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Geschrieben

@Markus:

Ich bitte um Entschuldigung, aber hier möchte ich doch um Erlaubnis bitten, daß ich ein bißchen meinen - um Himmels willen nicht beleidigend gemeinten:oops: - Senf dazugebe:

Auch wenn Jacko als Komponist nicht den Rang eines Mozart, Bach etc. hatte, so war seine Musik doch für viele Leute ansprechend - auch für mich ein wenig, obwohl ich ansonsten eher "klassisch" orientiert bin:oops:

Wie gesagt, auch ich fand manches von ihm gut, auch wenn es keine "hohe Kunst", sondern eben Popmusik war...die allerdings sogar meine Wenigkeit anhören konnte.

Zu dem hingegen, was in den Neunzigern und den Nullern (pun not unintended) so aus dem Radio kam (und kommt), sage ich nichts und denke mir es lieber:(

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Geschrieben
@Markus:

Ich bitte um Entschuldigung, aber hier möchte ich doch um Erlaubnis bitten, daß ich ein bißchen meinen - um Himmels willen nicht beleidigend gemeinten:oops: - Senf dazugebe:

Auch wenn Jacko als Komponist nicht den Rang eines Mozart, Bach etc. hatte, so war seine Musik doch für viele Leute ansprechend - auch für mich ein wenig, obwohl ich ansonsten eher "klassisch" orientiert bin:oops:

Wie gesagt, auch ich fand manches von ihm gut, auch wenn es keine "hohe Kunst", sondern eben Popmusik war...die allerdings sogar meine Wenigkeit anhören konnte.

Zu dem hingegen, was in den Neunzigern und den Nullern (pun not unintended) so aus dem Radio kam (und kommt), sage ich nichts und denke mir es lieber:(

das war doch mal ne Ansage, so denn.......Prost :applaus:

Geschrieben

Ich werde jetzt mal Michael Schumacher als Beispiel heranziehen. Wie ein Gesangsstar mit Ausnahmetalent, so ist Schumi ein Fahrer mit Ausnahmetalent. Man hätte Schumi auch in andere Wagen setzen können und er wäre genauso gut gefahren. Jackson konnte singen was er wollte und es hörte sich eben einfach verdammt gut an.

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Schumi ist nicht nur ein guter Fahrer, sondern hat auch immer in der Technik den Durchblick und Ferrari oft genug geholfen. Auch Jackson hat sich nicht einfach auf die Bühne gestellt und vorgefertigte Songs interpretiert, sondern stets Einfluß genommen und somit erheblich zum Erfolg beigetragen.

Aber ist Schumi in der Lage sich einen Formel 1 komplett selbst zu konstruieren? ...ihn dann selbst zu bauen? ...ihn selbst in rosso zu lackieren? ...ihn selbst zu fahren? ...vorher noch selbst die Rennstrecke zu planen? ...in der Boxengasse selbst den Servicestop zu machen? ...nebenbei noch selbst die Massen zu begeistern? ...und lange lange vorher noch selbst die dafür nötige Kohle zu verdienen? - Jackson schon. Und genau darum war und ist er in meinen Augen eben so ein wirklich einmaliges Phänomen.

Beim schreiben des Textes eines neuen Songs hatte Jacko sehr oft seine Finger mit im Spiel. Dann wurde die Musik geschrieben. Auch hier war er dabei. Dann ab ins Studio die Instrumente einspielen. Wieder sah er nicht nur zu sondern machte mit. Anschließend den Song einsingen. Und zwar nicht irgendwie, sondern eben typisch Michael Jackson. Anschließen eine Idee finden und das Skript für den Videoclip schreiben. Wieder übte er starken Einfluß aus. Dann hin zum Set. Vorher natürlich reichlich zum Gelingen des Bühnenbildes mit beigetragen. Selbst bei den Kostümentwürfen war er dabei. Choreographie der Tänze natürlich auch überwiegend von ihm selbst. Ob die Szene im Kasten war hatte er stets selbst überprüft und nie ausschließlich dem Regisseur überlassen. Später der Schnitt. Nie ohne Michael. Dann meistens noch selbst die PR-Trommel gerührt. - Fertig war ein Meisterwerk.

Das kriegt heute keiner der aktuellen Künstler so hin, weil man ja bekanntlich nicht alles kann. Darum überlässt man das lieber den Profis. Michael hat außergewöhnlich viel selbst gemacht. Er war eben außergewöhnlich viel Profi. Ein wahres Multitalent. Heute steht bei den Stars nur noch "gesungen von XY" ... den ganzen Rest machen die anderen. Die "Stars" von heute bekommen einen Text vorgesetzt. Musik wird eingespielt. Bühne und Kostüm sind fertig. Licht stimmt auch. Los geht´s. Man könnte in die selbe Szenerie auch einen ganz anderen Interpreten hineinstellen und der Song wäre der gleiche.

Genau DAS ist es eben, was Michael Jackson von all den anderen "Sängern" abhebt: Diese multiplen Fähigkeiten. Und ohne das hinterher nur Murcks bei rauskommt.

Dazu kommt noch diese unglaubliche Aura. Neben Herrn Jackson stehend haben oft sehr gestandene Persönlichkeiten ihr Selbstbewußtsein verloren, eine Demutshaltung angenommen, eine Respektdistanz gewahrt und sich wie kleine Kinder gefühlt. Selbst hartgesottene Late-Night-Talker waren plötzlich handzahm. Soviel zum "Künstler" Michael Jackson.

Zum privaten Menschen Herrn Jackson kann ich nichts sagen, da ich - wie alle hier - nur Presseinfos habe. Und da bin ich sehr vorsichtig.

Auch dem Vergleich mit Mozart und Co kann er in meinen Augen und nach meinem persönlichen Verständnis locker standhalten, denn damals gab´s keine Charts oder Kino oder Fernsehen. Da gab es Hausmusik ... nicht Housemusic ... und Opern oder Konzerte. Mozart und Co waren also im Grunde genommen nix anderes als simple Entertainer im Unterhaltungsgenre. Sie mussten die Leute unterhalten. Je mehr, je besser.Und von allen damals aktuellen Entertainern waren Mozart und Co eben die besten und erfolgreichsten.

Nun hat sich das Entertainment grundlegend durch die heutigen Medien geändert. Die Aufgaben eines Entertainers sind hingeben die selben geblieben: Die Menschen begeistern. Und in solchen Massen hat das - im Gegensatz zu Mozart und Co - nur der Herr Jackson so hinbekommen. Nahezu die halbe Weltbevölkerung kennt Michael Jackson. Und die Mehrheit dieser Personen mag ihn auch. Welcher andere Mensch - vom Papst mal abgesehen - kann das von sich behaupten?

Schaut Euch doch nur mal an, mit welchen anderen Künstlern Michael Jackson im Laufe seines Lebens zusammengearbeitet hat, ein Video drehte oder gemeinsam auf der Bühne stand:

Whitney Houston, Usher, Gloria Estefan, Destiny’s Child, Britney Spears, NSYNC, Chris Tucker, Michael Madsen, Billy Drago, Frank Tyson, Marlon Brando, Paul McCartney, LaToya Jackson, Wesley Snipes, Macaulay Culkin, Tyra Banks, Eddie Murphy, Iman, Magic Johnson, Naomi Campbell, Michael "Air" Jordan, Bryan Loren, Diana Ross und ... Pavarotti. - Davon können sich Mozart und Co mal´ne Scheibe abschneiden.

:wink:

(...) Das hier zeigt sehr deutlich, welche künsterlische Ader in diesem "King of Pop" gesteckt hat ... (...)

http://www.dailymotion.com/video/xoybd_michael-jackson-ghosts_music

(Achtung - sehr lang!)

Dieses Video ist für mich MIT ABSTAND eines der besten Musikvideos, die es je gegeben hat, es zeigt deutlich die schauspielerischen, choreografischen und musikalischen Fähigkeiten von Michael Jackson! (...)

Klasse :-))!

Ich hatte bisher nie die Gelegenheit dieses Video als Ganzes zu sehen. Nur immer kompremiert und gnadenlos gekürzt.

Interessant ist der Nachspann. Dort taucht für die unterschiedlichsten Arbeiten in diesem Clip immer wieder der Name Michael Jackson auf. Erstaunlich wie vielfältig er war und welche Rollen (vor und hinter der Kamera) er nahezu perfekt ausgeübt hat. Ob Bühnenbild, Kostüm, Choreographie, Schnitt, Darsteller, Licht, Musik, Text .... überall hatte er seine Finger im Spiel ... ob nun nur einen Finger oder gleich die ganze Hand. Diese Vielfalt an künstlerischen Fähigkeiten vereint in nur einer einzigen Person sind - und waren - nahezu einmalig.

Geschrieben
Die Musik von MJ hat mich und Abermillionen von Menschen in meiner Jugend begleitet und diese Jugend hat gestern aufgehört weiterzuleben. Wir sind jetzt wohl erwachsen und die Musik lebt in unseren Erinnerungen weiter!

Dito.

