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Erfahrungen/Probefahrt mit M3 E90

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bibiturbo
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Hatte heute Gelegenheit, den M3 (EDC, Sport-Taste, Michelin PS2) länger über AB und Landstrasse zu fahren. Mein Fazit: tolles Gesamtpaket, gutes Preisleistungsverhältnis.

Positiv:

- Sehr geringe Karosseriebewegungen in der härtesten Fahrwerkseinstellung, gutes Handling

- Sehr gutmütiges Fahrverhalten

- Guter Reisekomfort in der komfortablen Fahrwerkseinstellung

- Ansprechverhalten der Bremse (hat Biss, ist gut dosierbar, Standfestigkeit konnte ich auf meiner Testfahrt nicht wirklich ausloten)

- Schaltpräzision

- Motorklang in Fahrt (schönes V8-Brabbeln)

- Sitze (sehr guter Seitenhalt, gute Polsterung)

- Recht gutes Beschleunigungsverhalten bis hoch zu Tacho 270km/h

Negativ:

- Etwas behäbiges Einlenkverhalten, Untersteuerneigung beim Einlenken

- Abstimmung der Ganganschlüsse (leichte Anfahrschwäche sowie Ruckeligkeit bei Gangwechseln, beides primär bei deaktivierter Sport-Taste aufgrund der dann recht indirekten Gaspedalabstimmung)

- Tendenziell könnte die Lenkung feinfühliger sein und eine bessere Rückmeldung bieten

- Drehmoment bei niedrigen und mittleren Drehzahlen (da tut sich nicht viel...)

- Motorklang im Stand (klingt ein wenig wie ein Diesel)

- Hoher Verbrauch (ich lag auf 120km bei ca. 19l/100km)

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RacergirlX
Geschrieben

@ bibiturbo: Wie zügig bist du denn gefahren?

19 Liter auf 100km sind doch echt happig, bei einem angegebenen Verbrauch von 9,2 (außerorts)...

Übrigens Glückwunsch zur Probefahrt *neid*

MarioRoman
Geschrieben

Ja das wundert mich auch ein bissel. Ich war auf der Rennstrecke bei 21 Liter ansonsten hielt es sich bei 16-17 Liter. Immer wieder Vollgas und Abbremsen beim rumkurven durch spaniens Berge.

bibiturbo
Geschrieben
@ bibiturbo: Wie zügig bist du denn gefahren?

19 Liter auf 100km sind doch echt happig, bei einem angegebenen Verbrauch von 9,2 (außerorts)...

Übrigens Glückwunsch zur Probefahrt *neid*

Recht hast Du, war auch etwas verwundert... Ca. 50% der Strecke war AB, davon wiederum ca. 50% verhaltenes Tempo und 50% unter Ausnutzung der Reserven. Der Rest war sportlich gefahrene Landstrasse.

In der Summe hätte ich eher Richtung 15-16l/100km erwartet.

chip
Geschrieben

Ich vermute einfach mal, dass sich damit fortsetzet was vom M5 Motor bekannt ist. Recht hoher Verbrauch durch relativ hohen Kühlbedarf, der teils vom Kraftstoff mit übernommen wird.

Ansonsten sieht der Wagen echt gut aus. Am Ring stehen gegenüber der Tankstelle an der Bundesstr. bei Barweiler diverse M3 in der Lackierung weiß blau fürs Fahrertraining. Die sahen richtig gut aus...:-))!

bibiturbo
Geschrieben
Ich vermute einfach mal, dass sich damit fortsetzet was vom M5 Motor bekannt ist. Recht hoher Verbrauch durch relativ hohen Kühlbedarf, der teils vom Kraftstoff mit übernommen wird.

Ansonsten sieht der Wagen echt gut aus. Am Ring stehen gegenüber der Tankstelle an der Bundesstr. bei Barweiler diverse M3 in der Lackierung weiß blau fürs Fahrertraining. Die sahen richtig gut aus...:-))!

Stimmt, der Wagen ist sehr schick und elegant (leider vor allem von außen...). Der Testwagen heute war Schwarz. Mich stört allerdings etwas das Innenraumdesign. Da sieht man doch noch Bangle-Pur :???:

Autopista
Geschrieben
Hatte heute Gelegenheit, den M3 (EDC, Sport-Taste, Michelin PS2) länger über AB und Landstrasse zu fahren. Mein Fazit: tolles Gesamtpaket, gutes Preisleistungsverhältnis.

Positiv:

- Sehr geringe Karosseriebewegungen in der härtesten Fahrwerkseinstellung, gutes Handling

- Sehr gutmütiges Fahrverhalten

- Guter Reisekomfort in der komfortablen Fahrwerkseinstellung

- Ansprechverhalten der Bremse (hat Biss, ist gut dosierbar, Standfestigkeit konnte ich auf meiner Testfahrt nicht wirklich ausloten)

- Schaltpräzision

- Motorklang in Fahrt (schönes V8-Brabbeln)

- Sitze (sehr guter Seitenhalt, gute Polsterung)

- Recht gutes Beschleunigungsverhalten bis hoch zu Tacho 270km/h

Negativ:

- Etwas behäbiges Einlenkverhalten, Untersteuerneigung beim Einlenken

- Abstimmung der Ganganschlüsse (leichte Anfahrschwäche sowie Ruckeligkeit bei Gangwechseln, beides primär bei deaktivierter Sport-Taste aufgrund der dann recht indirekten Gaspedalabstimmung)

- Tendenziell könnte die Lenkung feinfühliger sein und eine bessere Rückmeldung bieten

- Drehmoment bei niedrigen und mittleren Drehzahlen (da tut sich nicht viel...)

- Motorklang im Stand (klingt ein wenig wie ein Diesel)

- Hoher Verbrauch (ich lag auf 120km bei ca. 19l/100km)

Schöner Bericht. :-))!

Der Verbrauch ist sehr hoch. Bin letztens mit dem alten CSL nach Italien gefahren. Nicht wirklich langsam. Ca 12,5l Durchschnittsverbrauch. Über 15L muss man schon heizen wie ein Irrer mit dem Auto. Werd den neuen M3 jetzt dann auch hoffentlich mal fahren. Bin sehr gespannt wie er sich fährt.

