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locodiablo

Mein Winterauto

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locodiablo CO   
locodiablo

Da es heute wieder geschneit hat, möchte ich doch noch einen Thread zu meinem neuen, alten Winterauto eröffnen.

 

Da meine Frau normalerweise ein 911 Cabrio fährt, hat sie beschlossen im Spätherbst auf mein Alltagsauto (ein RS6) zurück zu greifen und plötzlich stand ich für den Winter mit ihrem Cabrio da. Was tut man in solch einer Situation als Mann? Richtig, man reagiert blitzschnell, blättert die Internetbörsen nach einem bezahlbaren Winterauto durch das Spass machen könnte und nutzt so die Situation aus :D

 

Beim abendlichen durchblättern fiel mir ein Auto auf, dass ich seid Jahren immer mal wieder ansehe aber sowas von Unsinnig ist, dass ich nie ernsthaft an einen Kauf dachte.....der G55! Ich bin vor Jahren mal einen gefahren und im letzten Jahr gab mir der Händler mal einen G63 (den weissen auf den Fotos) für ein paar Stunden mit, das Auto macht Spass dachte ich sofort wieder als ich ihn im Internet sah. 

 

Der G63 oder G65 fiel recht schnell aus der Wahl, da ich einerseits nicht bereit war soviel Geld auszugeben für ein Spassauto, dass ich aufgrund des Komfort nicht für lange Fahrten nutzen würde und andererseits war mir klar das man dieses unbequeme, Benzinschluckende Gefährt nur hassen oder lieben kann. Dazu kommt, dass mir der G63 bereits "too much" ist, der G55 ist doch noch etwas purer. Also, lange Rede kurzer Sinn, ich fand ein Auto im Netz bei einem mir bekannten Händler und habe ihn aufgrund einiger Brabus-Gimmicks (und Vertrauen zum Händler) am Telefon gekauft.

 

Nach nun 2 Monaten mit der G Klasse, bin ich den RS6 kaum mehr gefahren und habe nach der Zeit immer noch einen riesen Spass an dem Auto, was bei mir leider nicht selbstverständlich ist. Eigentlich wollte ich ihn ja im Frühling wieder verkaufen, aber daraus wird wohl nichts.

 

 

 

 

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Ach, was mich an meinem von Anfang an gestört hat waren die (sauteuren) Frontlampen, aber da er eigentlich schon bald wieder weg sollte wären die geblieben. Heute hat Brabus allerdings eine Bestellung erhalten :D

 

hier noch ein paar Bilder

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Weiteres folgt...:)

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Jamarico CO   
Jamarico

...ein Panzer mit diamond stitching Interieur?....irgendwie skurill :-))!

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ilTridente   
ilTridente

Das G Modell, einfach genial oder wie man so schön sagt " das beste oder nichts"

 

glückwunsch :-))!

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tollewurst CO   
tollewurst

Ich fi de ein völlig surreales Fahrgefühl wenn ein gepimpter Unimog genau so beschleunigt wie ein Ferrari 360. Ich bin mal ein paar Tage G65 gefahren, absolut irre.

Aber es verhält sich wie mit dem Defender, man muss das Auto lieben, mit fahren hat es wenig zu tun.

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Gast Wiesel348   
Gast Wiesel348

Objektiv kann ich dazu nichts sagen.

Aber rein subjektiv möchte ich kein Auto, mit dem ich im Militärdienst Tausende von Kilometern zurück gelegt habe, und dabei mehrheitlich unbequem sass und unter der Plastikplane entweder fror oder schwitzte.

 

Mein Winterauto (echt mit Winterreifen!):

 

 

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Ok, ich gebe ja zu, dass die mangelnde Bodenfreiheit bei Schnee nicht wirklich die Wintertauglichkeit erhöht… Für solche Fälle habe ich ja den Mercedes (sprich: öV).

bearbeitet von Wiesel348

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locodiablo CO   
locodiablo

Aber eines verbindet uns doch Marcel, dein Winterauto ist zumindest im Winter genauso sinnfrei wie meines im Sommer in der Stadt:)

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Jamarico CO   
Jamarico
vor einer Stunde schrieb Wiesel348:

Ok, ich gebe ja zu, dass die mangelnde Bodenfreiheit bei Schnee nicht wirklich die Wintertauglichkeit erhöht… Für solche Fälle habe ich ja den Mercedes (sprich: öV).

...den findet man doch im Schnee kaum wieder :wink:

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SManuel CO   
SManuel

Schnee ??

 

Bei mir scheint die Sonne, alles schön trocken in Deutschland wo ich Wohne.

 

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bearbeitet von SManuel

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Gast Wiesel348   
Gast Wiesel348
vor 42 Minuten schrieb locodiablo:

Aber eines verbindet uns doch Marcel, dein Winterauto ist zumindest im Winter genauso sinnfrei wie meines im Sommer in der Stadt:)

Wobei ich dir zubilligen muss, dass dein Winterauto über alles gesehen eine weniger grosse Sinnbefreiung hat, sofern der Sinn nicht nur aus dem puren Fahrspass besteht....

Es ist schön, irre zu sein!

vor 23 Minuten schrieb Jamarico:

...den findet man doch im Schnee kaum wieder :wink:

Der Heckspoiler ist Schwarz. Das hilft.

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MischiMischi CO   
MischiMischi

Geiles Gefährt, finde ich richtig gut. Gefällt mir!

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Caremotion   
Caremotion
vor 12 Stunden schrieb locodiablo:

Da es heute wieder geschneit hat, möchte ich doch noch einen Thread zu meinem neuen, alten Winterauto eröffnen.

Geiles Ding. Nen Schaden hattest Ja schon immer :D 

 

Aber trotzdem gute Wahl. Vor allem weil es ja schon wieder Schnee hat. Aber mit dem Ding würde ich mal Quer Feld ein Fahren :D

 

 

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locodiablo CO   
locodiablo

So, weiter gehts. Leider hat irgendwas an der Musikanlage nicht richtig funktioniert, was mich dazu bewegt hat mal nachzusehen woran es liegen kann :D

 

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Das Problem war schnell gefunden, denn da waren wohl mal Verstärker und ein Bassgehäuse drin die ausgebaut wurden. Also war ich mal shoppen und habe mir 2 Endstufen, Bassgehäuse usw zugelegt. 

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Leider war das Ergebnis bzw der Unterbringungs Ort nicht wirklich ideal was mich zu weiteren Bestellungen verleitet hat, die aber noch nicht alle da sind. Dazu gibt es dann irgendwann ein Update.

