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Was haltet ihr von chinesischen Auto-Marken? Was sind eure Erfahrungen?


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Geschrieben

Hi zusammen, mein Bruder sucht aktuell nach einem neuen Auto und ist bei der Recherche auf die verschiedenen chinesischen Marken gestoßen. Die drängen ja momentan massiv auf den Markt und punkten vor allem mit einer umfangreichen Ausstattung zu Preisen, bei denen die etablierten europäischen Hersteller kaum noch mitkommen. Er ist sich allerdings noch ziemlich unsicher, ob er den Schritt wirklich wagen soll. Die Testberichte in den Medien sind das eine, aber er würde vor einer Entscheidung gerne echte Erfahrungsberichte aus der Praxis hören. Deshalb dachte ich mir, ich frage mal hier in der Community nach, weil man hier doch noch mal ein ganz anderes, ehrlicheres Feedback bekommt. Rein optisch und von der Materialanmutung her machen viele Modelle im Showroom einen wirklich guten Eindruck, und auch die Software wirkt auf den ersten Blick modern. Aber wie sieht es im Alltag aus, besonders was die Abstimmung des Fahrwerks, das reale Ladeverhalten bei den E-Autos und vor allem den Service sowie die Ersatzteilversorgung angeht, wenn mal etwas repariert werden muss? Hat hier im Forum schon jemand konkrete Erfahrungen gesammelt, oder hat zumindest mal eine ausführliche Probefahrt gemacht?

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Geschrieben

Also mein Nachbar hat seit sechs oder sieben Jahren einen so genannten Glory 580. Das ist kein E-Auto, sondern ein Benziner. Neupreis waren damals 22.000 € und das Auto ist bzw. war komplett ausgestattet und hat ihn bis jetzt nie im Stich gelassen. Der Motor ist klein und ein bisschen schwach auf der Brust, aber für den Alltag reicht es und für den Preis würde er das Auto immer wieder kaufen, obwohl der Preis wahrscheinlich heute höher liegt. Ich bin auch schon ein paarmal damit gefahren wie gesagt absolut keine Rakete ganz im Gegenteil aber ein Neuwagen für 22.000 € damals ? Inklusive allem Leder,  Panorama, Navi,  Entertainment etc. Da war wohl einmal was kaputt aber nichts schlimmes. Das hat allerdings 3-4 Wochen gedauert, bis das Ersatzteil da war. Ich weiß aber nicht genau was kaputt war. Irgendeine Isoliermatte im Motorraum glaube ich. 

 

https://www.autobild.de/artikel/dfsk-glory-580-test-china-suv-motor-preis-15095203.html

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Ich finde eigentlich schon viele Testberichte zu chinesischen Autos recht gut und das obwohl man da recht lange Zeit, sehr kritisch war. Denke das alleine zeigt schon, dass man da gesehen hat, die können auch Autos bauen. Also wenn da ein Auto gut anschneidet, wird das auch der Fall sein weil man da (aus meiner Sicht) immer noch kritischer Eingestellt ist als bei deutschen Herstellern. 

 

In der Familie gibt es einen BYD, mit dem bin ich auch schon öfter gefahren. Hat mich eigentlich wirklich überzeugt. Kann mir jetzt ein E-Auto vorstellen und ein chinesischen Hersteller erst recht. Hat einfach ein viel besseres Preis-Leistungsverhältnis. Wenn man sich da mal ansieht welche Ausstattung, Reichweite, Ladeleistung, Verarbeitung, Materialien,... man für das Geld bekommt - da bekommst du bei deutschen Herstellern gerade mal die absolute Basisvariante.

 

Die schlechte Meinung über chinesische Produkte ist halt teilweise veraltet (speziell bei Autos). Da haben immer noch viele den Eindruck, die können nur Temo und Shein. Gerade bei Autos sind die europäischen Herstellern weit voraus, zumindest wenn man preislich dasselbe Niveau vergleicht. Klar bekommst du bei einem deutschen Sportwagenhersteller auch deine 600km Reichweite. Aber da fängt dann auch der Basispreis bei über 100.000€ an:)

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Geschrieben

Kritik richtet sich nicht gegen die Qualität, sondern wie dieser Preis im Entstehungsland realisierbar wird. Befasst man sich einmal mit dem fehlenden Rechtsbewusstsein ggü. Gütern, Personen und Natur, sind diese Preisgefüge betriebswirtschaftlich nachvollziehbar.

 

Wenn die China-Auto-Käufer hierzulande die selben Rahmenbedingungen sich wünschen - u.a. Verzicht auf Persönlichkeitsrechte, werden unsere Lohn- & Produktionskosten auch drastisch sinken. Ist wie ein Eidgenosse, der sich über hohe Löhne im Inland freut und auf niedrige Kosten jenseits der Grenze schielt. Schadet dem heimischen Handel und Gewerbe in CH ebenso. Nur skalieren solche Effekte in der Industrie auf nationaler und nicht auf lokaler Ebene.

