Audi im Motorsport 2010 – Vier Ringe = vier Einsatzgebiete

Audi ist seit Jahrzehnten im Motorsport fest verwurzelt. So wundert es kaum, dass man auch 2010 auf vier breiten Säulen weiterhin Rennen fahren wird: Le Mans International Cup, 24-Stunden-Rennen in Le Mans, DTM und Kundensport-Einsätze in FIA GT3 und auf der Nordschleife sind fest geplant. Zum Einsatz kommen dabei der Prototypen-Rennwagen Audi R15 TDI, der Tourenwagen Audi A4 V8 DTM und das GT3-Kundensportauto Audi R8 LMS.

Audi war in der Saison 2009 sehr erfolgreich unterwegs. Einzig der Sieg beim prestigeträchtigen Langstreckenklassiker in Le Mans fehlte als Kirsche auf der Sahnetorte. Im nächsten Jahr wird man einen neuen Anlauf wagen.

Dazu tritt man vorher bereits mit dem weiterentwickelten Audi R15 TDI im neu geschaffenen Le Mans International Cup an. Dabei handelt es sich um eine internationale Rennserie für LMP1-Prototypenrennfahrzeuge, die vom ACO (Automobile Club de l’Ouest), dem Veranstalter des 24-Stunden-Rennens in Le Mans ausgerichtet wird. In der Premierensaison gehören das 1000 km Rennen in Silverstone (Großbritannien), das „Petit Le Mans“-Rennen in Road Atlanta (USA) und ein noch nicht benanntes Rennen in Asien zum Kalender. Weitere Läufe sollen ab 2011 in den Rennkalender aufgenommen werden. Audi unterstützt diese neue Serie mit gleich zwei R15 TDI.

Als Generalprobe für den Höhepunkt der Rennsaison, das schon angesprochene 24h Rennen in Le Mans, wird Audi vorraussichtlich am 1000 km Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien) teilnehmen. Auf dem französischen Kurs an der Sarthe möchte man dann schließlich die Misere von 2009 vergessen und der versammelten Konkurrenz erneut zeigen, wozu vier Ringe fähig sind. Dazu tritt man mit drei Audi R15 TDI an.

Nach der erfolgreichen Titelverteidigung von Timo Scheider in der DTM war es sehr absehbar, dass Audi sich auch hier weiterhin zeigen würde. Da die 2009er Fahrzeuge durch das Reglement „eingefroren“ wurden, also technisch und aerodynamisch nicht verändert werden dürfen, hat die Motorsportabteilung entsprechend wenig Vorbereitungsarbeit zu leisten: was gut ist, bleibt auch über den Winter gut. Man konzentriert sich stattdessen bereits auf den Nachfolger, der nach neuem Reglement in der Saison 2011 angreifen soll. In der kommenden Saison werden wir 9 Fahrzeuge aus Ingolstadt an den Startlinien der DTM sehen, die von den Teams ABT Sportsline, Phoenix und Rosberg eingesetzt werden. Als Ersatz für den aus der DTM ausgestiegenen Le Mans-Rekordsieger Tom Kristensen aus Dänemark rückt Youngster Oliver Jarvis ins Cockpit eines aktuellen DTM-Renners, nachdem er in den letzten beiden Saisons im Vorjahresauto seine Klasse bewiesen hat.

Auf der Kundensportebene hat sich der Audi R8 LMS in diesem Jahr erstmals der Konkurrenz gestellt. Und das gleich erfolgreicher als erwartet. 23 Siege und drei Meistertitel sind eine deutliche Ansage für die erste Saison eines Rennfahrzeugs. Ab Ende März rollen die weiterentwickelten R8 GT3-Rennfahrzeuge zu den Kundenteams, allerdings maximal 20 in Europa, da Audi den Teams auch entsprechend guten Service bieten möchte. Sehen wird man den Audi R8 LMS in der Saison 2010 mit Sicherheit in der FIA GT3-Rennserie, in der deutschen ADAC GT Masters und in der VLN, sowie bei den 24h am Nürburgring.

Quelle: Audi Motorsport Presseserver

Autor: Matthias Kierse

8. Dezember 2009|Categories: Magazin|

One Comment

  1. AM-DBS 9. Dezember 2009 at 16:04

    Und die 2. Kirsche, der Sieg beim 24h Rennen auf dem Nürburgring, wurde trotz sehr großen engagement auch nicht erzielt.O:-)