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Autonome Autos seit fast 500.000 km unfallfrei

Empfohlene Beiträge

JazP
Geschrieben
In den Medien genießt das autonome Auto von Google "DEN" perfekten Sicherheitsstatus - zu unrecht. Bis jetzt hat Google ca. 50 Fahrzeuge gebaut und getestet. Dabei gab es bis jetzt ca. 10 Unfälle. Das Google-Auto ist aber keineswegs Schuld gewesen. Die Medien dazu: Menschen sind zu dumm und das Problem.

Hmm...Ich frage mich, wie man nur mit 50 Fahrzeugen schon das Sicherheitsergebnis feststellen kann. Würde Google mit der Massenproduktion anfangen, dann sähe die Welt bestimmt ganz anders aus.

Wenn ich mich recht erinnere, hat Google mit dem Projekt erst 2009 gestartet. Und zwar als IT Unternehmen, das mit Fzgen. bisher nichts am Hut hatte. Außerdem sprechen wir nicht von teil- oder hochautomatisiertem Fahren, sondern vom vollautomatisierten.

Unter Betrachtung dieser Umstände finde ich es sehr beachtlich, was Google geschafft hat. Es stellt sich die Frage, wie groß der Entwicklungsvorsprung der etablierten Autohersteller tatsächlich ist.

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Kor1987
Geschrieben
Wenn ich mich recht erinnere, hat Google mit dem Projekt erst 2009 gestartet. Und zwar als IT Unternehmen, das mit Fzgen. bisher nichts am Hut hatte. Außerdem sprechen wir nicht von teil- oder hochautomatisiertem Fahren, sondern vom vollautomatisierten.

Unter Betrachtung dieser Umstände finde ich es sehr beachtlich, was Google geschafft hat. Es stellt sich die Frage, wie groß der Entwicklungsvorsprung der etablierten Autohersteller tatsächlich ist.

Die Frage ist eher: Wie weit ist Google mit dem Entwicklungsvorsprung? Ist Google wirklich mit ihrer Technik, wie das Unternehmen behauptet, so weit, dass dieses Auto bereits vor 2020 auf dem Markt erhältlich ist?

Vollautomatisiertes Fahren ist nur dann möglich, wenn Sensoren vollfunktionsfähig sind. Aber soweit sind die deutschen Autohersteller nicht (Fiat hat meines Erachtens noch keine Entwicklung und Forschung für autonomes Fahren vorangetrieben bzw. sehr gering im Vergleich zu den Deutschen).

Ich gehe davon aus, dass Google genauso Schwierigkeiten mit Sensoren hat.

Können die Sensoren bereits heute schon bei hoher Geschwindigkeit ( mind. 100 km pro Std. >) alles "mitlesen", was vor uns auf einer Straße oder Autobahn los ist und wie sich Autos dementsprechend automatisch verhalten sollen?

Meiner Meinung nach hat Google mit selbstfahrenden Autos zu früh gepokert. Irgendwann werden solche Autos so oder so kommen, aber wir haben 2015. Es ist definitiv zu früh.

Aber Google will ja offensichtlich Autos nicht selber bauen, sondern ihre Produkte an etablierte Autohersteller verkaufen und somit alle abhängig machen. Falls es nicht gelingt, dann kann Google selbst Autos bauen, was aber für Google keine optimale Lösung ist.

Es wird immer argumentiert, dass man seine Zeit in einem selbstfahrenden Auto "sinnvoll" verbringen kann. Aber das ist doch der größte Bullshit, den ich je gehört habe. Mal ehrlich: Während der Fahrt Mails zu checken, zu spielen, zu serven etc., ist nur "nice to have", aber kein "must have".

Menschen werden fauler und fauler und glauben ernsthaft, anhand ihrer Faulheit sinnvoll argumentieren zu können.

Was sagte John F. Kennedy mal? "Der Mensch ist immer noch der beste Computer".

Dabei bleibe ich und es ist auch gut so..

