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Wiesmann Neuanfang?

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Bottema
Geschrieben
Amtsgericht Coesfeld Aktenzeichen: HRB 15928Bekannt gemacht am: 29.10.2015 20:07 Uhr
In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.
Neueintragungen
29.10.2015
 
HRB 15928: Wiesmann International GmbH, Dülmen, An der Lehmkuhle 87, 48249 Dülmen. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 21.10.2015. Geschäftsanschrift: An der Lehmkuhle 87, 48249 Dülmen. Gegenstand: Der Erwerb, die Veräußerung, das Halten und die Verwaltung sowie die entgeltliche Lizenzierung von gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten sowie von Lizenzen an solchen Rechten und Werten, sowie die Erbringung von Dienstleistungen gegen Entgelt in diesem Zusammenhang. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer: Berry, Roheen, London / Vereinigtes Königreich, *15.07.1979; Tatalovic, Anita, London / Vereinigtes Königreich, *09.09.1982, jeweils einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Amtsgericht Coesfeld Aktenzeichen: HRB 15934Bekannt gemacht am: 03.11.2015 20:04 Uhr
In () gesetzte Angaben der Anschrift und des Geschäftszweiges erfolgen ohne Gewähr.
Neueintragungen
03.11.2015
 
HRB 15934: Wiesmann Automotive GmbH, Dülmen, An der Lehmkuhle 87, 48249 Dülmen. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 21.10.2015. Geschäftsanschrift: An der Lehmkuhle 87, 48249 Dülmen. Gegenstand: Die Konstruktion, Planung, Herstellung und Vertrieb von Sportwagen, Spezial- und Zubehörteilen, Tuning, sowie artverwandte Geschäfte und Durchführung von Veranstaltungen und Events zum Zwecke der Kundenbindung und Neukundengewinnung. Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer: Berry, Roheen, London / Vereinigtes Königreich, *15.07.1979; Tatalovic, Anita, London / Vereinigtes Königreich, *09.09.1982, jeweils einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Gast
Geschrieben

Ich bin mit Handelsregisterauzügen überfordert, da ich normalerweise mit sowas - zum Glück - nichts zu tun habe. Aber irgendwie erinnert mich das an die Geschichte von TVR...

Gast Wiesel348
Geschrieben

Es wäre zu schön um wahr zu sein. Doch persönlich glaube ich nicht auf eine Auferstehung von Wiesmann. Zumindest nicht in der Form, wie ich Wiesmann kannte und liebte.

Ein Neustart ist wohl wirklich ein Neustart. Will heissen:

1. Produktepalette neu aufbauen.

Die meisten der in den Wiesmännern zuletzt verbauten Motoren weren nicht mehr produziert. Zudem ist höchst fraglich, ob sich BMW bereit erklärt, den aus der Asche auferstandenen Phoenix mit Motoren, Antriebsstrang und weiteren Teilen zu versorgen.

Selbst wenn die bisherigen Modelle nur auf neue Motoren und Antriebsstränge angepasst werden müssen, kostet das viel Zeit und Geld.

2. Vertriebsnetz aufbauen

Schon in der Vergangenheit eine der grossen Baustellen. Der ständige Wechsel der Vertriebspartner war nicht gut. Verlässliche Grössen gibt es hier nur wenige.

3. Personal rekrutieren

Die meisten der ehemaligen Mitarbeiter haben sich (hoffentlich) inzwischen eine neue Existenz aufgebaut. Die wenigsten unter ihnen sind wohl bereit, diese neu gewonnene Sicherheit zugunsten von nostalgischen Gefühlen aufzugeben.

Somit muss das verlorene Know-how zuerst wieder aufgebaut werden. Das kostet Management-Attention, Zeit und Geld.

4. Einkauf strukturieren

Zahlreiche Lieferanten haben Geld verloren. Die Geduld vieler Lieferanten wurde schon in den Jahren von der Insolvenz arg strapaziert.

5. Management rekrutieren

Die Entwicklung, die Konstruktion, der Bau und der Vertrieb von manufakturgefertigten Sportwagen ist spannend. Und äusserst anspruchsvoll. Alle die geforderten Kompetenzen zu finden, ist nicht einfach. Schon gar nicht, wenn es um ein Unternehmen mit einer optimistisch angesetzten Jahresproduktion von 200 bis 250 Fahrzeugen geht.

Personen mit dem geforderten Know-how sind teuer. Und vermutlich auch schwer von einem Grosskonzern weg zu bekommen.

Aus meiner Sicht der kritischste aller Faktoren. Und nach meiner Beurteilung scheiterte Wiesmann I. genau an dieser Herausforderung. Ein an sich gutes, marktfähiges Produkt wurde durch Missmanagement an die Wand gefahren.

6. Finanzierung

Es wird Jahre dauern, bis Wiesmann II. Geld verdient, weil man zuerst wieder ein marktfähiges Produkt entwickeln muss, das unzählige Auflagen und Bestimmungen erfüllen muss. Und dann muss man es produzieren und schliesslich verkaufen. In der Zwischenzeit laufen Millionen an Entwicklungs- und Vorlaufkosten auf. Ob diese wieder eingespielt werden können, ist höchst ungewiss. Bankkredite sind auf dieser Basis nicht erhältlich. Und Investoren möchte ich in dieser Konstellation auch nicht suchen müssen.

