Zenos E10 S – Leichtgewichtige Evolution

Der Zenos E10 S ist ein neues Ideallinien-Suchgerät aus Großbritannien. Angetrieben von einem 253 PS starken Ford-Turbomotor krallt sich dieser 700 Kilogramm leichte Flitzer in engen Kehren fest und fährt Kreise um deutlich teurere Fahrzeuge. Das gesamte Konzept ist auf Leichtbau ausgelegt und somit verwundert nicht, dass es weder Radio noch Klimaanlage gibt. Auch ein Dach oder eine Windschutzscheibe sucht man vergeblich.

Zenos E10 S

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Der Zenos E10 S richtet sich an Kunden, die Spaß an Landstraßenfahrten und Trackdays haben. Somit ist er ein Mitbewerber für Lotus 2-Eleven und KTM X-Bow.

Leichtgewichtige Autos haben in Großbritannien eine lange Tradition. Diese Tatsache sorgt beim Anblick der jeweiligen Modelle oftmals für ein wenig Unverständnis, das zweifelsohne dem klischeehaften Gedanken an den britischen Sommer geschuldet ist. In diesem fällt die Sonne ja bekanntlich literweise vom Himmel, weswegen die Briten scharenweise die Flucht in Richtung Festland antreten, um sich an spanischen Stränden röten zu lassen. Allerdings ist dieses Klischee ähnlich unzutreffend, wie das vom Volksmund besungene Regenloch Hamburg, wo es allerdings laut Statistik weniger häufig regnet als beispielsweise in Köln.

Entsprechend klischeefrei darf man auch den neuen Zenos E10 S betrachten, der eine Weiterentwicklung des Anfang 2014 vorgestellten E10 ist. Hinter den Passagieren findet sich ein zwei Liter großer Ford-EcoBoost-Turbomotor mit 186 kw/253 PS und einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern. Dieser beschleunigt den nur rund 700 Kilogramm schweren E10 S in glatten vier Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und bei Bedarf weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h.

Anhand der Höchstgeschwindigkeit kann man bereits absehen, dass lange Vollgas-Strecken nicht das Metier des Zenos sind. Wohler fühlt er sich auf winkligen Landstraßen oder kurvenreichen Rennstrecken, wo er Mitbewerbern von Lotus oder KTM einheizen kann. Hierzu wurde das Carbon-Aluminium-Monocoque gezielt entwickelt, um genügend Steifigkeit bei gleichzeitigem Leichtbau zu bieten. Die vorn 16 und hinten 17 Zoll großen Leichtmetallfelgen sind mit Avon-Semislicks bestückt und verbergen die vorn und hinten 285 Millimeter großen Bremsscheiben. Einzelradaufhängung mit doppelten Querlenkern rundum ist ebenso obligatorisch wie das Bilstein-Sportfahrwerk.

Die Karosserie ist ähnlich spartanisch wie das Interieur und folgt voll und ganz der Funktion. Während der mittige Abschnitt schwarz gehalten ist, können die abnehmbaren Kotflügel in einer Kontrastfarbe lackiert werden. Passend dazu zeigen sich dann auch die Überrollbügel und der obere Heckabschluss. Dank Frontspoilerlippe und Heckdiffusor ist für genügend aerodynamischen Anpressdruck gesorgt. Innen gibt es neben zwei Sitzschalen, einem Lenkrad, einem Zentraldisplay und dem Schalthebel nichts, was ablenken oder kaputtgehen könnte.

Neben der 29.995,- GBP (rund 37.750,- €) teuren Grundversion des Zenos E10 S gibt es wahlweise den E10 S als reines Rennstreckenfahrzeug ohne Straßenzulassung für 32.995,- GBP (rund 41.520,- €). Diese erhält sechs anstelle von fünf Vorwärtsgängen, ein Sperrdifferenzial, Carbon-Schalensitze mit Vierpunktgurten, andere Räder, ein abnehmbares Lenkrad und ein einstellbares Sportfahrwerk. In zwei Jahren erweitert Zenos sein Angebot um den E11 Roadster, dem 2018 das E12 Coupé folgen soll.

Quelle: Zenos Cars

2. September 2014|Categories: Magazin|Tags: |