Irgendwie ist da heute etwas verloren gegangen. Ich weiß noch ganz gut, wie bei uns in der Grundschule an Fasching jeder zweiter als Jacko verkleidet war. Das müsste so um 1996 gewesen sein - das war auch die Zeit, wo ich ihn als Superstar erlebt habe. Quasi die letzte Sternstunde vorm Untergang und schon damals fand ich seine Musik toll.

Und aus dieser Zeit sind mir viele Erinnerungen geblieben. Zum Beispiel die Szene bei der großen Tour zum History-Album, wo er beim EarthSong das Hemd zerreist. Solche Sachen habe ich dann damals mit Lego nachgebaut inkl. kleiner elektrischer Hebebühne usw.

Vor kurzem haben wir auf der Grillparty eines Kumpels am Beamer noch diese Shows auf DVD angeschaut. Und wenn ich heute an MJ denke, dann bleiben mir eben solche Momente in Erinnerung und so soll es auch bitte schön bleiben:-))!

Edit:

Sehr genial Uwe. Vielen Dank. Das Video hatte ich nun auch schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen. Davon gab es doch auch mal eine Making-Of-Version? Zumindest meine ich mich daran erinnern zu können, das mal irgendwo gesehen zu haben. Die würde ich sehr gerne nochmal sehen. War hochinteressant damals

Geschrieben
so war seine Musik doch für viele Leute ansprechend -

Das bestreitet doch niemand.

Ich zolle Michael Jackson für seine Lebensleistung höchsten Respekt.

Ich würde mir nur einfach etwas mehr Sachlichkeit und Neutralität wünschen. Die einen verteufeln ihn, die anderen heben ihn in den Himmel.

Dieses Fanboytum, das eigentlich eher zu 14-jährigen Mädels passen würde, wird dem Mann doch gar nicht gerecht.

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass er sich selber realistischer einschätzen konnte als dies viele seiner Fans tun.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Das bestreitet doch niemand.

Ich zolle Michael Jackson für seine Lebensleistung höchsten Respekt.

Ich würde mir nur einfach etwas mehr Sachlichkeit und Neutralität. Die einen verteufeln ihn, die anderen heben ihn in den Himmel.

Dieses Fanboytum, das eigentlich eher zu 14-jährigen Mädels passen würde, wird dem Mann doch gar nicht gerecht.

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass er sich selber realistischer einschätzen konnte als dies viele seiner Fans tun.

Gruß,

Markus

Ich denke es auch.

Mir tut er im wesentlichen leid, weil fast alle (erwachsenen) Menschen niemals an ihm als Person, sondern nur an seinem Star-sein interessiert waren. Soweit jedenfalls mein Verwandter, der ihn - wie gesagt - kannte...

Und Fankult hin oder her:wink:, muß er doch nicht nur Musiker, sondern auch wirklich Botschafter eines ganzen Lebensgefühls gewesen sein, das viele Menschen empfanden.

Ich finde, Botzelmann hat dies in seinem Beitrag auch schon deutlich impliziert, und das, obwohl er doch die ganz große Zeit MJs in den Achtzigern nicht mehr (bewußt) erlebt haben dürfte:)

Dies zeigt doch, als wie gigantisch er empfunden wurde und wird:)

Geschrieben

Merkt ihr etwas?

Wir sind hier in einem Autoforum.

Und haben einen Thread, über eine Person die nicht im entferntesten was mit Autos zu tun hat, welcher innerhalb von knapp 24 Stunden fast 17 Seiten gefüllt hat.

Nennt mir eine Person, die nichts mit Autos zu tun hat, die ähnliches auslösen würde!? :wink:

Die meisten hätten/haben nicht einmal einen Thread bekommen.

Ich gehe soweit das nichtmal ein erfolgreiches Attentat auf Barack Obama hier solche Wellen geschlagen hätte.

Ich möchte mich für Lamberkos Post bedanken. :-))!

Geschrieben
Merkt ihr etwas?

Wir sind hier in einem Autoforum.

Und haben einen Thread über eine Person, die nicht im entferntesten was mit Autos zu tun hat, welcher innerhalb von knapp 24 Stunden fast 17 Seiten gefüllt hat.

Nennt mir eine Person, die nichts mit Autos zu tun hat, die ähnliches auslösen würde!? :wink:

Die meisten hätten/haben nicht einmal einen Thread bekommen.

Ich möchte mich für Lamberkos Post bedanken. :-))!