Interessant ist auch das Faktum, dass keiner der deutschen oder sonstigen Autokonzerne die Marke Wiesmann in sein Portefeuille aufnehmen wollte, obwohl der nötige Investitionsbetrag vergleichsweise Peanuts sind. Offensichtlich schätzen diese Profis die Risiken als zu hoch ein.

Summa summarum: Gerne würde ich in ein paar Jahren noch einmal einen Wiesmann-Neuwagen kaufen. Sofern er der Philosophie entspricht, die wir aus der Vergangenheit kennen. Doch daran glaube leider nicht. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.

 

CRothe
Geschrieben

Toll wäre es ja! Eine Frage vom Ahnungslosen: Der Wortlaut im Handelsregister (Gegenstand.....) ist exakt der Gleiche, wie bei D&M....! Kann man das nicht anders formulieren? 

Gruß Christof 

806
Geschrieben

@CRothe: Wozu anders formulieren? Der Unternehmenszweck steht nicht unter "Urherberrecht". Das ist die abstrakte Beschreibung dessen, was man zukünftig alles tun will. Konkurrenzschutz usw. sind dabei ohne Belang. Die Zwecke von VW/BMW/Daimler/Opel/Ford sind auch alle gleich ... oder die von Einzelhandelsunternehmen ...

@Wiesel348: Und das alles mit 25 k€ Stammkapital, bei sog. "mehrgliedriger Gesellschaft" auch noch bei Gründung nur zu 1/2 eingezahlt. Perfekt. Und die Geschäftsleitung sind Londoner Bürger mit enger Verbindung zum Hauptmarkt, mit den örtlichen Gegebenheiten und Anforderungen bestens vertraut.

Hat schon mal einer nachgeguckt, ob wenigstens ein Breifkasten da hängt?

Markus

ts-bonn
Geschrieben

Irgendwie typisch Wiesmann, so wie man den Verein kennt.

Grauer Nebelschleier, es funkt, es knistert alle warten auf ein neues Feuer und wahrscheinlich erdrückt der Nebel zum Schluss wieder alles und es bleibt ein dunkles Nichts,.

 

Oh Gott, ich glaube mich haben gerade die Herbstdepressionen erwischt. :o

 

Naja, zum Frühlingsfest ist es noch lange hin.......... .

sy-bonn
Geschrieben

Sind wir mal gespannt...

ts-bonn
Geschrieben

Du sollst arbeiten...... . :P

15wiesmann12
Geschrieben

Du sollst arbeiten...... . :P

....:cry: und du, halte deine vermeintliche Herbstdepression im Griff!!!!!!!!!!!:D

15wiesmann12
Geschrieben (bearbeitet)

Es wäre zu schön um wahr zu sein. Doch persönlich glaube ich nicht auf eine Auferstehung von Wiesmann. Zumindest nicht in der Form, wie ich Wiesmann kannte und liebte.

Ein Neustart ist wohl wirklich ein Neustart. Will heissen:

1. Produktepalette neu aufbauen.

Die meisten der in den Wiesmännern zuletzt verbauten Motoren weren nicht mehr produziert. Zudem ist höchst fraglich, ob sich BMW bereit erklärt, den aus der Asche auferstandenen Phoenix mit Motoren, Antriebsstrang und weiteren Teilen zu versorgen.

Selbst wenn die bisherigen Modelle nur auf neue Motoren und Antriebsstränge angepasst werden müssen, kostet das viel Zeit und Geld.

2. Vertriebsnetz aufbauen

Schon in der Vergangenheit eine der grossen Baustellen. Der ständige Wechsel der Vertriebspartner war nicht gut. Verlässliche Grössen gibt es hier nur wenige.

3. Personal rekrutieren

Die meisten der ehemaligen Mitarbeiter haben sich (hoffentlich) inzwischen eine neue Existenz aufgebaut. Die wenigsten unter ihnen sind wohl bereit, diese neu gewonnene Sicherheit zugunsten von nostalgischen Gefühlen aufzugeben.

Somit muss das verlorene Know-how zuerst wieder aufgebaut werden. Das kostet Management-Attention, Zeit und Geld.

4. Einkauf strukturieren

Zahlreiche Lieferanten haben Geld verloren. Die Geduld vieler Lieferanten wurde schon in den Jahren von der Insolvenz arg strapaziert.

5. Management rekrutieren

Die Entwicklung, die Konstruktion, der Bau und der Vertrieb von manufakturgefertigten Sportwagen ist spannend. Und äusserst anspruchsvoll. Alle die geforderten Kompetenzen zu finden, ist nicht einfach. Schon gar nicht, wenn es um ein Unternehmen mit einer optimistisch angesetzten Jahresproduktion von 200 bis 250 Fahrzeugen geht.

Personen mit dem geforderten Know-how sind teuer. Und vermutlich auch schwer von einem Grosskonzern weg zu bekommen.

Aus meiner Sicht der kritischste aller Faktoren. Und nach meiner Beurteilung scheiterte Wiesmann I. genau an dieser Herausforderung. Ein an sich gutes, marktfähiges Produkt wurde durch Missmanagement an die Wand gefahren.

