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Ferrari458

Ferrari 458 Nachfolger?

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Ferrari458
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Hallo liebes Forum,

es kommt der Zeitpunkt im Leben eines Mannes ... da braucht er einfach einen Ferrari :wink:. Aktuell fahre ich einen Porsche Turbo S, welchen ich gerne durch den Ferrari ersetzen würde. Ob es der 458 Italia oder Speciale werden soll, berichte ich nach meinen Probefahrten.

Nun meine eigentliche Frage, lt. Ferrari Modellzyklus (zirka 5 Jahre) wäre es doch eigentlich Zeit für den Nachfolger des Ferrari 458 (F360 1999- 2004 bzw. 2005 / F430 2004-2009). Gibt es hierzu schon Informationen, denn ich würde ungern aktuell einen Ferrari 458 kaufen um dann zu erfahren, dass 3-6 Monate später der Nachfolger am Markt ist.

Vielen dank im voraus für eure kompetenten Antworten

Gruß

Wolfgang

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netburner
Geschrieben

Erst einmal soll wohl (laut Gerüchteküche) im kommenden Jahr eine Modellpflege mit Turbo-V8 (analog zum California) kommen. Wenn dem so ist, würde ich die Vorstellung dieses Autos für den Genfer Salon im März erwarten.

Dr4g0n
Geschrieben
Erst einmal soll wohl (laut Gerüchteküche) im kommenden Jahr eine Modellpflege mit Turbo-V8 (analog zum California) kommen.

Modellpflege im Stil von 360 -> F430 oder wirklich nur ein kleines Facelift?

Gast amc
Geschrieben
Modellpflege im Stil von 360 -> F430 oder wirklich nur ein kleines Facelift?

Muss wohl eher sowas wie 360->430 sein. Einen Wechsel von Sauger auf Turbo als kleines Facelift kann ich mir bei Ferrari nicht vorstellen - zumal für diese Umstellung sicher vieles an der Infrastruktur des Fahrzeugs geändert werden muss.

netburner
Geschrieben

Aufgrund der Bauzeit tippe ich auch, dass die Modellpflege etwas tiefgreifender wird (siehe auch California). Möglicherweise aufgrund des neuen Motors sogar eine neue Modellbezeichnung (siehe F360 auf F430).

jo.e
Geschrieben

Naja also der 430er war ja schon etwas mehr als eine Modellpflege :wink:

Und Turbo will ich mir nicht so recht vorstellen. Für mich passt das nicht zusammen...

308vs355
Geschrieben
.... sogar eine neue Modellbezeichnung (siehe F360 auf F430).

ja denke ich auch, z.B: 306T. 3l Hubraum mit V6 Turbo. um die 500 PS, dafür 100kg leichter als der 458.

Jedenfalls ein spannendes Thema, aber wohl auch eines der best gehütesten Geheimnisse.

Gibt es nicht im Herbst eine Automesse wo Ferrari so eine Art Konzeptcar vorstellt um die Öffentlichkeit etwas darauf vorzubereiten, was da kommen mag. Paris Motor show vielleicht.

BMW machts vor mit dem M4, allerdings tun sich die Fans mit einem 6 Zyl wahrscheinlich leichter als die Ferrari Gemeinschaft, da der 6 Zyl. Tradidion ist.

BigBlock737
Geschrieben

Irgendein hoher Ferrari-Funktionär hat einen V6 ausgeschlossen. Es soll ein V8 Biturbo mit knapp unter 4l Hubraum werden... Die 4l sind wohl so eine magische Grenze in China ab der hohe Strafzahlungen fällig werden - ergo 408T ;)

crazyblack
Geschrieben
Naja.... Früher hatte Ferrari die Modellnummer doch Hubraum/Zylinder gerechnet bzw. Modellnummer * Anzahl Zylinder = Hubraum.

Danach 3900 / 8 = 488 :) oder 488T

Ich warte auf den Nachfolger vom F12

Die 8-Zylinder hatten eigentlich die Kombination des Hubraums (zweistellig) mit der 8 als Zylinderzahl. Ausnahmen waren F355, 360 und F430.

308 = 3L 8-Zylinder

328 = 3,2L 8-Zylinder

348 = 3,4L 8-Zylinder

355 = 3,5L 5-Ventiler

360 = 3,6L

430 = 4,3L

458 = 4,5L 8-Zylinder

Dein Beispiel würde 398 ergeben.

mercedes martin
Geschrieben
Hallo liebes Forum,

es kommt der Zeitpunkt im Leben eines Mannes ... da braucht er einfach einen Ferrari :wink:. Aktuell fahre ich einen Porsche Turbo S, welchen ich gerne durch den Ferrari ersetzen würde.

...

Nun meine eigentliche Frage, lt. Ferrari Modellzyklus (zirka 5 Jahre) wäre es doch eigentlich Zeit für den Nachfolger des Ferrari 458 (F360 1999- 2004 bzw. 2005 / F430 2004-2009). Gibt es hierzu schon Informationen, denn ich würde ungern aktuell einen Ferrari 458 kaufen um dann zu erfahren, dass 3-6 Monate später der Nachfolger am Markt ist.

...

Gruß

Wolfgang

Hallo zusammen,

exakt diese Gedanken gehen mir auch seit Wochen durch den Kopf - mit dem Unterschied zu Wolfgang, daß wir bislang seit vielen Jahren immer den 911 als Cabriolet, derzeit Carrera S, fahren.

Ich würde ungern einen 458 neu kaufen und nach wenigen Monaten ein "altes" Modell fahren. Der Spider wird nach Vorstellung des 458-Nachfolgers sicher ein Jahr später nachgeschoben.

Über einen V6 mit nur 500 PS würde ich mich allerdings sehr wundern, ich glaube kaum, daß Ferrari den 458-Nachfolger mit so einem Motor bringt, wo er doch preislich und in der Hierarchie oberhalb des California angesiedelt ist, und der hat immerhin einen V8 Biturbo mit 560 PS. Und auch der Hubraum ist beim Cal. bei 3855 ccm - beim 458 erwarte ich da eher mehr, auch wenn in China andere Dinge wichtig sind.

Der McLaren 650 S als einer der Hauptkonkurrenten hat übrigens auch einen V8 Biturbo und 3,8 l Hubraum, leistet 650 PS, und klanglich bleiben da eigentlich keine Wünsche offen, ich fand den Sound sehr gut. Ferrari wird den 458 Nachfolger sicher leistungsmäßig in diese Richtung positionieren.