Schranzer78
Geschrieben

Ich bin den neuen M3 jetzt auch mal einen Tag Probe gefahren als Schaltwagen.

Die Kiste macht richtig Spaß und vor allem in den ersten 3 Gängen ist bei ausgeschaltetem DSC die Leistung kaum auf die Strasse zu bringen. Da wird das Heck schon mal richtig nervös. Bei den derzeitigen Witterungen sollte man es lieber eingeschaltet lassen :D

Auch der V8 hat einen sehr schönen dumpfen Klang. Nicht mehr ganz so blechern wie beim E46. Das Ansprechverhalten ist wieder einmal super direkt und jede Bewegung des Gaspedals wird unverzüglich umgesetzt.

Subjektiv würde ich aber trotzdem sagen, das mein GT3 trotzdem um einiges besser geht...

RacergirlX
Geschrieben
Ich bin den neuen M3 jetzt auch mal einen Tag Probe gefahren als Schaltwagen.

Den neuen M3 gibt es doch im Moment nur als Schaltversion:D

TomSilver
Geschrieben

Auch schon gefahren, das gute Stück. Allerdings nur ca eine halbe Stunde, war auch zuviel Verkehr, um schnell zu fahren. Kurzeindruck: spektakulärer Motor. Sound zum Niederknien. V8 at it's best.

Der Rest: eher mittelmäßig und ganz normal für BMW.

Schranzer78
Geschrieben
Den neuen M3 gibt es doch im Moment nur als Schaltversion:D

Kann sein, bin da nicht so auf dem laufenden im Mom. Glaube es soll ja gar kein SMG mehr kommen oder?

So ein DSG Zeugs würde ich mir aber auch nicht einbauen lassen. Das Schalten macht mir wieder richtig Spaß mittlerweile O:-)

Leider steht meine rote Zora schon präpariert für den Winterschlaf in der Garage :(

F.Talbot
Geschrieben

Wer einer der besten V8 (bis 100.000 Euro) auf dem Markt sucht muss beim neuen M3 landen. :-))!

Selten ein deratig, rassigen, sensiblen V8 bewegen dürfen. Faktisch ab Leerlauf Druck bis rauf zu 8200 Umdrehungen.

Einzig der etwas hohe Verbrauch (22 Liter) störte mich etwas was wohl auch an dem Km-Stand (ca. 4500 km) lag. Der Antriebstrang ist aber ganz großes Kino :-))!

Übrigens für die Probefahrt wollte man mir 100,00 Euro abknöpfen :???:

PS: An der Motorabdeckung sollten die Designer nochmal Hand anlegen!

HighSpeed 250
Geschrieben

Tja, fragt sich was der bessere Kompromiss ist.

Ich werde in Kürze auch den M3 zum Testen bekommen. Dann kann ich ihn ja mal mit meinem vergleichen. Beim Spritverbrauch werden mir im Vergleich wahrscheinlich die Tränen kommen ...

bmw_320i_touring
Geschrieben
Beim Spritverbrauch werden mir im Vergleich wahrscheinlich die Tränen kommen ...

Ich habe neulich einen Spruch gelesen: "Den richtigen Ami-Fahrer erkennt man daran, wenn er auch noch beim Tanken lächelt." Diesen Spruch könnte man doch auch problemlos auf den M ummünzen, oder? :wink:

RacergirlX
Geschrieben

Schranzer78, das SMG wird bald kommen :-))!

HighSpeed 250
Geschrieben
Schranzer78, das SMG wird bald kommen :-))!

Es kann nicht kommen, was es nicht mehr giiiiiihiiiibt .... O:-)

Jonny
Geschrieben

Geht ihr zum Händler und meint ihr wollt die Dinger testen weil ihr sie kaufen wollt oder wie macht ihr das?

Ich meine es wird immer geworben "Fahren sie die neue C Klasse zur Probe" und im Autohaus dann wird rumgezickt. Ich verstehe die Händler da natürlich. Es sind ja auch kosten die ich verursache wenn ich da die Autos fahre aber gerade deshalb würde mich eure Einstellung und herangehensweise da interessieren.

Der neue M3 würde mich mal reizen. Auch den alten würd ich gern mal fahren. Ist einfach ein extrem reizvolles Auto.

HighSpeed 250
Geschrieben
Geht ihr zum Händler und meint ihr wollt die Dinger testen weil ihr sie kaufen wollt oder wie macht ihr das?

Ich meine es wird immer geworben "Fahren sie die neue C Klasse zur Probe" und im Autohaus dann wird rumgezickt. Ich verstehe die Händler da natürlich. Es sind ja auch kosten die ich verursache wenn ich da die Autos fahre aber gerade deshalb würde mich eure Einstellung und herangehensweise da interessieren.

Der neue M3 würde mich mal reizen. Auch den alten würd ich gern mal fahren. Ist einfach ein extrem reizvolles Auto.

Wenn ein Verkäufer in dir einen potentiellen Kunden sieht, dann sollte es kein Problem sein, ein Auto für eine Probefahrt zu bekommen ...

Das hängt natürlich vom persönlichen Eindruck ab, den man beim Verkäufer zu erzeugen imstande ist ..., das ist aber eher eine Frage der Persönlichkeit ...

Dafür gibt es kein Generalrezept. Ihm etwas von Kaufabsicht vorzuschwindeln geht meist in die Hose ... Ich habe das jedenfalls noch nie gemacht und mich hat hinterher auch noch nie ein Verkäufer genervt, ob ich das Auto nun kaufen will oder nicht ...

Unter Probefahrt verstehe ich übrigens nicht einmal um den Häuserblock, sondern mindestens einen ganzen Tag oder ein Wochenende ...

Beim meinem BMW-Mann habe ich sowieso kein Problem, da kriege ich jedes Auto das ich will, wenn es verfügbar ist ..., das ist eine Frage der persönlichen Beziehung ...

Jonny
Geschrieben

Gut, du fährst einen großen BMW und dementsprechend sieht der Herr wohl in dir einen Stammkunden den es gut zu behandeln gilt. Ich denke vom Auftreten habe ich kein Problem. Mir wird immer wieder von anderen gesagt wie überzeugend und selbstsicher und freundlich ich rüberkomme und wie gut ich mit Menschen umgehen kann. Das ist sicherlich nicht das Problem. Für arm sollte man mich eigentlich auch nicht unbedingt halten. Ich glaube aber mit 21 nehmen die mich nicht ernst auch wenn ich das Geld hätte um mir einen M3 zu kaufen. Ich nehme an da sind zuviele negative Erfahrungen mit jungen Männern vorhanden und deshalb die generell etwas abwehrende Haltung. Ich vermute die glauben generell niemandem unter 30 sich einen BMW überhaupt leisten zu können oder sowas in der Richtung.

Kann man aber wohl auch nicht pauschalisieren.

RacergirlX
Geschrieben

Also ich hab das 335i Cabrio mit Vollausstattung ohne Probleme bekommen und das sogar für 2Tage und ich fahre auch keinen großen Bmw. Und nach der Probefahrt sagte der Verkäufer zu mir wenn sie mal wieder Interesse an einer Probefahrt haben, dann melden sie sich einfach. Wie gesagt der Verkäufer weiß ja auch garnicht ob du vielleicht im Lotto gewonnen hast oder irgendwas anderes. Nach dem Äußerlichen kann man heutzutage eh nicht mehr gehen, naja am besten klärst du das mit dem Verkäufer in einem normalen Gespräch. Aber ist klar das die Verkäufer da vorsichtig sind, wen sie da ein Auto für 80000Euro in die Hand drücken.

RacergirlX
Geschrieben
Es kann nicht kommen, was es nicht mehr giiiiiihiiiibt .... O:-)

Woher weißt du das? SportAuto schrieb das es demnächst kommt und im Internet steht auch dauernd was anderers:???: Also kommt wohl das DSG oder?

arndt556
Geschrieben
Woher weißt du das? SportAuto schrieb das es demnächst kommt und im Internet steht auch dauernd was anderers:???: Also kommt wohl das DSG oder?

Die Aussage von Highspeed 250 ist wohl auf das Smg zu beziehen, nicht auf das Dsg.

RacergirlX
Geschrieben

Ja klar, ich meinte, anstelle des SMG kommt das DSG :wink:

Hab mich ien bissel schlecht ausgedrückt, sorry Jungs :oops:

HighSpeed 250
Geschrieben
Ja klar, ich meinte, anstelle des SMG kommt das DSG :wink:

Hab mich ien bissel schlecht ausgedrückt, sorry Jungs :oops:

Genau, das SMG ist (leider) gestorben dafür kommt eine Art "DSG" (Direktschaltgetriebe).

Es wird natürlich anders heißen, denn so heißt es schon bei VW ...

Und wie es genau funktionieren wird, wird sich auch erst herausstellen.

Aber kein Problem Racergirl, jeder kann sich mal schlecht ausdrücken ...,

jedenfalls freut es mich, daß es wieder ein Mädchen im seeeeehr männerlastigen CP gibt.

Dafür sei dir schon das eine oder andere Malheur verziehen ... :hug:

RacergirlX
Geschrieben
Aber kein Problem Racergirl, jeder kann sich mal schlecht ausdrücken ...,

jedenfalls freut es mich, daß es wieder ein Mädchen im seeeeehr männerlastigen CP gibt.

Dafür sei dir schon das eine oder andere Malheur verziehen ... :hug:

Danke danke, aber ich muß euch auch sagen, dass ihr hier alle auch sehr lieb seid

Also ich liebe das Schalten am Hebel über alles, obwohl eine Automatik auch seine Vorteile bringt:)

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      Mir gefallen die Dunlop SP Sport Maxx RT2 sehr gut, die Michelin Pilot SuperSport sind bei kühlerer Witterung sehr schnell sehr kalt im leichten Wiesmann und dann wird mir sehr schnell sehr warm, wenn sie nicht gut haften. Ist für Sommer-Gelegenheitsfahrer wurscht, aber wer weite und weiteste Touren in Europa fährt, sollte das bedenken. Auch naß sind sie nicht so der Hit, da sind die weniger spitz auf trockene sportliche Fahrt entwickelten Dunlops universeller und sicherer.

      Apropos: Die Reifen halten vorne quasi ewig, hinten je nach Schwere des Gasfußes. Ich erreiche hinten etwa 20.000 km, vorne wechsle ich nach der zweiten verschlissenen Hinterreifengarnitur. Sonst spinnt das ESP, weil die Abrollumfänge nicht mehr im Toleranzbereich liegen. Gefahren wird im Alltag mit einmal gedrückter Sport-Taste, sonst regelt das System schon bei einfachen Rechtskurven und greift ein. Der Sensor vorne rechts ist ungeschickt plaziert und schuld dran. Auch ohne ESP ist der MF3 verständig gefahren sehr gut beherrschbar (nach den Fahrwerksänderungen), paßaufwärts ist das meine bevorzugte Stellung. Natürlich ist er im Grenzbereich zickig: leicht, kurzer Radstand und wegen der Basis BMW E36/Z3 (!!) eigentlich vorsintlflutlich und veraltet, da "geht was", wenn was geht!