6. Finanzierung

Es wird Jahre dauern, bis Wiesmann II. Geld verdient, weil man zuerst wieder ein marktfähiges Produkt entwickeln muss, das unzählige Auflagen und Bestimmungen erfüllen muss. Und dann muss man es produzieren und schliesslich verkaufen. In der Zwischenzeit laufen Millionen an Entwicklungs- und Vorlaufkosten auf. Ob diese wieder eingespielt werden können, ist höchst ungewiss. Bankkredite sind auf dieser Basis nicht erhältlich. Und Investoren möchte ich in dieser Konstellation auch nicht suchen müssen.

Interessant ist auch das Faktum, dass keiner der deutschen oder sonstigen Autokonzerne die Marke Wiesmann in sein Portefeuille aufnehmen wollte, obwohl der nötige Investitionsbetrag vergleichsweise Peanuts sind. Offensichtlich schätzen diese Profis die Risiken als zu hoch ein.

Summa summarum: Gerne würde ich in ein paar Jahren noch einmal einen Wiesmann-Neuwagen kaufen. Sofern er der Philosophie entspricht, die wir aus der Vergangenheit kennen. Doch daran glaube leider nicht. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren.

 

...ist alles sehr logisch und richtig ,was du schreibst.

Aber manchmal kommt´s ja doch anders als man denkt und unsere Logik gerät ins wanken.

:crazy:

bearbeitet von 15wiesmann12
elborot
Geschrieben

Wenn die neuen Gesellschafter finanziell ausreichend potent sind, wäre das für Wiesmann vielleicht ein Weg. Wer weiß, welche Conections die Leuz in die Branche haben. Zudem ist es wohl leichter solch ein Unternehmen zu übernehmen und wieder anzuschieben, als komplett auf einer grünen Wiese ganz neu anzufangen.

 

 

Nold
Geschrieben

Hallo at all,

zur Firmengründung braucht man Geld für die Stammeinlage. Und das legt man nicht zum Spaß an. Die Leut haben sich bestimmt dabei was gedacht. Ich finde den Ansatz schon toll. Und wenn man schon 3 Firmen gründet steckt bestimmt ein tieferer Sinn dahinter. Natürlich wird der Weg sehr steinig, aber mit dem richtigen Management könnte es ja durchaus funktionieren. Die boomende Wirtschaft machts auch ein bißchen leichter. Niedrige Zinsen und mangelndes Vertrauen in die Währung werden auch positiv bei den zukünftigen Kunden wirken. Die Nische des Wiesmann-Konzepts darf jedoch nicht verlassen werden, sonst werden die Mühen umsonst sein.

Ich wünsche der Auferstehung des Namens Wiesmann und der dazugehörigen Idee nur das Allerbeste. Wir werden es erleben.

:applaus:

 

15wiesmann12
Geschrieben (bearbeitet)

Es wäre zu schön um wahr zu sein. Doch persönlich glaube ich nicht auf eine Auferstehung von Wiesmann. Zumindest nicht in der Form, wie ich Wiesmann kannte und liebte.

Ein Neustart ist wohl wirklich ein Neustart. Will heissen:

1. Produktepalette neu aufbauen.

 

vielleicht möchten die neuen Eigner  unter dem Namen Wiemann ja ein gänzlich neues Produkt in den Mark stemmen.

Opel z.B. hat angefangen mit Nähmaschinen und Fahrrädern bevor man sich ans Automobil, zugegeben nicht die Creme de la Creme, traute.

Was würden wir alle sagen, wenn es bei Wiesmann umgekehrt wäre?!:P

Satire??????????????

bearbeitet von 15wiesmann12
15wiesmann12
Geschrieben

 

vielleicht möchten die neuen Eigner  unter dem Namen Wiemann ja ein gänzlich neues Produkt in den Markt stemmen.

Opel z.B. hat angefangen mit Nähmaschinen und Fahrrädern bevor, man sich ans Automobil, zugegeben nicht die Creme de la Creme, traute.

Was würden wir alle sagen, wenn es bei Wiesmann umgekehrt wäre?!:P

Satire??????????????

Antwort: Wir würden Nähmaschinen und Fahrräder kaufen. Vielleicht als Wertanlage???????:crazy:

Heiliheizer
Geschrieben

Hallo zusammen,

ich werte das Ganze als äußerst positiven Schritt!!!

Als die Wiesmann-Brüder angefangen hatten ein Auto zu entwickeln hatten ja auch alle abgewunken! Man muss nur mit Herzblut an die Sache rangehen. (Natürlich auch mit ausreichend Cash)

Ich zitiere  Augustinus von Hippo

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.

Grüße aus Erding

Heili

Mani Mammut
Geschrieben

Ohne Witz, es gibt schon Wiesmann Fahrräder mit original Logo. Ich hab eins!

Gast Wiesel348
Geschrieben

Isso, kann ich bestätigen. Manfred macht keine Witze. 

Gast Wiesel348
Geschrieben

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.

 

Blöd ist, wenn du am Ende nur Geld verbrannt hast...

dickerg60
Geschrieben

Ohne Witz, es gibt schon Wiesmann Fahrräder mit original Logo. Ich hab eins!