Toni_F355
Geschrieben
Vollautomatisiertes Fahren ist nur dann möglich, wenn Sensoren vollfunktionsfähig sind. Aber soweit sind die deutschen Autohersteller nicht

Falsch!!!

Bereits im Jahre 2011 führ der erste BMW autark von Ingolstadt nach München.

Die Technik existiert UND funktioniert.

Ich gehe davon aus, das auch andere Hersteller (wie MB besipielsweise) voll einsatzfähige autarke Fahrzeuge in der Schublade liegen haben!

Kor1987
Geschrieben
Falsch!!!

Bereits im Jahre 2011 führ der erste BMW autark von Ingolstadt nach München.

Die Technik existiert UND funktioniert.

Ich gehe davon aus, das auch andere Hersteller (wie MB besipielsweise) voll einsatzfähige autarke Fahrzeuge in der Schublade liegen haben!

Wenn es von einem einfachen und simplen Autofahren auf einer Bahn die Rede ist, dann ist Deine Aussage richtig. Aber Können die jetzigen Sensoren auch schon erkennen, dass 10m oder 20m vor dem Auto eine Baustelle liegt oder vllt. ein Autounfall? Wenn ja, dann muss das Auto automatisch diese Hürde ausweichen. Dann kommt die nächste Frage: Ist die andere Spur frei? Was, wenn die Spur daneben voll ist?

Soweit ich weiß, konnte kein einziges automatisiertes Auto in einer deutschen Innenstadt getestet werden. Und gerade in deutschen Innenstädten ist es deutlich komplexer und muss man sich mit mehr Fragen beschäftigen als im Fall Autobahn.

Wenn Autos bereits existieren, die problemlos sowohl auf Autobahnen als auch in Innenstädten automatisch fahren können, dann haben BMW, MB und VW umsonst Nokia HERE für ca. 2.8 Mrd. Euro gekauft.

Die große Hürde, , vor der die deutschen Autobauer Angst haben, ist nicht die Technik, sondern Software.

amc
Geschrieben

Es wird immer argumentiert, dass man seine Zeit in einem selbstfahrenden Auto "sinnvoll" verbringen kann. Aber das ist doch der größte Bullshit, den ich je gehört habe. Mal ehrlich: Während der Fahrt Mails zu checken, zu spielen, zu serven etc., ist nur "nice to have", aber kein "must have".

Aus der deutschen Perspektive würde ich Dir weitgehend zustimmen. Aber in vielen richtigen Ballungsräumen verbringen die Leute manchmal 2 Stunden pro Tag allein mit Stop&Go-Verkehr für die letzten 20km (ganz zu schweigen von einigen Millionenstädten in Asien wo es nochmal schlimmer ist).

JazP
Geschrieben
Es wird immer argumentiert, dass man seine Zeit in einem selbstfahrenden Auto "sinnvoll" verbringen kann. Aber das ist doch der größte Bullshit, den ich je gehört habe. Mal ehrlich: Während der Fahrt Mails zu checken, zu spielen, zu serven etc., ist nur "nice to have", aber kein "must have".

Ersetze "sinnvoll" durch "angenehmer". Ich kann mir Schöneres vorstellen, als im Berufsverkehr auf die Straße zu starren, damit ich weiß, wann ich im Stau die nächsten 15 m nach vorne rollen kann. Das Argument meines Vorposters kommt noch hinzu.

Schau Dir außerdem mal die Preise in den Ballungsräumen, bspw. München oder Hamburg an. Ein Grund, weshalb die Städte so beliebt sind, sind kurze Wege. Wenn ich aber morgens im Auto frühstücken und Zeitunglesen sowie mich abends bei einem guten Buch entspannen könnte, wäre mein Fahrtweg gefühlt 30 min. kürzer. Dann wäre ein Haus in ländlicher Gegend mit viel Grün herum wesentlich attraktiver.

Aber abgesehen davon, verstehe ich Deinen Standpunkt nicht. Worauf möchtest Du überhaupt hinaus? Dass Google gar nicht so weit voraus ist, wie viele denken? Oder dass sie bis 2020 niemals fertig werden? Dass deutsche Autohersteller ebenfalls Kompetenz im autonomen Fahren haben? Dass autonomes Fahren gar nicht notwendig ist? ...

Kor1987
Geschrieben

Aber abgesehen davon, verstehe ich Deinen Standpunkt nicht. Worauf möchtest Du überhaupt hinaus? Dass Google gar nicht so weit voraus ist, wie viele denken? Oder dass sie bis 2020 niemals fertig werden? Dass deutsche Autohersteller ebenfalls Kompetenz im autonomen Fahren haben? Dass autonomes Fahren gar nicht notwendig ist? ...

1. Die Technik ist fortgeschritten, aber ob Google weiter voraus ist als andere deutsche Hersteller, wage ich zu bezweifeln.

2. Vllt. sind selbst fahrende Autos bereits vor oder im Jahr 2020 fertig, aber der Verkaufsstart ab 2020 ist mMn zu früh geplant: Sobald solche Autos kurz vor dem Markteintritt stehen, müssen so viele Fragen geklärt werden wie Preis für solche Autos, Kosten für Updates, Verkehrsregeln, Verkehrsbau, Konsumverhalten, Verkehrsrechte, Versicherungsabwicklung, Präventionsmaßnahmen für Schutz von Taxifahrern und davon Betroffenen vor Arbeitslosigkeit. Dass all diese Fragen bereits vor 2020 geklärt werden, glaube ich nicht.

3. Autonomes Fahren ist notwendig, aber mMn bedingt. Wer ständig weit pendelt, mag so ein Auto sinnvoll und angenehm sein, aber wer in einer großen Stadt lebt, dann soll lieber auf Autos verzichten und dafür Fahrrad fahren oder zu Fuß laufen. Na..Das wäre mal was, wenn Menschen dicker und dicker werden.

Vllt. noch ein pessimistischer Punkt: Terroristen haben endlich die Möglichkeit, nicht unbedingt direkt vor Ort zu sein, um etwas in westlichen Ländern zu bombadieren. Sie können gut ausgebildete Hacker lockern und von Absurdistan aus westliche Länder angreifen.

JazP
Geschrieben
1. Die Technik ist fortgeschritten, aber ob Google weiter voraus ist als andere deutsche Hersteller, wage ich zu bezweifeln.

2. Vllt. sind selbst fahrende Autos bereits vor oder im Jahr 2020 fertig, aber der Verkaufsstart ab 2020 ist mMn zu früh geplant: Sobald solche Autos kurz vor dem Markteintritt stehen, müssen so viele Fragen geklärt werden wie Preis für solche Autos, Kosten für Updates, Verkehrsregeln, Verkehrsbau, Konsumverhalten, Verkehrsrechte, Versicherungsabwicklung, Präventionsmaßnahmen für Schutz von Taxifahrern und davon Betroffenen vor Arbeitslosigkeit. Dass all diese Fragen bereits vor 2020 geklärt werden, glaube ich nicht.

3. Autonomes Fahren ist notwendig, aber mMn bedingt. Wer ständig weit pendelt, mag so ein Auto sinnvoll und angenehm sein, aber wer in einer großen Stadt lebt, dann soll lieber auf Autos verzichten und dafür Fahrrad fahren oder zu Fuß laufen. Na..Das wäre mal was, wenn Menschen dicker und dicker werden.

Vllt. noch ein pessimistischer Punkt: Terroristen haben endlich die Möglichkeit, nicht unbedingt direkt vor Ort zu sein, um etwas in westlichen Ländern zu bombadieren. Sie können gut ausgebildete Hacker lockern und von Absurdistan aus westliche Länder angreifen.

(1) Wer hat denn Deiner Meinung nach die Führungsposition beim vollautonomen Fahren? Und aus welchem Grund kommst Du zu Deiner Meinung?

(2) Deine Punkte gelten für recht konservative Gesellschaften, wie bspw. Deutschland. In anderen Kreisen ist man da weniger detailverliebt und startet vollautonomes Fahren auch ohne die Fragen geklärt zu haben. Die Technologie wird jedenfalls global betrachtet nicht warten.

