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Audi RS6 4G Massive Probleme mit Keramikbremsanlage - Fahrweise "ZU SPORTLICH"?

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hybrid3k
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Hallo allerseits,

 

Kurzversion:

ich habe mit meinem RS6 4G riesengroße Probleme mit der Keramikbremse. Nach nur 3 Monaten stehe ich jetzt da mit einem RS6 mit kaputter Bremsanlage (Scheiben, Sättel, Beläge) an der Vorderachse.

 

Audi lehnt jegliche Garantie, Gewährleistung und Kulanz ab, weil meine Fahrweise angeblich zu sportlich ist!

 

Ausführliche Version:

Gekauft habe ich meinen RS6 Avant mit Dynamik Paket vor circa 3 Monaten beim Audi Händler in Moers.

Der Wagen hatte damals ca 54tkm und noch die ersten Bremsbeläge. Die Bremssättel waren Silber.

Nach kurzer Zeit habe ich bemerkt, dass der Wagen plötzlich extrem anfängt zu quietschen. Auch während der Fahrt. Wenig später habe ich gesehen, die Bremssättel haben sich golden verfärbt.

Wiederum kurze Zeit später waren die Bremsbeläge vorne fertig, die Warnung ging an.

Ich habe den Wagen zum Audi Zentrum Darmstadt gebracht, die haben neue Beläge montiert.

Die verfärbten Sättel und die quietschende Bremse wurde über Garantie beim Verkäufer angefragt. Der Verkäufer sagte (sehr löblich) die Bremssättel sollen auf Garantie getauscht werden, die Beläge muss ich zahlen. Okay... Das konnte ich hinnehmen. Das AZ hat den Vorgang dann bei Audi eingereicht, woraufhin die einen Wechsel über Garantie verneint haben. Wäre nicht nötig, sieht zwar doof aus, aber ist mein Problem. Soweit sogut, etwas geärgert aber nichts weiter dabei gedacht. Der Wagen hat nach dem Wechsel weiterhin gequietscht. Zwischenzeitlich waren dann auch hinten die Beläge verschlissen und wurden gewechselt.

 

Nach ca 6.000km dann der Knaller, die Beläge vorne sind tot, also so richtig tot.

 

Also wieder zu Audi gefahren. Die Bremssättel sind dunkelbraun, der Lack teilweise geschmolzen und auf die Felge getropft. Alle Beläge bis auf ca 0,8mm runter gefahren. Einer der Beläge am rechten vorderen Rad ist nur auf einer Seite komplett blank gefahren. Der Warnkontakt zeigt nicht an!! Durch das runterfahren wurden die Keramikscheiben zerstört.

 

Also den Vorfall nochmal bei Audi Deutschland vorgebracht. Resultat: Endgültige Verweigerung von Garantie, Gewährleistung und Kulanz. Die ABS Daten zeigen, dass die Bremse zu heiss betrieben wurde. Deswegen wäre ich selbst Schuld. Keine weitere Diagnose ob vielleicht irgendwas klemmt und es deswegen (wiederholt) zu heiss wurde. Ich wäre selbst schuld, weil ich den Wagen zu sportlich gefahren bin.

 

Zu mir: Ich fahre gerne etwas sportlich, das ist richtig. Immer auf der Strasse, nie auf der Rennstrecke. Ich habe noch einen R8 v10 und wenn ich mal schnell fahren will, nehm ich lieber den, als den RS6.

 

Zudem war ich geschäftlich die meiste Zeit in den 3 Monaten in Frankreich. Dort sind Tempolimit 130, plus etwas Toleranz

 

In diesem Rahmen habe ich also meinen RS6, Neupreis 145t €, extra gekauft mit Keramikbremsanlage, zu sportlich bewegt.

 

Was sagt Ihr dazu? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen?

 

Kennt jemand einen guten Sachverständigen hierzu?

 

Viele Grüße

Dirk

belag_links.jpg

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blech.jpg

RS6 Belag.jpg

RS6_Bremsscheibe.jpg

warnkontakt.jpg

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Cavallino Rampante
Geschrieben

Hallo Dirk,

 

bitte stelle doch einmal Fotos deiner 4 Bremssättel ein, die einmal silber beschichtet waren.