Gruß

Martin

crazyblack
Geschrieben

Ich gehe davon aus, dass der Grundmotor in California und 458M gleich sein werden. Damit hätte der 458M auch unter 4L Hubraum.

Man darf nicht vergessen, dass seit Einführung der Steuer in China auf Fahrzeuge über 4L Hubraum der Absatz von Ferrari im freien Fall ist. In 2013 waren es wohl 15% weniger und in 2014 bis dato, auf die Zahlen von 2013 bezogen, 30%.

Das steckt LdM nicht so einfach weg.

In D gehen die Zahlen auch kontinuierlich zurück und steuern auf ca. 600 zu.

Damit wird das Gefasel von der Steigerung der Exklusivität durch Verringerung der Produktion auch als reines Marketing für Absatzrückgang entlarvt.

crazyblack
Geschrieben
:-))! Auf den Punkt.

Ich gehe auch davon aus, dass der Motor des California - so wie beim letzten Modell - in Hubraum und Prinzip vererbt.

Timing wise erwarte ich auch den 458 Nachfolger nächstes Jahr.

Er steht in Genf 2015.

jo.e
Geschrieben

Ich hoffe inständig das Ferrari nicht auch komplett auf die ollen Turbomotoren geht. Ich erwarte hier für die Zweit- oder Drittbesitzer dieser Autos eventuell enorme Unterhaltskosten durch das Turbosystem. Da braucht nur ein Vorbesitzer nicht entsprechend einem Turbo gefahren sein und schon ist dann der neue Turbo fällig. Ich schätze so eine Reparatur bei so einem Auto auf. 20.000 - 30.000 €. Des weiteren gibt es hier mehr elektronische Überwacher, Magnetventile und Sensoren. Alles Teile die auch schnell kaputt gehen können. Hinzu kommt das extreme Warm- und Kaltfahren.

Da könnten dann die älteren V8 ohne Turbo ziemlich wertstabil bleiben (sofern da auch alles passt) :D

Gast amc
Geschrieben
Ich hoffe inständig das Ferrari nicht auch komplett auf die ollen Turbomotoren geht. Ich erwarte hier für die Zweit- oder Drittbesitzer dieser Autos eventuell enorme Unterhaltskosten durch das Turbosystem. Da braucht nur ein Vorbesitzer nicht entsprechend einem Turbo gefahren sein und schon ist dann der neue Turbo fällig. Ich schätze so eine Reparatur bei so einem Auto auf. 20.000 - 30.000 €. Des weiteren gibt es hier mehr elektronische Überwacher, Magnetventile und Sensoren. Alles Teile die auch schnell kaputt gehen können. Hinzu kommt das extreme Warm- und Kaltfahren.

Ich denke man darf hier einigermaßen entspannt sein. Angesichts der Garantieprogramme von Ferrari wird man hier ähnlich rigoros bei Kühlsystemen vorgehen wie z.B. BMW das mit dem M5 schon gemacht hat. Heiß abstellen ist da nicht mehr wirklich das Thema - solche Wagen sind vollgestopft mit Wärmetauschern und auch nach dem Abstellen des Motors wird da weiter gut durchlüftet. Klar, Ferrari muss stärker auf das Gewicht achten, aber sie kennen auch ihre Kunden unter denen sich nun wahrlich genug Kurzstrecken-Schaut-mich-an-Tourenfahrer befinden - und die Stückzahlen der V8-Modelle sind zu hoch um nennenswerte Motorprobleme zu riskieren.

Sicherlich steigt die Komplexität, aber ich gebe folgendes zu bedenken:

- Großvolumige Sauger haben tendenziell deutlich mehr Ölvolumen als Turbos der gleichen Leistungsklasse, brauchen entsprechend länger bis das Öl auf Temperatur ist.

- Mit den Turbos fällt es leichter während des Warmfahrens auf hohe Drehzahlen zu verzichten. Man kann auch mal so dem Vertreterdiesel folgen ohne die 3000 Touren zu überschreiten.

- Moderne Turbos müssen nicht anfällig sein. Ja, bei Audi gab es da in der Vergangenheit bei den RS-Modellen Probleme (inkl. Reparaturen >20k), aber die AMGs sind unauffällig - und da kommen ganz andere Laufleistungen drauf. Auch der M5-Motor der von allen Motoren auf dem Markt dem California-Motor wohl am ähnlichsten ist hinsichtlich Drehvermögen ist nach nun 2,5 Jahren komplett unauffällig.

Ein 458-Saugmotor ist alles anderes als eine triviale Angelegenheit und die Drehzahlen sind enorm. Da hätte ich ehrlich gesagt genauso viel Bedenken - dort halt in Richtung "hochdrehen bei kaltem Motor".

jo.e
Geschrieben

Das sollte nicht falsch verstanden werden. Ich fahre egal Turbo oder Sauger alles warm und auch kalt. Habe da eben nur etwas Bedenken und ich gebe zu:

Ich kann mir einfach kein Turbo bei einem Ferrari vorstellen, auch bezüglich dem Sound. Vielleicht ändert sich das ja bald. Muss mal den neuen Cali hören und dann urteilen. Mir fällt es nur schwer, da Ferrari der Traum meiner Kindheit ist und das für mich immer ein schöner Sauger war. :D

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tollewurst
Geschrieben

Wie sagte mir die Tage jemand so schön: "Wenn ich schneller laufen will stecke ich mir doch auch keinen Fön in den Mund"

:D Denke das trifft es ganz gut.

HolliWood
Geschrieben
Das sollte nicht falsch verstanden werden. Ich fahre egal Turbo oder Sauger alles warm und auch kalt. Habe da eben nur etwas Bedenken und ich gebe zu:

Ich kann mir einfach kein Turbo bei einem Ferrari vorstellen, auch bezüglich dem Sound. Vielleicht ändert sich das ja bald. Muss mal den neuen Cali hören und dann urteilen. Mir fällt es nur schwer, da Ferrari der Traum meiner Kindheit ist und das für mich immer ein schöner Sauger war. :D

Nach '92 geboren und den F40 verpasst?:wink:

  • Gefällt mir 1
JazP
Geschrieben
Wie sagte mir die Tage jemand so schön: "Wenn ich schneller laufen will stecke ich mir doch auch keinen Fön in den Mund"

:D Denke das trifft es ganz gut.

