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MVThomas

"Tourifahrt" auf der Nordschleife

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MVThomas
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Hallo an die "Nordschleifenspezialisten",

ich ziehe schon seit längerer Zeit in Erwägung mal eine Runde auf der Nordschleife zu drehen. Durch die aktuelle Ausgabe der sport auto und der darin enthaltenen Freifahrt bin ich diesem Vorhaben einen entscheidenden Schritt näher gekommen und habe mich schonmal registriert :-))!

Ich würde die Runde mit meinem alten SLK in Angriff nehmen und "zurückhaltend sportlich" fahren wollen. Das heißt ich will nicht mit 100 km/h schleichen, aber auch mangels Streckenkenntnisse nicht an die Grenzen gehen. Hinzu kommt, dass ich - außer mit dem Motorrad - keine Rennstreckenerfahrung habe und mein Auto auch nur bedingt sportlich ist. Ich würde selbstverständlich rechts fahren und auch bleiben um den ambitionierten Sportfahrern auf zwei und vier Rädern nicht im Weg zu sein.

Da ich nicht in unmittelbarer Nähe zum Ring wohne bietet sich nur das WE an. Hierzu die Frage, wann erfahrungsgemäß am wenigsten los ist und wie Ihr die Gefahren einschätzt bei rücksichtsoller Fahrweise in eine Kollision zu geraten. Einfach gefragt: wie gefährlich ist eine Tourirunde ?

Freue mich auf Eure Antworten.

Grüße

Thomas

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netburner
Geschrieben

Nicht gefährlicher, als am Freitag Abend auf der Autobahn unterwegs zu sein, vorausgesetzt, dass du deine Rückspiegel nutzt und dich an das auch auf der Nordschleife geltende Rechtsfahrgebot hältst.

Ansonsten würde ich dir aus eigener Erfahrung zu einem eher regnerischen Wochenende raten, weil dann einfach deutlich weniger los ist. An sonnigen Tagen und gerade jetzt in den Ferien steppt da der Bär und umso mehr Leute da sind, umso größer ist der Anteil der Hobby-Schumis, -Alonsos und -Buttons, die meinen, dass sie ihre Privatrennen oder einen Rundenrekord hinlegen müssen. Da fühlt man sich dann als Streckenneuling ziemlich bescheiden, wenn man ständig so einen Kamikazeflieger hinter sich hat, dem es nicht schnell genug gehen kann. Am angenehmsten ist es nach-wie-vor unter der Woche, aber da sagtest du ja schon, dass dir dann die Anreise eher unmöglich ist.

Dirk_B.
Geschrieben

Hi Thomas,

erfahrungsgemäß ist Samstag weniger los als Sonntag. An beiden Tagen entweder recht früh, oder nach etwa 17:00 Uhr, dann sind die meisten schon wieder auf dem Heimweg.

Natürlich gibt es ein gewisses Risiko, aber wenn Du so fährst wie Du es vorhast, wird es schon passen.

Die meisten der Jungs die da Ihre Runden drehen, nehmen Dich sicher vorher einmal mit. Einfach freundlich fragen.

chip
Geschrieben

Als Tip kann man nur noch hinzufügen, dass Du vorher die Öffnungszeiten prüfen solltest.

http://www.nuerburgring.de/angebote/fahrerlebnisse/touristenfahrten-nordschleife/oeffnungszeiten-nordschleife.html

Grade an den Tagen an denen nur z.B. von 17.15 Uhr bis 19.30 Uhr auf ist kann es durch Unfall bedingte Sperrung und ungünstige Umstände dazu kommen, dass Du gar nicht fahren kannst obwohl Du rechtzeitig vor Ort bis. Das wäre bei einer weiten Anreise echt schade.

R-U-F
Geschrieben

Strecke wird immer wieder mal gesperrt wenn man Pech hat. Wenn du von weiter weg kommst, übernachte dort einfach.

double-p
Geschrieben

am Wochenende:

Sonntag, so frueh wie's geht. Im Sommer "null achthundert".