Es kann nicht sein, daß sich eine Pulverbeschichtung der Sättel verflüssigt und auf die Felgen tropft!

Verfärbungen dieser Beschichtung (keine Lackierung) treten erst bei mehreren 100 Grad Temperatur (über längere Zeit) und extrem glühenden Scheiben auf.

Gerade dann, wenn ein solches Fahrzeug (ohne Abkühlphase durch den Fahrtwind) mehrmals sofort abgestellt wird und eine extreme Hitze auf die Sättel wirken kann.

 

hybrid3k
Geschrieben

So sah es nach 5tkm aus:

5tkm.thumb.jpg.03296e8f49eb349e53c9367a1742de23.jpg

Der Sattel war gold

 

 

Aktuell ist er braun

farbe.thumb.jpg.e2f8f34891519a76deada00da69e30d7.jpg

 

Habe gerade kein komplettes bild, links im Bild sieht man aber den Sattel. Die Gummiteile innendrin sind auch geschmolzen.

Der Warnkontakt ist auch geschmolzen, deshalb die Beläge runter gefahren.

 

 

Luimex
Geschrieben (bearbeitet)
vor 11 Minuten schrieb Cavallino Rampante:

Gerade dann, wenn ein solches Fahrzeug (ohne Abkühlphase durch den Fahrtwind) mehrmals sofort abgestellt wird und eine extreme Hitze auf die Sättel wirken kann.

selbst dann habe ich noch nie Farbe von den Bremssätteln auf eine Felge tropfen sehen...... also noch nicht mal irgendwo auf der Rennstrecke........

bearbeitet von Luimex
Nick83
Geschrieben (bearbeitet)

Wurde das Auto denn mal auf einen Bremsenprüfstand gefahren um zu prüfen ob alle Räder freigängig sind?

Hier wären die Werte interessant.

Mir scheint dass da irgendwas hängt, wenn kein Bremssattel dann vielleicht ein Problem im HBZ.

bearbeitet von Nick83
hybrid3k
Geschrieben

Das war die Aussage vom Audi Zentrum, es könnte aber meiner Meinung nach die Plastikkappen gewesen sein.

Auf der Rennstrecke war ich nie.  Für schnelle Kurvenstrecken nehm ich den R8

 

Grüße

Dirk

 

vor 1 Minute schrieb Nick83:

Wurde das Auto denn mal auf einen Bremsenprüfstand gefahren um zu prüfen ob alle Räder freigängig sind?

Hier wären die Werte interessant.

Mir scheint dass da irgendwas hängt, wenn kein Bremssattel dann vielleicht ein Problem im HBZ.

Nein, bisher nicht, Audi hat nur einmal die Beläge gewechselt und es für normalen Verschleiß deklariert. (Könnte bei ca 60tkm auch sein). Jetzt ist es zu spät, Beläge sind blank, Scheibe defekt. Und das ca 7tkm nach dem Wechsel.

 

Rechtes Vorderrad ist der äußere Belag horizontal 50% abgefahren, der innere Belag Vertikal 50% blank.

 

Laut Audi bin ich den einfach zu sportlich gefahren

Nick83
Geschrieben

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, denn dann würde das Auto seinem Kürzel nicht gerecht werden. Der Beschreibung deines Fahrprofils nach zu urteilen, sollte die Bremse sich so nicht abnutzen. Ich hab das Gefühl dass die Bremse während der Fahrt schleift, weil irgendetwas hängt. Ist das Auto aktuell bei dir oder Bei Audi?

hybrid3k
Geschrieben

Der Wagen steht aktuell mit defekter Bremse bei Audi. Ich suche einen Sachverständigen der das speziell mit Keramik bremsen beurteilen kann.

Nick83
Geschrieben

Wurden die Räder bei angehobenem Fahrzeug (Räder in der Luft) mal von Hand gedreht? 

Kai360
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb hybrid3k:

....

Audi lehnt jegliche Garantie, Gewährleistung und Kulanz ab, weil meine Fahrweise angeblich zu sportlich ist!

....

Ausführliche Version:

Gekauft habe ich meinen RS6 Avant mit Dynamik Paket vor circa 3 Monaten beim Audi Händler in Moers.

