Lotus Eterne – Familien-Sportwagen

Auf der Mondial de l’Automobile in Paris hat Lotus für eine massive Überraschung gesorgt, indem die Briten nicht nur ein, sondern gleich fünf komplett neue Modelle mitgebracht haben. Neben dem hier schon vorgestellten Elite befindet sich darunter auch erstmals eine Limousine, der neue Lotus Eterne. Mit seinem 620 PS starken V8-Aggregat übetrifft er seine wenigen Konkurrenten in Sachen Leistung deutlich.

Lotus Eterne

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Man darf sagen, dass die Überraschung absolut geglückt ist. Die meisten Experten erwarteten für den Pariser Salon allenfalls eine Neuauflage des legendären Lotus Esprit. Als vergangene Woche Bilder und Daten des neuen Elite veröffentlicht wurden, gingen bei eben diesen Leuten die Augenbrauen nach oben: Sollten sie sich getäuscht haben?

Ja und nein. Ja in der Hinsicht, dass nur ein neues Fahrzeug gezeigt werden würde. Nein, weil Lotus auch einen neuen Esprit vorgestellt hat, über den hier im CPzine noch zu berichten sein wird. Damit wären wir also schon bei zwei Neuheiten. Quasi im Vorbeigehen belegten die Lotus-Ingenieure auch noch die bekannten Namen Elan und Elise mit neuen Modellen, hielten sich aber einen Joker für die Hinterhand. Und um genau diesen soll es hier gehen. Was hat vier Türen, einen großen V8 und kommt aus Großbritannien? Nein, kein Bentley. Lotus möchte tatsächlich in den Markt der luxuriösen Sportlimousinen einbrechen und sich mit Porsche, Maserati, Bentley und Aston Martin messen. Ein spannendes Unterfangen.

In Paris stellte Lotus dazu einen frühen Prototypen des Eterne vor. Die Linienführung orientiert sich an den anderen vier Neuheiten, um eine Familienoptik zu gewährleisten. Damit endet allerdings auch schon die Gemeinsamkeit mit anderen Lotus-Modellen. Bis zum heutigen Tag hat der britische Sportwagenbauer noch keinen Viertürer auf den Markt gebracht, was mit dem Eterne geändert werden soll. Als Mitbewerber zum Panamera, Quattroporte und Rapide soll der Brite Marktanteile gewinnen.

Dazu arbeitet unter der langen Motorhaube ein 5 Liter großer V8-Motor, der es auf 456 kW/620 PS bringt. Zusätzlich verfügt der Eterne über das aus der Formel 1 bekannte KERS-System, mit dem die Wärme-Energie der Bremsmanöver in elektrische Energie umgewandelt wird, die beim Beschleunigen per Knopfdruck abgerufen werden kann. So gerüstet sollen rund 315 km/h möglich sein, wobei noch nicht feststeht, ob der Wagen eventuell elektronisch abgeregelt wird. Da sowohl die Karosserie als auch das Chassis im Zeichen konsequenten Leichtbaus geplant wurden, dürften die Beschleunigungswerte und die Fahrdynamik des Lotus Eterne ihres Gleichen suchen. Für den Sprint auf 100 km/h sind zum Beispiel runde 4 Sekunden angegeben – kein schlechter Wert für eine 1,8 Tonnen schwere Limousine.

Im Innenraum soll es genügend Platz für vier Personen geben, was auch durch den Fakt begünstigt wird, dass der Eterne nicht einfach ein auf vier Türen verlängertes Coupé, sondern ein eigenständiges Modell ist. Auf hervorragend ausgeformten Sportsitzen dürfte es sich angenehm reisen lassen, während der Fahrer durch modernste Instrumente stets auf dem Laufenden bezüglich der Vorgänge im Maschinenraum und draußen auf der Straße gehalten wird.

Bis zur Markteinführung des Lotus Eterne werden noch einige Jahre vergehen. Wer schon einmal einen Blick auf die Lotus-Zukunft werfen möchte, sollte bis zum 17. Oktober nach Paris fahren.

Quelle: Lotus

Autor: Matthias Kierse

1. Oktober 2010|Categories: Magazin|Tags: |

2 Comments

  1. Graunase 2. Oktober 2010 at 12:36

    Von allem was momentan gut und teuer ist, ein wenig und das Ganze dann zusammengerührt und dann ein Lotusenblem draufgesteckt. Was ist denn an diesem 1,8t Monster noch ein Lotus? Nichts gegen einen Lotus 4-Türer, aber bitte wenn dann mit den klassischen Lotusattributen: Klein, durch geschicktes Weglassen sehr leicht dazu dann einen billigen da kleinen Motor und Dank des Gewichtes dennoch Leistungen im Extrembereich…
    Bitte wieder mehr Querulanten vom Schlage eines Colin Ch. einstellen!

  2. Flix 2. Oktober 2010 at 14:34

    Erinnert irgendwie Stark an einen Aston Martin Rapide