Um 10 ist dann "ueblicherweise" die erste Sperrung.

Wenn erst um 11 aufgemacht wird, kannst es gleich knicken.

Der Gutschein gilt uebrigens erst ab 1. September..

Nimm Dir einen mit, der das Flugfeld schon kennt ;-)

AlexM
Geschrieben

Ich empfehle auch diei Frühschicht am So Morgen. Bis der Rest seinen Rausch ausgeschlafen hat, hast Du einige Runden gedreht. Ausserdem schaffts Du die Anreise aus GG in 70 - 80 min.

Schau Dir das mal an:

http://www.ideallinie-konzept.de/

Die alte Scuderia Linie ist sicherlich keine Rennlinie, aber für den Anfang recht tauglich.

Viel Spass!!

Grüsse

AlexM

porsche.fan
Geschrieben

Also wir waren bisher erst einmal oben am Ring, aber eben durch die SportAuto Gutscheine demnächst wohl nochmal.

Mein Tipp: Definitiv nicht am Wochenende. Da ist die Hölle los, was man so erzählt bekommt (und Bilder sieht). Wochentags am Abend war zwar auch recht viel los, aber das ist nichts im Vergleich. Und zu meiner Überraschung war zu Beginn der Öffnungszeiten am wenigsten los.

Aber Nordschleife komplett ohne Streckenkenntnis ist schon heftig. Da empfehle ich dir mal diverse Computerspiele. Ich habe die Nordschleife als Zusatz für GT Legends für den PC runtergeladen und muss sagen: Das hilft definitiv. Und wenn es nur darum geht, dass du weißt, dass nach einer Kuppe eine links oder rechts-Kurve kommt :wink:

Roland V12
Geschrieben

"Aber Nordschleife komplett ohne Streckenkenntnis ist schon heftig. Da empfehle ich dir mal diverse Computerspiele"

Ich empfehle "Rad am Ring" da hat man genug Zeit .... und kann auch mehrere Runden drehen wenn genug Kondi da ist

Gruß Roland

Gast HdR
Geschrieben (bearbeitet)

Ich empfehle "Rad am Ring" da hat man genug Zeit .... und kann auch mehrere Runden drehen wenn genug Kondi da ist

Ungefähres Höhenprofil NBR. Ab der Hälfte wird es echt fies.

Da braucht man sehr gute Beine...

post-70099-14435351618602_thumb.jpg

Bild ist zwar von den Läufern aber inhaltlich dasselbe.

Da kann man schnell so schlecht aussehen wie der Herr Tim Schrick bei seinem Training für die 24 Stunden auf der Schleife. Wir erinnern uns!? :D

War da nicht auch der Herr Jörg van Ommen dabei....? :wink:

Edit: Hab da noch was gefunden! :-))!

<object width="640" height="385"><param name="movie" value="

"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="
" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="640" height="385"></embed></object> bearbeitet von HdR
Video eingefügt...
MVThomas
Geschrieben

Moin, moin,

danke schonmal für die vielen guten Tipps.

Also 70-80 Min. habe ich noch nicht geschaft, aber unter zwei Stunden ist es schon zu packen ohne sonderlich zu rasen. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, daß ich nicht kfr. abends zum NBR komme.

Die Aktion mit dem Radfahren von Tim S. habe ich auch verfolgt, hat mich ehrlich überrascht. Diese Höhenunterschiede waren mir nicht bewußt :oops:

Mein Sohnemann hat auf der PS 2 ein Racingspiel mit der Nordschleife als Strecke, die werde ich mir vorher noch "reinziehen". Wahrscheinlich ist es wirklich am besten unter der Woche mal einen Tag Urlaub zu machen, wenn die NS geöffnet ist; dann könnte Sohnemann allerdings nicht mit und er hat auch großes Interesse signalisiert. Also vlt. doch morgens früh bei den ersten sein.