Es ist ein Traum das es weiter geht ich hoffe nur das sie dem alten Stil beibehalten und das schönste darin ist das das Lebenswerk der beiden Brüder fortgeführt wird , wünsche auf jedenfall für die neuen viel Glück und meinen Hut vor ihnen  ziehe ich jetzt schon denn es gehört nicht nur Mut sondern auch viel Geld dazu und ich freie mich auf den mf6 

Bis dahin 

 

15wiesmann12
Geschrieben (bearbeitet)

Ohne Witz, es gibt schon Wiesmann Fahrräder mit original Logo. Ich hab eins!

hab ich auch schon bei Weishaupt gesehen und zwar mit e-Antrieb.. Nur wer hat´s produziert. Das Logo sagt doch  nichts über die Produktionstätte aus .

Und wie viele sind von diesen Zweirädern gefertigt worden?

Vielleicht gibt´s ja da mehr Nachfrage als nach MF3,MF4 und MF5 zusammen.

Wer weiß schon wie die Marktforschung in dieser Richtung gediehen ist.

bearbeitet von 15wiesmann12
GT101
Geschrieben

Ohne Witz, es gibt schon Wiesmann Fahrräder mit original Logo. Ich hab eins!

....und Cabrio-Dächer aus GFK, mit Wiesmann Logo auf der Heckscheibe, darüberhinaus, Tennisbälle, Uhren , Tennisschläger, Schlüsselanhänger....

das war schon ein vielseitiges Unternehmen!

15wiesmann12
Geschrieben

Blöd ist, wenn du am Ende nur Geld verbrannt hast...

und dann Sodbrennen bekommst.

15wiesmann12
Geschrieben

Ohne Witz, es gibt schon Wiesmann Fahrräder mit original Logo. Ich hab eins!

fallen da auch irgendwelche Teile ab?

 

Ohne Witz ist das Leben trist und leer.

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Gast
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      Die Instrumente tun ihren Dienst. Nicht immer genau, aber immerhin! Kühlmitteltemperatur wird ungeschickt am Zylinderkopfausgang statt Kühlereingang  gemessen, der Wert ist also etwas zu hoch im Vergleich zu üblichen Verfahren. 100° hat er selbst am Stilfser Joch nicht überschritten. Motoröl liegt jetzt auch bei schneller Fahrt nicht über 110°, da wirkt die von mir entworfene Unterbodenverkleidung zusammen mit dem größeren Ölkühler Wunder.
       
      Der unsäglichen Tachovoreilung (240 waren etwa 217 „echt“, jetzt sind’s laut Navi 232) habe ich abgeholfen durch richtige Übersetzung der Hinterachse (dazu komme ich noch) und die Wahl von größtmöglichen Rädern.  Nicht in der Breite (alles über 255 mm liegt nicht auf der Straße auf und ist nur fürs optische Beeindrucken gut, dafür rubbelt sich dann der Reifen innen viel schneller ab als außen), sondern im Durchmesser. 255/35 R 19 sind hinten drauf und 225/40 R 19 vorne. Again what learned: Die Hinterradgrößen von 275/30 R 19 oder gar 285/25 R 20 sind selten wie eine Blaue Mauritius und im falschen Moment einer Reifenpanne im Ausland tagelang nicht lieferbar. Die jetzigen Größen sind für die stark motorisierten BMW 3er/Audi A4/Mercedes C flott beschaffbar und bieten auch eine größere Auswahl an Marken.

      Mir gefallen die Dunlop SP Sport Maxx RT2 sehr gut, die Michelin Pilot SuperSport sind bei kühlerer Witterung sehr schnell sehr kalt im leichten Wiesmann und dann wird mir sehr schnell sehr warm, wenn sie nicht gut haften. Ist für Sommer-Gelegenheitsfahrer wurscht, aber wer weite und weiteste Touren in Europa fährt, sollte das bedenken. Auch naß sind sie nicht so der Hit, da sind die weniger spitz auf trockene sportliche Fahrt entwickelten Dunlops universeller und sicherer.

      Apropos: Die Reifen halten vorne quasi ewig, hinten je nach Schwere des Gasfußes. Ich erreiche hinten etwa 20.000 km, vorne wechsle ich nach der zweiten verschlissenen Hinterreifengarnitur. Sonst spinnt das ESP, weil die Abrollumfänge nicht mehr im Toleranzbereich liegen. Gefahren wird im Alltag mit einmal gedrückter Sport-Taste, sonst regelt das System schon bei einfachen Rechtskurven und greift ein. Der Sensor vorne rechts ist ungeschickt plaziert und schuld dran. Auch ohne ESP ist der MF3 verständig gefahren sehr gut beherrschbar (nach den Fahrwerksänderungen), paßaufwärts ist das meine bevorzugte Stellung. Natürlich ist er im Grenzbereich zickig: leicht, kurzer Radstand und wegen der Basis BMW E36/Z3 (!!) eigentlich vorsintlflutlich und veraltet, da "geht was", wenn was geht!