Wenn er dadurch 50% schneller würde, würde er sich nicht nur einen, sondern gleich zwei reinstecken :wink:

Ferrari hat Glück, dass sie mit dem F40 eine Legende erschaffen haben, die einen Turbomotor besitzt. So können sie immer argumentieren.

emuman
Geschrieben

Zumal der Vergleich mit dem Fön nicht passt, da die Turbolader ja nicht elektrisch angetrieben sind, sondern durch Abgase, was beim Läufer dann...

Caremotion
Geschrieben
Das sollte nicht falsch verstanden werden. Ich fahre egal Turbo oder Sauger alles warm und auch kalt. Habe da eben nur etwas Bedenken und ich gebe zu:

Ich kann mir einfach kein Turbo bei einem Ferrari vorstellen, auch bezüglich dem Sound. Vielleicht ändert sich das ja bald. Muss mal den neuen Cali hören und dann urteilen. Mir fällt es nur schwer, da Ferrari der Traum meiner Kindheit ist und das für mich immer ein schöner Sauger war. :D

Mich hat persönlich alles enttäuscht in Sachen Sound was nach dem 360 CS kam. Der 430 finde ich vom Sound her alles andere als "schön" oder aufregend. Vielleicht nicht der beste Vergleich, aber beim F40 war und ist der Sound noch immer genial, trotz Turbo.

Aber Du hast recht. Der California T wird zeigen wie die neue Generation von Turbos klingt bei Ferrari

crazyblack
Geschrieben

Ferrari hat Glück, dass sie mit dem F40 eine Legende erschaffen haben, die einen Turbomotor besitzt. So können sie immer argumentieren.

der 288 GTO ist auch ein turbo und mindestens genauso legendär

  • Gefällt mir 1
cschaetzle
Geschrieben

naja, da steht auch Mist drin. Wenn der Nachfolger wirklich einen 3855 ccm Turbomotor hat wird er wohl kaum M458T heissen. Dann tippe ich eher wie bei Top Gear 408T

ich persönlich habe lieber einen Turbo als irgendwelche Elektro/Hybridexperimente.

Hauptsache es ist mindestens ein V8

crazyblack
Geschrieben
naja, da steht auch Mist drin. Wenn der Nachfolger wirklich einen 3855 ccm Turbomotor hat wird er wohl kaum M458T heissen. Dann tippe ich eher wie bei Top Gear 408T

Die Bezeichnung M458-T soll ja nicht die offizielle Typenbezeichnung sein, sondern nur verdeutlichen, dass vom modifizierten 458 mit Turbomotor gesprochen wird.

Fast alles, was in dem Artikel steht, kenne ich aus Zulieferkreisen. Einzige Ausnahme: Das Update des FF soll nach meinen Infos auf der IAA 2015 stehen.

Aber time will tell.....

michi0536
Geschrieben

[quote=308vs355;1090791........

BMW machts vor mit dem M4, allerdings tun sich die Fans mit einem 6 Zyl wahrscheinlich leichter als die Ferrari Gemeinschaft, da der 6 Zyl. Tradidion ist.........

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      Nach der Besichtigung und kurzen Probefahrt auf dem Gelände gingen wir in das Büro von Herrn Hübler. Der Cappuccino war ausgezeichnet und sorgte auch noch zusätzlich für die richtige Stimmung. Wirklich clever. 
       

       
      Nach kurzer Verhandlung war klar: Preislich wenig Spielraum, aber ein neues CTEK und das Paletot. Zudem ein neuer großer Service mit Stempel. Technisch hatte ich im Prinzip maximale Sicherheit- Das Auto sollte mit einer Approved verkauft werden und somit wurde schon im Vorfeld der Check gemacht und alle Teile getauscht die den Bedingungen nicht mehr entsprachen. Die getauschten Teile reichten über diverse Querlenker, Magnetventile, Ventildeckeldichtung etc. Da wurden Arbeiten im Wert von ca. 15.000 € ausgeführt, also passte das. Ich hatte auch keinerlei Spiel am Lenkrad, was ich beim 430 selten erlebt habe. Die haben ja oft auch das Problem mit der Lenkstange und der Verzahnung direkt hinter dem Lenkrad. 
       
      Ich bin im größten Schneesturm wieder nach Hause gefahren und am nächsten Tag habe ich noch mit meiner Frau gesprochen. Dann war schnell klar: KAUFEN!!!  Ein supergeiles Auto mit einer einwandfreien und sauberen Historie. Kupplung und Bremse auch bei 25% - es sprach nichts dagegen. Und so freue ich mich jetzt extrem auf das Auto. Jetzt wird noch der Service gemacht und sobald kein Schnee und Salz mehr liegt hole ich die gelbe Göttin ab.
       
      Ich freue mich ab März/April auf den Umbau und auf die Aufbereitung. Es dürfte nicht sonderlich überraschend sein, dass das Auto natürlich einen Kline Endschalldämpfer bekommt.  Bei den Felgen bin ich mir noch nicht sicher. Bezüglich der Aufbereitung habe ich schon einen Plan und ich werde wie immer alles dokumentieren! Ich lasse euch gerne wieder teilhaben und freue mich auf gemeinsame Ausfahrten und Austausch!
       
      Hier noch einige Bilder:
       

       

       

       

       

       

       
      Liebe Grüße 
      Euer jo.e
       
       
    • Hallo liebe Community,
       
      da ich den Ferrari aus meinem Restaurationsthread nach langer Standzeit wieder auf die Straße bringen möchte, steht nun die Achsvermessung an.
      Habe schon einige Werkstätten mit modernen Achsprüfständen durchtelefoniert, die das bis auf eine leider alle nicht übernehmen wollten.
       
      Einen habe ich dann aber doch gefunden, dieser braucht jedoch von mir die Daten für die Spureinstellung, da er den 328 nicht im System hat.
      Sind die vom 328 und dem 308 identisch??
       
      Vielen Dank!
       
       
       
    • Da bahnt sich ja fast ein 308er-Treffen in 2021 an
       
      Gerade nochmal nachgerechnet: Ich kenne im Umkreis von 50 km sogar 7 Stück x08er...
    • Prolog
      <<<Mein vom Leben arg gebeutelter Vater meinte immer zu mir „Michael, Porsche fahren nur Fabrikanten“…aber er hat mir auch, als ich klein war gesagt, der Osterhase war da und das der Storch die Kinder bringt…. <<<
       
      "Ich weiss genau was Sie denken, und Sie haben Recht!" - wer hat nicht durch die Serie Magnum Ferrari kennengelernt?
      Als ich klein war spielte ich mit Siku Autos, die fand ich detailgetreuer als Matchbox, meine Lieblingsspielzeuge waren immer die flachen Autos, und der flachste war damals ein Maserati Boomerang.
       
      Es war 1983, ich war 16 Jahre alt, als ich in Holland das Poster eines Vector W2 Twinturbo –werde ich nie vergessen- 600-1500 PS kaufte. Ein Auto wie von einem anderen Stern.
       
      Das Auto, ja das wollte ich haben, damit dann einmal 300km/h auf der Autobahn, ein für damalige Verhältnisse irrwitziger Speed und sowieso ein unbeschreibliches Fahrzeug. Es kam zwar nicht zum Vector, aber schliesslich hing noch ein anderes Poster überm Bett nämlich ein weisses 911 SC Cabriolet. Etwas realistischer, vielleicht sogar typisch deutsch…
       
      Einer meiner Berufswünsche war Fotograf da ich es als sehr kreativ ansah, Dinge aus der mir angenehmsten optischen Perspektive zu betrachten. Ich war 17 und hatte die Wahl, entweder eine teure Kamera oder den Führerschein zu bezahlen. Ich entschied mich für die Fotokamera, es wurde eine gebrauchte Canon AE1 Programm, 1984 durchaus begehrenswert. Jahre später hatte ich dann meine Traumkamera, eine Canon A 1, ein wirklich tolles Teil.
       
      Da ich ohnehin noch Schüler war und mir kein Auto leisten konnte, fiel mir diese Wahl nicht sonderlich schwer, dann würde ich eben erst mit 18 ½ den Führerschein machen. Nach der Schule machte ich mich oft auf die Pirsch nach Porsche 911, meinen Wunschwagen, den ich irgendwann fahren wollte. Selbstgemachte Visitenkarten auf der klapprigen Schreibmaschine als „Porsche Fotos“ –Fotograf lösen heute noch Schmunzeln aus….
      Innerhalb einiger Monate kannte ich durch meinen immer schon vorhandenen Ehrgeiz viele Porschefahrer aus der Umgebung und es gab sogar eine Chance auf eine Mitfahrgelegenheit, das war schon was!
       
      Meine Fahrstunden absolvierte ich dagegen auf einem roten VW Golf 2 mit 75 PS und Kamei Spoilersatz. Mein Fahrlehrer, mit dem ich gut auskam, wusste von meiner Fotoleidenschaft und erzählte mir, dass der Besitzer des Kastells im Nachbarort einen Ferrari hätte. Nun war ich angefixt, es war 1985 schon etwas sehr exclusives, so ein Fahrzeug zu besitzen. Im öffentlichen Strassenverkehr, zudem in einem derart kleinen Ort wie dem unseren, gab es so etwas nie zu sehen. Das änderte sich bei uns erst ein wenig Anfang der 90er.
       
      Aber zurück zu 1985: Eines Tages fuhr ich abends mit meinem klapprigen Fahrrad zu eben diesem Kastell und wartete, wer rein und rausfuhr. Tatsächlich kam der Besitzer, oder vielmehr derjenige, den ich dafür hielt, mit seiner Frau ebenfalls ins Kastell geradelt. Ich fragte ihn schüchtern, ob es stimme mit dem Ferrari, und ob ich den mal fotografieren dürfte, er bekäm dann natürlich auch Bilder oder Poster von mir umsonst.
       
      Er sagte zu meiner Freude zu und meinte ich solle am Samstag morgen vorbeischauen. Ich fieberte dem Tag entgegen. Ich hatte noch nie einen live gesehen. Es kam also der spezielle Samstag im April 1985 wo ich auf dem Hof des Kastells stand und er eine Scheune aufmachte. War ich aufgeregt ! Da stand ein silberner 308 GTB Quattrovalvole. Vier Auspuffrohre, tief, breit, flach.
       
      Beim Starten des Motors fand ich das Geräusch viel spannender als bei den heiseren 911ern, die ich ja schon kannte. Er fuhr das Auto auf den Hof und ich hab geknipst und mich gefreut als ich den Schalter für die ausfahrbaren Scheinwerfer gefunden hab, weil ich das (bis heute) so cool fand. Dass er so viel tiefer und flacher war als die Porsche fand ich auch Wahnsinn. Wie zum Henker passt man da rein?
       
      Dieser Wahnsinn war dadurch steigerbar das ich mich nicht nur schliesslich reinsetzen durfte, um die Klappscheinwerfer auf und zuzumachen, sondern auch eine Probefahrt versprochen wurde. Ich war recht nervös und freute mir einen Ast ab!
       
      Ich fummelte mich irgendwie auf den Beifahrersitz und als ich schliesslich drin sass, konnte ich vorne nix sehen, rechts nix, und hinten auch nichts….
      Ich fühlte mich so eingequetscht und habe ich mich recht unwohl gefühlt weil ich im Falle eines Unfalles keine Chancen ausrechnete, da heil herauszukommen. Die Fahrt selber war recht unspektakulär über ein paar Landstrassen und wir bogen dann in einen Wirtschaftsweg ab, „Anlieger frei“…..
       
      Ich verstand nicht ganz den Sinn dieser Aktion mit so einem Auto, aber das nachfolgende Bild habe ich heute noch im Kopf: Ein Traktor kam direkt auf uns zu, der zudem auch keine Anstalten machte, Platz zu machen. Wir mussten rückwärts fahren.
       
      Wenn man in einem Ferrari zum ersten Mal Platz genommen hat und ein Trecker vor einem auftaucht, holla, da hatte ich ein komisches Bauchgefühl. Das ist ungefähr so, als wenn man als Mensch in der Steinzeit einem Brontosaurus gegenübersteht. Ich war heilfroh, als wir endlich wieder auf einer normalen Straße waren. Ich kam mir in dem Auto irgendwie vor wie ein Filmstar und hatte nur den Wunsch, meine Eltern würden mich darin sehen können um zu begreifen dass ich den richtigen Weg einschlage und das mein Wunsch ernst gemeint war...
       