      Nur kurz gestreift: Die 806 ist ein 5-Gang-Handschalter. Das Differential habe ich gegen eine Drexler-Sperre getauscht, ich hatte nur die Serienausstattung mit 25 % Sperrwert anfangs und das ist bei forciertem Fahren nicht genug. Auch die werkseitig falsch übersetzte Hinterachse (eingebaut 3,46:1 - warum auch immer, in der Konfiguration nicht gewünscht und nicht enthalten) hat nun die passende längstmögliche Übersetzung von 3,23:1. Getriebe und Kupplung erfreuen sich bester Gesundheit, das Bedienen ist nach wie vor ein besonderer Quell der Freude. „Save the manuals!“

      Damit ist ja das nächste Thema berührt: Der Motor. Ein Trumm, sauschwer wegen Graugußblocks (selbst der Zwölfzylinder im 750i war leichter!). Ein Langhuber, der dennoch dreht wie verrückt für seine Zeit. Von Wiesmann künstlich gekappt, weil alle MF3 mit Ausnahme der CSLs nur das Mapping vom alten BMW Z3 M aufgespielt erhielten und deshalb zuverlässig um die 321-323 PS auf den Motorenprüfständen ablieferten. Jetzt nach Änderungen ein Dampfhammer, der ab 2000/min loslegt, ab 2500/min hart hinfaßt und in seiner jetzigen Abstimmung dennoch schon bei knapp 7000/min 350 PS liefert. Höher drehe ich eigentlich nie, dafür genieße ich die wunderbare Leistungsentfaltung, die keine Müdigkeit erkennen läßt. Pleuellager kamen neu nach 90.000 km vorsichtshalber (und unnötigerweise), die waren nicht angegriffen, die Tragschicht noch vollständig intakt.

      Mit der nachgerüsteten Airbox und optimiertem Mapping erreichte Markus Schmickler in der Spitze 365 PS bei 8080/min und ein Drehmoment von 366 Nm bei 4495/min. Das Drehmoment lag gleichmäßig über 320 Nm ab 2500 und bis 8000/min an statt vorher von 3500 bis 6500/min. Mit der hohen Maximaldrehzahl und der damit möglichen Verschleißerhöhung war ich noch nicht ganz zufrieden, die Leistungsentfaltung war schon unglaublich viel besser und die Fahrbarkeit durch das sattere Drehmoment deutlich verbessert.
       
       

       

      Bei der Firma Henni ließ ich weitere Optimierungen programmieren mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung des Drehmoments bei Schonung im Spitzenbereich. Die Höchstleistung beträgt nun 359 PS bei 7700/min, das höchste Drehmoment aber 374 Nm bei 4600/min. Damit ist die Gesamtkurve wieder etwas gemäßigter und die Spitzenbelastungen bei Ausreizen der Verstellmöglichkeiten im VANOS sind gemindert. Das Ansprechverhalten ist beim Fahren gleich, nur ab etwa 7000/min fällt das Drehmoment nun stärker ab, so daß bei „Weiterorgeln“ über 7000/min keine wirklichen Leistungszuwächse mehr kommen. Diese Höchstdrehzahlen sind auch Höchststreß für alle drehenden Teile, von einer Absenkung auf sinnvoll zu fahrende 7000/min ergibt sich eine erhebliche Verringerung der mechanischen Beanspruchung.
       
       

       

      Warmfahren und Kaltfahren hilft der armen Zylinderkopfdichtung, die die unterschiedliche Ausdehnung von Graugußblock und Aluminiumkopf sonst nur unter Aufopferung ihrer selbst kompensieren kann. Sie hat bei sehr geringem Zylinderabstand nur ganz wenig Steg und wird dort deshalb besonders beansprucht. Durchs Zündkerzenloch endoskopiert: alles bene.

      Ölverbrauch? Zwischen den Wechseln keiner meßbar. Sprit? Zwischen 8,5 und 20 L/100 km ist alles drin. Normalerweise sind’s um die 10,5 bis 11 L/100 km. Stadt ist Gift, da fängt er das Saufen an. Dafür nehme ich ihn aber nicht, der Stadtanteil beträgt sicher weniger als 5 % der Gesamtlaufstrecke.

      Dem funzeligen Licht der kleinen Serienscheinwerfer versuchte ich, mit LED-Leuchtmitteln aufzuhelfen. Hell wird’s damit. Überall. Da der Reflektor nicht mehr zum Abstrahlverhalten der Leuchtmittel paßt - unkontrolliert und für Vorherfahrende mehr als störend. Bei Ausfahrten durfte ich mir ganz schön was anhören deswegen! Nicht umsonst ohne Zulassung. Wie alle Vielfahrer der MF3 es tun Abhilfe also durch H4-Leuchtmittel mit besserem Wirkungsgrad und mehr Lichtausbeute. Bosch und Philipps sind da gute Adressen und der Effekt ist schon deutlich merkbar. Die Rückleuchten sind mit LEDs erstarkt. Im heutzutage üblichen Lichtermeer an modernen Heckansichten mit Laufblinkern und sonstigem Unsinn geht man im kleinen MF3 sonst förmlich unter!

      Die Umbauten an der Karosserie mit Änderung der Stromversorgung auf LiFePO-Leichtbau-Batterien, die gescheiterten Versuche einer Klebefolierung (stattdessen jetzt satt sitzend und nahtfrei in originalem Farbton sprühfoliert), die Verkleidung des Motorraums und des Heckbereichs von unten, die dem BMW-Standard passend zum Motor entsprechende Aufrüstung der Kühlung sowohl für Wasser (mit stufenweise gesteuertem Elektrolüfter) wie Motoröl (mit fast viermal so großem Ölkühler statt des ab werk verbauten vom 286 PS-M3 ...) sowie die umfangreichen Modifizierungen des Fahrwerks bis zu komplett neuen Federbeinen vorne und die preiswerte Nachrüstung eines Tempomaten habe ich hier im Forum ja schon geschildert. Alles über zig-tausende Kilometer praxisbewährt, alles gut. Und die wesentlichen Schwächen des Autos sind gemindert oder abgestellt.

      Die sehr harte Fahrwerksabstimmung fordert bei flotterem Fahren auf nicht immer glattem Geläuf ihren Tribut: Die Fahrwerksteile verschleißen relativ schnell. Die Vorderachsträger (diese bananenförmigen großen Träger) sind Original-BMW-Teile und sehr günstig bei Lemförder zu beziehen. Bevor man sich an einem Traggelenk und dessen Ausbau lange versucht: Gleich ganz neu!

      An der Hinterachse ist die Erreichbarkeit mancher Verschraubungen unterirdisch. Durch das Gewirr an Lenkern und Streben erreicht man z.B. die Domlagerschrauben schier nicht und wenn, lassen sich die Schrauben nur mir Achtelumdrehungen lösen. Geduld und Spucke sind nötig!

      Die beteiligten Werkstätten kann ich hier auch zusammen auflisten:

      Fahrwerk/Bremsen: www.Rennfeder.de aus Helsa bei Kassel
      Motormapping: Markus Schmickler, Bad Neuenahr und www.henni-performance.de in Wernau
      Auspuffanlage: Stüber Auspufftechnik, Overath
      Sprühfolierung: www.cardip.de in Heilbronn
      Pleuellagerwechsel: Ralf Mork www.mw-perfomance.com in Rockenhausen (Pfalz)
      alles andere: mein Oldieschrauber des langjährigen Vertrauens aus Mutterstadt - im Vergleich zu "Fachwerkstätten" mit unbezahlbarem Wissen um Auto, Motor und Sport ...

      Eine teure Erfahrung: Winterfahrten sind wunderbar mit offenem Dach bei Schnee. Es ist eine Illusion, daß da nichts passieren könne von wegen „GFK-Karosse auf feuerverzinktem Rahmen“. Dieses Tun kostet ein korrodiertes Fahrwerk und eine ruinierte Bremsanlage! Diese Teile sind nach wie vor aus Stahl. Wie lernte man in Chemie? „Das Unedle opfert sich für das Edle.“ Stahl ist unedel, feuerverzinkt ist edel. Tolle Wurst! Achsträger, Wasserabweisbleche, Führungshülsen der Radbremszylinder - alles verrostet. Alles neu. Dabei flog die eigentlich sehr überzeugende MovIt-Anlage auch wieder raus. Lohnt nicht, weil’s fast denselben Effekt der besseren Reaktion und Dosierbarkeit durch viel billigere (und ich meine VIEL billiger) Maßnahmen erreicht wird: Zimmermann Rennbremsen, Seriensättel und Ferodo DS-Beläge bei Stahlflex-Bremsleitungen, dazu ATE-Rennflüssigkeit und alles ist gut. Sind sogar preiswerter zu haben als Ersatz der Serienteile. Verschleiß ist wegen des geringen Wagengewichts übrigens unglaublich gering auch bei flotterem Fahrprofil. Scheiben vorne können gut und gerne 100.000 km halten, Beläge ebenso.

      Ach ja - zu guter Letzt die Wartung.
       
      Ein sehr leidiges Kapitel, da sind manche Sünden unterwegs. Was da für teures Geld in „Fach“Werkstätten des In- und Auslands nicht oder falsch oder zu spät gemacht wird, ist teilweise ein Graus. Pannen bei "top-Werkstatt-scheckheft-gepflegten" Wagen wegen gravierendster Wartungsmängel sind erschütternd. Ich hielt mich an „wer gut schmiert, der gut fährt“ und veränderte die Arbeiten mit folgendem Schema:

      Motoröl neu alle 7.500 km oder jährlich, 5W40 Motul 300V jetzt, vorher Mobil 1 0W40, davor Mobil 1 5W50, das unsägliche alte Gebräu (Rezept aus den frühen 90igern ist sicher nicht mehr zeitgemäß) „Castrol 10 W 60“ nur anfangs. Ölfilter spätestens bei 15.000 km neu. IMMER den BMW-Originalfilter nehmen, kein Nachbau von Mann oder Hengst! Nur der Originalfilter hat eine Manschette ums Filterpapier, die Auseinanderdrücken der Lamellen verhindert und den Filtereinsatz damit druckfester macht.

      Getriebeöl alle 60.000 km neu (keine besonderen Anforderungen), Differentialöl alle 30.000 km. Das Differential wird sauheiß, da es nicht gut im Kühlluftstrom hängt und auch noch vom Auspuff gegrillt wird; deshalb das beste erhältliche von Castrol (heißt heute Syntrax) 75W140. Je öfter schnelle und lange Autobahnetappen anstehen, desto häufiger wechseln!

      Zündkerzen alle 40.000 km neu - NGK oder Bosch. Sind bei BMW sauteuer, im freien Handel für weniger als 40 € für den Satz (statt 120 € bei BMW) zu haben. Dabei gleich die Einzelzündspulen auf Korrosionsspuren an der Kontaktfläche prüfen - sonst funkt's trotz neuer Kerze nicht richtig!

      Kühlmittel und Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre neu. Dabei auch Luftfiltereinsätze reinigen (Plattenfilter von K&N in der Airbox).

      Einriemen mit Riemenspanner und Umlenkrollen alle 50.000 km neu, die Spannrollen leiden immer und „sicher ist sicher“. Kostet nicht die Welt, beruhigt aber.

      Servolenkungsöl und Kupplungsflüssigkeit alle sieben oder acht Jahre neu. Ölist neu rot, nicht schwarz! Kostet um die 50 € mit Arbeit - die Servopumpe kommt auf 600 € plus Arbeit! Kupplungsflüssigkeit ist wie Bremsflüssigkeit, nur verträgt sie längere Betriebszeiten. Wasser ist Quell des Rostes und kostet Kupplungszylinder auf die Dauer.

      Ventilspiel ließ ich anfangs nach der Einlaufzeit kontrollieren und dann bei 50.000 und beim Pleuellagerwechsel nach 90.000 km. Unverändert. Ein Zeichen, daß Fahrweise und Wartung trotz allem materialschonend sind - ich vermeide aber auch das nach der Umprogrammierung unnötige volle Ausdrehen bis 8000/min. Maximal sind’s selten 7000/min, normal maximal 6000/min. Spitzenbelastung bringt nicht so viel mehr wie sie schädigt.

      Fahrwerksvermessung immer beim TÜV-Termin. Kostet nicht viel, dafür ist dann der Geradeauslauf immer untadelig und der Reifenverschleiß gleichmäßig. Wer’s beim Reifendienst machen lassen will: Die Werte entsprechen dem meist gespeicherten „BMW Z3 tief“. 100 € maximal.

      Was ging  kaputt?