      Nur kurz gestreift: Die 806 ist ein 5-Gang-Handschalter. Das Differential habe ich gegen eine Drexler-Sperre getauscht, ich hatte nur die Serienausstattung mit 25 % Sperrwert anfangs und das ist bei forciertem Fahren nicht genug. Auch die werkseitig falsch übersetzte Hinterachse (eingebaut 3,46:1 - warum auch immer, in der Konfiguration nicht gewünscht und nicht enthalten) hat nun die passende längstmögliche Übersetzung von 3,23:1. Getriebe und Kupplung erfreuen sich bester Gesundheit, das Bedienen ist nach wie vor ein besonderer Quell der Freude. „Save the manuals!“

      Damit ist ja das nächste Thema berührt: Der Motor. Ein Trumm, sauschwer wegen Graugußblocks (selbst der Zwölfzylinder im 750i war leichter!). Ein Langhuber, der dennoch dreht wie verrückt für seine Zeit. Von Wiesmann künstlich gekappt, weil alle MF3 mit Ausnahme der CSLs nur das Mapping vom alten BMW Z3 M aufgespielt erhielten und deshalb zuverlässig um die 321-323 PS auf den Motorenprüfständen ablieferten. Jetzt nach Änderungen ein Dampfhammer, der ab 2000/min loslegt, ab 2500/min hart hinfaßt und in seiner jetzigen Abstimmung dennoch schon bei knapp 7000/min 350 PS liefert. Höher drehe ich eigentlich nie, dafür genieße ich die wunderbare Leistungsentfaltung, die keine Müdigkeit erkennen läßt. Pleuellager kamen neu nach 90.000 km vorsichtshalber (und unnötigerweise), die waren nicht angegriffen, die Tragschicht noch vollständig intakt.

      Mit der nachgerüsteten Airbox und optimiertem Mapping erreichte Markus Schmickler in der Spitze 365 PS bei 8080/min und ein Drehmoment von 366 Nm bei 4495/min. Das Drehmoment lag gleichmäßig über 320 Nm ab 2500 und bis 8000/min an statt vorher von 3500 bis 6500/min. Mit der hohen Maximaldrehzahl und der damit möglichen Verschleißerhöhung war ich noch nicht ganz zufrieden, die Leistungsentfaltung war schon unglaublich viel besser und die Fahrbarkeit durch das sattere Drehmoment deutlich verbessert.
       
       

       

      Bei der Firma Henni ließ ich weitere Optimierungen programmieren mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung des Drehmoments bei Schonung im Spitzenbereich. Die Höchstleistung beträgt nun 359 PS bei 7700/min, das höchste Drehmoment aber 374 Nm bei 4600/min. Damit ist die Gesamtkurve wieder etwas gemäßigter und die Spitzenbelastungen bei Ausreizen der Verstellmöglichkeiten im VANOS sind gemindert. Das Ansprechverhalten ist beim Fahren gleich, nur ab etwa 7000/min fällt das Drehmoment nun stärker ab, so daß bei „Weiterorgeln“ über 7000/min keine wirklichen Leistungszuwächse mehr kommen. Diese Höchstdrehzahlen sind auch Höchststreß für alle drehenden Teile, von einer Absenkung auf sinnvoll zu fahrende 7000/min ergibt sich eine erhebliche Verringerung der mechanischen Beanspruchung.
       
       

       

      Warmfahren und Kaltfahren hilft der armen Zylinderkopfdichtung, die die unterschiedliche Ausdehnung von Graugußblock und Aluminiumkopf sonst nur unter Aufopferung ihrer selbst kompensieren kann. Sie hat bei sehr geringem Zylinderabstand nur ganz wenig Steg und wird dort deshalb besonders beansprucht. Durchs Zündkerzenloch endoskopiert: alles bene.

      Ölverbrauch? Zwischen den Wechseln keiner meßbar. Sprit? Zwischen 8,5 und 20 L/100 km ist alles drin. Normalerweise sind’s um die 10,5 bis 11 L/100 km. Stadt ist Gift, da fängt er das Saufen an. Dafür nehme ich ihn aber nicht, der Stadtanteil beträgt sicher weniger als 5 % der Gesamtlaufstrecke.

      Dem funzeligen Licht der kleinen Serienscheinwerfer versuchte ich, mit LED-Leuchtmitteln aufzuhelfen. Hell wird’s damit. Überall. Da der Reflektor nicht mehr zum Abstrahlverhalten der Leuchtmittel paßt - unkontrolliert und für Vorherfahrende mehr als störend. Bei Ausfahrten durfte ich mir ganz schön was anhören deswegen! Nicht umsonst ohne Zulassung. Wie alle Vielfahrer der MF3 es tun Abhilfe also durch H4-Leuchtmittel mit besserem Wirkungsgrad und mehr Lichtausbeute. Bosch und Philipps sind da gute Adressen und der Effekt ist schon deutlich merkbar. Die Rückleuchten sind mit LEDs erstarkt. Im heutzutage üblichen Lichtermeer an modernen Heckansichten mit Laufblinkern und sonstigem Unsinn geht man im kleinen MF3 sonst förmlich unter!

