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Wiesmann MF3 und die Bodenfreiheit - Tipps?

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

ich habe mir den Wiesel angeschafft , um ihn ohne Stress , dafür aber mit um so mehr Freude und Begeisterung:D zu nutzen, d.h. zu fahren, auch wenn ich ihn nicht beim Essen , Trinken und Schlafen unter Sichtkontrolle habe.:wink:

 

Ich wünsche euch allen mehr Gelassenheit und puren Spass mit euren Wieseln.

 

Bodenfreiheit hin oder her. Die ist bei anderen Sportwagen z.T. wesenlich geringer und ich finde man hat dies schnell verinnerlicht und kann sich ohne allzu großer Einschränkung damit arrangieren.

bearbeitet von 15wiesmann12
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dickerg60 CO   
dickerg60

So soll es ja auch sein denn dafür wurde er gebaut

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quax   
quax
vor 14 Stunden schrieb Joogie:

 - das ist nur ein auto !!!

Blasphemie!!!

 

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806 CO   
806

Ich schließe meinen MF3 so gut wie nie ab. Auch über Nacht nicht. "Bewachen" muß ich ihn sowieso nicht. Denn: Drin ist nix, was sich zu klauen lohnte, ihn selber klaut eh keiner und die Scheibe/das Verdeck zu ersetzen ist teurer (wenn nicht mangels E-Teilen erschwert). Geklaut wird er nie - bei nur vielleicht 1.000 "lebenden" Exemplaren, die im weltweiten Verkehr bewegt werden, sind die Dinger ja nicht durch "Umnummerieren"oder zerlegt als Einzelteile verkäuflich.

In ganz Europa (von Schottland bis Portugal) ist mir nie in den Sinn gekommen, daß "dem Auto" was passieren könnte. Und so kam es dann auch.

Es weiß doch eh außer den Freaks keiner, was "Wiesmann" ist. In Spanien und Portugal war die Frage immer wieder, ob das ein Bausatz gewesen sei und ob ich ihn selber zusammen geschraubt hätte.

Nur weil etwas kostspielig zu erwerben ist, ist es nicht auch gleich "gefährdet". 

Markus

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

Markus ,du sprichst mir mal wieder aus der Seele.

 

Michael

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Joogie CO   
Joogie

friedhelm hat mir erzählt, dass soviel er weiss, bisher nur ein einziger wiesel geklaut wurde

die beschreibung/bild dieses wiesels lag den behörden vor und schwup hat es der zoll in bremerhafen beschlagnahmt und das wars dann auch schon

alles gut - ein wiesel ist einfach ein äußerst rares exemplar, da kommt kein dieb weit mit

bearbeitet von Joogie

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cruiser55 CO   
cruiser55

Oha, so viele Antworten.

Das Danke fällt mir trotzdem schwer, weil es keine Antworten auf meine Frage waren. 

Hatte ich irgendwo geschrieben das ich Angst habe, dass das Auto geklaut wird? Nö ..hat man sich so gedacht und gleich im Herdentrieb beantwortet. Hab ich aber nicht und schliesse auch das Auto nicht ab weil ich das auch für sehr unwahrscheinlich halte.

Was ich aber leider schon mehrfach erlebt habe ist, das Neider den Lack zerkratzen und das beim 5er BMW, der ja nix Besonderes ist.

Habt ihr noch nie gehabt? Erstaunlich.

So nun haben wir scheinbar unterschiedliches erlebt. 

Mag also sein, dass ich da etwas übervorsichtig bin. Wie das so ist, wenn man sich einen Traum erfüllt und die erste Saison ansteht. Mag sein das ich da nach einiger Zeit entspannter bin. Aber in Hamburg habe ich schon von abfackeln über Kratzer bis hin zu Hundescheisse auf dem Dach schon ne ziemliche Bandbreite erlebt. Ihr Glücklichen, wenns bei euch bisher gut gegangen ist.

Also falls euch doch noch was zur eigentlich Frage ( Restaurant und Hotelempfehlungen) einfällt würde ich gern meine Liste ergänzen.