      Ich fand ich es viel aufregender in so einer Sardinenschale unterwegs zu sein als im 911 . Allerdings war ich damals der felsenfesten Überzeugung, dass so etwas eben nur Superreichen oder Filmstars vorbehalten war. Damit war das Thema Ferrari für die nächsten 10 Jahre wieder passe….
      Kurze Zeit später habe ich den Führerschein gemacht und daraufhin durfte ich bei einem Bekannten in einem 911 Targa mitfahren. Dieses war auch gut (ich werde es nie vergessen, es roch immer nach Vanille im Auto, da er Pfeifenraucher war) und es hatte mich überzeugt, dass ein offenes Auto die bessere Wahl war, egal ob als Wunsch oder in der Wirklichkeit. Also hatte ich mir 911 Carrera Targa als Fernziel ausgesucht, auch weil es für einen deutschen Schüler mit 50 Mark Taschengeld schon ohnehin hirnrissig war, bei einem arbeitslosen Vater und gerade vollzogener Trennung der Eltern an so etwas wie einen Ferrari zu denken…. !
       
      Es kam der Schulabschluss, dann die Bundeswehr und sofort darauf war ich Azubi. Ich verdiente mein erstes Geld, es war so ca. 480 Mark im Monat.
      Im zweiten Ausbildungsjahr gründete ich bereits eine GbR und das ersparte Geld wurde in das kleine Geschäft gesteckt. Fahrrad fahren war angesagt, das gesparte Geld war wieder investiert, ein Auto im allgemeinen und ein Sportwagen im besonderen war in weite Ferne gerückt.
       
      Zu der Zeit war mein erstes Auto vom Vater, das ich am Wochenende ausführen durfte. Ein silberner Kadett D 1,2 S mit 60 PS, der mich zuverlässig von A nach B brachte. Von 18 bis 25 Jahre hatte ich kein eigenes Auto, steckte alles Geld lieber aufs Sparbuch.
       
      Ich knüpfte also viel Kontakt zu Porschefahrern und habe viele Bilder gemacht. Das war damals ein nich ganz billiges Vergnügen, jeder Abzug kostete Geld……
       
      Eine Abends war ich mit meiner Freundin unterwegs und an einer Disco stand ein Porsche Turbo mit Doppelflügel (dp 935, 345 er Reifen). Dem habe ich einen Zettel unter die Windschutzscheibe geklemmt mit der Aufschrfit „Porsche Fan grüßt Porsche Fahrer“ und meine Telefonnummer. Abends klingelte tatsächlich unser Telefon und so habe ich einen freien Autohändler kennengelernt welcher privat Porsche Turbo fuhr. Für ihn habe ich jeden Samstag kostenlos die Autos gewaschen damit ich irgendwann eine Probefahrt mitmachen konnte. Diese kam dann auch, nach endlosen Monaten war das Auto technisch strassenfertig, rollout finally, Platz nehmen in Recaros, einer Pioneer Stereoanlage, der letzte Schrei der 80er (wie bei den B&B Autos), Samstags mittags, auf einer einsamen Landstrasse, ich sass auf dem Beifahrersutz, dann: anfahren im ersten Gang bis 80 – das war eine Ansage….was ein krasser Unterschied zum braven 60 PS Kadett ……es war klar so ein Ding, doch, ja, klar, einmal im Leben, möchte ich sowas haben, dann würd ich lieber auf etwas anderes dafür verzichten. Das ist bis heute die Lebensmaxime.
       
      1992:
      Ich wurde 25 und verdiente; kaufte mir mein erstes eigenes Auto, einen VW Scirocco 16V in anthrazit. Toller Motor, tolle Sitze, tolle Optik.
      Von dem Auto bin ich heute noch begeistert. Geringer Verbrauch und viel Fahrspass. Lange Fahrten ohne Rückenschmerzen dank Sportsitzen möglich. Damit hatte ich mein erstes „flaches“ Auto. Ein Jahr später, 1993, kam richtig gutes Geld rein, der Betrag war vorhanden für „meinen 911er“, ich wollte unbedingt endlich den 911 und habe den 16V dann leider verkauft – ich Blödmann. Zu der Zeit war ich 26 Jahre alt. Ich hab geheult als der Scirocco abgeholt wurde. Das war wohl schon eine Vorahnung.
       
      Dann kam die Suche nach einem offenen 911, es gab 1993 noch kein Internet. Ich fuhr nach Düsseldorf zu Auto Becker wo man mich von oben herab behandelte. Ich fragte ob neben Ferrari auch Porsche 911 da wäre und die lapidare Antwort war „da oben steht einer“. Das war die erste und einzige Begegnung mit dem Händler…
       
      Ich betrachtete natürlich auch die Ferrari welche ebenerdig in einem Showroom rechts von einer Einfahrt standen. Wenn ich mich recht erinnere, 308 oder 328, Testarossa, F40. Autos, die ich nur von Postern oder Zeitschriften kannte.
       
      Aber da ja alle Bekannten Porsche fuhren und ich nicht das Geld für den Unterhalt hatte (jedesmal nach Düsseldorf tausende DM in dem versnobten Laden lassenm dachte ich, nee kein Bock) schied Ferrari aus, der 308 war zu klein, ich wollte ein Cabrio und der Mondial war nicht unbedingt mein Ding, auch damals eine andere Preisklasse. Den Mondial kannte ich aus dem Madonna Video „Material Girl“. Heute finde ich den Mondi viel viel besser als damals….
       
      Ich wollte einen 911 Turbo 3,3, für mich der Inbegriff von Porsche, angefixt durch die Probefahrt. Der Turbofahrer hat mir mehrmals strikt abgeraten, „nein nein Michael“, sagte er, „mit dem Auto fährst Du dich tot (!), wenn Du noch nie einen Heckmotorwagen hattest, keinen Turbo.“ Ich aber wollte unbedingt den schwarzen Turbo von Sigi, einem Mechaniker. Sigi habe ich dann angerufen. „Verkaufst Du Deinen Turbo? Aber auch er hat nein gesagt, nee verkauf ich nicht. Nun denn. Außerdem wollte ich ja auch lieber offen, also ein Carrera Targa stand auf dem Wunschzettel.
       