Wenn mein Termin steht melde ich mich nochmal. Wäre schon klasse, wenn sich zum Termin eine Gelegenheit bieten würde mit einem User ne Runde vorab zu drehen :-))!

Grüße

Thomas

double-p
Geschrieben

Leider tendiert die N-GmbH in letzter Zeit dazu speziell unter der

Woche sehr kurzfristig Touristenfahrer-Termine abzusagen.

Also vor Losfahren nochmal Webseite schaun - oder noch besser anrufen,

die Webseite(npflege) ist auch kein Prunkstueck.

Lass Dich nicht wahnsinnig machen, Sonntag morgens frueh geht immer.

Bis die ganzen Schnarchis aus den Hotelbetten gefallen sind - oder die

Anreise hinter sich haben, hat man schon 8 Runden weg und kann dann

im Trubel, oder Sperrung, das zweite Fruehstueck geniessen O:-)

und Autos anschaun.

Ich hab das 2008 quasi jedes zweite WE so gemacht. Knapp 200 Runden X-)

Achim_F355
Geschrieben

Morgens is gut, die erste Stunde oder so is meistens noch in Ordnung - oder halt abends die letzte Stunde bevor geschlossen wird, da hast du die Chance RUnden zu fahren ohne "überrollt" zu werden.

Dirk_B.
Geschrieben

Philipp hat Recht, lass dich nicht verrückt machen, es ist alles halb so wild.

Sonntag früh ist perfekt. Wie bereits gesagt kann ich auch den späten Nachmittag/frühen Abend empfehlen. da habe ich schon einige nette Runden drehen können. Ab etwa 17:00 Uhr leert sich der Parkplatz ordentlich.

Samstags musst Du bezüglich der Öffnungszeiten aufpassen. Nach VLN-Rennen kann es sich schonmal verzögern, je nachdem ob Unfall-Autos rausgeholt werden müssen.

Achim_F355
Geschrieben

Naja "halb so wild" würde ich das an nem schönen Wochenende nicht bezeichnen für nen Anfänger - wenn er da auf die Strecke fährt bei vollem Verkehr dann wird er das Gefühl bekommen im Krieg zu sein. :D

double-p
Geschrieben

Deswegen ja am fruehen Morgen.

Da faehrt man nur Krieg gegen Rehe im Kesselchen :oops:

porschefan993
Geschrieben

Würde auch gern diese einmalige Gelegenheit mit SA-Ticket nutzen, am besten in drei Wochen, da hab ich Urlaub. Gilt auf der Nordschleife Helmpflicht? Wie lange ist die Anreisezeit von Wien?

Andy962
Geschrieben

Das SportAuto Angebot gilt , wie schon erwähnt, erst ab 1. September.

Bei einer Anreise von Wien aus ( 10 h kannst Du da rechnen) sollten die 22 euro die du sparst wirklich keine Rolle spielen:wink:.

Gruss, Andreas

double-p
Geschrieben

Die Anreise rechnet dir viamichelin.com o.ae. gerne aus.

Bei Tourifahrten gibt es keine Helmpflicht.

Wer allerdings mit Kaefig faehrt, sollte immer einen Helm tragen.

Helm tragen ist aber laut deutscher StVO verboten.

Es gibt so "grenzgeile Rinder", die das kontrollieren - kurz vor/nach

der Nordschleife.

Hessenspotter
Geschrieben

Also ich möchte morgen mal drüber, es sind ja nur 120km one-way. 1-2 Runden sollens werden. Wochenende ist mir zu hart :D das ist nur was für Erfahrene oder Verrückte :D, ich werde eh das Kotzen kriegen wenn im Kesselchen ein GT3 o.ä. an mir mit über 50km/h Überschuss vorbei donnert. Den mehr als 130-140 wird der 1,8 Motor in meinem nicht machen :( und selbst dann hört der sich ungesund an. Aber Helm würde ich empfehlen, zu Mal mein Z3 auch keine Überrollbügel hat ...... naja, also ich hoffe ich komme heile morgen von der Strecke runter.

JoeFerrari
Geschrieben
Also ich möchte morgen mal drüber...

Aha. Und Deinen Status "Wirbel verstaucht" hast Du schon mal prophylaktisch angepasst ? :wink::-o

Graunase
Geschrieben
Den mehr als 130-140 wird der 1,8 Motor in meinem nicht machen :( und selbst dann hört der sich ungesund an.

:???::confused:

Mut haste jedenfalls ne Menge...

Hals und Beinbruch!

AlexM
Geschrieben

Viel Erfolg uns Spass, und immer dran denken: Man nährt sich dem Grenzberich von unten an :wink:

Die Geschwindigkeitsdiffernz wird einiges höher liegen.

Grüsse

AlexM

gecko911
Geschrieben
Aber Helm würde ich empfehlen, zu Mal mein Z3 auch keine Überrollbügel hat

Ist halt die Frage, ob dir der Helm im Z3 bei einem Überschlag so viel bringt...????:???:

double-p
Geschrieben

Eigentlich geht die Kausalitaet anders rum:

WENN Ueberrolbuegel, dann auf JEDEN Fall Helm!

Ohne Buegel schadet der Helm aber auch nicht - ausser die StVO-Rennleitung

kontrolliert mal wieder.

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      Nach dem ausschweifenden Blick in die Vergangenheit und einem ausgiebigen Frühstück, sollte sich der Rest des Tages nur noch mit Motorsport beschäftigen, und der hieß erstmal Rundstrecken Challenge Nürburgring, kurz RCN. Dieses Breitensportprogramm beanspruchte die Nordschleife bis 13.30 Uhr für sich, wobei die Strecke anscheinend so strapaziert wurde, dass sich die Touristenfahrer noch bis nach 14 Uhr gedulden mussten.


      Während der Wartezeit bis zur Öffnung der Strecke, parkte ein weißer Wiesmann an der Zufahrt zur Nordschleife, dessen Fahrer den Motorsportfans kein unbekannter sein dürfte: Jörg van Ommen.

      Selbiger ist hier im Forum unter dem Synonym JvO angemeldet, und so kamen wir ins Gespräch. Da steht mir also der Jörg van Ommen gegenüber, der mich in meiner Jugend zusammen mit Kurt Thiim, Klaus Ludwig, Roland Asch und Ellen Lohr jedes Jahr (bis 1995) an die AVUS gelockt hatte, um die DTM zu sehen.
      Eine Erfahrung die ich in all den Jahren bei carpassion gemacht habe, ist dass die Begeisterung für Autos und Motorsport die unterschiedlichsten Menschen aus allen Altersgruppen und Schichten auf eine Verständnisebene bringt, die auf Anhieb einen lockeren Umgang miteinander ermöglicht. So war JvO dort also nicht als zweifacher DTM Vizemeister und Rennstallbesitzer aufgetreten, sondern war gesprächig und interessiert, kurzum ein sympathischer Typ ohne Allüren. Nach allerlei Benzingesprächen, wo er auch von seiner heutigen Tätigkeit als Instruktor für Fahrerlehrgänge erzählte, tönte es aus dem Lautsprecher "Achtung Achtung, die Nordschleife ist ab sofort für Touristenfahrten geöffnet". Aufgrund der schlechten Wetterprognose hatte sein "Fahrschüler" kurzfristig den Nachmittagstermin für ein Training abgesagt, was zur Folge hatte, dass JvO den Nachmittag nun komplett frei hatte. Welch ein Glück, denn es dauerte nicht lange, und wir befanden uns hinter dem Steuer meines Autos auf der Nordschleife.
      Vom Beifahrersitz aus gab JvO nun Instruktionen, wobei man hier sagen muss, dass ich erstmal einige Probleme hatte, seine Ansagen gleich in die Tat umzusetzen. Die letzte Runde lag doch ein paar Jährchen zurück.
      In der zweiten Runde wechselten wir die Sitzplätze, so dass ich mich nun voll und ganz auf die Erläuterungen zu den einzelnen Streckenabschnitten konzentrieren konnte. Leider zog sich nun der Himmel zu, und Petrus änderte die Rennstrategie erheblich. Auch hier bot sich die Gelegenheit, aus der Not eine Tugend zu machen, und JvO erklärte gleich mal, wie man eine Regenlinie fährt. Wer die Aktion in Full-HD sehen möchte:
      kAXPgYIPGdY
      Die nächsten zwei Runden sind wir dann trotz Regen ganz stumpf weiter gefahren, das heißt, ich durfte wieder hinters Steuer. Wir hatten nicht mehr damit gerechnet, dass es wieder trocken wird, weshalb wir die leere Strecke genutzt haben um Theorie zu pauken, praktisch schnell fahren ging ja leider nicht.

      Das war nicht mein erstes Instruktorentraining, denn in Spa Francorchamp saß schon mal Kurt Thiim dort, wo JvO nun saß. Das Instruktorentraining damals hatte mir schon viel gebracht und so bin ich schlussendlich doch positiv überrascht, dass ich hier noch etliche andere Grundlagen gelernt hab. Das war natürlich nicht nur die Regenlinie, sondern z.B. auch wie man in den Kurven Ruhe ins Auto bringt, wie man aus zwei hintereinander liegenden Kurven eine macht, die schnellste Linie am Adenauer Forst, wie man in das Karussell richtig rein und auch wieder hinausfährt, wo der Blickhorizont beim Rennfahren liegen sollte, welche Rolle der Kammsche Kreis spielt und warum man im Regen die Curbs tunlichst meiden sollte, um nur ein paar "lessons learned" zu nennen.

      Tja, nun sind wir vier Runden gefahren und obwohl JvO seinen Samstag auch hätte anders verbringen können, hat er sich noch die Zeit genommen, ausgiebig Anekdoten aus der alten DTM zu erzählen. Wusstet Ihr, dass JvO bei der Kartweltmeisterschaft gegen Leute wie Ayrton Senna und Stefan Bellof angetreten ist, und das teilweise auch mit Erfolg? Der Exkurs in die Historie des JvO war wie Balsam für die Motorsportseele. Die Zeit verging also wie im Flug, es war mittlerweile 18 Uhr durch, und so trennten sich unsere Wege nach diesem wunderschönen Samstagnachmittag, der mir wahrscheinlich für immer im Gedächtnis bleiben wird.

      DANKE JÖRG!
      Wie klein die CP-Welt ist, zeigte sich, als ich mit meinen zwei Freunden Johannes und Sebastian noch mal zur Zufahrt bin, um noch eine Runde Ringtaxi zu spielen. Da waren bekannte User wie quado mit Tina, jokker, R-U-F war wohl grad tanken, und den Bruder vom ZFreak hatte ich auch noch getroffen.

      Die Heimfahrt war übrigens eine Wohltat, Samstagnacht, eine staufreie und leere A3, ein glücklicher M3 und 3 Nordschleifenfreunde darin, die den Tag noch mal ausgewertet haben. Das Leben kann schon schön sein.

    • planktom
      mbm ist die wichtigste zeit immernoch BTG an der sich jeder persönlich messen kann...
    • FutureBreeze
      Höre auf die Engel!
      oder
      Ein spontaner Tag auf der Nordschleife