Deswegen sind wir ja im Bereich "Aus dem Alltag" da passt das ja gut rein :wink: (in diesem Bereich sind ja eben alle "Autofremden"-Themen drin)

Schöne Grüße, Yvonne :)

Geschrieben
Deswegen sind wir ja im Bereich "Aus dem Alltag" da passt das ja gut rein :wink: (in diesem Bereich sind ja eben alle "Autofremden"-Themen drin)

Schöne Grüße, Yvonne :)

Ich glaube du hast die Massage in meinem Post nicht ganz mitbekommen, oder? :wink:

BTW:

US-Abgeordnete legten Schweigeminute ein

Die Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses haben des verstorbenen "King of Pop" am Freitag mit einer Schweigeminute gedacht. "Wir erheben uns, um einem Star Anerkennung zu zollen, der jetzt im Himmel ist", sagte die demokratische Abgeordnete Diane Watson aus Kalifornien. Sie würdigte Jackson als "Multitalent", das die ganze Welt mit seinen Liedern und seinem Tanzstil begeistert habe. Im Namen der Abgeordneten sprach sie der Familie, seinen Freunden und den Millionen von Fans das Beileid aus.

Er danke Gott dafür, dass er die "Ära" von Michael Jackson miterleben durfte, ergänzte der demokratische Abgeordnete Jesse Jackson junior. "Sein Herz hätte gar nicht größer sein können. Und gestern hat es aufgehört zu schlagen.

Geschrieben
Ich glaube du hast die Massage in meinem Post nicht ganz mitbekommen, oder? :wink:

:oops: Nein, sorry irgendwie nicht :oops:

Anzeige eBay
Geschrieben
Geschrieben

Hallo Jonny,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Aus dem Alltag (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Das bestreitet doch niemand.

Ich zolle Michael Jackson für seine Lebensleistung höchsten Respekt.

Ich würde mir nur einfach etwas mehr Sachlichkeit und Neutralität. Die einen verteufeln ihn, die anderen heben ihn in den Himmel.

Dieses Fanboytum, das eigentlich eher zu 14-jährigen Mädels passen würde, wird dem Mann doch gar nicht gerecht.

Ich bin auch fest davon überzeugt, dass er sich selber realistischer einschätzen konnte als dies viele seiner Fans tun.

Gruß,

Markus

Die meisten User hier sind doch sachlich und neutral. :)

Ich selbst würde mich zum Beispiel niemals als Fan betrachten. Ich mag einfach nur seine Musik und finde sein Lebenswerk bewundernswert. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. - Was er privat so gemacht hat, das interessiert mich doch nicht die Bohne. Habe selbst genug Leichen im Keller als daß ich mich um andere kümmern könnte.

Finde es aber sehr erstaunlich, dass sich hier Menschen zu Jackos Privatleben äußern, obwohl sie in ihrem bescheidenen Leben niemals näher als 20 Meter an ihm dran waren und sämtliche Infos für ihre "persönliche und fundierte Meinung" nur aus der Yellowpress haben.

@ all:

Ich bin mit Einser Golf GTi und Manta aufgewachsen. Im Radio liefen Queen und Michael Jackson. In den Schulferien war ich bei Oma und wir haben die Hochzeit von Lady Diana im TV mitverfolgt. Während der Pubertät gab´s oft Zoff mit meiner Mutter... - Ein Menschenleben ist wie ein Mosaikbild: Bestehend aus vielen kleinen mehr oder weniger schönen Steinchen (Erinnerungen). Diese sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Darum hat auch jeder Mensch so seine eigene kleine heile Welt.

Golf I und Manta sind schon längst verschwunden. Lady Diana is hopps. Queen is wech. Oma ist schon lange tot. Mama ist auch schon gestorben. Und jetzt macht auch noch Jacko ´ne Biege. Immer mehr Steinchen fallen aus dem Mosaikbild heraus. Sprich: Das Bild - also meine kleine Welt - zerfällt zunehmend bzw. löst sich langsam auf.

Ich bedauere jeden Verlust eines jeden Steinchens aus meinem Bild. Wenn von einem Wildfremden die Oma stirbt, dann ist das schon schlimm, läßt mich aber relativ kalt. Ist nicht mein Steinchen; Ist sein Steinchen. Das heisst, daß nur Personen oder Dinge die für mich eines meiner Steinchen darstellen mich überhaupt emotional treffen können. Jacko war eines von diesen Steinchen. Darum trifft mich sein Tod auch a bisserl. Aber er war auch das Steinchen von Millionen anderer Menschen. Das erklärt auch eine Art der gemeinsamen Trauer.

Jeder Tod ist wie ein Bombeneinschlag. Früher waren die Einschläge weit entfernt und betrafen nur die Mosaikbilder anderer Menschen. Ging mir also am Popo vorbei. Aber ich werde älter und die Einschläge kommen immer näher. Heute treffen sie schon etliche Steinchen in meinem Bild in meiner kleinen heilen Welt. Immer mehr geht verloren ... und das allerletzte Steinchen in meinem Bild bin ich selbst!

Berko

Gast Alpinchen
Geschrieben

Hallo Berko,

leider darf ich dich nicht schon wieder positiv bewerten.

Verdient hättest Du es für dieses Posting aber. Das war mir aus dem Herzen geschrieben.

Geschrieben
Hallo Berko,

leider darf ich dich nicht schon wieder positiv bewerten.

Verdient hättest Du es für dieses Posting aber. Das war mir aus dem Herzen geschrieben.

Ganz richtig mit dem letzten Satz. Zu denen davor: Du vielleicht nicht...:wink:

Geschrieben

Das hast Du gut geschrieben, so ist das.

Deswegen sage ich aber auch, man soll sich mehr mit der Musik und Kunst beschäftigen als mit den dahinterstehenden Menschen. Die bleibt nämlich (oder auch nicht, wie gesagt :wink: ).

Z.B. Bach begleitet mich viele Jahre. Der einzige Unterschied ist, dass er vor 30 Jahren 230 Jahre tot war und jetzt ist er halt 260 Jahre tot (fast). Die Musik hat sich aber nicht verändert und ihre Genialität auch nicht.

Zugegebenermaßen war ich auch ein paar Tage sehr schockiert, als Ende 2007 Karlheinz Stockhausen gestorben ist. Denn von dem habe ich das meiste über Musik gelernt, und er war sozusagen ein kompositorischer und philosophischer Fixpunkt in meinem Leben.

Jetzt muss ich aber feststellen, dass es mit seiner Musik und ihrer Pflege und Verbreitung weitergeht. Wenn auch leider keine neue mehr dazukommt. Und ich erkenne immer mehr, wie genial und bedeutend der Mann war.

Auch hören die Toten nach relativ kurzer Zeit für mich auf, tot zu sein, wenn die erste Verwirrung sich einmal gelegt hat. Ob das jetzt die Großeltern, die Mutter oder irgendwelche verstorbenen Künstler sind. Sie sind für mich nicht weg. Sie sind nur kurzfristig aus meinem Blickfeld gegangen, weil ich momentan nur materielle Augen habe.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Z.B. Bach begleitet mich viele Jahre. Der einzige Unterschied ist, dass er vor 30 Jahren 230 Jahre tot war und jetzt ist er halt 260 Jahre tot (fast). Die Musik hat sich aber nicht verändert und ihre Genialität auch nicht.

Klar ändert sich die Musik selbst nicht, gleich wie bei Michael Jackson, aber dafür ändern sich die Geschmäcker der Leute. Du weißt ja nicht, ob in 230 Jahren Michael Jacksons Popmusik auch als "Klassik" bezeichnet (oder vielleicht besser: angesehen) wird...

Geschrieben

@Markus:

Du sprichst mir aus der Seele, was Bach anbelangt. Seine persönlichen Gewohnheiten und Anschauungen sind heutzutage - im Gegensatz zu manchen, die erst kürzlich von uns gegangen sind, wie eben Michael Jackson - nicht mehr von Belang.

Das soll jetzt nicht gegen MJ oder für Bach gerichtet sein; ich meinte halt nur, daß Bachs Musik den "test of time" bestanden hat. Die Karriere von Bachs Musik war anfangs gar nicht so vielversprechend:

Zu seinen Lebzeiten war er nur wenigen Musikfreunden bekannt, seine Witwe starb als "Almosenfrau", d. h. in bitterer Armut:-(

In einem gewissen Magazin wurde einmal an Bachs Persönlichkeit herumgekrittelt. Ich meinte dazu nur: Wenn sich jetzt herausstellen würde, daß er schielte, einen Buckel und Schweißfüße hatte, könnte ich mir die h-moll-Messe wirklich nicht mehr anhören:wink::lol:

Geschrieben
Klar ändert sich die Musik selbst nicht, gleich wie bei Michael Jackson, aber dafür ändern sich die Geschmäcker der Leute. Du weißt ja nicht, ob in 230 Jahren Michael Jacksons Popmusik auch als "Klassik" bezeichnet (oder vielleicht besser: angesehen) wird...

Der Begriff "Klassik" ist sowieso Mist, weil absolut irreführend. Ich nenne es lieber "Kunstmusik".

Und es geht mir eben NICHT um Geschmack. Mir geht es rein um musikimmanente Bewertung, nicht darum, ob mir etwas gefällt oder nicht.

Z.B. kann ich persönlich mit Mozart nicht viel anfangen.