      Nach 2 Monaten Suche bei PZ und Zeitungsannoncen (wie gesagt, es gab 1993 kein Internet) fand ich einen 911 durch eine Anzeige in der Rheinischen Post. Er stand in Mülheim a.d.Ruhr. Hingefahren, mit 50000 DM in bar versteckt am Körper und den Kadett natürlich zwei Strassen weiter geparkt – es war mir zu peinlich :-). Nach einer Probefahrt habe ich das Auto gekauft. Dach runter, Julisonne, auf die Autobahn, schmunzeln, stolz sein. Ich hab Porsche, ich hab fertig, am Ziel der Wünsche, dachte ich. Fast zuhause angekommen, in den spiegelnden Scheiben des Möbelhauses nebenan sah ich mich im Porsche sitzen. In meinem Porsche, mit 26 Jahren. Ziel erreicht !
       
      Auf der Fahrt nach Hause herrschte eine Mischung aus Stolz und Desillusion: Endlich ein offenes Auto aber der Unterschied zum Scirocco 16V war nicht so viel wie ich es mir vorgestellt habe. Dafür waren meine Eltern ziemlich stolz. Mein Vater sagte zu meiner Mutter (als er das Auto hörte):“ Da kommt der Porsche!“ und war stolz wie Oskar. Ich fragte ihn "Weisst Du noch wie Du damals sagtest, Porsche sei nur was für Fabrikanten?"
       
      Schnell ein Radio eingebaut, denn ich hatte abends noch ein Date mit einer Dame, bin dann mit dem 911 hingefahren, Reaktion von ihr war “ist das Ding so etwas besonderes?“ Na gut, sagte ich, hole ich mein anderes Auto. Wir dann zu mir, Autos getauscht, mit dem Kadett dann zur Düsseldorfer Kirmes, die Dame war dann recht enttäuscht, wie ich sie so beim Wort nehmen konnte. Ich habe Sie nie wiedergesehen. Man kann durch einfache Dinge auch Menschen kennenlernen.
       
      In einem 12000 Seelen „Kaff“ wie dem unseren mit 26 einen 911 fahren, ergab Neid von einigen Menschen die dachten, ich sei abgehoben oder würde irre verdienen. War mir aber reacht egal.
       
      Das ich, seitdem ich 18 war, 7 Jahre nur ein Fahrrad hatte, nie in Urlaub fuhr, nicht rauchte, nicht trinkte und sparsam lebte, interessierte niemanden außer ein paar Freunde, welche sich mit mir freuten. Ich war zunächst zufrieden, aber der Porsche Motor (217 PS) war nicht so drehfreudig, was also tun?
       
      Zwei Wochen später war ich bei der Firma RUF Automobile in Süddeutschland um etwas mehr Dampf zu haben. Es wurde für 2000 DM etwas lauter und etwas besser von der Gasannahme, aber immer noch nicht gut. Es beschlich mich das Gefühl „never meet your heroes“. Wie mich ein Vector enttäuscht hätte, ich will es lieber nicht wissen.
       
      Es vergingen die Jahre…Porsche fahren hat auch Nachteile, z. B. einer Freundin hatte ich 4000 DM geliehen, nachdem wir Schluss gemacht hatten meinte Sie „warum soll ich das zurückzahlen, Du fährst doch einen Porsche..“…es waren viele interessante Erlebnisse die man rund um ein Auto haben kann, da man immer in eine Schublade gesteckt wird. Nach und nach verschwand der Porsche in der Garage, ich fuhr lieber brave VW’s.
       
      Die Jahre vergingen, wechselnde Einkünfte, und automobil immer noch nicht zufrieden. Eines Tages, so 1998/99 schliesslich hat ein Bekannter einen Ferrari Testarossa leihweise gehabt und mich nach Bitten und Betteln mitgenommen auf eine Probefahrt. Ich wollte mit, ich musste mit ! Nicht etwa wegen Miami Vice, oder so nein, ich wollte einfach wissen, „ist es das?, „wie ist so ein 12 Zylinder?“
       
      Was soll ich sagen, ja ich war begeistert, der Sound, das Leder, die Optik, heftig. Eine Gewalt, egal bei welcher Drehzahl, immer gierig am Gas, neverending atmosphere….ein Druck, ein Gebrüll. Seitdem ist ein Ferrari 12 Zylinder für mich das ultimativ begehrenswerteste das ich mir motorenmässig vorstellen kann. Ergo wäre der F50 mein Kandidat (mhm, obwohl hab ja noch 20 Jahre Zeit ).
       
      Als ich nach der Fahrt wieder in meinem 911er sass, kam ich mir vor wie ein Spiesser in einem Käfer, der zwei Zylinder mehr hat. Ich wurde immer unzufriedener und wusste, der 11er muss weg, er macht mir kein Spass und kostet nur Geld.
       
      Weitere 5-6 Jahre später, trotz Clubtreffen und wohlwollender Worte aus dem Freundes und Bekanntenkreis etc., hab ich ihn dann verkauft und war froh als er weg war. Alle Bekannten und Eltern waren enttäuscht „wieso verkaufst Du das schöne Auto?“ Ich habe es gemacht da ich wusste dass eine finanzielle Durststrecke kam und ich es nicht mehr brauchte. 2005-2006 war zum Abhaken.
       
      Aber einer der kleinen Highlights im Leben kam: Ich durfte mal in einem Vector W 8 sitzen. Das dürfte ein recht exklusives Vergnügen gewesen sein, ich kam mir vor wie der König von Saudi Arabien als ich drinsaß.
       
      2007, 2008, ging es bergauf, kämpfen, nicht aufgeben. Kurz vor knapp riß ich mich zusammen und erinnerte mich an das Motto des ehemaligen Chrysler Chef Lee Iacocca der da sagte "Ein erfolgreicher Mensch hat die Gabe sich selbst zu motivieren".
       
      2009 war wieder Spielraum da und es wurde überlegt. Die Karten wurden neu gemischt. Erst dachte in an Lotus, dann aber war wieder klar, ist zu klein, Ergonomie fehlt usw. Lieber warten und weiter sparen.
       