      Relativ spontan machte ich mich am Sonntag Abend auf den kurzen Weg nach Nürburg, um einige der Leute wieder zu treffen, mit denen ich Anfang September das Vergnügen hatte, ein unvergessliches Wochenende im Allgäu zu verleben.
      Normalerweise brauche ich für die Strecke knapp unter einer Stunde, an diesem Tag war daran aber nicht zu denken! Irgendwie schien alles auf dem Weg in die Eifel zu sein, sodass ich meinem kleinen “Brenner“ nicht wirklich die Sporen geben konnte.
      Meine Stimmung wurde schlagartig besser, als ich um 17 Uhr am Hotel ankam. Ein kleiner Teil der süddeutschen Abordnung war bereits eingetroffen.
      Meine Augen fielen auf:
      CGT, Erator, Imperator, Speedster, Renault Spider, 911 Turbo, 911 Carrera, Boxster…
      …und natürlich Tinas sagenumwobenes neues Spielzeug, den stärksten Mini Deutschlands ohne Dach! Ein Traum in Azur Mint – ähh ich meine natürlich Cool Blue ;-)
      Bisher wusste ich bloß, dass der Wagen Tina und ihren Nachbarn schlaflose Nächte bereitet, da sie schlafwandlerisch mitten in der Nacht zum Mini schleicht, um das „leise“ Pfeifen des Axial-Motorsportkompressors zu hören.
      Dass dieses Pfeifen natürlich von einem infernalen Bollern der Edelstahlabgasanlage begleitet wird, welches halb München weckt, nimmt man mit einem leichten Schmunzeln hin.
      Nun durfte ich diese “Rakete“ live, in Farbe und Stereo erleben!
      Die Jungs von RMS-Tuning in Österreich haben ganze Arbeit geleistet!
      Größere Bremsen passen nicht in die Räder! Größere Räder passen nicht in die Radhäuser!
      Man sieht dem Wagen an, dass er verdammt schnell ist!
      Also schnell parken und „Hallo“ sagen!
      Woher kommt denn dieses Strahlen in den Gesichtern? Alle wirkten so fröhlich, aber doch irgendwie erschöpft. Ich war leicht irritiert, bis Michael mich aufklärte warum die Fahrzeuge alle samt etwas schmutzig waren. Alle hatten bereits einen ganzen Tag Fahrsicherheitstraining im Hunsrück hinter sich. So sieht also ein Siegerlächeln nach einem Tag im Grenzbereich und darüber hinaus aus! Welch eine Augenweide! All diese Sportwagen, belegt mit diesem goldenen Bremsstaub, der nur bei vollem Bremseneinsatz entsteht.

      Kaum angekommen ging es schon wieder los – als Beifahrer im Mini ging es, natürlich offen, zum Pflanzgarten, um noch ein wenig bei den Touristenfahrten zuzusehen. Wir stellten den Mini direkt neben einem CGT ab – insgesamt standen 3 CGT auf diesem Parklatz – welch inflationäres Auftreten dieser prachtvollen Schöpfungen Zuffenhausener Automobilkunst!
      Gehören die CGT’s etwa auch zu unserer Gruppe? Natürlich!
      Zuschauen ist ja schön und gut, aber Fahren ist viel besser. Die Eifel ruft!
      Endlich den Mini mal ein wenig unter Feuer erleben. Der Mini hält was er von außen verspricht! Die Straßenlage ist natürlich hart, aber nicht zu hart – auf den etwas welligen Strassen rund um den Nürburgring fühlte sich der Wagen auf Anhieb in seinem Element – Tina steuerte den Wagen souverän durch die nur selten feuchten Waldgebiete, immer begleitet von diesem Sound der einem die Nackenhaare aufrichtet. Dank der gut abgestimmten Differentialsperre bringt der Wagen seine 270 PS besser auf die Strasse als man es von einem Fronttriebler erwarten würde! Leider bekamen wir die Semislicks wegen der niedrigen Temperaturen auf der öffentlichen Strasse nicht auf Temperatur, sodass wir nicht das volle Potential des Wagens nutzen konnten.
      Zurück im Hotel trafen wir uns alle in der Pistenklause – grade noch pünktlich um den Start des Formel 1 Rennens zu sehen. Der Parkplatz war mittlerweile mit ca. 50 Sportwagen sehr gut gefüllt. Fast jeder von uns hatte zu diesem Zeitpunkt den Autoschlüssel für diesen Abend in die Hosentasche verbannt, und im Restaurant Platz genommen.
      Nach einem sehr guten Abendessen ging es zum Einschreiben für den nächsten Tag. Eigentlich wollte ich mich grade verabschieden, da ich nur den Sonntagabend eingeplant hatte, als Klaus mich fragte ob ich nicht doch mitfahren möchte – zuerst verneinte ich dankend mit Blick auf den Schlüssel meines 65 PS Corsa. Irgendwie konnte mich Tina doch überzeugen, das Angebot anzunehmen, mich von meiner Vorlesung auszuschreiben und für einen Tag Nordschleife einzuschreiben. Ein wenig mulmig war mir schon! Aber ich hatte mich eingeschrieben und da musste ich jetzt durch. Also ab nach Hause – ich hatte ja weder ein Bett, noch einen Helm am Ring. Ich liebe das Ahrtal bei Nacht!