(3) Mit anderen Worten macht autonomes Fahren in Städten kein Sinn, weil die Menschen das Fahrrad nehmen sollen? Das ist kein Argument gegen autonomes Fahren, sondern gegen motorisierte Mobilität im Allgemeinen.

(4) Dein Argument mit dem Terrorismus empfinde ich als Stimmungsmache. Erstens kann man auch autonome Fzge. so sicher gestalten, dass sie keine Vorteile gegenüber anderen Anschlagszenarien besitzen. Und zweitens ist die Gefahr von Terrorismus betroffen zu sein derart gering, dass man deswegen eine vorteilhafte Technologie nicht ablehnen sollte.

Kor1987
Geschrieben
(1) Wer hat denn Deiner Meinung nach die Führungsposition beim vollautonomen Fahren? Und aus welchem Grund kommst Du zu Deiner Meinung?

(2) Deine Punkte gelten für recht konservative Gesellschaften, wie bspw. Deutschland. In anderen Kreisen ist man da weniger detailverliebt und startet vollautonomes Fahren auch ohne die Fragen geklärt zu haben. Die Technologie wird jedenfalls global betrachtet nicht warten.

(3) Mit anderen Worten macht autonomes Fahren in Städten kein Sinn, weil die Menschen das Fahrrad nehmen sollen? Das ist kein Argument gegen autonomes Fahren, sondern gegen motorisierte Mobilität im Allgemeinen.

(4) Dein Argument mit dem Terrorismus empfinde ich als Stimmungsmache. Erstens kann man auch autonome Fzge. so sicher gestalten, dass sie keine Vorteile gegenüber anderen Anschlagszenarien besitzen. Und zweitens ist die Gefahr von Terrorismus betroffen zu sein derart gering, dass man deswegen eine vorteilhafte Technologie nicht ablehnen sollte.

1. Es ist doch völlig egal, wer jetzt die Führungsposition hat oder? Was, wenn Google jetzt die Führungsposition hat? Garantiert es einen höheren Marktanteil in der zukünftigen Automobilbranche?

Nur diejenigen, die in der Zukunft einen höheren Marktanteil und somit höhere Gewinne erzielen, haben die Führungsposition.

Ich habe nur unterstellt, dass die Medien gerade in diesem Sachverhalt überwiegend über Google berichten.

2. Zu viel Bürokratie in Deutschland? Da gebe ich Dir natürlich recht. Manchmal ist es nicht praktisch und nicht bequem, aber das ist ebenfalls der Grund, warum Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern generell eine stabile Gesellschaft hat.

3. Völlig richtig. In diesem Sinne kann ich gegen die motorisierte Mobilität in Innenstädten aussprechen bzw. für Fahrräder aussprechen. Viele Menschen sprechen für autonomes Fahren aus, weil sie davon ausgehen, dass der Verkehr in Großstädten einfacher wird. Was genau wird denn einfacher? Nur dass schlechte Fahrer sich keinen Kopf über Beleidigungen von anderen Fahren machen müssen? Wenn unser Verkehrssystem einen Wandel erleben wird, dann müssen ebenfalls Wege für Fahrräder berücksichtigt werden.

4. Deine Aussage, dass man Fahrzeuge sicher vor Hackern und Terroristen schützen kann, ist genauso überzeugend wie "Ashley Madion, Sony, Jeep, UBS etc. können ihre Kundendaten so sicher gestalten, dass keiner Zugang zu den Kundendaten haben kann".

JazP
Geschrieben

(1) Mich interessiert einfach, wen Du in der Führungsposition siehst. Google scheint es ja nicht zu sein. Wer ist es Deiner Meinung nach? Egal finde ich die Frage nicht.

(2) Oh vorsicht: Ich habe nicht von "zu viel" Bürokratie in Deutschland geschrieben. Ich habe nur ganz wertfrei geschrieben, dass es mehr davon gibt als in anderen Ländern. Ob das nun gut oder schlecht ist, kann jeder mit sich selbst ausmachen.

