Lumma CLR 730 RS – Schneller ist kein BMW M5

Wie vor kurzem von uns berichtet, wird der BMW M5 in diesem Jahr 25. Dies scheint dem Königshaus von Saudi Arabien Grund genug zu sein, beim deutschen Tuner Lumma Design die schnellste M5 Limousine der Welt in Auftrag zu geben. Heraus kam der Lumma CLR 730 RS, eine 730 PS starke Bi-Kompressor-Variante, die in 29,5 Sekunden auf 300 km/h sprintet und bis zu 367,4 km/h erreicht. Das Fahrzeug bleibt ein Unikat.

Lumma CLR 730 RS

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Ein BMW M5 ist mit seinem 5-Liter-V10 und 373 kW/507 PS beileibe kein Kind von Traurigkeit. Dennoch gibt es für einige Kunden Bedarf zur Nachbesserung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass mittlerweile mehr als 20.000 Stück der aktuellen M5-Version die weltweiten Showrooms verlassen haben. Man will ja nicht genau das Auto fahren, dass die besten fünf Freunde auch haben, oder? Eben.

Ein ähnliches Gedankenspiel mag es auch im Königshaus von Saudi Arabien gegeben haben. Auf jeden Fall klingelte alsbald das Telefon des deutschen Tuners Lumma Design in Winterlingen. Bestellt wurde der schnellste BMW M5 aller Zeiten. Und bitte als absolutes Unikat, man möchte ja nicht schon morgen beim Nachbarn wieder das selbe Auto in der Einfahrt sehen.

Die Jungs und Mädels bei Lumma nahmen diese außergewöhnliche Herausforderung an. Wer das Endergebnis sieht, stellt fest, dass kaum ein Teil nicht in Augenschein genommen und gegebenenfalls verbessert wurde. Das verwendete Bodykit besteht aus hochfestem und dabei superleichtem Carbon. Heckdeckel mit Abrißkante, Motorhaube mit integrierten Abluftgittern, Türgriffe, Seitenschweller, Kotflügel und sogar die Spiegelkappen bestehen aus dem teuren Werkstoff. An den Radhäusern sind Verbreiterungen angebracht worden, um Reifen im Format 255/30 (vorn) und 295/25 (hinten) auf 21 Zoll großen, dreiteiligen Leichtmetallrädern unterzubringen.

Durch ein Gewindefahrwerk ist die Karosserie gegenüber der Serie um 4,5 Zentimeter tiefergelegt worden. Wenn der König oder sein Chauffeur Lust haben, den Wagen auf einer Rennstrecke zu bewegen, könnte er sich Zug- und Druckstufen an Vorder- und Hinterachse individuell einstellen lassen.

Aber wir sprachen ja vom schnellsten M5 der Welt. Dass dazu auch Eingriffe in die Technik nötig sind, dürfte logisch erscheinen. Hier greift Lumma auf Unterstützung von G-Power, einem weiteren deutschen Tuner zurück, denn nur mit klassischem Motortuning ist aus dem V10 nicht die geforderte Leistung herauszukitzeln. Nach der G-Power-Kur erkennt man den 5-Liter-Motor fast nicht wieder. Zwei Kompressoren setzen das Triebwerk nun ordentlich unter Druck. Das Endresultat 700 Newtonmeter Drehmoment und 730 wütend schnaubende Rennpferde, die an den Hinterrädern reißen. Damit ist der Lumma CLR 730 RS der stärkste straßenzugelassene BMW bisher.

Die Fahrleistungen sind mehr als beeindruckend. Nach 4,2 Sekunden liegen autobahntaugliche 100 km/h an, 5,8 Sekunden später steht bereits die 2 vorne und nach insgesamt 29,5 Sekunden jagt man mit 300 Stundenkilometern dahin. Dem Vortrieb wird erst bei 367,4 km/h Einhalt geboten, nicht per Elektronik sondern mittels Begrenzer des Getriebes. Die Anzahl der Sportwagen, die jetzt noch mithalten könnten, ist recht überschaubar.

Damit seine königliche Hoheit nach einem solchen Temporausch auch wieder sicher zum Stehen kommt, verbaut Lumma vorn Sechskolben-Bremszangen, hinten welche mit 4 Kolben, und Scheiben im Familien-Pizza-Format. 405 Millimeter an der Vorderachse und 380 hinten dürften für mehr als ordentliche Verzögerungswerte sorgen.

Auch im Innenraum ist wenig vom original-verbauten Material übrig geblieben. Leder, Alcantara und Carbon wohin das Auge blickt. Die Lieblingsfarben des prominenten Besitzers kann man erahnen, wenn man sich die Sitze anschaut, die mittels Rautensteppung und Kontrastnähten nochmals aufgewertet wurden. Eine Plakette auf der Mittelkonsole vertreibt dann auch letzte Zweifel: „Limited Edition 01/01“ ist zu lesen, er bleibt also einzigartig.

Wenn auch Sie Interesse an einem individuellen Fahrzeug von Lumma haben, besuchen Sie doch einmal die Website www.lumma-design.com.

Quelle: Lumma

Autor: Matthias Kierse

24. November 2009|Categories: Magazin|Tags: |

One Comment

  1. El Grapadura 25. November 2009 at 18:57

    "schneller ist kein M5" – und hässlichere findet man wohl auch kaum.