      Eigentlich ehrlich gesagt fast nichts. Die Frontscheibe wegen Steinschlags. Kann das Auto grundsätzlich ja nix dafür. Der Auspuff war nach 50.000 km leergebrannt und fing an unerträglich zu dröhnen. Bei 3000/min fielen einem unterm geschlossenen Verdeck die Ohren ab. Durch neue Endrohre mit Schalldämpfern (individuell nach meinen Anforderungen gebaut) ersetzt, bei Konstantfahrt durch Totschallkammern etwas leiser als Serie und die Körper etwas verkleinert, so daß sie nicht mehr so oft aufsetzen.
       
      Die zweite Wasserpumpe ist immer noch spielfrei (sie muß nach meinem Umbau ja keinen am S54-Motor von BMW nicht vorgesehenen Viscolüfter zusätzlich bewegen, sondern einfach nur Wasser pumpen), Kupplung mit immer gleichem Druckpunkt, Getriebe leise und nach wie vor sehr fein zu schalten. Bremse spricht gut an, Verzögerung sehr gleichmäßig bei gleichmäßig steigender Pedalkraft. Abbremsung 55 %! Korrosion bin ich selber schuld, sie betraf die Fahrwerksträger vorne, die Verschraubungen hinten, die Verkabelung an der Batterie, die Bremsanlage und die Leitungen zum Lenkungskühler.

      Die Sitzheizung quittierte spektakulär ihren Dienst. Sie schaltete sich selber ein - natürlich sommers und bei großer per se herrschender Wärme. Sicherung gezogen und „Thema erledigt“ gedacht. Bis Markus Schmickler mich verzweifelt anruft und mitteilt, daß die 806 schier nicht sinnvoll abzustimmen sei auf dem Prüfstand, weil sie immer wieder völlig unplausible Werte zeige. Ob ich was an der Elektrik geändert hätte?? „Ich bin schon froh, wenn ich was mit Strom fehlerfrei schreibe!“ wollte ich antworten. Bis mir die Sitzheizung wieder einfiel. Lösung: Die ach so tolle selbstgefertigte Verkabelung der Manufaktur ist nicht so der Hit. Sie ist nicht sauber ausgeführt, teilweise werden nicht zulässige Lüsterklemmen (!!) verwendet. Direkt neben leistungsführenden Kabeln der Sitzheizung liegen haarfeinste Drähtchen für die Signale der Motorsteuerung. Als die Sitzheizung ihren Elektrogremlin entwickelte, indem sie einfach sanft anschmorte, ist der Kabelsatz der Steuerung angegriffen worden. In der Werkstatt fachgerecht korrigiert - Fehler weg. Sitzheizungen auch. Brauchen eh nur Weicheier.

      Zum Kapitel schlechte Ausführung der Kabel gehört auch, daß ich mich anfangs von der Motorkontrolle foppen ließ. Etwa alle 10.000 km reklamiert sie, daß ein Fehler vorliege. Manchmal auch öfter. Ausgelesen über OBD: „Fehler Heizung Lambda-Sonde Bank 2“. Immer. Immer wieder. Abhilfe 1: Sonde ersetzen. Teurer Spaß, habe ich zweimal gemacht. Nützt nur nichts. Fehler taucht wieder auf! Abhilfe 2: ignorieren. Schadet nichts, Motor startet und läuft wie immer.

      Erfahrung dazu: Scheint ein Fehler der Verkabelung zu sein. wenn’s feucht ist (oder ich den Krümmer ansprühe), ist der Fehler weg. Wundersame Heilung? Nein - die Autodoktoren bei Vox würden wieder sagen „Glaubste dat? DREI Lambdasonden für nix , dabei war et nur ein Fehler im Kabel!“ Leider ist die Verlegung auch nicht leicht zu erreichen, also lebe ich damit. Der TÜV mißt ja eh im Endrohr und da kommt nur Gutes heraus. Selbst jetzt  noch erreicht der Katalysator im Leerlauf ein CO von 0,2 % bei zulässigen 0,9. Lohnt sich, daß der teure M-Metallkat verbaut ist.

      In den letzten zehn Jahren und 100.000 km hat der MF3 an Reiz nichts verloren. Man ist vertraut, „anziehen wie einen Handschuh“ und los geht’s - auch auf weiteste Touren. Die konstruktiven Mängel habe ich für mich bestmöglich mit sinnvollem Aufwand abgestellt, sonst ist er im Allgemeinen grundsolide und erstaunlich haltbar. Das sorgt dann für Betriebskosten, die kein anderer Sportwagen dieser Leistungsklasse liefern kann.

      Wertverlust denken manche, komplett durch Wertgewinn ersetzen zu können - zu Mondpreisen kauft nur keiner einen MF3. Neupreis 120 k€ und nach acht Jahren 150 k€ verlangen - das ist Illusion. Dennoch ist für die Wagenklasse der Verlust sehr gering - was kein Wunder ist, denn er ist in der äußerst kompakten Form einzigartig und wie belegt haltbar, gebrauchstauglich selbst für Fernreisen und belastbar.

      So eine Wiesmann-Kappe mit bestimmt 70.000 "offen gefahrenen Kilometern" muß man sich erdienen!

       

       
       
       
      Markus
    • Pentium
      Hier starte ich ein Tagebuch meines frisch erworbenen SRTs.  Alle Höhen und Tiefen werde ich erbarmungslos offenlegen. Wer sich auch einen zulegen möchte, kann sich hier anfixen oder abschrecken lassen ….. auf geht’s:
       
      Es war einmal … quatsch - spontan hab ich mich am Samstagvormittag zu einem Wechsel von 3.0 CRD auf 6.1 HEMI entschlossen (danke DUH!), nun muss es aber schnell gehen, sonst zuckt der Schließmuskel und es wird wieder mal verschoben.
       
      Der nächstgelegen Interessante, der sich auch noch meinem Diesel annehmen möchte, steht bei einem Händler in gut 800km Entfernung ….. hmmmm … um 12:00 Uhr vollgetankt auf die AB - 800 km Richtung Norden  …..   so eine Geschichte darf nicht besonnen und gut überlegt starten….
      …. und um 20:30 Uhr schon wieder mit breitem Grinsen auf der Heimfahrt. Wie vom Verkäufer vorher gesagt, geht nach gut 200km die Motorkontrollleuchte an, den HEMI interessiert dies aber nicht im Geringsten, er marschiert tapfer brüllend über die A7….
       
      Nach weiteren  problemlosen 800 km Fahrt bringe ich ihn um 04:30 Uhr in die Halle. Den Durchschnittsverbrauch konnte ich zeitweise bei einem Schnitt von 120km/h von 17,5 auf 16,5 ltr. drosseln… Spaß geht anders…..
       
      Ein Auslesen gestern wies den Fehler P0430 „Katalysatoreffizienz (Bank 2)“ aus, einen Neuen gibt es von Magna schon um die 900€, verschieben wir auf den nächsten TÜV in 07/2020…..
       
      Viel schlimmer sind die Abrollgeräusche der abgefahrenen Winterreifen. Dafür gibt es am Montag neue Pirellis mit anschließender Fahrwerksvermessung.
       
      Am Dienstag wird dann noch das scheußliche ALPINE Doppel-DIN gegen ein Pioneer Z810 getauscht.
       
      Am Mittwoch darf der Dicke dann mit uns in den ersten gemeinsamen Urlaub in die Pfalz…
       
      Ein paar kosmetische Veränderungen stehen noch an, die Liste der gespeicherten Fehler muss noch reduziert werden….. ich werde be(r)ichten
       
       

    • irontomi
      Hallo erstmal danke für die Aufnahme hier in diesem Forum. Ich habe gleich mal eine Frage was haltet ihr von einem Ferrari 430 Baujahr 2008 mit zwei Novitec Kompressoren mit 50000 km Laufleistung kann man so etwas kaufen oder holt man sich da mit potenziellen Ärger ins Haus da der Motor ja mehr belastet wurde als ursprünglich angedacht hat jemand Erfahrungen mit einem solchen Wagen? Ach ja und was muss denn passieren damit die Katalysatoren bei einem 430 verschwunden sind und aus dem Endschalldämpfer ihre Überreste herausgeholt werden müssen Fragezeichen für Infos wäre ich sehr dankbar mit freundlichen Gruß Tom
    • Autopista
      Nachdem der GTR Thread inzwischen komplett ausgeufert ist, stell ich hier meinen Erfahrungsbericht zu dem Wagen ein.

      Ich bin den GTR am letzten WE etwa 2000km gefahren, davon knapp 500km Rennstrecke in Leipzig (Performance Training bei Porsche Leipzig, genialer Event:-))!).

      Zunächst ein paar Vorinfos, die meines Wissens nach noch nicht bekannt sind.

      Es gibt für den GTR 2 Setups, eines für die Straße, eines für den Track. Letzteres verstellt den Sturz auf extreme Werte, schnell für die Piste aber für die Straße nicht zu empfehlen. Ich bin mit dem Straßensetup gefahren, weil die Daten noch nicht verfügbar waren.

      Allgemein.......

      Der GTR ist wirklich riesig und erfordert einiges an Eingewöhnung. Der Wendekreis entspricht einem mittleren Bus. Man sitzt richtig hoch und für Gesellen ab 1.75m dürfte es mit Helm ziemlich schwierig sein eine gute Position zu finden. Die Ergonomie ist super, die Sitze find ich etwas mager beim Seitenhalt.

      Lange schnelle Autobahnfahrten führen teilweise zu einer enormen Hitze im Kofferraum. Lebensmittel sollte man dort nicht lagern, ebenso wenig Getränke im Mitteltunnel. Da wirds auch richtig warm, die Klima muss kräftig pusten.

      Den Playstation-Monitor hab ich teilweise verflucht. Wieso kann man Temperatur und Reifenluftdruck nicht gleichzeitig darstellen? Wer hat sich sowas ausgedacht? Auf der Strecke muss man ständig hin- und herschalten. Naja.....

      Nun zum wichtigen Teil:

      Also gleich vorweg: Der GTR ist ein brutaler Apparat. Motor und Getriebe hab ich so noch nie erlebt. Der Turbo spricht sofort an und feuert ab 3000 los, das Getriebe schaltet unglaublich schnell unter Volllast, da kommt nichts anderes mit, nicht einmal die famose Getriebebox aus dem California. Bei den Fahrleistungen spielt die Kiste locker in einer Liga mit dem 997 turbo, vielleicht ab 280 fällt der Nissan etwas ab. Eine Rolle spielt das aber in meinen Augen nicht.

      Fahrdynamik: Hammer, Hammer, Hammer! Der GTR fühlt sich überall super an. Lenkt zackig ein, liegt voll neutral, kennt keine Lastwechsel. Das komplette Inferno aber kommt am Kurvenausgang. Die Traktion ist Wahnsinn. Das Auto lässt sich voll im Drift fahren, die Karre kommt richtig aggressiv mit dem Heck, zackig gegenlenken,voll auf die Kette und man wird abgefeuert wie von einer Rakete. Wer das ein paar Runden gemacht hat ist dem GTR verfallen. Gibt sicher kein Auto mit dem man auf Anhieb so aggressiv am Limit fahren kann. Man muss absolut offen und ehrlich sagen, daß der 997 turbo da nicht mitkommen kann, so agil wie sich der GTR am Limit bewegt und wie apokalyptisch er aus der Kurve schiesst. Das Monster hat wirklich überall gewaltig Power und setzt diese zu 110% um. Bei dem Auto kann man an Stellen Gas geben, die mit anderen Sportwagen einfach nicht möglich sind.

      Einige Wehrmutstropfen aber bleiben trotzdem. Das Gewicht spürt man doch, beim Bremsen und an den Reifen. Die Brembos lassen nach einigen Runden schon nach und insgesamt ist der Wagen allgemein auf der Bremse etwas weich, nicht so definiert wie ein 997er. Die Reifen heizen sich extrem schnell auf, sind aber über einen breiten Bereich recht gut zu fahren, weil der GTR sehr gut ausbalanciert ist. Von 1,8-2,3 bar gehts knackig voran, dann wirds schmierig vor allem in schnellen Kurven. Das grösste Problem ist aber ohne Zweifel das Getriebeöl. Ich hab die Kiste 2mal abgestellt, weil die Temperatur an die 140 Grad ging. Wenn man es richtig fliegen lassen will, ist man nach 15min auch schon wieder fertig, länger packt es das Getriebe definitiv nicht!