(3) Dann geht es Dir jetzt nur mehr um den Vorteil von autonomem Fahren? Okay. Zu Beginn: Weniger Verkehrslärm, weniger Verkehr in Wohngebieten, weniger Emissionen durch gleichmäßigere Fahrweise, geringere Kosten. Spätestens mittel- bis langfristig: Weniger Unfälle, weniger Fahrzeugaufkommen insgesamt, mehr Freizeit, ...

(4) Auch hier bitte unbedingt auf meine Formulierung achten: Ich habe nicht behauptet, autonome Fzge. können sicher sein. Stattdessen habe ich geschrieben, sie können sicher genug gemacht werden, dass sie sich als Anschlagsobjekt nicht lohnen. Absolute Sicherheit ist nicht zu erreichen.

Kor1987
Geschrieben
(1) Mich interessiert einfach, wen Du in der Führungsposition siehst. Google scheint es ja nicht zu sein. Wer ist es Deiner Meinung nach? Egal finde ich die Frage nicht.

(2) Oh vorsicht: Ich habe nicht von "zu viel" Bürokratie in Deutschland geschrieben. Ich habe nur ganz wertfrei geschrieben, dass es mehr davon gibt als in anderen Ländern. Ob das nun gut oder schlecht ist, kann jeder mit sich selbst ausmachen.

(3) Dann geht es Dir jetzt nur mehr um den Vorteil von autonomem Fahren? Okay. Zu Beginn: Weniger Verkehrslärm, weniger Verkehr in Wohngebieten, weniger Emissionen durch gleichmäßigere Fahrweise, geringere Kosten. Spätestens mittel- bis langfristig: Weniger Unfälle, weniger Fahrzeugaufkommen insgesamt, mehr Freizeit, ...

(4) Auch hier bitte unbedingt auf meine Formulierung achten: Ich habe nicht behauptet, autonome Fzge. können sicher sein. Stattdessen habe ich geschrieben, sie können sicher genug gemacht werden, dass sie sich als Anschlagsobjekt nicht lohnen. Absolute Sicherheit ist nicht zu erreichen.

1) Niemand weiß, wer die Führungsposition hat. Google weiß vermutlich auch nicht, wie weit die deutschen Hersteller tatsächlich mit der Forschung und Entwicklung sind (Umgekehrt genauso). Hier können sie nur ihre Vermutungen dazu äußern.

2) Dann haben wir den zweiten Punkt geklärt.

3) Hier können wir ebenfalls kein eindeutiges Ergebnis feststellen, sondern nur spekulieren:

- Weniger Lärm: Es wird ebenfalls verschiedene Modelle geben und manche Modelle können lauter sein. Ich finde es schon vorstellbar.

- Weniger Verkehr in Wohngebieten: Innenstädte oder Land oder beides? Warum sollte weniger Verkehr in Wohngebieten (hauptsächlich in Innenstädten) sein? Den kausalen Zusammenhang zwischen autonomem Fahren und Wohngebieten für weniger Verkeher verstehe ich nicht.

- Weniger Emissionen durch gleichmäßigere Fahrweise: Das können wir so stehen lassen

- geringere Kosten: Welche Kosten werden hauptsächlich reduziert? Alle verfügbaren und integrieten Softwares bzw. Computer müssen ständig aktualisiert werden. Werden sie kostenfrei zur Verfügung stehen? Wenn nicht, wie viel wird ein Update dann kosten? etc. Hier kann ich auch keine genaue Aussage liefern.

- Weniger Unfälle: Unter der Bedingung, dass die Mehrheit ein selbst fahrendes Auto besitzt. Aber hier kann ich auch keine genaue Prognose darstellen. Dass Google nur mit ca. 50 Fahrzeugen getestet hat und damit Jahre lang 10 (außer verheimlichten Unfällen) Unfälle gehabt hat, kann ich damit nicht verallgemeinern. Dafür ist die Stichprobe einfach zu klein.

4) Hier mal eine sinnfreie Phantasie von mir: Ein Terrorist hackt gleichzeitig ca. 20 Fahrzeuge und lassen diese gezielt in ein Gebäude reinfahren oder nur ein Fahrzeug wird gehackt und überfährt mehrere Menschen. Hoffentlich sind diese Terroristen nicht kreativ genug wie ich.

JazP
Geschrieben

Die Diskussion über Terrorismus ist doch vordergründig. Wir reden dann auch nicht mehr allein über autonome Autos, sondern konsequenterweise um x-by-wire (Züge, Schiffe, Flugzeuge, ...). Mit allem kannst Du Anschläge verüben. Und am Ende können wir die Diskussion auf Steueranlagen im Allgemeinen ausweiten (Ampelanlagen, Aufzugsteuerungen, (Kern-)Kraftwerke, ...). Was bringt das? Du kannst auch beschreiben, wie Du die Fzge. mit Sprengstoff belädst und sie als "Lenkwaffe" einsetzt. Das ist ähnlich effekthaschend.

Zurück zu den interessanten Dingen.

-Weniger Verkehr allgemein: Der Verkehr läuft flüssiger. Es kann vorhergesagt werden, welches Fzg. sich wann, wo mit welcher Geschwindigkeit befindet. Der Sicherheitsabstand kann reduziert werden, da die Reaktionszeit autonomer Fzge. besser sein wird.

Besser noch: Du kannst den Verkehr nicht nur vorhersagen, sondern direkt mit hoher Genauigkeit steuern. Bei ungefähr 80km/h hat eine Autobahn seinen maximalen Durchsatz. Anstatt wie momentan ein Verkehrszeichen zu schalten und darauf zu hoffen, dass die Menschen dieses Tempo ungefähr einhalten, kannst Du zukünftig dieses Tempo direkt vorgeben. Alle fahren exakt die optimale Geschwindigkeit, die vermutlich auch nicht mehr bei 80km/h liegen muss, sondern deutlich darüber.

-Weniger Verkehr in Wohngebieten: Du kannst den Strom der Fzge. lenken. Es werden keine Abkürzungen durch Wohngebiete mehr genommen. Nur wenn Dein Fahrtziel dort liegt, erhälst Du Einfahrt. Es gibt einen "Wohngebiete"-Modus, in dem Dein Fzg. den Geräuschpegel reduziert, den Verbrennungsmotor ausschaltet (soweit vorhanden) und einen konservativen Fahrstil wählt.

-Weniger Unfälle: Derzeit gibt es Unfälle aufgrund menschlicher Fehler und aufgrund technischer Defekte. Bei autonomen Fzgen. wird die erste Gruppe wegfallen. Bleiben die technischen Defekte. Die sind aber berechenbar, so dass am Ende die Gesellschaft entscheidet, welches Maß akzeptabel ist und welches nicht.

-Geringere Kosten: Ich verbringe durchschnittlich vielleicht 0,5h im Auto. Das heißt, 23,5h am Tag steht es ungenutzt herum. Ich könnte es in dieser Zeit also vermieten und Geld einnehmen. Oder umgekehrt mir selbst eins mieten. Stattdessen bezahle ich die irren Parkkosten in meiner Großstadt, nur, damit mein Auto irgendwo einen Platz zum ungenutzten rumstehen hat.

amc
Geschrieben

Jetzt wird es spannend, Volvo hat angekündigt die rechtliche Verantwortung für ihre Autos im autonomen Modus übernehmen zu wollen:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/volvo-will-haftung-bei-autos-mit-autopilot-uebernehmen-a-1056915.html

Die Details muss man natürlich abwarten, aber ich halte das für einen Meilenstein. Bisher ist man ja als Kunde sogar bei diesen vollautomatischen Einparkern der Gelackmeierte wenn es nicht funktioniert.

fiat5cento
Geschrieben

Ist ja auch schön. Damit kann man sicherstellen, dass der Kunde das Auto auch wirklich zu vorgegeben Service-Intervallen (ausschließlich) zum Vertragspartner fährt. Denn die werden die Haftung nicht übernehmen, wenn ein Eintrag im Service-Heft fehlt.

