Audi RS 5 – Überarbeitung nach nur einem Jahr

Nach lediglich rund 1 1/2 Jahren Produktionszeit überarbeiten die Ingolstädter ihr Coupé-Topmodell, den Audi RS 5. Neben der Faceliftoptik, die er von den kleineren A5-Modellen übernimmt, kommen nun eine neue, elektromechanische Servolenkung und eine neue Bremsanlage im weiterhin 450 PS starken V8-Coupé mit seinen 4,2 Litern Hubraum und Benzindirekteinspritzung zum Einsatz.

Audi RS 5

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Ein neuer Grill und neue Scheinwerfer unterscheiden den neuen Audi RS 5 von vorne vom bislang gebauten Modell. Unter'm Blech gibt es eine neue Lenkung...

Wir wissen nicht, was sich RS 5-Kunden gedacht haben, die gerade erst ihren Neuwagen in Empfang genommen haben, als sie auf der IAA das Facelift ihres Autos betrachten konnten. Das Team vom CPzine war sich zumindest einig: Wir hätten uns mit Sicherheit geärgert. Kaum 1 1/2 Jahre nach der Präsentation auf dem Genfer Salon 2010 stellen die Ingolstädter also ernsthaft eine Überarbeitung des V8-Coupés vor, bei dem nicht nur die Optik an das Facelift der restlichen A5-Modelle angepasst wurde, sondern auch technische Details neu durchdacht wurden.

Optisch hat vor allem die Front durch das Facelift mehr Profil erhalten. Der Singleframe-Grill ist an den oberen Ecken angeschrägt und trägt ein glänzendes, anthrazitgraues Rautengitter, sowie einen Rahmen in mattem Alu-Look. In den neu gestalteten Scheinwerfergehäusen sitzen serienmäßig Xenon Plus-Leuchten und neu angeordnete LED-Tagfahrlicht-Bänder. Die Kanten der Motorhaube wurden deutlicher herausgestellt und geben dem RS 5 mehr Dynamik. Als optische Erinnerung an den legendären quattro sind die Kotflügel oben abgeflacht ausgestellt und schaffen so gleichzeitig Platz für die serienmäßig 19, optional 20 Zoll großen Rad-Reifen-Kombinationen. Das kantige Styling setzt sich an den Schwellerleisten fort und findet hinten in einer neuen Heckschürze ihren Abschluss. Diese integriert sowohl den Diffusor, als auch die beiden ovalen Auspuffendrohre.

Unter dem Blechkleid wurden ebenfalls einige Technikdetails überarbeitet. Wie schon vor dem Facelifting bleibt es beim permanenten quattro-Allradantrieb mit Kronenraddifferential und dem 4,2 Liter großen FSI-Achtzylindermotor, der 331 kW/450 PS und ein maximales Drehmoment von 430 Newtonmetern abgibt. Der Allradantrieb ist in der Standardabstimmung auf eine Kraftverteilung von 40:60 zwischen Vorder- und Hinterachse abgestimmt. Je nach Bedarf wird der Kraftfluss jedoch variabel gesteuert, wodurch bis zu 70% nach vorn oder bis zu 85% der Kraft nach hinten geleitet werden können. Gegenüber den normalen A5-Serienbrüdern ist der RS 5 um rund 20 Millimeter tiefergelegt. Eine neue Bremsanlage mit vorn 365 Millimeter großen, innenbelüfteten Wave-Scheiben sparen rund drei Kilogramm Gewicht ein und sorgen für fadingfreie Verzögerung. Dazu gibt es eine neue, geschwindigkeitsabhängige, elektromechanische Servolenkung, die bei Geradeausfahrt keinerlei Energie aufnimmt und damit die Effizienz des RS 5 steigert.

Dies ist auch über das Fahrdynamiksystem Audi drive select möglich, das neben dem „Dynamic“- und „Auto“-Modus auch einen für „Comfort“ bietet und sich direkt auf die Kennfelder von Servolenkung, Getriebe und Gaspedalansprechverhalten auswirkt. Auch die Abgasanlage ist einbezogen und so gibt es in der „Dynamic“-Einstellung Zwischengasstöße beim Herunterschalten, die vom Auspuff in eine effektvolle Geräuschkulisse integriert werden. In Verbindung mit dem mmi-Navigationssystem kommt der „Individual“-Modus dazu, bei dem der Fahrer seine Lieblingseinstellung selbst zusammenstellen und abspeichern kann. Wenn alle Schalter auf Dynamic stehen und der Fahrer das Gaspedal auf dem Bodenblech festtackert, rennt das Coupé in nur 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Bei 250 km/h ist Schluss, es sei denn, man bittet Audi bereits bei der Bestellung darum, das Limit auf 280 anzuheben. Dank der serienmäßigen S-Tronic mit sieben Vorwärtsgängen, die über Wippen am Lenkrad gewechselt werden können, hat man jederzeit genügend Vortrieb.

Innen wird die Fahrzeugbesatzung vom Audi-typischen edlen Materialmix aus Leder, Alcantara, Aluminium und Carbon erwartet, der optional noch durch Feinnappa-Leder aufgewertet werden kann. Ein neues Multifunktionslenkrad mit unten abgeflachtem Kranz sorgt für einen guten Kontakt zwischen Fahrer und Straße. Ebenso wurden die Lenkstockhebel und der Wählhebel der S-Tronic überarbeitet. In das serienmäßige Fahrerinformationssystem sind beim RS 5 ein Ölthermometer und eine Rundenzeiten-Funktion eingebunden, die Rennstrecken-Fahrern mit Sicherheit Spaß machen wird. Durch ein reichhaltiges Sonderausstattungs-Angebot können Interessenten ihren neuen Audi RS 5 zu einem individuellen Unikat machen.

Quelle: Audi

Autor: Matthias Kierse

16. Oktober 2011|Categories: Magazin|Tags: , |

4 Comments

  1. mASTER_T 17. Oktober 2011 at 11:48

    Egal wie Audi es gemacht hätte, enttäuschte Gesichter hätte es in jedem Fall gegeben. Denn wären sie bei der alten Optik geblieben hätte der RS5 unnötig alt ausgesehen. Durch den Wechsel auf die 2012 Optik schauen die Alt-Besitzer in die Röhre, dafür sind die Neukäufer zufrieden. Insofern ein Problem für das es keine Win-Win-Lösung gibt.

  2. eraserdeluxe 18. Oktober 2011 at 01:43

    doch, indem man den RS5 von Anfang an mit dem neuen Design verkauft hätte.

    Da Audi die RS Käufer sowieso immer recht lange warten lässt wäre das ein schöner Zug gewesen.

  3. 3NZ0_660 18. Oktober 2011 at 19:11

    Als RS-Besitzer wäre ich erst recht froh, wenn meiner noch das alte Design hätte….

  4. Peter G. 18. Oktober 2011 at 20:56

    Naja, wird eh vom M3 e92 abgezogen 😀