Alpina B3 S Bi-Turbo – Mehr Leistung, weniger Verbrauch

Selbst ein Hersteller wie Alpina kann vor der aktuellen Umweltdiskussion die Augen nicht verschließen. So kommt es, dass der neue Alpina B3 S Biturbo nicht nur mehr Leistung unter der Haube hat, sondern gleichzeitig auch weniger verbraucht als sein Vorgänger. Dennoch dürften 400 PS und 540 Newtonmeter maximales Drehmoment für ein dickes Grinsen bei seinen Fahrern und Besitzern sorgen. Ebenso das zurückhaltende Outfit.

Alpina B3 S Bi-Turbo

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Mit dem Alpina B10 Bi-Turbo auf Basis des BMW 5er stellten die Allgäuer 1989 die damals schnellste Serienlimousine der Welt vor. Die 265 kW/360 PS starke Limousine wurde zum Kultfahrzeug für Liebhaber. Erst 2008, also 19 Jahre später, knüpften die Alpina-Mannen mit dem B3 Bi-Turbo an ihre Lader-Historie an. Wieder standen auf dem Datenblatt 265 kW/360 PS, diesmal jedoch im Karosseriekleid des kleineren 3er BMW.

Nun steht mit dem B3 S Bi-Turbo die Modellpflege ins Haus. Neben Karosserieretuschen, die dem 3er Facelift von BMW geschuldet sind, wurde auch am Motor erneut Hand angelegt. Basis ist, wie schon beim B3 Bi-Turbo, der 3 Liter-Reihen-Sechszylinder-Motor aus dem 335i. Ansaug- und Abgasanlage wurden komplett überarbeitet und lassen das Kraftwerk nun freier atmen. Dazu wurden Kolben von Spezialist Mahle eingebaut und der Turbodruck auf 1,2 Bar erhöht. Mittels einer Alpina-eigenen Steuerungssoftware, die alle Feinheiten der serienmäßigen Benzindirekteinspritzung ausnutzt, erzielt man unterm Strich eine Leistung von 133 PS pro Liter Hubraum. Will heißen: 294 kW/400 PS reißen an der Hinterachse. Auf Wunsch sind Limousine, Kombi (Touring) und Coupé jedoch auch mit Allradantrieb lieferbar. Die Kraft wird serienmäßig über die von ZF für Alpina entwickelte Sportautomatik „Switch-Tronic“ mit sechs Gängen übertragen. Im manuellen Modus kann der Fahrer über Schalttasten an der Lenkradrückseite binnen Millisekunden die Gänge wechseln.

Trotz 40 zusätzlichen Pferdchen hat es Alpina geschafft, den Durchschnittsverbrauch nach EU-Testzyklus um 5% gegenüber dem B3 Bi-Turbo zu senken. Der B3 S Bi-Turbo gibt sich mit 9,7 Litern Super auf 100 Kilometern zufrieden, mit Allradantrieb sind es glatte 10 Liter. Die Abgasnorm EU5 schafft auch an dieser Stelle ein sauberes Öko-Gewissen.

Dass dabei die Fahrleistungen nicht auf der Strecke bleiben, dürfte für Alpina-Fans logisch erscheinen. Für alle Anderen seien 4,7 Sekunden genannt. In der Zeit können Sie im B3 S Bi-Turbo auf 100 km/h beschleunigen. Coupé und Limousine erreichen einen Topspeed von 300 km/h, der Touring gewichtsbedingt „nur“ 296, das Cabrio wegen des schweren Blechklappdaches und dank der guten Aerodynamik im geschlossenen Zustand 298 Stundenkilometer.

Neben den bereits angesprochenen Änderungen an der Grundkarosserie hat auch Alpina das hauseigene Aerodynamikpaket verfeinert. Die neue Frontschürze vermindert nicht nur den Auftrieb an der Vorderachse, sondern strömt die Öl- und Wasserkühler optimal an. Besonders an Cabrio und Coupé fällt die neu gestaltete Heckschürze inklusive Diffusor ins Auge. Auch die 19 Zoll großen Alpina Classic-Leichtmetallräder sind neu im Programm und unterstreichen die sportlichen Linien des B3 S Bi-Turbo.

Die vier neuen Alpina B3 S Bi-Turbo Varianten plus den drei Allrad-Versionen sind ab jetzt zu bestellen.

Quelle: Alpina

Autor: Matthias Kierse

23. März 2010|Categories: Magazin|Tags: , |