Beste Grüsse

Rainer

 

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dickerg60 CO   
dickerg60

Denn Vorsicht ist besser als Nachsicht da hat der Rainer recht

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728 CO   
728

Mit der Zeit kommt auch, wie bei mir, Gelassenheit...:-))!

In 2 Jahren ist Cruiser55 deutlich entspannter....

 

beruhigende Grüße von der 728

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806 CO   
806

Ich wähle Restaurants nach Qualität (und Preis) aus, nicht nach Parkmöglichkeit. Kann also nichts beitragen.

Markus

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ts-bonn CO   
ts-bonn

Schöne bzw. gute Hoteltipps sind natürlich immer willkommen.

Natürlich wäre eine ungefähre Angabe zu der gewünschten Gegend nicht wirklich schlecht....... .

 

Wir kennen in so mancher Gegend schon einige Hotels die geeignet wären..... .

Doch kommt es auch hier nicht nur auf den Stellplatz sondern auch auf das Budget an . ;)

 

Generell haben hochwertige Hotels auch entsprechende Garagen, da die Klientel oft mit entsprechenden Fahrzeugen kommt....... . Nicht jeder fährt da G Klasse und Co. .... . Wobei da oft die Deckenhöhe Schwierigkeiten bereitet.

 

Im übrigen schließe ich meine Fahrzeuge grundsätzlich ab. Schont die Batterie und aus Versicherungsgründen natürlich.

 

 

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15wiesmann12 CO   
15wiesmann12

was nutzt es die Tür abzuschließen, wenn die selbige abfällt.???:P

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806 CO   
806

Unser TS wieder - hier ist vom MF3 die Rede. Da schont Abschließen die Batterie nicht, denn: Wo keine Zentralverriegelung, da kein Strom.

Markus

 

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dickerg60 CO   
dickerg60

Muss man sich aber auch erst mal dran gewöhnen jedesmal den Schlüssel zu nehmen und die Beifahrertür aufzuschließen,  aber wir haben es so gewollt 

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Joogie CO   
Joogie

der mf3 hat, egal wo ich bisher war, einen grandiosen symathiebonus

von "nice little british car" über "knuffig" zu "süß" und "boah was das denn für ne geile karre"

neidisch war bisher keiner, alle wollten nur infos "was wie wo wieviel dies und jenes"

sogar die ordnungshüter sind begeistert "zu laut nöö wir haben sie nur angehalten um nachzufragen was ist das denn?"

 

sorry is o.t. - egal

 

 

bearbeitet von Joogie
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dickerg60 CO   
dickerg60

Was macht deine Bodenfreiheit lieber Rainer

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cruiser55 CO   
cruiser55

Danke für Deine Nachfrage. Ist nett von Dir.

Bin bisher nicht wieder aufgesetzt und hab den einen oder anderen Ratschlag wie schräg über Buckel fahren beherzigt und mir selber eine Liste von geeigneten Locations/ Restaurants erstellt. 

Vermutlich wird man irgendwann abgeklärter. wenns gerade neu ist und man gleich mehrfach aufsitzt ist man natürlich erstmal verunsichert. 

Jedenfalls hab ich jede Menge Spass mit mit meinem wahrgewordenen Traum und fahre mit Freunden diverse Touren von Göteborg bis Mitteldeutschland.

Beste Grüße 

Rainer

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dickerg60 CO   
dickerg60

Das ist schön zu hören das dein wiesel dich glücklich macht ist ja aber auch ein hübscher vielleicht sehe ich ihn ja auch mal live ???

Einer aus meinem Freundeskreis erzählte mir letztens das er einen mf3 in Red Rocked in norderstedt gesehen hat 

Da sage zu ihm das war der Rainer 

????

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cruiser55 CO   
cruiser55

Ja, ich fahr hier relativ häufig in der Gegend rum.

Letztens war ich in Barmstedt, ist so 20 Min. schöne Strecke von Norderstedt.