.....

 

Zu Satz 1: Sofern das KFZ älter als 2 Jahre ist muss Audi das auch nicht, und hat auch rein rechtlich gar nichts mehr mit der Geschichte zu tun

 

DENN, nun kommt die gute Nachricht, du bist in einer weit besseren Position,

 

es greift die (auch wenn ich nun von den anwesenden Dandlern gesteinigt werde sage ich das Unwort trotzdem) die gesetzliche Gewährleistung, und die sieht in den ersten 6 Monaten eine Beweislastumkehr vor.

D.H. der Händler muss DIR beweisen, dass du unsachgemäß mit dem KFZ umgegangen bist.

 

 

Rein technisch gesehen sieht das ganze nach hängenden Kolben in den Bremssätteln aus.

Warum komme ich darauf? Ungleichmäßige Abnutzung der Bremsklötze in einem Sattel (einer ganz weg, der andere zu 50% da spricht Bände) Der Werkstatt ist darüber hinaus ein ganz klarer Vorwurf zu machen, das hätten die beim ersten Wechsel prüfen und beheben müssen, Lehrling 1. Lehrjahr!

 

Meine Empfehlung:

1. Sicher das Fahrzeug möglichst umgehend

2. Bring es zu einem Sachverständigen (ob da eine Stahl- oder Keramikscheibe drin ist spielt primäre keine Rolle)

3. Gutachten, Diskussion mit dem Händler (der ist dein ausschließlicher Vertragspartner nicht Audi!)

 

bearbeitet von Kai360
hybrid3k
Geschrieben (bearbeitet)

Und eben diesen unsachgemässen Umgang wollen sie mit ihren ABS Daten belegen..

Die Daten wollen sie mir auch nicht selbst geben. Die würden nur an Audi gesendet

bearbeitet von hybrid3k
Kai360
Geschrieben

Wie schon gesagt, Audi geht dich gar nichts an!

Luimex
Geschrieben

ich würde mich mit dem Audi Händler in Moers in Verbindung setzen, ein Beweissicherungsgutachten machen lassen und hier vorerst mal nichts mehr weiter posten

Max A8
Geschrieben
vor 44 Minuten schrieb Luimex:

Beweissicherungsgutachten

Das ist das richtige Stichwort. Denn ein privat (und nicht gerichtlich) bestellter Gutachter bringt Dir im Fall der Fälle (=es landet doch vor Gericht) leider recht wenig. 

 

In aller Regel genügt meiner Erfahrung nach schon die Androhung eines selbständigen Beweisverfahrens, damit sich in der Hinsicht etwas tut...

 

Grüße

Max

Forex
Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb Nick83:

Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, denn dann würde das Auto seinem Kürzel nicht gerecht werden.

Ist aber leider bei diversen RS-Modellen so. Ich könnte Dir in dieser Hinsicht zu unserem RS3 und weiteren Fahrzeugen im Bekanntenkreis Bücher schreiben. Ganz kurz ausgedrückt: die Bremse ist einfach nur Dreck! Audi weiss das zwar, aber sie sind offensichtlich nicht in der Lage, dieses Problem zu lösen. Weder beim neuen RS3, noch beim TT RS, noch beim RS6, noch.... Ganz schlechtes Thema!

bearbeitet von Forex
Nick83
Geschrieben

Das wäre aber schon ne harte Nummer. Kenne ich so von z.B AMG Fahrzeugen nicht. Hier spielt ja auch der Sicherheitsgedanke eine grosse Rolle.

Wenn das bei Audi Standard ist, dass die Bremse so schnell verschleisst und dermaßen warm wird, dass es zu solch einem Verschleiss kommt, sehe ich da dringend Handlungsbedarf.

Thorsten0815
Geschrieben

Ein Bekannter von mir fährt einen RS4. Nicht das aktuelle Model, eine Generation vorher.

Der hat ständig Ärger mit der Bremse........ und Leistungsverlusst, und, und, und, ..... teurer Wagen im Unterhalt! 

Keine Ahnung ob das verallgemeinert werden kann. Ich kenne nur dieses Beispiel.

Aber sind das nicht auch Brembo Bremsen?