Ich bin aber in der Lage, seine besten Kompositionen neutral zu analysieren und die Meisterschaft darin zu erkennen.

Die Probleme entstehen ja gerade, wenn Leute ihren persönlichen Geschmack zu einem Beurteilungskriterium hochstilisieren.

Gruß,

Markus

Geschrieben

Z.B. kann ich persönlich mit Mozart nicht viel anfangen.

Ich bin aber in der Lage, seine besten Kompositionen neutral zu analysieren und die Meisterschaft darin zu erkennen.

Gruß,

Markus

Entschuldigung für OT: Du auch nicht:-o?

Allerdings liebe ich das Requiem und die c-moll-Messe...

Geschrieben
Entschuldigung für OT: Du auch nicht:-o?

Allerdings liebe ich das Requiem und die c-moll-Messe...

Ja, beim Requiem habe ich auch schon selber mitgespielt.

Sagen wir mal so: Ich kann mich mit der Ästhetik der frühen Wiener Klassik nicht so richtig "syntonisieren". Vielleicht kommt das aber noch mit zunehmendem Alter, das ist durchaus möglich.

Gruß,

Markus

Geschrieben
Ja, beim Requiem habe ich auch schon selber mitgespielt.

Sagen wir mal so: Ich kann mich mit der Ästhetik der frühen Wiener Klassik nicht so richtig "syntonisieren". Vielleicht kommt das aber noch mit zunehmendem Alter, das ist durchaus möglich.

Gruß,

Markus

Ich mag halt lieber etwas "schwerere" Musik...So etwas zu Leichtes, dem es m. M. nach an Tiefe fehlt, gefällt mir weniger.

So, jetzt verabschiede ich mich erst mal. Morgen geht's früh raus.

Gruß,

Philipp

Geschrieben
(...) Z.B. Bach begleitet mich viele Jahre. Der einzige Unterschied ist, dass er vor 30 Jahren 230 Jahre tot war und jetzt ist er halt 260 Jahre tot (fast). Die Musik hat sich aber nicht verändert und ihre Genialität auch nicht. (...)
Also WIE genial Michael Jackson wirklich war, das werden wir ja dann in 260 Jahren sehen. :wink:

Ich gehe davon aus, daß man Jacko bzgl. Erinnerungen und Post-Popularität mit Elvis auf eine Stufe stellen kann. Das liegt aber weniger an seiner schillernden Persönlichkeit, als vielmehr an dem was er der New-Generation so alles hinterlassen hat ohne daß sich diese darüber bewußt ist. Musikalische Stilrichtungen, Videoclips mit Spielfilmqualität und Handlung, pompöse Bühnenshows, tänzerische Darbietung auf der Bühne selbst ohne Gesang, perfekte Performance als Bestandteil der künstlerischen musikalischen Darbietung, und und und ...

Wie hätten sich die Clips auf MTV und VIVA wohl ohne Michael entwickelt? Immer noch Low-Budget?

Würden Boygroups so auf der Bühne abtanzen wenn es Jacko nie gegeben hätte, oder würden sie einfach nur so dastehend ein Liedchen trällern?

Vieles von dem was wir heute so kennen wenn wir einen Musikclip anschauen, wurde von Michael erst so richtig losgetreten. Er hat sicherlich nicht alles neu erfunden, aber er hat es überwiegend populär und somit "normal" gemacht.

So auch sein stets extravagantes Outfit und Verhalten: Uniform oder weißer Handschuh ... oder einfach nur Hand am Sack. Rufe Dir mal Bilder anderer Künstler ins Gedächtnis und zeige sie vor Deinem inneren Auge. Mal haben sie Jeans an, mal Lederjacke, mal was weiss ich. Bei U2 z.B. sehe ich nur Gesichter, aber keine Klamotten. Also ohne Gesicht könntest Du sie nicht einordnen. Jacko schon. Den erkennt jeder selbst ohne Gesicht. Bei Dieter Bohlen sehe oder denke ich persönlich z.B. immer an einen grausigen Jogginganzug mit blondem Vokuhila und geballter Faust. Egal wer es ist. Nur wenige Menschen können solche Eindrücke/Bilder hinterlassen.

Geschrieben

Die Dinge, die Du aufzählst, mögen alle stimmen.

Nur haben die für meine Begriffe nichts mit Musik zu tun (Videoclip, Bühnenshow, Outfit, Tanz).

Gruß,

Markus

Geschrieben
Ich mag halt lieber etwas "schwerere" Musik...So etwas zu Leichtes, dem es m. M. nach an Tiefe fehlt, gefällt mir weniger.

So, jetzt verabschiede ich mich erst mal. Morgen geht's früh raus.

Wie mir scheint, werden wir beim Oldtimer Grand Prix im August ausreichend Gesprächsstoff haben. :)

Gruß,

Markus

Geschrieben
An alle, die hier verurteilen und das Maul aufreissen:

1. es ist schon gesagt worden: Ihr wisst nur das, was die Medien wiedergeben. = Bild Dir Deine Meinung

2. Er ist nicht verurteilt worden. Vielleicht hatte das Gericht auch andere Grundlagen als Zeitung und TV für sein Urteil. Das sollte zumindest zu denken geben.

3. Habe ein Interview gesehen, wo er sich (auf dieses Thema angesprochen) schon merkwürdig verhielt. Sein Verhältnis zu Menschen und demnach auch zu Kindern war sicherlich gestört.

Wenn also wirklich etwas dran wäre: Er hat sich nicht selbst zu dem gemacht, was er ist. Jemand der so offensichtlich seine eigene Identität verdrängt, ist schwerstens psychisch krank.

Wahrscheinlich sehnte er sich nach Nähe und Wärme, hat aber durch seinen Vater jegliches Vertrauen in die Erwachsenen verloren.

Also brauchte er den Kontakt zu Kindern um überhaupt sein Bedürfnis nach Nähe zu befriedigen.

Das ist natürlich verdächtig und ein gefundenes Fressen für den Mob.

Ich vermute mal, dass sexuelle Handlungen dabei überhaupt nicht die Motivation war.

Sicherlich sind dies auch nur Mutmaßungen, aber vielleicht nicht so Schlagzeilengesteuert.

Ich glaube, der Tod war seine Erlösung. Endlich kann diese zerstörte Seele in Frieden ruhen.

Du hast es auf den Punkt getroffen denn nämlich genau darüber unterhielt ich mich mit meiner Freundin heute auch .

Geschrieben
Die Dinge, die Du aufzählst, mögen alle stimmen.

Nur haben die für meine Begriffe nichts mit Musik zu tun (Videoclip, Bühnenshow, Outfit, Tanz).

Hallo Markus,

in einem meiner Beiträge hatte ich genau darum auch ganz bewußt geschrieben, daß Jackson für mich weniger ein begnadeter Sänger (oder eben Musikant) ist, sondern ich ihn mehr als ein musikalisches Gesamtkunstwerk betrachte.

Das gesamte Paket ist so in dieser Zusammenstellung bisher nie dagewesen. Das bedeutet nicht, daß es eine Perfektion bis ins allerkleinste Detail gegeben hat. Jeder Bestandteil unter´m Mikroskop betrachtet, und einige Dinge wären großartig und andere wären sicherlich nur Durchschnitt. Aber alles zusammen als Paket in nur einer einzigen Person ist - bzw. war - eben wirklich einmalig.

Zugegeben, ich selbst habe null Ahnung von Musik. Ich höre einfach nur was mir gefällt. Je nach Stimmung oder Lust und Laune geht das bei Klassik los (ich liebe klassische Instrumente), über 80er und 90er Mainstream, hin zu Kraftwerk und den Sex Pistols, einschließlich Elton John und Josh Groban. Also bzgl. Geschmack oder Stilrichtung könnte man auch kurz und knapp sagen: Quer Beet.

(Anm.: Dir brauche ich sicherlich nichts über Musik zu erzählen, darum ist nachfolgender Text mehr für die mitlesenden User gedacht.)

Die bisher offen gebliebene Frage nach DER richtigen Definition des in Deinem Posting genannten Wortes "Musik" hat mich aber dazu bewegt mal etwas Recherche zu betreiben. Weiterbildung kann mir ja nicht schaden. :oops:

Habe mal gegoogelt und Wikipedia sah am vielversprechensten aus. Der Länge des dortigen Artikels nach zu urteilen, ist "Musik" leider nicht so einfach zu erklären wie ich dachte. Weiterhin ist die genaue Definition wandelbar und somit zeitabhängig. Genauso wie das Wort "Normal". Was früher futuristisch war, ist heute "normal" und morgen schon veraltet.

Vor hunderten von Jahren hat man unter dem Begriff Musik wohl etwas anderes verstanden als heute. Früher war Musik demnach rein instrumental. Heute zählt auch der Gesang durchaus zur Musik. Ich behaupte sogar, daß im modernen technologisierten Zeitalter neben Instrumenten und Gesang sogar schon eine "Show" durchaus mit zur Musik gezählt werden kann. Ist aber rein subjektiv.

(...)