Dort gibt es ein geniales Restaurant in einer alten renovierten Wachskerzenfabrik. Lays Loft. Der Besitzer ist ein Autonarr. Hast so 10-20 tolle Sportwagen und das ganze Loft daraus ausgerichtet. Diverse Lambos, Ferraris , aston martin, cobra, ....

Parkplatz vom Restaurant zu sehen und in einen Gastraum kann man mit 2-3 Autos reinfahren und drumherum Feiern oder ein Dinner machen.  Genial cool.

Vielleicht trefen wir uns mal auf ne Hopfenkaltschale. würde mich gern mal über Wiesel austauschen

Gruss

Rainer

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dickerg60 CO   
dickerg60

Das machen wir mal

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    • MarioHB
      Hallo zusammen,
       
      ich bin mir immer noch nicht ganz sicher ob ich dieses Fahrrad hier reinsetzen darf, bin mir jedoch sicher, dass es hier Interessenten für ein nicht ganz alltägliches Fahrrad gibt. Entweder für einen selber oder als Geschenk für den Sohn/Tocher oder Enkel.
      Von diesem Full Suspension (Fully) MTB sind damals 22 Stück hergestellt worden. Der handgefertigte 4-gelenkige Nicolai Rahmen der für Wiesmann dezent individualisiert wurde müsste Baugleich mit dem Nicolai Bass FR Hauptrahmen sein, der Hinterbau vom Helios CC. Der Rahmen an sich ist super sauber geschweißt.
      Das MTB hat mir immer viel Spass bereitet und mich nie im Stich gelassen. Leider stand es die letzten Jahre berufsbedingt auf dem Dachboden. Das Rad  hat natürlich Gebrauchsspuren, ist aber noch echt schick. Folgende Ausstattung ist verbaut:  
      - Marzocci Bomber Federgabel
      - Magura Louise FR Scheibenbremsen (vorne ca. 180 mm, hinten ca. 170 mm, die Scheibenstärke ist minimal stärker als aktuelle Bremsscheiben)
      - Shimano XTR-Komplettgruppe (27 Gänge, 3x9)
      - Rock Shox SID XC Luftfederelement,
      - DT Swiss Naben
      - Genuine Gel Ledersattel
      - Ritchey: Sattelstütze, Lenker, A-Head,
      - Mavic X223 Disc Felgen
      - Schwalbe Fat Albert Reifen
      -Hybridpedal von Shimano mit einseitigem SPD-System, die andere Seite ist mit einem normalen Pedalkäfig ausgestattet
      - Gewicht 13,4 kg so wie es da steht.
        Neuppreis war 6.000,- €. Ehemals hatte der Rahmen 10 Jahre! Garantie. Da das Fahrrad 2002 hergestellt worden ist, ist diese natürlich erloschen. Fahrer zwischen 160 und 180 cm Größe sollten mit diesem wendigen Rad super zurecht kommen.
      Probefahrt möglich in 28201 Bremen oder nach Absprache in 48683 Ahaus. Meine Preisvorstellung liegt bei 1650 €.
       
      Grüße. Mario
       







    • ts-bonn
      So Freunde,
       
      das Jahr 2017 liegt in den letzten Zügen.... .  
       
      Ich wünsche Euch schöne und besinnliche Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins Jahr 2018 und dass, was wir alle so oft als all zu selbstverständlich ansehen und annehmen. Nämlich Gesundheit!
      Alles andere zum glücklich und zufrieden sein ist ja durch die Wiesels im Überfluss vorhanden.
       
      Alles Gute Euch allen!
       
      Thomas
    • 806
      Heute mal wieder was Technisches. Unangenehm, aufwendig zu reparieren und leider auch noch TÜV-relevant. Die Lenkung ist es. Genauer: die Lenkungsölleitungen. Sowohl die Hochdruckleitungen von der Pumpe an die Lenkung wie die „Kühlleitung“.
       