      Es begann im September 2009; der Gedanke, sich selber zu belohnen, stand im Vordergrund.
      Was aber kann man machen wenn man wenig Zeit hat – was macht Spass, Sinn und behält seinen Wert? Meinen Porsche 911 hatte ich zum selben Kurs verkauft wie ich ihn gekauft hatte – 11 Jahre später.. und ein Auto – mhm gar keine schlechte Idee, einen 1-Tages Urlaub das wäre was…
      Gemäß meiner finanziellen Mittel wurde die Auswahl langsam größer. Anfangs dachte ich an irgendetwas wert beständiges und gleichzeitig bezahlbares. Man landet zwangsläufig bei Porsche. Ok, ein 944 Turbo S könnte es werden. Es kam ein S2 auf den Parkplatz gefahren, welcher einem Bekannten gehörte. „Darf ich mich mal reinsetzen“? fragte ich höflich. Einmal Platz genommen, stieg ich direkt wieder aus. Kein Raumgefühl, kein Flair. Ich ging um den Wagen rum. Von vorne gut, von hinten hat er mir nie gefallen. Ich verspürte null Begeisterung für ein anerkanntes gutes Auto. Der Porsche 944 Turbo, er sprach mich einfach nicht an.
       
      Da ich elf Jahre einen 911 3,2 Carrera gehabt hatte, wollte ich den nie wieder haben. Er strahlte für mich keine Faszination oder Freude mehr aus. Laut und doch nicht souverän klingend, optisch wenig aufregend, nein, nicht mehr in diesem Leben. Aber was war mit 964? Der hat mir früher nie gefallen, schaute bei seiner Präsentation aus wie ein gedoptes 911 G Modell, in letzter Zeit allerdings gefällt er mir immer besser. Die Preise für gute Exemplare sind doppelt so hoch wie bei 944 Turbos, aber wollte ich wieder 911? Ja, der 964 RS, mein Lieblingsporsche, den hätte ich haben wollen, aber der war leider zum Spekulationsobjekt geworden. Was war mit 928S4/GT? Den fand ich reisemäßig erste Sahne, aber das Auto ist so gross – und so alt bin ich nicht. In Holland durfte ich in einem 928GTS Platz nehmen, ich fühlte mich in dem Auto sofort wohl, Raumgrösse, Ergonomie, toll. Aber - Der 928, den ich immer noch mag, fiel schließlich aus dem Raster – ich hatte beschlossen trotz Deutschem Wetter wieder ein offenes Auto zu kaufen.
       
      Das 993 Cabrio – den Gedanken verwarf ich sofort wieder. Ich finde den 993 sehr gelungen, erinnere mich noch an dessen Präsentation im PZ Willich, aber das Cabrio hat diesen komischen Buckel mit dem Verdeckkasten hinten, sah wieder zu sehr nach Beetle aus. Nein, kein 993.
      Wenn Spassauto, dann fährt man es sowieso nur bei schönem Wetter.
       
      Samstags drauf stand ich in Dinslaken bei einem sehr freundlichen Autohändler. Ein blauer Esprit Turbo V8, der einem bekannten Fussballspieler gehörte. Das war für mich sekundär – Fussball war mir egal. Ich bin Leichtathletikfan. Wenn Sport, dann selber machen.
       
      Also Lotus Esprit in Kurzform: Reingesetzt, gestaunt, ausgestiegen. Was war das denn? Ein Patchworkauto? Die Karosserie sah italienisch aus, das Interieur zusammengewürfelt, die Sitzposition für 1,84m ungeeignet, „Sitz“ trifft es nicht, „Auflage“ schon. Ich saß eher auf einer Schaumstoff-Auflage als in einem Sitz. Der rechte Arm ruht angewinkelt auf der Mittelkonsole, man ist fast bemüht zu sagen „ins Auto reingepresst“, mit Spass hatte das nichts zu tun. Es war enttäuschend.
       
      Das Wurzelholzlenkrad fand ich völlig deplaziert. Sorry Lotus, das Auto passt einem Durchschnittseuropäer nicht. Es machte auch keinen hochwertigen Eindruck auf mich.
       
      Der letzte, extrem folgenschwere Satz des Lotus-Verkäufers war
      „der ist getunt, der hängt jeden Ferrari ab“.
      Da hat es klick gemacht: Ferrari ?
       
      Das war immer meine optische Präferenz, die schönsten Autos der Welt, aber doch so teuer-oder?
       
      Ferrari? Was für ein Irrsinn! Was für Superreiche, für Filmstars, horrende Unterhaltskosten! Service für zigtausende Euros?? Das war doch Quatsch, oder? Ich bin doch sonst bescheiden, sparsam, eher introvertiert. Aber das Interesse war entbrannt, und wie. FERRARI FEERRRRAARRRRIII !!! Die bekannteste Sportwagenmarke der Welt!
       
      Also erst einmal in Foren gestöbert, Ferrari Werkstätten abgeklappert, Kontakte geknüpft, Erfahrungen von Besitzern gesammelt. Versicherungsangebote eingeholt, alle möglichen Youtube Videos, US-Webpages, Onlineshops, etc etc abgeklappert um zu umreissen was es bedeutet, kostet und wie aufwendig es ist einen Exoten zu unterhalten.
       
      Da ich in den 308 oder 328 sowieso nicht passe dachte ich an einen 355. Ferrari, ja das hat Stil, das hat Sound, das passt. Ich meldete mich im Carpassion Forum an.
      Seit Oktober 2009 war ich auf der Suche nach einem 348 oder 355.
      Was als Idee begann, war nun denkbar, sowohl finanziell als auch im sozialen Umfeld.
       
      Warum der 348 ? Nun es war ein "Zuhause sein" Gefühl als ich im 348 Platz genommen habe ich wusste, egal was wie und wann der 348 der ist so schön Oldschool wie ich (Bj 1966).
       
      Diese F40 Spiegel, diese Front, dieses Cockpit und vor allem: Die Türen.
      Bei Mobile habe ich dann den Suchbegriff Ferrari / Cabrio eingegeben.
      Da war doch der 355, der kostet ab 50k. Halt stopp was ist das denn, der 348 der sieht ja noch cooler aus und ist etwas preisgünstiger. Kann das was sein? So’n altes Auto? Boah, der hat ja die Testarossa-Türen, Hammer. Was für ein wunderschönes Auto. Den gibt es auch als Cabrio und Targa – geil. Früher hatte ich mich zwischen 308 und 911 für den Porsche entschieden, diesmal waren die Karten neu gemischt. Keine Kompromisse – ich lebe nur einmal.
       