 

Die Produkte sind sicherlich gut, jedoch regulatorisch noch nicht angekommen und im Bereich Marktverfügbarkeit in den Kinderschuhen.

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  • 2 Wochen später...
Geschrieben
Am 18.6.2026 um 13:53 schrieb chip:

Also mein Nachbar hat seit sechs oder sieben Jahren einen so genannten Glory 580. Das ist kein E-Auto, sondern ein Benziner. Neupreis waren damals 22.000 € und das Auto ist bzw. war komplett ausgestattet und hat ihn bis jetzt nie im Stich gelassen. Der Motor ist klein und ein bisschen schwach auf der Brust, aber für den Alltag reicht es und für den Preis würde er das Auto immer wieder kaufen, obwohl der Preis wahrscheinlich heute höher liegt. Ich bin auch schon ein paarmal damit gefahren wie gesagt absolut keine Rakete ganz im Gegenteil aber ein Neuwagen für 22.000 € damals ? Inklusive allem Leder,  Panorama, Navi,  Entertainment etc. Da war wohl einmal was kaputt aber nichts schlimmes. Das hat allerdings 3-4 Wochen gedauert, bis das Ersatzteil da war. Ich weiß aber nicht genau was kaputt war. Irgendeine Isoliermatte im Motorraum glaube ich. 

 

https://www.autobild.de/artikel/dfsk-glory-580-test-china-suv-motor-preis-15095203.html

Danke dir für das Feedback, das ist genau die Art von Alltagsbericht, nach der wir suchen. Der Glory 580 ist ja ein echt spannendes Beispiel, weil der Wagen schon so lange läuft und zeigt, dass die chinesischen Autos eben nicht nach drei Jahren auseinanderfallen, selbst wenn sie damals zu so einem Kampfpreis auf den Markt kamen. Dass der Motor keine Bäume ausreißt, würde meinen Bruder im Alltag wahrscheinlich gar nicht so extrem stören, solange der Komfort stimmtt. Ein bisschen hellhörig macht mich allerdings die Sache mit den drei bis vier Wochen Wartezeit auf das Ersatzteil, selbst wenn es nur eine Isoliermatte war, denn genau das ist aktuell die größte Sorge meines Bruders, dass man bei einem Defekt monatelang auf ein Teil aus China warten muss. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die Logistik der Marken inzwischen durch den massiven Markteintritt in den letzten zwei, drei Jahren besser geworden ist. 

Geschrieben
Am 19.6.2026 um 12:32 schrieb lolipop:

Ich finde eigentlich schon viele Testberichte zu chinesischen Autos recht gut und das obwohl man da recht lange Zeit, sehr kritisch war. Denke das alleine zeigt schon, dass man da gesehen hat, die können auch Autos bauen. Also wenn da ein Auto gut anschneidet, wird das auch der Fall sein weil man da (aus meiner Sicht) immer noch kritischer Eingestellt ist als bei deutschen Herstellern. 

 

In der Familie gibt es einen BYD, mit dem bin ich auch schon öfter gefahren. Hat mich eigentlich wirklich überzeugt. Kann mir jetzt ein E-Auto vorstellen und ein chinesischen Hersteller erst recht. Hat einfach ein viel besseres Preis-Leistungsverhältnis. Wenn man sich da mal ansieht welche Ausstattung, Reichweite, Ladeleistung, Verarbeitung, Materialien,... man für das Geld bekommt - da bekommst du bei deutschen Herstellern gerade mal die absolute Basisvariante.

 

Die schlechte Meinung über chinesische Produkte ist halt teilweise veraltet (speziell bei Autos). Da haben immer noch viele den Eindruck, die können nur Temo und Shein. Gerade bei Autos sind die europäischen Herstellern weit voraus, zumindest wenn man preislich dasselbe Niveau vergleicht. Klar bekommst du bei einem deutschen Sportwagenhersteller auch deine 600km Reichweite. Aber da fängt dann auch der Basispreis bei über 100.000€ an:)

Ja das stimmt, in unserem Umfeld sind eigentlich viele noch recht skeptisch, was die chinesischen Hersteller angeht. BYD hab ich aber bei uns in der Nähe auch schon paar mal jetzt gesehen. Das mit den veralteten Vorurteilen ist eben sowieso so eine Sache, denn viele Leute bringen das immer noch mit billigem Plastikspielzeug oder Fast-Fashion-Plattformen in Verbindung. 

Und genau das, was du über das Preis-Leistungs-Verhältnis sagst, ist der springende Punkt, warum mein Bruder überhaupt erst ins Grübeln gekommen ist. Es ist einfach absurd, wenn man bei den etablierten Marken für eine elektrische Heckklappe, Sitzheizung und ein bisschen Fahrassistenz direkt fünf verschiedene Aufpreis-Pakete buchen muss, während das bei den chinesischen Herstellern fast immer direkt ab der Basislinie serienmäßig drin ist. Wenn du den BYD aus eurer Familie schon öfter gefahren bist, wie nimmst du denn da das Laden auf längeren Strecken wahr, geht das im Alltag wirklich so unkompliziert und flott? Und wie ist der Fahrkomfort so?

Geschrieben
Am 19.6.2026 um 20:58 schrieb Andreas.:

Kritik richtet sich nicht gegen die Qualität, sondern wie dieser Preis im Entstehungsland realisierbar wird. Befasst man sich einmal mit dem fehlenden Rechtsbewusstsein ggü. Gütern, Personen und Natur, sind diese Preisgefüge betriebswirtschaftlich nachvollziehbar.

 

Wenn die China-Auto-Käufer hierzulande die selben Rahmenbedingungen sich wünschen - u.a. Verzicht auf Persönlichkeitsrechte, werden unsere Lohn- & Produktionskosten auch drastisch sinken. Ist wie ein Eidgenosse, der sich über hohe Löhne im Inland freut und auf niedrige Kosten jenseits der Grenze schielt. Schadet dem heimischen Handel und Gewerbe in CH ebenso. Nur skalieren solche Effekte in der Industrie auf nationaler und nicht auf lokaler Ebene.

 

Die Produkte sind sicherlich gut, jedoch regulatorisch noch nicht angekommen und im Bereich Marktverfügbarkeit in den Kinderschuhen.

Das ist natürlich eine wichtige Kehrseite der Medaille, die man bei der ganzen Diskussion absolut nicht verschweigen darf, und deine Argumente bezüglich der fairen Wettbewerbsbedingungen haben absolut ihre Berechtigung. 

Man sieht aber gleichzeitig auch, dass dieser massive Druck aus China eine enorme Dynamik in den gesamten Automarkt bringt, von der wir als Autofahrer am Ende extrem profitieren können. Die europäischen und deutschen Hersteller werden dadurch regelrecht wachgerüttelt und gezwungen, ihre eigenen Prozesse massiv zu optimieren, schneller innovativ zu werden und vor allem ihre Preispolitik zu überdenken. Ohne diese neue Konkurrenz würden wir hier wahrscheinlich noch jahrelang auf bezahlbare, gut ausgestattete E-Autos aus europäischer Produktion warten müssen, während sich jetzt plötzlich alle bewegen und Vollgas geben müssen.

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vor 6 Minuten schrieb Carloscar:

Die europäischen und deutschen Hersteller werden dadurch regelrecht wachgerüttelt und gezwungen, ihre eigenen Prozesse massiv zu optimieren, schneller innovativ zu werden und vor allem ihre Preispolitik zu überdenken.

Ferrari hat sich das beim Luce offensichtlich auch zu Herzen genommen. Vor allem zur Preispolitik…

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vor 27 Minuten schrieb Carloscar:

deutschen Hersteller werden dadurch regelrecht wachgerüttelt und gezwungen, ihre eigenen Prozesse massiv zu optimieren, schneller innovativ zu werden und vor allem ihre Preispolitik zu überdenken.

Einhergehend mit massivem Stellenabbau, Einschränkungen bei Förderprogrammen, Einschränkungen bei freiwilligen Sozialleistungen, Mieterhöhungen konzerneigener Sozialwohnungen, Budgetkürzungen bei Zulieferern, Qualitätseinbußen, Softwareprobleme, etc. Die Liste ist lang. Wenn Mitarbeiter auf 40% Gehalt verzichten würden, gäbe es keine finanzielle Schieflage in den Konzernen, aber halt dafür im Rest des Landes. Über 40 Jahre Wohlstandsaufbau hat auch seine Schattenseiten - wer soll das noch bezahlen? Lt. den Linken im Land die Superreichen (also ab 100.000€ Jahresbrutto) … 

 

Ich bin bei dir, dass es nun schnellere organisatorische Änderungen innerhalb der Konzerne gibt. Aber speziell in der deutschen Industrie ist Innovationsdruck von Außen selten gesund für die hiesige Volkswirtschaft. Ich bin gespannt, wie die Konzerne das Schiff wieder auf gesunden Kurs bringen. In China selbst is es purer Überlebenskampf einiger weniger Riesen.

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Am 29.6.2026 um 15:25 schrieb Andreas.:

Einhergehend mit massivem Stellenabbau, Einschränkungen bei Förderprogrammen, Einschränkungen bei freiwilligen Sozialleistungen, Mieterhöhungen konzerneigener Sozialwohnungen, Budgetkürzungen bei Zulieferern, Qualitätseinbußen, Softwareprobleme, etc. Die Liste ist lang. Wenn Mitarbeiter auf 40% Gehalt verzichten würden, gäbe es keine finanzielle Schieflage in den Konzernen, aber halt dafür im Rest des Landes. Über 40 Jahre Wohlstandsaufbau hat auch seine Schattenseiten - wer soll das noch bezahlen? Lt. den Linken im Land die Superreichen (also ab 100.000€ Jahresbrutto) … 

 

Ich bin bei dir, dass es nun schnellere organisatorische Änderungen innerhalb der Konzerne gibt. Aber speziell in der deutschen Industrie ist Innovationsdruck von Außen selten gesund für die hiesige Volkswirtschaft. Ich bin gespannt, wie die Konzerne das Schiff wieder auf gesunden Kurs bringen. In China selbst is es purer Überlebenskampf einiger weniger Riesen.

Ja da muss ich dir schon auch recht geben, die deutsche Industrie hat sich jahrzehntelang auf ihrem Erfolg ausgeruhht und den Anschluss verpasst, während man in China mit brutalem Tempo und staatlicher Rückendeckung an uns vorbeigezogen ist. ich bin da ehrlich gesagt skeptisch, wie die das Ruder noch rumreißen wollen, ohne dass uns hier sozial alles um die Ohren fliegt. Dennoch glaub ich dass das alles besser ins Laufen bringt und man Schritte öfter überdenkt.

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Geschrieben
Geschrieben

Hallo Carloscar,

 

schau doch mal hier zum Thema Zubehör für Andere Automarken (Anzeige)? Eventuell gibt es dort etwas Passendes.

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Geschrieben
Am 19.6.2026 um 20:58 schrieb Andreas.:

Kritik richtet sich nicht gegen die Qualität, sondern wie dieser Preis im Entstehungsland realisierbar wird. Befasst man sich einmal mit dem fehlenden Rechtsbewusstsein ggü. Gütern, Personen und Natur, sind diese Preisgefüge betriebswirtschaftlich nachvollziehbar.

Ja da bin ich ganz bei dir, nur für wen ist das letztlich wirklich entscheidend? Da sieht man den günstigeren Preis und wenn die Qualität stimmt, dann wird bei vielen alles andere mal nicht mehr hinterfragt bzw. ist kein K.O.-Kriterium mehr.

Naja aber auch deutsche Autohersteller produzieren ja in China und verkaufen deren Autos dort zu weit günstigeren Preisen. Also entweder kann man dort doch halbwegs auf unserem Niveau produzieren oder unsere Autobauer machen da fest mit bei der Ausbeutung der Menschen & Natur.

 

Am 19.6.2026 um 20:58 schrieb Andreas.:

Wenn die China-Auto-Käufer hierzulande die selben Rahmenbedingungen sich wünschen - u.a. Verzicht auf Persönlichkeitsrechte, werden unsere Lohn- & Produktionskosten auch drastisch sinken.

Heißt ja nicht, dass es sich nicht zum Bessern entwickeln kann. Kann mir nicht vorstellen, dass deutsche Autohersteller dort alles ganz anders machen als bei uns. Arbeitskräfte und vor allem Energie ist eben günstiger, das macht die Produktion günstiger. Dazu der enorme Wettbewerb. Da muss man günstige Autos anbieten sonst kauft die niemand. Dazu ist man in China eben der Ausländer und muss mehr bieten. Den Chinesen geht es bestimmt auch so wie uns, die sind stolz auf ihre Marken und kaufen lieber die.

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Geschrieben
Am 19.6.2026 um 20:58 schrieb Andreas.:

Kritik richtet sich nicht gegen die Qualität, sondern wie dieser Preis im Entstehungsland realisierbar wird. Befasst man sich einmal mit dem fehlenden Rechtsbewusstsein ggü. Gütern, Personen und Natur, sind diese Preisgefüge betriebswirtschaftlich nachvollziehbar.

 

Das Problem ist für den Endverbraucher, dass er das alles gar nicht überblicken kann. Ich mach mal ein schönes Beispiel aus dem Bereich von Wein auf:

 

Ein gut sortierter Weinladen hat heute bestimmt Weine aus locker über 30 Ländern im Angebot. Wie soll ich mich da über Produktion und Rahmenbedingungen im Herstellungsland als Kunde informieren, falls ich das überhaupt will? Wichtigste Kriterium ist doch ob der Wein schmeckt und ob der Preis dazu für meinen Anlass passt.

 

Dann mache ich mir um das große Ganze keine Gedanken. Natürlich ist es weit hergeholt  eine Flasche Weißwein für acht Euro mit einem Auto für 30.000 € zu vergleichen. Die Thematik ist dennoch identisch was die Herkunft aus dem Ausland und die Produktionskette etc. betrifft. Ich persönlich bin damit schlichtweg überfordert und muss mir jetzt auch nicht über alles und jeden auf der Welt Gedanken machen zumal das ja beim Wein nicht halt macht denk nur mal an Heimelektronik, Möbel, Kleidung usw.  Dazu ist mein eigenes Leben kompliziert genug welches auch durch Steuern und Abgaben in Deutschland gerade danach schreit zur Kompensation (fast egal was) günstiger einzukaufen sofern möglich. 

 

 

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Geschrieben
Am 29.6.2026 um 14:43 schrieb Carloscar:

Es ist einfach absurd, wenn man bei den etablierten Marken für eine elektrische Heckklappe, Sitzheizung und ein bisschen Fahrassistenz direkt fünf verschiedene Aufpreis-Pakete buchen muss, während das bei den chinesischen Herstellern fast immer direkt ab der Basislinie serienmäßig drin ist. Wenn du den BYD aus eurer Familie schon öfter gefahren bist, wie nimmst du denn da das Laden auf längeren Strecken wahr, geht das im Alltag wirklich so unkompliziert und flott? Und wie ist der Fahrkomfort so?

Das ist halt Individualität gegen Einheitlichkeit. Entweder man möchte sich das so konfigurieren wie man es will oder man bekommt eben 3 Modellvarianten und wählt darauf. Besseren Überblick hat man bestimmt wenn es einheitlich ist. Dann kann man auch besser vergleichen.

Oder aus meiner Sicht die größte Frechheit - Abomodelle (z.b. bei Navi oder autonomen Fahren)

Längere Strecken bin ich jetzt noch nicht oft gefahren. Es braucht halt etwas mehr Planung. Ich fahr jetzt aber auch nicht mit dem Verbrenner öfter Strecken von über ~400km, von daher hat es bei mir keinen großen Unterschied. Da muss man sich halt ansehen für was man das Auto benötigt und wie man fährt.

Unkompliziert finde ich es dann, wenn man öfter lädt. Also auch mal 20 Minuten beim Einkaufen. Nicht erst warten bis man geringen ladestand hat und dann erst laden. Natürlich nicht immer mit 100% vollem Akku herumfahren aber halt immer schauen, dass der Akku selten wirklich ganz leer wird. Dann reicht das für die meisten im Alltag völlig aus.

Hätte gedacht das wäre mehr Umstellung. Größte Umstellung für mich, Automatik. Das bin ich nicht gewohnt. Aber wegen der Rekuparierung oder dem Elektroantrieb würde ich jetzt nicht sagen, dass e seine große Umstellung ist. Ich hab auch rein aus Interesse bewusst mal beim BYD umgestellt auf hohe und niedrige Stufe beim Rekuparieren. So dramatisch fand ich den spürbaren Unterschied jetzt nicht. Es passt zu meinem Fahrverhalten. Vielleicht ist das für andere eine größere Umstellung. Ich finde aber man fährt etwas entspannter, vielleicht ist das aber auch nur wegen der Automatik.

Am 29.6.2026 um 15:25 schrieb Andreas.:

Aber speziell in der deutschen Industrie ist Innovationsdruck von Außen selten gesund für die hiesige Volkswirtschaft.

Irgendwann musste der Druck ja mal kommen. Wir können jetzt wohl nicht sagen, in den letzten Jahren oder gar Jahrzehnten ist alles super gelaufen und man weiß jetzt gar nicht wieso plötzlich dieser Druck da ist. Da braucht man gar nicht auf die Politik schimpfen, wenn die Politik fordert günstige Autos zu bauen, die sich "jeder" leisten kann, hört man ja auch nicht darauf. Aber plötzlich soll die ganze Ausrichtung eines Weltkonzern von der Politik gesteuert worden sein. Man hat zu lange auf sein bestes Pferd gesetzt und es ist lange gut gegangen. Da gabs eben keinen Druck sich zu verändern. Jetzt brennt der Hut und die Frage ist ob und wie man da wieder rauskommt. Und dafür werden wir alle bezahlen ob direkt oder indirekt.

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb chip:

Ich persönlich bin damit schlichtweg überfordert und muss mir jetzt auch nicht über alles und jeden auf der Welt Gedanken machen. Dazu ist mein eigenes Leben kompliziert genug welches auch durch Steuern und Abgaben in Deutschland gerade danach schreit zur Kompensation (fast egal was) günstiger einzukaufen sofern möglich. 

Da bin ich voll bei dir. Das schafft man nicht und das will ich auch gar nicht schaffen, das ist nicht meine Aufgabe. Genau dafür gibt es ja zig Institutionen, die das prüfen sollten. Ist ja ihr Job. Und wenn dann etwas nicht unseren Regeln entspricht, dann darf es hier auch nicht verkauft werden.

Wird es hier verkauft, muss ich aber annehmen können, es passt und ich kann es kaufen.

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vor 28 Minuten schrieb lolipop:

Naja aber auch deutsche Autohersteller produzieren ja in China und verkaufen deren Autos dort zu weit günstigeren Preisen. Also entweder kann man dort doch halbwegs auf unserem Niveau produzieren oder unsere Autobauer machen da fest mit bei der Ausbeutung der Menschen & Natur.

Von Letzterem kannst Du ausgehen! Siehe die zwischen 2019 und 2023 aufgekommenen Diskussionen über die Beschäftigten im VW-Werk in der chinesischen Provinz Xinjiang. 

 

vor 28 Minuten schrieb lolipop:

Heißt ja nicht, dass es sich nicht zum Bessern entwickeln kann. Kann mir nicht vorstellen, dass deutsche Autohersteller dort alles ganz anders machen als bei uns. Arbeitskräfte und vor allem Energie ist eben günstiger, das macht die Produktion günstiger. Dazu der enorme Wettbewerb. Da muss man günstige Autos anbieten sonst kauft die niemand. Dazu ist man in China eben der Ausländer und muss mehr bieten. Den Chinesen geht es bestimmt auch so wie uns, die sind stolz auf ihre Marken und kaufen lieber die.

Chinesen betrachten Autos ganz anders als wir Europäer und Amerikaner. "Heritage" spielt in China keine Rolle, kein bißchen! Für Chinesen ist das neueste Elektroauto wie bei uns das neueste Smartphone, d.h. ein drei Jahre altes Elektroauto interessiert keinen Menschen mehr und verkommt zu Elektroschrott - wie eben die Smartphones bei uns. Deshalb gibt es auch keinen Gebrauchtwagenmarkt in China. Beispiel Porsche Taycan: Der war in China erfolgreich, solange er neu war. Bei uns in Europa ging es hingegen um die Fortführung des Themas 'Porsche'  in die Welt des BEV. Jetzt, wo es neuere BEV mit noch mehr Smartphone-Features in China gibt, spielt der Taycan keine Rolle mehr und gehört in China zum uninteressanten Alteisen. Das hat mit Preisen nichts zu tun, sondern ausschließlich mit Prestige. Das hat der Taycan nicht mehr, wohl aber z.B. der Ferrari Luce. Der wurde nicht umsonst von Smartphone-Designern gezeichnet.

 

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Geschrieben

Das kann ich aber auch verstehen (heißt nicht ich finde es gut). Aber die neuen Elektroautos sind eben nur fahrende Smartphones und die Technik wird da noch sehr schnell besser. 

Heißt aber nicht, die alten Elektroautos verrotten dann irgendwo. Von denen kann man ja immer noch viel wiederverwerten.

Darauf wird man sich einstellen müssen. Die Modelle kann man heute nicht mehr 5 Jahre so lassen, da wird es alle zwei Jahre ein neues Modell brauchen. Und eben nicht nur ein Facelift. Aber solange das wirklich Veränderungen sind, ist das ja auch gut für den Kunden. Besser als bei den Smartphones wo schon viel mehr möglich wäre, aber die Neuerungen immer nur Schitt für Schitt weitergegeben werden weil man eben nächstes Jahr auch noch etwas neues braucht um das Handy verkaufen zu können.

Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb lolipop:

Heißt aber nicht, die alten Elektroautos verrotten dann irgendwo.

Genau das tun sie derzeit in China.

Übrigens, auch in der westlichen Hemisphäre, ganz besonders in den USA, gab es auch mal eine solche Phase. Das war in den 1950er Jahren, als die US-Autohersteller zu jedem Modelljahr grundlegend geänderte Karosserien vorstellten. Das Prestige für die Käufer aus der Vorstadt leitete sich damals daraus ab, sich das Neueste vom Neuen leisten zu können, nicht unbedingt vom Preis an sich.

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Also wirklich "Brauchen" tut die ganzen Neuerungen niemand. Weder beim Auto noch beim Smartphone.

Auch mit einem Auto von z. B. 1975 kann ich heute noch problemlos von A nach B fahren, und hab dabei sogar noch mehr Spaß ohne das ganze Gebimmel und Bevormundungs Zeugs!

Auch werden die heutigen Autos ( erst recht nicht die E-Autos) irgend wann mal Oldtimer, so lange hält die Elektronik mit Sicherheit nicht durch, bzw. gibt es keine Updates mehr für die Software.

Nachhaltig und Ressourcen schonend ist das bestimmt nicht !

Bei Smartphones das gleiche, die neuste Generation hat eben dann eine pseudo Innovation von irgend welchen Funktionen die man eigentlich nicht wirklich braucht. Mich nervt das eigentlich nur noch, mir wärs lieber das Zeug würde länger problemlos funktionieren als andauernd irgend ein neuer Scheiß!

Leider sind bei allen Produkten die ehemals Deutschen / Europäischen Tugenden wie Qualität, Haltbarkeit , Funktionalität etc. nicht mehr sehr gefragt. Es geht nur noch darum wer hat als erster den neuesten ( oft sinnlosen ) Schnickschnack. Leider mögen die Leute sowas scheinbar.

Schaut euch die Autowerbung an. 

Z. B. Audi, früher geworben mit echter Innovation ( Quattro ) , Leistung und Haltbarkeit.

Heute geht s nur noch darum ob irgend ein Schratz vom Rücksitz aus das Entertainment Programm steuern kann, und ob sich mein Handy und das Auto gut verstehen🤷‍♂️

Frei nach Gerhard Pold : " Brauchts Das " ???!!!!

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vor 9 Stunden schrieb lolipop:

Da bin ich voll bei dir. Das schafft man nicht und das will ich auch gar nicht schaffen, das ist nicht meine Aufgabe. Genau dafür gibt es ja zig Institutionen, die das prüfen sollten. Ist ja ihr Job. Und wenn dann etwas nicht unseren Regeln entspricht, dann darf es hier auch nicht verkauft werden.

Wird es hier verkauft, muss ich aber annehmen können, es passt und ich kann es kaufen.

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/spionagegefahr-verfassungsschutz-warnt-vor-fernzugriff-auf-chinesische-e-autos/100194216.html

Zitat

Tatsächlich stehen chinesische Unternehmen unter massivem Einfluss der Kommunistischen Partei und der chinesischen Staatsführung. Sie sind darüber hinaus per Gesetz angehalten, mit dem Staat zusammenzuarbeiten, wenn es erforderlich ist.

Zitat

Bei „gravierenden, bestätigten Vorfällen“ könne es am Ende sogar „notwendig werden, die Zulassung bestimmter Hersteller oder Modelle im deutschen Straßenverkehr zu untersagen“.

 

Und das sind nur die Themen, welche öffentlich diskutiert werden. 

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb DeltaHF:

Gerhard Pold

Ich stimme Dir vollumfänglich zu. Aber der Gehard, bleibt der Polt!!

E-Auto bedeutet für mich 600+ Range, 3 Jahre, 60000 km und dann kommt der Nächste. Ob es mal ein Chinese wird, wage ich bei mir jedenfalls zu bezweifeln - aber von made in Stuttgart hin zu made in Grünheide hat es mich schon verschoben.

Greets 😁

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BMW bringt nun auch wieder Design in den Markt und kann wohl auch Technik - aktuell das attraktivste Paket in meinen Augen > @Muttter wird hoffentlich bald berichten können ;) 

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vor einer Stunde schrieb Andreas.:

BMW bringt nun auch wieder Design in den Markt und kann wohl auch Technik - aktuell das attraktivste Paket in meinen Augen

Ich bin den iX3 schon im März ausführlich probegefahren und war danach völlig überzeugt. Bestellt habe ich nur deswegen nicht, da zu dem Zeitpunkt die Lieferzeit ~1 Jahr betrug und man mir für die Inzahlungnahme für mein Alltagsauto aus diesem Grund kein konkretes Angebot machen konnte. Also habe ich mich entschieden so lange zu warten, bis der erste Run auf das Auto abgearbeitet ist und man ein normales Zug-um-Zug-Geschäft machen kann. Im Rückblick gut nicht spontan gewesen zu sein: Jetzt ist für Anfang nächsten Jahres auch der iX4 im Anmarsch. Als Coupé teurer, weniger praktisch aber auch (imho) schöner. Auch im Alltag dürfen nicht nur "Carpassion"-Autos bei mir gerne zumindest etwas unvernünftig sein...

 

Zu China:

Beispiel Videorekorder - da kamen irgendwann aus Asien die Funais, SEGs, Orions und Goldstars und haben den arrivierten Markenherstellern erst nur Konkurrenz gemacht und dann in Konsequenz das Wasser abgegraben.

Vor solch einer Umwälzung stehen wir u.U. auch im Automobilsektor.

Jetzt kann man es als Ansporn begreifen, es mit einem schwerzhaften Kraftakt irgendwie doch noch besser zu machen als die hochsubventionierten Chinesen. Dazu müssen aber auch ALLE Beteiligten bereit sein. Das Management sowieso, aber eben auch die Beschäftigten. Wenn also zehntausende Mercedes-Mitarbeiter mit roten Fahnen in der Hand "wir sind es wert" schreien, dabei einen "heißen Sommer" annoncieren und sich ganz offensichtlich jeder Veränderung verweigern, dann geht das in die völlig falsche Richtung. Bis jetzt ist noch fast jeder mitbestimmte und über das Streikrecht ausgepresste Industriebetrieb irgendwann in einer Krise in die Knie gegangen. Ich kann mich noch gut an "Opel Bochum" erinnern: Da stand am Ende z.B. kaum ein Opel auf dem Werksparkplatz. Riesen Theater - aber heute fragt kein Mensch mehr danach.