      Ist per se eine merkwürdig gebastelte Lösung, die allerdings nicht (nur) auf dem Mist der Wiesmänner gewachsen ist, sondern mindestens für BMWs typisch. Nur haben die Dülmener sich da bei der Adaption an den MF3 mit vielem aber sicher nicht Ruhm bekleckert! Was ist schon bei der Konstruktion das Problem? Die BMW-Teile passen nicht ohne weiteres in den MF3. Man muß also basteln. Und genau so wird es dann auch - gebastelt, nicht gewußt.
       
      1. Fehler:
       
      Die Servopumpe und der zugehörige Ausgleichsbehälter werden komplett vom Ansaugstrang überdeckt. Der muß also zur simplen Niveaukontrolle ausgebaut werden. Macht keiner, also guckt auch nie einer. Ungeschickt und dauerhaft sträflich.
       
      2. Fehler:
       
      Man frickelt eine Leitungslösung zusammen, die sowohl BMW-Teile wie „selbstgedengelte“ Teile verbindet. An sich geht das - nicht schön, aber grundsätzlich nicht verkehrt. Nur wenn man ständig das Kaliber wechselt, also „dünner“ und dann wieder „dicker“ wird, ist das Mist.
       
       

       
       
      3. Fehler:
       
      Die Lenkungsölkühlschlange (liegt im druckloseren Rücklauf des Öls aus der Lenkung zur Pumpe) wie sie BMW verbaut, paßt nicht in den MF3. Also wird das BMW-Werkszeug einfach gequetscht, bis es paßt. Damit werden aber die Querschnitte in den 180°-Bögen dermaßen verengt, daß da schier gar nichts fließt. Lenkungsölkühlung also faktisch schon dadurch sinnlos.
       
       

       
       
      4. Fehler:
       
      Das Gewürge der Kühlschlange wird an der Lenkung mit zwei Haltern befestigt. Nur: Da, wo sie nun mal im MF3 sitzt, kommt schlicht keine Luft hin: Hinter dem unteren Rahmenträger, abgedeckt von der Unterkante der Motorhaube. Dafür „weht“ es aber allen Dreck dorthin. Das geht ein paar Jahre gut. Dann nicht mehr.
       
      5. Fehler:
       
      Die Lenkungsölleitungen sind hochdruckfeste Schläuche, aber die haben Anschlüsse und die Kühlschlange ist generell aus Metall. Keinerlei Schutz drauf. Knappe 100tkm und neun Jahre später ist das zusammengerosteter Kernschrott.
       
       

       
       
      Abhilfe: Da sowieso nix wirklich gekühlt hat - fliegt das ganze sinnlose Gewürm raus. Die Hochdruckleitungen werden ersetzt, das Gefrickel mit Ansatzstücken und -stückchen ist sinnfrei und wird ersetzt. Stattdessen gescheite Anschlüsse mit schicken Rennsportteilen und bestens geschützte Hochdruckleitungen (Betriebsdruck der Lenkung ca. 30 bar) mit Berstdruck erst bei 400bar.
       
       
       

       
       

       
       

       
       
      Paßt, sitzt, wackelt und hat Luft. gleichmäßig durchströmt, weil gleiche Durchmesser allerorten. Somit viel bessere Zirkulation und per se schon „Kühlung“. Apropos: Das Lenkungsöl ist rot, wenn es frisch ist (genauer: Automatikgetriebeöl ATF II). Bei der 806 war es schwarz. Mithin: Egal, ob das technisch fragwürdige Gebastel schon zusammengerostet ist oder nicht: Wechselt das Lenkungsöl beizeiten (Vorschlag: nach sieben Jahren spätestens), sonst wird’s teuer, wenn die Komponenten hinüber sind.

      Markus

       
       
       

      Das letzte Bild ist ungewollt - mit "ausschneiden" ist's am Bildschirm weg, sonst aber permanent ...
       
    • 806
      
Wiesmänner sind keine Briefmarken, die man ins Album steckt und nicht verwendet. Sie sind Autos und Autos wollen gefahren werden. Manchmal schnell, manchmal weit.


       
      Hier geht’s um’s „weit“ - nämlich an das Westende Kontinentaleuropas, genauer „Cabo Sao Roche“ in Portugal nahe Sintra.


