Lotus Elise – Familiengesicht für den Roadster

Die Lotus Elise gilt unter Landstraßen-Liebhabern als einer der besten Gründe, später nach Hause zu kommen. Nun erhält der britische Roadster ein Facelift, das ihn erstens optisch näher an das Topmodell Evora heranbringt und zweitens durch eine bessere Aerodynamik den Spritverbrauch absenkt und die Elise damit umso mehr zu einem kostengünstigen Straßenrennwagen macht. Ein 1,6-Liter-Motor kommt ab nun als Einstiegsvariante zum Einsatz.

Lotus Elise

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Es gibt Autos, die man unter vernünftigen Gesichtspunkten auf keinen Fall brauchen kann. Wenig bis keine Alltagstauglichkeit, kein vernünftiger Kofferraum, ab rund 40 Jahren nur mit der Gelenkigkeit eines Schlangenmenschen überhaupt zu entern. Und dennoch, sind wir mal ehrlich, die Allermeisten von uns möchten so ein Auto in der Garage stehen haben. Wenn schon nicht als Erstwagen, dann doch wenigstens als Spielzeug für sonnige Wochenenden.

Ein langjähriger Kandidat für diesen Garagenplatz ist die Lotus Elise. Seit 1996 gebaut, 2000 durch die zweite Generation abgelöst, ist sie ein Sinnbild für einen kompromisslosen Spaß-Roadster geworden. Ob Nordschleife oder Alpenpass, dieses Auto zaubert dem Fahrer einfach ein Lächeln ins Gesicht.

Nun erfolgt nach 10 Jahren Bauzeit ein umfassendes Facelifting. Dies fällt besonders an der Front des Fahrzeugs auf, die nun optisch stark am Lotus-Topmodell Evora angelehnt ist. Dank glatterer Flächen und durchdachter Detaillösungen konnte der cw-Wert abgesenkt werden, wodurch der Spritverbrauch laut Lotus deutlich abgenommen hat. Allein der CO2-Ausstoß soll um bis zu 13% geringer sein als beim Vor-Facelift-Modell. Die Frontleuchten erhielten ein neues Design und beinhalten nun neben den normalen Leuchten und dem Fernlicht auch LED-Tagfahrlampen. Der Lotus-typische „Mund“ wurde verbreitert. Die optischen Änderungen am Heck beschränken sich auf eine neue Heckschürze und eine umgestaltete Motorhaube.

Unter jener Haube hat sich ein wenig getan. Als neues Einstiegsmodell erhält die Lotus Elise S einen 1,6 Liter Motor mit 100 kW/136 PS. Darüber rangiert die Elise R mit 141 kW/192 PS aus 1,8 Litern. Den selben Motor, lediglich von einem Kompressor unter Druck gesetzt, findet man auch in der Elise SC mit 160 kW/217 PS. Das eng abgestufte Sechsgang-Schaltgetriebe, welches in allen Varianten Verwendung findet, ist eine Neuentwicklung.

Die Präsentation der überarbeiteten Lotus Elise findet am 2. März im Rahmen des ersten Pressetages auf dem Genfer Automobilsalon statt. Ab April rollen die ersten Fahrzeuge zu den Händlern.

Quelle: Lotus

Autor: Matthias Kierse

16. Februar 2010|Categories: Magazin|Tags: , , |

One Comment

  1. Muhviehstar 16. Februar 2010 at 19:38

    Wenn sie jetzt auch zu viel nach California aussieht und es an Aggressivität fehlt: Ich finde sie schön!
    :vollgas: