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Islero - Unterschätzter GranTourismo?


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Der Lamborghini Islero war ein von 1968 bis 1970 gebauter Sportwagen des italienischen Auto-Herstellers Lamborghini.

 

Der Lamborghini Islero wurde benannt nach dem berühmten Kampfstier Islero, der 1947 den berühmten Stierkämpfer Manolete getötet hatte. Als er im März 1968 auf dem Genfer Salon präsentiert wurde, galt er als ein überarbeiteter 400 GT, dessen Technik (3,9 l-DOHC-V12, Trapezlenker rundum, Vierrad-Scheibenbremsen) vom Vorgänger übernommen wurde. Er bekam jedoch im Unterschied zum rundlicheren 400 GT eine wesentlich eckigere Karosserie, die nicht mehr bei der mittlerweile in Konkurs gegangenen Carrozzeria Touring, sondern bei der Carrozzeria Marazzi gefertigt wurde und qualitativ abfiel.

 

1969 wurde der Islero durch den Islero S ersetzt. Der „S“ ist leicht an den Kotflügelverbreiterungen und den vorderen Ausstellfenstern zu erkennen. Außerdem bekam der „S“ einen 350-PS-Motor sowie ein verbessertes Fahrwerk des Espada.

 

Insgesamt entstanden 250 Islero, davon 100 Islero S.

 

Mir gefiel der Islero schon immer sehr gut. Live gesehen habe ich aber noch nicht sehr viele, vermutlich erst 3 Stück. Bei Affolter stand vor etwa 2 Jahren einer, scheint mittlerweile aber verkauft zu sein.

Auf dem Fahrzeug-Markt tauchen Isleros kaum oder gar nicht auf. Ich lese eigentlich alle relevanten Klassiker-Zeitschriften regelmässig und kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren einen Islero in den Angeboten gesehen zu haben.

 

Klar, mit nur 250 produzierten Stück ist der Islero sehr exklusiv. Scheinen viele verrottet oder gecrasht worden zu sein. Vermute mal, dass wohl nur noch etwa die Hälfte der gebauten fahrbereit existiert.

 

Kürzlich las ich mal von einem Engländer, der selber einen Islero restaurierte: Extrem teuer und aufwändig.

Mit der Verarbeitung und Entwicklung scheint man es beim Islero überhaupt nicht genau genommen zu haben.

 

Trotzallem gefällt mir der Islero aber sehr. Die lange Haube, das relativ kurze Heck, die hochliegenden Stossstangen, für mich ein typischer GranTourismo.

 

Ich kannte mal jemand, der einen (fahrtüchtigen) Islero S hatte und diesen verkaufen wollte. Gesehen habe ich das Auto nie, aber vom Erzählen her musse dieser Islero einen Zustand 2-3 gehabt haben. Preisvorstellung war vor etwa 2 Jahren ca. 40000 Franken. Ich glaube, der Islero bei Affolter war deutlich teurer, schien vom Zustand her aber auch nicht wirklich perfekt gewesen zu sein.

 

Wo seht ihr den Islero preislich? Was haltet ihr eigentlich von diesem seltenen Lamborghini?

 

Gruss,

Petrolhead

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Sechskommadrei

Die Begeisterung für den Islero teile ich auch fahrerisch voll und ganz, nachdem ich mit dem - leider hier nicht gut abgelichteten - Exemplar eines guten Freundes eine ausgedehnte Runde drehen konnte.

Islero S - #6555

vw-fahrer

Gefällt mir von den Klassikern am besten, gerade weil er das für Lamborghini so typische, kantige Karrosseriekleid erhielt.

Persönlich kenne ich nur einen Islerobesitzer, der aber nie verkaufen würde. Angebote hab ich noch keine gesehen, denke die allermeisten sind in festen Händen.

Zusammen mit dem 400GT wohl eine der sichersten Investitionen

CountachQV

Wenn man bedenkt dass der Islero der direkte Nachfolger vom 350/400GT ist und dann so schlecht verkauft wurde, liegt das in erster Linie an der grobschlächtigen Form. Die Technik ist dieselbe wie im 400GT, Jarama (auch so ein Ladenhüter mit nur 225 Exemplaren) und Espada, an der Technik liegts nicht, sonst wäre der Espada nicht 1290 mal gebaut worden.

Preise? fast nicht eruierbar, der bei Affolter war mal ursprünglich mit 69t CHF ausgeschrieben, wie der weisse Jalpa der mal 28t CHF kostete, den Rest der Preisgeschichte könnt ihr euch selbst ausdenken.

Wunderschönes Auto.

Der Motor ist weitgehend identisch mit dem des Miura? Interessant, wie eine "etwas" andere Formgebung des Blechs verbunden mit einer anderen Einbauposition des Motors die Preisentwicklung beeinflusst.

Irgendwo war legendenhalber einmal zu lesen, dass Ferrucio den Islero dem Miura vorgezogen haben soll.

Das war der, den ich schon vor 2-3 Jahren bei Affolter sah. Wie Raymond schreibt, war dieser damals mit rund 70000 Franken angeschrieben.

 

Zustand gebe ich ihm höchstens eine 2-3, hatte diverse Mängel. Hab irgendwo noch viele Detailfotos (folgen).

 

Las vorher in einem aktuellen Oldtimerpreise-Katalog von über 130000 Franken (~85000 euro) im Bestzustand!

 

Meines Erachtens viel zu viel. Klar, der Islero ist der Nachfolger des 400GT und ist sehr selten. Aber gerade deshalb ist die Ersatzteilversorgung ein riesen Problem (für Restaurationen), zudem ist das Auto doch viel zu unbekannt.

 

Preislich sehe ich persönlich den Islero auf dem Niveau eines Ferrari 400GT 2/2, in gutem und gepflegtem Zustand 2 etwa um 35000 Euro, im restauriertem Topzustund vielleicht bei 50000 Euro.

Auf alle Fälle glaube ich nicht, dass der Islero auf dem Niveau eines Ferrari 330 GT 2+2 liegen sollte, sondern deutlich darunter.

 

Von Ruinen würd ich die Hände lassen. Restaurationen bei diesem Modell werden unverhältnismässig teuer, da wohl kaum Neuteile (exkl. Mechanik) erhältlich sein werden.

Schade hat Lamborghini nicht mehr aus dem Islero gemacht, die Bauzeit dauerte ja nur von 1968-69.

Schon immer dachte ich, die Form des Isleros würde sich gut für einen Spider eignen, bei Lambocars.com hab ich ein Bild gefunden, wie ein Islero als Spider aussehen würde:

islerospider.jpg

Anscheinend gab es sogar einen Spider (#6279), mehr darüber habe ich aber noch nicht erfahren.

2007 wurde von Bonhams ein roter S versteigert. Das Estimate lag zwischen 60 und 70 Tausend Euro, wenn ich mich noch richtig erinnere, das Höchstgebot lag am Ende bei 103.000,-€. Also es gibt durchaus Sammler und Autoliebhaber, die nach einem guten Islero suchen.

CountachQV
Bei der geringen Stückzahl und dann gleich 3 auf einmal:wink:
Eigentlich warens 5, das Paket wurde 2 mal innert kurzer Zeit verkauft, es waren 4,5 Autos, danach wurde ein Unfallwagen noch geschlachtet so dass die 3 plus 2 Autos als Ersatzteile nach Dänemark wanderten.

Wer wollte konnte sich dieses Paket für 50t CHF antun.

Als ich 1990 den Iso Grifo verkaufte wäre ich 2 Jahre später auch fast bei einem, sagen wir mal "Erhaltungswürdigen", Islero S schwach geworden.:-o

Die Mechanik "sah" OK aus, aber Karrosserie und Interieur waren zwar komplett, aber vergammelt... Der Preis erschien mir, nach der Talfahrt der Exotenpreise im 1991, angemessen.

Genau in dieser Entscheidungsphase ergab es sich, dass ein Bekannter und eigentlich Kenner der Materie (hatte schon Espada und Lancia Stratos), aufs Brutalste bei einem fast perfekten Jarama S auf die Nase gefallen ist - Motorschaden auf dem 15(!) km langen Heimweg vom Händler. :-(((°

Natürlich nix mit Garantie.

Da gingen mir erst die Augen auf was ein solcher Schadenfall bei der italienischen Feinmechanik bedeutet: Kaufpreis+Restauration+ min CHF 40'000 Reserve für Motor!! :cry:

Habe dann doch die Finger vom Isleo gelassen, obwohl pikanterweise genau dieser Islero nach der späteren Restauration scheinbar, ohne zu mucken, noch zig Tausende von Km mit dem ungeöffneten Motor gemacht hat. :-))!