       
      Hinbolzen und zurück ist langweilig, also machen wir daraus lieber eine Reise von 17 Tagen und vermeiden Autobahnen, sondern gondeln über Land. Runde 6.500 km waren’s am Ende. Eindrücke, die bleibend sind und Fahrerlebnisse, die in einem MF3 noch anders empfunden werden als in einem „moderneren“ Auto. Europa unmittelbar erlebt, sozusagen.


       
      Und es ist schön, dieses Europa!
       
      

Die grobe Richtung war im Uhrzeigersinn von Speyer aus südwärts durch Zentralfrankreich ans Mittelmeer, entlang der spanischen Küste über Granada  und oberhalb des Alentejo quer durch Portugal und an seiner Küste hoch ans Westende Europas. Über das Douro-Tal weiter nach Nordspanien, an dessen Küste und übers Baskenland nach Frankreich zurück, durch den Südwesten und mit einem Abstecher ins Perigord wieder über Burgund Richtung Heimat.


       
       

       
       
      Tagesetappen nicht länger als 500 km, eher um die 250 bis 300. Sonst sitzt man nur im Auto und hat keine Zeit für Land und Leute. Spätestens um 17.00 in den vorgebuchten Unterkünften eintreffen, keinen Streß mit „unterwegs noch Bett für die Nacht suchen“. Lecker essen - nicht „Sterne sammeln“, sondern regionaltypisch aussuchen. booking.com hilft und die Streckenplanung am Eßtisch ist alleine schon ein Erlebnis: Straßenkarte hier, Satellitenbilder auf dem iPad da und Reiseführer verstreut.
       
      

Motto außerdem: Bleib’ den Städten fern - die sehen wir uns ggf. gesondert an, aber das machte den Charakter der Reise sonst unharmonisch. „Landpartie“ in Ruhe (soweit das der Auspuff eines MF3 zuläßt) statt Hektik.
       
      

Die Anfahrt nach Burgund als erster Etappe ist durch bestens bekanntes Geläuf, da geht’s nur um „Strecke machen“. Einfaches aber sauberes kleines Hotel mit leckerer Küche reicht uns.
       
      

Ab jetzt kommt Neues, nämlich die Cevennen. Wunderschön, kaum erschlossen und traumhafte Straßen. Ein bißchen viele, wir kommen nur mühsam voran. Einfacher Grund: Ich habe der Handynavi (sehr empfehlenswert: Navigon-App) vorgegeben, „schön“ für einen „PKW“ zu führen. Das tut sie mit Inbrunst. Wir gurken auf kleinen und kleinsten Sträßchen, bis uns die Lust am ewigen Gekurbel etwas schwindet. Tip aus der Praxis: „Motorrad“ wählen, dann fallen sehr unebene Strecken weg und langwierige Ortsdurchfahrten mit Ampeln werden tunlichst vermieden.
       
       

       
       

       
      

„AEG“ - Aus Erfahrung Gluch!
       
      

Im katalanischen Frankreich (die mit Erstaunen auf Ihre Geschwister in Spanien und deren politische Bemühungen blicken) erreichen wir das Mittelmeer. Es ist noch keine rechte Badesaison, um es mal so zu sagen. Regen ist international gleich lästig für Aktivitäten wie diese.


       
      Kaum über die Grenze nach Spanien lichtet sich alles und uns empfängt eine völlig andere Landschaft mit völlig anderem Wetter. Alles gut und schön, aber ohne Klimaanlage kann auch sogenanntes „schönes Wetter“ nerven!


       
       

       
       
      Die Monokulturen entlang der Strecke sind genauso erschreckend wie sie interessant anzusehen sind. Erst sind’s Orangen, dann werden’s Oliven. Daß das Land ein Wasserversorgungsproblem hat, ist nachvollziehbar. Geisterstädte haben wir nur gestreift, Senasationstourismus stand nicht auf dem Programm. Da stehen ernsthaft Siedlungen mit allem Pipapo - Straßen, Plätze, Häuser, Beleuchtung, Schilder - und KEINER wohnt da. Abartig.
       