Forex
Geschrieben

Es wäre nicht, es ist leider so! Ist bei sämtlichen RS-Fahrern in meinem Bekanntenkreis ein Thema. Bei dem einen mehr, beim anderen weniger. Unserem Händler ist es nur noch peinlich und wir haben nun sogar auf deren Kosten Bremsbeläge eines Fremdfabrikates erhalten, welche "etwas" besser sein sollen. Seit 2 Jahren steht die Krücke wegen den Bremsen alle paar Monate wieder bei Audi (Jahresleistung ca. 10tkm). Wie gesagt, ein schlechtes Thema!

  • Gefällt mir 3
  • Traurig 1
GT 40 101
Geschrieben

Den Kommentaren von Forex ist nichts hinzuzufügen! Das Thema ist seit langem bekannt.

mit zu sportlicher Fahrweise zu argumentieren ist dreist und unverschämt, bei einem 140.000,- Euro

teuren Auto mit RS Schriftzug sollte eine standfeste Bremse inklusive sein.

 

Wer viel Zeit und lange Weile hat kann ja mal "Bremsprobleme Audi RS" googeln:crazy:

 

Grüße

Thomas

MUC3200GT
Geschrieben

hier im Forum war auch mel einer mit seinem R8 und Bremsproblemem..

 

Brembo kann da nichts dafür, die Bremse muss an das Fahrzeuggewicht angepasst sein (und Kühlung muss kommen), dafür ist der Fzg-Hersteller zuständig. Hängende Kolben ist noch mal ein anderes Thema

Cavallino Rampante
Geschrieben

Lest euch doch mal den aktuellen Supertest vom TT RS in der Sport Auto 10/2017 durch!

 

Der Christian Gebhardt trifft den Nagel hier mal wieder direkt auf den Kopf, wenn er schreibt:

"Warum schafft es Audi im Rennsport, standfeste Bremsen zu verbauen, geht aber im Seriensportwagenbau immer wieder baden?"

sippel
Geschrieben

Das ist auf jeden Fall nicht normal.

Spricht alles dafür, dass der Wagen während der Fahrt die Beläge anlegt. 

 

Audi (vermutlich auch andere Hersteller) handhaben es so, dass die Beläge der Keramikbremse bei Regen alle paar Sekunden leicht angelegt werden, damit das Wasser von der Scheibe gewischt wird. 

Das muss irgendwie über den Scheibenwischer/Regensensor gesteuert sein. 

Hatte mal bei meinem R8 ein ähnliches Problem, daher kenne ich das.  

 

Evtl. liegt da ein Defekt vor. 

Oder halt wirklich einfach ein mechanischer Defekt an Kolben oder HBZ. 

 

 

countach2v
Geschrieben (bearbeitet)

Ich gebe die Autos (R u. RS-Modelle) nach drei Jahren wieder ab. Habe es in der Zeit ordentlich krachen lassen und würde aus dem Grund solch ein Auto nie gebraucht kaufen. Egal ob RS, AMG, Alpina usw.

140 Tsd.  war Neupreis mit Herstellergarantie und darf kein Maßstab nach 60 Tsd. km 2 oder 3 Jahren sein.

 

Nach ca. 2 einhalb Jahren gehn die Zipperlein los, dann bin ich immer froh wenn der Neue kommt!

bearbeitet von countach2v
Kai360
Geschrieben

@hybrid3k

 

ich habe mir noch einmal Deinen Eingangspost durchgeschaut, und hatte etwas übersehen...

 

Gekauft vor ca. 3 Monaten bei einem Audi Händler in Moers, korrekt?

Bremse dann aber "repariert" bei einem Audi Händler in Darmstadt, korrekt?

KFZ gekauft mit der üblichen 1 jährigen Gewährleistung für gebrauchte KFZ, korrekt? (Ok, ist ein Muss, die ist nicht ausschließbar! Das ist ja auch ein Problem das viele Händler haben, Gewährleistung geben für alte Schlurren, das ist schon ein richtiges Risiko)

Keine zusätzliche Garantieversicherung abgeschlossen, korrekt?

 

 

Sorry, aber das macht es leider nicht einfacher...