      An der Stelle können die GTR Kritiker nun wieder auf den Wagen einschlagen. Sei's drum. Für gut 80.000 Euro ist der GTR trotzdem eine unglaubliche Kampfmaschine mit der man problemlos die Creme de la Creme ärgern kann auch wenns dann für den ultimativen Triumph nicht reichen wird. Ein 430 Scuderia z.b. fährt sich gerad erst warm, wenn der GTR bereits aus den Rohren dampft. Dennoch: Der Nissan GTR ist trotzdem eine ganz eigene Art von Sportcoupe. Ein echter Technikpanzer für Freaks. Das Auto hat einfach eine gewisse Ausstrahlung und ich hätte nie gedacht, daß er so gewaltig Spaß macht.........

      Also ihr lieben Porsche und Ferrari Fans, eure Autos sind nicht schlechter nur weil es den GTR gibt. Aber der Japaner ist definitiv eine Bereicherung für die Autowelt.

      PS.: Ebenso brachial wie der Antritt ist auch der Verbrauch. 50 Liter warens im Schnitt am Track. Wieder ein Grund, warums für die Langstrecke nicht reichen wird.

      PPS.: Mit keinem Auto erregt man derzeit soviel Aufsehen. Wirklich JEDER schaut der Kiste hinterher, will sich reinsetzen, etc.......Wieder eine Disziplin, die der Nissan beherrscht wie ein Exot obwohl er "nur" 80.000 kostet.
    • mm_spawn
      Hallo Zusammen,
      ich hatte vor ca. 6 Wochen einen Motorschaden bei meinem M3 E92 und möchte euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.
       
      Ich habe den M3 als Neuwagen im Nov 2007 ausgeliefert bekommen und habe bis zum Motorschaden ca. 115t km gefahren. Das Fz. wurde immer bei BMW gewartet und natürlich schön Warmgefahren bevor es mehr wie 3.000 U/min gesehen hat.
       
      Nach einem kurzen Stau war auf der Autobahn freie Fahrt und ich habe bis ca. 280 km/h beschleunigt, dann hat er plötzich deutlich an Leistung verloren und kaum noch an Geschwindigkait zugelegt. Daraufhin habe ich ihn bis ca. 120 km/h ausrollen lassen und konnte dann ein metallisches klackern im Motorraum hören. Also mit ca. 80 km/h weiter gefahren und an der nächsten Raststätte raus. Bei Standgas und offenem Motorraum war das Geräusch nun deutlich zu hören. Der BMW Service ist dann nach ca. 1h gekommen und hat mich zum nächsten Vertragshändler geschleppt.
       
      Die Diagnose nach einem Tag war: "Höchst warscheinlich Motorschaden, da Metallspähne im Öl sind." Der Motor wurde also nicht geöffnet. Der Händler hat auch gleich eine Kulanzanfrage bei BMW gemacht mit dem Ergebnis, dass ich 30% Rabatt auf einen Austauschmotor bekomme, was dann 17.500 EUR für den Motor plus 2.500 EUR für Einbau u. co. wären macht in Summe 20.000 EUR Schaden bei einem Auto das gerade mal 115t km drauf hatte. Da ich schon bei meinem M3 E46 bei ähnlicher Laufleistung einen Schaden am Ventiltrieb mit ca. 10t EUR hatte wollte ich das so nicht auf mir sitzen lassen und habe einen Brief an BMW geschrieben, mit genau dem selben Ergebnis -> 20k EUR. was bei einem Fahrzeug mit diesem Alter fast ein wirtschaftlicher Totalschaden ist.
       
      Da ich den M3 aber noch nicht in die Presse fahren wollte habe ich mal mit einigen Tunern und Motorsport Spezialisten gesprochen, die mir gesagt haben, dass sich bei meinem Motor vermutlich die Kurbelwellenlager verabschiedet haben, was wohl ein bekanntes Problem sei. GPower z.B. hat gesagt, dass sie ihren Kunden empfehlen die Lager bei 80t km tausche zu lassen, was ca. 3t EUR kostet. Da frage ich mich, warum steht das nicht im BMW Serviceplan. Ich meine bei einem Auto für fast 100t EUR kann man ja mal nach 80t EUR etwas Investieren, damit die Kiste zuverlässig weitere 80t packt, oder?
       
      Nach diversen Telefonaten und Recherchen bin ich dann auf die Firma kk Automobile http://www.kk-automobile.de/ gestossen. Herr Krüger hat mir einen gebrauchten M3 Motor mit ca. 35t KM aus 2010 zu einem Kurs von 10t EUR inkl. Einbau und Abstimmung auf dem Prüfstand angeboten. Also, Auto hinschleppen lassen. Das Erhebnis waren nach der optimierung der Elektronik ca. 430 PS von zuvor ca. 405 PS bei der EIngangsmessung. Da der M3 adaptive Kennfelder hat, die sich selbst optimieren und stetig weiter lernen schätzt Herr Krüger, dass ich nach 5.000 km ca. 450 PS haben werde. Und in der Tat fühlt sich der Motor schon nach ca. 1.500 km deutlich stärker an wie direkt nach der Abholung. In Summe ist diese Leistungssteigerung zwar nicht spektakulär, fühlt sich aber viel besser an wie zuvor und mach viel Spass. Der Motor dreht viel aggressiver hoch und hat ab 3.500 u/min ein viel satteres Ansprechverhalten. Das wirklich spektakuläre an der neuen Abstimmung ist, dass ich nun auf meiner täglichen Strecke ca. 1-2 L weniger Sprit verbrauche. Liegt vermutlich daran, dass das Gemisch nun magerer in den unteren Drehzahlen eingestellt ist.
       
      So weit so gut. Das war mein Erfahrungsbericht. Am Ende muss ich sagen, dass der kommende neue M3 ein wirklich extrem geiles Auto werden muss bevor ich mir nochmal einen kaufe.
      LG, Marco

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