       

       
       
      

Bauruinen hat’s da mehrfach, und je weiter wir nach Süden kommen desto mehr britische „Expats“. Das sind sonnengegerbte Briten im Rentneralter, die sich dauerhaft ein „home away under the sun“ in Spanien eingerichtet haben. Naja. Tut der Sache nicht unbedingt gut, zumal sie dann eher untereinander bleiben und manche es in Jahren nicht schaffen, wenigstens gebrochen Spanisch zu sprechen. Gut zu Fuß sind sie aber alle, denn in Spanien - anders als im NHS - kosten Hüften und Knie nichts und werden auch über 75 noch eingebaut. Was daheim im wahrsten Sinne des Wortes „am Stock geht“, springt hier mit faltiger Haut am Knie munter herum.


       
       

       
       

       
      Die Landschaft wird in der Region Murcia eintönig und wüstenartig, so daß wir uns wirklich auf Granada freuen. Sehr sehenswert, Weltkulturerbe völlig zu recht. Mit dem Wiesmann durch die Altstadt zur Hotelgarage löst allerdings ähnliches Aufsehen aus …
       
       

       
       

       
      

Südspanien haben wir passiert und kommen nach Portugal. Erstaunlich, daß die Landesgrenze auch sonst eine ist: Die Landschaft ändert sich binnen weniger Kilometer komplett! Korkeichen über Korkeichen säumen den Weg, nicht selten werden die Wälder von Kühen oder Schweinen durchforstet. Ronda ist unser nächstes Etappenziel, ein wirklich bezauberndes Städtchen in perfekter Lage auf einem Felsen, wunderschön! 
       
       

       
       
      Quartier beziehen wir in Beja, das wir von früheren Reisen schon kennen. Die Pousada liegt sehr nett (ein aufgegebenes Kloster, das Hotel wurde) und die Innenstadt ist immer einen Abendspaziergang wert. Essengehen ist schwer - wir landen ernsthaft in einer italienischen Pizzeria. Hat dem Geschmack keinen Abbruch getan!


       
      Auf dem Weg nach Sintra liegt Estoril. Ein Sportwagen muß zur Rennstrecke (wenn auch „darauf“, das wäre für mich zu infizierend und für das Auto möglicherweise nicht gesund. „Gesperrt“ und ein grimmiger Sicherheitsdienst an der Schranke. Tja - ein schnuckeliges kleines Auto mit lautem Motor erweicht weltweit die Herzen. Mit dem Versprechen, nur kurz zum Fahrerlager vorzufahren, dort ein Foto zu machen und dann zurückzukommen, dürfen wir passieren! Ich entschuldige mich hiermit bei Peugeot, daß wir die Vorstellung der „SUV-Flotte“ auf dem Racetrack boykottiert haben und alle Presseleute und Gäste sich dem kleinen weißen zuwandten ….
       
       

       
       
      

Im Großraum Lissabon sind wir schon, in Sintra werden wir in einem ausgezeichneten Bed & Breakfast übernachten und uns zum Wendepunkt der Reise aufmachen. Zur rechten Zeit, denn normal ist es dort proppenvoll. Bei uns ging’s und für Fotos und Urkunde hat’s gereicht.
       
       

       
       
      

Auf dem weiteren Weg ins Douro-Tal passieren wir auf Empfehlung Einheimischer Viseu. Die Menschen hatten recht, das ist ein lebhaftes bezauberndes Städtchen abseits der Tourihauptrouten.


       
       

       
       
      Das Douro-Tal sollte uns nach der Anfahrt etwas Entspannung geben. Autofrei zum Probieren der Portweine mit der Bahn - unser einfaches aber sehr sauberes Hotel liegt direkt am Bahnhof in einem gottverlassenen Nest und näher als mit dem Zug kann man dem Fluß nicht kommen. Eine herrliche Gegend - da kann sich die Mosel mal ein Scheibchen von abschneiden!


