Lotus Evora S – Alles wie immer? Fast!

Na, das ist doch ein Lotus Evora, was macht der denn hier im CPzine? Ganz einfach, es ist mehr als der bekannte Evora, es ist die neue S-Variante. Der Motor bekommt eine Leistungssteigerung auf 350 PS. Zusätzlich zieht im normalen Evora auf Wunsch eine automatische Schaltung mit Wippen am Lenkrad ein, bei Lotus „IPS“ genannt. Damit rückt der Wagen seinen Mitbewerbern aus Deutschland deutlicher auf die Pelle als bislang.

Lotus Evora S

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Seit zwei Jahren sichert sich Lotus mit dem 2+2-sitzigen Evora steigende Marktanteile im heiß umkämpften Markt der Sportcoupés unter 400 PS. Hier tritt man gegen Fahrzeuge wie den Porsche Cayman oder den Artega GT an und kann mit britischem Eigensinn und Design immer wieder neue Fans überzeugen. Dennoch gibt es stets den Wunsch nach „mehr“. Lotus erkannte den Handlungsbedarf und schiebt zum Pariser Autosalon den Evora S als neues Topmodell nach.

Firmenchef Dany Bahar beschreibt die neue Version als „nächstes Level der Evora-Erfahrungen“, da der S dank fein-getuntem Chassis besser mit dem Fahrer kommuniziert und durch mehr Motorleistung noch einmal schneller als die bekannte Version ist. Im Lotus Evora S ist serienmäßig das Sport Paket mit dem „Sport“-Knopf in der Mittelkonsole verbaut. Über diese Taste nimmt der Pilot direkten Einfluss auf die Rückmeldung des Gaspedales, die Geräuschentwicklung der Klappen-Abgasanlage und die Einstellung des Stabilitätsprogrammes, um den Evora S für jeden Fahrzustand passend einzustellen. Zusätzlich wird der rote Bereich des Drehzahlmessers im Sport-Modus angehoben.

Um auch im Internet- und Medienzeitalter weiterhin auf der Höhe der Zeit zu bleiben, setzt Lotus unter anderem auf ein Heads-Up-Display, das in der Windschutzscheibe im Sichtbereich des Fahrers wichtige Informationen wie das aktuelle Tempo anzeigt.

Außen hat sich wenig an der bekannt-aufregenden Coupé-Form des Evora geändert. Wer ganz genau hinschaut, findet gelochte Bremsscheiben und das neue Endrohr der bereits angesprochenen Abgasanlage mit Klappensteuerung, die auf Knopfdruck den Sound des Lotus Evora S an sein sportliches Outfit anpasst.

Diese Geräusche deuten zusätzlich auf die Mehrleistung des 3,5 Liter großen Sechszylinder-Motors hin, der direkt hinter der Passagierkabine und vor der Hinterachse als klassischer Mittelmotor beheimatet ist. Gegenüber dem bekannten Evora steigt die Leistung beim S um 70 auf 350 PS, was 258 kW entspricht. Kräftige 400 Newtonmeter Drehmoment fordern den Serienrädern in 18 Zoll jeden verfügbaren Fitzel Grip ab. Auf Wunsch sind auch Radkombinationen in 19 oder 20 Zoll im Angebot. Dank der gestiegenen Leistung sind 277 km/h Endgeschwindigkeit und eine Beschleunigung von 0 auf 100 in 4,8 Sekunden möglich. Dabei ist der Evora S sogar verhältnismäßig sparsam unterwegs: im kombinierten Verbrauch laufen auf 100 Kilometern lediglich 10 Liter Kraftstoff ins Kraftwerk, um in Vortrieb und Wärme-Energie verwandelt zu werden.

Zusätzlich zum neuen Topmodell bringt Lotus eine neue Getriebevariante für den Basis-Evora mit auf die Pariser Autoshow. Mit der Intelligent Precision Shifting (IPS) hat der Fahrer ein automatisiertes Sechsgang-Getriebe zur Hand, das er über Wippen hinter dem Lenkrad manuell schalten kann oder, bei ruhiger Fahrweise auf längeren Autobahnetappen, die Automatik die Schaltmanöver ausführen lassen. Über die Sport-Taste werden die Gangwechsel schneller und für die Besatzung sportlich-direkter spürbar.

Dass Lotus sich nebenher mit dieser Getriebevariante in den Automatik-lastigen Märkten in Asien und vor allem den USA bessere Absatzmöglichkeiten verspricht, muss eigentlich nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Somit dürfte sich zu den bereits eingefahrenen internationalen Preisen wohl auch eine höhere internationale Verbreitung dieses 2+2-Sitzers gesellen.

Quelle: Lotus

Autor: Matthias Kierse

28. August 2010|Categories: Magazin|Tags: , |