Porsche 991 GT3 Cup – Neuauflage des Cup-Sportlers

Mit dem Porsche 991 GT3 Cup gehen ab der kommenden Saison die Piloten des Porsche Supercup an den Start. Der 460 PS starke Renner basiert erstmals auf dem aktuellen 911er und gibt optisch einen Vorgeschmack auf das kommende GT3-Straßenfahrzeug. Gleichzeitig schreibt Porsche mit diesem Auto eine unglaubliche Erfolgsgeschichte weiter, die seit 1998 mit dem Fahrzeugnamen 911 GT3 Cup ausgestattet ist.

Porsche 991 GT3 Cup

Porsche 991 GT3 Cup
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Ab der kommenden Supercup-Saison rollt der neue Porsche 991 GT3 Cup auf die Rennpisten dieser Welt. In 2014 folgen dann auch die nationalen Porsche Cups.

Seit 1998 setzt Porsche in den hauseigenen Markenpokalen die jeweiligen GT3-Modelle der aktuellen 911er Generationen ein. Seitdem sind bereits 2.395 Exemplare der Cup-Version für die diversen Kundenteams rund um den Globus aufgebaut worden, was den 911 GT3 Cup zum meistgebauten Rennfahrzeug macht. Für die 2013er Saison wurde nun der neue 991 GT3 Cup im Rahmen der „Night of Champions“, Porsches Abschlussfeier nach der Motorsport-Saison, auf dem Testgelände in Weissach vorgestellt. Der Wagen wird kommendes Jahr seinen Einstand im Supercup geben, der im Rahmen der europäischen Formel 1-Läufe ausgetragen wird. In die nationalen Porsche Cups kommt der neue Renner dann ein Jahr später.

Im Heck des Markenpokal-Rennwagens tobt sich ein 3,8 Liter großer Sechszylinder-Boxermotor aus, der gegenüber dem Vorgängermodell um 10 PS auf nun 460 Rennpferde (338 kW) zugelegt hat. Diese überträgt er über ein neu entwickeltes Sechsgang-Klauengetriebe auf die Hinterräder. Der Fahrer wechselt erstmals im Porsche-Markenpokal mittels Schaltwippen am Lenkrad die Gänge. Für hervorragende Verzögerungen auch in langen Rennen sorgt eine ebenfalls neu entwickelte Rennbremsanlage mit 38 Zentimeter großen, innenbelüfteten und geschlitzten Stahlbremsscheiben, Sechskolben-Sätteln vorn und Vierkolben-Sätteln an der Hinterachse. Davor werden 18 Zoll große Rennfelgen mit Zentralverschlüssen angebracht, die von Porsche Motorsport gegenüber dem Vorgänger ebenfalls überarbeitet wurden. Sie tragen Michelin Rennslicks, die vorn je 27 und hinten je 31 Zentimeter breit sind.

Die Cup-Version gibt einen optischen Vorgeschmack auf die kommende GT3-Variante für die Straße. Gegenüber den bislang bekannten Straßen-991 fällt an der Front eine umgestaltete Schürze mit großen Lufteinlässen außen und einem dreigeteilten Lufteinlass in der Mitte unter dem Kennzeichenträger auf. Die Cup-Version trägt außen an der Schürze Flics zur Verbesserung des aerodynamischen Grips. Rundum wurden die Kotflügel ausgestellt, um den breiten Rennslicks genügend Platz zu geben. Wie bei den Vorgängern wird der mittig in der Front angeordnete Zentralkühler durch eine Öffnung vor der Kofferraumklappe entlüftet. Auch in der Heckschürze finden sich Entlüftungsöffnungen. Sie sorgen dafür, dass die hinteren Radhäuser entlüftet werden. Zwei zentral verbaute Abgasendrohre entlassen derweil das, was die 460 PS so hinterlassen. Über all dem thront ein gewaltiger, einstellbarer Heckflügel, der sich auf zwei Trägern oberhalb der Motorhaube abstützt. Diese ist entgegen den Serienfahrzeugen einteilig von der Heckscheibe bis zur Heckabschlusskante durchgezogen und ohne jegliche Be- oder Entlüftungsöffnungen ausgeführt. Typisch für Motorsportfahrzeuge sind die ultraleichten Scheiben aus Makrolon.

Wie bereits bei allen Vorgängermodellen wird auch der 991 GT3 Cup zusammen mit allen anderen 991-Ablegern in Zuffenhausen auf den gleichen Produktionsstraßen gefertigt. Anschließend wird von den Porsche-Testfahrern in Weissach ein Grund-Setup eingestellt und der Wagen eingefahren. Werksfahrer Timo Bernhard schwärmt bereits vom Neuen: „Der neue 991 GT3 Cup ist im Grenzbereich deutlich einfacher zu fahren“. Er war an der Fahrzeugentwicklung maßgeblich beteiligt und hat das neue Cup-Fahrzeug bereits unzählige Kilometer über die Teststrecke in Weissach gescheucht. Der neue Porsche 991 GT3 Cup ist ausschließlich in weiß erhältlich und kostet 181.200,- € zuzüglich Steuern.

Quelle: Porsche

Autor: Matthias Kierse

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Kategorie: Magazin

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