      Montagmorgen – gut geschlafen – gut geträumt – mulmiges Gefühl? Ja!
      Heute sollte ich also meine Feuertaufe auf dem Ring haben!
      Die Nordschleife ringt mir einiges an Respekt ab! Werde ich heile ankommen?
      Werde ich den Wagen beherrschen? Werde ich den anderen immer rechtzeitig Platz machen?
      Die Fahrt zum Ring fing ganz gemütlich mit dem obligatorischen Berufsverkehr rund um Bonn an und ging mit der schlechtesten Nachricht, für einen Tag auf einer Rennstrecke, weiter – Regen! Nun gut – weiter ging’s – das Ahrtal kenne ich auch im Regen.
      An der Nordschleife angekommen legte ich für mich fest, nur 2 geführte Runden selber zu fahren, um die anderen nicht aufzuhalten, oder zu viel zu riskieren, nur um die fehlende Leistung in den Kurven wieder wett zu machen.
      Um 10 Uhr ging es nach einem weiteren Briefing dann endlich auf die Strecke!
      Schon in der ersten Kurve konnte ich das Gripniveau der Strecke erahnen.
      Alles in allem scheint Grip extrem Mangelware zu sein!
      Mein Corsa untersteuerte in den engen Ecken gnadenlos! Gut, dass der CGT vor mir auch nicht wirklich schnell fährt! Hinter Hatzenbach hatte ich mich ein wenig auf den Untergrund eingestellt und hatte wieder vertrauen in mein Auto, und konnte mich ein wenig auf die Linie konzentrieren. Hinauf zum Kesselchen durfte ich dann direkt hinter dem Instruktor fahren. Hier machte sich mein Leistungsmangel eklatant bemerkbar – Wolfgang Kaufmann sagte liebevoll: „Jetzt habe ich unserem “Brenner“ leider den Schwung genommen, den er gerade bergauf wirklich braucht.“ Also ging es im 3. Gang kurz vorm Begrenzer Richtung Klostertal.
      Irgendwie gelang es uns dann doch 3 Fahrzeuge der Gruppe abzuhängen. Hm, es lag wohl an der Kombination Mittelmotorzicken und Semislicks auf nasser Fahrbahn. Alle wieder eingesammelt ging es direkt auf die 2. Runde.
      Kenne ich die Strecke jetzt? Nein! 20,8 Kilometer lernt man nicht in einer Runde, nicht in 10 Runden und auch nicht in 20 Runden! Also weiter mit absoluter Konzentration hinter dem CGT her. Welch eine Strecke! Welch ein Erlebnis!
      Auch die 2. Runde beendet mein kleiner “Brenner“ ohne Schaden, daher hat er sich seine Pause wirklich verdient!
      Leider wurde das Wetter nicht besser, sodass die meisten Autos nicht auf der Strecke fuhren, sondern auf dem Parkplatz warteten.
      Tina hatte mittlerweile beschlossen den Mini für diesen Tag stehen zu lassen, da die Semislicks auf der nassen Strasse wirklich unfahrbar waren.
      Beim zweiten geführten Fahren am frühen Nachmittag, hatte ich das Vergnügen bei IronMichl im Boxster mit zu fahren.
      Das erste Mal Nordschleife mit einem richtigen Sportwagen und einem Fahrer der die Ideallinie annähernd findet, war schon Klasse – der Boxster zog gelassen seine Kreise und es machte wirklich Spaß. Zum ersten Mal fielen mir die Markierungen der Einlenk- und Scheitelpunkte auf der Strecke auf. IronMichel traf diese wirklich sehr gut.
      Der Sound des Boxsters war etwas ganz besonderes – irgendwie nahm ich ihm nicht ab, dass es sich bei der Abgasanlage um die serienmäßige handelt.


