Icona Vulcano – Feurige Italienerin im fernen China

Als Zusammenarbeit eines in Shanghai ansässigen italienischen Designhauses und eines Technikerteams in Italien ist pünktlich für die Autoshow in Shanghai der Icona Volcano fertiggestellt worden. Das Fahrzeug wird vorerst ein Einzelstück bleiben, für das jedoch je nach Kundenwunsch zwei verschiedene Antriebe zur Wahl stehen. Zwischen 881 und 963 PS werden durch den Hybridantrieb in seinen unterschiedlichen Ausbaustufen generiert.

Icona Vulcano

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Der Icona Vulcano präsentiert sich auf den Pressebildern bewusst feurig, um die Verknüpfung zwischen seinem Namen und der rassigen Karosserieform zu schaffen.

Vor exakt zwei Jahren machte ein italienisches Designhaus von sich reden, das seine Geschäftstätigkeit nach Shanghai in China ausgelagert hat. Icona stellte auf der Shanghai Auto Show das Fuselage Concept, einen elektrisch betriebenen Viersitzer vor. Nun, zwei Jahre später, steht an gleicher Stelle mit dem Icona Vulcano ein Hybrid-Sportwagen, der höchstwahrscheinlich ein exklusives Einzelstück bleiben wird und nach der Messe in die Autosammlung eines reichen Interessenten wechseln könnte. Während das Design in China vom französischen Designer Samuel Chuffart erstellt wurde, der vorher bereits bei Nissan und Jaguar Land Rover gearbeitet hat, wurde die Umsetzung zum fahrfertigen Fahrzeug durch die italienische Firma Cecomp ausgeführt, die hinter Icona steckt und unter anderem am BMW Zagato Roadster auf Z4-Basis und dem Ferrari 575 Superamerica mitwirkten.

Unter der rassigen Karosserie, die passend zum feurigen Namen gestaltet wurde, verbergen sich je nach Kundenwunsch zwei verschiedene Ausbaustufen eines Hybrid-Antriebs, der jeweils von Claudio Lombardi entwickelt wurde, den Szenekenner wohl noch aus früheren Tagen bei der Ferrari Formel 1 Abteilung kennen. Als Vulcano H-Turismo verfügt der Wagen über einen Benzinmotor in V12-Konfiguration, der 589 kW/801 PS auf die Hinterachse wirft. Er wird durch einen 119 kW/162 PS starken Elektroantrieb ergänzt, dessen Kraft ebenfalls vom Automatikgetriebe verarbeitet wird. So ausgerüstet fällt die Tempo 100-Marke nach rund drei und die Tempo 200-Marke nach 9,2 Sekunden. Schluss ist erst bei einer Spitzengeschwindigkeit von 349 km/h.

Im Rennstrecken-orientierten Vulcano H-Competizione arbeitet ein V6-Triebwerk mit doppelter Turboaufladung, der es allein auf 410 kW/557 PS bringt. Dazu gesellen sich an Vorder- und Hinterachse zwei Elektromotoren mit jeweils 119 kW, also einer kombinierten Elektroleistung von 238 kW/324 PS, die den Icona Vulcano zu einem Allradsportwagen macht, dessen Fahrwerte dank guter Traktion hervorragend sein sollen. Die Beschleunigung auf Tempo 100 und 200 vergeht in 2,9 und 8,9 Sekunden, während die Endgeschwindigkeit konstant bleibt. Beide Varianten können auch im rein elektrischen Fahrmodus bewegt werden, wobei die Reichweiten nicht angegeben wurden.

Welche Hybridvariante am Ende im Icona Vulcano verbaut sein wird, kann sich der glückliche neue Besitzer aussuchen. Bei einem Preis von rund 2.000.000,- € darf man das vermutlich auch als selbstverständlich ansehen. Falls sich mehr als ein ernsthafter Interessent in Shanghai einfinden sollte, besteht die Möglichkeit einer Kleinserienherstellung.

Quelle: Icona

Autor: Matthias Kierse

23. April 2013|Categories: Magazin|

One Comment

  1. Forex 24. April 2013 at 20:51

    Für 963 PS ist eine 100-200er Zeit von 6,2 Sekunden ziemlich gemütlich. Zum Vergleich: ein 87er F40 schafft dieselbe Disziplin in 6,4 Sekunden. Von den Daten her müsste der Vulcano in etwa auf "La Ferrari"-Niveau liegen, alles andere ist schlicht eine Enttäuschung. Wenn ein Fahrzeug mit solchen PS Zahlen um sich schmeisst, wird es logischerweise auch daran gemessen. Fazit meinerseits deshalb: thumbs down!