Abarth 695 Tributo Ferrari – Westentaschen-Sportler in vier Farben erhältlich

Sein Debut feierte der Abarth 695 Tributo Ferrari bereits auf der IAA im Herbst 2009. Doch erst jetzt beginnt die Bestellphase für den heißen Kleinstwagen. Und die ersten wirklichen Infos sind auch erst jetzt erschienen. So wird es den kleinen Skorpion neben dem von Ferrari ausgeliehenen Rosso Corsa auch noch in drei weiteren Farbtönen des Sportwagenherstellers geben. Jede Farbe ist individuell limitiert, insgesamt wird es 1.696 Abarth 695 Tributo Ferrari geben.

Abarth 695 Tributo Ferrari

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Zwar haben wir bereits alle Infos, abgesehen von den deutschen Preisen, für den Abarth 695 Tributo Ferrari erhalten, an Pressebildern für die drei weiteren Farben mangelt es jedoch momentan noch, so dass wir Sie als Leser hier zur Fantasie anregen möchten.

Ja, der 695 erscheint nun tatsächlich. Nach seiner Präsentation auf der IAA 2009 war es relativ still um dieses Fahrzeug geworden, aber nun geht es Schlag auf Schlag. In dieser Woche begann die Bestellfrist für die Version im Ferrari-Rot-Ton „Rosso Corsa“. Ausgeliefert werden die ersten Fahrzeuge im Juli. Es folgen Versionen in „Giallo Modena“ (gelb), „Grigio Titanio“ (silbergrau metallic) und „Blu Abu Dhabi“ (blau metallic), von denen die letzten Beiden ab Oktober bestellbar sind, während die gelbe Variante im März 2011 den Abschluss bildet.

Alle Versionen sind individuell limitiert. Wie bei den Fahrzeugen, denen der Abarth 695 gewidmet ist, wird es von der roten Version die Meisten geben, nämlich 1.199 Stück weltweit. Giallo Modena folgt mit 299 Einheiten und silber und blau sind mit je 99 Stück sehr rare Sammlerstücke.

Mit dem 695 Tributo Ferrari möchte Abarth die Lücke zwischen dem kleinen und sehr beliebten Fiat 500 und den Traumwagen von Ferrari ein wenig verkleinern. Dafür erhält der Skorpion einen deutlich spitzeren Stachel mit einer Leistungssteigerung auf 132 kW/180 PS und 230 Newtonmeter Drehmoment im Normal-Modus, die sich auf 250 Newtonmeter im Modus „Sport“ erhöhen lassen. Diese italienischen Rennpferde werden nicht wie bei den anderen Abarth 500ern über ein manuelles Schaltgetriebe an die Vorderräder übertragen, sondern über ein sequenzielles Fünfgang-Getriebe mit Wippen am Lenkrad.

Da wir nur Bilder der roten Variante zur Verfügung haben, schauen wir uns anhand derer wenigstens den Ausstattungsumfang genauer an.
Von außen ist der Tributo Ferrari neben der Lackierung in einem der vier genannten Farbtöne auch an den zwei silbernen Längsstreifen zu erkennen, die Sportwagenfans vom 430 Scuderia kennen. Hinter den Türen sitzt eine „695 Tributo Ferrari“-Plakette und durch die speziellen Leichtmetallräder lugt eine Brembo-Bremsanlage. Am Heck schauen links und rechts je zwei Auspuffrohre der „Record Monza“-Abgasanlage mit Klappentechnik ins Freie. Die restliche Karosserie entspricht dem Abarth 500 esse esse.

Im Innenraum fällt der großzügige Einsatz von Leder und Carbon auf. Allerdings zeigen die Bilder noch das Vorstellungsfahrzeug der IAA und offensichtlich hat Abarth beschlossen, die Fußmatten in Alu-Look gegen Standardteile auszutauschen – vielleicht auch aufgrund gewisser Gaspedalproblematiken anderer Hersteller in jüngster Vergangenheit. Die Sportsitze stammen von Sabelt, sind zusammen 10 Kilogramm leichter als die Seriensitze und sind bei roter und gelber Außenlackierung mit schwarzem Leder bezogen und mit Ziernähten in Wagenfarbe versehen. Die Version in Blu Abu Dhabi erhält graues Leder mit schwarzen Sitzwangen und die Käufer der Variante in Grigio Titanio nehmen auf braunen Ledersitzen mit ebenfalls schwarzen Wangen Platz.

Das Sportlenkrad verfügt über eine farbige Nullstellungs-Anzeige und sitzt vor einem Armaturenbrett mit großen Carbonflächen. Am unteren Ende der Mittelkonsole findet sich eine Plakette mit dem Logo des Sondermodells und der Limitierungsnummer. Im Fußraum sitzen dank des sequenziellen Getriebes nur zwei Pedale, die aber, wie auch die Fußstütze, aus Aluminium gearbeitet sind.

Zum Lieferumfang zählen Bi-Xenon-Scheinwerfer, Tachoinstrumentierung von Jaeger, ein komplettes Absicherungsset inklusive Warnweste, Handschuhen und Warndreieck mit dem berühmten Skorpion, ein Navigationssystem inklusive Telemetrieaufzeichnung, eine Torque Transfer Control, ein CD-MP3-Radio mit Blu&Me-Funktion für die Einbindung von Handys und USB-Geräten, ein spezielles Car-Cover und eine Alarmanlage. Viel Zubehör, aber das darf man bei Preisen von über 35.000,- € (zzgl. MwSt.) wohl auch erwarten. Dennoch holt man sich, speziell mit den nicht-roten Varianten, wahre Sammlerstücke in die Garage.

Quelle: Abarth

Autor: Matthias Kierse

25. Juni 2010|Categories: Magazin|Tags: |

2 Comments

  1. Hessenspotter 28. Juni 2010 at 19:20

    Mal eine blöde Frage,
    wieso habe ich genau diesen Fiat, den man jetzt erst bestellen kann, im September 2009 schon auf dem öffentlichen, freizugänglichen Kundenparkplatz von Maserat & Ferrari Zender in Mühlheim-Kehrlich gesehen?

  2. netburner 28. Juni 2010 at 20:59

    Das, was du vermutlich gesehen hast, war wohl der Fiat 500 für die Ferrari-Händler, den die als Ersatzwagen an Kunden rausgeben sollen. Da gab es erst auf Basis des normalen 500ers eine 200er Auflage und anschließend einen Abarth 500, ebenfalls limitiert (hab die Anzahl gerade nicht im Kopf) und auch nicht für den Verkauf freigegeben. Der Wagen hat allerdings weder das "695"-Logo an der Seite, noch das sequenzielle Getriebe.