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oh1100

Auf der Suche nach einem MF3

Empfohlene Beiträge

dickerg60 CO   
dickerg60
Geschrieben

Den hat doch jeder Wiesel ,

Stecke den Schlüssel ins Schloss und drehe ihn dann drückst du den ( Fahrerlebnisschalter ) und der Wiesel beginnt zu atmen .

Das es einen Wiesel geben soll wo du ähnlich die Leistung verändern sollst durch betätigen eines Knopfes ähnlich wie beim Bmw M5 *( Modell e60 ) 

Wäre mir neu das Wiesmann so etwas in den Mf3 verbaut hat wäre mir neu , 

Aber man lernt nie aus

Schöne Grüße Stefan 

quax   
quax
Geschrieben

Mit Mehrleistung hat der Sport-Knopf soviel ich weiß nichts zu tun.

Es fühlt sich aber so an, weil die Drosselklappenansteuerung wohl aggressiver ist.

Sprich, die Drosselklappen reagieren viel sensibler auf die Gaspedalstellung

 

 

15wiesmann12 CO   
15wiesmann12
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb oh1100:

sehr nett, dass ihr so zahlreich eure Einschätzungen und Hinweise teilt. Danke

 

Nun habe ich ein Wagen entdeckt, der zusätzlich eine von der Manufaktur bereits verbaute "Motormodifikation" hat und mit einem "Sport-Knopf" ausgestattet ist, welcher dann wohl nochmals 50PS entwickelt.

Könnt ihr mir sagen, was es damit auf sich hat?

Meine laienhafte Vorstellung ist, dass der Knopf "nur" ein alternatives Kennfeld in der Motorsteigerung aktiviert. Der Drehmomentverlauf ist demnach anders, aber mehr Leistung??

Freue mich über eure Antworten!

Oli

soviel mir bekannt ist , ändert sich lediglich die Kennlinie des elekt.Gassystems, d.h. die Gasannahme erfolgt schneller .

Bei manchen Wieseln soll kaum oder kein Unterschied bestehen  , ob Sporttaste aus oder gedrückt ist.

 

Leistungsteigernd wirkt die Sporttaste in unseren Wieseln wohl kaum , auch wenn es gefühlsmäßig so esrcheinen mag.

Michael

bearbeitet von 15wiesmann12
Eno   
Eno
Geschrieben (bearbeitet)

Sport aus: recht lineare Öffnung der Drosselklappen mit Gaspedalstellung.
Sport an: im ersten viertel des Gaspedalwegs werden die Drosselklappen schon sehr weit geöffnet, was sich dann deutlich direkter und giftiger anfühlt.

 

Im Grunde könntest Du den gleichen Effekt erzielen, indem Du "digital" fährst...

So ist es zumindest im "Papa" - dem M3 und wird beim Wiesel nicht anders sein. Die Leistung ändert sich durch die Taste folglich nicht.

Nebenbei: Bei meiner ersten Fahrt mit dem E92 M3 bei BMW On Demand, (die mich so infiziert hatte, dass ich jetzt selbst einen gekauft habe) meinte der Herr unten bei der Übergabe: "und mit dem Power Knopf schalten sie noch 20 PS frei..." - ich musste innerlich grinsen, und hab nur genickt. Das war natürlich Quatsch, denn auch beim E92 bewirkt die dort so suggestiv mit "Power" beschriftete Taste lediglich eine Änderung der Gaspedalkennlinie und hat keinerlei Einfluss auf die Leistung. (In den Staaten würde ich jetzt BMW wegen Irreführung verklagen) 


Ich fahre aufgrund der besseren Dosierbarkeit grundsätzlich ohne Sport (E46) bzw. Power (E92).

Auch deshalb, weil der Eindruck mit Sport/Power dann "wow, geht der voran" ist, aber wenn man dann komplett durch tritt, ändert sich die Beschleunigung wegen des eher geringen Restöffnungswinkels der Drosselklappen kaum noch, so dass man dann wieder enttäuscht ist, weil der halbe Restpedalweg "nichts" spürbares mehr hervorbringt.

Gruß,
Eno.

 

Edit:

Achja, zum Thema SMG: Damit solltest Du auf jeden Fall Probe fahren. Das kann man mit einer Automatik (we in deinem X) nicht vergleichen ;)
Problemloser sind die manuellen Schaltgetriebe auf jeden Fall - was nicht heißt, dass die SMG wegsterben, aber bei einem defekt ist das SMG eklig teuer.

bearbeitet von Eno
  • Gefällt mir 1
dickerg60 CO   
dickerg60
Geschrieben

Hast du denn schon einen Wiesel im Kopf der dich nicht mehr schlafen lässt 

Oli

oh1100   
oh1100
Geschrieben

So wild ist es noch nicht. Aber drei vier Optionen habe ich in die engere Betrachtung genommen. Aber schlafen geht, wenn es heute auch 39 Grad C in Wien hatte ?

 

dickerg60 CO   
dickerg60
Geschrieben

Da sind wir im Norden von Deutschland weit weg

Joogie CO   
Joogie
Geschrieben

@dickerg60

von wien oder der temperatur ?

sollte es von der temperatur sein - sein froh ich hab 32 grad in der bude

klimaanlagenfutzies gehen nicht her - die wollen/brauchen wohl alle keine aufträge mehr ...

 

dickerg60 CO   
dickerg60
Geschrieben

Meinte 39 Grad natürlich hier oben sind maximal 22 Grad und Regen,  

Und auf die Klima bezogen ist schwer gutes Personal zu finden , dann dreh doch mit dem j3 speciale der kann bestimmt kühlen

Joogie CO   
Joogie
Geschrieben

gib adresse her, ich komm mitem schlafsack und hau mich in deiner garage aufs ohr

dickerg60 CO   
dickerg60
Geschrieben

Den hätte ich notfalls auch,  

Im schönen Bad Segeberg und Winnetou ist mein Nachbar

  • Gefällt mir 1
oh1100   
oh1100
Geschrieben

Hallo Leute,

aktuell wird ein MF3 mit etwas über 1.000km angeboten.

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=249227399&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=25650&makeModelVariant1.modelId=3&pageNumber=2&scopeId=C&fnai=prev

Welche "Standschäden" kann das Fahrezug aufweisen, die ich nicht aufgezählt habe und die m.E. auf alle Fälle zu tauschen sind

- Reifen

- Öl, Bremsflüssigkeit (weiter?)

- Bremsbeläge?

 

Ist das aus Eurer Sicht "geschickt" ein Fahrzeug mit 8 Jahren mit dermaßen wenig km zu holen? Es wurde nie ein Service gemacht. Schön ist der ja schon.

 

so long

Oli

quax   
quax
Geschrieben (bearbeitet)

Also, ich persönlich hätte da keine so ganz große Bedenken.
Reifen, Öl, Kraftstoff, Bremsflüssigkeit wechseln, würde imho reichen.

 

Kommt aber auch ein bischen darauf an wie er gehalten wurde.
Das heisst, ob er dann ab und zu im Stand bewegt/geschoben wurde (Fahrwerk und Gummis)
Hier würde ich schauen, ob die irgendwie porös aussehen.

Ein Vorteil:
Anhand des Reifens und der DOT - Nr müsste man die Laufleistung auch gut nachvollziehen können.

Preislich finde ich aber auch diesen derzeit ganz interessant:

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=242168169&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=25650&makeModelVariant1.modelId=3&pageNumber=1&scopeId=C



 

bearbeitet von quax
15wiesmann12 CO   
15wiesmann12
Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb oh1100:

Hallo Leute,

aktuell wird ein MF3 mit etwas über 1.000km angeboten.

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/details.html?id=249227399&damageUnrepaired=NO_DAMAGE_UNREPAIRED&isSearchRequest=true&makeModelVariant1.makeId=25650&makeModelVariant1.modelId=3&pageNumber=2&scopeId=C&fnai=prev

Welche "Standschäden" kann das Fahrezug aufweisen, die ich nicht aufgezählt habe und die m.E. auf alle Fälle zu tauschen sind

- Reifen

- Öl, Bremsflüssigkeit (weiter?)

- Bremsbeläge?

 

Ist das aus Eurer Sicht "geschickt" ein Fahrzeug mit 8 Jahren mit dermaßen wenig km zu holen? Es wurde nie ein Service gemacht. Schön ist der ja schon.

 

so long

Oli

....er könnte nach so langer Zeit des Stillstandes vergessen haben , wie man sich artgerecht bewegt!!:wink:

 

Möglicherweise müsste man ihm dies neue beibringen.

bearbeitet von 15wiesmann12
dickerg60 CO   
dickerg60
Geschrieben

Das Herz muss ja sagen und der Verstand sagen das ist er der Rest ist egal selbst wenn was kaputt ist kann man es reparieren 

oh1100   
oh1100
Geschrieben

So. Nun hat die Suche ein Ende. 

Es wurde ein 2008-er mit SMG und in weiß. Innen schwarz in Alcantra / Glattleder Mix. Freu mich sehr ?

Dank euch für Eure Hinweise.

 

so long

Oli

 

IMG_2407.JPG

IMG_2412.JPG

  • Gefällt mir 4
Eno   
Eno
Geschrieben (bearbeitet)

Ein Träumchen!

Herzlichen Glückwunsch - der Motor ist genial, und bringt Dir hoffentlich im Gesamtpaket viel Spass!
Nicht vergessen, das 10W60 alle ~10k km zu wechseln (oder bei geringer Fahrstrecke nicht Jahrelang drin zu lassen) und bei ~80 bis 100k km die Pleuellagerschalen wechseln zu lassen!

:vollgas:

 

Gruß,
Eno.

P.S.: Was schaut denn da an der Fahrertür unten raus? Gurt eingeklemmt? Dichtgummi? O:-)

bearbeitet von Eno
Insider entfernt, wegen relativ neuer User. ;)
dickerg60 CO   
dickerg60
Geschrieben

Warum seid ihr alle so fix ich habe mich aktiv bei mir hat es von der Planung bis zur Umsetzung locker ein jahr gedauert 

Aber coole Kiste wünsche dir viel Spaß  damit und all zeit gute fahrt 

Eno   
Eno
Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Stunden schrieb Joogie:

Oh, das TWS gibts also doch noch? und der Preis wäre auch auch i.O. - wenns denn lieferbar wäre. Ich denke das gibt es so nicht mehr.

Ich dachte / habe mich schon damit angefreundet, vom TWS auf das aktuelle 10W60 Supercar umzuölen: http://www.castrol.com/de_de/germany/car-engine-oil/motorenol-nach-marke/castrol-edge/edge-produkte/supercar.html

Das ist offiziell das einzig verbliebene für die Hochdrehzahlsauger.

Gruß,
Eno.

bearbeitet von Eno
806 CO   
806
Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden schrieb Eno:


P.S.: Was schaut denn da an der Fahrertür unten raus? Gurt eingeklemmt? Dichtgummi? O:-)

Dichtgummi. Liegt am Baujahr - geht auch bei 2009ern sehr gut, wenn man beim Aussteigen nicht aufpaßt. Vorsichtig wieder reinschieben, ist fummelig und hält - einmal raus - nie wieder richtig.

Isso.


Ansonsten: Glückwunsch, ein Schwesterchen zur 806 ... ;-)

Die Weiß-Schwarzen werden hier mehr!


Markus

bearbeitet von 806
Joogie CO   
Joogie
Geschrieben

@Eno

 

wenn du brauchst, kann ich dir 7 liter für einen ölwechsel abtreten ;)

habe gerade mal die rechnung gezogen - habe für die 7 liter, man glaubt es kaum, im feb 2017 € 88,88 bezahlt

 

lg joogie

 

 

Eno   
Eno
Geschrieben

hmm, das würde noch einmal fuer den E46 reichen.
Der E92 braucht afaik ~9l, der kriegt dann das "Supercar"
Beide wären nämlich im Frühjahr für eine neue Füllung dran.

88,88 :D Wenn du mir einen kl. Feigling dazulegst, um die Schnapszahl zu feiern, werden wir uns diesmal einig. Hast Du Dir schon ueberlegt, was du dem Wiesel dann einfüllst, wenn Du das letzte "gute Zeug" weg gibst?

Ich schreib Dir noch eine PN.

Gruß,
Eno.

PitWiesel CO   
PitWiesel
Geschrieben

Ich habe auch so einen Knopf. Er hängt dann wirklich wesentlich bissiger am Gas. 

mwalter CO   
mwalter
Geschrieben

Hallo Oli,

Auch von mir, Glückwunsch für deine neue Errungenschaft.

Er wird dir viel Freude bereiten und viel Bewunderung von den Zuschauern bescheren.

Gib acht, durch die niedrige Bauweise des Wiesel wird man des öfteren übersehen.

Herzliche Grüsse aus Luxemburg.

Marcel  :welcome:

 

 

 

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      1. Fehler:
       
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      3. Fehler:
       
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      Das Gewürge der Kühlschlange wird an der Lenkung mit zwei Haltern befestigt. Nur: Da, wo sie nun mal im MF3 sitzt, kommt schlicht keine Luft hin: Hinter dem unteren Rahmenträger, abgedeckt von der Unterkante der Motorhaube. Dafür „weht“ es aber allen Dreck dorthin. Das geht ein paar Jahre gut. Dann nicht mehr.
       
      5. Fehler:
       
      Die Lenkungsölleitungen sind hochdruckfeste Schläuche, aber die haben Anschlüsse und die Kühlschlange ist generell aus Metall. Keinerlei Schutz drauf. Knappe 100tkm und neun Jahre später ist das zusammengerosteter Kernschrott.
       
       

       
       
      Abhilfe: Da sowieso nix wirklich gekühlt hat - fliegt das ganze sinnlose Gewürm raus. Die Hochdruckleitungen werden ersetzt, das Gefrickel mit Ansatzstücken und -stückchen ist sinnfrei und wird ersetzt. Stattdessen gescheite Anschlüsse mit schicken Rennsportteilen und bestens geschützte Hochdruckleitungen (Betriebsdruck der Lenkung ca. 30 bar) mit Berstdruck erst bei 400bar.
       
       
       

       
       

       
       

       
       
      Paßt, sitzt, wackelt und hat Luft. gleichmäßig durchströmt, weil gleiche Durchmesser allerorten. Somit viel bessere Zirkulation und per se schon „Kühlung“. Apropos: Das Lenkungsöl ist rot, wenn es frisch ist (genauer: Automatikgetriebeöl ATF II). Bei der 806 war es schwarz. Mithin: Egal, ob das technisch fragwürdige Gebastel schon zusammengerostet ist oder nicht: Wechselt das Lenkungsöl beizeiten (Vorschlag: nach sieben Jahren spätestens), sonst wird’s teuer, wenn die Komponenten hinüber sind.

      Markus

       
       
       

      Das letzte Bild ist ungewollt - mit "ausschneiden" ist's am Bildschirm weg, sonst aber permanent ...
       
    • 806
      
Wiesmänner sind keine Briefmarken, die man ins Album steckt und nicht verwendet. Sie sind Autos und Autos wollen gefahren werden. Manchmal schnell, manchmal weit.


       
      Hier geht’s um’s „weit“ - nämlich an das Westende Kontinentaleuropas, genauer „Cabo Sao Roche“ in Portugal nahe Sintra.


       
      Hinbolzen und zurück ist langweilig, also machen wir daraus lieber eine Reise von 17 Tagen und vermeiden Autobahnen, sondern gondeln über Land. Runde 6.500 km waren’s am Ende. Eindrücke, die bleibend sind und Fahrerlebnisse, die in einem MF3 noch anders empfunden werden als in einem „moderneren“ Auto. Europa unmittelbar erlebt, sozusagen.


       
      Und es ist schön, dieses Europa!
       
      

Die grobe Richtung war im Uhrzeigersinn von Speyer aus südwärts durch Zentralfrankreich ans Mittelmeer, entlang der spanischen Küste über Granada  und oberhalb des Alentejo quer durch Portugal und an seiner Küste hoch ans Westende Europas. Über das Douro-Tal weiter nach Nordspanien, an dessen Küste und übers Baskenland nach Frankreich zurück, durch den Südwesten und mit einem Abstecher ins Perigord wieder über Burgund Richtung Heimat.


       
       

       
       
      Tagesetappen nicht länger als 500 km, eher um die 250 bis 300. Sonst sitzt man nur im Auto und hat keine Zeit für Land und Leute. Spätestens um 17.00 in den vorgebuchten Unterkünften eintreffen, keinen Streß mit „unterwegs noch Bett für die Nacht suchen“. Lecker essen - nicht „Sterne sammeln“, sondern regionaltypisch aussuchen. booking.com hilft und die Streckenplanung am Eßtisch ist alleine schon ein Erlebnis: Straßenkarte hier, Satellitenbilder auf dem iPad da und Reiseführer verstreut.
       
      

Motto außerdem: Bleib’ den Städten fern - die sehen wir uns ggf. gesondert an, aber das machte den Charakter der Reise sonst unharmonisch. „Landpartie“ in Ruhe (soweit das der Auspuff eines MF3 zuläßt) statt Hektik.
       
      

Die Anfahrt nach Burgund als erster Etappe ist durch bestens bekanntes Geläuf, da geht’s nur um „Strecke machen“. Einfaches aber sauberes kleines Hotel mit leckerer Küche reicht uns.
       
      

Ab jetzt kommt Neues, nämlich die Cevennen. Wunderschön, kaum erschlossen und traumhafte Straßen. Ein bißchen viele, wir kommen nur mühsam voran. Einfacher Grund: Ich habe der Handynavi (sehr empfehlenswert: Navigon-App) vorgegeben, „schön“ für einen „PKW“ zu führen. Das tut sie mit Inbrunst. Wir gurken auf kleinen und kleinsten Sträßchen, bis uns die Lust am ewigen Gekurbel etwas schwindet. Tip aus der Praxis: „Motorrad“ wählen, dann fallen sehr unebene Strecken weg und langwierige Ortsdurchfahrten mit Ampeln werden tunlichst vermieden.
       
       

       
       

       
      

„AEG“ - Aus Erfahrung Gluch!
       
      

Im katalanischen Frankreich (die mit Erstaunen auf Ihre Geschwister in Spanien und deren politische Bemühungen blicken) erreichen wir das Mittelmeer. Es ist noch keine rechte Badesaison, um es mal so zu sagen. Regen ist international gleich lästig für Aktivitäten wie diese.


       
      Kaum über die Grenze nach Spanien lichtet sich alles und uns empfängt eine völlig andere Landschaft mit völlig anderem Wetter. Alles gut und schön, aber ohne Klimaanlage kann auch sogenanntes „schönes Wetter“ nerven!


       
       

       
       
      Die Monokulturen entlang der Strecke sind genauso erschreckend wie sie interessant anzusehen sind. Erst sind’s Orangen, dann werden’s Oliven. Daß das Land ein Wasserversorgungsproblem hat, ist nachvollziehbar. Geisterstädte haben wir nur gestreift, Senasationstourismus stand nicht auf dem Programm. Da stehen ernsthaft Siedlungen mit allem Pipapo - Straßen, Plätze, Häuser, Beleuchtung, Schilder - und KEINER wohnt da. Abartig.
       
       

       
       
      

Bauruinen hat’s da mehrfach, und je weiter wir nach Süden kommen desto mehr britische „Expats“. Das sind sonnengegerbte Briten im Rentneralter, die sich dauerhaft ein „home away under the sun“ in Spanien eingerichtet haben. Naja. Tut der Sache nicht unbedingt gut, zumal sie dann eher untereinander bleiben und manche es in Jahren nicht schaffen, wenigstens gebrochen Spanisch zu sprechen. Gut zu Fuß sind sie aber alle, denn in Spanien - anders als im NHS - kosten Hüften und Knie nichts und werden auch über 75 noch eingebaut. Was daheim im wahrsten Sinne des Wortes „am Stock geht“, springt hier mit faltiger Haut am Knie munter herum.


       
       

       
       

       
      Die Landschaft wird in der Region Murcia eintönig und wüstenartig, so daß wir uns wirklich auf Granada freuen. Sehr sehenswert, Weltkulturerbe völlig zu recht. Mit dem Wiesmann durch die Altstadt zur Hotelgarage löst allerdings ähnliches Aufsehen aus …
       
       

       
       

       
      

Südspanien haben wir passiert und kommen nach Portugal. Erstaunlich, daß die Landesgrenze auch sonst eine ist: Die Landschaft ändert sich binnen weniger Kilometer komplett! Korkeichen über Korkeichen säumen den Weg, nicht selten werden die Wälder von Kühen oder Schweinen durchforstet. Ronda ist unser nächstes Etappenziel, ein wirklich bezauberndes Städtchen in perfekter Lage auf einem Felsen, wunderschön! 
       
       

       
       
      Quartier beziehen wir in Beja, das wir von früheren Reisen schon kennen. Die Pousada liegt sehr nett (ein aufgegebenes Kloster, das Hotel wurde) und die Innenstadt ist immer einen Abendspaziergang wert. Essengehen ist schwer - wir landen ernsthaft in einer italienischen Pizzeria. Hat dem Geschmack keinen Abbruch getan!


       
      Auf dem Weg nach Sintra liegt Estoril. Ein Sportwagen muß zur Rennstrecke (wenn auch „darauf“, das wäre für mich zu infizierend und für das Auto möglicherweise nicht gesund. „Gesperrt“ und ein grimmiger Sicherheitsdienst an der Schranke. Tja - ein schnuckeliges kleines Auto mit lautem Motor erweicht weltweit die Herzen. Mit dem Versprechen, nur kurz zum Fahrerlager vorzufahren, dort ein Foto zu machen und dann zurückzukommen, dürfen wir passieren! Ich entschuldige mich hiermit bei Peugeot, daß wir die Vorstellung der „SUV-Flotte“ auf dem Racetrack boykottiert haben und alle Presseleute und Gäste sich dem kleinen weißen zuwandten ….
       
       

       
       
      

Im Großraum Lissabon sind wir schon, in Sintra werden wir in einem ausgezeichneten Bed & Breakfast übernachten und uns zum Wendepunkt der Reise aufmachen. Zur rechten Zeit, denn normal ist es dort proppenvoll. Bei uns ging’s und für Fotos und Urkunde hat’s gereicht.
       
       

       
       
      

Auf dem weiteren Weg ins Douro-Tal passieren wir auf Empfehlung Einheimischer Viseu. Die Menschen hatten recht, das ist ein lebhaftes bezauberndes Städtchen abseits der Tourihauptrouten.


       
       

       
       
      Das Douro-Tal sollte uns nach der Anfahrt etwas Entspannung geben. Autofrei zum Probieren der Portweine mit der Bahn - unser einfaches aber sehr sauberes Hotel liegt direkt am Bahnhof in einem gottverlassenen Nest und näher als mit dem Zug kann man dem Fluß nicht kommen. Eine herrliche Gegend - da kann sich die Mosel mal ein Scheibchen von abschneiden!


       
       

       
       

       
       

       
      Nordspanien empfängt uns mit Einöde. So was von Einöde auf dem Weg nach Leon habe ich noch selten erlebt. Die sinnfreie völlig neue und völlig leere Autobahn führt schnurgerade durch unbewohnte Landschaft mit Feldern im Format „unter 100 Hektar ist Kleingarten“.
       
       

       
       
      

Die Küstenregion dagegen erinnert fatal an Südtirol - nur anders arrangiert. Es geht immer von der Küste weg in ein Tal, Querverbindungen sind selten. Man klappert also in den „Picos d’Europa“ quasi Tal um Tal ab auf dem weg Richtung Bilbao.


       
       

       
       
      Bei Irun geht’s zurück nach Frankreich, wo wir beim Durchqueren Aquitaniens die Errungenschaft moderner Forstwirtschaft bewundern können: Bäume wie die Soldaten aufgereiht, durchschnitten von kerzengeraden Straßen. Bewohner? Kaum. Wenn aber: „lecker Essen auf’m Land“!


       
       

       
       
      Auf dem Weg zurück in die Pfalz ein letzter kulinarischer Stop in Pontaubert - und die Heimat hat uns ohne eine einzige Schramme wohlbehalten wieder.


       
       

       
       
      Quintessenz aus dieser Marathontour:


       
      Wer geschickt packt, kriegt alles lässig im Wiesmann unter. Herumrasen ist dem Fahrspaß abträglich, gepflegtes Abroadstern mit offenen Augen und wachen Sinnen ein einziges Vergnügen.  Ein kurioses Auto (ich glaube, wir waren der erste Wiesmann in Portugal, zumindest dort, wo wir unterwegs waren) ist ein Türöffner und mit etwas gutem Willen kann man sich immer verständlich machen. Was „laß’ mal unter die Haube gucken“ heißt, erschließt sich schnell.


       
      Auf einer solchen Tour lernt man außerdem, daß Spanien viel bessere Hotels und Betten hat als Frankreich, man dort aber viel besser ißt - die Rezepte sind halt vielfältiger und die Zubereitungen abwechslungsreicher. Auf dem Land wird nicht gerast, weder in Spanien noch in Frankreich, aber Portugiesen lieben es, dicht aufzufahren. Man klebt am Vordermann, beachtet aber das Tempolimit strikt. Muß sehr teuer sein, das nicht zu tun!
       
      

Und eine ganz wichtige Lehre am Schluß: RECHTS fahren, so weit wie eben möglich! (Steht übrigens auch in § 7 Absatz 2 der StVO). Das heißt nicht nur, bei mehreren Spuren die rechteste freie zu nehmen, sondern auch, innerhalb der Fahrspur so weit wie möglich rechts zu bleiben. Quasi am Randstreifen entlang. Das hat uns in den Cevennen einen schweren Unfall erspart.


       
      Mitten im Nirgendwo donnert ein Milchlaster auf seiner Routinetour. So schnell wie’s geht, also auch manchmal Kurven schneidend. Uns kommt er entgegen. Ziemlich in der Mitte aus einer Kurve heraus, wir waren für ihn durch einen Hain nicht sichtbar. Wäre ich auch „optimiert schnell“ unterwegs gewesen, hätte es granatenmäßig geknallt. Getreu dem Motto: „Montags ist da noch nie einer gekommen, was macht Ihr denn da??“ So hat er Platz genug, um mit einem scharfen Lenkmanöver auszuweichen. Ein paar Verkehrsschilder räumt er ab - das ist aber wohl Routine, er hält nämlich vorsichtshalber gar nicht erst an, sondern braust ungebremst weiter!


       
       

       
       
       
      Wie dem auch sei: Diese andere Art des Reisens ist anstrengend (wir haben trotz ausgiebigen Testens der Landesküche nicht zugenommen), aber selbst in einem knappen Roadster sehr gut machbar. Die nächsten Touren hätte ich schon „im Koppe“ …. 




      Markus
       

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