Spyker B6 Venator Spyder Concept

Nachdem im März in Genf das Coupé präsentiert wurde, steht nun beim Pebble Beach Concours d’Elegance das Spyker B6 Venator Spyder Concept. Beide Fahrzeuge werden ab kommendem Jahr gefertigt und von einem über 375 PS starken V6-Motor angetrieben. Als Basis dient der nicht mehr gebaute deutsche Kleinseriensportwagen Artega GT, dessen Chassiskomponenten nun bei Spyker in den Niederlanden gefertigt werden.

Spyker B6 Venator Spyder Concept

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Das Spyker B6 Venator Spyder Concept feiert auf dem Pebble Beach Concours d’Elegance seine Weltpremiere.

Als auf dem Genfer Automobilsalon im März das verhüllende Tuch vom Spyker B6 Venator Coupé Concept gezogen wurde, trauten einige Autoexperten ihren Augen nicht: Tatsächlich, unter der neu gestalteten Karosserie verbirgt sich das Chassis des zwischenzeitlich eingestellten Artega GT, dessen Misserfolg jedoch nicht an mangelnder Fahrleistung, sondern eher an zu einer zu geringen Finanzierungsdeckung der Marke lag. Nun lebt der deutsche Kleinseriensportwagen weiter, indem bedeutende Teile der Technik bei Spyker in den Niederlanden weiterverwendet werden.

Bereits in Genf wurde bekannt gegeben, dass es neben dem Coupé auch eine Spyder-Variante geben würde, die auf dem Pebble Beach Concours d’Elegance ihr Debüt feiert. Genau dies ist nun eingetreten: Beim Schönheitswettbewerb für Oldtimer und Sportwagen zeigt sich das Spyker B6 Venator Spyder Concept erstmals in voller Pracht. Der Name Venator, lateinisch für Jäger, bezieht sich auf die Flugzeuge der Hunter-Baureihe, die Spyker in den 1920er Jahren gebaut hat.

Neben den Zitaten aus dem Flugzeugbau, die man von Spyker-Automobilen der Neuzeit kennt, werden beim B6 auch die historischen Fahrzeuge optisch zitiert. Auf dem V-förmig gestalteten Grill an der Front findet sich ein klassischer Spyker-Schriftzug wie am Spyker 60HP von 1903. Auf den Seiten des Verdeckkastens und den Umrandungen der beiden Auspuffendrohre am Heck findet sich das Firmenmotto “Nulla tenaci invia est via“ (Für den Hatnäckigen ist kein Weg unpassierbar). Die dreidimensional gestalteten runden Rückleuchten erinnern im eingeschalteten Zustand an die Nachbrenner moderner Kampfjets.

Im Interieur finden zwei Personen ihren Platz in bequemen Sportsitzen, die ebenso wie das Armaturenbrett, der Mitteltunnel und die Türverkleidungen mit edlem Leder aus der Litano-Linie der königlich-niederländischen Hulshof Gerbereien aus Lichtenvoorde bezogen sind. Die Hulshof Gerbereien nutzen bestes Bullenleder und bieten eine reichhaltige Auswahl Farben an. Mittig zieht sich die klassische, offene Schaltkulisse durch das Fahrzeug, für die bereits die Spyker C8-Modelle bekannt waren. In der Mitte der Mittelkonsole verbirgt sich der Schalter für die Zündung unter einer roten Abdeckung, die sonst nur in Kampfjets über dem Bombenknopf zu finden ist.

Wenn die Zündung aktiviert und der Startknopf gedrückt werden, erwacht direkt hinter den Passagieren das bislang noch nicht näher beschriebene V6-Triebwerk zum Leben. Als einzigen Hinweis gibt Spyker an, dass dieser Motor mehr als 375 PS haben wird, was bereits bei der Präsentation des Coupés angegeben wurde. Dank des Aluminium-Chassis und einer komplett aus Kohlefaser gefertigten Karosserie muss der Antrieb lediglich rund 1.400 Kilogramm anschieben. Dabei wird er seine Kraft über eine Sechsgang-Automatik auf die Hinterräder übertragen.

Die Produktion der Coupé- und Spyder-Varianten des Spyker B6 Venator werden ab Ende 2014 im niederländischen Zeewolde gefertigt. Zuerst werden die Märkte in Europa und Asien bedient, bevor Mitte 2015 auch die Händler in den USA beliefert werden. Die Spyder-Version wird rund 150.000,- US$ (umgerechnet rund 112.500,- €) kosten.

Quelle: Spyker

Autor: Matthias Kierse

17. August 2013|Categories: Magazin|Tags: |