      Die Umbauten an der Karosserie mit Änderung der Stromversorgung auf LiFePO-Leichtbau-Batterien, die gescheiterten Versuche einer Klebefolierung (stattdessen jetzt satt sitzend und nahtfrei in originalem Farbton sprühfoliert), die Verkleidung des Motorraums und des Heckbereichs von unten, die dem BMW-Standard passend zum Motor entsprechende Aufrüstung der Kühlung sowohl für Wasser (mit stufenweise gesteuertem Elektrolüfter) wie Motoröl (mit fast viermal so großem Ölkühler statt des ab werk verbauten vom 286 PS-M3 ...) sowie die umfangreichen Modifizierungen des Fahrwerks bis zu komplett neuen Federbeinen vorne und die preiswerte Nachrüstung eines Tempomaten habe ich hier im Forum ja schon geschildert. Alles über zig-tausende Kilometer praxisbewährt, alles gut. Und die wesentlichen Schwächen des Autos sind gemindert oder abgestellt.

      Die sehr harte Fahrwerksabstimmung fordert bei flotterem Fahren auf nicht immer glattem Geläuf ihren Tribut: Die Fahrwerksteile verschleißen relativ schnell. Die Vorderachsträger (diese bananenförmigen großen Träger) sind Original-BMW-Teile und sehr günstig bei Lemförder zu beziehen. Bevor man sich an einem Traggelenk und dessen Ausbau lange versucht: Gleich ganz neu!

      An der Hinterachse ist die Erreichbarkeit mancher Verschraubungen unterirdisch. Durch das Gewirr an Lenkern und Streben erreicht man z.B. die Domlagerschrauben schier nicht und wenn, lassen sich die Schrauben nur mir Achtelumdrehungen lösen. Geduld und Spucke sind nötig!

      Die beteiligten Werkstätten kann ich hier auch zusammen auflisten:

      Fahrwerk/Bremsen: www.Rennfeder.de aus Helsa bei Kassel
      Motormapping: Markus Schmickler, Bad Neuenahr und www.henni-performance.de in Wernau
      Auspuffanlage: Stüber Auspufftechnik, Overath
      Sprühfolierung: www.cardip.de in Heilbronn
      Pleuellagerwechsel: Ralf Mork www.mw-perfomance.com in Rockenhausen (Pfalz)
      alles andere: mein Oldieschrauber des langjährigen Vertrauens aus Mutterstadt - im Vergleich zu "Fachwerkstätten" mit unbezahlbarem Wissen um Auto, Motor und Sport ...

      Eine teure Erfahrung: Winterfahrten sind wunderbar mit offenem Dach bei Schnee. Es ist eine Illusion, daß da nichts passieren könne von wegen „GFK-Karosse auf feuerverzinktem Rahmen“. Dieses Tun kostet ein korrodiertes Fahrwerk und eine ruinierte Bremsanlage! Diese Teile sind nach wie vor aus Stahl. Wie lernte man in Chemie? „Das Unedle opfert sich für das Edle.“ Stahl ist unedel, feuerverzinkt ist edel. Tolle Wurst! Achsträger, Wasserabweisbleche, Führungshülsen der Radbremszylinder - alles verrostet. Alles neu. Dabei flog die eigentlich sehr überzeugende MovIt-Anlage auch wieder raus. Lohnt nicht, weil’s fast denselben Effekt der besseren Reaktion und Dosierbarkeit durch viel billigere (und ich meine VIEL billiger) Maßnahmen erreicht wird: Zimmermann Rennbremsen, Seriensättel und Ferodo DS-Beläge bei Stahlflex-Bremsleitungen, dazu ATE-Rennflüssigkeit und alles ist gut. Sind sogar preiswerter zu haben als Ersatz der Serienteile. Verschleiß ist wegen des geringen Wagengewichts übrigens unglaublich gering auch bei flotterem Fahrprofil. Scheiben vorne können gut und gerne 100.000 km halten, Beläge ebenso.

      Ach ja - zu guter Letzt die Wartung.
       
      Ein sehr leidiges Kapitel, da sind manche Sünden unterwegs. Was da für teures Geld in „Fach“Werkstätten des In- und Auslands nicht oder falsch oder zu spät gemacht wird, ist teilweise ein Graus. Pannen bei "top-Werkstatt-scheckheft-gepflegten" Wagen wegen gravierendster Wartungsmängel sind erschütternd. Ich hielt mich an „wer gut schmiert, der gut fährt“ und veränderte die Arbeiten mit folgendem Schema:

      Motoröl neu alle 7.500 km oder jährlich, 5W40 Motul 300V jetzt, vorher Mobil 1 0W40, davor Mobil 1 5W50, das unsägliche alte Gebräu (Rezept aus den frühen 90igern ist sicher nicht mehr zeitgemäß) „Castrol 10 W 60“ nur anfangs. Ölfilter spätestens bei 15.000 km neu. IMMER den BMW-Originalfilter nehmen, kein Nachbau von Mann oder Hengst! Nur der Originalfilter hat eine Manschette ums Filterpapier, die Auseinanderdrücken der Lamellen verhindert und den Filtereinsatz damit druckfester macht.

      Getriebeöl alle 60.000 km neu (keine besonderen Anforderungen), Differentialöl alle 30.000 km. Das Differential wird sauheiß, da es nicht gut im Kühlluftstrom hängt und auch noch vom Auspuff gegrillt wird; deshalb das beste erhältliche von Castrol (heißt heute Syntrax) 75W140. Je öfter schnelle und lange Autobahnetappen anstehen, desto häufiger wechseln!