 

amc
Geschrieben (bearbeitet)

Das machen die Kunden der teureren Marken ohnehin jahrelang samt Garantieverlängerungen. Die rechtliche Verantwortung für autonomes fahren zu übernehmen ist ein so immenses Thema daß ein solcher Zusatznutzen nicht einmal am Rande eine Rolle gespielt haben dürfte.

bearbeitet von amc
JoeFerrari
Geschrieben

Die Entwicklung scheint sich doch so rasant zu entwickeln, dass es selbst einen Elon Musk überrascht.

http://www.sueddeutsche.de/auto/tesla-elon-musk-autonomes-fahren-nur-zwei-jahre-entfernt-1.2796653

 

Das ist für mich genauso überraschend wie das positive Ergebnis einer Umfrage zum autonomen Fahren

http://www.t-online.de/auto/technik/id_76494490/autonomes-fahren-mehrheit-steht-dieser-technik-positiv-gegenueber.html

Hier hätte ich doch noch deutlich größere Vorbehalte erwartet.

Bärlin
Geschrieben (bearbeitet)

Wie werden Firmen wie Ferrari oder Koenigsegg wohl mit dem Thema klarkommen? Ein Ferrari, der autonom genauso dahinwuselt wie der Polo TDI 150 Meter weiter, ist ja wohl nicht der Hit. Solche Firmen sind doch von ihrer ganzen Ausrichtung her sehr auf individuell-exklusives Fahren hin eingestellt.

bearbeitet von Bärlin
JazP
Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb Bärlin:

Wie werden Firmen wie Ferrari oder Koenigsegg wohl mit dem Thema klarkommen?

 

Möglicherweise gar nicht so viel anders als jetzt auch. Auch bei autonomen Fahren kann es überlegene Fahrzeuge geben, die andere in den Schatten stellen. Sie sind bspw. schneller und bekommen in gewissen Verkehrssituationen Vorrang. Das Fahrerlebnis gegenüber heute ist natürlich vollkommen anders. Aber das gilt für alle Hersteller, so dass ein Sportwagen in Relation weiterhin exklusiv bleibt.

 

Möglicherweise wird das Verkehrssystem aber auch viel technischer. Straßen werden zurückgebaut, weil autonome Fahrzeuge sie effizienter nutzen werden (kürzerer Sicherheitsabstand, bessere Verkehrsbeeinflussung etc.). Dadurch gibt es kaum noch Spielraum für besondere Fahrmanöver, stattdessen bewegen sich alle Fahrzeuge als "eine Masse". Fahrbahnen bekommen - ähnlich wie die Schiene - auf ihren Fahrspuren Verstärkungen, die von den autonomen Fahrzeugen perfekt eingehalten werden. Schlaglöcher außerhalb dieser Spuren werden nicht ausgebessert, da das Befahren dort zwar nicht verboten, aber immerhin unerwünscht ist. Muss man beim Überholen die Verstärkungen verlassen, geschieht dies auf eigenes Risiko, wodurch Überholen eher ungewöhnlich wird.

bearbeitet von JazP
amc
Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb JoeFerrari:

Die Entwicklung scheint sich doch so rasant zu entwickeln, dass es selbst einen Elon Musk überrascht.

http://www.sueddeutsche.de/auto/tesla-elon-musk-autonomes-fahren-nur-zwei-jahre-entfernt-1.2796653

 

Immerhin ist im Rahmen dieser Berichterstattung endlich einmal von Tesla bestätigt worden daß der Kern des Systems von Mobileye stammt und eben keine Eigenentwicklung ist. Und ich warte noch auf die Klarstellung in 2 Jahren daß damit nicht ein Software-Update für das Model S von heute gemeint war. :D

 

Ich bleibe dabei daß die spannendste Ankündigung die von Volvo ist - weil es dort um die Übernahme der rechtlichen Verantwortung geht. Das ist der wirkliche Knackpunkt.

 

Kor1987
Geschrieben

Ich habe etwas interessantes gefunden. So sieht die Zusammenarbeit momentan aus, wenn es um die Entwicklung autonomes Fahrens und E-Fahrzeuge geht.

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