 

 

Weiter wird es Änderungen an der Front geben. Die 2 (sau teuren) Doppelscheinwerfer geben zwar super Licht (Bi Xenon) aber rauben der G Klasse ihr Gesicht! Deswegen habe ich gestern bei Brabus die schwarzen Runden Bi Xenon Scheinwerfer und sonst noch ein paar Kleinigkeiten bestellt. Da das Auto Original kein Xenon hat und auch am Blech das ein oder andere geändert werden muss, gibt es dann dazu noch einen Bericht.

Hier die G Klasse noch an ihrem Lieblingsort

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planktom VIP   
planktom
vor 58 Minuten schrieb locodiablo:

Die 2 (sau teuren) Doppelscheinwerfer geben zwar super Licht (Bi Xenon) aber rauben der G Klasse ihr Gesicht! Deswegen habe ich gestern bei Brabus die schwarzen Runden Bi Xenon Scheinwerfer und sonst noch ein paar Kleinigkeiten bestellt. Da das Auto Original kein Xenon hat

mag täuschen,aber das verbaute sieht nach dem hella leuchteinheiten aus wie sie auch bei projektzwo etc.verwendet wurden.die gabs in zig kombinationen wie abblend-und fernlicht mit glühlampen,nur abblendlicht in xenon oder,wie ich hier annehme,als doppel-xenon.orginal gabs einen bi-xenon scheinwerfer mit aussermitig plaziertem brenner der mittels blende von abblend-auf fernlicht umschaltet...sieht leider irgendwie so aus:

Marty_Feldman.thumb.jpg.280f706d7b1e04c0

zum Umbau auf diese riesen trümmer brauchts die frontbleche der kotflügel die es auch einzeln gibt ;)

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locodiablo CO   
locodiablo

Genau, die Frontbleche brauchts und die Hella Leuchten habe ich in schwarz bestellt. Die jetzigen sind von Art Tuning.

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kkswiss   
kkswiss

Gratuliere. K. kam letztens auch an, sie hätte da einen gut klingenden, SUV gesehen. Nach kurzer Recherche war klar, es war ein G-AMG. Der erste Mercedes der ihr gefällt. Mal sehen, könnte ich mir auch als Winterauto vorstellen. ABER nur als Alternative zu unserm aktuellen Winterauto.

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locodiablo CO   
locodiablo

An Euch beide und eure Hundehütte musste ich denken als ich ihn gekauft habe. Der würde da wirklich gut hinpassen! Aber den Panda weggeben? Niemals!

 

PS: lustig, bei meiner Frau genau das gleiche. Der erste Mercedes der ihr gefällt!

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stelli   
stelli

Gratulation! :-))!

Die G Modelle finde ich durch die Bank super....natürlich besonders die AMG Reihe!

Genial finde ich das Geräusch der schliessenden Türen...kein Softclose oder ähnliches. :-))!

 

Der G55 hat doch einen richtig schmutzigen Sound, oder?:D

Zumindes habe ich das so in Erinnerung.

 

Ein Kumpel hat bei seinem G63 noch von Brabus einen Auspuff nachrüsten lassen, weil ihm der Sound zu harmlos war. X-)

bearbeitet von stelli

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kkswiss   
kkswiss
vor einer Stunde schrieb locodiablo:

An Euch beide und eure Hundehütte musste ich denken als ich ihn gekauft habe. Der würde da wirklich gut hinpassen! Aber den Panda weggeben? Niemals!

 

PS: lustig, bei meiner Frau genau das gleiche. Der erste Mercedes der ihr gefällt!

Ne, ne, der Panda bleibt. Kann ja mal sein, dass der Schnee richtig grob kommt. Dann brauche ich ein Auto was funktioniert.

Melde uns zur Probefahrt an. Unsere Mercedesgarage hat hier die grössten Deppen beschäftigt. Da gehen wir noch nicht mal zum Auto schauen hin.

Unser neues Winterauto kommt in ca. 4 Monaten. Dann machen wir im Sommer ein Winterautotreffen! 

Passt ja, dann morgen geht es mit dem F12 weg. Sommerauto im Winter.

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Caremotion   
Caremotion

also ich wäre ja für nen Hummer H1 :D Sieht man zumindest nicht oft 

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locodiablo CO   
locodiablo
vor einer Stunde schrieb stelli:

Gratulation! :-))!

Die G Modelle finde ich durch die Bank super....natürlich besonders die AMG Reihe!

Genial finde ich das Geräusch der schliessenden Türen...kein Softclose oder ähnliches. :-))!

 

Der G55 hat doch einen richtig schmutzigen Sound, oder?:D

Zumindes habe ich das so in Erinnerung.

 

Ein Kumpel hat bei seinem G63 noch von Brabus einen Auspuff nachrüsten lassen, weil ihm der Sound zu harmlos war. X-)

Die Brabus Klappenauspuffanlage und Leistungssteigerung auf 600 PS habe ich auch! Hammer :D

 

 

kai....Achtung, Suchtgefahr!!!

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Spyderman CO   
Spyderman

Also wenn man wie ich beruflich oft (meines Erachtens sogar zu oft) das G-Modell oder den H1 fahren muss, dann kann man den Hype nicht wirklich verstehen. Auch nicht mit Leder und Brabus-Toys... :zwinkern:

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kkswiss   
kkswiss
vor 9 Minuten schrieb locodiablo:

 

kai....Achtung, Suchtgefahr!!!

Egal. Ab dem 1.3. habe ich zwei weitere Parkplätze. Jetzt haben wir wieder Platz für zusätzliche Autos.:applaus:

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Caremotion   
Caremotion
vor 10 Minuten schrieb Spyderman:

Also wenn man wie ich beruflich oft (meines Erachtens sogar zu oft) das G-Modell oder den H1 fahren muss, dann kann man den Hype nicht wirklich verstehen. Auch nicht mit Leder und Brabus-Toys... :zwinkern:

 

Was macht man(n) Beruflich damit man nen H1 fahren darf / muss?

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locodiablo CO   
locodiablo
vor 31 Minuten schrieb Spyderman:

Also wenn man wie ich beruflich oft (meines Erachtens sogar zu oft) das G-Modell oder den H1 fahren muss, dann kann man den Hype nicht wirklich verstehen. Auch nicht mit Leder und Brabus-Toys... :zwinkern:

Berufsmilitär? 

 

Zum Glück darf ich sowas aus Spass fahren :)))

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isderaimperator VIP CO   
isderaimperator

kann ich nur bestätigen... G ist G-eil.

 

Hab mir 2014 auch einen gebrauchten G55 (507PS absolute Vollausstattung) fürs Feriendomizil gekauft. Ich brauchte einen schmalen Wagen (spanische Altstadt) der 5 Leute und viel G-epäck transportieren kann (Flughafen-Haus). Ebenfalls habe ich eine sehr steile Auffahrt. Die ganzen Leihwagen Frontschubser wie Ford S Max (der wirklich gut ist by the way), scheiterten am Böschungswinkel, oder an der Diktatur der mordern Fahrzeugelektronik und schafften die Auffahrt nur mit Schwung und aufsetzten, oder aber mit durchdrehenden Reifen und stinkender Kupplung.

 

Weiterer Vorteil, durch seine steilen planen Scheiben, heizt er sich nicht nennenswert auf in der prallen Sonne.

Gebraucht mußte er ebenfalls sein, da er sich dann in 2 Jahren kostengünstiger nach Spanien importieren lassen kann.

 

Ein T4 mit 993 Technik war die Alternative, da aber keiner auf dem Markt war, wurde es nach langem Suchen ein G55.

Da habe ich erst einmal festgestellt, wie wertstabil diese G-eländewagen sind. Habe dann einen G-lücksgriff gemacht und einen gepflegten G55 aus 1 Hand erworben. Zufälligerweise eine Motorsportkollege, der mich kannte. Das hat die Preisverhandlung einfacher gemacht (90.000 km / 52.000,00 EUR)

 

Habe mir die vorderen Sitze neu beledern lassen, den vorderen Rammbock entfernen lassen und eine G63 Front montieren lassen.

 

Was soll ich sagen, das Auto hat mich sofort berührt. So in der Art hat es nur bisher mein Isdera geschafft. Ich bin 3.000 km in 24 Std durchgefahren, dabei hat er für 925 EUR Sprit vernichtet und etliche Qubikmeter Gepäck transportiert.

 

Ich liebe ihn, jeden Tag aufs Neue. Er rotzt, er ist brutal, dabei höllisch schnell und durstig - Egal -

 

Wenn mein "Fahrplan" in Deutschland und meine Hebegarage in HH es erlauben würde, ich würde wahrscheinlich den Bentley durch einen G63 ersetzen.

 

Jeder, aber auch wirklich jeder empfindet sofort Sympathie für G-eili, wenn er mitfährt.

 

Bei mir ist es also ein Sommerauto. Und damit er nicht alleine darsteht, habe ich ihm noch einen Spielgefährten zur Seite gestellt. Den "Tender to G". Spanischer Smart crossblade mit nur unglaublichen 3200km auf der Uhr und zu einem Bruchteil von dem preis, der in Dt aufgerufen wird. Für sagenhafte 650 Euro habe ich dem eine neue Farbe verpasst: Mango Monza Grey vom SLS.

 

 

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bearbeitet von isderaimperator
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      Anders als bei meinem im Avatar abgebildeten liebsten Hobbyauto von allen, wird es hier nicht um Verbesserungen/Umbauten/Ausbauten gehen, denn das habe ich nicht vor. Einfach wieder die Zusammenstellung von Erlebtem und Erfahrenem!


      Das Auto

      Also stelle ich Euch den neuen Kleinen erst einmal vor.

      Im Rahmen der Möglichkeiten unauffällig bis zur Unscheinbarkeit ist er zirrusweiß lackiert und emblemlos bis auf die „Sterne“. Selbst bei Benzens wußten sie nicht, daß mit Bestellcode 261 auch die Beschriftung der vorderen Kotflügel entfällt. Das Panormadach paßt zur Farbfamilie „schwarz-weiß“ genauso wie die 19“-Felgen von AMG. Unterstützt wird diese Idee vom "Night-Paket" mit schwarz abgesetzten Leisten und dunklen Heckscheiben.








      Sommers mit glanzgedrehtem Rand, winters in komplettem Schwarz wie „Edition1“.

      Intelligent Light System macht hell, Audio20 macht Musik und Becker MapPilot macht Wegweisung. Besondere Lautsprecher brauche ich nicht, Musik höre ich nur im Stau. Die Klimaautomatik nimmt sich der Temperierung an unterstützt von Sitzheizung vorne, Vergeßlichen hilft elektrische Sitzverstellung mit Memory vorne. Hinten hat er ein Auge (Rückfahrkamera), aber auf häßliche Löcher für Parkpiepser hatte ich keine Lust mehr. Dazu noch das Licht- und Sichtpaket, damit es innen nächstens nicht so trist aussieht und ein Ablagenpaket, damit die demnächst vorgeschriebenen Warnwesten ihren Platz unter den Vordersitzen finden und im Kofferraum eine Steckdose bereit ist. Den Luxus des Performance-Lenkrades habe ich mir der größeren Schaltpaddel wegen gegönnt, damit einher geht der knubbelige Schalthebel in der Mittelkonsole.

      Richtig: er hat KEINE roten Gurte, KEINE roten Bremssättel, KEINE noch lautere Auspuffanlage, KEINE zusätzlichen Spoiler und KEIN noch härteres Fahrwerk – das ist mir dauerhaft zu aufdringlich und damit lästig, außerdem kostet’s alles zusätzliches Geld, das ich dafür nicht ausgeben will.


      Das erste Drama


      Aus dem Datum der Erstzulassung ergibt sich schon das Problem der erforderlichen Winterbereifung. Als ich der Preisvorstellungen der Niederlassung Mannheim für Originalfelgen ansichtig wurde, schwanden mir schier die Sinne. 19“ Felgen als „Vielspeichen“ kosteten schon 3.600 €, dazu noch Reifen – das muß anders gehen. Nächster Vorschlag: 215er Reifen auf 18“-Felgen für komplett 3.500 €. Mickrige Größe, Schneeketten habe ich nicht, brauche ich nicht und kann ich nicht montieren. Selbst die Serienfelgen in 18“ kämen schon auf 3.000 €.

      Alle Tuner/Felgenhersteller abtelefoniert, mit Mails bombardiert und die Quintessenz erfahren: „Haben wir derzeit nicht, rechnen Sie nicht vor Frühjahr damit.“ Tolle Wurst – und bis dahin? Die Sommerreifen runter, Winterreifen drauf und im Frühjahr dasselbe wieder zurück ist mir zuwider, also weiter suchen. Erster Lichtblick: Das Autohaus Kunzmann in Aschaffenburg (ein großer Vertragshändler) unterhält einen Onlineshop und bietet auf einmal AMG-Vielspeichen in 19“ für nur 3000 € an. Gleich zum Hörer gegriffen und im Telefonat ein Vorschlag: „Nehmen Sie doch die 19“ von Lorinser in schwarz, die kosten nur 1700 €.“ Da fragt man nicht zweimal – hätte man aber sollen!

      Prompte Lieferung, freudestrahlend die Michelin PilotAlpin 4 (frei bis 270 km/h!) montieren lassen und gleich aufs jungfräuliche Auto montiert. Problem: Ab etwa Tempo 100 unerträgliche Vibrationen. Nachwuchten rundherum bringt nichts. Was ist denn da los? Einfache Analyse: Im TÜV-Gutachten steht, daß wegen Freigangs zum Bremssattel 3 mm Spurplatten verwendet werden müssen. Ist an sich schon Murks, aber am A 45 noch viel mehr! Benz verwendet wohl für alle „A“ dieselben Radaufnahmen. Durch die große Bremse vorne rückt alles mehr nach außen und die Zentrierhülse steht nur noch etwas mehr als 6 mm heraus, das Mindestmaß, das hiesige Prüfer für solche Gelegenheiten erwarten. Zieht man davon die Spurplatten ab, bleiben nur noch jämmerliche 3 mm (DREI MILLIMETER), die die Zentrierung der Felge sicherstellen sollen. Die hat auch noch einen gefasten Zentrierring, so daß faktisch die Mittenzentrierung verloren geht. So fährt er sich auch.

      Nach kurzem aber heftigem Hin und Her mit Lorinser direkt („Wollen Sie wirklich, daß ich diese Lösung dem TÜV für die Einbaubescheinigung vorführe?“), die sich aber ernsthaft Mühe bei der Suche um schnelle Abhilfe gaben, nehmen sie die Felgen zurück.

      Geworden sind’s dann zähneknirschend die schwarzen Vielspeichen und jetzt läuft alles wieder „rund“. Ich bin mal gespannt, wie die anderen Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen …






      Das Einfahren


      Aber nun zurück zum Auto selber: In Rastatt abgeholt und daher gleich mit den ersten Kilometern außerhalb des Werksgeländes „eingefahren“. Ach du liebe Zeit, was machen die Leute da ein Buhei drum – zusätzlich verängstigt durch relativ strikte Einfahranweisungen des Werks: Nicht über 4500/min, nicht schneller als 140 km/h, kein Kickdown.“ Klebt wie in seligen Zeiten sogar in der Windschutzscheibe.

      Dazu gibt es ja mehr Auffassungen, Ansichten und Anspielungen als Autos. Im Grunde genommen kann man’s nie richtig machen; zu „zahm“ ist nix, zu „scharf“ ist nix, zu „schnell“ ist nix? Wie sagt der Pfälzer dann? „Ach, steigt mer doch all‘ in die Tasch‘!“ Das Werk spendierte die erste Tankfüllung (voll!!) und daher schauen wir geschenkten Gäulen nicht zu lange ins Maul.

      Auf den ersten hundert Kilometern auf der Landstraße habe ich dem Motor im vierten Gang in schönem Rhythmus Anzug von 80 auf 120 beigebracht und ihn nach jeder Beschleunigung immer wieder ausrollen lassen. Ähnelt einem Parabelflug und ist ähnlich unspaßig. Dem Maschinchen wurde dabei sogar richtig warm, das Motoröl erreichte 105°. Das war’s dann aber auch, seitdem wird er einfach gefahren, wie ich ihn auch sonst fahren würde. Schön durchölen lassen nach dem Kaltstart, sanft warm fahren, sanft kalt fahren vor dem Abstellen, und sonst gefahren wie es ihm auch in der Zukunft bevorsteht (nach 500 km durften auch mal 5500/min mit wenig Gas anliegen, sonst macht ja eh die Automatik alles). Oh Wunder: Nichts ist undicht, geplatzt, abgerissen oder sonst was passiert.

      So ganz stimmt‘s nicht. In manchen Foren hieß es, daß er bis 1500 km ein Einfahrprogramm habe, das das Gemisch anfette und so den Einfahrvorgang unterstütze durch somit abgesenkte Brennraumtemperaturen. Hört sich komisch an, scheint aber tatsächlich zu existieren. Schlagartig ab diesem Kilometerstand sank der Durchschnittsverbrauch bei flotter Fahrt um 1 L/100 km. Bei 1200 km kamen frisches Motoröl und ein neuer Filter (nicht vorgeschrieben, aber mir ist es lieber so), seitdem läuft er immer besser.

      Da er anfangs etwas beim Anfahren mit seinen Kupplungen „rupfte“, was sich nach knapp 500 km völlig gelegt hat, werde ich ihm auch überobligatorisch einen Getriebe- und Differentialölwechsel gönnen, da hat sich scheinbar doch einiges tatsächlich „einlaufen“ müssen und mir ist dann einfach wohler, wenn alles gut versorgt ist. Manche glauben, ein Wechsel nach 3000 km sei „Vorschrift“, sind aber von der insoweit unklaren Betriebsanleitung im Stich gelassen. Nur AMGs mit Sperrdifferential müssen dann zum Wechsel, der A 45 hat keins, also muß er auch nicht. Meiner kriegt’s trotzdem, weil „wer einschenkt, muß auch nachschenken“.

      Inzwischen sind schon fast 3000 km voll, so daß ich auf freier Autobahn auch mal das Geschwindigkeitsmaxim ausgetestet habe. Im siebten Gang ist das etwas müde ab etwa 230, aber im sechsten geht es ab wie die Feuerwehr. Gefühlt dauert es zwei Wimpernschläge von 200 auf 230 und geht dann unvermindert weiter und weiter und weiter, ohne daß bei 250 km/h Schluß wäre. Tacho 260 standen ziemlich unangestrengt an, im siebten hält er das Tempo, legt aber kaum noch zu. Tachoabweichungen sind minimal, sagt mein zusätzlich bereitgehaltenes Navi.

      Drehzahlorgien sind eh nicht sein Ding, im sechsten sind dafür etwa 5300/min erforderlich, im siebten stehen etwa 4200/min auf dem Drehzahlmesser. „Heiß“ wird ihm dabei auch nicht, das Kühlwasser steht bei 93° und das Motoröl wird auch nicht wärmer.

      Weder ist er dann ungebührlich laut noch in irgendeiner Weise unruhig oder „leicht“, sondern einfach satt und souverän. Im echten Verkehr ist das kein vernünftiges Tempo, denn mit Gaswegnehmen wird das Tempo nicht schnell weniger, sondern der geringe Luftwiderstand läßt ihn im siebten lange schieben; zu Dauerbremserei habe ich keine Lust, das wird dann unrund und hektisch auf langen Strecken. Klar wird aber auch: alles bis 200 ist ratzfatz erreicht und für den Motor keine echte Anstrengung. Wieso da schon die wildesten „Tuningfreaks“ schon über 400+ PS mit Chippen nachdenken, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.


      Bedienung


      Ein Kapitel, dem man heutzutage durchaus ein paar Worte widmen kann bzw. leider manchmal muß.

      Schon bei der Probefahrt störte der falsch positionierte Blinkerhebel. Jetzt stört das immer mehr, er sitzt schlicht zu hoch und läßt sich aus normaler Lenkradhaltung nicht intuitiv bedienen; der Tempomathebel hingegen ist bestens erreichbar und statt Blinken kommt er vor allem im Kreisverkehr zum Einsatz. Bei Regenfahrten nervt zudem, daß die schönen großen Schaltpaddel zu nah am Schalter für den Heckwischer sind und der am „Multifunktionshebel“ nur durch verrenktes Greifen bedienbar ist. Ich kann nicht deutlich genug machen, daß das unbrauchbarer Stuß ist!

      Genug geärgert, ansonsten ist die Handhabung des Fahrzeuges allenfalls noch durch den großen Wendekreis erschwert, wenn man sich an Benztypisches eh schon gewöhnt hat und mit einem gewissen Wohlwollen den neumodischen Bedienungsprofilen („Assistenten“, Menüführungen usw.) gegenübertritt.

      „Dunkel war’s, der Mond schien helle“ wäre das passende Motto für die Leuchtstärke des Hauptscheinwerfersystems. Tadellos gleichmäßig und weit hell, selbst der „Fernlichtassistent“ funktioniert in 99 % der Fälle gut. Kurvenlicht auch bei mehr als 110 km/h (Audi ...?). Moderne Lichtsysteme nehmen den Nachtfahrten nun wirklich endgültig den Schrecken.





      In diesen Tagen fällt auf, daß er sich besonders verdient macht mit gleichmäßiger, schnell ansprechender und gut wirkender Heizung – die Klimaautomatik muß nur der Temperatur wegen bedient werden, den Rest macht das System selbständig und beanstandungsfrei. Vor der Sitzheizung muß ich warnen: Die bollert bis in die Schulterbereiche auf der höchsten Stufe dermaßen los, daß es binnen Sekunden schon unangenehm wird. Allenfalls auf Stufe 2 kurz und dann für ein paar wenige Minuten auf Stufe 1, danach wird es schnell zu warm. Eiweiß gerinnt bei 67° …


      Beanstandungen?


      Die nationalen und internationalen Foristen beklagen ja schon seit längerem Verarbeitungsmängel der A-Klasse und manche Unzulänglichkeiten auch beim A 45. Liest man das als Unbefangener, könnte einen ja das Grausen überkommen.

      Bis dato ist der Zusammenbau gelungen, die Verarbeitung stimmt (für die Fahrzeugklasse), die Lackierqualität ist gut, nahezu alles funktioniert, wie es soll. Nahezu, weil das Radio bei Stummschaltung die Verkehrsfunkdurchsagen nicht laut genug stellt und sich nicht zu größerer Lautstärke überreden läßt. Das „Knistern“ aus dem Bereich der Mittelkonsole sind die Stellgeräusche der Klimaanlage beim Bedienen der Luftverteilungsklappen, an das heimelige Geräusch des sich kümmernden Elektronengehirns gewöhnt man sich schnell.

      Manche beklagen, daß er kalt sehr zäh Gas annehme. Das stimmt, scheint aber ein Schutzprogramm zu sein, solange nicht Grenztemperaturen des Getriebes erreicht sind. Ich helfe mir mit dem manuellen Schaltmodus und rolle ihn gemütlich bei niedrigen Drehzahlen warm, dann fällt’s nicht so auf. Anfangs dachte ich, das „angeschärfte“ Schaltprogramm „S“ funktioniere nicht, weil sich die Schaltcharakteristik von „C“ nicht unterschied. Ich bin ihm drauf gekommen: solange das Getriebe nicht wärmer als 40° ist, läßt er das schnellere Schalten nicht zu und hält die Drehzahlen zur Vermeidung zu großer Sprünge niedrig. Danach dreht er in „S“ weiter aus bis zum Hochschalten und schaltet auch deutlich früher zurück. Schön gelöst: er erkennt, wenn nicht mehr beschleunigt wird legt dann einen höheren Gang auch vor Erreichen der Schaltdrehzahl nach.

      Bei den ersten Handwäschen zeigte sich, daß er ein paar Dreckecken hat, die immer besonderer Zuwendung bedürfen. Das ist zum einen der gesamte Bereich entlang der Griffleiste der Heckklappe (um die Kennzeichenleuchten und den Griff), da sind Vertiefungen und Rähmchen, die man nur mühsam wieder sauber bekommt. Außerdem ist die Blechnaht nahezu rechtwinklig und mit einer nicht komplett durchgezogenen Abdichtung versehen, da sammelt sich nur mit einem Pinsel entfernbar Dreck.








      Gleiches gilt für die Türunterkanten, die unnötigerweise mit Höhenversprüngen aufgeführt sind, in denen sich hartnäckig Schmutz festsetzt.





      Der Bereich unter dem Dachspoiler“überhang“ wird in Waschanlagen sicher nicht gesäubert – da muß man leiden und nachwischen.

      Einsauen kann er sich eh wie ein Großer, die unteren Seitenflächen sind in Windeseile verdreckt. Erstaunlich: Motorhaube und Dach nicht, ebenso die Seitenscheiben. Wie früher bleiben sie auch bei starkem Regen sehr lange schmutzfrei und damit die Sicht in die großen Spiegel klar. Der Motorraum saut sich nahezu gar nicht ein auch bei langer Fahrt im strömendem Regen, das gefällt.

      Einmal mahnte er zum Nachfüllen des Kühlwassers bei scharfem Beschleunigen in größeren Gängen, aber weder stimmte der Pegel nicht noch kam diese Meldung erneut.


      Verbrauchswerte


      Im Moment – wir gewöhnen uns ja noch aneinander – gilt das alles noch nicht wirklich. Ich denke, daß da auch bei wärmeren Temperaturen noch der eine oder andere Liter weniger zu Buche stehen wird. Zwischen 7,5 und 15 L/100 km hatte ich alles schon zu verzeichnen. Ruhig herumgerollt im Mittelstreckenverkehr mit Tempomat reicht der kleinere Wert, bei forcierter Fahrt mit dauerhaft mehr als Tempo 180 der höhere, die Wahrheit liegt wie immer dazwischen und derzeit bei 10,7L/100 km.

      Motoröl fehlte ca. ein Drittelliter nach den ersten 500 km, seitdem ist nahezu Ruhe. Blöd ablesbarer Ölpeilstab und helles Motoröl machen das Messen nicht leichter. Die Betriebsanleitung ist da gelinde gesagt „unscharf“, denn sie empfiehlt Öl nach MB-Freigabe 229.51 (beschränkt auf entweder 0 oder 5 W 40), obwohl solches nach 229.5 gewünscht ist und die andere Freigabe für Diesel mit Partikelfilter gilt.


      Die Erwartungen werden alle erfüllt, ich fange an zu ahnen, was er im Zweifel könnte – jede Fahrt eine kleine Freude im Alltag!


      Markus
    • 806
      Zu lesen und per Video zu betrachten gibt es ja schon einiges über den neuen A 45 AMG; teilweise euphorisch, teilweise zurückhaltend – aber immer mit einem mehr oder weniger deutlichen „boah“ als „Unterton“. Solche Bekundungen machen mich immer stutzig, sie bedürfen der Überprüfung.

      Ich hatte ja schon geschrieben, daß mein Alltagskreuzer mir zu groß und zu behäbig ist und daß Ersatz anstünde. http://www.carpassion.com/andere-automarken/51819-wiesmannfahrer-suche-alltagsalternative.html Leider wird’s ja mit dem kleinen Coupé aus den Niederlanden wohl in überschaubarer Zeit nichts, so daß andernorts nach „Nägeln mit Köpfen“ zu suchen ist. Eine mögliche Variante ist der kleinste je gebaute AMG, der teure Vierzylinderneuling aus Rastatt mit dem Motor aus Affalterbach.

      Dieses Wochenende war es so weit: Probefahrt.

      Und probiert habe ich alles damit auf meinen heimischen Teststrecken. Einkaufen, Einparken, Einsteigen genauso wie üble Rumpelstraßen innerorts (wir in Speyer können so was richtig gut!) wie außerorts (der Pfälzer Wald bietet sich perfekt an), schnelle Autobahntour und Ausprobieren des Fahrwerks auf welligen Straßen (A6 nordwärts von Schwetzingen aus auf der rechten Seite!).

      Also gehen wir es an – gegliedert nach den Einzelaspekten einer Erprobung und nur wo nötig die allgemeinen Tatsachen eines „A“ an und für sich beleuchtend, vielmehr orientiert an dem, was der „AMG“ denn nun wirklich kann.


      Verkäufer

      Ein früher sehr wundes Kapitel bei Mercedes, als „nur-ein-Auto-Käufer“ seltsam abweisend behandelt trotz immer nicht billiger Autos, eigentlich ein Grund, die Marke zu wechseln. Wie anders das heute ist! Beim Herumstreunen in der Niederlassung sofort unaufdringlich angesprochen, binnen zehn Minuten Probefahrttermin ausgemacht. Für’s ganze Wochenende! Interessierte Verkäufer deutlich jüngeren Alters, verbindlich aber locker – das ist schon mal ein echter Quantensprung zumindest in der Niederlassung Mannheim.


      Das Auto grundsätzlich

      Tja, DEN hätte ich mir als allerletztes ausgesucht. Ein „Edition 1“ in kirmesbunter Kriegsbemalung, „Airblades“ vorne, riesiger (wirklich riesiger) Frittentheke hinten, rote „Akzente“ an allen möglichen und unmöglichen Stellen. Schwarze Felgen und feuerrote Bremssättel machen was her, das Panoramadach mit seiner schwarzen Einfassung vorne tut der Ansicht sogar gut. Viel zu aufdringlich und ordinär kommt er mir trotzdem daher, löst aber allenthalben Interesse aus wie ein zweiköpfiger Hund. Adressaten vor allem: testosterongesteuerte Mitbürger jüngeren Alters aus eher bildungsfernen Schichten. Ob man darauf Stolz sein soll?







      Innen sind die AMG-Performance-Sitze verbaut, auch hier wiederholt sich das „rot ist sportlich“-Schema bis hin zu den Sicherheitsgurten. Nun denn … es geht so, ist aber hart an der Grenze zu prollig.








      Alltag

      Auf Sportlichkeit kommt es zuallerletzt an, Hauptaspekte sind leichte Bedienung, Übersicht, Platz, Komfort. Könnte schwierig werden mit einem auf „heiß“ gemachten „A“, oder?

      Das erstaunliche: Nein, wird es nicht.

      Klar: Allradantrieb kostet Kofferraum, der ist kaum größer als bei einem Polo und bleibt hinter Audi und BMW deutlich zurück. Ist für mich aber nachrangig, denn für unseren Bedarf ohne Kinder reicht das. Sportwagenfahrer haben eh keine Koffer, sondern Taschen, so daß man das praktische Format komplett nutzen kann. Überraschend hochwertige Teppichqualität für die Wagenklasse.

      Klar: „A“s sind nicht übersichtlich, die ansteigende und per se schon hohe Gürtellinie tut dem nicht gut. Perfekte Abhilfe: Rückfahrkamera. Kontrastreich, in Verbindung mit den großen Außenspiegeln läßt er sich problemlos beherrschen und zentimetergenaues Heranfahren an Hindernisse klappt. Perfekt: Beim Einlegen des Vorwärtsgangs bleibt das Bild noch eine Weile, bis 7 km/h überschritten werden. Vorne raus ist’s gut, zentimetergenaues Zielen ist unproblematisch.



      Alles Pillepalle, wenn man von „hartem Fahrwerk“ und „wenig Restkomfort“ liest. So etwas kann einem im Alltag den Spaß am Auto gehörig vergällen. Im Ernst: Auch das geht bis auf Extremsituationen sehr gut trotz 19“-Felgen mit 235/35-er Bereifung. Klar: „S“ ist anders, hier geht es Richtung „S-Line“ von Audi. Sehr kurze und harte Stöße (für die Speyerer: Rützhaubstraße …) schafft er kaum, hier hilft nur Tempo weg. Die Dämpfer sind schon sehr hart in der Zugstufe und in Verbindung mit den deutlich harten Federn ist die Grenze schnell erreicht. Hintereinander folgende härtere Querwellen (A6 – s.o.) schafft er auch nicht wirklich gut weg.

      ALLES andere ist verblüffend. Frostaufbrüche, Autobahnabsätze an Brücken, Spurrillen – verursacht ggf. Geräusch der Reifen, wird aber richtig gut gefiltert. Test bestanden, mit den Abstrichen kann man leben.

      Einstieg durch doch recht kleine Türöffnung bei korrekt eingestelltem Fahrersitz (ich sitze sehr nah am Lenkrad, hinter mir ist locker für eine Figur meiner Größe von 190 cm Platz) erschwert, man müßte den Sitz jedesmal ein Stückchen zurückschieben. Lenkrad läßt sich wunderbar hoch- und herholen, Sitzposition perfekt. Selbst die Performance-Sitze sind komfortabel, unterstützen aber im Lendenwirbelbereich nicht stark genug – ob da nicht die Seriensitze mit elektrischer Verstellung und Lordosenstütze die bessere Wahl wären? Außerdem ist dann das Steppmuster der Sitzbezüge vorne und hinten gleich. Ach ja: Alcantara auf der Sitzbahn ist ja klasse, das kannte ich bis dato noch nicht. Rutschsicher und nicht schweißtreibend.

      Elektrische Sitze sind ein Muß, damit eine häßliche Blende in der Tüpr gefüllt wird ("was hätt's denn da noch gegeben, wenn Du noch Geld gehabt hättest?").



      Mittelkonsole stört anfangs etwas am „Gasknie“, ist mir zum Schluß aber nicht mehr aufgefallen.



      Panoramadach ist sehr nett, schafft Licht in den schwarzen Innenraum und hilft bei Belüftung auf der Landstraße.

      Krach innen geht – es ist und bleibt ein Vierzylinder. Die „Performance Sportabgasanlage“ hat der Vorführer auch. Ballert ganz nett, das „brfffzzzz“ beim Hochschalten kommt in Stellung „C“ des Getriebes nicht vor. Ordentlich gedämmt, auf der Autobahn auch bei mehr als 200 km/h nicht zu laut und nicht zu viel Windgeräusch – paßt.

      Ach ja – das Getriebe. Ich weiß nicht, was die Tester so mit einem Auto veranstalten (und will es glaube ich auch nicht wissen). In „C“ eine samtweiche Automatik mit behendem Hoch- und Runterschalten. Orientierung an niedrigen Drehzahlen, frühes Hochschalten. Manuelle Eingriffe sind möglich über Schaltpaddel, nach etwa 15 Sekunden ist der manuelle Modus „von Amts wegen“ wieder weg und die Automatik übernimmt. Etwas zu großer Kraftaufwand beim Einlegen des Rückwärtsganges erforderlich. Für Herumfahren im Alltag wirklich perfekt, zahm und ruhig. Kein Verleiten zum Heizen, mit Tempomat wie jeder Benz. Es geht auch anders – dazu später!



      Lenkung ohne jeden Antriebseinfluß, wenig Lenkeinschlag nötig, sehr angenehme Unterstützung, paßt.

      Bedienung benztypisch mit einem Makel: Blinkerhebel ungeschickt angebracht. Er sitzt zu hoch (und ist für kleine Hände zu kurz). Beim Rechtsabbiegen ist eher der Tempomat dran als der Blinker. Blinken professionelle Testfahrer eigentlich nie??



      Die Motorhaube machen die auch nicht auf, was? Fummeliges Hebelchen, eine schon nach völlig ruhiger Fahrt brennheiße Umgebung wegen des vorne sitzenden Turbos und eine unwürdige Haltestange statt hydraulischer Lifter … Mannmannmann, es kostet regelrecht Opfer, die Plakette des Motorenbauers zu erblicken!



      Und es wird wirklich heiß da vorne, alles und jedes ist abgeschirmt gegen Hitze. Dabei zeigen die Instrumente immer völlig normale Werte (Motoröl geht auf maximal 105°, Kühlwasser auf 94° und Getriebeöl (ja-ha – Thermometer vorhanden!!! BMW soll sich das mal als Beispiel nehmen, die verraten im M135i ÜBERHAUPT KEINE Temperaturen mehr) um die 85°. Sozusagen: alles cool, aber trotzdem unangenehm heiß vorne. Schlauerweise sitzt der Ölmeßstab auf der kühlen Motorrückseite. Spannend: Wie verträgt der Lack auf die Dauer diese brennheißen Hitzewerte? Die Motorhaube ist nicht isoliert.









      Ein Turboloch mag es geben, ich hab’s nicht gefunden. Ab 2000/min legt der Motor los wie ein 200 PS-TFSI von VAG bei 3000/min, höher als 2500 muß man nie drehen, das reicht schon für 95 % der Alltagssituationen. Verbrauch dann 9 bis 10L/100 km nach Bordrechner.

      Ergebnis: Alltagstest mit zu erwartenden kleinen Abstrichen im Abrollkomfort und für „A“s typischen Besonderheiten bestanden.


      Wenn’s mal schnell werden soll

      Dr. Jekyll kennen wir jetzt. Wie ist es mit Mr. Hide?

      Getriebe entweder in „M“ oder „S“ und ab geht es.

      Und es geht ab.

      Gasannahme für meinen Bedarf immer ausreichend flott, ab 2500/min ist die Musik aber mit vollem Orchester an. Der Motor liefert mächtig Druck, bis zur Nenndrehzahl sämig und schön konstant ohne „Turbobums“ heftig zunehmende Kraft ohne übermäßige Lautstärke, perfekt.

      Auch unter Last schaltet das Getriebe ruckfrei und schnell, nur gibt es jetzt beim Hochschalten das „brfffzzzz“, das alle auf Youtube posten. Nicht so spektakulär, aber „im Wald“ macht das echt Laune. Man muß aber gut Gas geben, sonst fällt’s bescheiden aus. Am schönsten: Bis 4500/min hochziehen und dann schalten, da hat’s die beste Lautstärke.

      Getriebeabstufung etwas merkwürdig: Die Gänge 1 bis 3 sind eher kurz gehalten, damit der Rennstart und die Stammtischwerte („4,6 auf hundert“) hinkommen. Race-Start habe ich nicht ausprobiert, das interessiert mich nicht. Ab 4 wird’s länger, der 7. Gang ist ein sehr langer Autobahngang. 1000/min sind schon 60 km/h, also rollt man mit 3000 bis 3500/min und Tempi von 180 bis 210 über die Autobahn. Auf der Landstraße ist normalerweise bei engagierterer Fahrt im 5. Schluß, aber Drehzahlorgien sind vollkommen unnötig. Im Bereich zwischen 2500 und 5000/min drückt der Turbo mit Macht, so daß sich der Eindruck eher eines „Vierliter-Achtzylinders“ einstellt als der einer hochgezüchteten kleinen Maschine.