      Zündkerzen alle 40.000 km neu - NGK oder Bosch. Sind bei BMW sauteuer, im freien Handel für weniger als 40 € für den Satz (statt 120 € bei BMW) zu haben. Dabei gleich die Einzelzündspulen auf Korrosionsspuren an der Kontaktfläche prüfen - sonst funkt's trotz neuer Kerze nicht richtig!

      Kühlmittel und Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre neu. Dabei auch Luftfiltereinsätze reinigen (Plattenfilter von K&N in der Airbox).

      Einriemen mit Riemenspanner und Umlenkrollen alle 50.000 km neu, die Spannrollen leiden immer und „sicher ist sicher“. Kostet nicht die Welt, beruhigt aber.

      Servolenkungsöl und Kupplungsflüssigkeit alle sieben oder acht Jahre neu. Ölist neu rot, nicht schwarz! Kostet um die 50 € mit Arbeit - die Servopumpe kommt auf 600 € plus Arbeit! Kupplungsflüssigkeit ist wie Bremsflüssigkeit, nur verträgt sie längere Betriebszeiten. Wasser ist Quell des Rostes und kostet Kupplungszylinder auf die Dauer.

      Ventilspiel ließ ich anfangs nach der Einlaufzeit kontrollieren und dann bei 50.000 und beim Pleuellagerwechsel nach 90.000 km. Unverändert. Ein Zeichen, daß Fahrweise und Wartung trotz allem materialschonend sind - ich vermeide aber auch das nach der Umprogrammierung unnötige volle Ausdrehen bis 8000/min. Maximal sind’s selten 7000/min, normal maximal 6000/min. Spitzenbelastung bringt nicht so viel mehr wie sie schädigt.

      Fahrwerksvermessung immer beim TÜV-Termin. Kostet nicht viel, dafür ist dann der Geradeauslauf immer untadelig und der Reifenverschleiß gleichmäßig. Wer’s beim Reifendienst machen lassen will: Die Werte entsprechen dem meist gespeicherten „BMW Z3 tief“. 100 € maximal.

      Was ging  kaputt?

      Eigentlich ehrlich gesagt fast nichts. Die Frontscheibe wegen Steinschlags. Kann das Auto grundsätzlich ja nix dafür. Der Auspuff war nach 50.000 km leergebrannt und fing an unerträglich zu dröhnen. Bei 3000/min fielen einem unterm geschlossenen Verdeck die Ohren ab. Durch neue Endrohre mit Schalldämpfern (individuell nach meinen Anforderungen gebaut) ersetzt, bei Konstantfahrt durch Totschallkammern etwas leiser als Serie und die Körper etwas verkleinert, so daß sie nicht mehr so oft aufsetzen.
       
      Die zweite Wasserpumpe ist immer noch spielfrei (sie muß nach meinem Umbau ja keinen am S54-Motor von BMW nicht vorgesehenen Viscolüfter zusätzlich bewegen, sondern einfach nur Wasser pumpen), Kupplung mit immer gleichem Druckpunkt, Getriebe leise und nach wie vor sehr fein zu schalten. Bremse spricht gut an, Verzögerung sehr gleichmäßig bei gleichmäßig steigender Pedalkraft. Abbremsung 55 %! Korrosion bin ich selber schuld, sie betraf die Fahrwerksträger vorne, die Verschraubungen hinten, die Verkabelung an der Batterie, die Bremsanlage und die Leitungen zum Lenkungskühler.

      Die Sitzheizung quittierte spektakulär ihren Dienst. Sie schaltete sich selber ein - natürlich sommers und bei großer per se herrschender Wärme. Sicherung gezogen und „Thema erledigt“ gedacht. Bis Markus Schmickler mich verzweifelt anruft und mitteilt, daß die 806 schier nicht sinnvoll abzustimmen sei auf dem Prüfstand, weil sie immer wieder völlig unplausible Werte zeige. Ob ich was an der Elektrik geändert hätte?? „Ich bin schon froh, wenn ich was mit Strom fehlerfrei schreibe!“ wollte ich antworten. Bis mir die Sitzheizung wieder einfiel. Lösung: Die ach so tolle selbstgefertigte Verkabelung der Manufaktur ist nicht so der Hit. Sie ist nicht sauber ausgeführt, teilweise werden nicht zulässige Lüsterklemmen (!!) verwendet. Direkt neben leistungsführenden Kabeln der Sitzheizung liegen haarfeinste Drähtchen für die Signale der Motorsteuerung. Als die Sitzheizung ihren Elektrogremlin entwickelte, indem sie einfach sanft anschmorte, ist der Kabelsatz der Steuerung angegriffen worden. In der Werkstatt fachgerecht korrigiert - Fehler weg. Sitzheizungen auch. Brauchen eh nur Weicheier.

      Zum Kapitel schlechte Ausführung der Kabel gehört auch, daß ich mich anfangs von der Motorkontrolle foppen ließ. Etwa alle 10.000 km reklamiert sie, daß ein Fehler vorliege. Manchmal auch öfter. Ausgelesen über OBD: „Fehler Heizung Lambda-Sonde Bank 2“. Immer. Immer wieder. Abhilfe 1: Sonde ersetzen. Teurer Spaß, habe ich zweimal gemacht. Nützt nur nichts. Fehler taucht wieder auf! Abhilfe 2: ignorieren. Schadet nichts, Motor startet und läuft wie immer.