Definitionsgeschichte:

Die Frage, was Musik sei oder nicht sei, ist so alt wie das Nachdenken über Musik selbst. Trotz der zahlreichen historischen Versuche, zu einem allgemeinen und grundsätzlichen Musikbegriff zu gelangen, gab und gibt es keine allein gültige Definition. Die bisherigen Begriffsbestimmungen stellten jeweils einen Bestandteil des Phänomens Musik in den Mittelpunkt.

Die Definitionsgeschichte ist von vielen Widersprüchen geprägt: Musik als rationale, zahlenbezogene Wissenschaft, Musik als gefühlsbetonte Kunst, Musik im apollinischen oder dionysischen Verständnis, Musik als reine Theorie oder reine Praxis – oder als Einheit beider Bestandteile. (...)

Audiovisuelle Medien:

Im Verbund mit audiovisuellen Medien wirkt Musik synergetisch. Ihre Verbindung mit Ausdrucksformen wie Schauspiel oder Tanz besteht seit ältester Zeit in rituellem Zusammenhang. Aus der Verknüpfung mit der Dramatik ging die Oper hervor. Die Verbindung mit dem Fernsehen schafft einerseits Öffentlichkeit für und Interesse an musikalischen Inhalten, andererseits entstehen durch sie neue Genres wie die Fernsehoper. (...)

Musik und visuelle Künste:

(...) Es sind seit den frühesten theoretischen Auffassungen Parallelen zwischen akustischen und räumlich-visuellen Kunstformen benannt worden. (...)

Musikalische Lebenswelten:

Musikalische Lebenswelten bedeuten das, was Menschen als selbstverständliche Umgebung und Umwelt in Bezug auf Musik erleben. (Anmerkung von mir: Instrumente+Gesang+Darbietung)

Sie stellen die Weltsicht des Individuums dar. Sie werden durch das musikalische Alltagserleben geprägt und prägen wiederum die alltägliche Umwelt des Menschen.

Neuzeit:

(...) Dies und der um 1910 einsetzenden Stilpluralismus der Moderne, während der die Neue Musik auf veränderte soziale Funktionen reagierte oder sie selbst erst schuf, begründen ein Verschwimmen der bis dahin traditionellen Grenzen von Gattungen, Stilen und der Sparten U- und E-Musik, zum Beispiel in neu entstehenden Formen wie Third Stream, Crossover und Weltmusik; im Kontrast dazu tendiert das musikalische Denken der Postmoderne wiederum zu einem ästhetischen Universalismus, der Außermusikalisches einbezieht – multimedial oder im Sinne eines Gesamtkunstwerks – oder in der Hinwendung zu neuen Denkmodellen,... (...)

Ob man heute den Gesang und eine Bühnenshow mit zur eigentlichen Musik zählen kann bzw. darf oder nicht, darüber könnte man also lange streiten - Muß man aber nicht. O:-)

@ all:

Für alle Kritiker und Pressegläubigen möchte ich völlig wertfrei mal nachfolgende Reportage dringend empfehlen. Ausschlaggebender Grund für diese Reportage war ein Interview zwischen Jackson und Martin Bashir. Bashir wurde als "Journalist" weltbekannt, weil er damals mal das aufsehenerregende Interview mit Lady Diana gemacht hatte. Jackson ließ bei Interviews stets seine eigenen Kameras mitlaufen. Und das war wohl auch ganz gut so.

Zitat: "In 2003 Martin Bashir filmed a documentary with Michael Jackson entitled Living with Michael Jackson. Following the broadcast of the documentary Michael was unhappy with the way Bashir had portrayed and so had a rebuttal film made out of footage not shown."

Living with Michael Jackson, Take Two...

(jeweils etwa 9 Minuten lang, aber absolut sehenswert!)

...Part 1 Link

...Part 2 Link

...Part 3 Link

...Part 4 Link

...Part 5 Link

...Part 6 Link

...Part 7 Link

...Part 8 Link

...Part 9 Link

Ist zwar alles in englischer Sprache, aber wenn ich es überwiegend verstehen konnte, dann können andere das auch.

Gruß und gute N8

Berko

P.S.:

Was soll der ganze Terror? Ein Psycho fährt ins Madenhotel, der nächste wird schon folgen...:puke:

Uuuuh, roter "Klotz" - "in Verruf geraten"...was ist das denn für ein Kasperle-Theater?

Bei meinem Renommee dürfte der rote Klotz auch noch etwas länger da stehen. Und wenn ich alle Deine bisherigen Beiträge mal so ansehe, dann weiß ich nicht mal wie lange Du noch hier sein wirst. - Aber schaun mer mal...
Gast
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