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Flachdichtung für Kraftstoffsysteme


Gast

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Ich mache grad vom Jarama alle Kraftstoffleitungen neu. An Tank, Kraftstofffilter und Benzinpumpe sind sogenannte Banjo Fittings. So etwas sieht so aus und wird mit einer Hohlschraube an dem betreffenden Anschluss eines der besagten Bauelemente angeschlossen.

272377006754_1.jpg

 

Beidseitig des "Auges" werden Flachdichtungen eingesetzt. Vorgefunden habe ich sowohl Hartdichtungen (Kupfer, Tank) als auch Weichdichtungen (Pappe, wie im Baumarkt für Wasserinstallationen, Filter und Pumpe).

 

Ich grübele nun, welcher Dichtungstyp am Besten ist.

 

Die Weichdichtungen haben rund 20 Jahre gehalten (damals hatte ich einfach und ohne nachzudenken das genommen, was ich vorgefunden hatte). Beim Tankanschluss (Hartdichtung) hat es ganz leicht geschwitzt.

 

Bei den Hartdichtungen gibt es neben Kupfer, welches recht hart ist, auch Aluminium, das deutlich weicher ist.

 

Was ist "richtig" bzw. am Besten? Hartdichtung oder Weichdichtung? Wenn Hartdichtung, Kupfer oder Aluminium? Oder ganz etwas Andere, beispielsweise Polyethylen?

 

P.S.: Die alten Schläuche sind sowas von gar(hart bis regelrecht brüchig), damals gabs nur die "normalen" NBR Schläuche (mit Stahlgeflecht Ummantelung).

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Hallo Bernhard,

gut so, schaff mal was.

 

Kenne in dem Zusammenhang keine weiche Dichtungen. Wie du schreibst, gibt es das.

Meiner Meinung nach sind bei solchen Anschlüssen die Kupferscheiben "normal". Manche davon haben innen noch einen Kunststoffring (Ölanschluss 348, aber Al-Scheibe).

Bei diesen Anschlüssen ist ja meist eine Hohlschraube mit Sechskant drin. Auf dieser Seite mit dem Sechskant würde eine reine Weichdichtung ohne Scheibe drüber am Ende des Zuschraubens ein wenig mitgenommen werden, was evtl. nicht gut ist.

Bei Bedenken mit der Dichtheit spricht nichts gegen Silikondichtmasse. Und das extrem wenig, also keine Raupe.

 

Gruß

Paul

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Vor Kupfer schrecke ich ein wenig zurück, weil die Dichtflächen nicht wirklich sehr gut aussehen. Bei den Banjos habe ich zwar die Dichtflächen mit 1000er abgezogen, aber insbesondere an den Hohlschrauben bekommt man da nicht wirklich eine schöne Dichtfläche hin.

 

Kai, interessanterweise waren die "Pappdichtungen" jene, welche bis heute absout dicht waren, im Gegensatz zur Kupferdichtung. Warum never ever? Im Vergaserbereich werden diese "Pappdichtungen" doch auch verwendet? Und wo sollten Aluminiumringe korrodieren? Zumal Banjos und zumindest das Filtergehäuse auch Alu sind? Doch allenfalls am Außenumfang, wo es nicht wirklich stört.

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1. Pappe ist für Pappköppe!

1a. "Früher" ging das, heute bei den blöden Öko - Kraftstoffen kann es hier und da nette Effekte geben...

2. Putz Dein Dichtflächen besser :P und zieh die Kupferdichtungen fester an, dann geht das schon!

3. Kontaktkorrosion, wenn dann noch eine aggressive Umgebungsluft (Nordsee, Salz auf Straßen) dazu kommt...

Ok, ich bin etwas Wassersport geschädigt, da "rostet" alles und jedes. Aluminium löst sich da schon mal in weißen Staub auf.

Mit Kupfer hingegen hatte ich (fast) nie Probleme!

 

Allet kloar?

 

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vor 27 Minuten schrieb Jarama:

aber insbesondere an den Hohlschrauben bekommt man da nicht wirklich eine schöne Dichtfläche hin.

Keine Drechbank zur Hand?
Zur Not tuts auch eine Ständerbohrmaschine ;-)

 

Gibts die Schrauben nicht einfach neu?

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bei den hohlschrauben an den Kraftstoffleitungen sind bei mir überall original aludichtringe montiert...selbst die Wasserleitung direkt am Turbolader hat nur aludichtringe...kupfer dürfte aber auch kein Problem sein,und wenns schön aussehen soll kann man die auch recht gut vergolden...gibt's nen schönen Kontrast zu polierten aluvergasern :D

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Ich neige im Moment auch eher zu Alu-Dichtungen. Auch wenn zumindest manche Faserdichtungen, beispielsweise "Vulkanfiber", angeblich auch gegen Benzin und Öl  beständig sind.

 

Interessant ist, dass jedenfalls das große Banjo in den Dichtflächen eine mittig umlaufende schmale Nut aufweist. Dies deutet darauf hin, dass dies für eine Weichdichtung gedacht ist. Diese Nut fasst den sich hinein pressenden Dichtring gegen radiale Kräfte. Bei einer Metalldichtung wäre das entbehrlich. Nur so gedacht, worüber man so nachdenken kann :D.

 

Die Dichtflächen der Hohlschrauben auf der Drehbank zu bearbeiten ist schwerer als man denken mag. Die Dichtfläche muss nämlich exakt senkrecht zum Schraubenschaft stehen. Man müßte also zunächst mit dem Schraubenschaft einspannen und den Kopf der Schraube planen. Und dann den Kopf  fassen. Weil nur dann eine präzise ausgerichtete axiale Anschlagsfläche am Futter zum Anliegen kommt. Dann könnte man die Dichtfläche bearbeiten und wäre sicher, dass sie senkrecht zum Schaft steht. Eine Abweichung aus der Senkrechten würde die Hohlschraube für eine Hartdichtung nämlich unbrauchbar machen, offensichtlich.

 

 

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Du machst Dir das Leben aber auch manchmal schwer.

So etwas hab ich ja noch nie gemacht!

 

Schmirgelleinen schön plan auf die Werkbank gelegt, Hohlschraube genommen, hin- und her gerubbelt, 3-2-1, fertig!

Wobei, man könnte auch kreisende Bewegungen nehmen!? Vielleicht sollten wir nun kreisend gegen hin- und her ausdiskutieren! :P

Ich bin aber auch eher so der Traktormechaniker... ABER, ist der Jarama nicht auch einer? 8-)

 

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Kai, die Dichtfläche ist an der Unterseite des Schraubenkopfes, beim Schaftansatz. Das möchte ich sehen, wie Du die Fläche per Hand plan bekommst, und dann auch noch senkrecht zum Schaft :P:D

 

P.S.: Wegen Deines später hinzugefügten Nachsatzes, zweiter Teil: arschtritt.gif.277f45f29577ba69d55a2b3cce3d46f2.gif:D

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vor 6 Minuten schrieb Kai360:

Holhschrauben lös ich ganz einfach - neu - und fettisch!

Für Traktoren gibbet die vielleicht. Für so einen ollen Lambo auch nicht immer. Beispielsweise die Hohlschraube für den Unterdruckanschluss einer Girling MK2a habe ich aus einer Vollschrauben selbst anfertigen müssen. Hatte ich nirgends gefunden.

 

Die alten sehen eigentlich noch ordentlich aus. Meint: Auch Neue werden da wohl keinen besseren Eindruck (umlaufende Riefen) machen.

 

Die Banjos habe ich genau so wie Du sagst bearbeitet. :D

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vor 6 Stunden schrieb Jarama:

Beidseitig des "Auges" werden Flachdichtungen eingesetzt. Vorgefunden habe ich sowohl Hartdichtungen (Kupfer, Tank) als auch Weichdichtungen

 

beim 512BB sowie bei 308/328 im Bereich Benzinpumpe/Druckspeicher, auch ... Kupfer

 

2u6kxmr.jpg

 

Gruß aus MUC

Michael

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Die liegen sogar noch herum und sehen richtig gut aus, so dass man glatt versucht wäre, sie einfach wieder zu verwenden ;).

 

Mache ich, nach Weihnachten. Solange schmeisse ich die alten Dichtungen auch nicht weg, zwecks Dokumentation. Meine Schlauchhülsenpresse liegt ja leider erst am 24. unter dem Weihnachtsbaum. Schlauch und Hülsen sind schon da.

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Du kriegst ne Schlauchhülsenpresse!?

Wie geil, kann man die mal ausleihen, oder vorbeikommen zur Hülsenpressorgie!?

 

(Ich krieg nur endlich ne Makita zu Weihnachten! )

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In ernst, klar!

Hier in der Nachbarschaft leiht man sich auch gegenseitig Werkzeug. Unlängst hat ein Nachbar mein Endoskop ausgeliehen. Um zu schauen, wo im gebuddelten Fluchttunnel aus dem Stall das eine seiner Kaninchen steckt und nicht mehr raus kann/will :D.

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Die durch stanzen verhärtete Kupferscheiben glühe ich weich. (Aufheizen und abschrecken, wie beim Stahl zum härten) Dann passen/dichten sie besser. 

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Jepp, das mache ich auch regelmäßig, ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Ist auch schnell mit dem Büchsenbrenner erledigt und deswegen hat meine eine Spitzzange auch angelaufene Spitzen :D. Aludichtungen werden übrigens schon weich geliefert.

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vor 10 Stunden schrieb Roland V12:

Die durch stanzen verhärtete Kupferscheiben glühe ich weich. (Aufheizen und abschrecken, wie beim Stahl zum härten) Dann passen/dichten sie besser. 

Danke! Wieder was gelernt :-)

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