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  1. Ich habe vor ca. 1h meinen 992 Testwagen (S Cabrio) zurückgegeben, dem ich dieses Wochenende ca. 400 km die Sporen gegeben habe und habe eben meinen 991 wieder zu Hause geparkt. Was soll man sagen: Porsche hat es wieder mal geschafft - der 992 ist schneller, moderner, liegt satter auf der Straße, ist verwindungssteifer und das neue Navi ist eine Wonne. Aber der Reihe nach. Erstmal ein paar Minuten Rätseln: Ein Schlüsselloch gibt`s nicht mehr - wie startet der 992 bloß? Aah, links vom Lenkrad ist ein Drehschalter, der zum Start nach rechts gedreht werden will. Qualitätsanmutung im Innenraum: Hoch. Leder, ein gut aussehendes und sich gut anfühlendes, perforiertes Material das ich nicht einordnen und - billiges Plastik. Auch noch direkt auf dem Lenkrad. Gegen sows bin ich ja in einem Auto dieser Preiskategorie allergisch. Das Navi auf dem neuen Riesenbildschirm (Hallo Portofino!) lässt sich super einfach dirigieren, passt. Was ich noch nicht verstehe: Was ist der Unterschied zwischen der Sport-Einstellung im Bordmenü und der Sport-Taste? Machen die dasselbe? Jedenfalls wurde das Tastenmeer des 991 in der Mittelkonsole entschlackt. Ein Plus an Übersichtlichkeit. Geschätzt habe ich bestimmt die Hälfte der Tasten im 991 auch noch nie benutzt. Etwas Eingewöhnung braucht der neue Fahrmodi-Hebel, der nach oben und unten in 2 Stufen bewegt werden kann. Ich weiß bis jetzt nicht, warum das Auto manchmal den manuelen Modus beibehält und dann wieder auf Automatik steht, wenn man vorher den Rückwärtsgang betätigt hat. Sei`s drum: Los geht`s, erste Kilometer in der Stadt: Die Trambahnschienen, bei denen es mich im 991 jedes Mal gefühlt aushebt, schluckt der 992 als wären sie gar nicht da Die Schaltpaddles drehen wieder mit - schade. Das Dach öffnet sich schneller aber auch viel abgehackter, ruckliger und rabiater als im 991. Ob das so auf lange Sicht hält? Egal, jetzt geht`s erstmal auf die BAB: Vorne frei also mal auf die Tube drücken: Die Turbos pfeifen - fast mühelos sprintet der 992 auf 270 Sachen und liegt dabei stets wie ein Brett auf dem Asphalt, wo im 991 doch die ein oder andere Bewegung der Karrosserie zu spüren ist. Die kolportierten 3,7s auf 100 würde ich dennoch mit zumindest einem Fragezeichen versehen. Der 992 ist schnell, aber so schnell? Auch 450 PS können nicht hexen. Auf der Landstraße angekommen, erfeut weiterhin die unfassbar satte Straßenlage. Mühelos dirigiere ich den offenen 992er auch bis zu 200 km/h durch den Taunus und es ist kein unpassendes Karrosserie-Geräusch im Innenraum zu vernehmen. Der 992 klebt auf der Straße wie Pattex und lässt sich durch bösartige Bodenwellen überhaupt nicht aus dem Konzept bringen. Die Lenkung ist so direkt, da kann man fast schon von Perfektion sprechen, toll! Kommen wir nun aber zum großen Manko: Dem Sound. OK, ja Turbo. Aber ich hätte dennoch nicht erwartet, dass man dem 992 so alles aberzieht was im 991 (dem Sauger natürlich) stets ein breites Grinsen auslöst. Die Performance wird schon fast mit McLaren-hafter Nüchternheit dargeboten. Bis 50 km/h tut sich da noch am meisten, aber dann: Kein Backfire wie im 991, keine Boxer-Drehorgie. Am deutlichsten merkt man es im Tunnel. Derselbe Tunnel mit 992 und 991 durchfahren - ein Unterschied wie Tag und Nacht. Der 991 macht da schon fast Spektakel wie der Ferrari 458 (nein, natürlich nicht, das ist nochmal eine andere Liga!). Ja und der 992 ist halt einfach schnell. Jeder kann das natürlich für sich bewerten aber für mich wiegt das Thema Sound so schwer, das es alles was der 992 sonst besser macht als der 991 (und das ist ja im Endeffekt fast alles) konterkariert. Ich würde Stand jetzt nicht wechseln.
    • 43 Antworten
  2. Hallo Sportwagenfans, nach 1,5 Jahre artgerechter Einfahrzeit möchte ich Euch von den Erfahrungen mit meinem Aventador S berichten. Dies ist mein erster Beitrag in dem Forum obwohl ich schon seit einigen Jahre immer wieder mitlese. Ich denke, dass für den einen oder anderen ein paar interessante Fakten dabei sind da im Internet leider eine Menge an Halbwissen und falschen Vermutungen von Einigen verbreitet wird die den Aventador S nur oberflächlich oder so gut wie gar nicht kennen. Vorweg, ich bin seit über zwei Jahrzehnte leidenschaftlicher Porschefahrer und besitze noch mehrere Autos und Motorräder. Den Porsche mit dem hohen Perfektionsgrad möchte ich zur täglichen Fahrt, Sommer wie Winter keinesfalls vermissen. Bei jedem neuen Modellwechsel wurde die Leistung erhöht, der Verbrauch weiter optimiert und die Beherrschbarkeit durch Assistenzsysteme derart verbessert, dass man immer weniger falsch machen kann obwohl man deutlich schneller unterwegs ist - dies ist eine enorme Ingenieursleistung von Porsche. Jedoch ging über die Jahre ein wenig der Reiz verloren, das Geräuschverhalten wurde immer weiter gezähmt und die Stückzahlen steigen und steigen. Bei uns im Ländle (zwischen Stuttgart und Bodensee) steht fast in jeder zweiten Hofeinfahrt bzw. Garage ein Porsche - nicht falsch verstehen, als echter Porschefan freu ich mich über jeden Handwerkermeister oder Landwirt bzw. Biostromproduzenten der sich so etwas leistet. Es gibt hier kein schnelles Internet, dafür schnelle Autos! Selbst mit einem GT2 oder GT3 fällt kaum noch auf da sich alle neueren 911er ziemlich ähnlich sehen. Von daher ergänzte ich meinen Fuhrpark vor über 7 Jahre mit einem damals aktuellen und sehr schönem LP560. Da es damit keine Qualitätsprobleme gab und ich nur gute Erfahrungen bezüglich Zuverlässigkeit inkl. der professionellen Betreuung durch den Händler machen konnte bestellte ich mir nach genauer Überlegung einen aufregenderen Aventador S. Er ist für mich heute die optimale Ergänzung und bietet noch genau den Reiz der im Laufe der fortschreitenden Fahrzeugentwicklung mit verschärften Euronormzertifizierungen verloren gegangen ist. Auf einen SVJ wollte ich aufgrund der Unsicherheit überhaupt noch einen in gewünschter Ausstattung zu bekommen nicht noch länger warten. Heute bin ich froh, dass ich einen neuen selbst konfigurierten Aventador S besitze. Das cleane Design und die klare Linienführung ohne dem Spoiler- und Flügelwerk ist ein einzigartig harmonisches Kunstwerk. Eventuelle Wertsteigerungen oder Wertverluste sind mir dabei ganz egal, ich möchte den Fahrspaß für den ein Aventador entwickelt wurde und keine tote Kapitalanlage. Die Verarbeitungsqualität war bei meinem LP560 schon hervorragend und ist beim Aventador S (mit Baujahr 2018) noch besser geworden, auf höchstem Niveau. Es scheint so als würden sich die gehobenen Qualitätsanforderungen vom Mutterkonzern richtig gut auf Lamborghini auswirken. Vor allem die Lackqualität (NeroAldebaran) ist das Beste was ich jemals bekommen habe. Gleichmäßige Spaltmaße und die homogene Klavierlackqualität von Vorne bis Hinten runden das Gesamtbild ab. Im Vergleich dazu ist das was in diesem Preis- und Sportwagen-Segment aus Maranello kommt sehr bescheiden und für mich nicht passabel wenn man jahrzehntelang Porsche- bzw. AUDI-Qualität gewohnt ist (sorry, rein objektive Feststellung ohne alle Emotionen). Folgendes zum Getriebe, da dieses immer wieder kritisiert wird: Im Aventador wird ein sehr kompaktes und automatisiertes 7-Gang Schaltgetriebe mit hoher Effizienz eingesetzt, ohne den Durchtriebsverluste eines Doppelkupplungs- oder Lastschaltgetriebe. D. h. während beim Aventador nach dem Schaltvorgang nur das Ausrücklager entlastet werden muss um die Kupplung zu schließen wie bei jedem Handschaltgetriebe, müssen die Lastschaltgetriebe permanent über eine Hydrauliksystempumpe genügend Druck auf die Lamellenpakete mit mindestens 2 oder mehreren Reibflächen bringen um den Kraftschluss sicherzustellen. Besonders bei Motoren mit hoher Momentabgabe wird ein signifikanter Anteil der Antriebsleistung zum Sicherstellen der Kraftübertragung benötigt um ein Aufreißen der Lamellen zu verhindern, während der Aventador mit Schaltgetriebe die gesamte Antriebsleistung für den Vortrieb nutzen kann. Im Vergleich zum Doppelkupplungsgetriebe existieren hier auch keine Reibungsverluste zwischen den Lamellenflächen der geöffneten Kupplung wenn die andere des aktiven Antriebstrang zur Kraftübertragung geschlossen ist. Was sich besonders bei hohen Drehzahlen positiv (auf die Höchstgeschwindigkeit) auswirkt. Am Besten schaltet man das automatisierte Schaltgetriebe manuell. Das Gaspedal wird im richtigen Moment beim Schaltvorgang kurz angehoben und im festen Gang wieder Vollgas gegeben (falls erforderlich). Dadurch lassen sich hektische Schaltschläge und unangenehme Lastwechselreaktionen effektiv vermieden. Wenn man richtig reagiert und das Prinzip begriffen hat macht das Ganze einen Höllenspaß und der Aventador ist brutal schnell unterwegs. Die Herausforderung Mensch und Maschine in Einklang zu bringen bzw. den Stier an den Hörner zu packen und zu zähmen ist genau der besondere Reiz was bei den heute üblichen automatisierten und assistenzsystemunterstützten (fast idiotensicheren) Fahrzeuge immer mehr fehlt. Motor: Im Aventador S arbeitet der 6,5-Liter-V12-Sauger noch mit nachhaltiger und robuster Saugrohreinspritzung. Er darf (bis auf die Katalysatoren) ohne Partikelfilter und Abgasturbolader frei aus- und einatmen wie ein wildes Tier. Aus meiner Sicht ist es kein Fehler, dass Lamborghini auf eine aufwändige Direkteinspritzung mit Hochdruckpumpe (hohe Temperatur und Druckbelastungen der Einspriztventile im Brennraum mit komplexerer, voluminöserer Zylinderkopfkonstruktion) beim V12 verzichtet hat. Die Wirkungsgradvorteile der Verdampfungsenthalpie (Kühlung des Brennraum bei der Einspritzphase durch Energieaufnahme beim Aggregatzustandswechsel) werden signifikant verschlechtert, wenn der Auslass des Direkteinspritzer zusätzlich mit einem großem und schweren Partikelfilter vollgestopft werden muss um die neue Euronorm zu erfüllen. Von den negativen Auswirkungen aggressiver Verbrennungsrückstände an Einlassventile, Ventilsitze, Kolbenringe und den hochbelasteten Einspritzventile im Brennraum ganz zu schweigen. Hinsichtlich potentieller, zukünftiger Klassiker sind robuste Konstruktionen mit möglichst konventioneller Technik besonders relevant wie hier z. B. die vom Kühlwasser umströmten, reparaturfreundlichen Zylinderlaufbuchsen bei denen die Kolben nicht direkt im Motorblockmaterial mit all den typischen tribologischen Schwierigkeiten laufen müssen. Ab 5000 U/min fühlt sich der V12 richtig wohl und zieht dabei ohne mit der Leistung nachzulassen brutal schnell bis 8500 U/min in den Drehzahlbegrenzer. Im Vergleich zu den heute üblichen, aufgeladenen Sportwagenmotoren mit wesentlich höheren Literleistungen bricht bei dem Sauger die Leistungsabgabe bis in die höchste Drehzahlregionen unter Volllast nie ein da ein zunehmender Hitzestau aufgrund heiß laufender Laderkomponenten hier absolut kein Thema ist. Bezüglich Standfestigkeit gilt ganz klar die alt bewährte Formel - Hubraum ist durch nichts zu ersetzten. Hohe Drücke bei hohen Temperaturen wirken sich generell sehr negativ auf die Dauerfestigkeit aus! Schaltet man unter Volllast kurz vor dem Drehzahlbegrenzer die Gänge durch landet man recht zügig mit der Schaltung vom 6. im 7. Gang bei ungefähr 7500 U/min und über 330 km/h, was dank der 12 Zylinder einer schonenden Kolbengeschwindigkeit von 19 m/s entspricht. Er schreit sich dabei die Seele aus dem Leib ähnlich einem Formel1-Aggregat aus den 70er Jahre. Im direkten Vergleich mit voll geöffneten Klappen ist der Aventador S sogar noch lauter als der SVJ mit dem höhergelegtem Auspuff – probiert es mal aus, wichtig ist dass die Klappen beim S in den äußeren dicken Rohre dabei vollständig geöffnet bleiben. Es ist eine wahre Freude wie unnachgiebig und lässig der V12 jenseits der 340 km/h auch noch auf den üblichen Autobahnsteigungen immer weiter schiebt bis in den Höchstgeschwindigkeitsbegrenzer - den Begrenzer konnte ich leider nicht mehr erreichen da zu viele Beckenrandschwimmer auf der rechten Fahrspur aufgetaucht sind (hoffe, dass bald wieder eine Fußballmeisterschaft kommt und die meisten vor der Glotze hocken). Selbstverständlich werde ich niemand in irgendeiner Weise durch die schnelle Vorbeifahrt erschrecken oder in Bedrängnis bringen nur um zu kontrollieren ob der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzer bei 8000 U/min und 362 km/h nach Tacho oder erst bei 366 und 8070 U/min einsetzt. Das hat man als Aventador-Fahrer überhaupt nicht notwendig, allein aufgrund der physikalischen Gegebenheiten hat das Fahrzeug bezüglich Topspeed gewaltiges Potenzial. Das Überholprestige ist das Beste was man sich (ohne Blaulicht) vorstellen kann und spart eine Menge Nerven. Über die Hälfte der Verkehrsteilnehmer machen bereitwillig Platz, wenn sie so etwas breites und flaches im Rückspiegel bemerken. Bei den übrigen Kandidaten schaltet man nur 2 bis 3 mal kurz runter um bei über 6000 U/min den bestialischen Formel1-Sound zu aktivieren. Mit dem Aventador ist dadurch ein dichtes Auffahren oder stressiges Drängeln komplett unnötig. Die niedrige Gesamthöhe von 1,13 m mit der dadurch resultierenden geringen Projektionsfläche und den beim Aventador S nicht vorhandenen abstehenden Spoiler wirken sich sehr positiv auf den Luftwiederstand und die Höchstgeschwindigkeit aus. Mehr Abtrieb benötigt er auch nicht da er im Vergleich zum SVJ rein statisch ein Mehrgewicht von 22 kg auf die Vorderachse und 50 kg mehr auf die Hinterachse bringt. Dass der S dabei ohne die weicheren Sportreifen des SVJ in der Beschleunigung von 0 auf 100 nur 0,1s, von 0 auf 200 nur 0,3s und von 0 auf 300 nur 0,2s länger benötigt ist ein Witz (Messwerte AutoBild Sportscars). Längere Staus bei einer rekordverdächtigen Affenhitze (Ende Juli) mit gemessener Außentemperatur von 41°C zwischen den reflektierenden Betonfassaden im Großstadtverkehr lässt sich mein komplett schwarzer Aventador S nicht im geringstem negativ anmerken. Die Temperaturen bleiben bei maximal aktivierter Klimaanlage stabil im Mittleren Bereich (ca. 100°C Öl und 90°C Wasser). Lamborghini hat die Kühlungskapazität über die Jahre immer weiter optimiert - perfekt für die Heißländer mit wohlbetuchter Kundschaft. Blickt man durch den Rückspiegel, wenn die großvolumigen Gebläse mit hohen Drehzahlen am Heulen sind flimmert nur so die Luft über dem Heck wie bei einem Kampfjet mit Nachbrenner beim Start. Überall freuen sich die Passanten und animieren einem zum Gas geben, so macht das Stehen im Stau bei den recht unangenehmen Außentemperaturen auch noch richtig Spaß. Echt verwunderlich, der brutale V12-Sound würde von anderen PKWs niemals in der Ausprägung so positiv akzeptiert werden. Fahrwerk: Die aktive Hinterradlenkung ist für den Aventador ein richtiger Segen und eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Damit lässt es sich richtig wendig um die Ecken fetzen wie bei einem viel kleinerem Auto mit kurzem Radstand. Der Allrad verspannt sich beim Abbiegen weniger und er hat in engen Kurven eine bessere Traktion weil die Hinterräder aktiv in die richtige Position gelenkt werden - er bringt dadurch die Leistung generell effektiver auf die Straße. Jedoch muss man sich bei den sehr hohen Geschwindigkeiten an die mitlenkenden Hinterräder gewöhnen. Er bleibt immer präzise und stabil in der Spur, wenn das Lenkrad möglichst ruhig geführt wird. Die magneto-rheologische Dämpfung lässt sich von hart bis knall-hart verstellen, für den artegerechten Umgang voll ausreichend, jedoch nichts für Weicheier. Das aufwändige Pushrod System mit den horizontal liegenden Dämpfer an Vorder- und Hinterachsaufhängung ist absolut das Beste was im Sport- und Rennwagenbau existiert. Das Infotainment habe ich außer ein paar dringender Telefonate in den ganzen 1,5 Jahre noch nie benötigt obwohl ich die nicht gerade günstige Sensonum-Musikanlage mitbestellt habe. Mit dem Aventador fahre ich auch nicht nach dem Navi sondern frei Schnauze dahin wo es mir gefällt und ich möglichst freie Fahrt habe oder freundlich Platz gemacht wird. Fakt ist; das richtige Sound- und Entertainment-System sitzt beim Aventador hinter den Sitzen im Motorraum in Form von 12 Zylinder! In 10 oder 20 Jahre ist das heute schon wieder veraltete Infotainment vollkommen irrelevant. Für einen angehenden V12-Klassiker zählen robuste und konventionelle Technik in einem einzigartigen Design. Wer ein Fahrzeug mit hochmodernem Multimediasystem sucht liegt hier völlig falsch und kauft sich am besten jedes Jahr ein billigeres Multimediavehikel. Der Verbrauch von 20 bis 30 L/100km entspricht keinem kränkelndem Spritsparwunder, sondern ganz den Fahrleistungen eines robusten, großvolumigen V12 und man darf sich öfters auf die Gaudi beim Tanken freuen. Da ist immer was los, 95% der Passanten sind dabei total begeistert. Den restlichen 5% (meist Artenschützer bzw. Hobbynaturschützer) erklärt man recht freundlich und fundiert, dass es sich dabei nicht nur um ein Fortbewegungsmittel zum sinnlosen Drauflosfahren handelt sondern um eine kunstvolle Synthese aus atemberaubendem Design und einer klassischen frei atmenden, vom Aussterben bedrohten V12-Verbrennungskraftmaschine mit artgerechtem Bewegungsdrang und Geräuschverhalten. Ein paar Nachteile oder kleinere Spaßbremsen muss es natürlich auch geben. Der Aventador ist generell nur sehr eingeschränkt alltagstauglich und höchstens als Zweit- oder besser als Drittwagen geeignet. Im Innenraum auf der Fahrerseite sind außer dem winzigen Fach in der Mittelkonsole keine Staufächer oder Ablagemöglichkeiten vorhanden. Nur in Verbindung mit dem Reisepaket für schlappe 952€ Brutto gibt es zwei Becherhalter in denen ich mein Handy mit Geldbeutel platzieren kann und ein zwingend erforderliches Gepäcknetz hinter den Sitze damit nicht alles durch die Gegend fliegt. Allein aufgrund seiner Dimensionen kann man nicht einfach einsteigen und drauflosfahren wie mit jedem anderen Auto. Die Sicht ist im Allgemeinen und Besonderem nach hinten extrem eingeschränkt. Hoch hängende Ampeln sind aufgrund der fast auf dem Boden liegenden Sitzposition kaum im Sichtbereich und alle andere Verkehrsteilnehmer schauen auf einem herab. Die Rückfahrkamera und das Liftsystem sind fast immer erforderlich. Da der Aventador ohne Rückspiegel schon über zwei Meter breit ist muss man sich vorher genau überlegen ob man in eine schmälere Straße einfahren kann oder z. B. mit Verengungen aufgrund geparkter Autos rechnen muss. Hohe Randsteine sind der blanke Horror! Permanent muss ich auf genügend Abstand zum filigranem Felgenhorn meiner schwarz beschichteten Diantus mit der extrem niederen Querschnittsbereifung achten. Beim Überholen eines LKW oder Landmaschine ist auf den schmäleren Land- oder Kreis-Straßen ein cooles Vorbeiquetschen wie z. B. mit dem 911er unmöglich, wenn der Andere nicht freiwillig auf den Straßenrand fährt. Enge Kurven machen gewaltigen Spaß und liegen dem Aventador S mit ordentlicher Querbeschleunigung richtig gut, nur darf nichts Breites entgegenkommen oder die Straße muss breit genug sein! Fazit: Die Unterhaltskosen gehen voll in Ordnung bei dem was er vor allem an Highspeed-Fun, atemberaubender V12-Soundkulisse, exklusivem Fahrfeeling, außergewöhnlichem Design und Überholprestige bietet. Da gibt es noch kostspieligere Exoten, die kaum schneller sind, schlechter verarbeitet sind und eine anfällige Technik ohne die notwendige Entwicklungstiefe mit ausreichender Erprobung haben. Ich möchte hier keine langwierige Milchmädchenrechnung aufstellen, kurz zusammengefasst kostet er wesentlich mehr wie mein ehemaliger Gallardo oder ein Huracan, aber nicht ganz das Doppelte. D. h. wer am besten gleich mit den doppelten Unterhaltskosten eines Huracan rechnet kommt mit den Ausgaben für den Aventador ganz gut klar. Wir können gespannt sein was bei den Ideen unserer Gesetzgeber noch von diesem einzigartigen, brutalen Fahrspaß ab kommender Euro7-Norm beim Nachfolger erhalten bleiben darf. Ich bin echt glücklich, dass ein pures Spaßfahrzeug in der Form noch eine Zulassung bekommen hat und ich diesen Aventador S mit all seinen aufregenden, ungefilterten Eigenschaften inkl. dem atemberaubenden Design, noch lange bis ins Rentenalter fahren kann während meine Alltagsauto immer geräuschloser, elektrischer und autonomer (langweiliger) werden.
    • 23 Antworten
  3. Andreas.

    Langzeiterfahrung 550 Maranello

    Hallo zusammen, vielleicht gibt es hier an Board Langzeitnutzer des 550 Maranello und kann hier seine Erfahrungen eines Langzeittest teilen? Insbesondere, die sich beim mittlerweile 20-jährigen Klassiker gezeigten Schwachstellen, die realistischen Wartungsintervalle - z.B. Zahnriemen, Getriebeölwechsel - und welche Kilometerstände "bemerkenswert" waren hinsichtlich notwendigem Verschleißtausch, z.B. Federn/Dämpfer, Kupplung und wie hoch in etwa die Kosten hierfür waren/sind. Mir ist bewusst, dass Verschleiß stark nutzungsabhängig ist, aber der eine oder andere Hinweis könnte mir helfen. Vielen Dank in die Runde!
    • 8 Antworten
  4. hall in die runde der AMG SLS Coupe Fans, habe intresse an einem sls amg coupe! wie sind eure erfahrungen damit wie z.b. ruckenln beim anfahren,nach ein paar runden a.d. ring zeigen sich im bereich der hinteren seitenwände "unebenheiten",keramikbremsanlage mach probleme,softwareprobleme an der bordelektrik,undichtigkeiten am antriebsstrang etc. wäre für tips dankbar. gruss
    • 48 Antworten
  5. Heute in der TZ: http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen-zentrum/gruenwalder-faehrt-ferrari-schrott-tz-2286793.html Das brigt mich (großer Fan der Marke aus Maranello) echt zur Weisglut!
    • 216 Antworten
  6. Hallo Leute, Wie ihr ja inzwischen mitbekommen haben dürftet, fahre ich meinen Lamborghini Huracan Performante, ausgeliefert als Neuwagen Anfang Mai 2019 und frisch produziert in Sant'Agata Bolognese Ende April 2019, seit fast zwei Monaten. Inzwischen hat das Fahrzeug bereits 6000 km hinter sich. Ja, wirklich! Ich habe das Fahrzeug bis 2500 km penibel eingefahren, laut Bordbuch. Deshalb hier, in Stichpunkten, meine Erfahrungen mit dem Fahrzeug: 1. Probleme: Null. Nichts. Nada. Nix. In Italien waren bis zu 38°C, bin Stunden(!) herumgefahren, teilweise auch nur im Schritttempo (leider, um den Gardasee herum) und der Motor hat nicht mal kurz geächzt, alle Temperaturen waren im absolut grünen Bereich, nicht einmal wirklich leicht erhöht. Alle Achtung! 2. Motor: Läuft und läuft, atmet offenbar immer freier, leistungsmäßig dürfte er an der oberen Grenze liegen, jedenfalls im Vergleich zu anderen Fahrzeugen. Bei km Stand 3000 mal zwei kurze 1/4 Meile Werte gemessen (Dragy), dabei sind einmal 10.79 und 10.80 Sekunden herausgekommen. Vollgetankt, mit Beifahrer, auf einer öffentlichen Straße und bei 30°C Außentemperatur. Nicht übel. Die mechanischen Geräusche des Motors, vor allem im Corsa Modus, sind einfach nur göttlich. Man kann es einfach nicht beschreiben aber es knistert und knackt und zischt und klackt, es ist einfach nur ein Genuss. Die Drehfreudigkeit ist ebenfalls ein Genuss, man muss vor allem im ersten und zweiten Gang immer aufpassen, dass man nicht in den Drehzahlbegrenzer rutscht. Das Drehmoment ist akzeptabel und besser als gedacht aber wirklich fühlbare Kraft bietet der Motor erst ab ca. 6000 U/min an. Mir gefällt dieses Setup ungemein und ich schalte in der Regel zwischen 8000 und 8300 U/min hoch. Mir ist allerdings nicht ganz klar, wann man wirklich hochschalten sollte um den idealen Schaltzeitpunkt zu erwischen, vielleicht hat ja jemand einen Tipp?! Vom Gefühl her sind es um die 8200-8300 U/min. 3. Ölverbrauch: Bei etwa 4500 km habe ich einen halben Liter nachgefüllt. Finde das nicht übel. Von meinen früheren Porsche 911 Turbo Modellen bin ich auch 1-1.5 l je 1000 km gewöhnt. 4. Getriebe: Blitzschnell, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Fast schon telepathisch schnelle Schaltvorgänge. Ein Vergnügen manuell im Corsa Modus zu schalten, nicht so toll im Automatikmodus im Strada Modus. 5. Fahrmodi: Corsa ist der einzige Fahrmodus, den ich nutze. Bei längeren Fahrten im tempolimitierten Ausland, wie z.B. erst neulich in Österreich und Italien, auch im Strada Automatikmodus, was dem Verbrauch sehr dienlich war. Der Sport Modus ist mir zu hecklastig, Corsa ist für meine Fahrweise genau richtig. Viele Performante Fahrer sind der Ansicht, dass Corsa Modus zu sportlich bzw. zu gefährlich ist (ESP) aber meine Erfahrung zeigt, dass der Corsa Modus eigentlich sehr einfach und beherrschbar zu fahren ist. Neutraler als im Sport Modus und das ESP arbeitet noch ausreichend mit, ohne den Fahrspaß zu dämpfen oder den Fahrer in gefährliche Situationen zu bringen. 6. Auspuffklang: Gibt es hier wirklich noch etwas zu sagen? Nur kurz: Infernalisch. In jeder Hinsicht. Ich wage zu behaupten, dass der Performante klanglich in den Top 3 der modernen Serienfahrzeuge liegt. Schon knapp über Leerlaufdrehzahl macht der Auspuff bereits Laune, selbst bei 2000 bis 3000 U/min röhrt das Teil wie die Hölle. Einfach nur fantastisch! In Häuserschluchten oder Tunneln wird der Sound, rein gefühlt, 2fach verstärkt, man kommt aus dem Verzücken einfach nicht mehr raus. Praktisch: Umgeschaltet in den Strada Modus, spart man sich unnötigen Ärger mit Nachbarn und Nachbarschaften in den Nachstunden. Es ist unglaublich, wie leise der Performante sein kann, wenn man denn will. 7. Qualität (Innenraum, Geräusche, Verarbeitung, etc.): Keine Probleme. Selbst nach 6000 km klappert nichts im Innenraum obwohl ich immer im Corsa Modus fahre und das Fahrwerk entsprechend hart ist. 8. Fahrwerk: Da ich vornehmlich im Corsa Modus fahre, befindet sich das Fahrwerk immer im sportlichsten Modus. Ja, es ist schon sehr hart aber ich liebe es. Genau so. Es dürfte weder härter noch weicher sein, meiner Ansicht nach ist die Härte perfekt, da auch auf schlechten Straßen das Auto in der Regel nicht springt bzw. aus der Spur gerät. Der Performante fährt sich wie auf den sprichwörtlichen Schienen, es ist einfach nur ein Vergnügen dieses Fahrzeug zu fahren, vor allem auf Landstraßen oder auf engen Passstraßen. Auf der Autobahn kann es schon mal mitunter vorkommen, dass das Fahrzeug bei einer größeren Bodenwelle "springt" aber die Lenkung fängt das ab, man spürt es kaum und es kommt auch nicht zum Versetzen oder irgendwelchen anderen unangenehmen Fahrreaktionen. Bei Tacho 290 fuhr ich mal über eine Bodenwelle und das Fahrzeug sprang richtig aber in der Lenkung spürte ich faktisch nichts, das Fahrzeug setzte wieder problemlos auf und folgte weiter brav der Straße. Kein Stress, wirklich gutmütiges Fahrverhalten. Nur mit dem Reifendruck muss man aufpassen, ist er zu niedrig kann man nicht zu schnell fahren (die Angaben im Bordbuch zum Vmax Luftdruck sind leider etwas schwammig) und ist er zu hoch, dann ist das Kurvenverhalten nicht so der Hit und die Reifentemperatur steigt deutlich über 70°C an, vor allem bei hohen Außentemperaturen. 9. Lenkung: Im Corsa Modus sehr direkt, angenehm schwergängig und mit einer messerscharfen Präzision. Da ich vornehmlich im Corsa Modus fahre, stört mich die dynamische Lenkung überhaupt nicht. Stöße von schlechten Straßen werden kaum in die Lenkung übertragen, was erstaunlich ist. Sehr gute Abstimmung. 10. Reifen: Die serienmäßigen Pirelli PZero Corsa sind wirklich nicht übel, sie bieten vor allem bereits ab 30°C Reifentemperatur einen guten Grip. Ab 50°C legt der Grip nochmals deutlich zu, allerdings muss man auf öffentlichen Straßen immer bedenken, dass die Reifen nicht viel wert sind, wenn die Asphaltqualität nicht passt. Bei hohen Asphalttemperaturen kann es schon mal sein, dass der Asphalt etwas schmierig wird und die Reifen trotz hoher Temperaturen leichter Grip verlieren. Hier ist Vorsicht angebracht! Auch bei Nässe sind die Corsa nicht immer vertrauenswürdig. Wenn die Straße nass ist aber sich noch kein richtiger Wasserfilm gebildet hat, dann leisten die Corsa Reifen eigentlich eine ordentliche Arbeit bei Nässe. Wehe aber, wenn das Wasser steht. Dann fühlen sich die Corsa Reifen bereits bei 110-120 km/h schon unsicher an. In dieser Hinsicht sollte man auch mit dem Strada Automatikmodus und dem Kickdown aufpassen: Ich habe bei Nässe und etwa 100 km/h mal Vollgas (Kickdown) gegeben, auf gerader(!) Strecke und das Heck wollte partout ausbrechen, konnte es gerade noch einfangen. Wohlgemerkt: Im Strada Automatikmodus auf gerader(!) Strecke. Das ist mir bisher noch mit keinem Allradler passiert. Die optionalen Trofeo R Reifen wären, meiner Ansicht nach, für den öffentlichen Straßenbetrieb viel zu gefährlich und auch unsinnig. 11. Navigations- und Unterhaltungssystem: Mittelprächtig. Das Navi funktioniert gut, besser als erwartet (auch im Vergleich zu dem modernen System im E63 S). Allerdings kann man keine eigenen POIs setzen (beim Audi R8 ist das möglich), leider. Die Bedienung ist mittelprächtig und wenn man im Corsa Modus einen Anruf bekommt oder auch nur mal kurz die Modi im System umschalten will, dann geht das leider nicht. Man muss hierzu immer auf den Sport oder Strada Modus umschalten, was ein wenig unverständlich ist. Das serienmäßige Soundsystem klingt gut und somit besser als gedacht aber selbst im Strada Modus ist das Geräuschniveau so hoch (Reifen, Wind), dass ein angenehmer Musikgenuss fast unmöglich ist. Wenn man die Anlage laut genug dreht, ist der Klang jedoch akzeptabel. Ich denke aber mal, dass man sich Sensonum ruhig sparen kann, da ich nicht sehe, wie der Sound aufgrund der Geräuschkulisse wirklich deutlich verbessert werden kann. Oder um es kurz zu machen: Das Navi macht Sinn, alles andere (bis vielleicht auf den Verkehrsfunk) eher nicht. Hätte ich nochmals die Wahl hätte ich allerdings sowohl auf Navi wie auch auf alles andere verzichtet. Man kann ein mobiles Navi installieren, das oft auch moderner ist und selbst Blitzerdaten bietet. 12. "Neuralgische Punkte" am Fahrzeug: Die niedrige Fahrzeughöhe ist definitiv ein Problem. Wer sein Fahrzeug liebt, der sollte es auf keinen Fall tieferlegen. Der Lift ist ein Muss, ein Huracan Performante ohne Lift ist meiner Ansicht nach im öffentlichen Straßenverkehr nicht zu fahren. In Italien musste ich mehrmals während der Fahrt(!) den Lift aktivieren, da auf vielen Straßen künstliche "Bodenwellen" installiert worden waren. Ohne Lift hätte ich ein sehr großes Problem gehabt. Der Lift ist ein absolutes Muss!!! Auch bei Tankstellenausfahrten ist die Ausfahrt oft abgesenkt, so dass ich ohne Lift aufsetzen würde. Mir ist das ein einziges Mal passiert, es war kaum absehbar und dabei habe ich mir wohl die Gummilippe vorne etwas zusammengestaucht. Keine Ahnung was das Ding kostet und keine Ahnung, ob man das überhaupt wechseln muss aber es ist ärgerlich. Ein weiteres Problem sind die Felgen und der niedrige Querschnitt der Reifen. Man muss bei Bordsteinen aber auch bei kleinen Straßenschäden oder auch etwas abgesetzten Kanaldeckeln höllisch aufpassen. Eine Beschädigung kann teuer werden. Ansonsten ist der Performante wirklich alltagstauglich, die Übersicht ist gut und im Strada Automatikmodus kann man entspannt mit dem übrigen Verkehr mitschwimmen, wenn man denn mag. 13. Öffentliche Wahrnehmung: Wesentlich positiver als ich dachte. Überall sehe ich nur Daumen hoch oder lächelnde Gesichter. Bisher habe ich in Deutschland(!) keine negative Erfahrungen gemacht, selbst nicht mit der lieben Polizei, die mich bereits zwei Mal angehalten hat (angeblich Lautstärke, beide Male). Dagegen war meine Erfahrung in Italien eher durchwachsen, entweder sind alle Italiener Ferrari Fans oder sie sind zu stolz. Einige Italiener taten ihre Begeisterung durch "Bella Macchina" und "Lamborghini" kund, andere fühlten sich offenbar eher provoziert und reagierten mit teilweise abenteuerlichen Fahrmanövern um mich zu überholen. Was ich in dieser Hinsicht erlebt habe, würde man in Deutschland wohl als kriminell bezeichnen aber egal, so ist das nun mal. Die größte Begeisterung kam von Touristen in Italien, vornehmlich Deutsche oder Skandinavier. Kleiner Tipp: Als Single kann man schnell sehr viele weibliche Freundschaften mit so einem Auto schliessen, meine Frau war da nicht so begeistert, meine Tochter schrie sogar einmal aus dem Fenster "er ist verheiratet", nachdem eine junge Blondine, die mit ihren Freundinnen über einen Zebrastreifen lief, die Bluse hoch nahm. 😂 Man hat auf jeden Fall viel (positiven) Spaß in diesem Auto, solange man kein Arsch ist und andere Leute provoziert. Wer natürlich an der Ampel mit dem Gas spielt oder mit 100 Sachen durch kleine Ortschaften rast, der darf keine Begeisterung erwarten. Ich habe auch absichtlich immer sehr viel Rücksicht auf Radfahrer und Fussgänger genommen, was offenbar gut angekommen ist. Irgendeiner muss ja Markenbotschafter spielen. 😉 14. Kritikpunkte: Mir fallen eigentlich nur die Blinker sowie die Fensterheber ein. Keine Ahnung, wie man das Problem mit den Blinkern (am Lenkrad) lösen könnte, vor allem bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr nerven die Dinger ungemein. Bei den Fensterhebern wäre das Problem leicht lösbar aber offenbar ist es Tradition, dass die Fenster beim Runterdrücken(!) hochfahren. Auch wäre ein digitaler Ölstandanzeiger wünschenswert, wie beim R8. Man muss beim Performante ja fast schon raten, wann aufgefüllt werden muss. Die schwarz glänzenden Aussenspiegel lenken ein wenig beim Fahren ab, weil sich die Fahrtbewegung in ihren glänzenden schwarzen Rahmen spiegelt, so dass man aus den Augenwinkeln heraus manchmal den Eindruck hat, es würde sich etwas im Spiegel bewegen. Nicht wirklich ein Problem und ich habe mich daran gewöhnt aber vielleicht doch interessant. Fazit: Der Huracan Performante ist ein Traum. Ohne Wenn und Aber. Wer Sportwagen liebt, der wird dieses Auto vergöttern. Man kann es kaum besser machen. Selbst im Leistungsbereich würde ich mir nicht mehr wünschen, weil so eine Mehrleistung vermutlich nicht wirklich im Alltagsbetrieb besser fahrbar wäre. Der V10 Saugmotor ist einfach nur fantastisch, die Gasannahme perfekt und die Drehfreude jenseits von Gut und Böse. Vom Klang will ich erst gar nicht anfangen, hier fehlen einem die passenden Worte. Erneut muss ich das Wort infernalisch benutzen, mehr braucht man nicht sagen. Das ESP im Corsa Modus ist perfekt abgestimmt, bisher habe ich keinen Moment erlebt, in dem mich das ESP zurückhalten wollte. Wunderbare Abstimmung! Falls ihr irgendwelche Fragen zum Performante habt, meldet euch. Inzwischen, so glaube ich, kenne ich dieses Fahrzeug ganz gut.
    • 167 Antworten
  7. Kuenz84

    Mein Weg zum Diablo

    Es ist lange her als ich mit mein Geschäft angefangen hatte und etwas brauchte wo mich anfangs motivierte Power, Aussehen, Und im Allg. Unterhalt ok dies war ein Corvette C6 Z06 ein mega Fahrzeug leider für viele noch Unbekannt danach hatte ich mein erstes Liebling mein erstes Traum F355 Manual einmaliges classic car Liebe auf den ersten blick Schaltkulisse pure Leidenschaft zur Verbindung auf der Strasse danach F430 F1 gewaltiger Unterschied in der Technik brachialischer Sound einzigartig danach hatte mich der 458 Italia verzaubert sehr schönes Fahrzeug unglaubliche Beschleunigung zu irgend ein Punkt fand ich das Auto zu Perfekt. Da kam der Moment zum Wechsel auf ein Lamborghini Superleggera LP 570 mit all diesen Kanten und änderung fing ein wechsel an um klar zu sein meiner Meinung finde ich Lamborghini zu Ferrari oder umgekehrt nicht besser sondern es sind Unterschiedliche Fahrzeuge man muss diese Erfahrung machen und Endlich mal aufhören zu sagen diese oder die andere Marke sei besser es steckt in beiden Fahrzeugen eine Historie. Nun zurück bin mit dem Superleggera sehr zufrieden, aber bei mir druckt immer wieder der Gedanke erstmals suchte ich ein Murcielago LP640 und fand Leider nicht den richtigen den es muss gepflegt sein, regelmässiger Service bei Lambo kein Export etc. Als ich vor kurzem zum Händler fuhr für ein Murci war mein erster Blick auf den Diablo der Stand weiter hinten unübersehbar es war wie als er mich rufte. Nichts zu machen ich war an diesem Auto angeklebt da mich der Murci vom Zustand und History überhaupt nicht überzeugte. Mich liess der Gedanke nicht mehr los auch wenn der Diablo seine Macken hat mit der steinharten problematischen Kupplung nicht ein einfaches Fahrzeug ist und sehr einzigartig ist und sehr selten zu sehen. Schon nur beim hinblick das Auto zu sehen motiviert mich das und paralisiert mich so eine Schönheit zu sehen wie von der Arbeit zurück zu Kehren und vor Ort ein Orgasmus zu erhalten Dies schon nur eine kurze Zeit zu Fahren lässt dich verstehen was für ein Auto man gefahren hat. Ein Liebhaber Fahrzeug ein Museumstück eine Legende auf 4 Räder für mich einfach verzaubernd, aber nicht für alle Gedacht. Nun eine Frage zu den Erfahreren Leuten wie ist heutzutage Eure Erfahrung mit der Kupplung ist diese wo bei der Lambo gebraucht/Ersetzt wird besser geworden? Oder ist diese wo ich bei der Suche eingegeben habe (sachsperformance.com) von Vorteil? Danke im voraus für Eure Tipps Grüsse aus der Schweiz
    • 24 Antworten
  8. FFKönigswinter

    Zufrieden mit dem FF ?

    Hallo, ich habe nun meinen FF seit einem halben Jahr, Bj 2013, grau , top ausgestattet. Nach anfänglichen Elektronikproblemen läuft jetzt alles wunder bar. Wie sind eure Erfahrungen.... ich kann mit Frau und Hund und Gepäck und und und einfach super geil Auto fahren. Für mich non plus ultra. Bis auf den Lusso, der ist noch einen ganzen tick besser....
    • 13 Antworten
  9. Hallo zusammen, ich habe gerade etwas bei leasingtime.de rumgeschaut und muss sagen, da gibt es durchaus einige Interessante Angebote und Konditionen. Nun meine Frage, hat jemand Erfahrung mit Leasingübernahme und Co? Auf was sollte man achten? Wo können Fallstricke lauern? Abgesehen von den offensichtlichen Dingen, wie keine Restkilometer, überhöhter Restwert etc. Und allgemein, was denkt ihr, wie wird sich der Leasingmarkt im nächsten Jahr entwickeln? Werden die Raten noch weiter sinken oder werden die Hersteller aufgrund der derzeitigen Erfahrungen eher die Preisschraube nach oben drehen, um ihr Risiko zu minimieren? Wer hat Erfahrungen mit Leasingtime?
    • 12 Antworten
  10. der neue huracan evo löst je nach sprachregelung den nicht mehr gebauten performante ab. was kann er, was kann er eventuell besser, wie sind optik, performance, aerodynamic und interior, vor allem aber, wie fährt er sich?! ich hatte gelegenheit, diesen fragen bei ausgiebigen und freien runden auf dem red bull ring nach zu gehen. bleibt dran, ich berichte in kürze. hier schon einmal einige fotos.
    • 12 Antworten
  11. Wer hat ihn nicht schonmal genutzt, den Online "Porsche Car Configurator", der auf den Porsche-Webseiten (übrigens in dieser Form bereits seit 2015) verfügbar ist, um damit die Ausstattungsmöglichkeiten eines Porsche-Neuwagens auszuloten? Im Vergleich zum Konfigurator der PZ-Verkäufer werden beim „öffentlichen“ Konfigurator allerdings nicht alle Möglichkeiten offeriert. Und der Konfigurator der Exclusive-Zentren in Zuffenhausen und Leipzig unterscheidet sich nochmals von jenen in den PZ. Das hat mich anfangs verwundert (v.a. der Unterschied des PZ-Konfigurators zum Web-Konfigurator), aber ich kann es mittlerweile nachvollziehen. Dazu vergleiche man nur mal z.B. den Web-Konfigurator von Aston Martin mit jenem von Porsche: Mir sind die Möglichkeiten im Web-Konfigurator bei Aston Martin einfach zu viel – viel zu viel. Denn dadurch wird die Angelegenheit sehr schnell sehr unübersichtlich und trotz der sehr vielfältigen Möglichkeiten kommt kein wirklich brauchbares Ergebnis heraus. Denn die Darstellung an den Bildschirmen ist naturgemäß abweichend von der Realität (was sich z.B. bei der Darstellung von Carbon-Ausstattungen sehr deutlich zeigt), da es sich nunmal um Computeranimationen handelt und nicht um reale Fahrzeuge (wobei die Computeranimation bei Porsche schon sehr, sehr gut ist, dagegen wirkt Aston Martin, um bei diesem Beispiel zu bleiben, aktuell nur wie eine Animation eines hoffnungslos veralteten Computerspiels). Also sollte man m.E. einen Konfigurator nur zu einer ersten Orientierung nutzen und alle weiteren Details anschließend zusammen mit dem Verkaufsberatur durchspielen und je nach weiterem Bedarf den Weg nach Zuffenhausen oder nach Leipzig auf sich nehmen. Schön auch, daß man beim Porsche Web-Konfigurator die Hintergrundgrafik ausblenden kann und so eine sehr „cleane“ Darstellung erhält, weil die Hintergrundgrafik zuweilen doch mehr verwirrt als einordnet. Auch das ist eine Einstellung, die man bei manch anderen Marken/Herstellern vermißt. Zu Stoßzeiten (Spätnachmittag/Frühabend) scheint der Web-Konfigurator allerdings häufig überlastet zu sein, dann stellt er zuweilen unvermittelt seine Dienste ein, d.h. ausgewählte Entscheidungen werden nicht übernommen und nach längerer Pause (mit „Pausenzeichen“) erscheint die Meldung „Es konnte keine Verbindung hergestellt werden“. Dann kann man von vorne anfangen... Ach ja, noch etwas ist mir aufgefallen: Wenn man einschlägige Diskussionen zum Thema Diesel für Neuwagen der Modelle Cayenne, Macan und Panamera verfolgt, taucht immer wieder die Frage auf, wo denn diese Motorisierungen bei Porsche geblieben sind? Und wie diesbezügliche Planungen in absehbarer Zukunft aussehen? Hierzu gibt der Web-Konfigurator leider keine Antworten, die muß man bei Porsche in deren sehr breit gefächerten Online-Angeboten an vollkommen anderer Stelle suchen. Oder eben doch persönlich im nächstgelegenen PZ erfragen. Und nun: Was für Erfahrungen habt Ihr mit dem Web-Konfigurator gemacht, wie beurteilt Ihr ihn?
    • 6 Antworten
  12. Ultimatum

    Erfahrungen mit MGB Roadster

    verwundert stellte ich soeben fest, dass dieser marke hier bisher gar kein thema gewidmet wurde. ich hatte das auto auch nicht auf dem radar, da der hersteller nördlich der alpen beheimatet ist. der regenbogenpresse sei dank entdeckte meine frau eines tages, dass kate moss einen mgb fährt und deshalb musste unverzüglich ein solches auto angeschafft werden. mein zureden, dass die alfa und fiat der selben epoche wunderschöne beispiele italienischer ingenieurskunst sind und das design doch die briten um längen schlägt blieb ungehört. nachdem ich mich eher unmotiviert auf die suche machte, präsentierte mir meine frau kurz darauf das objekt der begierde, es war bereits gekauft und es musste nur noch der transport aus dem nördlichsten holland organisiert werden. seitdem und nun bereits im zweiten sommer schraubt mein mechaniker ebenso unwillig auch noch in zoll und anderen schrägen massen, für die er eiursprünglich keine werkzeuge hatte. aber die gattin ist glücklich! und der mgb ist ein schönes fahrzeug, das sich unkompliziert bei guter ersatzteillage gestaltet.
    • 14 Antworten
  13. Pentium

    Grand Cherokee SRT8 - Freud und Leid

    Hier starte ich ein Tagebuch meines frisch erworbenen SRTs. Alle Höhen und Tiefen werde ich erbarmungslos offenlegen. Wer sich auch einen zulegen möchte, kann sich hier anfixen oder abschrecken lassen ….. auf geht’s: Es war einmal … quatsch - spontan hab ich mich am Samstagvormittag zu einem Wechsel von 3.0 CRD auf 6.1 HEMI entschlossen (danke DUH!), nun muss es aber schnell gehen, sonst zuckt der Schließmuskel und es wird wieder mal verschoben. Der nächstgelegen Interessante, der sich auch noch meinem Diesel annehmen möchte, steht bei einem Händler in gut 800km Entfernung ….. hmmmm … um 12:00 Uhr vollgetankt auf die AB - 800 km Richtung Norden ….. so eine Geschichte darf nicht besonnen und gut überlegt starten…. …. und um 20:30 Uhr schon wieder mit breitem Grinsen auf der Heimfahrt. Wie vom Verkäufer vorher gesagt, geht nach gut 200km die Motorkontrollleuchte an, den HEMI interessiert dies aber nicht im Geringsten, er marschiert tapfer brüllend über die A7…. Nach weiteren problemlosen 800 km Fahrt bringe ich ihn um 04:30 Uhr in die Halle. Den Durchschnittsverbrauch konnte ich zeitweise bei einem Schnitt von 120km/h von 17,5 auf 16,5 ltr. drosseln… Spaß geht anders….. Ein Auslesen gestern wies den Fehler P0430 „Katalysatoreffizienz (Bank 2)“ aus, einen Neuen gibt es von Magna schon um die 900€, verschieben wir auf den nächsten TÜV in 07/2020….. Viel schlimmer sind die Abrollgeräusche der abgefahrenen Winterreifen. Dafür gibt es am Montag neue Pirellis mit anschließender Fahrwerksvermessung. Am Dienstag wird dann noch das scheußliche ALPINE Doppel-DIN gegen ein Pioneer Z810 getauscht. Am Mittwoch darf der Dicke dann mit uns in den ersten gemeinsamen Urlaub in die Pfalz… Ein paar kosmetische Veränderungen stehen noch an, die Liste der gespeicherten Fehler muss noch reduziert werden….. ich werde be(r)ichten
    • 6 Antworten
  14. Chris911

    McLaren 570S Erfahrungen?

    Hallo Sportwagenfreunde, über McLaren liest man hier echt wenig. Gibt es hier Leute, die ein solches Auto bewegen? Also McLaren generell und im speziellen 570S? Wie sind so die Erfahrungswerte über Performance, Sound, Verbrauch, Unterhalt, Inspektion, Werkstätten etc etc etc. Mir gefällt der 570S immer besser. Werde mich am Montag mal schlau machen und nach München fahren. Problem wird sein, dass ich v.a. soundtechnisch vom 458 echt verwöhnt bin. Ich fürchte, da kommt der 570 bei weitem nicht ran. Was ich beim 458 auch gut finde ist, dass man die Schaltvorgänge schon noch merkt. Bei meinem GT3 hat sich das alles so weichgespühlt angefühlt. Ist sicher besser, schneller etc. aber eben irgendwie schon zu perfekt. Deshalb würde mich der ein oder andere Erfahrungsbericht oder Vergleich zu Huracan, 458/488 oder GT3 brennend interessieren. Viele Grüße Chris
    • 89 Antworten
  15. 458GTT

    Erfahrungen mit Tiefgaragenlift

    Hallo liebe CP´ler, hat jemand Erfahrung in Thema PKW-Etagenlift für die Tiefgarage, also ein Aufzug um vom Erdgeschoss in die Tiefgarage zu gelangen. Die Hubhöhe sollte 3 Meter betragen.
    • 7 Antworten
  16. Hexla

    Erfahrungen mit Lamborghini Urus

    Ich hatte noch nicht das Vergnügen solch einen Wagen fahren zu dürfen. Vermutlich sind ihn schon einige CP-User gefahren oder sind bereits im Besitz. Ist fahrdynamisch ein großer Unterschied zum z.B. Porsche Cayenne mit 550 PS?
    • 199 Antworten
  17. URicken

    Erfahrungsbericht Audi R8

    Hallo werte CP-Gemeinde, nun ist es fast einen Monat her, dass ich meinen R8 habe und möchte allen Interessierten mal meine ersten Eindrücke - Pro und Contra - mitteilen. Ich bin kein Techniker und kann auch niicht unbedingt mit Zahlen und Fakten aufwarten - aber das sollte hoffentlich nicht stören 😉 Aussen Den R8 mit dem 630i zu vergleichen, wäre Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Liegen doch unterschiedliche Antriebs und "Beförderungs-"konzepte vor. Dennoch finde ich die Formensprache des R8 einfach gelungener als die des BMW. Der R8 verspricht von aussen eindeutig, was er hält, während der BMW von aussen sportlicher scheint, als er dann tatsächlich war. Mir gefallen beim R8 - entgegen meinen ersten Befürchtungen - gerade die Sideblades in eissilber ganz extrem. Sie geben dem Fahrzeug eine klare und saubere Trennung. Der unverbaute Blick von aussen auf den wunderbaren Motorraum trägt sein Übriges dazu bei, dem Auto mit seiner Formensprache eine Bestnote zu geben. Was mir überhaupt nicht gefällt, ist der schwer zu schließende Kofferraum. Es ist nicht möglich, den Kofferraum durch einfaches "Fallenlassen" des Deckels zu schließen - Du bist immer gezwungen, nach dem Einrasten manuell durch leichten Druck nachzuhelfen. Gerade bei mir als Ringträger - meine Frau würde mich töten, wenn nicht - ist da immer die Gefahr, dass ich mir Kratzer im Kofferraumdeckel einhandel. Ein weiteres "Manko" sind die Felgen, deren Felgenhorn weiter aussteht als die Reifen selbst. Dadurch habe ich mir gleich am ersten Tag die ersten Kratzer in der rechten vorderen Felge eingeheimst - ist zwar nicht tragisch aber ärgerlich! Der Sound der Auspuffanlage ist super - schön wären ein paar Dezibel mehr. Aber da möchte ich mich zum Wohle meiner Nachbarn nicht zu sehr beklagen. Die sind schon durch den Ferrari gestraft 😉 Innenraum Der Innenraum ist - wie von Audi gewohnt - sehr aufgeräumt und solide. Die Sitze sind straff aber ich weiß schon jetzt, dass die Sportsitze sehr beim Ein- und Aussteigen leiden. Gerade beim Aussteigen mußt Du immer über die Seitenführung steigen und dabei quetscht Du natürlich die Seitenwangen. Ich bin mal gespannt, wann die ersten "Ermüdungserscheinungen" auftregen. Was mir - im Gegensatz zu BMW - überhaupt nicht gefällt, ist die Tatsache, dass der Schaltknauf des MMI vorne unmittelbar unter dem Bildschirm ist. Dadurch bist Du gezwungen, jedesmal die Sitzposition zu verändern, wenn Du irgendwelche Einstellungen vornehmen möchtest. Das war bei BMW eindeutig besser gelöst, da bei BMW das Funktionsrad immer so angebracht war, dass Du auch bei aufgelegtem Arm sofort einen Zugriff hattest. AUDI jedoch hat es super verstanden, die Menüführung so einfach wie möglich zu gestalten. Unter dem MMI hast Du 8 "Hauptmenüs". Sobald Du einen Menüpunkt aktiviert hast, hast Du an den vier Ecken jeweils Untefunktionen, die durch vier Schaltflächen, die um das Funktionsrad angebracht sind, sofort aktivieren kannst. Bei BMW mußtest Du gerade in der Anfangszeit mehr raten als benutzen. Bordcomputer Der Bordcomputer ist eine Schande für eine Marke, die suggeriert, Vorsprung durch Technik zu besitzen. Da ist BMW einfach super gewesen. Ich kann nicht verstehen, warum es AUDI nicht fertig bringt, die gesamte Funktionalität des Bordcomputers ebenfalls auf den Monitor des MMI zu bringen. Stattdessen werden alle relevanten Informationen über drei Wege in die Anzeige zwischen Drehzahlmesser und Tacho gebracht ;-(. Ausserdem ist der Abruf des Boardcomputers ein Witz. Ein kleines verstecktes Knöpfchen am Scheibenwischerhebel - und eine winzig kleine Wippe am Ende des Gleichen. Was soll denn dieser Blödsinn. Ich habe mich unsagbar geärgert, dass da mal wieder Ingenieure ohne Hirn und Verstand gearbeitet haben. Dämlicher kann es wohl nicht gehen. Statdessen verfrachtet man die Information über den Softwarestand des Fahrzeuges in einen weiteren Menüpunkt - SCHWACHSINN HOCH 3! Zum Kotzen! Soundsystem Das Bose-System ist der Hammer. Obwohl man ja in einem Auto nicht den Klangkörper eines Konzertsaals erwarten darf, zeigt Bose und auch die Toningenieure, dass es auch auf kleinstem Raum möglich ist, dem Fahrer das Gefühl zu geben, in einer Disco oder in einem Konzertsaal zu sitzen. Schade nur, dass AUDI nicht auch noch Klangmodelle wie BMW integriert hat. Das hat mir beim BMW sehr gut gefallen. Ob Konzertsaal oder Club. für drei Klangbilder gab es fest eingebaute Equalizer-Einstellungen. So etwas gibt es im R8 leider nicht. Stellt man sich jedoch realistisch dem Konzept des R8 wird einem auch sehr schnell klar, warum das da nicht hingehört 😉 Wirkung Der R8 fällt unzweifelhaft auf. Ich fahre seit 1998 einen Ferrari aber was ich in der kurzen Zeit mit dem R8 erfahren habe, werde ich wohl mit der Diva aus Maranello so schnell nicht erleben. Gleich am ersten Tag - Auto mußte vollgetankt werden - kam die nette Dame aus dem Verkauf der Tankstelle heraus, um sich das Auto anzuschauen. Die ersten Worte waren: "Unglaublich, ist das etwa ein R8? Darf ich mir den mal anschauen?" Während der teuere Sprit in den Tank floss, habe ich der Dame das Fahrzeug gezeigt. Schade nur, dass sich diese Wirkung nicht im Preis für das Benzin widerspiegelte 😉 Ein paar Tage später dann eine Menschentraube (Kids zwischen 14 und 19) vor unserem Haus um mal einen Blick auf das Auto zu werfen. Nachbarn, die staunend vor dem Auto stehen und zum Kauf gratulierten. Einmal ist auf der Landstrasse ein Päärchen in einem alten Opel Kadett hinter mir gefahren und hat wie wild Fotos von dem Auto geschossen. Und das obwohl die Windschutzscheibe eher wie Rauchglas von den Zigaretten aussah, die die beiden "verputzt" hatten. Gestern noch das Auto gewaschen und ein freundlicher Benzfahrer hat gesagt, dass er so ein Fahrzeug noch nie gesehen hat. Kinder, die sich gerne nur mal reinsetzen wollen Gerade vor dem Haus ein alter A6 mit einem jüngeren Fahrer, der im Schrittempo vorbeifährt und nur das Auto anschaut. Passanten auf Parkplätzen, die einfach nur so gratulierten und Aussagen wie: endlich mal ein richter Sportwagen was ist das den für ein Auto. Habe ich noch nie gesehen schöner als ein Ferrrari... usw. Der "Auffallfaktor" dieses Autos ist unglaublich - fast schon peinlich. Das können auch Wolfgang und Dieter so bestätigen (wenn Ihr euch noch an die freundliche Dame erinnert, die uns vor dem Hotel entgegen gekommen ist). Ich muss ehrlich sagen, dass ich so etwas mit dem Ferrari nur ganz selten erfahren habe. Verbrauch Wenn ich das Auto nicht so toll fände, würde ich AUDI tatsächlich wegen ihres "Normverbrauchs" verklagen. Wer sich tatsächlich auf so was verläßt, der ist verlassen. Den angegebenen Durchschnittsverbrauch schaffe ich selbst bei optimiertem Fahrverhalten NIE! Im Schnitt hat sich der Verbrauch bis jetzt auf ca. 16 L Super Plus eingependelt. Ich versichere, dass ich hier nicht mit 300 über die Autobahn jage oder mit Kavalierstart versuche, junge willige Dinger von mir zu begeistern - aus dem Alter bin ich übrigens auch aufgrund einer glücklichen Ehe schon längst hinaus. Selbst bei längeren Autobahnfahrten bin ich doch immer wieder entsetzt, wie schnell sich die Tanknadel (bei eimem 90 Liter Tank!) der Reserve zuwendet. Ich glaube fast, die beiden sind ein Paar und wollen nich lange so weit auseinanderstehen 😉 Magnetic Ride Ich hatte mir eventuell mehr darunter vorgestellt bin aber dennoch begeistert, wie wenig Schwankungen das Auto bei Querbeschleunigung aufweist. James Bond könnte bei aktivierten Sportmodus ohne Probleme mit der einen Hand das Auto lenken während die andere den Martini hält. Es würde nichts verschüttet. Das Auto hält stabil die Waagerechte - UNGLAUBLICH! R-Tronic Es gibt hier Puristen, die einen Schalter jederzeit vorziehen. Ich definitiv nicht. Ich hatte auch schon im BMW das SMG und wußte genau, auf was ich mich da einlasse. Ich LIEBE die R-Tronic wenn sie auch bei einem Kick Down den klassischen Kopfwackler erzeugt - was soll's, da merkst Du halt, dass das Auto 420 PS hat. Die müssen ja irgendwie auf die Strasse gebracht werden. Da verrichten die unsichtbaren Helferlein für meinen Geschmack perfekt ihre Arbeit. Für mich war ein wichtiger Faktor, dass ich das Auto im Stadtbetrieb OHNE Rührstab wesentlich entspannter fahren kann. Wenn ich den Wunsch verspüre, das Auto manuell zu seinen Höchstgrenzen zu prügeln, steht mir WAHLWEISE die Schaltwippen oder der sehr gut in der Hand liegende Schaltknauf aus Edelstahl in der Hand. Wichtig dabei im Gegensatz zum Schalter - ICH KANN WÄHLEN!!! Meine Frau hat dieses Auto mittlerweile auch "lieb gewonnen". So viel PS, die so kultiviert auf die Strasse gebracht werden können, hat meine Frau nicht erwartet, als sie das Auto zum ersten Mal selbst gefahren ist. Es freut mich sehr, dass gerade meine Frau - die nun überhaupt nichts von Autos hält - so begeistert von diesem tollen Schmuckstück ist. Besonderheiten Ein paar Besonderheiten hat das Auto, die ich mir nicht erklären kann. Obwohl in der Betriebsanleitung steht, dass die SD Karten für MP3 bis zu max 4GB SD HC Karten verkraften, reicht es bei meinem Auto leider nur zu 2 GB SD Karten. Ich habe mir also eine 4 GB Karte "for nothing" gekauft. Nach der Fahrt durch die Waschanlage (die Puristen bitte nicht aufregen - es ist doch nur ein Auto!) ist mir aufgefallen, dass der Teppich über dem CD Wechsler komplett NASS war! Ich habe das gestern auch noch mal überprüft, da war aber alles wieder ok ;-(. Sehr seltsam Nach der Fahrt durch die Waschanlage bist Du auf Aussenspiegel angewiesen. Der Blick durch den Rückspiegel zeigt ein Dampfbad. Du kannst NICHTS mehr sehen. Auch die Heckheizung verschafft NULL Sicht. Erst das penible Abwischen mit einem Leder bringt wieder klare Sicht - SCHADE!!! Fazit - vorsicht: EMOTIONAL! Ich bereue es NICHT! Ich bin wie verrückt nach diesem Auto und es ist einfach nur geil, morgens um 4:30 Uhr aufzustehen und sich darauf zu freuen, dass Du gleich in dieses Geschoss steigst, um MIT FREUDE Deiner Arbeit nachzugehen. Wenn Du den Motor startest und der Sound von 8 Zylindern die Nachbarn aus den Betten scheucht; wenn Du auf der Autobahn mit 140 km/H fährst und ein plötzlich ein Mittelklassesportler hinter Dir dicht auffährt, gibst Du nur Gas und binnen Sekunden wird aus dem Auffahrenden nur noch ein kleiner Lichtpunkt der irgendwann mal verschwindet. Das macht süchtig ohne Ende und... ich kann dieses Gefühl jeden Tag auf's neue genießen. Der R8 ist die ideale Kombination zwischen Alltagssportler und "dem Besonderen". Er schafft es ohne Probleme, den Fahrer, Beifahrer und die Aussenstehenden, binnen Sekunden von sich zu überzeugen. Es ist immer wieder toll, mal einen vorsichtigen Blick an der Ampel auf die Insassen der Fahrzeuge zu werfen, die um Dich herum stehen. Unglaubliche Blicke von Kindern, neidische Blicke von den Vätern und bewundernde - auch ablehnende - Blicke von den Passanten. Ich danke dem Schicksal, dass es mir ermöglicht hat, so etwas erleben zu dürfen. Momentan macht die Arbeit Spass, weil ich weiß, dass sie es ist, die es mir ermöglicht, so was erleben zu dürfen. Einer meiner Antriebe für mein tägliches Schaffen steht nun vor meinen Haus und es dient jeden Tag auf's neue als Motivation für meine zukünftigen Pläne. Wann kann man das schon von mal von einem Automobil sagen 😉 PS: Schöne Bilder habe ich leider immer noch nicht geschossen - mir fehlt einfach die Motivation, das Können und die Zeit dazu. Ich hoffe sehr, dass die Hoffotografen von CP in Salem dabei sein werden. Man sollte es den Profis überlassen, ein so schönes Auto geschickt in Szene zu setzen. Euch allen eine schöne und - vor allen Dingen - unfallfreie Zeit. Bis zum nächsten Mal...
    • 47 Antworten
  18. Werte CP-Gemeinde, dieses Wochenende hat mein Vectra C Caravan OPC nach 22 Monaten die 50.000km ueberschritten. Sollte sich mal jemand fuer das Auto interessieren, hier meine Erfahrungen mit "dem roten Raumboot". Vorab - der Vectra hat mich nie im Stich gelassen. Reparaturen: - zusaetzliche Schelle im Kuehlmittelkreislauf (5000km), vorher schleichender Kuehlmittelverlust (ca 1l/2000km) - Heckklappe: Kabel zum Stellmotor fuer die Schliessung abgefallen Verschleiss: - 3. Satz Sommerreifen, Erstausruestung war Continental SportContact 2, der Reifen geht garnicht! Seitdem Hankook Ventus V12 Evo. - 2. Satz Winterreifen. Pirelli SnowSport 210. In 215 einfach zu schmall fuer die Leistung - 2. Satz Bremsscheiben und 3. Satz Bremsbelaege (s.u.) - "Testverbrauch" lt. BC auf 50.000km: 14.9l/100km (wobei zwischen 9.5 und >35l "alles" geht Da der Wagen auch ca. 4.500km auf der Nordschleife verbracht hat, wurden Reifen und Bremsen ueber Normalbetrieb belastet Was mich allerdings wirklich wurmt: es gibt keinerlei Verschleiss-Sensor oder Kratzbleche an den Belaegen - daher auch mal eine Scheibe durch abgefahrenen Belag geschrottet (zu einem hoechst schlechten Zeitpunkt... ) Ich bin mit der Bilanz und dem Wagen an sich hochzufrieden Wer also mal einen Alltags-Heizer-Kombi (mit wirklich viel Stauraum) braucht, und die Preisliste fuer einen Audi RS6 fuer "spinnert" haelt, der sollte sich mal dieses Auto anschaun.
    • 19 Antworten
  19. jbmclaren

    Kaufberatung und Erfahrungen McLaren MP4-12C

    Guten Tag, kurz zu meiner Situation: Ich bin im Besitz eines Porsche 981 Cayman GTS. Dieser eignet sich außerordentlich gut für den ein oder anderen Track Day. Da ich aus OWL stamme, ergibt sich meistens der Bilster Berg als Fahrmöglichkeit. Beim Porsche weiß ich besonders zu schätzen, dass er sowohl auf dem Track abliefert, als auch als geeignetes Reisefahrzeug für ein langes Wochenende zu zweit dient. Meine Überlegung ist nun, den GTS abzugeben und gegen einen MP4-12C oder eben 12C ein zu tauschen; dass der McLaren platzbedingt weniger als Reiseauto taugt ist mir bereits klar. Erfahrungen mit der Marke habe ich gar keine, eine erste Probefahrt steht noch aus und wird nur stattfinden, sollten meine folgenden Fragen nicht mit den katastrophalsten Fakten beantwortet werden 😉 Folgende Fragen: Mit welchen Wartungskosten ist bei McLaren in welchen Intervallen ungefähr zu rechnen? Wie schlägt sich der McLaren auf der Rennstrecke? Die Frage zielt speziell auf die Bremsanlage (Stahl) ab. Hier muss ich auch beim Cayman immer die Beläge wechseln, dies stellt kein Problem dar. Gibt es weitere Baugruppen, die im Track Day Betrieb besonders beachtet oder gewartet werden sollten? Auf welche Besonderheiten ist beim Gebrauchtwagenkauf zu achten? Ist das IRIS System in der ersten Version wirklich so schlecht? Wenn ja, was kostet ein Update ungefähr? Ich weiß, dass es sich bei einem solchen Fahrzeug um ein Auto handelt, welches neu gerne mal bis zu 300.000€ gekostet hat, trotzdem finde ich es sinnvoll vor der Anschaffung zu wissen, welche laufenden Kosten auf einen zukommen können, speziell im Track Day Betrieb. Beste Grüße Jan
    • 10 Antworten
  20. irontomi

    Ferrari F430 Spider Novitec Erfahrungen

    Hallo erstmal danke für die Aufnahme hier in diesem Forum. Ich habe gleich mal eine Frage was haltet ihr von einem Ferrari 430 Baujahr 2008 mit zwei Novitec Kompressoren mit 50000 km Laufleistung kann man so etwas kaufen oder holt man sich da mit potenziellen Ärger ins Haus da der Motor ja mehr belastet wurde als ursprünglich angedacht hat jemand Erfahrungen mit einem solchen Wagen? Ach ja und was muss denn passieren damit die Katalysatoren bei einem 430 verschwunden sind und aus dem Endschalldämpfer ihre Überreste herausgeholt werden müssen Fragezeichen für Infos wäre ich sehr dankbar mit freundlichen Gruß Tom
    • 8 Antworten
  21. Heute schreibe ich den für mich wohl mutigsten Beitrag in meiner Carpassion Geschichte. Ich habe es mir sehr lange überlegt ob ich alles öffentlich schreiben soll sobald die Angelegenheit mit meinem wunderschönen F430 Spider und dem Händler geklärt ist. Das würden wohl nicht viele machen, dennoch habe ich mich dazu entschieden. Warum? Weil Erfahrungsberichte über Händler, bzw. Geschichten über einen Fahrzeugkauf anderen Usern eventuell helfen kann. Vielleicht wäre mir dann auch ein Jahr Ärger erspart geblieben. Zudem bin ich ein Gerechtigkeitsfanatiker und das Verhalten des Händlers kann ich nicht verschweigen. Am Ende musste ich mir dann noch die Frage stellen, ob mir dieses Posting in der Zukunft schaden kann. Ich werde hier nur Fakten benennen, welche ich alle beweisen kann. Ich werde niemanden als Menschen schlecht machen, ich werde keine Namen nennen in diesem Bericht und ich werde hier auch sicher keine Empfehlungen abgeben wo man kaufen kann und wo nicht. Auch soll dieses Posting nicht allgemein gelten sondern ausschließlich meine Erfahrungen in diesem einen Fall bei dem Händler schildern. Somit bin ich rechtlich auf der sicheren Seite, denn in Deutschland sind Erfahrungsberichte von Privatpersonen und die Nennung von Fakten natürlich erlaubt. Am Ende werde ich durch dieses Posting auch keinen weiteren finanziellen Schaden bei einem eventuellen Fahrzeugverkauf in einigen Jahren erleiden, da ich immer mit offenen Karten spiele und niemals etwas verschweigen würde. Von mir kauft man immer ein sauberes und voll dokumentiertes Auto in einem top Zustand. Da ich bei einem Verkauf in der Zukunft also sowieso alles beim Namen nennen würde, bringt mir das hier auch keine zusätzlichen Nachteile mehr. Das vergangene Jahr war neben dem Ärger auch lehrreich für mich. Es gibt sicherlich Dinge die ich in Zukunft bei einem Fahrzeugkauf so nicht mehr machen würde. Fangen wir vorne an: Es beginnt mit meinem Fahrzeugkauf bei einem Händler in München. Über diesen hatte ich in diesem Thread auch bisher positiv berichtet, schließlich war es ja auch ein freudiger Tag. Es geht um diesen Thread: Ich lobte auch die Kommunikation und die Verhandlungen mit dem Händler. Letztlich war der ausgehandelte Deal für alle Seiten in Ordnung und ich freute mich auf den Tag der Abholung. Wie schon beschrieben brachte ich meinen 360 Spider zu Mario nach Königsbrunn, da ich mit dem Händler vereinbart hatte noch den Zahnriemenwechsel mit großem Service durchführen zu lassen. Der Händler holte mich dort ab und brachte uns nach München, damit wir dort den F430 Spider abholen konnten. Bezüglich dem F430 Spider hatte ich mit dem Händler vereinbart das Auto auf meine Firma zu kaufen unter Ausschluss der Gewährleistung. Dafür habe ich einen kleinen Rabatt bekommen. Bedingung war allerdings das ein kompletter Check bei Ferrari Starnberg (Auto Toy Store) gemacht wird und alle Teile die nicht in Ordnung sind auf Kosten des Händlers ausgetauscht werden. Dies stand auch natürlich unmissverständlich im Kaufvertrag. Ganz so blöd bin ich ja dann doch nicht. Ich hatte zwar das Fahrzeug besichtigt, aber keine Probefahrt gemacht. Ich hatte dies zwar vor meiner Besichtigung gewünscht, vor Ort stand das Auto aber dann mitten im Verkaufsraum (da hätte man erst zig Fahrzeuge umparken müssen) und das Wetter war auch noch schlecht. Also dachte ich „ich weiß wie ein F430 fährt und wenn dann spätestens nach dem Besuch in Starnberg technisch alles gut ist, habe ich ja nichts zu befürchten“ und verzichtete auf die Probefahrt. Das war rückblickend auch das letzte Mal das ich auf diese verzichte. In einem vergangen Posting beschrieb ich die Einweisung und Abholung als „kurz“. Damals interpretierte ich das gar nicht als negativ, da war die Abholung aber auch ganz frisch und die Freude über das Auto auch extrem hoch. Da schwebt man doch irgendwie auf einer anderen Wolke und nimmt viele Dinge gar nicht mehr so richtig wahr. Was mich wunderte war das kein Stempel von Ferrari Starnberg im Scheckheft war. Auf Nachfrage erklärte man mir, dass ein Stempel nur bei einem kompletten Service gemacht wird, nicht aber nur bei einem Check. Ich fragte dann noch was genau gemacht wurde, welche Flüssigkeiten geprüft oder getauscht wurden. Ich wollte das einfach erfahren um zu wissen was wir noch zu tun hatten. Der Sohn des Geschäftsführers teilte mir mit das alle Flüssigkeiten getauscht wurden. Auf nochmalige Nachfrage per Mail erklärte mir der Geschäftsführer selber, er wisse nicht welche Flüssigkeiten nur geprüft und welche getauscht wurden. Er würde erst später die Sammelrechnung bekommen und könne es mir dann sagen. Ich teilte ihm auch per Mail das Problem mit der nicht eingestellten Kupplung mit. Als Antwort bekam ich zu hören, ich wäre eben bei meinen Fahrzeugen „sehr eigen“ und ein normaler Fahrer würde das wohl gar nicht merken. Beim Check wäre alles in Ordnung gewesen. Mir kam das alles sehr komisch vor und so beschloss ich das Auto umgehend zu Mario zu bringen und auch noch einmal von ihm einen kompletten Check machen zu lassen. Zudem sollte bei ihm die Kupplung eingestellt werden und das Auto sollte tiefer geschraubt werden. Was ich dann von Mario zu hören bekam, erfreute mich in keiner Weise. Das Ausrücklager sei undicht und das Auto auch nicht unfallfrei. Ich habe es als unfallfrei gekauft, jetzt hatte ich den Salat. Die Freude war natürlich erst einmal verflogen. Das Ausrücklager hat er einfach gesehen, weil Öl ausgetreten ist an der Stelle. Und warum nicht unfallfrei? Wie war es zu erklären das die Stoßstange vorne ein Produktionsdatum nach 2007 hatte, obwohl das Auto ein 2007er ist? Muss getauscht worden sein. Zudem wurde rechts vorne auch noch eine Art Halter getauscht unter der Stoßstange. Dort ist die Stoßstange seitlich angeschraubt. Es war klar: Unfallfrei nach deutschem Recht kann das Auto nicht sein. Das Auto war eine schwedische Erstzulassung mit allen Stempeln UND Rechnungen. Alles war einwandfrei dokumentiert. So passten das undichte Ausrücklager und die reparierte Front nicht ins Bild. Nun forschte ich endgültig nach und schrieb auch nach Starnberg eine Mail. Zudem aktivierte ich einen Kontakt nach Schweden. Ferrari Starnberg teilte mir schriftlich mit, dass bei meinem Auto kein Check gemacht wurde und auch nicht der von denen empfohlene Service. Lediglich der Kupplungs- und Bremsenverschleiß wurde ausgelesen und dem Händler mitgeteilt. Er hat dann nach einigen Minuten das Auto gleich wieder mitgenommen. Das war nun schon ein starkes Stück, weil dadurch der Vertrag nicht eingehalten wurde. Natürlich reklamierte ich diese Fakten und wollte eine einvernehmliche Lösung finden. Leider wurde dies vom Händler abgewiesen mit der Begründung ich hätte das Fahrzeug ja unter Ausschluss der Gewährleistung gekauft. Eine ziemliche blöde Begründung, hatte er doch die vertraglich vereinbarte Bedingung nicht eingehalten und auch bei der Unfallfreiheit greift dieser nicht. Zudem hätte ich mein Auto auch mit 14 Jahre alten Reifen an ihn verkauft und er hätte sich ja auch nicht beschwert. Dabei hatte ich ihm schon gesagt das auf den originalen Felgen alte Reifen drauf sind und ich hatte sogar viel mehr machen lassen am 360er als vereinbart, da ich ein perfektes Auto übergeben wollte. So wurden z.B. noch Zündkerzen gemacht und auch das Getriebeöl erneuert. Der absolute Wahnsinn meine schwerwiegende Reklamation mit einer Beschwerde wegen alten Reifen zurück zu weisen. Der Händler ging auch nicht darauf ein, dass der Verkauf unter Ausschluss der Gewährleistung nur unter der Voraussetzung eines Checks erfolgt ist und spielte auch einen möglichen Unfall herunter. Er stellte einen etwaigen Wertverlust durch einen Unfall in Frage. Völlig schockiert stieg meine Wut extrem an. Konnte ich mich derart in einem Händler täuschen? Mir blieb nichts anderes übrig als einen Anwalt einzuschalten. Wäre der Deal nur zwischen dem Händler und mir zu Stande gekommen, wäre der Fall 100% klar gewesen. Hier war aber noch eine Teilfinanzierung einer Bank im Spiel und so kam es hier zu einer Art Dreiecksgeschäft. Es gab in der Vergangenheit schon ein Urteil über derlei Konstellationen, welches die rechtliche Situation zwar nicht veränderte, aber das Restrisiko für mich bei einer Klage auf Rückabwicklung etwas erhöhte. Man kann ja nie sagen wie ein Gericht hier entscheidet und wie hoch bei dem Streitwert die Anwalts- und Gerichtskosten sind, muss ich wohl niemandem erzählen. Zudem hatte ich mich ja dennoch in das Auto verliebt und inzwischen hatte ich auch bei der DEKRA ein Gutachten anfertigen lassen mit Bebilderung etc. Der Schaden an sich war nicht groß und ist auch erst 2016 passiert. Zudem war er auch laut Gutachter und Werkstatt perfekt repariert und umliegende Teile oder der Rahmen waren nicht beschädigt. Ein neuer Service war schon gemacht und technisch war das Auto nun auch perfekt. Somit war nun alles durch mich dokumentiert und nach Einschätzung von Mario und dem DEKRA Gutachter habe ich mich dazu entschieden nicht den eventuell jahrelangen Weg der Klage zu gehen sondern mich mit dem Händler in irgendeiner Art und Weise zu einigen. Das Verhalten des Händlers war aber bis zuletzt nicht die feine englische Art. So zögerte man alles so lange hinaus wie es nur ging und somit hat es jetzt fast ein Jahr gedauert bis alles geklärt war. Es ist nun eine Lösung mit der ich leben kann. Nicht weil sie mich 100% angemessen entschädigt, aber weil sie mir einige Jahre an weiterem Ärger erspart und mir ermöglicht mein geliebtes Hobby weiter zu führen. Zudem hatte ich mich tief in das Auto verliebt und fahre so oft wie möglich damit. Es befindet sich in einem optisch und technisch hervorragenden Zustand mit voller Dokumentation. Zwar ist kein Unfallhergang dokumentiert (laut schwedischem Vorbesitzer ist seine Frau gegen ein kleines Mäuerchen gefahren ), aber es ist dokumentiert was getauscht wurde und wo nachlackiert wurde. Auch die Lackierung ist super gemacht und auch gespachtelt wurde nichts. Die Reparaturen sind alle fachmännisch gemacht worden und umliegende Teile waren auch nicht beschädigt sondern sind noch original (z.B. Kühler etc.). Somit ist davon auszugehen das es ein höherer Bordstein oder Stein war und die Aufprallgeschwindigkeit nicht hoch war. Es war letztlich ein relativ kleiner Schaden, dennoch wäre er als reparierter Unfallschaden zu verkaufen gewesen und ich muss dies ebenso in Zukunft tun. Inwieweit dies den Wert mindert werden wir sehen. Wenigstens ist es nun ein ehrliches Auto mit einer hervorragenden Ausstattung und Farbkombination, welches mir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Mit dem Händler habe ich persönlich schon ewig keinen Kontakt mehr, da alles nur noch über Anwälte lief. Auch als ich ihm eine letzte Mahnung geschrieben habe, weil er das Zahlungsziel nicht eingehalten hat, hielt er es nicht für nötig zurück zu schreiben oder sich zu entschuldigen. Stattdessen war die Zahlung dann genau einen Tag vor dem Datum auf meinem Konto, an dem ich dann erneut den Anwalt für ein Inkasso eingeschalten hätte. Ich werfe dem Händler nicht vor von dem Unfall gewusst zu haben (wobei er wenigstens nicht hätte sagen müssen das Auto wäre nachlackierungsfrei und in perfektem Zustand), aber die Sache mit dem nicht gemachten Check nehme ich ihm übel. Das war einfach glatt gelogen und das sogar in Schriftform. Auch das Verhalten nach meiner Reklamation nehme ich ihm übel. Fehler passieren, es ist nur immer die Art und Weise wie man damit umgeht. Da ich sowieso alles offen lege und ich dadurch jetzt auch keinen Nachteil habe, findet ihr in meinem Thread in Kürze dazu Bilder und Infos. Ich bin froh das ich endlich offen darüber schreiben kann und nicht mehr meinen Mund halten muss. Ihr könnt hier ruhig weitere Erfahrungen von Fahrzeugkäufen einstellen. Schaden kann das weiteren Usern nicht. Erleichterte Grüße jo.e
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  22. Vom 27.08.2009 (Datum der Einzelabnahme TÜV Nord) über den 03.11.2009 (Kaufdatum) bis heute sind 100.000 Kilometer an Straßen aller Qualität und auch unbefestigten Wegen „unter der 806 durchgekommen“. Am 7. April 2019 war’s so weit. 100.000 km. Sind manche mit Wiesmännern gefahren, ich aber mit einem. Manche haben auch viele Wiesmänner gefahren. Ich nur einen. Meinen. Deswegen trägt er auch meinen Namen statt "Wiesmann" auf dem Kofferraumdeckel. Er ist meine Idee eines Roadsters für alle Zwecke, bei der die Basis aus der Manufaktur in Dülmen stammt. Zeit, ein Resümee abzuliefern. Nicht das übliche Schwärmerische, sondern vor allem in Anbetracht der nurmehr als Gebrauchtwagen erhältlichen Fahrzeuge etwas in Richtung „und wie hat er’s ausgehalten?“ kombiniert mit „wie hast Du’s ausgehalten?“. Los geht’s! Das Lackkleid wird vor allem bei auch etwas schnellerem Einsatz allerorten leiden. Vorne besonders, aber auch an den Kotflügelverbreiterungen hinten. Steinschlag en Masse. Kein Wunder - der Lack ist nur quasi luftgetrocknet, das verhindert schon Widerstandsfähigkeit. Die netten „Schutzfolien“ sind zu klein, die Vorderräder schießen bis zur oberen Kotflügelkante den Straßensplitt hoch. Waschkratzer ist man selber schuld, Waschanlage habe ich einmal ausprobiert. Kann man machen, ist dann aber Mist, denn für Walzen und rotierende Bürsten oder Schleppvorhänge ist die Form schlicht ungeeignet. Um das Thema „Steinschlag“ abzuschließen: Die Frontscheibe ist spätestens bei 60.000 km fertig. Da sie sehr aufrecht steht, ist sie extrem anfällig. Da sie selten ist, ist sie extrem teuer. Und Werkstätten, die sie richtig einsetzen können und nicht mit dem Abschlußgummi hadern oder den Scheibenkleber eher grobschlächtig verschmieren darf man sich auch suchen … über weiteres schweigt des Sängers Höflichkeit. Das GFK der Karosserie ist extrem dick und damit auch erstaunlich robust. Wo andere Karossen Dellen im Blech bekommen, passiert eigentlich nichts. Man muß schon große Kräfte walten lassen, damit was bricht. Als „Preis, den man dafür zu zahlen hat“ sind die Spaltmasse selbst aus dem Weltraum noch zu sehen, denn zum einen ist die handwerkliche Fertigung nicht präzise genug und zum anderen bewirkt Temperaturänderung auch Größenänderung in einem Maße, das man von Blechautos nicht kennt. Seit der Sprühfolierung ist das nicht mehr so stark merkbar, vorher mußte man bei solchen Gegebenheiten öfter die Türscharniere nachziehen. Am MF3 ist das eine einfache Übung, alles gut zugänglich! Innen hat die 806 das „Serien-Standardleder“ in schwarz. Geschont wurde sie nicht, sie hat brütende Sonne in den Pyrenäen und auf Korsika, Dreck in Schottland, extrem viel Gepäck bis Portugal und viele Ausfahrten anstandslos ertragen. Alle Nähte sitzen, so gut wie nichts ist abgeschubbert (der weiße Keder seitlich an der Rückenlehne leidet an der Gurtdurchführung), nichts ist gebrochen. Tadellos. Dazu bis heute weich anzufassen und elastisch. Pflege? NIE mit „Lederpflege“, denn: Da ist kein Leder zu pflegen. Schwarzes Kuhleder gibt es nicht, die Haut ist gefärbt, die Oberfläche mit Kunststoff versiegelt. Daher: penibles Säubern - bei langen Ausfahrten im Zweifel täglich - vermeidet die Beschädigung der Beschichtung und erhält den Neuwagenlook. Alles andere ist teures Beruhigen der Nerven ohne sittlichen Nährwert. Lieber täglich mit einem sehr stark verdünnten „AllPurposeCleaner“ als quartalsweise mit Geschmier und „Ledergeruch“. Der bleibt nämlich bis heute auch so! Dem Lenkrad sieht man die Laufleistung an, das Leder ist glatt gegriffen. Weniger Kurvenfahrt mag da helfen … Die Abdichtgummis entlang des Schwellers überstehen unbeholfene Ein- und Ausstiegsmanöver dauerhaft nicht gut. Sie lassen sich zwar wieder in die Führung drücken, aber das Gezerre längt sie und sie werden immer leichter herausgerissen. Die Vorwerk-Teppichausstattung ist bestens in Form, selbst die arg strapazierte Fahrerfußmatte hat nur im Fersenbereich unterm Gasfuß an Profil ihrer Gummiauflage verloren. Halten locker nochmal 100.000 km. Kofferraum? Dasselbe - tadellos in Schuß. Dazu kommt, daß der Flor sich wunderbar saugen läßt. Wer einmal mit Nadelfilz rang, weiß das zu schätzen! Nicht alles Textile übersteht die Zeit so gut. Das Verdeck leidet. Stark und sichtbar. Mit weiter nachgebendem Gestänge läßt es sich immer „dichter“ zusammenlegen und das tut ihm nicht gut. Schabestellen und durchgedrücktes Material sind die Folge. Auch die vorderen Dichtgummis als Abschluß am Scheibenrahmen sind nicht dauerhaft, da ist nach zehn Jahren erkennbar aus optischen Gründen Ersatz gefordert. Dicht ist es bis heute. Der einfachen ungepolsterten Ausführung wegen nicht teuer ausnahmsweise, mein Sattler des Vertrauens schätzte ca. 1.500 €. Die Reißverschlüsse der Heckscheibe funktionieren nach wie vor und sind dicht. Und wieder ein Pflegemythos zerstört: Der Verdeckstoff ist so gut gefertigt, daß er keine „Verdeckimprägnierung“ braucht. Kein Ausblassen, kein Vergrauen. Das ganze Chemiezeugs kostet nur Geld und macht Arbeit - beim Auftragen und bei der späteren Pflege, weil der darin verklebte Dreck mühsam wieder ausgebürstet werden muß. Die 806 hat penible Reinigung mit extra beschaffter weicher Massagebürste (sonst sind die Borsten zu straff) und häufigstes Absaugen erlebt, außer den Schadstellen nichts. Der Heckscheibe hilft regelmäßiges Behandeln mit Sprühwachs - trotz sehr häufiger Öffnung ist sie klar und nur sehr leicht verkratzt. Die Instrumente tun ihren Dienst. Nicht immer genau, aber immerhin! Kühlmitteltemperatur wird ungeschickt am Zylinderkopfausgang statt Kühlereingang gemessen, der Wert ist also etwas zu hoch im Vergleich zu üblichen Verfahren. 100° hat er selbst am Stilfser Joch nicht überschritten. Motoröl liegt jetzt auch bei schneller Fahrt nicht über 110°, da wirkt die von mir entworfene Unterbodenverkleidung zusammen mit dem größeren Ölkühler Wunder. Der unsäglichen Tachovoreilung (240 waren etwa 217 „echt“, jetzt sind’s laut Navi 232) habe ich abgeholfen durch richtige Übersetzung der Hinterachse (dazu komme ich noch) und die Wahl von größtmöglichen Rädern. Nicht in der Breite (alles über 255 mm liegt nicht auf der Straße auf und ist nur fürs optische Beeindrucken gut, dafür rubbelt sich dann der Reifen innen viel schneller ab als außen), sondern im Durchmesser. 255/35 R 19 sind hinten drauf und 225/40 R 19 vorne. Again what learned: Die Hinterradgrößen von 275/30 R 19 oder gar 285/25 R 20 sind selten wie eine Blaue Mauritius und im falschen Moment einer Reifenpanne im Ausland tagelang nicht lieferbar. Die jetzigen Größen sind für die stark motorisierten BMW 3er/Audi A4/Mercedes C flott beschaffbar und bieten auch eine größere Auswahl an Marken. Mir gefallen die Dunlop SP Sport Maxx RT2 sehr gut, die Michelin Pilot SuperSport sind bei kühlerer Witterung sehr schnell sehr kalt im leichten Wiesmann und dann wird mir sehr schnell sehr warm, wenn sie nicht gut haften. Ist für Sommer-Gelegenheitsfahrer wurscht, aber wer weite und weiteste Touren in Europa fährt, sollte das bedenken. Auch naß sind sie nicht so der Hit, da sind die weniger spitz auf trockene sportliche Fahrt entwickelten Dunlops universeller und sicherer. Apropos: Die Reifen halten vorne quasi ewig, hinten je nach Schwere des Gasfußes. Ich erreiche hinten etwa 20.000 km, vorne wechsle ich nach der zweiten verschlissenen Hinterreifengarnitur. Sonst spinnt das ESP, weil die Abrollumfänge nicht mehr im Toleranzbereich liegen. Gefahren wird im Alltag mit einmal gedrückter Sport-Taste, sonst regelt das System schon bei einfachen Rechtskurven und greift ein. Der Sensor vorne rechts ist ungeschickt plaziert und schuld dran. Auch ohne ESP ist der MF3 verständig gefahren sehr gut beherrschbar (nach den Fahrwerksänderungen), paßaufwärts ist das meine bevorzugte Stellung. Natürlich ist er im Grenzbereich zickig: leicht, kurzer Radstand und wegen der Basis BMW E36/Z3 (!!) eigentlich vorsintlflutlich und veraltet, da "geht was", wenn was geht! Nur kurz gestreift: Die 806 ist ein 5-Gang-Handschalter. Das Differential habe ich gegen eine Drexler-Sperre getauscht, ich hatte nur die Serienausstattung mit 25 % Sperrwert anfangs und das ist bei forciertem Fahren nicht genug. Auch die werkseitig falsch übersetzte Hinterachse (eingebaut 3,46:1 - warum auch immer, in der Konfiguration nicht gewünscht und nicht enthalten) hat nun die passende längstmögliche Übersetzung von 3,23:1. Getriebe und Kupplung erfreuen sich bester Gesundheit, das Bedienen ist nach wie vor ein besonderer Quell der Freude. „Save the manuals!“ Damit ist ja das nächste Thema berührt: Der Motor. Ein Trumm, sauschwer wegen Graugußblocks (selbst der Zwölfzylinder im 750i war leichter!). Ein Langhuber, der dennoch dreht wie verrückt für seine Zeit. Von Wiesmann künstlich gekappt, weil alle MF3 mit Ausnahme der CSLs nur das Mapping vom alten BMW Z3 M aufgespielt erhielten und deshalb zuverlässig um die 321-323 PS auf den Motorenprüfständen ablieferten. Jetzt nach Änderungen ein Dampfhammer, der ab 2000/min loslegt, ab 2500/min hart hinfaßt und in seiner jetzigen Abstimmung dennoch schon bei knapp 7000/min 350 PS liefert. Höher drehe ich eigentlich nie, dafür genieße ich die wunderbare Leistungsentfaltung, die keine Müdigkeit erkennen läßt. Pleuellager kamen neu nach 90.000 km vorsichtshalber (und unnötigerweise), die waren nicht angegriffen, die Tragschicht noch vollständig intakt. Mit der nachgerüsteten Airbox und optimiertem Mapping erreichte Markus Schmickler in der Spitze 365 PS bei 8080/min und ein Drehmoment von 366 Nm bei 4495/min. Das Drehmoment lag gleichmäßig über 320 Nm ab 2500 und bis 8000/min an statt vorher von 3500 bis 6500/min. Mit der hohen Maximaldrehzahl und der damit möglichen Verschleißerhöhung war ich noch nicht ganz zufrieden, die Leistungsentfaltung war schon unglaublich viel besser und die Fahrbarkeit durch das sattere Drehmoment deutlich verbessert. Bei der Firma Henni ließ ich weitere Optimierungen programmieren mit dem Ziel einer weiteren Verbesserung des Drehmoments bei Schonung im Spitzenbereich. Die Höchstleistung beträgt nun 359 PS bei 7700/min, das höchste Drehmoment aber 374 Nm bei 4600/min. Damit ist die Gesamtkurve wieder etwas gemäßigter und die Spitzenbelastungen bei Ausreizen der Verstellmöglichkeiten im VANOS sind gemindert. Das Ansprechverhalten ist beim Fahren gleich, nur ab etwa 7000/min fällt das Drehmoment nun stärker ab, so daß bei „Weiterorgeln“ über 7000/min keine wirklichen Leistungszuwächse mehr kommen. Diese Höchstdrehzahlen sind auch Höchststreß für alle drehenden Teile, von einer Absenkung auf sinnvoll zu fahrende 7000/min ergibt sich eine erhebliche Verringerung der mechanischen Beanspruchung. Warmfahren und Kaltfahren hilft der armen Zylinderkopfdichtung, die die unterschiedliche Ausdehnung von Graugußblock und Aluminiumkopf sonst nur unter Aufopferung ihrer selbst kompensieren kann. Sie hat bei sehr geringem Zylinderabstand nur ganz wenig Steg und wird dort deshalb besonders beansprucht. Durchs Zündkerzenloch endoskopiert: alles bene. Ölverbrauch? Zwischen den Wechseln keiner meßbar. Sprit? Zwischen 8,5 und 20 L/100 km ist alles drin. Normalerweise sind’s um die 10,5 bis 11 L/100 km. Stadt ist Gift, da fängt er das Saufen an. Dafür nehme ich ihn aber nicht, der Stadtanteil beträgt sicher weniger als 5 % der Gesamtlaufstrecke. Dem funzeligen Licht der kleinen Serienscheinwerfer versuchte ich, mit LED-Leuchtmitteln aufzuhelfen. Hell wird’s damit. Überall. Da der Reflektor nicht mehr zum Abstrahlverhalten der Leuchtmittel paßt - unkontrolliert und für Vorherfahrende mehr als störend. Bei Ausfahrten durfte ich mir ganz schön was anhören deswegen! Nicht umsonst ohne Zulassung. Wie alle Vielfahrer der MF3 es tun Abhilfe also durch H4-Leuchtmittel mit besserem Wirkungsgrad und mehr Lichtausbeute. Bosch und Philipps sind da gute Adressen und der Effekt ist schon deutlich merkbar. Die Rückleuchten sind mit LEDs erstarkt. Im heutzutage üblichen Lichtermeer an modernen Heckansichten mit Laufblinkern und sonstigem Unsinn geht man im kleinen MF3 sonst förmlich unter! Die Umbauten an der Karosserie mit Änderung der Stromversorgung auf LiFePO-Leichtbau-Batterien, die gescheiterten Versuche einer Klebefolierung (stattdessen jetzt satt sitzend und nahtfrei in originalem Farbton sprühfoliert), die Verkleidung des Motorraums und des Heckbereichs von unten, die dem BMW-Standard passend zum Motor entsprechende Aufrüstung der Kühlung sowohl für Wasser (mit stufenweise gesteuertem Elektrolüfter) wie Motoröl (mit fast viermal so großem Ölkühler statt des ab werk verbauten vom 286 PS-M3 ...) sowie die umfangreichen Modifizierungen des Fahrwerks bis zu komplett neuen Federbeinen vorne und die preiswerte Nachrüstung eines Tempomaten habe ich hier im Forum ja schon geschildert. Alles über zig-tausende Kilometer praxisbewährt, alles gut. Und die wesentlichen Schwächen des Autos sind gemindert oder abgestellt. Die sehr harte Fahrwerksabstimmung fordert bei flotterem Fahren auf nicht immer glattem Geläuf ihren Tribut: Die Fahrwerksteile verschleißen relativ schnell. Die Vorderachsträger (diese bananenförmigen großen Träger) sind Original-BMW-Teile und sehr günstig bei Lemförder zu beziehen. Bevor man sich an einem Traggelenk und dessen Ausbau lange versucht: Gleich ganz neu! An der Hinterachse ist die Erreichbarkeit mancher Verschraubungen unterirdisch. Durch das Gewirr an Lenkern und Streben erreicht man z.B. die Domlagerschrauben schier nicht und wenn, lassen sich die Schrauben nur mir Achtelumdrehungen lösen. Geduld und Spucke sind nötig! Die beteiligten Werkstätten kann ich hier auch zusammen auflisten: Fahrwerk/Bremsen: www.Rennfeder.de aus Helsa bei Kassel Motormapping: Markus Schmickler, Bad Neuenahr und www.henni-performance.de in Wernau Auspuffanlage: Stüber Auspufftechnik, Overath Sprühfolierung: www.cardip.de in Heilbronn Pleuellagerwechsel: Ralf Mork www.mw-perfomance.com in Rockenhausen (Pfalz) alles andere: mein Oldieschrauber des langjährigen Vertrauens aus Mutterstadt - im Vergleich zu "Fachwerkstätten" mit unbezahlbarem Wissen um Auto, Motor und Sport ... Eine teure Erfahrung: Winterfahrten sind wunderbar mit offenem Dach bei Schnee. Es ist eine Illusion, daß da nichts passieren könne von wegen „GFK-Karosse auf feuerverzinktem Rahmen“. Dieses Tun kostet ein korrodiertes Fahrwerk und eine ruinierte Bremsanlage! Diese Teile sind nach wie vor aus Stahl. Wie lernte man in Chemie? „Das Unedle opfert sich für das Edle.“ Stahl ist unedel, feuerverzinkt ist edel. Tolle Wurst! Achsträger, Wasserabweisbleche, Führungshülsen der Radbremszylinder - alles verrostet. Alles neu. Dabei flog die eigentlich sehr überzeugende MovIt-Anlage auch wieder raus. Lohnt nicht, weil’s fast denselben Effekt der besseren Reaktion und Dosierbarkeit durch viel billigere (und ich meine VIEL billiger) Maßnahmen erreicht wird: Zimmermann Rennbremsen, Seriensättel und Ferodo DS-Beläge bei Stahlflex-Bremsleitungen, dazu ATE-Rennflüssigkeit und alles ist gut. Sind sogar preiswerter zu haben als Ersatz der Serienteile. Verschleiß ist wegen des geringen Wagengewichts übrigens unglaublich gering auch bei flotterem Fahrprofil. Scheiben vorne können gut und gerne 100.000 km halten, Beläge ebenso. Ach ja - zu guter Letzt die Wartung. Ein sehr leidiges Kapitel, da sind manche Sünden unterwegs. Was da für teures Geld in „Fach“Werkstätten des In- und Auslands nicht oder falsch oder zu spät gemacht wird, ist teilweise ein Graus. Pannen bei "top-Werkstatt-scheckheft-gepflegten" Wagen wegen gravierendster Wartungsmängel sind erschütternd. Ich hielt mich an „wer gut schmiert, der gut fährt“ und veränderte die Arbeiten mit folgendem Schema: Motoröl neu alle 7.500 km oder jährlich, 5W40 Motul 300V jetzt, vorher Mobil 1 0W40, davor Mobil 1 5W50, das unsägliche alte Gebräu (Rezept aus den frühen 90igern ist sicher nicht mehr zeitgemäß) „Castrol 10 W 60“ nur anfangs. Ölfilter spätestens bei 15.000 km neu. IMMER den BMW-Originalfilter nehmen, kein Nachbau von Mann oder Hengst! Nur der Originalfilter hat eine Manschette ums Filterpapier, die Auseinanderdrücken der Lamellen verhindert und den Filtereinsatz damit druckfester macht. Getriebeöl alle 60.000 km neu (keine besonderen Anforderungen), Differentialöl alle 30.000 km. Das Differential wird sauheiß, da es nicht gut im Kühlluftstrom hängt und auch noch vom Auspuff gegrillt wird; deshalb das beste erhältliche von Castrol (heißt heute Syntrax) 75W140. Je öfter schnelle und lange Autobahnetappen anstehen, desto häufiger wechseln! Zündkerzen alle 40.000 km neu - NGK oder Bosch. Sind bei BMW sauteuer, im freien Handel für weniger als 40 € für den Satz (statt 120 € bei BMW) zu haben. Dabei gleich die Einzelzündspulen auf Korrosionsspuren an der Kontaktfläche prüfen - sonst funkt's trotz neuer Kerze nicht richtig! Kühlmittel und Bremsflüssigkeit alle zwei Jahre neu. Dabei auch Luftfiltereinsätze reinigen (Plattenfilter von K&N in der Airbox). Einriemen mit Riemenspanner und Umlenkrollen alle 50.000 km neu, die Spannrollen leiden immer und „sicher ist sicher“. Kostet nicht die Welt, beruhigt aber. Servolenkungsöl und Kupplungsflüssigkeit alle sieben oder acht Jahre neu. Ölist neu rot, nicht schwarz! Kostet um die 50 € mit Arbeit - die Servopumpe kommt auf 600 € plus Arbeit! Kupplungsflüssigkeit ist wie Bremsflüssigkeit, nur verträgt sie längere Betriebszeiten. Wasser ist Quell des Rostes und kostet Kupplungszylinder auf die Dauer. Ventilspiel ließ ich anfangs nach der Einlaufzeit kontrollieren und dann bei 50.000 und beim Pleuellagerwechsel nach 90.000 km. Unverändert. Ein Zeichen, daß Fahrweise und Wartung trotz allem materialschonend sind - ich vermeide aber auch das nach der Umprogrammierung unnötige volle Ausdrehen bis 8000/min. Maximal sind’s selten 7000/min, normal maximal 6000/min. Spitzenbelastung bringt nicht so viel mehr wie sie schädigt. Fahrwerksvermessung immer beim TÜV-Termin. Kostet nicht viel, dafür ist dann der Geradeauslauf immer untadelig und der Reifenverschleiß gleichmäßig. Wer’s beim Reifendienst machen lassen will: Die Werte entsprechen dem meist gespeicherten „BMW Z3 tief“. 100 € maximal. Was ging kaputt? Eigentlich ehrlich gesagt fast nichts. Die Frontscheibe wegen Steinschlags. Kann das Auto grundsätzlich ja nix dafür. Der Auspuff war nach 50.000 km leergebrannt und fing an unerträglich zu dröhnen. Bei 3000/min fielen einem unterm geschlossenen Verdeck die Ohren ab. Durch neue Endrohre mit Schalldämpfern (individuell nach meinen Anforderungen gebaut) ersetzt, bei Konstantfahrt durch Totschallkammern etwas leiser als Serie und die Körper etwas verkleinert, so daß sie nicht mehr so oft aufsetzen. Die zweite Wasserpumpe ist immer noch spielfrei (sie muß nach meinem Umbau ja keinen am S54-Motor von BMW nicht vorgesehenen Viscolüfter zusätzlich bewegen, sondern einfach nur Wasser pumpen), Kupplung mit immer gleichem Druckpunkt, Getriebe leise und nach wie vor sehr fein zu schalten. Bremse spricht gut an, Verzögerung sehr gleichmäßig bei gleichmäßig steigender Pedalkraft. Abbremsung 55 %! Korrosion bin ich selber schuld, sie betraf die Fahrwerksträger vorne, die Verschraubungen hinten, die Verkabelung an der Batterie, die Bremsanlage und die Leitungen zum Lenkungskühler. Die Sitzheizung quittierte spektakulär ihren Dienst. Sie schaltete sich selber ein - natürlich sommers und bei großer per se herrschender Wärme. Sicherung gezogen und „Thema erledigt“ gedacht. Bis Markus Schmickler mich verzweifelt anruft und mitteilt, daß die 806 schier nicht sinnvoll abzustimmen sei auf dem Prüfstand, weil sie immer wieder völlig unplausible Werte zeige. Ob ich was an der Elektrik geändert hätte?? „Ich bin schon froh, wenn ich was mit Strom fehlerfrei schreibe!“ wollte ich antworten. Bis mir die Sitzheizung wieder einfiel. Lösung: Die ach so tolle selbstgefertigte Verkabelung der Manufaktur ist nicht so der Hit. Sie ist nicht sauber ausgeführt, teilweise werden nicht zulässige Lüsterklemmen (!!) verwendet. Direkt neben leistungsführenden Kabeln der Sitzheizung liegen haarfeinste Drähtchen für die Signale der Motorsteuerung. Als die Sitzheizung ihren Elektrogremlin entwickelte, indem sie einfach sanft anschmorte, ist der Kabelsatz der Steuerung angegriffen worden. In der Werkstatt fachgerecht korrigiert - Fehler weg. Sitzheizungen auch. Brauchen eh nur Weicheier. Zum Kapitel schlechte Ausführung der Kabel gehört auch, daß ich mich anfangs von der Motorkontrolle foppen ließ. Etwa alle 10.000 km reklamiert sie, daß ein Fehler vorliege. Manchmal auch öfter. Ausgelesen über OBD: „Fehler Heizung Lambda-Sonde Bank 2“. Immer. Immer wieder. Abhilfe 1: Sonde ersetzen. Teurer Spaß, habe ich zweimal gemacht. Nützt nur nichts. Fehler taucht wieder auf! Abhilfe 2: ignorieren. Schadet nichts, Motor startet und läuft wie immer. Erfahrung dazu: Scheint ein Fehler der Verkabelung zu sein. wenn’s feucht ist (oder ich den Krümmer ansprühe), ist der Fehler weg. Wundersame Heilung? Nein - die Autodoktoren bei Vox würden wieder sagen „Glaubste dat? DREI Lambdasonden für nix , dabei war et nur ein Fehler im Kabel!“ Leider ist die Verlegung auch nicht leicht zu erreichen, also lebe ich damit. Der TÜV mißt ja eh im Endrohr und da kommt nur Gutes heraus. Selbst jetzt noch erreicht der Katalysator im Leerlauf ein CO von 0,2 % bei zulässigen 0,9. Lohnt sich, daß der teure M-Metallkat verbaut ist. In den letzten zehn Jahren und 100.000 km hat der MF3 an Reiz nichts verloren. Man ist vertraut, „anziehen wie einen Handschuh“ und los geht’s - auch auf weiteste Touren. Die konstruktiven Mängel habe ich für mich bestmöglich mit sinnvollem Aufwand abgestellt, sonst ist er im Allgemeinen grundsolide und erstaunlich haltbar. Das sorgt dann für Betriebskosten, die kein anderer Sportwagen dieser Leistungsklasse liefern kann. Wertverlust denken manche, komplett durch Wertgewinn ersetzen zu können - zu Mondpreisen kauft nur keiner einen MF3. Neupreis 120 k€ und nach acht Jahren 150 k€ verlangen - das ist Illusion. Dennoch ist für die Wagenklasse der Verlust sehr gering - was kein Wunder ist, denn er ist in der äußerst kompakten Form einzigartig und wie belegt haltbar, gebrauchstauglich selbst für Fernreisen und belastbar. So eine Wiesmann-Kappe mit bestimmt 70.000 "offen gefahrenen Kilometern" muß man sich erdienen! Markus
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  23. Stig

    Jaguar XJ220 - Erfahrungsbericht

    Auf vielfachen Wunsch (Danke für die netten Anfragen) schreibe ich hiermit einmal einen Erfahrungsbericht über meinen Jaguar XJ220. Noch gut kann ich mich an dessen Ankündigung erinnern: Bereits schon Ende der Achtziger-Jahre, genau wo der Sportwagen- und Spekulationshype losging, wurde bekannt, dass Jaguar etwas ganz Grosses plant und es mit den anderen Supersportwagenhersteller Bugatti, Ferrari, Porsche und McLaren aufnehmen will. Als die ersten Bilder von der Studie (noch mit Allrad und V12) auftauchten, war ich hin- und weg. Für mich als Jugendlicher das absolute Traumauto: schöner als EB110 und F1, dazu schneller als F40 und 959. Bald schon war auch das erste 1/10 R/C-Modell von Kyosho erhältlich, welches ich mir natürlich gleich im Spielwarengeschäft holen musste. Der XJ220 war für mich ganz klar DAS TRAUMAUTO aus meiner Jugendzeit; als ich zum ersten Mal einen live beim Schweizer Jaguar-Importeur Emil-Frey sah, war dies für mich wie heute einem Hollywood-Superstar gegenüber zu stehen. Ich mag mich daran erinnern, dass kurze Zeit später beim AutoSalon Singen ebenfalls zwei dieser XJ220-Neuwagen standen (grün und bordeux); dazumal noch weit über dem Neupreis von mehr als einer Million D-Mark oder Franken (dazu später). Zur Auslieferung dieser Autos kam es bekanntlich erst ab 1992, dann aber nicht mit dem angekündigten Allradanrieb und auch nicht mit dem V12-Motor. Genau zu dieser Zeit begann die Wirtschaftskrise und damit der Zusammenbruch des Auto-Hypes dieser Epoche, wie aus dem Nichts wollte plötzlich keiner mehr diese ultrateuren Supersportwagen. Käufer (oder eher Spekulanten), welche einen solchen XJ220 bestellt haben, versuchten mit allen Mitteln aus ihrem Kaufvertrag herauszukommen, um diesen enormen Neupreis von CHF 1‘080‘000.- nicht bezahlen zu müssen. Jemand aus unserer Gegend, der dazumal ebenfalls einen solchen XJ220 bestellt hatte, verzichtete sogar auf seine gemachte Anzahlung von CHF 250‘000, um den Restkaufpreis nicht bezahlen zu müssen! Ein anderer Käufer, ein bekannter Möbelhändler ebenfalls aus meiner unmittelbaren Gegend, konnte zwar den vollen Kaufpreis seines bestellten XJ220 stemmen, wollte diesen aber nicht übernehmen, da er bei Ankündigung und Bestellung einen eher komfortablen 12-Zylinder-Jaguar-Sportwagen erwartet hatte und keinen nur leicht zivilisierten Gruppe-C-Renner mit 6-Zylinder-Biturbo-Motor haben wollte. So entschied er sich, das Auto beim Importeur als Neuwagen einzulagern (inkl. Trockenlegung und Konservierung) und ihn gar nicht zu fahren. Zwei Jahre später, etwa 1994, traf dieser Möbelhändler auf meinen Vater, welcher ebenfalls sehr angetan war von schönen Autos, dazumal aber noch eher für die Marke Ferrari schwärmte. Aus einem zuerst unverbindlichen Gespräch über diesen XJ220 entstand dann plötzlich eine spätabendliche spontane Besichtigung in einer Lagerhalle beim Importeur, wo sich dazumal auch die Auto-Sammlung von Walther Frey befand. Ich weiss noch, wie wir in diese grosse Halle kamen: da standen all diese Aston-Martin, Jaguar, Land-Rover etc. (welche sich heute im Classic-Center der EFAG befinden), und mittendrin dieser sensationell schöne XJ220!! Das Auto sieht schon im Stand nach LeMans und 350km/h aus, unglaublich die Präsenz dieses Autos! Dazu noch dieses edle Dunkelblau, WAHNSINN! Wir waren hin- und weg ab diesem Auto, der Kauf dann eine schnell beschlossene Sache. Der einzige Hacken: Das Auto musste zuerst noch in Betrieb genommen werden. Wir gingen davon aus, dass die Inbetriebnahme wegen der Konservierung keine allzu grosse Sache sein wird. War es aber: Ich glaube 80‘000 Franken kostete es zusätzlich, bis wir das erste Mal unseren 220er fahren konnten… Ich erinnere mich noch wie ich nach Hause kam und plötzlich in unserer kleinen EFH-Zweiplatz-Garage dieser Supersportwagen stand: ein ultrakrasses Bild! Gefahren sind wir ihn dazumal schlussendlich nur sehr wenig, bereits schon drei Jahre später verkaufte ihn mein Vater – natürlich gegen meinen Willen – an einen Deutschen Sammler weiter. Zu gross war die Angst vor unglaublich hohen Unterhaltskosten, zumal wir dazumal auch etwas wollten, was man ab und zu unkompliziert auf einer Rennstrecke fahren konnte. Aufgrund dessen, das eigentlich bis dato praktisch niemand einen XJ220 regelmässig fuhr, fehlte dafür auch die Erfahrung. Die meisten dieser XJ220 wurden nämlich gar nie immatrikuliert, zudem standen noch viele Neuwagen im Werk (Bloxham) rum, die keinen Käufer fanden. Offiziell fanden übrigens 20 der 275 gebauten Stück den Weg in die Schweiz. Schweizer Autos verfügen angeblich noch über etwas mehr Leistung (Ladedruck), es sollen über 600 PS sein. Die Jahre vergingen und ich selber wuchs ebenfalls zu einem Sportwagensammler heran. Die Preise der XJ220 fielen dann wirklich ins Bodenlose, die wenigen Autos auf dem Markt wurden zu einem Bruchteil des Neupreises gehandelt. Irgendwann stand dann bei meinem Mechaniker, welcher einige meiner Autos wartete, plötzlich so ein spektakulärer XJ220 auf dem Lift. Dieser wurde sogar regelmässig gefahren und verfügte meines Wissens über mehr als 20‘000km. Ich hatte gerade meinen ersten Testarossa da im Service als der Mechaniker mir erzählte, dass er den Unterhalt bzw. die Wartung dieser XJ220 als gar nicht so als grosse Herausforderung betrachte; dieser, welchen er da gerade gewartet hatte, lief stets problemlos (regelmässige Wartung vorausgesetzt), zudem sei die Ersatzteilversorgung auch kein Problem. Logisch – die von Jaguar gelagerten Teile wurden ja nicht gebraucht, da praktisch niemand seinen XJ220 fuhr. In mir entflammte dann wieder die etwas vergessen gegangene Begeisterung für dieses Geschoss, so dass ich mich selber auf die Suche machte nach einem XJ220. Siehe da, ein blaues Fahrtzeug mit knapp 2‘000km, also praktisch im Neuzustand, war sogar bei einem Schweizer Händler inseriert – selbe Kombination wie wir ihn Jahre zuvor schon hatten. Bereits mit einer gewissen Vorahnung hatte ich dann nach einem Telefonat Gewissheit: bei diesem Auto handelte es sich tatsächlich um „unseren XJ220“!! Der Deutsche Sammler ist ihn kein einziges Mal gefahren, das Auto stand die Jahre nur bei ihm rum. Für mich war klar: ich will unseren XJ220 wieder zurück! Hierfür musste ich u.a. zwei andere Autos eintauschen, die Sache war es mir aber wert, zumal ich noch „frisch ab Service“ einhandeln konnte. Seit dem Kauf sind nun bald sechs Jahre vergangen und ich habe ihn immer noch. Mittlerweile habe ich knapp 7‘000km auf dem Tacho und darf behaupten, nie grössere Probleme damit gehabt zu haben. Jede Fahrt mit diesem Auto ist wirklich ein Erlebnis und eine besondere Herausforderung; dies ist auch der Grund, warum ich nicht viel damit fahre. Einfach so eine kurze spontane Tour macht man damit nicht, eine Ausfahrt mit diesem Auto will geplant sein. Wie erwähnt, handelt es sich beim XJ220 um ein nahezu ungezähmtes Gruppe-C-Rennauto mit Strassenzulassung, die man irgendwie so hingekriegt hat. Die Bezeichnung „Rennwagen für die Strasse“ trifft bei keinem anderen Auto so zu wie beim XJ220, auch wenn dessen Optik und vor allem das Interieur etwas anderes vormachen. Ein F40 fährt sich im Vergleich dazu unkompliziert wie ein 348. Dazu kommt die schiere Grösse dieses Gefährts (5m lang, 2,2m breit), schmale Landstrassen sind wegen der enormen Breite kaum zu befahren. Als ideale Strasse sehe ich eine grosszügige und verkehrsfreie Passstrasse oder eine leere kurvige Autobahn. Stau oder Stadtverkehr ist der Horror, die Bedienkräfte von Kupplung, Bremse und Lenkung sind überirdisch. Hat man einmal freie Fahrt muss man zuerst einmal mit der unglaublichen Leistung und der explosiven Motorcharakteristik zurecht kommen. Die Fahrleistungen sind auch nach heutigem Massstab für Supercars ENORM, haben die Turbos erst einmal Druck, geht die Wildkatze unglaublich heftig zur Sache – untermahlt von wilden Turbogeräuschen und mittlerweile einem tollen Rennwagensound – dank eines Sportauspuffs von DonLaw, den ich montieren liess. Seither klingt der XJ220 im Leerlauf nicht mehr so nach kaputter Kaffeemaschine und hat nochmals deutlich mehr Leistung dank mehr Durchsatz. Der EB110 wirkt im direkten Vergleich geradezu lahm gegenüber dem Jaguar, dazu muss man sagen, dass der XJ220 auch abseits der Strasse unglaublich schnell war: die Rundenzeit auf der Nordschleife wurde 1992 ja bekanntlich mit 7:46min gemessen, was vor 26 Jahren eine unerreichbare Sensation war. Anfänglich immer etwas gewöhnungsbedürftig ist die Sitzposition; eher ist es nämlich eine „Liegeposition“. Dafür sind die Sitze sehr komfortabel, wenn auch extrem schmal. „Alltägliches“ wie Klimaanlage und Elektrik funktioniert problemlos wie bei einem Alltagsauto. Ebenso ist das Getriebe schön zu schalten. Ein bekanntes Problem, über welches viele Tester berichteten, sind die Bremsen: Es ist nicht so, dass diese unterdimensioniert wären, ganz im Gegenteil. Diese stammen nämlich auch direkt aus dem Gruppe-C-Rennauto. Problem: sind die Bremsen kalt, ziehen sie praktisch gar nichts. Es ist fast schon gefährlich, damit so rumzufahren. Haben Sie jedoch einmal etwas Temperatur, geht es ganz ordentlich damit im Strassenverkehr. Interessant ist auch immer wieder die Reaktion der Leute auf der Strasse; die meisten sind nämlich völlig überfordert und wissen gar nicht, was dies sein soll. Meistens wird dann fragend festgestellt: "Jaguar??" (was ist aus dieser Marke nur geworden...) Mittlerweile bin ich etwas an einem Scheidepunkt angelangt und weiss nicht, ob ich ihn noch weiter behalten soll. Einerseits hängt mir gerade dieser XJ220 besonders am Herzen, kann man nämlich irgendwie sagen, dass er sich noch „im Erstbesitz“ befindet. Zum anderen ist es schon immer etwas ein spezielles Highlight, damit ab und zu eine Ausfahrt zu machen, lässt er mich nicht wie letzte Woche wegen einer Kleinigkeit stehen… Falls Ihr euch hier auch für dieses Auto begeistern könnt: nur zu, haut in die Tasten. Ich beantworte Eure Fragen gerne. Gruss, R.
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  24. Autopista

    Nissan GTR: Die Erfahrung

    Nachdem der GTR Thread inzwischen komplett ausgeufert ist, stell ich hier meinen Erfahrungsbericht zu dem Wagen ein. Ich bin den GTR am letzten WE etwa 2000km gefahren, davon knapp 500km Rennstrecke in Leipzig (Performance Training bei Porsche Leipzig, genialer Event:-))!). Zunächst ein paar Vorinfos, die meines Wissens nach noch nicht bekannt sind. Es gibt für den GTR 2 Setups, eines für die Straße, eines für den Track. Letzteres verstellt den Sturz auf extreme Werte, schnell für die Piste aber für die Straße nicht zu empfehlen. Ich bin mit dem Straßensetup gefahren, weil die Daten noch nicht verfügbar waren. Allgemein....... Der GTR ist wirklich riesig und erfordert einiges an Eingewöhnung. Der Wendekreis entspricht einem mittleren Bus. Man sitzt richtig hoch und für Gesellen ab 1.75m dürfte es mit Helm ziemlich schwierig sein eine gute Position zu finden. Die Ergonomie ist super, die Sitze find ich etwas mager beim Seitenhalt. Lange schnelle Autobahnfahrten führen teilweise zu einer enormen Hitze im Kofferraum. Lebensmittel sollte man dort nicht lagern, ebenso wenig Getränke im Mitteltunnel. Da wirds auch richtig warm, die Klima muss kräftig pusten. Den Playstation-Monitor hab ich teilweise verflucht. Wieso kann man Temperatur und Reifenluftdruck nicht gleichzeitig darstellen? Wer hat sich sowas ausgedacht? Auf der Strecke muss man ständig hin- und herschalten. Naja..... Nun zum wichtigen Teil: Also gleich vorweg: Der GTR ist ein brutaler Apparat. Motor und Getriebe hab ich so noch nie erlebt. Der Turbo spricht sofort an und feuert ab 3000 los, das Getriebe schaltet unglaublich schnell unter Volllast, da kommt nichts anderes mit, nicht einmal die famose Getriebebox aus dem California. Bei den Fahrleistungen spielt die Kiste locker in einer Liga mit dem 997 turbo, vielleicht ab 280 fällt der Nissan etwas ab. Eine Rolle spielt das aber in meinen Augen nicht. Fahrdynamik: Hammer, Hammer, Hammer! Der GTR fühlt sich überall super an. Lenkt zackig ein, liegt voll neutral, kennt keine Lastwechsel. Das komplette Inferno aber kommt am Kurvenausgang. Die Traktion ist Wahnsinn. Das Auto lässt sich voll im Drift fahren, die Karre kommt richtig aggressiv mit dem Heck, zackig gegenlenken,voll auf die Kette und man wird abgefeuert wie von einer Rakete. Wer das ein paar Runden gemacht hat ist dem GTR verfallen. Gibt sicher kein Auto mit dem man auf Anhieb so aggressiv am Limit fahren kann. Man muss absolut offen und ehrlich sagen, daß der 997 turbo da nicht mitkommen kann, so agil wie sich der GTR am Limit bewegt und wie apokalyptisch er aus der Kurve schiesst. Das Monster hat wirklich überall gewaltig Power und setzt diese zu 110% um. Bei dem Auto kann man an Stellen Gas geben, die mit anderen Sportwagen einfach nicht möglich sind. Einige Wehrmutstropfen aber bleiben trotzdem. Das Gewicht spürt man doch, beim Bremsen und an den Reifen. Die Brembos lassen nach einigen Runden schon nach und insgesamt ist der Wagen allgemein auf der Bremse etwas weich, nicht so definiert wie ein 997er. Die Reifen heizen sich extrem schnell auf, sind aber über einen breiten Bereich recht gut zu fahren, weil der GTR sehr gut ausbalanciert ist. Von 1,8-2,3 bar gehts knackig voran, dann wirds schmierig vor allem in schnellen Kurven. Das grösste Problem ist aber ohne Zweifel das Getriebeöl. Ich hab die Kiste 2mal abgestellt, weil die Temperatur an die 140 Grad ging. Wenn man es richtig fliegen lassen will, ist man nach 15min auch schon wieder fertig, länger packt es das Getriebe definitiv nicht! An der Stelle können die GTR Kritiker nun wieder auf den Wagen einschlagen. Sei's drum. Für gut 80.000 Euro ist der GTR trotzdem eine unglaubliche Kampfmaschine mit der man problemlos die Creme de la Creme ärgern kann auch wenns dann für den ultimativen Triumph nicht reichen wird. Ein 430 Scuderia z.b. fährt sich gerad erst warm, wenn der GTR bereits aus den Rohren dampft. Dennoch: Der Nissan GTR ist trotzdem eine ganz eigene Art von Sportcoupe. Ein echter Technikpanzer für Freaks. Das Auto hat einfach eine gewisse Ausstrahlung und ich hätte nie gedacht, daß er so gewaltig Spaß macht......... Also ihr lieben Porsche und Ferrari Fans, eure Autos sind nicht schlechter nur weil es den GTR gibt. Aber der Japaner ist definitiv eine Bereicherung für die Autowelt. PS.: Ebenso brachial wie der Antritt ist auch der Verbrauch. 50 Liter warens im Schnitt am Track. Wieder ein Grund, warums für die Langstrecke nicht reichen wird. PPS.: Mit keinem Auto erregt man derzeit soviel Aufsehen. Wirklich JEDER schaut der Kiste hinterher, will sich reinsetzen, etc.......Wieder eine Disziplin, die der Nissan beherrscht wie ein Exot obwohl er "nur" 80.000 kostet.
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  25. GT_MF5_026

    McLaren 720S - erste Eindrücke und Erfahrungen

    Beim Thread hier geht es um den Nachfolger des 650s - also um den 720s und nicht den 675 LT, der ohnehin nur eine Randerscheinung in der Gesamtproduktion der Super Series ist. Was das Besitzen mehrerer Autos derselben Marke (insbesondere McLaren) mit Langweile zu tun hat, erschliesst sich mir nicht. Ich behaupte das genaue Gegenteil: Mehrere Autos - egel ob derselben oder verschiedenen Marken - zu besitzen ist extrem spannend. Zumindest für diejenigen, die Autos mögen. Natürlich ist der 675 unpraktisch. Welcher reinrassige Sportwagen ist schon praktisch? Einsteigen mühsam? Egal - ich besitze einen solchen Wagen ja nicht des Einsteigen willens, sondern wegen des Fahrvergnügens. Das allenfalls beschwerliche Einsteigen (wer schon einen Donkervoort D8 GTO oder einen Lotus besessen hat, empfindet den McLaren diesbezüglich als Wohltat) ist ohnehin bei einem flachen Sportwagen systemimmanent. Und für alle, denen der Wendekreis in der City zu gross ist, sei gesagt, dass sie vermutlich mit einem Sportwagen das falsche Auto kaufen... @hohenb man kann natürlich auch aus Prinzip gegen McLaren sein. Das ist legitim. Und die Diskussion ist Sinn eines Forums. Eine echt sensationelle Aussage! An dieser Metamorphose beteilige ich mich gerne und werde sie im April und Mai wieder geniessen. Sind wir nun Alchemisten?
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