 

Ich versuch mal die Erklärung:

Für Mängel an dem KFZ greift die gesetzliche Gewährleistung (Achtung hat nichts mit einer Garantie zu tun), und die machst du grundsätzlich immer geltend gegenüber deinem Vertragspartner (also dem Händler in Moers)

ABER, du hast zwischenzeitlich die Bremse in Darmstadt reparieren lassen (Frage: Wurden da nun nur die Beläge getauscht oder auch die Sättel, das wird aus Deinem Post nicht klar). Für DIE Arbeit als auch die Teile ist nun Dein Vertragspartner der Händler in Darmstadt.

 

Die Audi AG hat im übrigen mit all dem gar nichts zu tun, die könnte höchstens im Zuge der Kulanz agieren, wenn sie denn möchte!
Der richtige Weg wäre gewesen deinem Vertragspartner (Händler in Moers) das KFZ zur Nachbesserung zu überlassen

(dazu hat er das Recht), denn nun hast du zwei Vertragspartner, leider!

 

Aber egal, ist nun so, macht es nicht einfacher, sieht für mich nach Beratungsbedarf bei einem Anwalt aus, oder alternativ Zähne zusammenbeißen und selber zahlen, oder meine Empfehlung siehe ganz unten!

 

Noch ein paar technische Hinweise:

  1. Farbe verfärbt sich, tropft runter....das gibt es normalerweise nicht, es sei denn die Bremssättel wurden (nicht fachgerecht) nachlackiert. Selber hab ich schon diverse Bremssättel lackiert, bei Verwendung von geeigneter hitzbeständiger Farbe passiert da gar nichts, ausser eventuell einer gewissen Verschiebung in Richtung dunkler. Bei "normaler" Farbe hingegen kann alles mögliche passieren. Und glaub mir meine KFZ werden alle sportlich bewegt, und ich habe auch schon Bremsen geliefert, das waren aber allesamt massiv unterdimensionierte Bremsanlagen bei schweren Fahrzeugen 3,5 bis 40 Tonnen!
     
  2. Ständiges schleifen der Bremsklötze an der Scheibe liefert hingegen jede Bremse. Hier kommen bei modernen Bremsanlagen direkt mal zwei Ursachen in Frage.
    A. Der Klassiker: Feste, respektive hängende Kolben. Ist meist nur bei einem Bremsklotz, kann man recht einfach detektieren durch Beobachtung des Verschleißes jedes einzelnen Klotzes (oder siehe bitte hierzu auch Punkt 4.)
    B. Moderne Bremsanlagen haben Funktionen die ein Anlegen der Klötze z.B. bei Regen regeln, auch so eine Regelung kann streiken, sprich dazu führen, dass die Klötze permanent anliegen, dann müßte es aber alle Klötze betreffen.
     
  3. ABS Daten: Wenn sich die Werkstatt in Darmstadt hinter den Daten versteckt, die ja nur an die Audi AG geliefert werden dürfen, dann weise die doch bitte mal auf die Gewährleistung hin! DIE SIND DEIN VERTRAGSPARTNER für die Reparatur, die Audi AG geht dich nichts an! Aus den Daten müßte aber auch erkennbr sein ob z.B. die "Regenregelnug" spinnt. Im übrigen mal wieder ein sehr schöner Punkt bei dem klar wird warum ICH mich so massiv gegen diese Datensammelwut verwehre, wird nämlich im Zweifelsfall gegen Dich verwandt...Siehe Thread "Bin ich eigentlich der Einzige...."
     
  4. Und nun noch ein Punkt der Dir nicht gefallen wird. Mit einer quietschenden Bremse (das sind nichts anderes als schleifende Klötze) einfach weiterzufahren ist schon recht fahrlässig. Ich kann nur einem jeden dringend empfehlen derartigen Geräuschen SOFORT auf den Grund zu gehen, denn das hat immer Gründe.

    Die Kontrolle ALLER Bremsklötze gehört im übrigen auch (meiner Meinung nach) zu den Arbeiten die Turnusmäßig vom Fahrer durchgeführt werden sollen, so wie Luft, Wasser und Öl prüfen.

    Hinweis: Quitschen BEIM Bremsen ist hingegen meist absolut unkritisch, ausser für das empfindliche Ohr, das deutet meist auf eine "lustige" Paarung Scheibe / Belag hin (häufig bei Rennsportbelägen), oder nicht passende Betriebstemperatur.