Interessante Beiträge und Fotos! :-))!

Wie mir bereits schon am Anfang dieses Threats aufgefallen ist, scheinen viele Islero's vergammelt zu sein, bedenkt man, dass es sich hierbei um einen Lamborghini handelt, und dann erst noch um einen sehr seltenen.

Woran liegt das?

- Schlechte Verarbeitung von Produktion an (Rostvorsorge etc.)??

- "Dubiose" Erstbesitzer, welche sich zu schlecht um ihre Fahrzeuge kümmerten??

- Zu "tiefer" Verkaufspreis, welcher nicht im Verhältnis zum Unterhalt stand??

Interessant wäre ein Vergleich zwischen Islero, Longchamp und Ferrari 365GT 2+2. Ich glaub, ich schreib mal Motor-Klassik...:wink:

Eigentlich warens 5, das Paket wurde 2 mal innert kurzer Zeit verkauft, es waren 4,5 Autos, danach wurde ein Unfallwagen noch geschlachtet so dass die 3 plus 2 Autos als Ersatzteile nach Dänemark wanderten.
Wenn ich das so lese dürfte sich der Bestand an Islero beider Serien über die Jahrzehnte deutlich dezimiert haben. Sicher keine 200 Exemplare mehr weltweit, oder? Was meinst Du, Ray?
CountachQV

Das ist der aktuelle:

http://www.lp112.com/Lamborghini/IsleroWeb/Isleroindex.html

A further clarification on Islero chassis numbers: Starting with #6000, (the prototipo), every 3rd number was used. However, there was no #6162 made and there were two #6579 cars, one of which is in the Lamborghini museum in Italy, now owned by Tonino Lamborghini, Ferruccio's son. When the numbering system got to #6624, suddenly somebody got confused and miss marked this as #6625. So then every 3rd number was used based on the error until #6658, when another error occurred and it was miss marked #6659. Again every 3rd number was used until the end of the series. The first series runs from #6000 to #6378, except that #6189 was an "S". The second series then includes #6189 and from #6381 to #6674. All together 225 cars were built, 125 of the 1st series and 100 of the 2nd.
  • 7 Jahre später...

Ich warte auf den nächsten (Markt-) Crash, dann schlage ich zu!:);)

 

Ich fand den Islero immer schon hinreissend, auch als niemand den wirklich mochte. Am liebsten die erste Serie, bei der gefällt mir der Innenraum bzw.das Armaturenbrett besser als beim  "S".

Hier der Innenraum der ersten Serie und ein Standfoto aus dem Film, der den Wagen einigermaßen bekannt machte, Roger Moore in "The Man Who Haunted Himself"

 

 

Islero Innenraum.jpg

RM.jpg

 

Ah, Uno ist ein sehr sympathischer Kerl und totaler Autofreak, der sich wirklich auskennt in der Technik. Hatte das Vergnügen ihn im Mai in Italien zu treffen.

  • 3 Wochen später...

Formal ist der Islero aber schon nicht das Geld wert; zumindest was heute auf dem Markt für einen Islero verlangt wird. Die Idee mit den obenliegenden Stossstangen bzw. untenliegenden Heckleuchten ist speziell, aber nicht wirklich schön.

Der Islero ist für mich "80'000-100'000€ schön", aber heute wird ja bereits mehr als das dreifache dafür verlangt.

 

ddddafsdfs.jpg

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      . The original owner of this car was Ernest Butler, a prominent lawyer and Ferrari collector in Detroit. Mr. Butler purchased the car in Switzerland and brought it to the United States. In 1974, it was acquired by Michael Collins, of California who kept the car until 1983. It then entered the Tom Mittler collection.
      In the early 1990s, the car was acquired by Peter Cohen Ultimate Motors of Orlando. In 1991 a full restoration was undertaken.
      The car has been shown at the Pebble Beach Concours d'Elegance where it won Best in Class.
      Palos Verdes Concourse D’ Elegance winner of the Howard A Darrin Automotive Excellence award.
      Manhattan Beach Concours D’ Elegance 2014 winner of the “People’s Choice”.
       










       


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