      Als nächstes durfte ich bei Olli im gelben Mini mitfahren. Wieder eines dieser kleinen aber sehr feinen Fahrgeräte von RMS-Tuning. In weiser Voraussicht hatte man diesem Wagen aber Renn-Regenreifen verpasst, sodass der Mini zu dem Schnellsten gehörte was an diesem Tag auf der Nordschleife unterwegs war. Welch ein Erlebnis! Noch nie war ich auf nasser Strasse so schnell unterwegs. Olli hatte den Wagen perfekt im Griff.
      Mittlerweile wurde die Strecke an einigen Stellen trockener und das Gripniveau stieg weiter, sodass wir uns auf der Döttinger Höhe kurzfristig zu einer weiteren Runde entschlossen.
      Meine letzte Mitfahrgelegenheit war zugleich das Highlight des Tages – Ich hatte einen Platz neben Michael Düchting im Donkervoort D8 ergattert! Mein Gott – Welch eine Fahrzeugbeherrschung – es ging direkt los – keinen Zentimeter über dem Asphalt sitzend, fuhren wir durch die mittlerweile fast trockene Grüne Hölle. Bis zu diesem Tag hatte ich noch nie annähernd solche Querbeschleunigungen erlebt! Michael Düchting hatte immer den richtigen Blick für die trockene Spur, und so konnte den Donkey nichts aufhalten.
      Doch halt – was war das? Ein Streckenposten schwenkt die rote Flagge – Was war passiert?
      Nach einer halben Runde Schleichfahrt sahen wir die Ursache – ein Fahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war mit der Leitplanke kollidiert. Als wir sahen, dass die Fahrzeuginsassen wohlbehalten neben dem Fahrzeug standen, fiel uns ein riesen Stein vom Herzen! Mit diesem Unfall war die Strecke für diesen Tag dann allerdings geschlossen! Insgesamt sind an diesem Tag 3 Fahrzeuge leicht beschädigt worden! Zum Glück gab es keine Verletzten! Diese 3 Unfälle sollten uns ein warnendes Zeichen sein, die Nordschleife nie zu unterschätzen, selbst routinierten Fahrern passieren auf dieser Strecke Fehler!
      Nach einer herzlichen Verabschiedung machte ich mich dann wieder auf den Weg durch mein geliebtes Ahrtal gen Bonn.
      Bleibt mir eigentlich nur noch eines zu sagen:
      Vielen Dank an Klaus für diesen Tag, an dem ich mich mehrfach kneifen musste, um sicher zu gehen dass ich nicht Träume! Vielen Dank an alle mit denen ich einen so tollen Tag verlebt habe!
      Viele Grüsse an:
      KLM, Tina, MikeMuc, Spideristi, Olli, Ironmichl, Harry, Flugelch, Mater, Botzelmann, Erator und an alle anderen die dabei waren!

      P.s.:
      Wenn jemand von euch Fotos gemacht hat kann er diese gerne hier Posten:wink:
    • ChrisMC
      Hey Jungs habt ihr vlt ein paar bilder oder videos, besser weren videos von der sachskurve. Aber halt nur touristenfahrten.

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