Blick auf die Frontpartie offenbart einen tiefer heruntergezogenen Spoiler und zwei zusätzliche Luftleitbleche an jeder Seite. Die Haube integriert neue Luftauslässe und auch die Öffnungen hinter den Vorderrädern wurden umgestaltet. Der One:1 ist Koenigseggs erstes Fahrzeug mit fest verbautem Carbondach, in das ein Lufteinlass für das Triebwerk verbaut ist. Am Heck sitzt der verstellbare Flügel mit Doppelprofil auf zwei hohen Stützen, die wie Finnen vom Dach bis nach ganz hinten reichen. Das komplette Fahrzeug ist konsequent auf beste Aerodynamik in Verbindung mit hohem Anpressdruck getrimmt und zeigt dies auch deutlich. Gleichzeitig sorgt der konsequente Einsatz von Carbon für ein Gesamtgewicht von 1.360 Kilogramm inklusive eines durchschnittlichen Fahrers und aller notwendigen Betriebsflüssigkeiten.

Den aerodynamischen Abtrieb braucht man im Koenigsegg One:1 auch, zumindest wenn man nur halbwegs erfahren möchte, was in ihm steckt. Der V8-Biturbo-Motor hinter den Passagieren mit seinen 5,0 Litern Hubraum bringt 1 Megawatt auf die Kurbelwelle. Umgerechnet entspricht das 1.360 PS. Gleichzeitig versucht das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe Herr über die 1.371 Newtonmeter Drehmoment zu werden. Bei trockener Fahrbahn und sensiblem Popometer sollen somit Beschleunigungswerte von 0 auf 400 km/h in rund 20 Sekunden möglich sein. Um aus dieser Geschwindigkeit im Anschluss wieder in den Stand abzubremsen vergeht nur halb so viel Zeit. Aus Tempo 100 auf 0 sind es sogar nur 28 Meter. Der Agera R spendet sein Bremssystem mit 397 Millimeter großen Scheiben vorn und 380 Millimetern Durchmesser bei den hinteren  Bremsscheiben.

Die vorne 19 und hinten 20 Zoll großen Vollcarbon-Räder mit hohlen Speichen sind mit Michelin Cup-Reifen bestückt, die eine Geschwindigkeitsfreigabe bis 440 km/h erhalten haben. An der Zapfsäule können Besitzer eines One:1 bei Verfügbarkeit zwischen Super-Kraftstoff und E85 wählen, beides verträgt das Triebwerk problemlos. Allerdings werden sich weltweit maximal sechs Personen zeitgleich dieser Wahl stellen, da Koenigsegg die Kleinstserie des One:1 auf diese Anzahl limitiert hat.

Quelle: Koenigsegg

28. Februar 2014|Categories: Magazin|Tags: , |