      Erfahrung dazu: Scheint ein Fehler der Verkabelung zu sein. wenn’s feucht ist (oder ich den Krümmer ansprühe), ist der Fehler weg. Wundersame Heilung? Nein - die Autodoktoren bei Vox würden wieder sagen „Glaubste dat? DREI Lambdasonden für nix , dabei war et nur ein Fehler im Kabel!“ Leider ist die Verlegung auch nicht leicht zu erreichen, also lebe ich damit. Der TÜV mißt ja eh im Endrohr und da kommt nur Gutes heraus. Selbst jetzt  noch erreicht der Katalysator im Leerlauf ein CO von 0,2 % bei zulässigen 0,9. Lohnt sich, daß der teure M-Metallkat verbaut ist.

      In den letzten zehn Jahren und 100.000 km hat der MF3 an Reiz nichts verloren. Man ist vertraut, „anziehen wie einen Handschuh“ und los geht’s - auch auf weiteste Touren. Die konstruktiven Mängel habe ich für mich bestmöglich mit sinnvollem Aufwand abgestellt, sonst ist er im Allgemeinen grundsolide und erstaunlich haltbar. Das sorgt dann für Betriebskosten, die kein anderer Sportwagen dieser Leistungsklasse liefern kann.

      Wertverlust denken manche, komplett durch Wertgewinn ersetzen zu können - zu Mondpreisen kauft nur keiner einen MF3. Neupreis 120 k€ und nach acht Jahren 150 k€ verlangen - das ist Illusion. Dennoch ist für die Wagenklasse der Verlust sehr gering - was kein Wunder ist, denn er ist in der äußerst kompakten Form einzigartig und wie belegt haltbar, gebrauchstauglich selbst für Fernreisen und belastbar.

      So eine Wiesmann-Kappe mit bestimmt 70.000 "offen gefahrenen Kilometern" muß man sich erdienen!

       

       
       
       
      Markus
    • hhjw1
      Da ich heute nach dem Tanken versehentlich den Impulswert verstellt habe und der Tacho nun nicht mehr funktioniert  an dieser Stelle die Frage: kennt jemand den Impulswert, der eingestellt werden muss? (MF3, 20 Zoll RS-GT)
    • MarioHB
      Hallo zusammen,
       
      ich bin mir immer noch nicht ganz sicher ob ich dieses Fahrrad hier reinsetzen darf, bin mir jedoch sicher, dass es hier Interessenten für ein nicht ganz alltägliches Fahrrad gibt. Entweder für einen selber oder als Geschenk für den Sohn/Tocher oder Enkel.
      Von diesem Full Suspension (Fully) MTB sind damals 22 Stück hergestellt worden. Der handgefertigte 4-gelenkige Nicolai Rahmen der für Wiesmann dezent individualisiert wurde müsste Baugleich mit dem Nicolai Bass FR Hauptrahmen sein, der Hinterbau vom Helios CC. Der Rahmen an sich ist super sauber geschweißt.
      Das MTB hat mir immer viel Spass bereitet und mich nie im Stich gelassen. Leider stand es die letzten Jahre berufsbedingt auf dem Dachboden. Das Rad  hat natürlich Gebrauchsspuren, ist aber noch echt schick. Folgende Ausstattung ist verbaut:  
      - Marzocci Bomber Federgabel
      - Magura Louise FR Scheibenbremsen (vorne ca. 180 mm, hinten ca. 170 mm, die Scheibenstärke ist minimal stärker als aktuelle Bremsscheiben)
      - Shimano XTR-Komplettgruppe (27 Gänge, 3x9)
      - Rock Shox SID XC Luftfederelement,
      - DT Swiss Naben
      - Genuine Gel Ledersattel
      - Ritchey: Sattelstütze, Lenker, A-Head,
      - Mavic X223 Disc Felgen
      - Schwalbe Fat Albert Reifen
      -Hybridpedal von Shimano mit einseitigem SPD-System, die andere Seite ist mit einem normalen Pedalkäfig ausgestattet
      - Gewicht 13,4 kg so wie es da steht.
        Neuppreis war 6.000,- €. Ehemals hatte der Rahmen 10 Jahre! Garantie. Da das Fahrrad 2002 hergestellt worden ist, ist diese natürlich erloschen. Fahrer zwischen 160 und 180 cm Größe sollten mit diesem wendigen Rad super zurecht kommen.
      Probefahrt möglich in 28201 Bremen oder nach Absprache in 48683 Ahaus. Meine Preisvorstellung liegt bei 1650 €.
       
      Grüße. Mario
       







    • ts-bonn
      So Freunde,
       
      das Jahr 2017 liegt in den letzten Zügen.... .  
       
      Ich wünsche Euch schöne und besinnliche Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins Jahr 2018 und dass, was wir alle so oft als all zu selbstverständlich ansehen und annehmen. Nämlich Gesundheit!
      Alles andere zum glücklich und zufrieden sein ist ja durch die Wiesels im Überfluss vorhanden.
       
      Alles Gute Euch allen!
       
      Thomas

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