 

Was ich machen würde:

Das Gespräch suchen mit der Werkstatt in Darmstadt!

Was habt Ihr genau gemacht?

Habt Ihr kontrolliert ob die Bremssättel freigängig sind?

Habt Ihr Die Sättel getauscht?

 

Wenn ja, gegen gebrauchte (die Staubschutzkappen auf den Fotos sehen uralt, porös und definitv kaputt aus, da kann der Kolben nur fest sein), oder Neue?

und eventuell ganz klar auf das Gewährleistungsrecht hinweisen, das hilft bei Problemen mit Werkstätten manchmal Wunder! 

 

Und nun GOOD LUCK! Und falls du nicht über das technische Know-How verfügst (was ich annehme), dann nimm Dir jemanden mit der das hat.

Stig
Geschrieben

@hybrid3k, wie sieht es mit Deinem Reifenverschleiss aus?

Wird Dir von Audi eine allzu grobe Fahrweise unterstellt (z.B. Rennstrecke), müsste dies auch an den Reifen feststellbar sein.

 

Auch ich war ständig betroffen von Bremsproblemen bei meinem RS6 (auch C7), und dies mit der Stahlbremse.

In meinem Fall verhielt sich jedoch Audi absolut kulant und wechselte mir innert 20'000km zweimal die Scheiben auf Garantie.

Gebracht hat es trotzdem nichts, bereits nach einer moderaten Fahrt auf der deutschen Autobahn schlugen die Scheiben schon wieder.

 

audi sport baut tolle Autos; aber das Thema Bremsen haben sie über alle Baureihen seit je her nicht im Griff. Unglaublich so was.

Ich bin übrigens sehr auf die nächste sportauto-Ausgabe gespannt, ob Audi auf den katastrophalen Supertest des neuen TTRS Stellung nimmt. Als treuer Audi-RS-Kunde ist die Reaktion für mich ausschlaggebend, ob ich zukünftig wieder ein solches Auto kaufe oder die Marke wechsle.

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    • Hallo zusammen
      ich habe gehört wenn man die Bremsbeläge wechselt, das es danach ein einfahrprogramm gibt. Soll in etwa wie folgt aussehen. 
      von 120 km/h auf null bremsen dann von 180 und dann noch von 200. 
      Ist das jemand bekannt? 

      Wenn sie dann gewechselt sind, wie wird dem System gesagt das Neue drin sind? Denn man kann ja den Verschleiß auslesen. Ich denke das geht über das OBD und mit dem Auslese Geräte richtig? 
    • Dieser Fred ist für meinen Freund Klaus (und natürlich für alle die das Thema interessiert) , aus dem wunderschönen Hessen.


      Um das hier verstehen zu können, muss man wissen, dass durch eine Bremsung, Bewegungsenergie nur in Wärmeenergie gewechselt wird.

      In diesem Fred geht es um Standard(Serienbremse) vs. verstärkte Bremse.

      Immer wieder kommt die Frage auf: Wie kann ich die Bremsleistung von meinem Fahrzeug erhöhen?

      Wer diese Frage stellt, muss sich erst einmal eine Gegenfrage stellen lassen: Kannst Du überhaupt eine Bremse richtig bedienen?

      Die Frage klingt ein wenig schwachsinnig, ist aber durchaus berechtigt.

      Sehr viele Sportwagenfahrer fahren relativ sportlich, bremsen aber vor einer Kurve sich in die Kurve hinein.

      Nur gerade dieses hineinbremsen mindert auf Dauer die Bremsleitung. Eine richtige Bremsung erfolgt vor der Kurve, mit einem heftigen Tritt (der Fahrer explodiert richtig auf dem Pedal) auf das Bremspedal. Man will als Fahrer die maximale Bremsleitung aus dem Fahrzeug holen. Ziel ist es, die Strecke der Bremsung so kurz wie möglich zu machen. Das erfordert allerdings eine gewisse Erfahrung auf diesem Fahrzeug. Der Fahrer muss die stärkste Bremsverzögerung von dem Fahrzeug kennen, um diese auch wirklich nutzen zu können.