Wenn das Ruder rumgerissen werden kann, dann sehe ich für deutsche Marken noch potential (siehe eben akut BMW). Aber u.U. eben nicht mehr in Deutschland mit deutschen Arbeitnehmern - es ist heute schon ein Ritt auf der Rasierklinge. Man schaue auf "Korea" - Hyundai hatte bzgl. Batterietechnik und Preis/Leistung vor ~4 Jahren (Stichwort u.a. "800 V) "Deutschland" überholt. Jetzt spielen sie nur noch im vorderen Mittelfeld und andere - auch "Deutschland" - haben auf-/überholt. Wie bei der Tour De France: Das Rennen ist offen, die Verfolger müssen motiviert sein jede noch so kleine Schwäche des/der Führenden ausnutzen und zum überholen ansetzen.

 

Meine Einstellung: Für alle Käufer eines chinesischen Autos, hier die Telefonnummer vom Arbeitsamt Peking: +861008154711

 

Allerdings: Mittlerweile frage ich mich immer öfter, ob "sie" (denen das Hemd näher als die Hose ist und deren Horzizont nur bis zum nächsten 3* all-in-Urlaub in der Türkei reicht...) es hier in Deutschland wirklich wert sind. Oder ob mir nicht auch mal das Hemd näher als die Hose sein sollte und ich das Geld für die Rotwesten vor den Werkstoren in Wolfsburg oder Sindelfingen lieber selber versaufe...

 

Disclaimer:

Wer Polemik findet, der darf sie gerne behalten.

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vor 23 Stunden schrieb lolipop:

Das ist halt Individualität gegen Einheitlichkeit. Entweder man möchte sich das so konfigurieren wie man es will oder man bekommt eben 3 Modellvarianten und wählt darauf. Besseren Überblick hat man bestimmt wenn es einheitlich ist. Dann kann man auch besser vergleichen.

Oder aus meiner Sicht die größte Frechheit - Abomodelle (z.b. bei Navi oder autonomen Fahren)

Längere Strecken bin ich jetzt noch nicht oft gefahren. Es braucht halt etwas mehr Planung. Ich fahr jetzt aber auch nicht mit dem Verbrenner öfter Strecken von über ~400km, von daher hat es bei mir keinen großen Unterschied. Da muss man sich halt ansehen für was man das Auto benötigt und wie man fährt.

Unkompliziert finde ich es dann, wenn man öfter lädt. Also auch mal 20 Minuten beim Einkaufen. Nicht erst warten bis man geringen ladestand hat und dann erst laden. Natürlich nicht immer mit 100% vollem Akku herumfahren aber halt immer schauen, dass der Akku selten wirklich ganz leer wird. Dann reicht das für die meisten im Alltag völlig aus.

Hätte gedacht das wäre mehr Umstellung. Größte Umstellung für mich, Automatik. Das bin ich nicht gewohnt. Aber wegen der Rekuparierung oder dem Elektroantrieb würde ich jetzt nicht sagen, dass e seine große Umstellung ist. Ich hab auch rein aus Interesse bewusst mal beim BYD umgestellt auf hohe und niedrige Stufe beim Rekuparieren. So dramatisch fand ich den spürbaren Unterschied jetzt nicht. Es passt zu meinem Fahrverhalten. Vielleicht ist das für andere eine größere Umstellung. Ich finde aber man fährt etwas entspannter, vielleicht ist das aber auch nur wegen der Automatik.

Es ist psychologisch einfach eine Frechheit, wenn die Hardware schon im Auto verbaut ist, man sie aber erst per monatlicher Gebühr freischalten muss, da will man dann ja unbedingt das dazukaufen, auch wenn mans vielleicht gar nicht braucht.

Schon spannend, dass für dich die Automatik die größte Umstellung war, da merkt man das es immr andere Details sind für jede Person, wenn sie mal auf was anderes umsteigt. Aber absolut verständlich, wenn man jahrelang geschaltet hat, der linke Fuß sucht am Anfang ja doch ab und zu mal die Kupplung, glaub das wird bei meinem bruder auch am anfang so sein. Das entspanntere Fahren kommt aber garantiert von beidem, also halt der fehlenden Schalterei und dem lautlosen, gleichmäßigen Zug vom E-Antrieb. Dass du den Unterschied bei der Rekuperation nicht so wild fandest, spricht auch einfach dafür, dass dein Fahrstil sowieso schon recht vorausschauend ist, was ja ein gutes Zeichen ist, weil so sollte es ja eigentlich sein im Alltagsverkehr. Viele, die extrem digital fahren, also nur Vollgas oder Vollbremsung, erschrecken sich beim ersten Mal, wenn das Auto beim Gaswegnehmen direkt so stark verzögert, vielleicht eine Möglichkeit für diese, sich das abzzgewöhnen. 

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