      Bei Youtube fand ich das folgenschwere Video mit einem Test des 348 von Top Gear mit Jeremy Clarkson namens „Old Top Gear Ferrari 348“. In diesem fragt er bei 0:38 Minuten einige Passanten: „If i would give you unlimited amount of money, which car would you buy?“
       
      Die Antwort werde ich nie vergessen:
      -“FERRARI, no doubt about it”
       
      Ich war elektrisiert in dem Moment als ich das Video sah. Die Leute hatten ja Recht.
      Am besten bilde ich mir mal eine eigene Meinung über die Autos. Also frisch drauflos, wir suchen einen 348 oder 355 – wenn es geht offen.
      Fleissig mitlesen bei Carpassion, auf englischen Seiten, Testberichte und und und…..
       
      Alleine bei Carpassion ist man beim Thema 348 Technik ja abendfüllend…
      Worauf muss man achten, womit muss man leben?
       
      Die Welt des Internets ist gross...
      Viele Kontakte wurden nun geknüpft, zu Ferrari Werkstätten, Foren, Ferrarifahrern. Worauf zu achten ist, viel gelesen zb. AStrauß Lobeshymne an den 348 hier bei Carpassion.
      Ein Jahr lang dauerte die Suche, 11 Autos angeschaut. Tausende km gefahren. Eines Tages kam ich durch einen Tip zu einem 348 der in einem Forum inseriert war.
       
      Meinen Freund, auch Mechaniker, angerufen : Ich habe einen 348 in Wesel, den möchte ich mir angucken, hast am Mittwoch Abend Zeit? Er hatte. Zu zweit fühlte ich mich sicherer. Es passte beängstigend perfekt zusammen. Ich musste mich entscheiden; wenn der Wagen gut war, wovon auszugehen war, wollte ich tatsächlich einen Ferrari kaufen?
       
      Danach habe ich auf den Mittwoch gewartet. Bei Youtube war ich, wie so oft abends, 348 Videos schauen. Da fällt mir „mein“ Auto bei youtube über die Füße. Das Kennzeichen, das kenne ich doch – das glaube ich jetzt nicht ! ! Da fährt mein evtl. zukünftiges Auto durchs Bild, ich sehe den Fahrer und seine Frau auf meinem Bildschirm bevor ich das Auto zwecks Probefahrt sehe. Das gibt es doch nicht !!! Das kann jetzt nicht sein? Deja vu?
      Es stellte sich heraus das der Besitzer mitbekommen hatte, das ein ferraribegeisterter Radfahrer sein Auto filmte als er mit seiner Frau Essen fuhr. Das Video sah er dann zum ersten Mal, als wir nach der Probefahrt bei Ihm im Büro saßen...
       
      Wir fuhren hin, das Auto stand auch real wirklich gut da, zudem in einer trockenen Halle, es sprang sofort an, die anschließende Probefahrt war der Hammer. Leistung-top. Gasannahme-sehr gut. Kupplung-sehr gut. Bremse-gut bis sehr gut. Schaltung: der beste 348 den ich gefahren habe. Lenkung: super, die beste Lenkung die ich an einem 348 gesehen habe. Ich hatte ein Kribbeln in den Fingern, ich wusste, die Entscheidung die ich in 25 Jahren nie treffen musste, sie stand bevor.
       
      Mein Mechaniker durfte auch fahren; auch er meinte „wirklich gut, wenig Spielraum zum Verhandeln.“
      Der Gedanke schoss mir durchs Gehirn:
      *Michael, wenn Du den nicht nimmst, brauchst Du nie mehr nach einem 348 zu suchen*.
       
      Will ich mir wirklich einen Ferrari kaufen? Ich habe mir dann alle Unterlagen angesehen, es war so wie man es sich wünscht. Ich bat mir 24h Bedenkzeit aus. Ich schlief lediglich 3 Stunden. Ich war völlig durcheinander und aufgedreht. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
      Ich habe zig Freunde angerufen, habe gefragt, was meint ihr?
       
      Alle, auch die Frau meines Ex Chefs meinten…….:“ wenn Du Spass dran hast und Dir es leisten kannst, kauf ihn.“
      Schliesslich habe ich den Verkäufer spät abends angerufen (wörtlich zitiert!):
      „Hallo Herr B., ich hatte ja versprochen, das ich mich heute bei Ihnen melde. Ich hab‘s mir überlegt, das Auto ist völliger Schwachsinn, man kann damit nichts machen, so was braucht niemand, ……..aber ich möchte ihn trotzdem haben 🙂.“
       
      Wir haben uns dann geeinigt und ich bekam den Wagen dann gebracht, geputzt und vollgetankt.
      Das Auto wurde natürlich bar bezahlt.
      Nachdem der Ferrari am 30. September 2010 in der Garage stand, habe ich erstmal ein paar Tage gebraucht mich zu freuen, zu neu war das Gefühl, das ist jetzt deiner !! Unfassbar. Nach 3 Wochen war zunächst das gute Wetter vorbei und dieses Jahr ist nun die erste richtige Saison für mich. Nun ist er eigentlich nicht mehr wegzudenken aus meinem Leben, der 348. Ich hab endlich Spass mit einem Auto. Ich brauch ihn nicht mal zu fahren, kann mich an dem Design nicht sattsehen. Putzen, gucken, reinsetzen, riechen. Ich frage mich warum nicht mehr Menschen einen kaufen, er ist auf jeden Fall mein Antidepressiva :-).
       
      Wenn das noch Jahre so weiter geht, kauf ich noch einen oder zwei oder drei.
      Ich kann mir eins nicht vorstellen: Das ich nochmal eine andere Marke finde die mir optisch und akustisch so gefällt, wie Ferrari.
      Auch wenn ich 25 Jahre gebraucht hab - Ich hab (m)einen Ferrari.
       
      Ich bin zwar erst 1000km mit ihm gefahren, aber die Begeisterung ist schon da wenn ich dran denke, das ich einen hab – bescheuert aber egal.
      Am liebsten fahre ich übrigens Fahrrad. Das war schon immer so. Das habe ich beim schönen Wetter heute wieder gemacht.
      Autos gibt es viele. Schöne, schnelle, gute, teure, exclusive. Aber es gibt nur eine Marke die passt. Es gibt für mich keinen schöneren Sound und kein ästhetischeres Auto.
       
      Danke, Enzo Ferrari.

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