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      Oder, der Fahrer merkt, wenn ich so weiterbremse bin ich zu langsam in der Kurve, dann wird das Pedal ein wenig gelockert.

      Durch diese Bremsweise liegen die Bremsbeläge zu lange an der Bremsscheibe an und der eigentliche Bremsvorgang wird unnötig verlängert.

      Durch dieses längere Anliegen der Standardbeläge wird der Belag zu heiss und arbeitet nicht mehr richtig, da nun ein Bremsklotz mit einem anderen Temperaturfenster zu Einsatz kommen müsste.

      Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle Fahrer von hier einen Bremsvorgang richtig beherrschen.

      Fangen wir mit den Bremsklötzen an:
      Ein Bremsklotz besteht aus zwei, oder drei verschiedenen Materialien. Der Belagsfläche, der Trägerplatte (die Stahlplatte auf der der eigentliche Belag geklebt wird) und eventuell ein Antiquietschblech, oder Antiquietschpaste.

      Der Bremsbelag besteht aus Schmierstoffen (z. B. Russ, Graphite), aus Klebstoffen (Harz) und aus Reibwerterhöhern (div. Metalllegierungen, Keramikanteilen und/oder Kohlefaser)

      Der Standardbremsklotz ist für einen normalen Umgang mit der Bremse meistens ausreichend dimensioniert.

      Bei einer normalen Bremsung wird er Klotz über die Bremszange an die Bremsscheibe angelegt und wandelt durch den Reibungswiderstand die Bewegungsenergie in Wärmeenergie um. Diese Wärmeenergie wird über die Bremsscheibe und Radnabe in die eine Richtung, und über den Bremsbelag, Bremskolben, Bremsflüssigkeit, Bremssattel und Felge in die andere Richtung abgebaut.

      Dies alles spielt sich in „Temperaturfenstern“ ab. Also, ein Standardbremsbelag ist für ein bestimmtes, niedriges Temperaturfenster. Der Fahrzeughersteller dimensioniert seine Bremsen so, das er mit seiner Bremse ca. 70-80% aller Kunden zufrieden stellt.

      Wer sportlicher fährt begibt sich durch die Fahrweise in ein anderes Temperaturfenster.
      Nun muss gehandelt werden.


      Der erste und zulässige Schritt ist zu einem Bremsentuner zu gehen und sich eine grössere Bremse (Bremsscheibe, Bremssattel) einbauen zu lassen.
      Beim zweiten Weg, den für den nicht öffentlichen Strassenverkehr geht man wie folgt vor.

      Es werden die Standardbremsklötze gegen Motorsportbremsklötze gewechselt.
      Zusätzlich wird (und muss) noch die Bremsflüssigkeit gewechselt werden.

      Die erste Frage die immer wieder aufkommt, warum sind Motorsportbeläge verboten, wo sie doch die Bremsleistung erhöhen?

      Sämtliche Motorsportbremsklötze haben ein anderes Bremsverhalten wie Standardbeläge.

      Bei einem Motorsportbelag wird eine höhere Bremsleistung durch zwei Komponenten erreicht. Zum einen durch die Metalllegierung im Belag. Hier wird ein höherer Reibwert zwischen den Metallteilen im Belag und auf der Bremsscheibe erreicht.

      Zum Zweiten ist der Klebstoff (Harz) ist progressiv ausgelegt. Das Harz wird mit zunehmender Temperatur weicher und klebt mehr an der Bremsscheibe. Je heisser der Belag, um so mehr klebt das Harz und der Reibwert erhöht sich zusätzlich.

      Dieses Harz darf nicht in Standard(Serien)belägen verbaut werden. Durch dieses Harz, erhöht sich die Bremsleistung progressiv, d. h. bei gleich bleibenden Pedaldruck verstärkt sich die Bremsleistung.

      Durch dieses Verhalten hat der Motorsportbremsbelag keine Strassenzulassung.
      Fahrer die mit diesem Verhalten nicht umgehen können (eventuell den Bremsdruck reduzieren), werden überrascht und es könnte zu ungewollten Auffahrunfällen kommen.

