Mastretta MXT-R – Heißer Mexikaner

Mit dem Mastretta MXT rollt seit 2008 ein Sportwagen aus mexikanischer Produktion in die Garagen von Autofans in aller Welt. Zur Autosport International in Birmingham präsentierte man nun mit dem MXT-R eine kraftvollere Variante inklusive Aerodynamik-Kit. Unter der Haube arbeitet ein 285 PS starker Ford Ecoboost-Motor aus dem Focus ST. Eine Rennversion mit dem Namen MXR wird in Kürze folgen.

Mastretta MXT-R

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Die Frontspoilerlippe und der feststehende Heckflügel unterscheiden die R-Variante vom normalen Mastretta MXT, der bereits seit 2008 in Mexiko produziert wird. Anstelle des 253 PS starken Ford-Turbomotors wird im MXT-R der neuere Ecoboost-Motor mit 285 Pferdestärken arbeiten.

Dass Volkswagen in Mexiko seit Jahrzehnten Autos produziert, ist keine wirkliche Neuigkeit, aber dass dort auch eine eigenständige Sportwagenmarke werkelt erstaunt manchen Leser vielleicht doch? Mastretta fertigt in Mexiko seit 2008 den MXT, der von einem 253 PS starken Ford-Turbomotor mit 2 Litern Hubraum angetrieben wird. Dank eines Chassis in Aluminium-Carbon-Hybrid-Bauweise und fest verschweißtem Überrollbügel ist das Fahrzeug nicht nur sehr leicht, sondern auch in der Lage die Leistung in sehr ordentliche Fahrwerte umzusetzen, wobei auch die Doppelquerlenker-Aufhängungen rundum und gut abgestimmte Feder-Dämpfer-Einheiten helfen. Dennoch ist gut nie gut genug. Zur Autosport International im britischen Birmingham brachte Mastretta einen ersten Ausblick auf den kommenden MXT-R mit.

Noch handelt es sich um ein Konzeptfahrzeug, bei dem im Heck sogar noch der normale Antrieb seinen Dienst verrichtet, aber in absehbarer Zeit wird der MXT-R die Modellpalette nach oben abrunden. Das Aerodynamikpaket mit Spoilerlippe an der Front und feststehendem, einstellbaren Heckflügel gibt nebenher auch einen Ausblick auf eine kommende Rennversion, die wohl den Namen MXR tragen wird. Bereits der MXT erreicht 1,1g Querbeschleunigung. Dank Semi-Slicks und mehr Abtrieb dürfte der Wert beim MXT-R ein wenig höher liegen. Dazu wird bis zur Serienfertigung der Motor im Heck vom 2-Liter-Durateq auf das neue 2-Liter-Ecoboost-Triebwerk aus dem aktuellen Focus ST ausgetauscht. Dank Feinarbeit an der Software und einen Sportauspuff stehen 209 kW/285 PS zur Verfügung, die über ein manuelles Sechsgang-Getriebe auf die Hinterachse übertragen werden.

Das Interieur des MXT-R wird sich laut Mastretta nicht von dem des bekannten MXT unterscheiden. Spartanisch-zurückhaltend gibt es hier lediglich zwei Sportsitze, ein airbagloses Sportlenkrad und ein digitales Display für die wichtigsten Informationen wie Tempo und Drehzahl. In der Mittelkonsole finden sich ein paar Knöpfe und damit ist die Ausstattung bereits vollständig abgehandelt. Was nicht verbaut ist, macht sich auch nicht negativ auf der Waage bemerkbar. Und dort stehen schon beim MXT lediglich 980 Kilogramm fahrfertiges Leergewicht.

Wie schon bei diesem dürfte auch die Verbreitung des MXT-R in Europa fraglich bleiben. Dank der EU-Regularien wird es bekanntlich immer schwieriger, Autos ohne Airbags zulassen zu können. Eigentlich schade, gehen so doch die wahren Fahrmaschinen, wie dieser heiße Mexikaner, im Straßenbild ein wenig verloren.

Quelle: Mastretta

Autor: Matthias Kierse

13. Januar 2013|Categories: Magazin|