      Jetzt kommt ein Effekt ins Spiel, den ich so nicht erwartete: „AMG Hochleistungskühlanlage“. Bei wirklich engagierter Fahrt auf bekanntem kurvigem Geläuf mit Berganstücken, wo selten hohe Tempi möglich sind, aber oft hohe Last, erwartete ich „Hitze“ und erlebte einen Kühlschrank: Motoröl maximal 90°, Kühlwasser knappe 90°. Wenn’s ernst wird, kann er die Mehrhitze offensichtlich sehr gut wegschaffen, was vielleicht die Bedenken mancher „Forumsexperten“ zur Haltbarkeit zerstreuen mag. Wer dazu schreibt „Der geht Dir doch hoch, wenn Du die Leistung mal ernsthaft forderst“, der hat leider entweder keinen gefahren und/oder keine Ahnung. Auch auf der Bahn bei 220 und sommerlichen 27° stehen zarte 92° Motoröl und 88° Kühlwasser an!



      Es kommt aber noch besser, nämlich bei Fahrwerk und Bremsen.

      Die Bremse ist perfekt, in allen Belangen ein Gedicht. Harter Druckpunkt, schnellstes Ansprechen, linearer Kraftaufbau – „porschesk“ würde ich gerne als neues Wort in Umlauf bringen. Kraftverteilung nahezu perfekt, nur beim Einlenken und bergab kann die Hinterachse ein kleines bißchen unruhig wirken.





      Dazu kommt ein mustergültiges Fahrwerk, das Unebenheiten, Verwerfungen, Spurrillen oder nach außen hängende Fahrbahnränder vollkommen ungerührt wegsteckt. Sensationell, wie dieses Auto ohne jede Seitenneigung, Unsicherheit oder Zucken liegt. Ob der Allradantrieb dabei war, weiß ich nicht, sein Zuschalten habe ich jedenfalls nicht bemerkt. ESP „Anschärfen“ war nie nötig, wenn man sich um eine „runde“ Fahrweise bemüht, ist man unglaublich schnell ohne übermäßige Anstrengung. Die Lenkung verhärtet nicht, sondern paßt wie angegossen, die Fahrzeugreaktionen sind mustergültig.

      Und das bei weitestgehend erhalten gebliebenem Alltagskomfort – die „AMG-Achsen“ sind beispielhaft für diese Wagenklasse.

      Na gut, dann kostet der Spaß auch. Ratzfatz standen "15,6 L/100 km" im Bordrechner, aber es war auch sehr gehoben flott gewesen.

      Ergebnis: Sportwagentest mit kleinem Abstrich für die Getriebeabstufung perfekt bestanden.


      Was anderes

      Zum Schluß noch ein paar Worte zu dem Assistenz-Unsinn, der verbaut war. Leute, das ist nichts für mich, das macht einen ja verrückt!

      Was war drin?

      „Attention Assist“ – dauerhaft abgeschaltet. Ich weiß, wann ich müde bin, ich habe mehr als 1 Million km hinter mir.

      „Fahrspurassistent“ – schon das Wort ist Unsinn, denn der Fahrspur muß ja keiner helfen, die liegt da so in der Gegend herum. Irgendwann „klopft“ es am Lenkrad, wenn man einem Mittelstreifen zu nahe kommt, ohne zu blinken. Dauerhaft abgeschaltet.

      „Totwinkelasstistent“ – das dauernde Geblinke in den kleinen Leuchtdreiecken in den Außenspiegeln nervt wie verrückt, irgendwann nimmt man die Kirmes überhaupt nicht mehr wahr. Dauerhaft abgeschaltet.

      „Distronic Plus“ – Tempomat mit Distanzregelung. Hmmmnaja. Lustig zum vorführen: „Guck mal, ich mach‘ nix und der bremst“. Auf die Dauer nervig, weil bei dichterem Auffahren immer ein Warndreieck im Tacho leuchtet, auch wenn sie aus ist. In der Stadt ist die Kirmes an. Tempomat reicht mir, das Gelärch brauche ich nicht. Außerdem stört das Wiederbeschleunigen auf eine vorher eingestellte Geschwindigkeit bei frei werdender Strecke. Statt gewünschter 70 „plus Umsatzsteuer“ bin ich mit 100 herumgefahren, weil ich die voreingestellte Geschwindigkeit nicht mehr erinnerte. Angezeigt wird’s nämlich nicht.



      „Collision Alert“ – wer so unaufmerksam fährt, daß er so einen Blödsinn braucht, sollte öffentliche Verkehrsmittel benutzen!

      Das "Intelligent Light System" konnte mangels ausreichender Dunkelheit nicht getestet werden, aber Kurvenlicht kenne ich schon aus dem "S" nd will das unbedingt wieder haben.



      Und zum Schluß: „Start-Stop“. Wegprogrammieren darf man’s nicht, weil er dann Euro6 nicht mehr schafft. So ein Mist, so ein blöder! Muß man in „C“-Getriebestellung immer wieder nach Motorstart ausschalten oder konsequent den Leerlauf an der Ampel einlegen und den Fuß von der Bremse nehmen oder in „S“ oder „M“ fahren. Motormordender Schwachfug sondergleichen (noch schlimmer bei Schaltgetriebe, da Motorstart nur mit durchgetretener Kupplung und dadurch angelegter vorzeitiger Alterung des Kurbeltriebs – das ist mir schon fast einen eigenen Thread wert).

      „Aktiver Einparkassistent“ – ja geht’s denn noch?? Wenn ich langsamer als 35 km/h fahre, zeigt ein blaues „P“ im Instrument an, daß er aktiv ist und nach einer Parklücke sucht. Das nervt, wenn man einfach nur langsam ist und gar nicht parken will, also in 99 % der Zeit. Kann’s auch nur längs und nicht quer und nur in Lücken, in die ein LKW paßt und ist dank Rückfahrkamera überflüssig.

      Was fehlte an wirklich Praktischem? Das Spiegelpaket! Bordsteinabsenkung (wieder Quatsch, nicht der Bordstein senkt sich, sondern der rechte Außenspiegel), was das Einparken perfekt macht.

      So … und jetzt … mal einen nach Wunsch und ohne Lametta konfigurieren ….


      Markus

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