      Weiter hat ein Motorsportbelag eine grössere Wärmeabfuhr. Er bringt also mehr Wärme von der Bremsscheibe weg als ein normaler Strassenbelag. Diese thermische Leitfähigkeit bringt mehr Wärme zum Bremssattel, so dass auch hier Hand angelegt werden muss.

      Eine normale Bremsflüssigkeit ist für ein normales, vom Fahrzeughersteller festgelegtes Temperaturfenster vorgesehen. Durch die Änderung der Bremsbeläge erhöhen wir ja dieses Temperaturfenster und so muss auch eine Sportbremsflüssigkeit eingefüllt werden.

      Diese hat Vorteile, aber auch Nachteile.

      Vorteil ist, auch bei hohen Temperaturen bleibt sie formstabil. Es bilden sich keine Dampfblasen in der Flüssigkeit.

      Zusätzlich leitet diese Flüssigkeit auftretende Temperaturen schneller weiter.
      Nachteil, die Flüssigkeit ist teuer und sie muss jährlich gewechselt werden, da sie mehr Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt und dadurch der Temperaturvorteil wieder singt.

      Nun gibt es ja nach Einsatzzweck, Temperaturfenster und Verschleisswilligkeit des Materials verschiedene Sportbremsbeläge. Diese sind nach Farben (die man natürlich für den eventuellen Strasseneinsatz (welcher ja verboten ist) mit schwarzmatt aus der Spraydose beseitigen kann) gekennzeichnet.

      Um nun den für sich richtige Bremsbelag zu finden gibt es Temperaturstreifen, die auf den Bremssattel geklebt werden und Farbe für die Bremsscheiben. Je nach benötigtem Temperaturfenster (welches durch den Fahrstil und Fahrzeug festgelegt wird) sollten nun die Sportbremsbeläge bestellt werden.

      Beim 360ger kannst Du Dir den Kauf aber sparen, da funzt am besten Pagid RS 19 gelb und Das Bremsöl von Castrol SRF - Racing Brake Fluid.

      Mit diesem Kleinen Umbau (Bremsklötze und Flüssigkeit) lässt sich die Bremsleistung um 15-20% erhöhen. Zudem gibt es keine thermischen Probleme mehr.

      Einen Nachteil gibt es aber auch, abgesehen von der Strassenzulässigkeit. Das Fahrzeug wird stärker beansprucht und benötigt sicher mehr Einstellarbeiten. Und hin und wieder können Sportbremsbeläge durch Quietschgeräusche unangenehm auffallen.

      Dies ist nur eine ganz grobe Zusammenfassung über ein Bremsentuning, es spielen noch viel mehr Faktoren (Be/Entlüftung, Bremsmaterialen, Fahrbarkeit, usw…) in diesem Bereich mit, aber ich möchte ja hier auch keine Doktorarbeit schreiben.
    • Guten Morgen,


      gibt es für den MF3 ( Baujahr 2008) staubarme Bremsbeläge

      Grüße Frank
    • Hallo zusammen,
      meine Diva zickt mal wieder bzw. wird heisser als sie es vermutlich verträgt 😉
       
      Problem:
      starkes Erhitzen der hinteren Bremsscheibe bei Fahrt auf beiden Seiten.
      Die Scheibe wird heißer als der Topf
       
      Feststellungen:
      Die inneren Bremsklötze liegen an der Scheibe an, die äußeren haben leicht Luft.
      Denke die sollten innen wie außen etwas Luft haben
      Handbremse möchte ich genauso wie die Radlager ausschließen.
       
      Bereits versucht:
      Bremsflüssigkeit ist OK und aufgefüllt
      Mehrmaliges Bremsen im Stand (um den Bremskolben zu bewegen)
      1 x leichtes zurückschieben der Bremsbeläge (Bremskolben) geht sehr schwer
       
      Fahrzeug parkt immer ohne angezogener Bremse
      Fahrzeug war vor kurzen (vor 250km) beim ZR-Wechsel
       
      Bin mal auf eure Tips zur Fehleranalyse gespannt.
    • Gab es das überhaupt so ?
       
      https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=277289773&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=14600&makeModelVariant1.modelId=12&pageNumber=2&scopeId=C&sfmr=false&searchId=6d098980-9c17-d9e2-c2f2-c22df0bff49a

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