       
       

       
       

       
       

       
      Nordspanien empfängt uns mit Einöde. So was von Einöde auf dem Weg nach Leon habe ich noch selten erlebt. Die sinnfreie völlig neue und völlig leere Autobahn führt schnurgerade durch unbewohnte Landschaft mit Feldern im Format „unter 100 Hektar ist Kleingarten“.
       
       

       
       
      

Die Küstenregion dagegen erinnert fatal an Südtirol - nur anders arrangiert. Es geht immer von der Küste weg in ein Tal, Querverbindungen sind selten. Man klappert also in den „Picos d’Europa“ quasi Tal um Tal ab auf dem weg Richtung Bilbao.


       
       

       
       
      Bei Irun geht’s zurück nach Frankreich, wo wir beim Durchqueren Aquitaniens die Errungenschaft moderner Forstwirtschaft bewundern können: Bäume wie die Soldaten aufgereiht, durchschnitten von kerzengeraden Straßen. Bewohner? Kaum. Wenn aber: „lecker Essen auf’m Land“!


       
       

       
       
      Auf dem Weg zurück in die Pfalz ein letzter kulinarischer Stop in Pontaubert - und die Heimat hat uns ohne eine einzige Schramme wohlbehalten wieder.


       
       

       
       
      Quintessenz aus dieser Marathontour:


       
      Wer geschickt packt, kriegt alles lässig im Wiesmann unter. Herumrasen ist dem Fahrspaß abträglich, gepflegtes Abroadstern mit offenen Augen und wachen Sinnen ein einziges Vergnügen.  Ein kurioses Auto (ich glaube, wir waren der erste Wiesmann in Portugal, zumindest dort, wo wir unterwegs waren) ist ein Türöffner und mit etwas gutem Willen kann man sich immer verständlich machen. Was „laß’ mal unter die Haube gucken“ heißt, erschließt sich schnell.


       
      Auf einer solchen Tour lernt man außerdem, daß Spanien viel bessere Hotels und Betten hat als Frankreich, man dort aber viel besser ißt - die Rezepte sind halt vielfältiger und die Zubereitungen abwechslungsreicher. Auf dem Land wird nicht gerast, weder in Spanien noch in Frankreich, aber Portugiesen lieben es, dicht aufzufahren. Man klebt am Vordermann, beachtet aber das Tempolimit strikt. Muß sehr teuer sein, das nicht zu tun!
       
      

Und eine ganz wichtige Lehre am Schluß: RECHTS fahren, so weit wie eben möglich! (Steht übrigens auch in § 7 Absatz 2 der StVO). Das heißt nicht nur, bei mehreren Spuren die rechteste freie zu nehmen, sondern auch, innerhalb der Fahrspur so weit wie möglich rechts zu bleiben. Quasi am Randstreifen entlang. Das hat uns in den Cevennen einen schweren Unfall erspart.


       
      Mitten im Nirgendwo donnert ein Milchlaster auf seiner Routinetour. So schnell wie’s geht, also auch manchmal Kurven schneidend. Uns kommt er entgegen. Ziemlich in der Mitte aus einer Kurve heraus, wir waren für ihn durch einen Hain nicht sichtbar. Wäre ich auch „optimiert schnell“ unterwegs gewesen, hätte es granatenmäßig geknallt. Getreu dem Motto: „Montags ist da noch nie einer gekommen, was macht Ihr denn da??“ So hat er Platz genug, um mit einem scharfen Lenkmanöver auszuweichen. Ein paar Verkehrsschilder räumt er ab - das ist aber wohl Routine, er hält nämlich vorsichtshalber gar nicht erst an, sondern braust ungebremst weiter!


       
       

       
       
       
      Wie dem auch sei: Diese andere Art des Reisens ist anstrengend (wir haben trotz ausgiebigen Testens der Landesküche nicht zugenommen), aber selbst in einem knappen Roadster sehr gut machbar. Die nächsten Touren hätte ich schon „im Koppe“ …. 




      Markus
       

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