Morgan Eva GT – Der klassische Weg in die Zukunft

Bereits vor drei Monaten haben wir ihn an dieser Stelle mit einer ersten schemenhaften Zeichnung angekündigt, auf dem Pebble Beach Concours d’Elegance in Kalifornien wurde er nun der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Dieser Wagen verkörpert die Zukunft einer traditionellen britischen Sportwagenmarke und rettet die klassischen Formen in die Neuzeit. Die Rede ist vom neuen Morgan Eva GT, der ab Mitte 2012 auf die Straße rollen soll.

Morgan Eva GT

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Wer an Morgan denkt, denkt automatisch an Fahrzeuge, die wie Oldtimer ausschauen. Knorrige britische Roadster, deren Karosserie über einem Eschenholzrahmen angebracht ist und die vornehmlich von wohlklingenden Sechs- oder Achtzylindermotoren angetrieben werden.

Dass bei dieser Traditionsmarke seit mehr als 10 Jahren die Neuzeit Einzug gehalten hat, ist mancheinem vermutlich verborgen geblieben. Mit dem Aero 8 wurde zur Jahrtausendwende erstmals ein Fahrzeug mit Aluminium-Rahmen herausgebracht, dem die limitierten Modelle AeroMax und Aero SuperSports folgten. Nun gab man bekannt, in Zukunft alle zwei Jahre mit einem komplett neuen Modell an die Kundschaft herantreten zu wollen. Ein harter Schnitt mit der Vergangenheit, in der die Modellzyklen eher in Jahrzehnten, denn in Jahren gerechnet wurden. Dennoch ist ein solcher Schritt notwendig, um im heutigen Marktumfeld dauerhaft überleben zu können. Auch Gedankengänge hin zu „grünen“ Sportwagen mit alternativen Antriebsquellen sind absolut notwendig und werden bei Morgan durch eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten in Großbritannien vorangetrieben.

Ein erstes Ergebnis ist der neue Morgan Eva GT, der ab Mitte 2012 gefertigt werden soll. Es handelt sich bei diesem Wagen erstmals seit den 60ern wieder um ein viersitziges Coupé. Damals hatte man mit dem Morgan Plus 4 Plus einen ersten Versuch gestartet, in dieses Modellsegment hereinzukommen, der jedoch aufgrund des sehr geringen Kundeninteresses nach lediglich 26 gebauten Fahrzeugen wieder beendet wurde. Ein solcher Fauxpas soll beim Eva GT natürlich vermieden werden.

Das auf dem Pebble Beach Concours d’Elegance vorgestellte erste Fahrzeug des Morgan Eva GT bringt gute Voraussetzungen mit, um im Segment der viersitzigen Coupés einen besonderen Platz einzunehmen. Nicht nur die elegante Linienführung, die auf den ersten Blick die Familienzugehörigkeit zu anderen Morgan-Modellen klarwerden lässt, sondern auch die Technik unter dem verführerischen Blechkleid läd zum Träumen ein.

Angetrieben wird der Eva GT durch einen TwinTurbo-Sechszylinder-Motor aus dem Hause BMW, der 225 kW/306 PS wahlweise über eine Sechsgang-Handschaltung oder eine Sport-Automatik auf die Hinterräder überträgt. Da der Morgan aufgrund von gezieltem Leichtbau mit einem Leergewicht von nur rund 1.250 Kilogramm auskommt, reicht diese Leistung für eine Beschleunigungszeit von 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und eine Spitzengeschwindigkeit von über 270 km/h aus.

Die Produktion des Morgan Eva GT soll limitiert werden. Wieviele Exemplare die Werkshallen in Malvern Link verlassen werden, wurde jedoch bislang noch nicht endgültig verkündet. Dass es mehr als 26 Fahrzeuge sein werden, dürfte jedoch relativ klar auf der Hand liegen.

Quelle: Morgan

Autor: Matthias Kierse

26. August 2010|Categories: Magazin|Tags: |

One Comment

  1. Anonymous 27. August 2010 at 09:44

    Ist doch mehr Bugatti (Atlantic etc.) als irgendwas anderes…:???: