RUF Rt 12 R – Supersportler, made in Germany

Auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte die Sportwagenmanufaktur RUF aus Pfaffenhausen den neuen Rt 12 R als Weiterentwicklung des Rt 12 S. Gigantische 730 PS und atemberaubende 940 Newtonmeter Drehmoment treiben wahlweise die hinteren oder alle vier Räder an. Damit sind Fahrleistungen möglich, die manchen Konkurrenten graue Haare wachsen lassen dürften. RUF spricht beim Rt 12 R von 370 km/h Höchstgeschwindigkeit.

RUF Rt 12 R

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Die Lackierung des neuen RUF Rt 12 R gehört zu einer neuen Sonderserie, mit der RUF den Standort Deutschland unterstreichen möchte.

Die Traditionsfirma RUF aus Pfaffenhausen ist seit vielen Jahren für kraftvolle Sportwagen bekannt, die zumeist auf Porsche-Karosserien aufbauen. Spätestens mit dem CTR3 ist man vor einigen Jahren auch in den exklusiven Club der Supersportler eingetreten, wo man sich augenscheinlich sehr wohlfühlt. So dürfte es kaum verwundern, dass auf dem Genfer Automobilsalon neben dem CTR3 ein weiterer wahrer Verfechter des Supersportwagen-Genres auf dem RUF-Stand vertreten war.

Seit 12 Generationen baut RUF 911er Karosserien mit Turbomotoren auf, die nicht nur der Zuffenhausener Konkurrenz, sondern auch den allermeisten anderen Sportwagen um die Ohren fahren. Mit dem Rt 12 hat man seit einiger Zeit auf Basis des 997 einen ordentlichen Sportler im Programm, der mit dem Rt 12 S einen stärkeren Bruder an die Seite gestellt bekam. Dennoch gibt es auch bei RUF immer Kunden, die sich über „mehr“ freuen würden und die ihre Autos gezielt auf Rennstrecken ausführen möchten. Sie traten an Firmenchef Alois Ruf mit ihren Wünschen heran und fanden Gehör. Als Ergebnis wurde nun der Rt 12 R präsentiert.

RUF hat es tatsächlich geschafft, aus dem 3,8 Liter großen Sechszylinder-Boxermotor durch eine gezielte Biturbo-Aufladung eine Leistung von 537 kW/730 PS und gigantische 940 Newtonmeter Drehmoment herauszukitzeln. Wie wir auf dem Genfer Salon erfahren konnten, ist diese Angabe sogar noch eher zurückhaltend formuliert. Übertragen durch ein manuelles Sechsgang-Getriebe erreicht die Kraft wahlweise nur die Hinterräder oder einen permanenten Allradantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 370 km/h und damit voll im Supersportwagensektor.

Die Form der Karosserie ist Autofans natürlich vom Porsche 997 bekannt. Auch die meisten Änderungen sind durch den RUF Rt 12 S durchaus schonmal gesichtet worden – ausgenommen die Carbon-Frontspoilerlippe und der große Heckflügel im GT3 RS-Stil. Auffallend am Präsentationsfahrzeug ist auch die Lackierung in Gold metallic mit Deutschlandstreifen. Dieser Streifen umrahmt auf der vorderen Haube einen Bereich in Sichtcarbon, der das Material der Haube aufzeigt. Auf Wunsch lässt sich auch das Dach und der Heckdeckel in Carbon bestellen und damit der Streifen fortsetzen. RUF möchte mit dieser Germany Edition den Firmenstandort in Deutschland unterstreichen.

Die zusätzlichen Flügel gegenüber dem Rt 12 S unterstützen die Möglichkeit, den Rt 12 R auf der Rennstrecke einsetzen zu können. Zusätzlich setzte RUF das Fahrzeug auf eine leichte Diät und verbaut neben Rennsportrückspiegeln auch Sportschalensitze, die der Besatzung jederzeit ordentlichen Halt im Wagen geben.

Das Showcar für Genf sollte eine Sonderserie von lediglich drei Fahrzeugen einleiten. Allerdings bekamen bereits in der Aufbauzeit in den heiligen Hallen in Pfaffenhausen so viele Kunden Wind vom neuen Modell, dass acht Bestellungen eingingen. Durch den Messeauftritt darf damit gerechnet werden, dass Weitere folgen werden. Da RUF ungern auf Kunden verzichtet, hat sich die Limited Edition damit vorerst erledigt. Umso besser: Mehr Rt 12 R bedeuten eine größere Chance ein solches Auto einmal live zu sehen, wenn man nicht in Genf vor Ort war.

Quelle: RUF

Fotograf und Autor: Matthias Kierse

5. März 2011|Categories: Magazin|Tags: |